gelöst Tipp für Geräteverwaltung im Kleinunternehmen

Mitglied: Proudmount

Proudmount (Level 1)

06.05.2019 um 16:45 Uhr, 592 Aufrufe, 10 Kommentare, 3 Danke

Liebe Profis,

ich verwalte die IT in unserem Unternehmen. Wir sind derzeit 9 Personen und setzen stark auf cloudbasierte Lösungen. Somit entfallen glücklicherweise schon viele Installationen auf dem Gerät selbst. Wir nutzen aus diesem Grund auch keine Domäne oder ähnliches. Ich muss zugeben, da bin ich auch nicht wirklich bewandert.

Nichtsdestotrotz braucht auch bspw. ein Softphone oder der PDF Reader eine lokale Installation.

Meine Herausforderung: Anfangs ließ sich das ganze noch simpel handlen, da wir nur wenige Personen waren. Mittlerweile wirkt sich eine Aktualisierung sehr unverhältnismäßig auf die Arbeit aus (1 Update à 9 Geräte manuell....).

Nun meine Fragen:

  • Gibt es generelle Tipps wie man die Geräte/PCs verwalten kann?
  • Welches Betriebssystem sollte man aus welchen Gründen verwenden?


Ich bin KEIN IT Administrator sondern ausschließlich sehr IT-affin und in diese Rolle hineingewandert, daher bitte habt Nachsicht.

Ich bedanke mich schon jetzt sehr für eure Hilfe.

Herzliche Grüße und frohes Schaffen!
Mitglied: Kraemer
06.05.2019 um 16:52 Uhr
Moin,
Zitat von Proudmount:
(1 Update à 9 Geräte manuell....).
wo ist das Problem? Habt ihr keine Kaffeemaschine? Das macht man mal eben schnell nebenbei.

Natürlich kann man sowas auch zentralisieren und optimieren. Die Zeit, die du da aber reinstecken wirst, holst du nicht wieder raus.

Gruß
Mitglied: itisnapanto
06.05.2019 um 16:54 Uhr
Moin moin ,

Welche Betriebssysteme setzt du denn ein ? Nur Windows ?

Wir nutzen dieses hier:
https://www.pdq.com/pdq-deploy/


Wenn du eine Domäne hättest , wäre das auch für diverse Programme damit realisierbar.
Stichwort Silent Installation.

Gruss
Mitglied: Proudmount
06.05.2019, aktualisiert um 17:00 Uhr
Moin,

danke für Deine Antwort.

Wir setzen ausschließlich Windows (10) ein. Da stellt sich für mich aber schon die Frage: Welche Version ist hier am besten? Aktuell gibt es z.B. keine Passwortverwaltung usw.

Wie komplex ist es so eine Domäne aufzusetzen? EDIT: Wir haben ja nicht mal einen lokalen Server :D

Danke !
Mitglied: ToniHo
LÖSUNG 06.05.2019 um 17:02 Uhr
Moin,

ohne Weiteres lässt sich deine Installations- oder Update- Welle nicht vereinfachen. Dafür würdet ihr schon eine vollständige Infrastruktur benötigen.

Um aber auch konstruktiv zu antworten, könnte Remote-Desktop helfen:
https://www.ionos.de/digitalguide/server/knowhow/remotedesktop-so-geling ...

Ich weiß nicht, wie IT-afin du bist, denn, um das professioneller und konfortabler einzurichten, wären mehr Kenntnisse erforderlich. Mindestens ein Server und ein gemeinsames Netzwerk.

Ein Betriebssystem können wir dir nur schlecht empfehlen. Es kommt immer darauf an, in welcher Branche ihr arbeitet und inwiefern die benötigte Software für die jeweiligen Betriebssysteme zur Verfügung stehen.

Windows:
Hat den Vorteil, dass es eigentlich jeder einigermaßen bedienen kann, weil es jeder kennt. Nachteil ist aber, dass bei einem Update auch mal mehr kaputt gehen kann, vor allem, wenn ihr geschäftskritische Anwendungen/Daten habt, sollte man über eine Backup-Strategie nachdenken.

Mac:
Die Software funktioniert einfach. Auch bei Updates kann man nicht, wie bei Windows, gleich davon ausgehen, dass nichts mehr läuft. Die Installation von Anwendungen ist einfach, sofern es diese im Store gibt. Nachteil ist, dass die a) sehr teuer in der Anschaffung sind und b) andere sich ggf. kurz reinfuchsen müssen.

Linux:
Linux ist vor allem kostenlos. Ist aber schwieriger zu bedienen, wenn es darum geht, umfangreiche Konfigurationen vorzunehmen oder Software, die es als vorgefertigte Pakete nicht gibt, zu installieren. Viele kennen das Betriebssystem als Solches auch nicht, kann also schon bei der Bedienung Schwierigkeiten bereiten.

Alternativ wäre natürlich das Einbeziehen eines Dienstleisters.

Pass aber auf, dass du das nicht zu sehr intensivierst. Das kann schnell dazu führen, dass du das hauptsächlich machen musst und der Rest deiner Arbeit liegen bleibt. IT ist nicht mal eben so zu erledigen und kann ganz schnell, ohne, dass man es merkt, wachsen. Plötzlich beschäftigt man sich dann 6 Stunden am Tag nur mit IT.

Viele Grüße und viel Erfolg
Toni
Mitglied: itisnapanto
LÖSUNG 06.05.2019 um 17:03 Uhr
Moin ,

Zur Passwortverwaltung kannst du auch Keypass benutzen... Möchtest du alles zentral administrieren , kommst du um eine Domäne nicht rum.

Eine Domäne aufzusetzen ist ein Hexenwerk. Man braucht auch nicht zwingend einen Windowsserver dazu.

Meine Empfehlung geht in die Richtung , sich ein kompetentes Systemhaus zu besorgen , mit dem du deine Anforderungen durchgehst.
Mach dir Gedanken, was für Ziele zu anstrebst und ob es bei so ein paar Rechnern lohnt, den Invest zu tätigen.

Gruss
Mitglied: Proudmount
06.05.2019 um 17:34 Uhr
Moin Toni,

vielen Dank für die ausführliche Antwort. Damit hast du mir schon sehr weitergeholfen.

Ich bin schon recht fit in IT-Themen es muss aber im Verhältnis von Aufwand / Nutzen stehen. Daher hast du mir insofern schon sehr weitergeholfen, als dass ich jetzt weiß, dass ich nichts simples übersehen habe. Hätte ja sein können, dass eine super einfache Lösung vor meiner Nase rumschwirrt.

Alles in allem sind unsere Systeme so ausgelegt, dass selbst wenn der PC in Rauch aufgeht innerhalb von 20 Minuten ohne Verlust am neuen Gerät weitergearbeitet werden kann. Dafür sorgen die ausgelagerten Anwendungen bei vertrauenswürdigen Anbietern.

In jedem Fall vielen Dank!

MFG
Mitglied: Proudmount
06.05.2019 um 17:34 Uhr
Vielen Dank für die Antworten!
Mitglied: 139708
06.05.2019, aktualisiert um 17:50 Uhr
Moin.
Wir deployen für kleine Unternehmen eigentlich seit geraumer Zeit in den Büros auch nur noch Thin-Clients und einen/mehrere(HA) zentrale Server die virtualisieren und durch die eine zentrale Wartung insgesamt einfacher ausfällt und Ausfälle minimiert werden.
Das wäre also auch mal eine Überlegung wert.
Für Unternehmen die sich damit nur schlecht abbilden lassen nutzen wir meist Ansible für die Verwaltung und Richtlinien-Einhaltung, hat den Vorteil das es Richtlinien auf die gesamte IT anwenden kann damit ein definierter Zustand eingehalten wird.

Gruß wireguard.
Mitglied: 7Gizmo7
06.05.2019 um 18:54 Uhr
Zitat von Proudmount:
Wir sind derzeit 9 Personen und setzen stark auf cloudbasierte Lösungen.

Welche denn genau ? Haben die auch vielleicht ein MDM System?
Mitglied: maretz
07.05.2019 um 06:25 Uhr
Moin,

ich würde auch - abhängig von der Häufigkeit dieser Updates - noch einen anderen Weg ins Auge fassen. Einfach mal nen Schüler / Studenten fragen. Das sind recht simple Aufgaben in die man keine grosse Einarbeitung braucht - mal eben die Updates durchgehen usw, ist was für nen Nachmittag. Nen Schüler/Student hat hier mit nem 400E-Job sicher auch keinen Nachteil UND kann sich nebenbei auch vernünftig einarbeiten. Beim nächsten Büro-Umzug o.ä. hast du jemanden der mit anfassen kann. Wenn der-/diejenige etwas technikbegeistert ist hast du auch jemand der dir Verbesserungsvorschläge machen kann da du vermutlich ja auch noch normale Arbeit hast und ggf. auch mal Feierabend machen willst...

Das ist jetzt sicher keine hochtechnische Lösung aber ggf. eine Lösung die auch gut funktionieren kann... Wie erwähnt - hängt natürlich von den Aufgaben ab die ihr so habt.
Titel: Tipp für Geräteverwaltung im Kleinunternehmen
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Art des Inhalts: Frage
Ausgedruckt am: 25.06.2019 um 14:27:52 Uhr
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