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Erfahrungen mit Huawei-Switchen

Mitglied: Der-Phil

Der-Phil (Level 3) - Jetzt verbinden

02.07.2020 um 12:26 Uhr, 819 Aufrufe, 36 Kommentare, 8 Danke

Hallo!

Einer meiner Partner hat mir gerade wärmstens die Campus-Access-Switche von Huawei ans Herz gelegt - im Speziellen die Serie S5720.

Habt ihr irgendwelche Erfahrungen mit den Geräten?

Huawei hat ja den Ruf Code zu stehlen und das Thema Spionage kommt auch immer wieder auf, aber das sehe ich bei Produkten aus den USA auch.

Die Geräte sind "Datenblattmäßig" für mich passend und preislich recht attraktiv.
Laut des Partners wären sie sehr stabil und der Support von Huawei wäre mindestens so gut, wie der von Cisco oder Aruba.

Huawei hat angeblich inzwischen einen Marktanteil von fast 10% und liegt damit vor Arista, HPE und Juniper. Also sind die Geräte ja (scheinbar) recht weitläufig im Einsatz.


Danke für eure Einschätzung
Phil
36 Antworten
Mitglied: Dr.Bit
02.07.2020 um 12:29 Uhr
Zitat von Der-Phil:

Huawei hat angeblich inzwischen einen Marktanteil von fast 10% und liegt damit vor Arista, HPE und Juniper. Also sind die Geräte ja (scheinbar) recht weitläufig im Einsatz.

Kannst Du auch definieren, wo sie den Marktanteil haben? Weltweit oder nur in China? China ist ja nicht gerade klein und ich kann mir vorstellen, daß die dazu gezwungen werden eigene Produkte einzusetzen.

🖖
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Mitglied: Der-Phil
02.07.2020 um 12:32 Uhr
Hallo!

Das mag gut sein, dass der größte Teil des Marktanteils in China verbaut ist.
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Mitglied: Dr.Bit
02.07.2020 um 12:38 Uhr
Wenn die Werte passen und auch tatsächlich geliefert werden, spricht IMHO nichts dagegen, kannst die Switche ja auf der FW sperren, dann können die nicht nach Hause telefonieren.

🖖
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Mitglied: tikayevent
02.07.2020 um 12:51 Uhr
Huawei hat ja den Ruf Code zu stehlen
Das einzige, was die sich damals ausgeliehen haben, war die Syntax und den EIGRP-Code, das ist aber Ewigkeiten her und eine 1:1 Kopie ist gar nicht möglich, weil Cisco als Unterbau sein eigenes IOS nutzt, während Huawei vxWorks als Betriebssystem verwendet.

Softwaremäßig kann man Teile vom HPE/Aruba-Programm eigentlich mit zu Huawei zählen, da 3Com und H3C damals von HPE gefressen wurden und etliche Switches nutzten Comware (anderer Name für Huaweis VRP) als Basis.

Einer der größten Kunden von Cisco war früher die Deutsche Telekom. Da gab es keine Diskussionsgrundlage. Wie man den Medien entnehmen kann, hat die DTAG mittlerweile sehr viele Projekt mit Huawei am Laufen. 5G, die Open Telekom Cloud und noch so ein paar Sachen.
Siemens hat früher auch schon viel damit gemacht. Unter anderem waren in VoIP-Installationen, die von SEN aufgebaut wurden, Huawei Quidway-Switches, bezogen über SEN, die Vorgabe für den Support über die komplette VoIP-Installation.

Sämtliche EAL-Zertifizierungen lässt Huawei auch vom BSI machen, und genau dafür gibt es in Deutschland ein Code Review Lab von Huawei. Klar kann man nicht den kompletten Quellcode innerhalb kürzster Zeit durchgehen und verstehen, aber ich glaube, dass würde sich Huawei nicht trauen. Cisco hat sich sehr lange gegen ein solches Lab gewehrt.
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Mitglied: Dr.Bit
02.07.2020, aktualisiert um 13:03 Uhr
Zitat von tikayevent:

, aber ich glaube, dass würde sich Huawei nicht trauen.
Was Großkonzerne sich alles trauen sehen wir ja wohl an M$ und Apple oder VW.

🖖
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Mitglied: aqui
02.07.2020, aktualisiert um 13:27 Uhr
Huawei hat ja den Ruf Code zu stehlen
Nicht nur den Ruf, sie haben es auch gemacht mit dem Cisco IOS Code und wurden deshalb rechtskräftig verurteilt. Proprietäre Protokolle sind deshalb auch aus dem Code verschwunden. Die Basis ist aber weiterhing geklauter Cisco Code.
Wenn man deren Logistik, Service und Support kennt kann man nur dringenst abraten.
Allein aus ethischen Gründen (Huawei untersteht vollständig dem Chinesischen Miltitär !) ist es ein NoGo aber das muss natürlich jeder für sich selber ausmachen.
Auch ist es falsch was oben in Bezug auf die Telekom steht. Das gesamte Telekom Backbone besteht aus Cisco und Juniper (Dual Vendor Strategie). Nur Telekom Töchter nutzen billige Huawei Hardware in Endkunden Projekten, da es dort in aller Regel nur um Preisentscheidungen geht (Ausschreibungen).
Gerade im 5G Bereich üben die Ausrüster größte Zurückhaltung, denn die Haltung der EU und besonders D zur 5G Infrastruktur ist nicht sicher. Es kann immer noch zu einem Bann führen was dann fatale Auswirkungen auf die 5G Investition hat. Aus guten Grund fürchtet man eine Monopolstellung. Firmen wie Siemens, VW usw. stecken aber immer in einem wirtschaftlichen Dilemma. Sie wollen ja auch ihren Krempel im Reich der Mitte verkaufen. Deshalb fürchtet man die Konfrontation und hat immer kleine und kleinste Ecken die sie aus politischen Gründen mit solcher HW ausrüsten.
Was Huawei sich traut oder auch nicht kannst du am Beispiel Hongkong grade live erleben. Aber da wirds dann auch wieder politisch !
Anderes Beispiel ist der verschlossene Code von Huawei Routern:
https://www.heise.de/news/Keine-Ueberraschung-nach-Frauenhofer-Test-Viel ...
Sagt eigentlich alles zu dem Thema...
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Mitglied: tikayevent
02.07.2020 um 13:24 Uhr
Zitat von Dr.Bit:

Zitat von tikayevent:

, aber ich glaube, dass würde sich Huawei nicht trauen.
Was Großkonzerne sich alles trauen sehen wir ja wohl an M$ und Apple oder VW.

🖖
Wenn wir mal das Beispiel VW nehmen (sind auch etliche andere dabei, weil eigentlich war es ein Angebot von Bosch): Hier waren ja schon die Prüfungsbedingungen, die vom Staat vorgegeben wurden, für´n Arsch. Die meisten hausinternen Tests der Fahrzeuge werden auf irgendwelchen Extrembedingungstestgeländen gemacht, aber die Pflichtprüfungen dürfen synthetisch auf dem Prüfstand erfolgen, keine Realtests. Den einzigen Fehler, den VW gemacht hat, war es sich erwischen zu lassen. Bei solchen Vorgaben muss man doch damit rechnen, das sowas passiert.

Hätte man die Fahrzeugsoftware zum Code Review gegeben, wie es bei bestimmten EAL-Prüfungen nötig ist, wäre das sicher von Anfang an aufgefallen.

In der heutigen Zeit wird ja viel auf Kontrolle, Überwachung und Dokumentation gesetzt, aber sehr häufig darf dieses auch durch den Hersteller oder Inverkehrbringer selbst erfolgen. Irgendeine Unterschrift auf ein Dokument "Hiermit bestätigen wir, dass unser Produkt die Norm einhält" und mehr nicht. Die Heimrouter-Richtlinie ist doch genauso eine Luftnummer. Der Hersteller muss gewisse Sachen erfüllen. Was passiert, wenn der es nicht erfüllt?
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Mitglied: Lochkartenstanzer
02.07.2020, aktualisiert um 13:28 Uhr
Zitat von aqui:

Allein aus ethischen Gründen (Huawei untersteht vollständig dem Chinesischen Miltitär !) ist es ein NoGo aber das muss natürlich jeder für sich selber ausmachen.

Ob die Ethik der NSA besser ist?

Man muß sich halt entscheiden, ob Eurasien gerade mit Ozeanien oder Ostasien im Krieg ist.

lks
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Mitglied: erikro
02.07.2020 um 14:32 Uhr
Zitat von aqui:
Allein aus ethischen Gründen (Huawei untersteht vollständig dem Chinesischen Miltitär !) ist es ein NoGo aber das muss natürlich jeder für sich selber ausmachen.

Sagen die äußerst zuverlässigen US-Geheimdienste. Die lügen nie.
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Mitglied: Der-Phil
02.07.2020 um 14:34 Uhr
Beide Geheimdienste haben das Recht und die Möglichkeit, eigenen Code in die Geräte einzuschleusen. Da sehe ich wenig Unterschied.

Hat von euch denn jemand Huawei Switche im Einsatz?
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Mitglied: aqui
02.07.2020, aktualisiert um 18:55 Uhr
Igitt, Nein natürlich nicht. Sieh dich lieber bei Ruckus um. Gleiches Preisniveau, faire Lizensierung, sehr gute Performance. Und ganz sicher keine Schnüffelchips auf der Hardware oder Backdoors in der Firmware. Und vor allem für den Firmensupport ein schnell reagierendes TAC mit NBD Austausch inkludiert.
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Mitglied: tikayevent
02.07.2020 um 19:07 Uhr
Und ganz sicher keine Schnüffelchips auf der Hardware oder Backdoors in der Firmware.
Wie willst du als Anwender dieses für ein US-Unternehmen garantieren können?
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Mitglied: lcer00
02.07.2020, aktualisiert um 22:00 Uhr
Thema Spionage kommt auch immer wieder auf, aber das sehe ich bei Produkten aus den USA auch.

Allein aus ethischen Gründen (Huawei untersteht vollständig dem Chinesischen Miltitär !) ist es ein NoGo aber das muss natürlich jeder für sich selber ausmachen.

Na ja, überleg Dir einfach, ob Du lieber in den USA oder in China im Straflager sein würdest. Dann fällt Dir die Entscheidung leichter.

Grüße

lcer
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Mitglied: Lochkartenstanzer
02.07.2020 um 22:09 Uhr
Zitat von lcer00:

Na ja, überleg Dir einfach, ob Du lieber in den USA oder in China im Straflager sein würdest. Dann fällt Dir die Entscheidung leichter.

Naja, wenn ich mit die Zustände in Guantanamo oder verschiedenen "privaten" Gefängnissen in den USA anschaue, weiß ich nicht, was da der wesentliche Unterschied sein soll.

lks
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Mitglied: lcer00
02.07.2020 um 22:29 Uhr
Zitat von Lochkartenstanzer:

Zitat von lcer00:

Na ja, überleg Dir einfach, ob Du lieber in den USA oder in China im Straflager sein würdest. Dann fällt Dir die Entscheidung leichter.

Naja, wenn ich mit die Zustände in Guantanamo oder verschiedenen "privaten" Gefängnissen in den USA anschaue, weiß ich nicht, was da der wesentliche Unterschied sein soll.

lks
Na dann viel Freude. Guantanamo ist übrigens nicht in den USA.

Grüße

lcer
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Mitglied: Lochkartenstanzer
02.07.2020 um 22:31 Uhr
Zitat von lcer00:

Na dann viel Freude. Guantanamo ist übrigens nicht in den USA.

Aber ein von den USA betriebenes exterritoriales Gefängnis um die Schweinereien machen zu können, die sie in den USA selbst nicht so ohne weiteres machen könnten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gefangenenlager_der_Guantanamo_Bay_Naval_B ...

lks
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Mitglied: lcer00
03.07.2020 um 06:02 Uhr
Zitat von Lochkartenstanzer:
Aber ein von den USA betriebenes exterritoriales Gefängnis um die Schweinereien machen zu können, die sie in den USA selbst nicht so ohne weiteres machen könnten.
Siehste, China hat sowas nicht nötig.

Grüße

lcer
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Mitglied: Der-Phil
03.07.2020 um 08:16 Uhr
Hallo!

Die politische Seite wurde ja detailliert besprochen, aber hat von euch niemand die Geräte im Einsatz?

Grüße
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Mitglied: Dr.Bit
03.07.2020 um 08:32 Uhr
Zitat von Der-Phil:

Hallo!

Die politische Seite wurde ja detailliert besprochen, aber hat von euch niemand die Geräte im Einsatz?

Grüße

Scheinbar nicht, ich wußte bisher auch gar nicht, das Huawei sowas überhaupt herstellt. Grundsätzlich gehe ich aber mit @lks konform: setzte auf etwas was bekannt ist und wenn es nicht zuviel kosten darf, sind die D-Link zu empfehlen. Günstig und ausreichende Leistung.

🖖
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Mitglied: tikayevent
03.07.2020, aktualisiert um 08:43 Uhr
Zitat von Der-Phil:

Hallo!

Die politische Seite wurde ja detailliert besprochen, aber hat von euch niemand die Geräte im Einsatz?

Grüße
Ich hab zwei Router und einen Coreswitch, aber nicht produktiv im Einsatz sondern im Lab. Was soll ich sagen? Wenn ich die einschalte, sind die laut und funktionieren. Oder was willst du wissen?
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Mitglied: erikro
03.07.2020 um 10:48 Uhr
Zitat von lcer00:
Na dann viel Freude. Guantanamo ist übrigens nicht in den USA.

Stimmt. Das ist von den USA illegal besetztes kubanisches Staatsgebiet.
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Mitglied: lcer00
03.07.2020 um 11:07 Uhr
Zitat von erikro:

Zitat von lcer00:
Na dann viel Freude. Guantanamo ist übrigens nicht in den USA.

Stimmt. Das ist von den USA illegal besetztes kubanisches Staatsgebiet.
nee, ist von Kuba an die USA verpachtet. Der von Kuba unterzeichnete Pachtvertrag wird heute von Kuba nicht mehr anerkannt. Vermutlich weil Verträge nur dann gehalten werden müssen, wenn die einem "in den Kram passen".

Grüße

lcer
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Mitglied: Dr.Bit
03.07.2020 um 11:08 Uhr
Zitat von erikro:

Zitat von lcer00:
Na dann viel Freude. Guantanamo ist übrigens nicht in den USA.

Stimmt. Das ist von den USA illegal besetztes kubanisches Staatsgebiet.

Illegal ist das Stichwort. Da ist es auch nicht viel Besser als in China. Da wird auch mehr als genug gefoltert.

🖖
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Mitglied: erikro
03.07.2020 um 11:22 Uhr
Zitat von lcer00:

Zitat von erikro:

Zitat von lcer00:
Na dann viel Freude. Guantanamo ist übrigens nicht in den USA.

Stimmt. Das ist von den USA illegal besetztes kubanisches Staatsgebiet.
nee, ist von Kuba an die USA verpachtet. Der von Kuba unterzeichnete Pachtvertrag wird heute von Kuba nicht mehr anerkannt. Vermutlich weil Verträge nur dann gehalten werden müssen, wenn die einem "in den Kram passen".

Nein, sondern weil der Vertrag von den USA erpresst wurde.
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Mitglied: lcer00
03.07.2020 um 11:36 Uhr
Zitat von erikro:
nee, ist von Kuba an die USA verpachtet. Der von Kuba unterzeichnete Pachtvertrag wird heute von Kuba nicht mehr anerkannt. Vermutlich weil Verträge nur dann gehalten werden müssen, wenn die einem "in den Kram passen".

Nein, sondern weil der Vertrag von den USA erpresst wurde.
Lass gut sein, das ist auf dem Niveau wie die Diskussion um die Versailler Verträge am anderen politischen Ufer.

Huawai zu kaufen, weil Der Ami der Böse ist, ist sicher eine solide Inverstitionsenscheidung.

Grüße

lcer
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Mitglied: ASP.NET.Core
03.07.2020 um 12:41 Uhr
Zitat von Der-Phil:
Huawei hat ja den Ruf Code zu stehlen und das Thema Spionage kommt auch immer wieder auf, aber das sehe ich bei Produkten aus den USA auch.

Das ist Framing und entspricht nur der halben Wahrheit. Diese Behauptungen wurden vor allem von der US-Regierung aufgestellt. Bis heute sind es lediglich Behauptungen. Eben so wurde von der US-Regierung behauptet, die Spionage von Huawei wäre belegt. Beweise oder auch nur Indizien bleibt sie bis heute schuldig. Auch in DE hat man das schon festgestellt und spricht teils sogar schon offen aus, was das wohl ist: Propaganda.

Bewiesen ist dagegen spätestens seit 2013 durch Snowden, dass die US-Geheimdienste Hardwarelieferungen manipuliert, um zu spionieren:

Laut dem Artikel gibt es bei der NSA eine Abteilung mit der Bezeichnung ANT, deren Aufgaben Angriffe auf Hardware und die Manipulation von Hardware sind. So sollen Netzwerk-Ausrüster wie Cisco, Juniper Networks oder Huawei auf der Liste der Ziele stehen, deren Hardware dann bei vielen Providern zum Einsatz kommt.

Die NSA hat also nicht nur Hardware von Huawei manipuliert, sondern dazu auch gleich die eigenen US-Unternehmen! Und wir reden hier nicht von Spielzeug, sondern von permanenten Backdoors.

Die genannten Unternehmen sehen sich natürlich als völlig unschuldige Opfer:

Die betroffenen Firmen haben jede eigene Beteiligung an oder Kenntnisse von solchen Manipulationen bestritten.

Dumm nur, wenn man wenige Jahre später inflagranti dabei erwischt wird, wie man seit mindestens 2008 doch Backdoors einbaut hat (!) und zu allem Überfluss 2012 auch noch die Kontrolle darüber verliert (!!!)

In einem mehrfach ausgezeichneten Paper liefern Forscher eine Art Krypto-Krimi. Sie dokumentieren minutiös, wie der Netzwerkausrüster Juniper eine versteckte Hintertür in seine Produkte einbaute – und wie ein externer Angreifer sie später umfunktionierte.

Und das ist nur die Spitze des Eisberges, wir könnten noch weiter machen. Beispielsweise mit Netgear. Die waren nicht nur so dreißt ein Backdoor einzubauen. Als sie dabei erwischt wurden, haben sie behauptet, die Sicherheitslücke sei beseitigt. Doch in Wirklichkeit wurde der Backdoor nur etwas besser versteckt.

Fazit: Nicht der Politik-Propaganda glauben, sondern sich ein Bild der Realität machen. Dann ergibt sich: Die US-Regierung hat so was nachweislich schon mehrfach getan und missbraucht. Aufgrund der US-Gesetze MÜSSEN die Komplizenfirmen dabei mithelfen, müssen das aber gegenüber Öffentlichkeit und Kunden abstreiten. Daher wäre es blauäugig, statt Juniper nun z.B. Cisco zu kaufen (nicht nur wegen der SW-Qualität).

Huawei hat sich bisher zumindest nicht bei so was erwischen lassen und verhält sich auch transparenter. Im Gegensatz zu US-Produkten hat man daher dort sogar eine höhere Chance, keine kompromittierten Geräte zu kaufen. Was aber nicht zu dem Trugschluss führen darf, dass Huawei (oder andere chinesische Unternehmen) per se sicher sind. Denn auch z.B. die US-Regierung hat (wie jede andere Regierung auch) ein Interesse, das Volk auszuspionieren und im Ausland Daten abzugreifen (z.B. für Wirtschaftsspionage). Wer mehr Sicherheit will, sollte daher nicht ${BELIEBIGES_UNTERNEHMEN_EINFÜGEN} vertrauen, sondern gleich zu quelloffenen Alternativen greifen. Nur mit Transparenz und OS kann man bestmöglich verhindern, dass sich so was nicht morgen unentdeckt mit irgend einem anderen Unternehmen wiederholt.
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Mitglied: Visucius
03.07.2020, aktualisiert um 15:40 Uhr
Immer funny, wenn in einem IT-Forum Politik auf "Digitales Denken" trifft
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Mitglied: Th0mKa
04.07.2020 um 09:51 Uhr
Zitat von aqui:
Auch ist es falsch was oben in Bezug auf die Telekom steht. Das gesamte Telekom Backbone besteht aus Cisco und Juniper (Dual Vendor Strategie). Nur Telekom Töchter nutzen billige Huawei Hardware in Endkunden Projekten, da es dort in aller Regel nur um Preisentscheidungen geht (Ausschreibungen).
Gerade im 5G Bereich üben die Ausrüster größte Zurückhaltung, denn die Haltung der EU und besonders D zur 5G Infrastruktur ist nicht sicher. Es kann immer noch zu einem Bann führen was dann fatale Auswirkungen auf die 5G Investition hat. Aus guten Grund fürchtet man eine Monopolstellung. Firmen wie Siemens, VW usw. stecken aber immer in einem wirtschaftlichen Dilemma. Sie wollen ja auch ihren Krempel im Reich der Mitte verkaufen. Deshalb fürchtet man die Konfrontation und hat immer kleine und kleinste Ecken die sie aus politischen Gründen mit solcher HW ausrüsten.

Da spricht die Telekom aber anders.
Klick
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Mitglied: aqui
04.07.2020, aktualisiert um 13:12 Uhr
Da muss man dann aber ins Detail gehen. Der Artikel ist sehr oberflächlich. Nur die HF (Funk) relevanten Dinge kommen zum Teil von Huawei. Das gesamte Backbone Netzwerk aber aus gutem Grund nicht !
Käme es wie in den USA auch zu einem EU Verbot müsste auch die Backbone Infrastruktur ersetzt werden was fatal wäre. Deshalb sind es eben nur ein paar Antennen die nicht ins Gewicht fallen.
Es hat schon einen guten Grund warum dieser Hersteller in relevanten Netzen keinerlei Rolle spielt.
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Mitglied: huaweinetwork
05.07.2020 um 09:25 Uhr
Ich hab ~6 Stück davon im Einsatz (nicht von meinem Namen irritieren lassen - meine erste Frage hier im Forum hatte mit Huawei Switches zu tun - arbeite nicht bei denen im Marketing )

z.B.
s6720-16x-li-16s-ac
s5720-52x-li-ac

Hatte bisher keine Probleme mit denen. Softwaremäßig ist das ziemlich Comware ähnlich - wie bei Cisco oder HPE Flexfabric
Preis/Leistung ist top dafür sehr lange Lieferzeiten. Sogar die billigsten Switches kommen mit teilweise L3 Features daher.

Ich kann dir die Switches empfehlen.

lg
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Mitglied: ASP.NET.Core
08.07.2020 um 12:06 Uhr
Zitat von aqui:
Es hat schon einen guten Grund warum dieser Hersteller in relevanten Netzen keinerlei Rolle spielt.

Wohl aber nicht aus Angst vor einem Backdoor. Wie bereits gepostet gibt es keine Belege für Backdoors bei Huawei. In US-Produkten dagegen schon. Dort scheint nicht nur die US-Regierung welche zu platzieren, sondern auch die Hersteller selbst. Ob letzteres tatsächlich von den Herstellern selbst ausgeht oder auf Anfrage bzw. Druck der US-Geheimdienste, kann nur vermutet werden. Ist im Endeffekt aber auch egal, es bleibt ein Backdoor, egal in wessen Auftrag er kommt.

Daher kann es nur wie teils oben bereits angesprochen um politische Gründe handeln. Das wiederum wäre rein strategisch betrachtet sinnvoll. Schließlich erzeugen die USA Druck, um China als böse und sich selbst als "die Guten" darzustellen.

In Großbritannien scheinen sie damit leider nun auch Erfolg zu haben. Erst vor ein paar Tagen hat Johnson verkündet, dass zumindest für 5G kein Huwei eingesetzt werden soll.

Nicht dass ich ein Fan von Huawei bin. Im Gegenteil, seit man deren Bootloader nicht mehr entsperren kann, meide ich die. Aber es ist grotesk, wie hier rein politisch motiviert mit heißer Luft Stimmung gemacht hat. Noch dazu von einem Land, der den wohl größten Überwachungs- und Spionageapparat der Welt besitzt und diesen auch bereits gegen Deutschland eingesetzt hat (wenn er es nicht noch immer tut).

Als Ergebnis werden Menschen so manipuliert, dass sie den Einsatz von Huawei brav hinterfragen, weil ja angeblich Hintertüren drin sein sollen - während im Keller oft lauter Hardware von Cisco, Juniper und anderen US-Firmen läuft, über deren Sicherheit nie nachgedacht wurde - obwohl es da seit Jahren klare Belege gibt, dass dort Backdoors existieren. Kritisches hinterfragen ist grundsätzlich gut. Doch man sollte dabei die Fakten beachten und über den Tellerrand schauen, statt sofort aus dem Fenster zu springen, wenn Trump das in einer Parole fordert ;)
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Mitglied: Dr.Bit
08.07.2020 um 12:21 Uhr
Zitat von ASP.NET.Core:

der den wohl größten Überwachungs- und Spionageapparat der Welt besitzt und diesen auch bereits gegen Deutschland eingesetzt hat (wenn er es nicht noch immer tut).
Den sogar gegen unsere Regierung einsetzt und dafür nur ein "Ne ne, das finde ich aber nicht nett, las das bitte" bekommt. Bei einem "Verbündeten".
Botschafter rausschmeißen und diplomatiche Beziehungen abbrechen, die Militärstützpunkte schließen und alle rausschmeißen. Das wäre die richtige Reaktion gewesen. Bis die sich entschuldigt haben und nachweisen, das alles gelöscht wurde und nicht wieder vorkommen kann.

wenn Trump das in einer Parole fordert ;)

Wer dem Trottel folgt kann nur gehirnamputiert sein.

🖖
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Mitglied: Der-Phil
10.07.2020, aktualisiert um 13:13 Uhr
Hi!


@huaweinetwork
Danke für den Alltagsbericht (ohne Politik)!
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Mitglied: aqui
10.07.2020, aktualisiert 12.07.2020
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Mitglied: Th0mKa
10.07.2020 um 13:38 Uhr
Zitat von aqui:

Ein Schelm wer Böses beim Nickname denkt !!

Na den hat er ja in seinem Posting erklärt.
Bitte warten ..
Mitglied: Visucius
10.07.2020 um 15:08 Uhr
Zitat von Dr.Bit:
Wer dem Trottel folgt kann nur gehirnamputiert sein.

🖖
Wer nur "folgt" ist eh verloren. Und sei beruhigt – Deine Aussage wird von der "Gegenseite" ebenso unterschrieben.
Bitte warten ..
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