Abschätzung benötigte Arbeitszeit

Mitglied: Kisl476

Kisl476 (Level 1) - Jetzt verbinden

17.03.2016 um 15:31 Uhr, 1924 Aufrufe, 15 Kommentare, 1 Danke

Hallo allerseits,
ich habe eine Frage an erfahrene Profi-Adminstratoren, die damit schon lange ihr Geld verdienen.
Ein "Betrieb" verfügt ca. 110 Arbeitsplatzrechner (fast durchweg Win 7), 4 Server, ca. 20 Beamer, ca. 40 Overheadprojektoren, ein WLAN mit 9 APs sowie einige weitere Mediengeräte. Die Rechner werden von ca. 750 Personen mit Einzelaccounts genutzt, Servereinstellungen werden per Fernwartung von einem externen Profi gepflegt, der alle paar Wochen auch mal für 2 Stunden zur Behebung spezieller Probleme vorbeikommt.
Ein interner Mitarbeiter, der im Bereich Systemadministration und Medienbetreuung über keinerlei spezielle Ausbildung verfügt, sondern sich seine EDV-Kenntnisse nur in Studium und Hobby angeeignet hat, wird damit beauftragt, für den reibungslosen Betrieb aller Rechner und Medien zu sorgen und sich um anfallende Änderungen und Aufrüstungen zu kümmern.

Welche wöchentliche Arbeitszeit des Mitarbeiters haltet ihr zur Erfüllung dieser Aufgaben ganz grob für angemessen?

Über die Art des Betriebs gebe ich ganz bewusst keine weitere Auskunft, um möglichst unvoreingenommene Antworten zu bekommen. Vielen Dank schoin einmal im Voraus :) face-smile
Gruß, Christian

PS: Bitte nicht böse sein, wenn der Beitrag nicht in dieses Thema passt, ich konnte kein geeigneteres Thema finden...
Mitglied: MrCount
LÖSUNG 17.03.2016 um 15:40 Uhr
Hi Kisl.

Zitat von @Kisl476:

... für den reibungslosen Betrieb aller Rechner und Medien zu sorgen und sich um anfallende Änderungen und Aufrüstungen zu kümmern.

Welche wöchentliche Arbeitszeit des Mitarbeiters haltet ihr zur Erfüllung dieser Aufgaben ganz grob für angemessen?

Unter "reibungslosem Betrieb" verstehe ich, dass, sobald eine Störung bzw. ein Defekt auftritt, jemand vor Ort ist und sich darum kümmert.
Daher würde ich sagen, dass die Arbeitszeit grob in dem Rahmen liegen sollte, in dem auch im "Betrieb" gearbeitet wird... :-) face-smile
Zumal ja bei der Masse an Hardware immer "irgendwas" ist.

Gruß
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Mitglied: transocean
LÖSUNG 17.03.2016, aktualisiert um 19:47 Uhr
Moin,

!!Ein interner Mitarbeiter, der im Bereich Systemadministration und Medienbetreuung über keinerlei spezielle Ausbildung verfügt, sondern sich seine EDV-Kenntnisse nur in Studium und Hobby angeeignet hat, wird damit beauftragt, für den reibungslosen Betrieb aller Rechner und Medien zu sorgen und sich um anfallende Änderungen und Aufrüstungen zu kümmern.

Von der Sorte war ich auch mal einer und habe es locker auf 40 bis 45 Stunden die Woche gebracht.

Gruß

Uwe
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Mitglied: Kisl476
17.03.2016 um 15:53 Uhr
Hallo,
zur Präzisierung:
Es geht um die Frage, wie viele Stunden von der normalen Arbeitszeit (die aus völlig anderen Aufgaben besteht) für diesen Bereich abgezogen werden sollten.
Gruß, Christian
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Mitglied: certifiedit.net
LÖSUNG 17.03.2016 um 15:55 Uhr
Hallo Namensvetter,

vermutlich 100% der Arbeitszeit und wenn es nur Händchenhalten ist. ;-) face-wink

Unvoreingenommen heisst aber gleichzeitig nur uninformiert und damit ins blaue getippt ;)

VG
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Mitglied: MrCount
LÖSUNG 17.03.2016 um 16:05 Uhr
Pauschal? 100%
Meiner Ansicht nach ist das ein Full-Time-Job.

Ich habe selber mal im Support-Team (5 Leute) gearbeitet. ~250 Benutzer, 300 PCs, 5 Server, 15 Beamer, 200 Drucker, ...
Manchmal ist wenig oder nichts los, aber es gibt ganz sicher auch Tage, da kommst du mit 24 Stunden nicht aus, um alle Probleme zu beheben.
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Mitglied: Biber
LÖSUNG 17.03.2016, aktualisiert um 16:14 Uhr
Moin Kisl476,

auch wenn es euer Cheffe nicht gerne hören will: auch ich tendiere zu einer Vollzeitaufgabe für den internen MA und nicht zu einer Kann-ich-so-nebenbei-machen-Zusatzaufgabe.

Wenn ein erfahrener Externer die üblichen Incidents auf Zuruf (bzw. Anruf) remote in vertretbarer Reaktionszeit hinbekommt, dann werden vermutlich keinerlei unterstützende Prozesse etabliert sein (Ticketsystem, automatisierte Server-ist-online-Prüfung, User-braucht-neues-Passwort-oder-neue-Rechte-Prozesse...) .

Und das ist nur das Tagesgeschäft und nichts, was sich als "Störung" bezeichnen liesse.
Das kann ein Profi überspielen ohne unterstützende Prozesse, aber kein begnadeter Nachwuchs-Freiwilliger.

Wenn dann noch von einem Mitarbeiter der Anruf kommt:
"Tut mir leid, ich habe wohl eine Mail mit einem Locky-Virus gedoppelklickt... is' das schlimm?"
... wieviel Minuten braucht da wohl euer begabter Amateur?

Grüße
Biber
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Mitglied: VGem-e
LÖSUNG 17.03.2016 um 16:20 Uhr
Servus,

bei der Menge an IT-Technologie stimme ich den Kollegen voll zu, wohl mind. 1 Person als Vollzeitkraft.

Gruß
VGem-e
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Mitglied: 127944
127944 (Level 2)
LÖSUNG 17.03.2016 um 16:24 Uhr
Ich denke, da kommt man mit einer Person Vollzeit schon nicht mehr hin. Krankheit und Urlaub müssten auch gedeckelt werden.
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Mitglied: laster
LÖSUNG 17.03.2016 um 17:28 Uhr
Hallo,

mal vom täglichen Geschäft abgesehen, gibt es bestimmt einiges zu optimieren und zu verbessern.
Da müssen alte Systeme abgelöst werden, Konzepte und Pläne erstellt werden ...

Das ist ein ganz normaler "40 Stunden pro Woche" Job!
(was ist bei Urlaub und Krankheit?)

vG
LS
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Mitglied: Kisl476
17.03.2016 um 18:31 Uhr
Hallo,
vielen Dank für die vielen schnellen Antworten, das hilft mir sehr weiter. Auch wenn mein "Betrieb" nicht mit einer Firma vergleichbar ist, sehe ich durch eure Antworten meinen Eindruck, dass die umgerechnet 4,5 Stunden, die ich momentan für die oben beschriebene Aufgabe bekomme, nicht nur etwas zu wenig sind. Dadurch legt sich auch mein schlechtes Gewissen gegenüber den Kollegen, die ich in letzter Zeit ab und an mit ihren Problemen allein lassen musste. Aber Anfang Juli kann ich aus dieser Geschichte aussteigen, diese Ausstiegsklausel hatte ich bei den Verhandlungen letztes Jahr zum Glück mit eingefügt. Bin gespannt, wie IT- und Medienbetreuung dann bei uns organisiert werden.
Na, möchte noch jemand raten, um was für eine Art "Betrieb" es sich handelt? ;)
Gruß, Christian
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Mitglied: keine-ahnung
17.03.2016 um 18:32 Uhr
Moin,

Freund von mir macht als Seiteneinsteiger in einer Müllverwertungsbude mit ca. 80 Arbeitsplatz-PC, ein paar Windowsservern und dem üblichen Trallalla so einen Job in full-time, nennt sich Leiter IT und hat noch einen Mitläufer, der ebenfalls 40 Stunden jobt. Die Anforderungen dort sind aber eher unüblich hoch, das Trullalla sind mehrer Standorte, videoüberwachte Hallen und Halden, Wärmebildkameras, Flottenmanagement etc.pp.

So pauschal kann man nur aus der kruden Summe der gesammelten Büchsen da keine Aussage treffen ...

LG, Thomas
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Mitglied: Epigenese
17.03.2016, aktualisiert um 18:47 Uhr
Zitat von @Kisl476:
......... Na, möchte noch jemand raten, um was für eine Art "Betrieb" es sich handelt? ;).........
Gruß, Christian

Hallo Christian,

ich tippe auf Bildungsbetrieb. Schule oder sowas in der Art.
Dein Vertrag begann im Juni also kurz vor neuem Schuljahr.
Wahrscheinlich sind die 750 Einzelaccounts auch Computerraumaccounts der Schüler.
Wahrscheinlich geht der Rektor auch davon aus, dass du in der unterrichtsfreien Zeit nichts anderes zu tun hast und dich da auch ein bischen um die IT kümmern kannst.
Das würde auch passen weil der Staat sein Geld für andere Dinge benötigt und die Adminjobs an den Bildungseinrichtungen gefälligst von engagierten Lehrkräften erledigt werden können.

Grüße
Epi
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Mitglied: pfadiopa
17.03.2016 um 18:49 Uhr
Der Beschreibung nach könnte es sich um eine Schule handeln.
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Mitglied: Kisl476
18.03.2016 um 04:39 Uhr
Hallo,
so ist es, wir sind ein ganz normales Gymnasium und Epi hat in allen Punkten Recht...
Gruß, Christian
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Mitglied: Lochkartenstanzer
18.03.2016, aktualisiert um 09:07 Uhr
Moin,

Die Kollegen haben ja schon einiges dazu gesagt. Meine Einschätzung ist, daß es im wesentlichen darauf ankommt, wie gut man sich organisiert und welche Aufgaben wirklich zu machen sind. Ob z.B. Händchenhalten dazugehört à la "Wie stellt man in Word die Seitenbreite ein?" oder es wirklich um echte Probleme ("Wie ereiche ich das nächste Level bei Doom") geht.

20h/Woche würde ich mindestens ansetzen, wenn wirklich nur "wichtige" Sachen getan werden müssen. Wenn der ganze Kleinkram dazukommt oder mal die Bude am abfackeln ist, werden vermutlich auch 60h/Woche nicht reichen.

Und das Ganze neben der "eigentlichen" Arbeit? Kann gutgehen, muß aber nicht.

Meine Kristallkugel sagt:

Er wird im Schnitt seine ganze Zeit damit verbringen irgendwelchen Mitarbeitern Händchen zu halten und ab und zu was sinnvolles machen. Er wird dann auch Zeiten haben, wo er sich langweilt, weil nichts zu tun ist und genauso Zeiten, wo ihm 80h/Woche nicht reichen werden, weil wieder mal einer der Mitarbeiter "falsch geklickt" hat.

Das einfachste Wäre, eine "Stundenzettel" zu führen, wieviel er Zeit er mit IT-Support "verplempert" und wieviel Zeit er mit seiner "richtigen Arbeit" verbringt. So kann man ungefähr abschätzen, ob man ihn ganz zur IT abordnen sollte und er ab und zu dann bei der andere Arbeit hilft oder umgekehrt er den IT-.Support weiterhin nebenbei machen kann.

lks

PS: Der Stundenzettel kann durchaus so gestaltet sein, daß man damit keine unzulässige Leistungsüberwachung vornehmen kann. Es reicht einfach zu schreiben wieviel Minuten IT-Support und wieviel Moinuten "echte Arbeit" er gemacht hat. dann kann man es schon abschätzen.
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