Debian - live - per scp(?) auf neues System klonen

Mitglied: certifiedit.net

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02.10.2019, aktualisiert 01:05 Uhr, 2167 Aufrufe, 8 Kommentare

Guten Morgen Liebe Mit-Admins,

eher zum Spaß/Testing als den dem ernsten Use-Case (insbesondere beim Kunden!) geschuldet, ich habe hier intern ein Debian System unter 10.1 hochgezogen, was soweit OK läuft, aber auf dem falschen Host/System. Einfach in die Runde geworfen, geht es theoretisch aus einem Livesystem per - bspw - scp die Daten des Systems "Live" auf eine per Live CD neu gestartete Umgebung zu übermitteln und dort die Installation "einfach so" wieder zu starten?

Also Theorie vs Praxis?

Danke für eine freudige Diskussion.

Beste Grüße,

Christian
certifiedit.net
Mitglied: Lochkartenstanzer
02.10.2019, aktualisiert um 08:12 Uhr
Zitat von certifiedit.net:

... geht es theoretisch aus einem Livesystem per - bspw - scp die Daten des Systems "Live" auf eine per Live CD neu gestartete Umgebung zu übermitteln und dort die Installation "einfach so" wieder zu starten?

Also Theorie vs Praxis?


Moin,

Ja geht!

Ich könnte jetzt sagen 696969 ruf mich an wenn Du mehr wissen willst aber ich bin ja nicht so:


Prinzipiell funktioniert das, wenn man nach dem scp

  • uuids auf dem Ziel anpaßt (grub.cfg, fstab, initrd),
  • zusätzlich zum Booten nötige Treiber in die initrd packt.
  • Bootlader korrekt (nach-)installiert,
  • Netzwerk anpaßt,

bevor man neu startet. Ansonsten bleibt man im BIOS-, grub- oder initrd-Prompt stecken oder hat kein Netzwerk.

Außerdem besteht die Gefahr von Inkonsistenzen in Anwendungen, wenn voneinander abhängige Dateien zu verschiedenen Zeitpunkten kopiert werden und zwischendurch geändert werden. Da muß man dann entweder das fs anweisen einen Snapshot zu machen (BTRFS, ZFS, LVM, o.ä.) oder nach den live-scp noch einen offline-rsync hinterherschicken, der üblicherweise sehr schnell durchläuft und daher die downtime deutlich geringer ist wie ein rsync/scp auf ein leeres Ziel.

Aber wenn Du interessiert bist, können wir das auch bei einem Bier oder einem Viertel Wein diskutieren. Blaubeuren ist nur 2h weg von mir (wenn Stuttgart/Leonberg/Vaihingen frei ist).

lks

Edith: Ergänzungen

PS: Wenn die Downtime unkritisch ist, kann man beide Systeme mit einem live-debian wie z.B. knoppix booten und einfach mit netcat und dd das System übers Netz klonen. Dann muß muß man nur Netzwerk anpassen.

PPS: Mit knoppix reicht ein bootmedium für beide Das zweite ksnn man über pxe vom ersten booten. Ganz praktisch wenn man nur einen Dtick zu Hand hat.
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Mitglied: it-fraggle
02.10.2019 um 09:12 Uhr
Geht es hier einfach nur um das Klonen auf ein anderes System? Dann mach das einfach mit DD oder nimm dir clonezilla.
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Mitglied: Lochkartenstanzer
02.10.2019, aktualisiert um 10:40 Uhr
Zitat von it-fraggle:

Geht es hier einfach nur um das Klonen auf ein anderes System? Dann mach das einfach mit DD oder nimm dir clonezilla.

Ich denke, er wollte wissen, wie man ein laufendes System mitmöglichst wenig downtime umzieht. Daß man einfach die Platte von einem System ins andere stecken kann, wird christian schon wissen - zumindest erwarte ich das von ihm, daß er sowas weiß.

lks
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Mitglied: it-fraggle
02.10.2019 um 09:57 Uhr
Wenn er so eine Frage stellt, dann gehe ich nicht davon aus, dass er im Detail bescheid weiß und somit ist die Gefahr für eine längere Downtime recht groß. Gibt schließlich eine Fülle von Fallen, in die man laufen kann. Auch als erfahrener Linuxfreund. Die Zeit ist ggf. nicht vorhersagbar, wenn es richtig blöd läuft. Da wäre doch ein sauberer Klon planbarer. Meine Meinung. Soll er natürlich so machen wie er möchte.
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Mitglied: Lochkartenstanzer
02.10.2019 um 10:51 Uhr
Zitat von it-fraggle:

Wenn er so eine Frage stellt, dann gehe ich nicht davon aus, dass er im Detail bescheid weiß ...

Das wird er nicht wissen, weswegen er ja auch gefragt hat.

... und somit ist die Gefahr für eine längere Downtime recht groß.

Das hingegen wird er als IT-Dienstleister miteiner 0900-Nummer wissen. Oder er wäre sein Geld nicht wert.

Gibt schließlich eine Fülle von Fallen, in die man laufen kann. Auch als erfahrener Linuxfreund.

Naja, in so einem Fall "System frisch aufgesetzt und mit scp/rsync rüberkopiert" sind die Fallen überschaubar. Und das "Originalsystem" läuft ja weiter, wenn ich ihn richtig verstanden habe. Das hat dann gar keine downtime.

Die Zeit ist ggf. nicht vorhersagbar, wenn es richtig blöd läuft.

Die downtime des originalsystems ist 0.

Da wäre doch ein sauberer Klon planbarer. Meine Meinung. Soll er natürlich so machen wie er möchte.

Wir sollten von Christian die Randbedingungen erfragen, z.B. ob das Ursprungssystem weiterläuft oder ob das durch das neue System ersetzt werden soll.

Und ob und welche Anwendungen laufen und ob diese eine downtime und in welchem Umfang haben dürfen.

Aber rein von der Frage her, ob man so ein System per rsync/scp klonen und dann hochfahren kann ist die Antwort ganz klar jein!

lks
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Mitglied: certifiedit.net
02.10.2019 um 14:31 Uhr
Moin,

erstmal herzlichen Dank für die Antworten.

Wie gesagt, es geht hier nur um die Theorie, ob dies machbar ist, ich bin leider durch div. andere Projekte schon wieder jahre lang von solchen "Basicstuff" Sachen weg und frage mich, ob das mittlerweile besser oder schlechter wurde (auch Debian verändert sich doch mitunter bedeutend).

Das System ist nichts lebenswichtiges und zu dem Intern, wenn es nicht geht zieh ich von mir aus auch ein Backup und schieb das von a nach b. Andererseits bin ich vom einen System derzeit 500km und vom anderen ca 300km (Tendenz steigend) entfernt.

Noch ein Grund, warum dd nicht klappt, wobei ich auch darüber lass, dass über Livesysteme und dd dies anscheinend sogar per VPN klappen könnte, ich vermute nur, dass DD eben nicht so stabil ist und mehrmals zig GB umzuziehen nervt mich schon bei 1GB/s.

Daher war dies hier wirklich nur mal wieder eine Frage, die eher komplett im Segment "geht das" ohne kommerziellen Hintergrund abzielt, da ich es bei einem wirklichen "Business need" über Backup & Restore machen würde - Downtime vom umstellen der DNS Namen wäre egal, da die Daten zu 99% lesend im Zugriff sind. Demnach soll das neue System das alte ersetzen, aber bis zum Moment wäre es schick, wenn das System noch Online ist, aber keine Notwendigkeit.

Viele Grüße,

Christian
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Mitglied: certifiedit.net
02.10.2019 um 14:33 Uhr
Aber wenn Du interessiert bist, können wir das auch bei einem Bier oder einem Viertel Wein diskutieren. Blaubeuren ist nur 2h weg von mir (wenn Stuttgart/Leonberg/Vaihingen frei ist).

Danke für das Angebot, komme ich gerne mal - auch in anderem Setting - zurück, bin derzeit aber doch einige hunderte bis bald 1000km weit von Blaubeuren (und damit dir) entfernt .
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Mitglied: Lochkartenstanzer
02.10.2019 um 15:30 Uhr
Zitat von certifiedit.net:

Andererseits bin ich vom einen System derzeit 500km und vom anderen ca 300km (Tendenz steigend) entfernt.

Noch ein Grund, warum dd nicht klappt, ..

Dem widerspreche ich mal. dd ist da kein problem, wenn man das mit netcat, ggf über einen Tunnel nimmt

... wobei ich auch darüber lass, dass über Livesysteme und dd dies anscheinend sogar per VPN klappen könnte, ich vermute nur, dass DD eben nicht so stabil ist und mehrmals zig GB umzuziehen nervt mich schon bei 1GB/s.

dd und netcat laufen stabil, auch über "langsame Leirungen. Man braucht nur etwas Geduld.

Der knackpunkt ist, daß das Netzwerk stabil sein muß.


Daher war dies hier wirklich nur mal wieder eine Frage, die eher komplett im Segment "geht das" ohne kommerziellen Hintergrund abzielt, da ich es bei einem wirklichen "Business need" über Backup & Restore machen würde - Downtime vom umstellen der DNS Namen wäre egal, da die Daten zu 99% lesend im Zugriff sind. Demnach soll das neue System das alte ersetzen, aber bis zum Moment wäre es schick, wenn das System noch Online ist, aber keine Notwendigkeit.

Dann würde ich einfach ein rsync machen und die genannten Punkte anpassen. Dann muß man keine 800 km durch die Gegend fahren


lks

PS: Gür solche Fälle gibt es das Moped-Net, zwar immer noch in der Betaphase, aber mit sehr Hohen Datenraten von 1TB/h und mehr.(oder weniger, je nach Entfernung.)

lks
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