Lizenzen - Was tun bei verdächtig günstigen Konkurrenz Angeboten

Mitglied: zer0g2224

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21.11.2020 um 10:52 Uhr, 1995 Aufrufe, 69 Kommentare, 9 Danke

Hallo Kolleginnen und Kollegen,


ich habe ein kleines Systemhaus bei dem wir Kunden Full-Service anbieten - dazu gehören natürlich auch Office Lizenzen.

Ein Kunde von uns benötigt eine Vielzahl an Office 2019 Lizenzen (Pro Plus) ca. 100Stk. Unser Distri ist Ingram Micro - Also Angebot raus, Marge gering - da guter Kunde.
So weit so gut - Kunde will vergleichen. Darf er natürlich - soll er auch!

Nun kommt aber der Hammer - Die Geschäftsleitung ruft mich die Tage völlig empört an und bezichtigt mich des Wuchers... Relativ kurzes Gespräch, bekomme nur mit, dass er hier ein Angebot für ein 2019 Pro Plus für unter 100€ / Lizenz hat - natürlich Original. Da war ich erstmal baff und habe versucht den Kunden zu beruhigen, indem ich anzweifle, dass die Lizenzen Neuware von einem offiziellen Microsoft Distri sein können - Grauzone also - wenn man es sich schön reden will. Das Angebot des Konkurenten habe ich mittlerweile auch - es steht da wirklich so drauf - inkl ESD + Key - Nichts Open License o.ä.

Ich habe versucht den Kunden soweit aufzuklären - komme aber mit meinen Argumenten, auch mit Hinweis auf meinen EK, nicht weiter. Unser Verhältnis ist nun relativ angespannt. Da es ein großer und wichtiger Kunde ist, möchte ich diesen auch nicht verlieren...

Jetzt meine Frage: Hatte jemand schon so einen Fall bei sich in der Firma? Wenn ja, wir seid Ihr vorgegangen? Habt Ihr die Kröte geschluckt und einfach weitergemacht - natürlich gegen schriftliche Absicherung

P.S. ich wünsche natürlich KEINE Rechtsberatung

Vielen Dank schonmal
69 Antworten
Mitglied: Xaero1982
21.11.2020 um 11:12 Uhr
Moin,

Nie gehabt. Es wurde gekauft was ich sagte.

Da kannst du nichts machen. Wenn sie der Meinung sind, dass das legal ist was sie da kaufen wollen sollen sie es tun. Du musst dich nur schriftlich absichern, dass du sie darüber aufgeklärt hast und der Kauf in deren Verantwortung liegt und du lediglich die Installation durchführst.

Frag da einen Anwalt.

Grüße
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Mitglied: Th0mKa
21.11.2020 um 11:16 Uhr
Zitat von zer0g2224:
Wenn ja, wir seid Ihr vorgegangen?

Meine Reaktion bei sowas ist simpel, soll der Kunde da kaufen wenn er das Angebot besser findet. Er trägt ja das Risiko, ist mir also egal.

/Thomas
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Mitglied: coltseavers
21.11.2020 um 12:47 Uhr
Moin,

man kann dem Kunden lediglich erklären, dass ihr über euer Systemhaus ausschließlich Lizenzen anbietet, die über die offizielle Distribution erhältlich sind.
Bei diesen offiziellen Lizenzen gibt es ja praktisch kaum Wettbewerb, da die Preise ja bei allen Distris recht konstant sind, bis auf wenige Euros. Mengenrabatt gibts ja kaum mehr. Man muss also dem Kunden unmissverständlich klar machen, dass der bessere Preis des Mitbewerbers nicht etwa mit besseren Einkaufskonditionen erklärbar ist.

Wenn jetzt ein Mitbewerber kommt, der deutlich unter EK anbietet, kann man den Kunden nur darüber aufklären, dass diese Lizenzen eindeutig nicht über offizielle Distributionskanäle erworben worden sein können. Es muss sich um mehrfach verkaufte Lizenzen handeln, oder um Diebesgut.

Der Kunde kann ja testweise mal 5 Lizenzen oder so bei dem dubiosen Händler kaufen, und dann die Keys an der Microsofthotline überprüfen lassen. Die können ja sehen und teilen einem mit, wie oft eine Lizenz schon aktiviert worden ist.

Im Übrigen finde ich bei Microsoft gar keine ESD-Lizenz für ein Office 2019 pro plus.
Ich finde lediglich ein Office 2019 Professional als ESD-Lizenz, Hersteller-Artikel-Nr 269-17068.
Pro Plus ist immer eine Open-irgendwas-Lizenz.

Wenn der Mitbewerber also ein Pro Plus als ESD anbietet, kann da schon irgendwas nicht stimmen.
Wäre interessant zu sehen, über welche offizielle Seite dann der Download erfolgen soll
Ein Office 2019 Pro Plus über office.com als Download - das würde ich mal gerne sehen!
Soll der Mitbewerber doch mal die Hersteller Artikel-Nr nennen, die er da anbietet - das ist ja kein Geheimnis.

Zum Schluß fällt mir noch ein: man könnte dem Kunden ja mal raten sich noch mehr Angebote von eindeutig seriösen, namhaften Mitbewerbern (Notebooksbilliger, Jacob Elektronik, Mindfactory, Cyberport fallen mir da spontan ein) einzuholen - vielleicht geht ihm dann ja ein Licht auf.

Last but not least folgende Frage an den Kunden: wie kann ein Professional Plus unter 100 Euro kosten, wenn bereits eine Home and Student Version über 100 Euro kostet?

Dubiose Angebote gibt es viele, aber irgendwann fällts auf: siehe Billig-Angebote bei Edeka.
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Office-Lizenzen-bei-Edeka-Micros ...">https://www.heise.de/newsticker/meldung/Office-Lizenzen-bei-Edeka-Micros ...


Gruß,
Colt
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Mitglied: the-buccaneer
21.11.2020 um 12:49 Uhr
Moin!
Sehe ich auch so. Soll der Kunde machen wenn er da ordentlich Geld spart. Wenn die Installation bei mir bleibt hab ich ja meinen Schnitt.

Kommt halt letztlich auf die Seriosität des Mitbewerbers an. Sollte sich irgendwann herausstellen, dass die Lizenzen doch in der Ukraine von der Rolle kamen und Microsoft die sperrt steht der Kunde halt blöd da.

Wie da schlechte Stimmung aufkommt verstehe ich allerdings nicht. Ich erkläre meinen Kunden in Ruhe wie die Preisfindung in der IT funktioniert und wer da ca. was verdient. Letztlich sind in meiner Argumentation immer MS die Bösen.

Schriftlich absichern würde ich da nix. Ich würde das nur so auf der Rechnung vermerken. "Installation vorhandenes Office auf x-Rechnern"

In meiner Autowerkstatt freue ich mich ja auch, dass der mir die online erworbene LiMa für meinen ollen 124er einbaut und nicht auf seine Lieferkette besteht.

VG
Buc
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Mitglied: Bosnigel
21.11.2020 um 13:45 Uhr
Tach!

Sollen sie doch irgendwelche dubiosen Lizenzen daher bringen.
Das sollen die mir unterschreiben das ich mit den Lizenzen nichts zu tun habe.
Arbeitszeit wird trotzdem verrechnet.

So günstige Lizenzen für Pro-Plus kenn ich nur von Stifter Helfen etc.
Aber dazu muss die Organisation gemeinnützig sein.
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Mitglied: IT-Spezi
21.11.2020, aktualisiert um 14:25 Uhr
So günstige Lizenzen für Pro-Plus kenn ich nur von Stifter Helfen etc.
Aber dazu muss die Organisation gemeinnützig sein.

Bosnigel hat da vollkommen recht. Nur die von Stifter-Helfen kommen als legale Lizenzen in die Preisregion. Selbst Open Charity sind teurer als hier angeboten.

Und um in den Genuß solcher Lizenzen zu kommen, muss die Gemeinnützigkeit vom Finanzamt anerkannt sein.

Der Mitbewerber scheint da doch sehr unseriös zu agieren. Keys aus der elktronischen Bucht sind nicht mit Lizenzen zu vergleichen.
Ein ESD ist auch kein Lizenz, sondern nur ein "elektronischer Service Download".

Zulässig sind nach einem Urteil soweiso nur noch Downloads von der Microsoft-Seite. Deshalb werden in der elektronischen Bucht auch nur noch Keys und keine Downloads mehr angeboten.

https://www.borncity.com/blog/2019/08/09/bgh-urteil-zu-microsoft-office- ...

Und wenn der Mitbewerber "gebrauchte" Lizenzen anbietet, dann hat er auch darauf hinzuweisen. Sonst ist es Betrug. Alles andere wäre unlauterer Wettbewerb und kann abgemahnt werden.

Meine Erfahrung in der Vergangenheit war, dass es solche unseriösen Anbieter immer wieder gibt. Für den Augenblick nervt es. Aber mehr als zwei bis drei Jahre halten die nicht durch. Die belügen sich oft selbst und kalkulieren in allen Bereichen an der Realität vorbei. Spätestens, wenn das Finanzamt dann die ersten Nachzahlungen haben will, machen die dicht.

Wenn ein Kunde mit solchen Keys ankommt, dann lehne ich die Installation ab. Da muss man schon Rückgrat beweisen. Soll das doch derjenige installieren, der dem Kunden den Schrott verkauft hat.

Dann gibt's vielleicht auch wieder ein Urteil erwirkt durch die BSA:
https://www.ict-channel.com/markt/saftige-strafe-fuer-raubkopien-auf-fir ...

Mich stört nur, dass solche Anbieter den Ruf einer ganzen Branche in den Dreck ziehen und das Vertrauen der Kunden in die IT zerstören können. Und gerade unsere Branche lebt von Vertrauen.

its
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Mitglied: lcer00
21.11.2020 um 15:00 Uhr
Hallo,

die ganze Sache wird aus meiner Sicht als jemand, der die Lizenzen bezahlen muss auch dadurch verkompliziert, dass man eigentlich immer das Gefühl hat, als Kunde benachteiligt zu werden. Nie treffen die günstigen Lizenzprogramme zu. Warum in aller Welt werden Bildungseinrichtungen subventioniert, wenn die eh nicht wissen, wie die den vollen Funktionsumfang ausnutzen könnten? Und überhaupt, früher haben wir sowieso nur eine Lizenz für alle Rechner gebraucht.

Der Hinweis auf z.B. Jacob Elektronik ist gut, aber muss man sich auch auskennen, um die korrekte Lizenz zu finden. Dauert etwas.

Wenn es hier kaum Margen gibt, wäre es für die Markttransparenz aus meiner Sicht gut, wenn man einen guten Gesamtüberblick der angebotenen Lizenzprogramme hätte, um sich dort als Firma selbst einordnen zu können. Das ist bei den 365-Plänen recht gut möglich (wobei hier in letzter Zeit die Produktvarianten explodiert sind). Zumindest die AboPreise kann man dort gut nachvollziehen. Spätesten bei Lizenzen für Server und RDP hilft das aber auch nicht. Und das Cloud-Abo-Modell verbessert auch nicht die Zusammenarbeit mit dem IT Dienstleister um die Ecke.

Betriebswirtschaftlich gesehen ist es natürlich relevant, ob ich den Originalpreis oder den „Günstigen“ Preis bezahlen muss. Bei den Differenzen sind solche Angebote schon verlockend. Allerdings sollte es doch hinreichend bekannt sein, dass es diese Grauzonen-Lizenzen gibt. In so einem Fall würde ich mich fragen, warum ein „guter“ Kunde hier derartig reagiert? Nicht dass das ganze Projekt sowieso nich finanzierbar ist?

Grüße

lcer
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Mitglied: exchange99
21.11.2020 um 15:06 Uhr
Servus
schau doch mal hier und lass dir ein Angebot machen:
https://www.vendosoft.de/produkte/microsoft-office-2019-professional-plu ...

Vielleicht wird dein EK dann besser.

Jürgen
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Mitglied: IT-Spezi
21.11.2020, aktualisiert um 15:20 Uhr
Zitat von lcer00:


Betriebswirtschaftlich gesehen ist es natürlich relevant, ob ich den Originalpreis oder den „Günstigen“ Preis bezahlen muss. Bei den Differenzen sind solche Angebote schon verlockend. Allerdings sollte es doch hinreichend bekannt sein, dass es diese Grauzonen-Lizenzen gibt. In so einem Fall würde ich mich fragen, warum ein „guter“ Kunde hier derartig reagiert? Nicht dass das ganze Projekt sowieso nich finanzierbar ist?


Eine echte Grauzone gibt es nicht. Used Lizenzen sind in der EU erlaubt. Der rechtliche Rahmen ist so ziemlich ausgeklagt und dadurch sehr genau bestimmt.

KEYs sind keine Lizenzen! Damit weder grau noch lila, noch sonst wie.
Keine Lizenz = kein Nutzungsrecht.

Wer die Keys ohne Nutzungsrecht einsetzt, der verstößt gegen geltendes Recht. Siehe Urteile!
Alles andere Gerede von der "Grauzone" ist reines Schönreden und eine Selbstlüge.
Projekt nicht finanzierbar? Leasing? Oder nach (echten!) gebrauchten Lizenzen oder OpenSource-Alternative gucken. Oder einfach sein lassen!

Beispiele aus anderen Bereichen, wo von einer "Grauzone" gesprochen wird.
Überwachunghskameras mit eingebauten Mikrofon
Verkaufen -> ja, erlaubt.
Installieren -> nein nicht in Deutschland. § 201 StgB
Nicht nur der Käufer, auch der Installateur wird verknackt.

Schusswaffen über 0,5 J
Verkaufen -> ja, erlaubt, wenn Käufer über 18.
Käufer ab bestimmter Stärke = Waffenschein. Öffentliches herumtragen? Verboten! Geldstrafe und Knast stehen im Raum...
Verkäufer ohne Waffenhändler-Lizenz = Knast.
Findet man so etwas bei A...zon? Ja. Deshalb Grauzone? NEIN!

its
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Mitglied: certifiedit.net
21.11.2020, aktualisiert um 15:33 Uhr
Findet man so etwas bei A...zon? Ja. Deshalb Grauzone? NEIN!

du findest Waffen bei amazon? Hab ich ehrlich gesagt noch nicht gesucht, eGun wäre der erste Ansprechpartner, da geht die Waffe aber nach meiner Erfahrung nur mit Nachweis der Befähigung/Waffenschein raus.

Ansonsten, richtig, Rechtslage, gab ja einige Urteile dazu. Ob nun gebrauchte Lizenzen als gebrauchte Lizenzen zu definieren sind (s.o) ist eine andere Frage, da die Lizenz - soweit legal - durch Wiederverkauf soweit keinerlei Einbuße hat. Wenn ich den gestern erhaltenen Tisch OVP heute weiterverkaufe...Ist er dann neu, oder gebraucht, weil auf Rechnung 1 mein Name stand? Ist aber eine philosophische Frage, die im 2xxx Jhdt kritisch ist. Denn theoretisch hab ich auch ein Urheberrecht auf die Firmennetze, die ich designe, konzeptioniere, für die ich programmiere, auch für meine Beiträge, wenn man es wiederverwendet könnte man hierfür Lizenzgebühren verlangen - hier mal so als Ansatz aquis lange Infos/HowTos etc - denkt mal drüber nach.

So einfach ist es also nicht...wie immer. Andererseits, an den TO wäre mal die Frage, zu welchen Preisen trittst du auf? Ist die Konkurrenz ggf. preislich höher? - Spielt das nicht ggf. in die gleiche Richtung?

Wichtiges Argument ist daneben, ist ggf. der Kunde einfach nicht willig die Kohle auszugeben? Dann ist es vielleicht ein großer Kunde, aber kein guter Kunde. Da sagt man lieber tschüss und sucht sich einen guten Kunden, der einen Wertschätzt.

PS: Der Kontext was wann (il)legal ist, sollte natürlich im Kontext des Staates BRD gesehen werden. (IANAL). Das kann keine 200km westlich von hier schon wieder ganz anders aussehen.
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Mitglied: Vision2015
21.11.2020 um 16:10 Uhr
moin..

Zitat von zer0g2224:

Hallo Kolleginnen und Kollegen,


ich habe ein kleines Systemhaus bei dem wir Kunden Full-Service anbieten - dazu gehören natürlich auch Office Lizenzen.

Ein Kunde von uns benötigt eine Vielzahl an Office 2019 Lizenzen (Pro Plus) ca. 100Stk. Unser Distri ist Ingram Micro - Also Angebot raus, Marge gering - da guter Kunde.
So weit so gut - Kunde will vergleichen. Darf er natürlich - soll er auch!

Nun kommt aber der Hammer - Die Geschäftsleitung ruft mich die Tage völlig empört an und bezichtigt mich des Wuchers... Relativ kurzes Gespräch, bekomme nur mit, dass er hier ein Angebot für ein 2019 Pro Plus für unter 100€ / Lizenz hat - natürlich Original. Da war ich erstmal baff und habe versucht den Kunden zu beruhigen, indem ich anzweifle, dass die Lizenzen Neuware von einem offiziellen Microsoft Distri sein können - Grauzone also - wenn man es sich schön reden will. Das Angebot des Konkurenten habe ich mittlerweile auch - es steht da wirklich so drauf - inkl ESD + Key - Nichts Open License o.ä.
also 100€ / Lizenz ist da eigentlich schon zu Teuer, die bekommst du auch schon für 3-4 Euro das Stück..... ab 100 Stuck sogar für weniger....
wenn schon "Grauzone" dann bitte richtig...

Ich habe versucht den Kunden soweit aufzuklären - komme aber mit meinen Argumenten, auch mit Hinweis auf meinen EK, nicht weiter. Unser Verhältnis ist nun relativ angespannt. Da es ein großer und wichtiger Kunde ist, möchte ich diesen auch nicht verlieren...
na dann soll er doch da Kaufen, wo ist dein Problem?

Jetzt meine Frage: Hatte jemand schon so einen Fall bei sich in der Firma? Wenn ja, wir seid Ihr vorgegangen? Habt Ihr die Kröte geschluckt und einfach weitergemacht - natürlich gegen schriftliche Absicherung
da wir nicht verpflichtet sind, zu prüfen was wir Installieren, sondern nur das es fachgerecht ausgeführt wird, ist mir das latte... geht irgendwas nicht, ist das nicht mein problem! du wirst für deine arbeiszeit bezahlt, nicht mehr, nicht weniger...

P.S. ich wünsche natürlich KEINE Rechtsberatung

Vielen Dank schonmal
Frank
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Mitglied: IT-Spezi
21.11.2020 um 16:31 Uhr
Zitat von Vision2015:

da wir nicht verpflichtet sind, zu prüfen was wir Installieren, sondern nur das es fachgerecht ausgeführt wird, ist mir das latte... geht irgendwas nicht, ist das nicht mein problem! du wirst für deine arbeiszeit bezahlt, nicht mehr, nicht weniger...

Wir ITler sind sehr wohl verpflichtet, das zu Prüfen!
Wenn ein Kunde zu Dir kommt und verlangt von Dir, dass Du nicht nur Kodi, sondern auch noch die Repros für PayTV drauf machen sollst, dann sollte man das besser sein lassen.

Wenn ein Kunde zu Dir kommt und Dich darum bittet, dass Du auf sein Smartphone eine abhörsichere Telefoniesoftware installieren sollst und Du nebenbei feststellst, dass der Auftraggeber im Rotlicht oder beim organisierten Verbrechen arbeitet, dann besser Finger weg.

Bist Du ein kleiner Webhoster und Dein Kunde betreibt einen Shop im Darknet, dann sollte man das besser Prüfen.

Auch dazu gibt es in der BRD und in der EU Urteile dazu.

Der Dienstleister, der die Software aufspielt, haftet und geht ggf. in den Knast! Auch ITler haben Prüfpflichten!

Den Unsinn, dass ITler "dumm" nur die Dienstleistung ausführen und sonst keine Verantwortung tragen, höre ich seit 20 Jahren. Gerichte gehen schon lange davon aus, dass der "dumme" Kunde gar nicht in der Lage ist die Verstöße ohne den ITler zu begehen und sehen ihn als Erfüllungsgehilfen an. Auch bei Lizenzverstößen! (Siehe Urteil oben!)

Die Frage ist nur, möchte man als ITler das Risiko der Mithaftung eingehen?

its
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Mitglied: StefanKittel
21.11.2020 um 16:40 Uhr
Hallo,

zeige ihm Dein Angebot von Imgram Micro um ihm zu zeigen dass Du ihn nicht verarscht und ihm sogar einen guten Preis gemacht hast.

Du kannst ja IM mal einen Ansprechpartner bei MS fragen und diesen Kontakt dem Kunden mitteilen.

Dazu noch ein 1-2 Links zu Artikeln zum Theme Lizengo.
Die immer noch Serverwartung machen.

Mehr kannst Du nicht tun.

Stefan
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Mitglied: dertowa
21.11.2020 um 16:57 Uhr
Da ist dann leider Diplomatie gefragt.
Du hast deine festen Einkaufsquelle, wenn der Kunde selbst bessere Preise bekommt, dann soll er die Software selbst zuliefern und du installierst.
Ich würde allerdings vorab festhalten, dass Mehraufwand (bspw. eine Lizenz funktioniert nicht und somit muss er erstmal Ersatz beschaffen) nicht zu deinen Lasten geht.
Zudem vermerkst du auf deiner Rechnung deutlich, dass die Software und Lizenzen kundenseitig gestellt wurden.

Dann wartest du etwas und gibst Microsoft mal einen Hinweis auf den Kunden hinsichtlich einer Lizenzprüfung. :D

Mal im Ernst, ist doch super, wenn du sowieso wenig Marge bei den Produkten kalkulierst , also zuliefern lassen und fertig.
Wenn er da ordentlich dran spart und du die Dienstleistung verkaufst sind alle glücklich.

P.S.: Ich kaufe als Endkunde direkt bei einer Distribution, hatte neulich den Fall, dass zum ERP Software Update auch eine neue
MS SQL Server Version empfohlen wurde, unser ERP Ansprechpartner hat die auch direkt angeboten, die waren 25% unter meinem direkten EK bei der Distribution.
Das Warum war erst nach detaillierter Nachfrage beim ERP-Partner zu hören, denn im Angebot stand nichts von Open-NL oder ähnlich, die kaufen die Lizenzen bei einem Gebrauchtlizenzhandel.
Damit hätte ich grundlegend kein Problem gehabt, es gibt da Firmen wie USC die das sauber abwickeln (bspw. ganze Open-Verträge übertragen), beim ERP-Partner hätte es nur die Software gegeben und auf der Rechnung hätten die Produkte gestanden.
Ich habe verzichtet, denn richtig ich bin als Endkunde nachher der Dumme.
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Mitglied: IT-Spezi
21.11.2020, aktualisiert um 17:02 Uhr
Wenn das ein wichtiger Kunde ist, dann versuche ihn davon zu überzeugen, dass Du ihn vor Schaden bewahren willst.

Zeig ihm anhand von Presseartikeln, dass es sich um ein heißes Thema handelt und Du nicht möchtest, dass er sich die Finger verbrennt.

Beispiele gibt es genug. In der Fachpresse findest Du da bestimmt die richtigen Argumente.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Windows-Raubkopien-Erstes-Urteil ...
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Windows-Faelschungen-Sechs-Jahre ...

https://www.heise.de/ct/artikel/Risikoreich-und-illegal-Billige-Microsof ...

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Office-Lizenzen-bei-Edeka-Micros ...
https://www.heise.de/news/Hausdurchsuchung-beim-Software-Haendler-Lizeng ...

Übrigens, ein "guter" Kunde, sollte das finanzieren können.

its
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Mitglied: Vision2015
21.11.2020 um 17:02 Uhr
Moin...

Zitat von IT-Spezi:

Zitat von Vision2015:

da wir nicht verpflichtet sind, zu prüfen was wir Installieren, sondern nur das es fachgerecht ausgeführt wird, ist mir das latte... geht irgendwas nicht, ist das nicht mein problem! du wirst für deine arbeiszeit bezahlt, nicht mehr, nicht weniger...

Wir ITler sind sehr wohl verpflichtet, das zu Prüfen!
und wo steht das Bitte genau? ich würde gerne den gesetzestext dazu sehen und lesen...
Wenn ein Kunde zu Dir kommt und verlangt von Dir, dass Du nicht nur Kodi, sondern auch noch die Repros für PayTV drauf machen sollst, dann sollte man das besser sein lassen.
der vergleich ist sinnfrei... aber das setup zu erstellen, ist nicht strafbar, allerdings verkaufen der Repros schon...

Wenn ein Kunde zu Dir kommt und Dich darum bittet, dass Du auf sein Smartphone eine abhörsichere Telefoniesoftware installieren sollst und Du nebenbei feststellst, dass der Auftraggeber im Rotlicht oder beim organisierten Verbrechen arbeitet, dann besser Finger weg.
wiso... ich frage mich, wie ich das festellen könnte....?!?!
und seit wann ist es strafbar im rotlicht zu arbeiten, oder dafür ?

Bist Du ein kleiner Webhoster und Dein Kunde betreibt einen Shop im Darknet, dann sollte man das besser Prüfen.
das ist falsch... ich bin nicht verpflichtet, meinen kunden zu überprüfen! wenn du anderer meinung bist, zeige mir bitte, wo das genau steht!

Auch dazu gibt es in der BRD und in der EU Urteile dazu.
die möchtest du uns auch bestimmt zeigen... oder?

Der Dienstleister, der die Software aufspielt, haftet und geht ggf. in den Knast! Auch ITler haben Prüfpflichten!
das ist nicht richtig... da will dir jemand einen Bären aufbinden...
zeige uns doch bitte die entsprechenden Gesetzestexte!
da du von prüfpflichten schreibst, auch da bitte ich um eine zuverlässige quelle!

Den Unsinn, dass ITler "dumm" nur die Dienstleistung ausführen und sonst keine Verantwortung tragen, höre ich seit 20 Jahren. Gerichte gehen schon lange davon aus, dass der "dumme" Kunde gar nicht in der Lage ist die Verstöße ohne den ITler zu begehen und sehen ihn als Erfüllungsgehilfen an. Auch bei Lizenzverstößen! (Siehe Urteil oben!)
weches urteil genau? und auf was bezogen?

Die Frage ist nur, möchte man als ITler das Risiko der Mithaftung eingehen?
das kann ja jeder für sich selber ausmachen!
grundsätzlich haftest du nicht als Dienstleister, wenn du software im auftrag des kunden Installierst! fragst du bei jeder Software die du installieren sollst, nach der rechnung? ich denke nicht!


its
Frank
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Mitglied: chgorges
21.11.2020, aktualisiert um 17:29 Uhr
Hab auch so einen Kunden.
Hab mir das von ihm schriftlich geben lassen, dass ich mit den gefälschten/geklauten/nicht zertifizierten Lizenzen nichts zu tun habe, weder beratungs-/ noch verkaufstechnisch inkl. Hinweis, dass bei einem MS-Audit da auch ne fünfstellige Strafe kommen kann.
Hab ihm das Office auch nicht installiert, das musste er selber machen.
Ist letztendlich sein unternehmerisches Risiko, deshalb tangiert mich das peripher.
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Mitglied: IT-Spezi
21.11.2020, aktualisiert um 18:28 Uhr
@Vision2015

Natürlich kann ich keine Rechtsbearatung machen. Wende Dich mal an den IT-Fachanwalt Deines Vertrauens. (Den solltest Du offensichtlich mal endlich aufsuchen!)

Nimm Dir mal die Zeit und lese mal das StGB und BGB durch. Beim StGB ab 26ff.

Das Urteil, auf welche ich mich bezogen hatte, nochmals:
https://www.ict-channel.com/markt/saftige-strafe-fuer-raubkopien-auf-fir ...

Hast Du die anderen Urteile der letzten 15 Jahre übersehen? Sieh mal in der Fachpresse nach! Tante Google hilft auch!

Kodi - z.B. EuGH-Urteil vom 26.04.2017, AZ: C 527/15
(Lies Dir auch mal die komplette Begründung durch!)
Auch das Aufspielen der Repros und somit der "Verkauf der Dienstleistung" ist strafbar!)

Weitere Suchbegriffe:
EncroChat
Verschlüsselungstechnik für Verbrecher
Oder such mal nach dem Fraudsters-Admin.

Ich empfehle Dir auch mal den YouTube-Kanal von WBS-Law.
Oder einfach mal regelmäßig in die Fachpresse zu schauen.

Wieso glaubst Du, dass wir Admins keine Verantwortung tragen?

Die Kunden erwarten von uns, dass wir verantwortungsvoll mit ihrem Netzwerk umgehen. Sie erwarten zu Recht, dass wir sie gut beraten und ihr vertrauen nicht missbrauchen! Eine gute Beratung sieht nur legale Software und legale Nutzung vor.

Wenn der Kunde von Dir einen Diebstahl (von geistigem Eigentum) verlangt, weil ihm selbst das Know-How dafür fehlt, du das ausführst, dann bist Du dafür (mit-)verantwortlich! Wenn Du das nicht glaubst, dann empfehle ich Dir den Kontakt zur BSA und lasse mal ruhig ein Audit aller Deiner Kunden machen!

its
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Mitglied: altmetaller
21.11.2020 um 18:32 Uhr
Hallo,

Zitat von zer0g2224:

Das Angebot des Konkurenten habe ich mittlerweile auch - es steht da wirklich so drauf - inkl ESD + Key - Nichts Open License o.ä.

Man kann natürlich nie pauschal sagen, ob ausnahmslos alle Anbieter seriös oder unseriös sind: Eine "Grauzone" ist es meinen Beobachtungen nach häufig aber nur aus Sicht derjenigen, die sich die Taschen vollstopfen. Letztendlich steht hinter dem BGH-Urteil ja ein dickes "Basta" drunter und was z.B. das Unbundling betrifft: Den Prozess hat IBM bereits 1967 verloren.

Zu der Zeit, als ich mich noch mit derartigen Themen herumgeplagt habe, habe ich nahezu ausnahmslos Gebrauchtlizenzen beschafft und damit auch gemeinsam mit den Kunden diverse Auditings überlebt. Inzwischen gibt es ja genug Musterentscheidungen. Und - wenn ich ehrlich sein darf - die Software von Microsoft ist das Geld nun mal nicht wert. Die kauft man nicht, weil man sie haben möchte sondern, wenn man sie kaufen muss (z.B. Schnittstellen zu Lieferanten, Geräten und Diensten).

Wenn Du das Geschäft nicht machen möchtest: Lass' ihn die Lizenzen kaufen, sichere dich ab und beschränke dich auf deine Dienstleistung (Rollout usw.). Es geht ja letztendlich "nur" um die Verantwortung und Geld verdienen kannst Du da mit deinen Produkten augenscheinlich eh' nicht.

Gruß,
Jörg
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Mitglied: Vision2015
21.11.2020 um 18:34 Uhr
moin...
Wende Dich mal an den IT-Fachanwalt Deines Vertrauens. (Den solltest Du offensichtlich mal endlich aufsuchen!)
ist schon passiert... und ich habe recht!
die Leute kommen ja auf die wildesten ideen...

Auch das Aufspielen der Repros und somit der "Verkauf der Dienstleistung" ist strafbar!)
das stimmt so nicht, das aufspielen ist nicht strafbar... der vertrieb schon, dir fehlen da einige grundlagen!

Wenn der Kunde von Dir einen Diebstahl (von geistigem Eigentum) verlangt, weil ihm selbst das Know-How dafür fehlt, du das ausführst, dann bist Du dafür (mit-)verantwortlich!
nein, moment... du redest von diebstahl, und von vorsatz... dafür müsste ich als auftragnehmer kenntnis haben!
da ich diese natürlich nicht haben kann, und dazu fehlt dir auch jeder nachweis...
wo genau steht bitte das ich die zu installierende Software überprüfen muss., und wie genau soll das erfolgen.. ich bitte noch einmal um nachweise!

Wenn Du das nicht glaubst, dann empfehle ich Dir den Kontakt zur BSA und lasse mal ruhig ein Audit aller Deiner Kunden machen!
da hätte ich kein problem mit, und meine kunden auch nicht!
das was du schreibst ist rechtlich nicht haltbar... du scheinst dein wissen von WBS-Law zu haben, nun ja- ist ja deine sache...
genauso abstrus ist es zu schreiben, für das rotlicht zu arbeiten wäre strafbar...


Frank
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Mitglied: altmetaller
21.11.2020 um 19:14 Uhr
Hallo,

Zitat von Vision2015:

wo genau steht bitte das ich die zu installierende Software überprüfen muss.,

Nicht nur das. Seriöse Lieferanten haben Dokumentationen vorbereitet, in denen sie verbindlich die Verantwortung übernehmen.

Und sie bestätigen Dir das sogar...

Ich denke, viele Systemhäuser sind eher deshalb frustriert, weil sie zu unflexibel sind, Derartiges abzubilden und sich deshalb auf den Shop ihres Stammdistributors reduzieren. Hinzu kommen evtl. noch volumenabhängige Rabattmodelle usw.

Dinosaurier sterben halt irgendwann...

Gruß,
Jörg
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Mitglied: IT-Spezi
21.11.2020, aktualisiert um 19:21 Uhr
Zitat von Vision2015:

moin...
nabend

Wende Dich mal an den IT-Fachanwalt Deines Vertrauens. (Den solltest Du offensichtlich mal endlich aufsuchen!)
ist schon passiert... und ich habe recht!
die Leute kommen ja auf die wildesten ideen...
Hast Du offensichtlich nicht. Und meine wildesten Ideen behalte ich besser für mich.

Auch das Aufspielen der Repros und somit der "Verkauf der Dienstleistung" ist strafbar!)
das stimmt so nicht, das aufspielen ist nicht strafbar... der vertrieb schon, dir fehlen da einige grundlagen!
Wie schon geschrieben: Lies mal die Urteilsbegründung durch! Da steht drinnen, das das Aufspielen der Repros zum Freischalten der Pay-TV Sender und das Verkaufen der Dienstleistung das Problem ist!
Wieso sind dann die ganzen "Dienstleistungsangebote zum Aufspielen" kurz nach dem Urteil verschwunden? (Scheinbar doch nicht alle.)
Wenn der Kunde von Dir einen Diebstahl (von geistigem Eigentum) verlangt, weil ihm selbst das Know-How dafür fehlt, du das ausführst, dann bist Du dafür (mit-)verantwortlich!
nein, moment... du redest von diebstahl, und von vorsatz... dafür müsste ich als auftragnehmer kenntnis haben!
da ich diese natürlich nicht haben kann, und dazu fehlt dir auch jeder nachweis...
wo genau steht bitte das ich die zu installierende Software überprüfen muss., und wie genau soll das erfolgen.. ich bitte noch einmal um nachweise!

Der Nachweis ist hier, dass der IT-Dienstleister in diesem Fall genau weiß, dass es sich nicht um eine Lizenz sondern nur um Keys handelt. Stammt der Download nicht von Microsoft direkt, dann liegt hier offensichtlich ein Urheberrechtsverstoß vor.
https://www.borncity.com/blog/2019/08/09/bgh-urteil-zu-microsoft-office- ...

Ein anderes Beispiel, damit Du das vielleicht verstehst:
Wenn Du ein Bauunternehmen besitzen würdest und ein (potenzieller) Kunde gibt Dir den Auftrag mit dem Bagger eine Wand von einem Gebäude einzureißen und das Gebäude ist die örtliche Sparkasse, dann ist das für Dich kein Problem, da Du jeden Auftrag annimmst, ohne zu Prüfen, ob ihm das Gebäude überhaupt gehört??? In so einem Fall bist Du nicht Haftbar für den Schaden? Erkläre das dann mal dem Richter!

Wenn Du das nicht glaubst, dann empfehle ich Dir den Kontakt zur BSA und lasse mal ruhig ein Audit aller Deiner Kunden machen!
da hätte ich kein problem mit, und meine kunden auch nicht!
Offensichtlich hattest Du noch kein Audit.
In dem anderen Urteil konntest Du auch nachlesen, dass der ITler zu 90 Tagessätzen verurteilt wurde und einen Teil der Strafe übernehmen musste.
http://www.compliancemagazin.de/markt/nachrichten/bsa190112.html
hmm...

das was du schreibst ist rechtlich nicht haltbar... du scheinst dein wissen von WBS-Law zu haben, nun ja- ist ja deine sache...
genauso abstrus ist es zu schreiben, für das rotlicht zu arbeiten wäre strafbar...

Auch hier liest Du nur die Hälfte. Konkret ging es um das Beispiel "Verschlüsselungstechnik für Verbrecher". Auch hier gibt es schon Urteile dazu, wenn ITler verschlüsselte (Voice)Chats prorgammiert/ eingerichtet haben. Ist bekannt, dass der Auftraggeber in dem Bereich tätig ist, dann kann auch der ITler verurteilt werden. Ich dachte, Du hast mal Tante Google befragt?

Du kannst hier nicht erwarten, dass ich Dir hier eine Doktorabreit mit allen erdenklichen Fußnoten erstelle. Das sprengt hier den Rahmen.
Ich empfehle Beratung durch einen fachkundigen Anwalt für IT-Recht. Auch solltest Du mal dein Rechts- und Gerechtigkeitsempfinden hinterfragen, wenn Du meinst, das ginge Dich als IT-Dienstleister nichts an.

Wichtig ist nur, dass der Kunde eine gute und legale Lösung erhält. Diese sollte risikofrei und von Dauer sein. Diese kann im konkreten Fall nur duch echte (neue oder gebrauchte) Lizenzen erreicht werden.

Wenn der Preis deutlich unter diesen liegt, was üblich ist. Wenn nicht der Lizenzweg durchgängig dokumentiert wird, sondern nur von KEYs und ESD geschrieben wird ohne nur einmal das Wort Lizenz zu erwähnen, dann ist davon auszugehen, dass da etwas im Argen ist. Sollte der ESD dann noch über eine nicht Microsoft-Quelle stammen (z.B. Google Drive), dann sollte jeder ausgebildeter ITler wissen, was los ist und kann sich schlecht rausreden.

its
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Mitglied: altmetaller
21.11.2020 um 19:45 Uhr
Hallo,

Zitat von IT-Spezi:

Wenn Du ein Bauunternehmen besitzen würdest und ein (potenzieller) Kunde gibt Dir den Auftrag mit dem Bagger eine Wand von einem Gebäude einzureißen und das Gebäude ist die örtliche Sparkasse, dann ist das für Dich kein Problem,

Der Bauunternehmer weiß aber, von wem er den Auftrag erhalten hat. Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich...

Offensichtlich hattest Du noch kein Audit

Natürlich nicht. Da man ja weiß, dass man rechtssicher ist, geht man gar nicht erst auf Kontaktversuche ein. Im Extremfall (falls z.B. ein "Berater" vor dem Empfangsthresen steht), ruft man die Polizei und bittet um Entfernung.

Ich habe bis jetzt noch keinen Durchsuchungsbefehl diesbezüglich gehen.

Was viele in dem Zusammenhang vergessen: Man muss nicht mit jedem sprechen. Schon gar nicht im privatwirtschaftlichen Umfeld.

Ich dachte, Du hast mal Tante Google befragt?

Äh - Du weißt aber schon, dass Google eine Suchmaschine für das Internet ist, oder? Nur, weil etwas auf einer Internetseite steht heißt das noch lange nicht, dass es stimmen muss.

Du kannst hier nicht erwarten, dass ich Dir hier eine Doktorabreit mit allen erdenklichen Fußnoten erstelle.

Das könntest Du auch nicht. Dir fehlt schlichtweg das (Fach-)Wissen. Es gibt (teilweise 60 Jahre alt) international einschlägige Urteile. Und selbst wenn Du einen Handstand machst und mit den Füßen über den Hintern zusammenklopfst wirst Du nichts an deren Existenz verändern.

Oder, anders ausgedrückt: In Bezug auf Tatsachen redet man nur noch über das Akzeptieren, nicht über das Verändern.

Ich empfehle Beratung durch einen fachkundigen Anwalt für IT-Recht.

Warum?

Wichtig ist nur, dass der Kunde eine gute und legale Lösung erhält.

Wenn Du für 300 Euro eine Software anbietest, die keine 30 Euro wert ist, kann man das auch als Verstoß gegen § 138 BGB gewertet werden. Soviel zum Thema "gut und legal".

Gruß,
Jörg
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Mitglied: Vision2015
21.11.2020 um 19:51 Uhr
moin...
Zitat von IT-Spezi:

Zitat von Vision2015:

moin...
nabend
kommt ja darauf an, wo du bist... bei anderen ist jetzt evtl. mittag

Wende Dich mal an den IT-Fachanwalt Deines Vertrauens. (Den solltest Du offensichtlich mal endlich aufsuchen!)
ist schon passiert... und ich habe recht!
die Leute kommen ja auf die wildesten ideen...
Hast Du offensichtlich nicht. Und meine wildesten Ideen behalte ich besser für mich.
da liegst du falsch...

Auch das Aufspielen der Repros und somit der "Verkauf der Dienstleistung" ist strafbar!)
das stimmt so nicht, das aufspielen ist nicht strafbar... der vertrieb schon, dir fehlen da einige grundlagen!
Wie schon geschrieben: Lies mal die Urteilsbegründung durch! Da steht drinnen, das das Aufspielen der Repros zum Freischalten der Pay-TV Sender und das Verkaufen der Dienstleistung das Problem ist!
Wieso sind dann die ganzen "Dienstleistungsangebote zum Aufspielen" kurz nach dem Urteil verschwunden? (Scheinbar doch nicht alle.)
nein, lese bitte genau was ich schreibe, du redest von einen Dienstleistungsangebot! wenn es darum geht, hast du recht, allerdings ist dort auch der vertrieb gegeben...
ich rede von, installation einer software, die ich nicht vertreibe, oder dergleichen! selbst der betrieb der software kann ja eine straftat etc.. sein...
das setup dazu allerdings nicht! das hat schon ein Richter festgestellt!
Wenn der Kunde von Dir einen Diebstahl (von geistigem Eigentum) verlangt, weil ihm selbst das Know-How dafür fehlt, du das ausführst, dann bist Du dafür (mit-)verantwortlich!
nein, moment... du redest von diebstahl, und von vorsatz... dafür müsste ich als auftragnehmer kenntnis haben!
da ich diese natürlich nicht haben kann, und dazu fehlt dir auch jeder nachweis...
wo genau steht bitte das ich die zu installierende Software überprüfen muss., und wie genau soll das erfolgen.. ich bitte noch einmal um nachweise!

Der Nachweis ist hier, dass der IT-Dienstleister in diesem Fall genau weiß, dass es sich nicht um eine Lizenz sondern nur um Keys handelt. Stammt der Download nicht von Microsoft direkt, dann liegt hier offensichtlich ein Urheberrechtsverstoß vor.
https://www.borncity.com/blog/2019/08/09/bgh-urteil-zu-microsoft-office- ...
du redest davon, das der Dienstleister davon weiß, ich nicht, ich sage immer, ich weiß von nix, ich habe nur einen kundenauftrag, und für mich ist es weder ersichtlich, was das für software ist, oder welcr vertriebweg der kunde bestritten hat! ich muss das auch nicht wissen... warum auch?

Ein anderes Beispiel, damit Du das vielleicht verstehst:
Wenn Du ein Bauunternehmen besitzen würdest und ein (potenzieller) Kunde gibt Dir den Auftrag mit dem Bagger eine Wand von einem Gebäude einzureißen und das Gebäude ist die örtliche Sparkasse, dann ist das für Dich kein Problem, da Du jeden Auftrag annimmst, ohne zu Prüfen, ob ihm das Gebäude überhaupt gehört??? Dann bist Du dann nicht Haftbar für den Schaden? Erkläre das dann mal dem Richter!
wir reden von software installation... und du kommst mit rotlicht und bagger....

Wenn Du das nicht glaubst, dann empfehle ich Dir den Kontakt zur BSA und lasse mal ruhig ein Audit aller Deiner Kunden machen!
da hätte ich kein problem mit, und meine kunden auch nicht!
Offensichtlich hattest Du noch kein Audit.
woher kommt dein wissen?
In dem anderen Urteil konntest Du auch nachlesen, dass der ITler zu 90 Tagessätzen verurteilt wurde und einen Teil der Strafe übernehmen musste.
http://www.compliancemagazin.de/markt/nachrichten/bsa190112.html
ich denke, du hast das nicht genau gelesen.... da steht, das der dienstleister das so verkauft hat.... da ist der unterschied!
hmm...

das was du schreibst ist rechtlich nicht haltbar... du scheinst dein wissen von WBS-Law zu haben, nun ja- ist ja deine sache...
genauso abstrus ist es zu schreiben, für das rotlicht zu arbeiten wäre strafbar...

Auch hier liest Du nur die Hälfte. Konkret ging es um das Beispiel "Verschlüsselungstechnik für Verbrecher". Auch hier gibt es schon Urteile dazu, wenn ITler verschlüsselte (Voice)Chats prorgammiert/ eingerichtet haben. Ist bekannt, dass der Auftraggeber in dem Bereich tätig ist, dann kann auch der ITler verurteilt werden. Ich dachte, Du hast mal Tante Google befragt?
was auch nix mit einen Kundenauftrag zu Software installation zu tun hat!

Du kannst hier nicht erwarten, dass ich Dir hier eine Doktorabreit mit allen erdenklichen Fußnoten erstelle. Das sprengt hier den Rahmen.
Ich empfehle Beratung durch einen fachkundigen Anwalt für IT-Recht. Auch solltest Du mal dein Rechts- und Gerechtigkeitsempfinden hinterfragen, wenn Du meinst, das ginge Dich als IT-Dienstleister nichts an.
mein gerechtigkeitsempfinden ist nebensache, wichtig ist, was recht ist, was dein anwalt daraus macht, und was am ende der richter dazu sagt!

Wichtig ist nur, dass der Kunde eine gute und legale Lösung erhält. Diese sollte risikofrei und von Dauer sein. Diese kann im konkreten Fall nur duch echte (gebrauchte) Lizenzen erreicht werden.
richtig... dazu brauchst du aber als dienstleister keine info vom kunden, wo die software erworben wurde.... und erst recht keinen nachweis...

Wenn der Preis deutlich unter diesen liegt, was üblich ist. Wenn nicht der Lizenzweg durchgängig dokumentiert wird, sondern nur von KEYs und ESD geschrieben wird ohne nur einmal das Wort Lizenz zu erwähnen, dann ist davon auszugehen, dass da etwas im Argen ist. Sollte der ESD dann noch über eine nicht Microsoft-Quelle stammen (z.B. Google Drive), dann sollte jeder ausgebildeter ITler wissen, was los ist und kann sich schlecht rausreden.
wiso.. du bekommst vom kunden eine Iso und eine textdatei mit dem key... nicht mehr, und nicht weniger- da bist du nicht verpflichtet etwas zu hinterfragen! von mehr, hast du kein wissen, und willst es auch bestimmt nicht wissen......

its
Frank
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Mitglied: maretz
21.11.2020 um 21:03 Uhr
Nun - ich würde mir mal überlegen ob der Kunde wirklich so wichtig ist wenn es da jetzt Stress gibt. Denn scheinbar wird da auch nur auf den Preis geguckt - und da wirst du auf dauer eh keinen Spass haben... Ich würde dem Kunden freundlich und schriftlich mitteilen das ich vermute das die Lizenzen nicht legal sind und das der natürlich auch gerne bei anderen Systemhäusern der Umgebung nachfragen darf. WENN er die dann doch nehmen möchte - keine Frage, kann er tun ABER du kannst natürlich dann keine Gewährleistung für die Funktionsfähigkeit übernehmen (d.h. du kannst die natürilich für die installieren und supporten ABER wenn die Lizenz nich mehr geht kannst du nix tun). Dann soll er die halt da kaufen wo es billiger is. Ich vermute das du eh deinen Gewinn aus der Dienstleistung wie installation usw. ziehst, nich aus der Lizenz selbst...
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Mitglied: IT-Spezi
21.11.2020, aktualisiert um 21:26 Uhr
Zitat von Vision2015:

kommt ja darauf an, wo du bist... bei anderen ist jetzt evtl. mittag

Also nicht mehr im Rechtsraum der EU. Hmm...

Auch das Aufspielen der Repros und somit der "Verkauf der Dienstleistung" ist strafbar!)
das stimmt so nicht, das aufspielen ist nicht strafbar... der vertrieb schon, dir fehlen da einige grundlagen!
Wie schon geschrieben: Lies mal die Urteilsbegründung durch! Da steht drinnen, das das Aufspielen der Repros zum Freischalten der Pay-TV Sender und das Verkaufen der Dienstleistung das Problem ist!
Wieso sind dann die ganzen "Dienstleistungsangebote zum Aufspielen" kurz nach dem Urteil verschwunden? (Scheinbar doch nicht alle.)
nein, lese bitte genau was ich schreibe, du redest von einen Dienstleistungsangebot! wenn es darum geht, hast du recht, allerdings ist dort auch der vertrieb gegeben...
ich rede von, installation einer software, die ich nicht vertreibe, oder dergleichen! selbst der betrieb der software kann ja eine straftat etc.. sein...
das setup dazu allerdings nicht! das hat schon ein Richter festgestellt!
Welches Urteil? Aktenzeichen?
Wenn der Kunde von Dir einen Diebstahl (von geistigem Eigentum) verlangt, weil ihm selbst das Know-How dafür fehlt, du das ausführst, dann bist Du dafür (mit-)verantwortlich!
nein, moment... du redest von diebstahl, und von vorsatz... dafür müsste ich als auftragnehmer kenntnis haben!
da ich diese natürlich nicht haben kann, und dazu fehlt dir auch jeder nachweis...
wo genau steht bitte das ich die zu installierende Software überprüfen muss., und wie genau soll das erfolgen.. ich bitte noch einmal um nachweise!

Der Nachweis ist hier, dass der IT-Dienstleister in diesem Fall genau weiß, dass es sich nicht um eine Lizenz sondern nur um Keys handelt. Stammt der Download nicht von Microsoft direkt, dann liegt hier offensichtlich ein Urheberrechtsverstoß vor.
https://www.borncity.com/blog/2019/08/09/bgh-urteil-zu-microsoft-office- ...
du redest davon, das der Dienstleister davon weiß, ich nicht, ich sage immer, ich weiß von nix, ich habe nur einen kundenauftrag, und für mich ist es weder ersichtlich, was das für software ist, oder welcr vertriebweg der kunde bestritten hat! ich muss das auch nicht wissen... warum auch?
Hier ist doch die Software und der Preis und der Vertriebsweg genau benannt. Wenn der Preis weniger als die Hälfte von ehrlichen Gebraucht-Händlern und weniger als 1/5 des regulären Preis beträgt, dann kann hier wohl kaum noch von "Treu und Glauben" gesprochen werden.

Ein anderes Beispiel, damit Du das vielleicht verstehst:
Wenn Du ein Bauunternehmen besitzen würdest und ein (potenzieller) Kunde gibt Dir den Auftrag mit dem Bagger eine Wand von einem Gebäude einzureißen und das Gebäude ist die örtliche Sparkasse, dann ist das für Dich kein Problem, da Du jeden Auftrag annimmst, ohne zu Prüfen, ob ihm das Gebäude überhaupt gehört??? Dann bist Du dann nicht Haftbar für den Schaden? Erkläre das dann mal dem Richter!
wir reden von software installation... und du kommst mit rotlicht und bagger....
Auch beim Rotlicht liest Du nur die Hälfte. "Verschlüsselungstechnik für Verbrecher" war der Suchbegriff. Hier geht es nur um das Aufspielen von (legaler) Software, die den Ermittlungsbehörden das Leben erschwert. Gerade in Deiner Zeitzone wurden da schon einige verknackt. Die EU folgt nur mittlerweile dem Beispiel.

In dem anderen Urteil konntest Du auch nachlesen, dass der ITler zu 90 Tagessätzen verurteilt wurde und einen Teil der Strafe übernehmen musste.
http://www.compliancemagazin.de/markt/nachrichten/bsa190112.html
ich denke, du hast das nicht genau gelesen.... da steht, das der dienstleister das so verkauft hat.... da ist der unterschied!
Es ging auch um das Installieren.

mein gerechtigkeitsempfinden ist nebensache, wichtig ist, was recht ist, was dein anwalt daraus macht, und was am ende der richter dazu sagt!

Ja wo kein Kläger, da kein Richter.

Wichtig ist nur, dass der Kunde eine gute und legale Lösung erhält. Diese sollte risikofrei und von Dauer sein. Diese kann im konkreten Fall nur duch echte (gebrauchte) Lizenzen erreicht werden.
richtig... dazu brauchst du aber als dienstleister keine info vom kunden, wo die software erworben wurde.... und erst recht keinen nachweis...
Wen wird der Kunde wohl verantwortlich machen wollen, wenn das schief geht. Richtig! Den ITler, der ihn "nicht richtig" beraten hat.
Oder schlimmer noch, er versucht den ITler später damit zu erpressen und fordert immer wieder das Aufspielen neuer Raubkopien. Dann irgendwann die Umgehung von Kopierschutzmaßnahmen, usw. An welcher Stelle wird das dann zu viel für den Dienstleister? Wo willst Du die Grenze ziehen?

Wenn der Preis deutlich unter diesen liegt, was üblich ist. Wenn nicht der Lizenzweg durchgängig dokumentiert wird, sondern nur von KEYs und ESD geschrieben wird ohne nur einmal das Wort Lizenz zu erwähnen, dann ist davon auszugehen, dass da etwas im Argen ist. Sollte der ESD dann noch über eine nicht Microsoft-Quelle stammen (z.B. Google Drive), dann sollte jeder ausgebildeter ITler wissen, was los ist und kann sich schlecht rausreden.
wiso.. du bekommst vom kunden eine Iso und eine textdatei mit dem key... nicht mehr, und nicht weniger- da bist du nicht verpflichtet etwas zu hinterfragen! von mehr, hast du kein wissen, und willst es auch bestimmt nicht wissen......

In diesem konkreten Fall ist das Wissen, woher und wie aber vorhanden! Und auf einmal willst Du das auch dann bestimmt nicht mehr wissen. Weil das Wissen dann Konseqzenzen hätte?

Wieso gehst Du jetzt plötzlich davon aus, das der Kunde, der nicht mal zwischen den Lizenzen unterscheiden kann, jetzt auf einmal ISOs ziehen und bereitstellen kann. Ein Chef eines mittelständischen Unternehmens mit über 100 Angestellten, hat besseres zu tun als sich mit Downloads zu beschäftigen! Der Kunde wird vielmehr die E-Mail mit dem Key und der "Installationsanleitung" zum Download auf einem Drittserver weiterleiten und fordern: "Jetzt mach mal." Und wenn dann da etwas nicht klappt oder sich nicht aktivieren lässt? Und wenn M$ den Key dann nach einer Weile sperrt? Die Support-Frage durch M$ lasse ich mal außen vor. Der Kunde sieht hier nur den Preisunterschied von ca. 50.000 €. Was auch gerne übersehen wird, die Lizenzen sind oft nur ein Teil des Projekts. Wenn die dann aber nicht laufen, dann scheitert das gesamte Projekt. Und dann? Bis die Schuldfrage dann gerichtlich geklärt ist vergehen Jahre und jede Menge Geld wird für die Anwälte ausgegeben. Ein 100% Urteil gibt es in der BRD sowieso nur noch sehr selten.

Man muss sich nicht auf jedes Spiel einlassen.

its
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Mitglied: maretz
21.11.2020 um 21:54 Uhr
Mal ganz ehrlich - worauf soll die diskussion abzielen? Wenn der Kunde eine Lizenz hat /glaubt zu haben und dem Dienstlister eine gültige Lizenznumemr gibt, warum soll der dann ein Problem bekommen wenn der das installiert? Der kann sich ja idR nich mal überzeugen weil der den Kauf gar nich prüfen kann... Das wäre also ähnlich wie wenn ich nen Auto verkaufe aber verantwortlich bin wenn damit dann nen Verbrechen passiert.

Und welcher Kunde würde jetzt dem Dienstleister die Rechnungen usw. zeigen und dem ggf. sogar noch zeigen bei welchen Dienstleistern man sich sonst noch umguckt? Richtig - keiner... Und der Dienstleister muss auch nicht wissen ob man irgendwelche Rabattprogramme bekommen hat, ob man ggf. mit anderen Firmen zusammen (legal) ne Gemeinschaft gebildet hat oder ob man die irgendwo illegal geladen hat, den braucht nur zu interessieren das der ne gültige Serien-Nummer hat und das der Datenträger (was ja eben ne ISO als download sein kann) auch legal is. Erst wenn der Kunde da sagt das die Seriennummer doch bitte irgendwo bei einem der üblichen Portale für illegale Kopien runtergeladen werden soll müsste der DL da misstrauisch werden.

Mal ernsthaft - wie soll das sonst klappen? Es gibt ja nicht wenig Firmen da werden die Lizenzen irgendwo zentral beschafft - da bekomen die Zweigstellen nich mal die Rechnungen zu sehen. Genauso wie ich bei einigen SW-Lizenzen auf meinem Rechner auch nich weiss ob die wirklich legal sind. Ich habe die von der Firma bekommen und ich gehe davon aus das die Lizenz wirklich da ist, eine Rechnung o.ä habe ich aber dafür eben auch nie gesehen... Da halte ich die Diskussion das der DL verantwortlich ist doch für eher theoretisch... Ok, wenn der kunde damit prahlt das der die eben irgendwo illegal gezogen hat dann ja, aber so wie hier wenn der nur sagt der hat die günstig bekommen? Na und? Da kann es genug Gründe für geben die trotzdem legal sind...
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Mitglied: Vision2015
21.11.2020 um 21:57 Uhr
moin...
in diesem konkreten Fall ist das Wissen, woher und wie aber vorhanden!
was noch zu beweisen wäre....
Und auf einmal willst Du das auch dann bestimmt nicht mehr wissen. Weil das Wissen dann Konseqzenzen hätte?
ich will sowiso nie etwas wissen.... da muss mir erst einmal jemand das gegenteil beweisen...

Wieso gehst Du jetzt plötzlich davon aus, das der Kunde, der nicht mal zwischen den Lizenzen unterscheiden kann, jetzt auf einmal ISOs ziehen und bereitstellen kann.
was bringt dich zu der annahme, das der kunde das nicht unterscheiden kann? und wiso soll er keine Iso downloden können?
zudem kann das ja auch, jemand für ihn erledigt haben... was soll der dienstleister als erstes tun, fingerabdrücke nehmen?
das ist doch alles spekulation...
Ein Chef eines mittelständischen Unternehmens mit über 100 Angestellten, hat besseres zu tun als sich mit Downloads zu beschäftigen!
sagt wer? du wirst es nicht glauben, es mag leute geben, mit über 200 mitarbeitern, die wissen was ein download ist...
spekulation.... mehr nicht
Der Kunde wird vielmehr die E-Mail mit dem Key und der "Installationsanleitung" zum Download auf einem Drittserver weiterleiten und fordern: "Jetzt mach mal."
auch reine spekulation... nur beweisen kann das keiner!
Und wenn dann da etwas nicht klappt oder sich nicht aktivieren lässt? Und wenn M$ den Key dann nach einer Weile sperrt?
dann sagst du dem Kunden... jo.. sein Problem! wo ist das Problem? erstellst du eben ein Angebot über ordentliche Lizensiete Software, und gut ist..
was denkst du, was er dir kann...
Die Support-Frage durch M$ lasse ich mal außen vor.
richtig....dauert eh zu lang....
Der Kunde sieht hier nur den Preisunterschied von ca. 50.000 €. Was auch gerne übersehen wird, die Lizenzen sind oft nur ein Teil des Projekts. Wenn die dann aber nicht laufen, dann scheitert das gesamte Projekt. Und dann?
hat der Kunde Pech... er hat die software vorgegeben und selber gekauft. bei mir würde der kunde gegen eine wand rennen...
Bis die Schuldfrage dann gerichtlich geklärt ist vergehen Jahre und jede Menge Geld wird für die Anwälte ausgegeben.
jo..
Ein 100% Urteil gibt es in der BRD sowieso nur noch sehr selten.
das stimmt wohl... ist aber nicht immer das schlechteste, kommt auf die seite an

Man muss sich nicht auf jedes Spiel einlassen.
das stimmt wohl

Frank
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Mitglied: Vision2015
21.11.2020 um 22:00 Uhr
Zitat von maretz:

Mal ganz ehrlich - worauf soll die diskussion abzielen? Wenn der Kunde eine Lizenz hat /glaubt zu haben und dem Dienstlister eine gültige Lizenznumemr gibt, warum soll der dann ein Problem bekommen wenn der das installiert? Der kann sich ja idR nich mal überzeugen weil der den Kauf gar nich prüfen kann... Das wäre also ähnlich wie wenn ich nen Auto verkaufe aber verantwortlich bin wenn damit dann nen Verbrechen passiert.

Und welcher Kunde würde jetzt dem Dienstleister die Rechnungen usw. zeigen und dem ggf. sogar noch zeigen bei welchen Dienstleistern man sich sonst noch umguckt? Richtig - keiner... Und der Dienstleister muss auch nicht wissen ob man irgendwelche Rabattprogramme bekommen hat, ob man ggf. mit anderen Firmen zusammen (legal) ne Gemeinschaft gebildet hat oder ob man die irgendwo illegal geladen hat, den braucht nur zu interessieren das der ne gültige Serien-Nummer hat und das der Datenträger (was ja eben ne ISO als download sein kann) auch legal is. Erst wenn der Kunde da sagt das die Seriennummer doch bitte irgendwo bei einem der üblichen Portale für illegale Kopien runtergeladen werden soll müsste der DL da misstrauisch werden.

Mal ernsthaft - wie soll das sonst klappen? Es gibt ja nicht wenig Firmen da werden die Lizenzen irgendwo zentral beschafft - da bekomen die Zweigstellen nich mal die Rechnungen zu sehen. Genauso wie ich bei einigen SW-Lizenzen auf meinem Rechner auch nich weiss ob die wirklich legal sind. Ich habe die von der Firma bekommen und ich gehe davon aus das die Lizenz wirklich da ist, eine Rechnung o.ä habe ich aber dafür eben auch nie gesehen... Da halte ich die Diskussion das der DL verantwortlich ist doch für eher theoretisch... Ok, wenn der kunde damit prahlt das der die eben irgendwo illegal gezogen hat dann ja, aber so wie hier wenn der nur sagt der hat die günstig bekommen? Na und? Da kann es genug Gründe für geben die trotzdem legal sind...

genau!

Frank
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Mitglied: IT-Spezi
21.11.2020, aktualisiert um 23:53 Uhr
Zitat von maretz:

Das wäre also ähnlich wie wenn ich nen Auto verkaufe aber verantwortlich bin wenn damit dann nen Verbrechen passiert.
Hier geht es nicht um das Verkaufen, sondern eher um das Fahren. Und Du übergibst die Schlüssel für das Auto an einen Fahrer ohne Führerschein. Wer haftet dann beim Unfall?

Und welcher Kunde würde jetzt dem Dienstleister die Rechnungen usw. zeigen und dem ggf. sogar noch zeigen bei welchen Dienstleistern man sich sonst noch umguckt? Richtig - keiner...
Nun ja, der von zer0g2224. Einige von meinen. Einige von meinen MItbewerbern...
Alles eine Frage des Vertrauens.

Mal ernsthaft - wie soll das sonst klappen? Es gibt ja nicht wenig Firmen da werden die Lizenzen irgendwo zentral beschafft - da bekomen die Zweigstellen nich mal die Rechnungen zu sehen.
Hier geht es nicht um Zweigstellen, sondern um den Dienstleister, der die installieren soll. Die sehen mehr. Und bei einer zentralen Lizenzbeschaffung mit Lizenz-Management, käme so eine Frage hier nicht auf. Die wissen dann auch, was ein MLP ist und können ihren Compliance-Status bewerten.

Schon mal Office 2019 Pro Plus installiert? Nur zur Info: Es gibt zwei Versionen bei Microsoft zum Download. Die aus dem öffentlichen Download-Bereich und die aus dem OpenLicense-Bereich. Die Office 2019 Pro Plus aus dem öffentlichen Bereich wird in Deutschland nicht vertrieben. Beim Open-Licence-Programm hat der Kunde sein eigenen Account auf den die Lizenz registriert ist. Wenn er nur einen Key erhält und es wird nichts auf seinen Lizenpool eingetragen, dann stimmt da irgend etwas nicht. Ein OpenLicense-Key kann auch nicht mit der Version aus dem öffentlichen Download-Bereich aktiviert werden. Natürlich kann der Dienstleister dann auch eine Installationsdatei aus einem anderen Kundenpool nehmen und einsetzen. Aber er weiß dann auch, dass da etwas Lizenzrechtlich falsch ist.

aber so wie hier wenn der nur sagt der hat die günstig bekommen? Na und? Da kann es genug Gründe für geben die trotzdem legal sind...

Ja, natürlich. Bei gebrauchten, wenn die für 1/5 "verschenkt" werden. Direkt 100 Stück. Sicher doch. Nur sieht man solche Angebote nicht bei den seriösen Anbietern. Erst recht nicht bei neuen Lizenzen.

its
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Mitglied: maretz
22.11.2020 um 08:52 Uhr
Zitat von IT-Spezi:

Zitat von maretz:

Das wäre also ähnlich wie wenn ich nen Auto verkaufe aber verantwortlich bin wenn damit dann nen Verbrechen passiert.
Hier geht es nicht um das Verkaufen, sondern eher um das Fahren. Und Du übergibst die Schlüssel für das Auto an einen Fahrer ohne Führerschein. Wer haftet dann beim Unfall?

Unsinniger Vergleich da ich als Eigentümer mir den Führerschein eines Fahrers zeigen lassen kann und muss... Als Dienstleister braucht der Auftraggeber mir aber sicher KEINE Rechnung zu zeigen wo er den Kram kauft - und kann es zum Teil eben auch gar nicht.



Und welcher Kunde würde jetzt dem Dienstleister die Rechnungen usw. zeigen und dem ggf. sogar noch zeigen bei welchen Dienstleistern man sich sonst noch umguckt? Richtig - keiner...
Nun ja, der von zer0g2224. Einige von meinen. Einige von meinen MItbewerbern...
Alles eine Frage des Vertrauens.

Das bedeutet die machen das weil die WOLLEN, einen Anspruch darauf hast du aber auch nicht. Du kannst natürlich dann sagen du machst den Auftrag nicht (-> freie Marktwirtschaft, auch du darfst Aufträge ablehnen). Aber wenn du es machst kann man eben nicht von dir verlangen das du alles prüfst. Was anderes ist es wenn du die Lizenzen natürlich selbst lieferst - darum gehts aber ja grad nicht.


Mal ernsthaft - wie soll das sonst klappen? Es gibt ja nicht wenig Firmen da werden die Lizenzen irgendwo zentral beschafft - da bekomen die Zweigstellen nich mal die Rechnungen zu sehen.
Hier geht es nicht um Zweigstellen, sondern um den Dienstleister, der die installieren soll. Die sehen mehr. Und bei einer zentralen Lizenzbeschaffung mit Lizenz-Management, käme so eine Frage hier nicht auf. Die wissen dann auch, was ein MLP ist und können ihren Compliance-Status bewerten.

Schon mal Office 2019 Pro Plus installiert? Nur zur Info: Es gibt zwei Versionen bei Microsoft zum Download. Die aus dem öffentlichen Download-Bereich und die aus dem OpenLicense-Bereich. Die Office 2019 Pro Plus aus dem öffentlichen Bereich wird in Deutschland nicht vertrieben. Beim Open-Licence-Programm hat der Kunde sein eigenen Account auf den die Lizenz registriert ist. Wenn er nur einen Key erhält und es wird nichts auf seinen Lizenpool eingetragen, dann stimmt da irgend etwas nicht. Ein OpenLicense-Key kann auch nicht mit der Version aus dem öffentlichen Download-Bereich aktiviert werden. Natürlich kann der Dienstleister dann auch eine Installationsdatei aus einem anderen Kundenpool nehmen und einsetzen. Aber er weiß dann auch, dass da etwas Lizenzrechtlich falsch ist.

Ja und? Du bekommst einen Lizenzkey und eine Iso zum Installieren. Selbst wenns die falsche ist und du dann feststellst das es eben die andere ist wird der Kunde im Normalfall sagen "ups, falsche runtergeladen, so what"... Du selbst weisst ja auch nicht woher er die geladen hat - ggf. ja sogar ausm grossen Torrent mit nem Key-Gen (ok, wird wohl mittlerweile nicht mehr so einfach gehen). Ggf. hat er aber ja auch nen Account da aber einzel-lizenzen gekauft... Warum sollst du dich als Dienstleister dafür interessieren wenn dein Auftrag lediglich ist "hier is die Iso, hier is der Key, jetzt 100x installieren"? DA war eben auch mein Vergleich mitm Auto drauf gerichtet - wenn ich die Kiste heute verkaufe dann frage ich den Käufer auch nicht nach nem Lebenslauf, was der damit vorhat, ob in dessen Ahnenreihe ggf. irgendwo mal nen Verbrecher war,... Ich verkaufe die Kiste und fertig - was der damit macht geht mich einfach nix an. Er KANN mir das erzählen, muss das aber nicht.


aber so wie hier wenn der nur sagt der hat die günstig bekommen? Na und? Da kann es genug Gründe für geben die trotzdem legal sind...

Ja, natürlich. Bei gebrauchten, wenn die für 1/5 "verschenkt" werden. Direkt 100 Stück. Sicher doch. Nur sieht man solche Angebote nicht bei den seriösen Anbietern. Erst recht nicht bei neuen Lizenzen.

Nun - von dem Chef der Firma nen Kumpel hat grad seinen Laden auf OpenOffice umgestellt... Der Weihnachtsmann hat nen Paket fallen lassen... Es gilt in DE immer noch ne Unschuldsvermutung, daher muss ich davon ausgehen das es legal ist bis ich das Gegenteil beweisen kann. Da man aber als Dienstleister eben ggf. die Rechnung nie sieht und auch nicht weiss wo der das gekauft hat ist der Beweis eben schwer...

Sorry, aber mal ernsthaft - wenn du so zu Kunden gehst dann frag ich mich wieviele du hast. Wie läuft bei dir nen Kundenbesuch denn ab? Nach dem Hallo sagen erst mal die polizeilichen Führungszeugnisse & sämtlichen Steuerbescheide austauschen (ggf. hat der ja an deinen Rechnungen rumgefummelt und damit nen Steuerbetrug begangen?). Danach kurz zum Stadtamt - prüfen ob der Kunde überhaupt noch Eigentümer am Gebäude ist (am besten noch vorm Betreten des Gebäudes), ggf. hat der ja eben das alles verkauft und du bist jetzt nen Einbrecher. Wenn du dann am Rechner gehst und das Admin-Passwort eintragen willst natürlich alle anderen aus dem Raum, Decke über den Rechner (falls ne Webcam da hängt) und den Rechner vorher eh noch mal Plattmachen wg. Keylogger (du wärst ja ggf. verantwortlich wenn sonst das Passwort rauskommt). Dann muss der Kunde erst mal ne komplette Buchprüfung durch dich machen lassen - damit du auch sicher sein kannst das alle Lizenzen ordnungsgemäß gekauft wurden UND natürlich auch die Lizenzdokumente vorlegen (nicht auszudenken wenn der die Windows-Lizenz ggf. sogar weiterverkauft hat und du dann auf ner illegalen Kopie was machst). Das alles nur damit du dem einmal Office installierst? Und wehe du wirst nicht an einem Tag fertig - dann geht der Spass natürlich von vorne los, ggf. hat der ja Abends noch was verkauft...
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Mitglied: Vision2015
22.11.2020 um 09:51 Uhr
Moin...

Da gibbet nix mehr hinzuzufügen ...

Frank
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Mitglied: IT-Spezi
22.11.2020 um 09:58 Uhr
Zitat von maretz:

Ja und? Du bekommst einen Lizenzkey und eine Iso zum Installieren. Selbst wenns die falsche ist und du dann feststellst das es eben die andere ist wird der Kunde im Normalfall sagen "ups, falsche runtergeladen, so what"... Du selbst weisst ja auch nicht woher er die geladen hat - ggf. ja sogar ausm grossen Torrent mit nem Key-Gen (ok, wird wohl mittlerweile nicht mehr so einfach gehen). Ggf. hat er aber ja auch nen Account da aber einzel-lizenzen gekauft... Warum sollst du dich als Dienstleister dafür interessieren wenn dein Auftrag lediglich ist "hier is die Iso, hier is der Key, jetzt 100x installieren"?

Sorry, aber mal ernsthaft - wenn du so zu Kunden gehst dann frag ich mich wieviele du hast. Wie läuft bei dir nen Kundenbesuch denn ab?

Also, wenn bei Dir so die Kundenbesuche ablaufen, dann bin ich froh, dass ich andere Kunden habe. Wenn ein Kunde mit einer ISO und Key-Gen ankommt und verlangt, dass ich das installiere, dann lehne ich den Auftrag ab.

Durch meine anderen Kunden habe ich da keinen finanziellen Druck und muss mir so etwas auch nicht antun.

Ich vermute auch nicht, dass Du Kunden hast, bei denen Du "100x" Software aus "dem grossen Trorrent" installierst. Oder doch?

its
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Mitglied: Th0mKa
22.11.2020 um 10:12 Uhr
Zitat von IT-Spezi:
Ich vermute auch nicht, dass Du Kunden hast, bei denen Du "100x" Software aus "dem grossen Trorrent" installierst. Oder doch?

Das hat er doch auch gar nicht geschrieben. Mangelndes Leseverständnis?
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Mitglied: Vision2015
22.11.2020 um 10:20 Uhr
Moin...
Zitat von IT-Spezi:

Zitat von maretz:

Ja und? Du bekommst einen Lizenzkey und eine Iso zum Installieren. Selbst wenns die falsche ist und du dann feststellst das es eben die andere ist wird der Kunde im Normalfall sagen "ups, falsche runtergeladen, so what"... Du selbst weisst ja auch nicht woher er die geladen hat - ggf. ja sogar ausm grossen Torrent mit nem Key-Gen (ok, wird wohl mittlerweile nicht mehr so einfach gehen). Ggf. hat er aber ja auch nen Account da aber einzel-lizenzen gekauft... Warum sollst du dich als Dienstleister dafür interessieren wenn dein Auftrag lediglich ist "hier is die Iso, hier is der Key, jetzt 100x installieren"?

Sorry, aber mal ernsthaft - wenn du so zu Kunden gehst dann frag ich mich wieviele du hast. Wie läuft bei dir nen Kundenbesuch denn ab?

Also, wenn bei Dir so die Kundenbesuche ablaufen, dann bin ich froh, dass ich andere Kunden habe. Wenn ein Kunde mit einer ISO und Key-Gen ankommt und verlangt, dass ich das installiere, dann lehne ich den Auftrag ab.
ist ja auch dein gutes recht....

Durch meine anderen Kunden habe ich da keinen finanziellen Druck und muss mir so etwas auch nicht antun.
denkst du, wir haben deswegen "finanziellen Druck" sorry, das ist echt lächerlich

Ich vermute auch nicht, dass Du Kunden hast, bei denen Du "100x" Software aus "dem grossen Trorrent" installierst. Oder doch?
hm... und wie und woran soll ich das genau erkennen? ich habe keine verpflichtung, das zu überprüfen... und will das auch nicht!
und es gilt in DE immer noch eine unschuldsvermutung...

es ist ja ok, das du eine andere meinung hast, und dabei sollten wir es belassen!

its
Frank
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Mitglied: IT-Spezi
22.11.2020 um 11:22 Uhr
Zitat von Vision2015:

Moin...
Zitat von IT-Spezi:

Durch meine anderen Kunden habe ich da keinen finanziellen Druck und muss mir so etwas auch nicht antun.
denkst du, wir haben deswegen "finanziellen Druck" sorry, das ist echt lächerlich

Installierst Du so eine Software aus Überzeugung? Umsonst? Oder weil Du Geld für Deine Dientsleistung erhälst?

Ich vermute auch nicht, dass Du Kunden hast, bei denen Du "100x" Software aus "dem grossen Torrent" installierst. Oder doch?
hm... und wie und woran soll ich das genau erkennen? ich habe keine verpflichtung, das zu überprüfen... und will das auch nicht!
und es gilt in DE immer noch eine unschuldsvermutung...

Das war doch eine Unschuldsvermutung! Mangels Leseverständnis möchte ich darauf Hinweisen, dass das Torrent-Beispiel nur von mir zitiert wurde. Und wer Office-Installationsmedien "aus dem Torrent" in Netzwerken mit über 100 Usern verwendet, der sollte lieber mal darüber nachdenken, ob das wirklich "professionell" ist.

Wie jeder Unternehmer, hat auch ein IT-Dienstleister eine Sorgfaltspflicht. Sie umfasst natürlich auch Prüfpflichten.
Wie professionell arbeitet der IT-Dienstleister, wenn ungeprüfte Installationsmedien eingesetzt werden?
Wie professionell arbeitet der IT-Dienstleister, wenn er den Kunden dabei "unterstützt" in eine Situation zu geraten, in der er nicht mehr compliance-konform ist?
Wie professionell arbeitet der IT-Dienstleister, wenn seinen Kunden bewusst in eine Risiko-Situation kommen läßt?

its
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Mitglied: Vision2015
22.11.2020, aktualisiert um 12:05 Uhr
moin...
Zitat von IT-Spezi:

Zitat von Vision2015:

Moin...
Zitat von IT-Spezi:

Durch meine anderen Kunden habe ich da keinen finanziellen Druck und muss mir so etwas auch nicht antun.
denkst du, wir haben deswegen "finanziellen Druck" sorry, das ist echt lächerlich

Installierst Du so eine Software aus Überzeugung? Umsonst? Oder weil Du Geld für Deine Dientsleistung erhälst?
stell dir vor, ab und an, mache ich auch mal was kostenlos... in der regel bekomme ich und meine mitarbeiter geld für eine dienstleistung!
allerdings sehe ich keinen "finanziellen Druck" allerdings schreibst du darüber...

Ich vermute auch nicht, dass Du Kunden hast, bei denen Du "100x" Software aus "dem grossen Torrent" installierst. Oder doch?
hm... und wie und woran soll ich das genau erkennen? ich habe keine verpflichtung, das zu überprüfen... und will das auch nicht!
und es gilt in DE immer noch eine unschuldsvermutung...

Das war doch eine Unschuldsvermutung! Mangels Leseverständnis möchte ich darauf Hinweisen, dass das Torrent-Beispiel nur von mir zitiert wurde. Und wer Office-Installationsmedien "aus dem Torrent" in Netzwerken mit über 100 Usern verwendet, der sollte lieber mal darüber nachdenken, ob das wirklich "professionell" ist.
.... das ist lächerlich

Wie jeder Unternehmer, hat auch ein IT-Dienstleister eine Sorgfaltspflicht. Sie umfasst natürlich auch Prüfpflichten.
und die wären deiner meinung?
warte bitte mit der antwort, ich besorge noch schnell chips und cola....
Wie professionell arbeitet der IT-Dienstleister, wenn ungeprüfte Installationsmedien eingesetzt werden?
und wie genau prüfst du diese? hattest du den auftrag diese zun überprüfen? was sagt dir eine iso über herkunft und rechtmäßigkeit?
das ist doch blödsinn, was du schreibst....

Wie professionell arbeitet der IT-Dienstleister, wenn er den Kunden dabei "unterstützt" in eine Situation zu geraten, in der er nicht mehr compliance-konform ist?
sorry, was war genau der auftrag des Kunden? was du schreibst, ist echt weltfremd!

Wie professionell arbeitet der IT-Dienstleister, wenn seinen Kunden bewusst in eine Risiko-Situation kommen läßt?
sorry, was war genau der auftrag des kunden? richtig, die software XY zu installierern... nicht mehr, und nicht weniger!

jetzt schreibst du über mangelnde professionalität, eben war es noch angeblich strafbar.... sorry, so kannst du keinen blumentopf gewinnen.




its
Frank
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Mitglied: StefanKittel
22.11.2020 um 12:32 Uhr
Moin,

ich sehen das so:

Wenn mich ein Kunde beauftragt eine Software zu installieren ist das genau das.
Ich bin kein Jurist und nicht verpflichtet zu prüfen ob die Software legitim ist.
Das dürfte in den meisten Fällen (muss ja nicht Office sein) mir schlicht nicht möglich sein.

Aber
Wir sind verpflichtet den Kunden vor Schaden nach besten Wissen und Gewissen zu betreuen und zu beraten.
Wenn er mir also eine selbstgebrannte DVD mit einem Key der per Edding draufgeschrieben ist gibt, weise ich zumindest daraufhin.
Kann ja aber trotzdem legal sein. Zur Sicherheit kann man sich das auch schriftlich geben lassen.

Wenn ich eine Tätigkeit nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann/möchte, lehne ich einen Auftrag schlicht ab.

Stefan
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Mitglied: maretz
22.11.2020 um 12:34 Uhr
Zitat von IT-Spezi:

Zitat von maretz:

Ja und? Du bekommst einen Lizenzkey und eine Iso zum Installieren. Selbst wenns die falsche ist und du dann feststellst das es eben die andere ist wird der Kunde im Normalfall sagen "ups, falsche runtergeladen, so what"... Du selbst weisst ja auch nicht woher er die geladen hat - ggf. ja sogar ausm grossen Torrent mit nem Key-Gen (ok, wird wohl mittlerweile nicht mehr so einfach gehen). Ggf. hat er aber ja auch nen Account da aber einzel-lizenzen gekauft... Warum sollst du dich als Dienstleister dafür interessieren wenn dein Auftrag lediglich ist "hier is die Iso, hier is der Key, jetzt 100x installieren"?

Sorry, aber mal ernsthaft - wenn du so zu Kunden gehst dann frag ich mich wieviele du hast. Wie läuft bei dir nen Kundenbesuch denn ab?

Also, wenn bei Dir so die Kundenbesuche ablaufen, dann bin ich froh, dass ich andere Kunden habe. Wenn ein Kunde mit einer ISO und Key-Gen ankommt und verlangt, dass ich das installiere, dann lehne ich den Auftrag ab.

Durch meine anderen Kunden habe ich da keinen finanziellen Druck und muss mir so etwas auch nicht antun.

Ich vermute auch nicht, dass Du Kunden hast, bei denen Du "100x" Software aus "dem grossen Trorrent" installierst. Oder doch?

its

Nein - wenn du das mal liest und überlegst kommst du auch drauf. Ok - erst mal habe ich keine "Kunden", aber das nur am Rande... Bei einem Kunden würde ich es auch ablehnen wenn der mir den Keygen hinlegt. Auch darum geht es ja nicht - sondern wenn der sich eben die Keys bereits erzeugt hat. Noch mal für dich: Kunde X legt ne ISO-File + einen funktionierenden Key hin und sagt "installiere bitte auf den X Computern". Dann kann es dir als Dienstleister völlig egal sein wo er den Key her hat - da du auch keine Chance hast zu prüfen ob das legal ist. Selbst wenn er dir sagt "hey, habe ich viel günstiger als bei dir bekommen" sagt das nix aus - du kannst auch das nicht nachprüfen (ggf. sagt der das auch nur um bei dir dafür zu sorgen das du bei deinen nächsten Preisen weiter runter gehst und hat in Wahrheit mehr bezahlt). Wenn du es dann aber installierst dann is es auch nicht DEIN Problem ob die Keys legal waren oder nicht - erst wenn es eben wirklich offensichtlich ist könnte es im dümmsten Fall dein Problem werden. Wenn der Kunde dir eben z.B. den Keygen hinlegt DANN ja... Aber selbst wenn der dir ne Papierliste mit 100 Keys hinlegt (ähnlich wie die TAN-Listen) musst du erst mal davon ausgehen das es legal ist und der dir die nur eben vom Lizenzaufkleber abgeschrieben hat...
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Mitglied: zer0g2224
22.11.2020, aktualisiert um 12:36 Uhr
Wow - da habe ich ja was losgetreten - Bitte seid nett zueiander, jeder hat da anscheined seine eigene Meinung (das darf jeder auch haben).

Wir sind alle IT Spezialisten und keine Rechtsanwälte - zum Glück.

Vielen Dank für eure Antworten - das hat mir schon geholfen.

Nochmal zu Hintergrund, dass mein Kunde verärgert ist. Stellt euch vor Ihr habt von einem Thema keine Ahnung und dann kommen 2 Spezialisten daher: der eine verlangt für das Produkt 80€, der andere das 7-fache. Da würde ich auch meine Zweifel haben. Verständlich - kann ja nicht für das gleiche Produkt solch krasse Unterschiede geben. 20-50%, ja gibt es.
Daher die Anspannung - und ich bin jetzt der Böse, da ich das jahrelange Vertrauen ausnutze um richtig Kohle zu machen.

Als Fazit für mich:
  • Ich möchte ein Gespräch aller Parteien, also GF, Konkurrent und ich - da lege ich das nochmals dar
  • Ich werde auf keinen Fall wissentlich (mMn) illegale Keys auf meinem System installieren - ich bin dann raus und gebe den Kunden sofort auf.
  • Anwalt habe ich kontaktiert wegen UWG - gut, wenn man solche Kunden hat - die übrigens verstehen, was Originalsoftware kostet
  • Wenn es wirklich so weit kommt, werde ich die Lizenzen direkt von MS prüfen lassen (werden gerade MS Partner)

P.S. Gibt es eigentlich eine 10er User Cal für den Exchange 2019? - Ich kenne nur die 1er Lizenz. Verdammt, da hat meine Konkurrenz schon wieder ein besseres Angebot. Die 10er kostet unter 600 netto, macht ca 60€/User... Ich muss auch zu it-nerd24.de gehen - da kann man anscheinend günstig einkaufen - ob das aber gut ist bezweifle ich... (Hier war ein wenig Ironie versteckt, nur zur Info)
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Mitglied: IT-Spezi
22.11.2020 um 12:37 Uhr
Zitat von Vision2015:

stell dir vor, ab und an, mache ich auch mal was kostenlos... in der regel bekomme ich und meine mitarbeiter geld für eine dienstleistung!

Aha...

Ich vermute auch nicht, dass Du Kunden hast, bei denen Du "100x" Software aus "dem grossen Torrent" installierst. Oder doch?
hm... und wie und woran soll ich das genau erkennen? ich habe keine verpflichtung, das zu überprüfen... und will das auch nicht!
und es gilt in DE immer noch eine unschuldsvermutung...

Das war doch eine Unschuldsvermutung! Mangels Leseverständnis möchte ich darauf Hinweisen, dass das Torrent-Beispiel nur von mir zitiert wurde. Und wer Office-Installationsmedien "aus dem Torrent" in Netzwerken mit über 100 Usern verwendet, der sollte lieber mal darüber nachdenken, ob das wirklich "professionell" ist.
.... das ist lächerlich
Wieso lächerlich? Fahre fort!

Wie jeder Unternehmer, hat auch ein IT-Dienstleister eine Sorgfaltspflicht. Sie umfasst natürlich auch Prüfpflichten.
und die wären deiner meinung?
warte bitte mit der antwort, ich besorge noch schnell chips und cola....
Frag mal Deinen Chef nach den Sorgfaltspflichten Eures Unternehmens. Am besten bei Chips und Cola.

Wie professionell arbeitet der IT-Dienstleister, wenn ungeprüfte Installationsmedien eingesetzt werden?
und wie genau prüfst du diese? hattest du den auftrag diese zun überprüfen? was sagt dir eine iso über herkunft und rechtmäßigkeit?
das ist doch blödsinn, was du schreibst....

Also bei Kunden Installationsmedien aus "vertrauenswürdigen Quellen" einzusetzen ist blödsinn? Bei MS Office solte die schon von M$ kommen.

Wie professionell arbeitet der IT-Dienstleister, wenn er den Kunden dabei "unterstützt" in eine Situation zu geraten, in der er nicht mehr compliance-konform ist?
sorry, was war genau der auftrag des Kunden? was du schreibst, ist echt weltfremd!
Siehe mal oben: "Full-Service".

Wie professionell arbeitet der IT-Dienstleister, wenn seinen Kunden bewusst in eine Risiko-Situation kommen läßt?
sorry, was war genau der auftrag des kunden? richtig, die software XY zu installierern... nicht mehr, und nicht weniger!

Der Aufttrag des Kunden war, den Preis für Office auf Ramschniveau zu drücken. 100x Office Professional Plus aus einer dubiosen Quelle zu installieren. "Nichts Open License o.ä."

jetzt schreibst du über mangelnde professionalität, eben war es noch angeblich strafbar.... sorry, so kannst du keinen blumentopf gewinnen.

Weil ich davon vorher schon geschrieben habe? Soll ich mich nochmals wiederholen?
Wieso glaubst Du das § 27 StGB, § 28 StGB, § 106 UrhG und § 108 UrhG hier nicht greifen?
Chips und Cola liegen bereit.

its
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Mitglied: certifiedit.net
22.11.2020 um 12:46 Uhr
Frag mal Deinen Chef nach den Sorgfaltspflichten Eures Unternehmens. Am besten bei Chips und Cola.

Er ist Chef Aber seit ein paar Krankheiten nimmt er das alles nicht mehr so genau.
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Mitglied: certifiedit.net
22.11.2020, aktualisiert um 12:51 Uhr
Als Fazit für mich:
Ich möchte ein Gespräch aller Parteien, also GF, Konkurrent und ich - da lege ich das nochmals dar

kannst du wollen, aber warum sollte man als Konkurrent sich die Zeit nehmen, dafür, dass man schlecht gemacht wird wegen eines billigen Angebots.

Ich werde auf keinen Fall wissentlich (mMn) illegale Keys auf meinem System installieren - ich bin dann raus und gebe den Kunden sofort auf.

dann hast du doch eine klare Position, wobei ich vorsichtig wäre mit illegalen Keys - sonst hast du bald ein ganz anderes Problem, üble Nachrede(!). Kann ja auch sein, dass der andere einfach was "zu verschenken" hat. Ich kenne da einige Unternehmen, die das gefühlt so handhaben.

Anwalt habe ich kontaktiert wegen UWG - gut, wenn man solche Kunden hat - die übrigens verstehen, was Originalsoftware kostet

Siehe Statement "illegal"-Nennung.

Wenn es wirklich so weit kommt, werde ich die Lizenzen direkt von MS prüfen lassen (werden gerade MS Partner)

Wie nun, du bist raus und wirst es dann prüfen lassen? Und versprich dir von einer MS-Partnerschaft mal nicht zu viel

Zum Rest, klar ist der Kunde verärgert, da kannst du nur aufklären. Wenn der Kunde das nicht will fehlt sowieso das vertrauen und dann ist es für dich auch besser dich langsam rar zu machen. Kostet am Ende nur unnötig Zeit und Nerven, das haben die guten Kunden nicht verdient.
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Mitglied: certifiedit.net
22.11.2020 um 12:55 Uhr
Ich denke, das Thema hier generell ist viel zu nuanciert. Z.T hat Frank Recht, als Dienstleister hat man keine Investigativpflicht, auf der anderen Seite hat man - da muss man IT-Spezi Recht geben - eine Sorgfaltspflicht. Da würde ich mal auf das immer nett genannte Bauchgefühl zu sprechen kommen, kommt es mir spanisch vor, frag ich den Kunden, bei unguter Antwort sollte man Ihm ins Gewissen Reden bzw sich auch selbst absichern. Mit der stoischen Haltung, die Frank einnimmt - (will) nix hören, sehen, wissen, daraus folgend sagen...fährt man wohl vielleicht vordergründig entspannt, aber ob das gut geht. Kann natürlich auch ner gewissen Art Abgedroschenheit folgen, weils Ihn schonmal gesundheitlich so zerschossen hat, dass Ihm die Verfolgung mittlerweile egal wurde.
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Mitglied: zer0g2224
22.11.2020 um 13:12 Uhr
Zitat von certifiedit.net:

Als Fazit für mich:
Ich möchte ein Gespräch aller Parteien, also GF, Konkurrent und ich - da lege ich das nochmals dar

kannst du wollen, aber warum sollte man als Konkurrent sich die Zeit nehmen, dafür, dass man schlecht gemacht wird wegen eines billigen Angebots.

Anscheinend ist das aber schon zugesagt worden - evtl möchte er es ja erklären, da seine Keys ja angeblich auch von Ingram kommen -> Academic
Ich werde auf keinen Fall wissentlich (mMn) illegale Keys auf meinem System installieren - ich bin dann raus und gebe den Kunden sofort auf.

dann hast du doch eine klare Position, wobei ich vorsichtig wäre mit illegalen Keys - sonst hast du bald ein ganz anderes Problem, üble Nachrede(!). Kann ja auch sein, dass der andere einfach was "zu verschenken" hat. Ich kenne da einige Unternehmen, die das gefühlt so handhaben.

Da hast du vollkommen Recht - deswegen spreche ich auch von Keys, welche aus der Hö..., äh Grauzone kommen

Von MS verspreche ich mir auch nicht soviel - da hast du Recht, im Nachgang geht das nicht mehr - nur noch durch "hinhängen" - das mache ich aber nicht!
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Mitglied: maretz
22.11.2020 um 13:15 Uhr
Zitat von zer0g2224:

Als Fazit für mich:
  • Ich möchte ein Gespräch aller Parteien, also GF, Konkurrent und ich - da lege ich das nochmals dar
  • Ich werde auf keinen Fall wissentlich (mMn) illegale Keys auf meinem System installieren - ich bin dann raus und gebe den Kunden sofort auf.
  • Anwalt habe ich kontaktiert wegen UWG - gut, wenn man solche Kunden hat - die übrigens verstehen, was Originalsoftware kostet
  • Wenn es wirklich so weit kommt, werde ich die Lizenzen direkt von MS prüfen lassen (werden gerade MS Partner)

P.S. Gibt es eigentlich eine 10er User Cal für den Exchange 2019? - Ich kenne nur die 1er Lizenz. Verdammt, da hat meine Konkurrenz schon wieder ein besseres Angebot. Die 10er kostet unter 600 netto, macht ca 60€/User... Ich muss auch zu it-nerd24.de gehen - da kann man anscheinend günstig einkaufen - ob das aber gut ist bezweifle ich... (Hier war ein wenig Ironie versteckt, nur zur Info)

Ich denke mal den Kunden bist du doch dann eh bereits los. Wenn die Keys illegal waren und der Kunde ärger hat wird er sicher nich erfreut zu dir kommen... Wenn nicht dann wird der auch nich erfreut zu dir kommen wenn rein zufällig jetzt nen Thema mit den Lizenzen auftritt.

Sorry, für mich hört sich das grad eher nach etwas beledigtem Trotz an - was in dem Umfeld sicher immer gut kommt. Ich weiss ja nicht ob du die "Firmen-Mutti" für den Laden bist - wenn nicht dann kannst du halt deine Zweifel über die legalität äussern aber mehr auch nich. Entweder installierst du dann oder du lässt es einfach bleiben und der Kunde gibt den Auftrag auch woanders hin.

Dein erster Denkfehler ist bereits "nicht auf meinem System" -> es ist nicht DEIN System, es ist immer noch das System des Kunden. Du verwaltest es nur für den und wirst genau dafür bezahlt. Und wenn der morgen sagt "übergib das an den Dienstleister X" dann wirst du ja auch nicht sagen können "mach ich nich", sondern übergibst eben die Passwörter und fertig.

Ob du die Preise bei anderen bezweifelst oder nicht spielt dabei auch keine Rolle. Du darfst ja gerne zweifeln - aber sowas nennt sich "freie Marktwirtschaft". Hier muss eben jeder selbst entscheiden ob er so ein Angebot annimmt oder nicht - und ob der KÄUFER (-> nicht der bockige Dienstleister) das Risiko tragen will das die ggf. dann doch nicht gehen...
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Mitglied: Vision2015
22.11.2020 um 13:19 Uhr
moin...
Zitat von IT-Spezi:

Zitat von Vision2015:

stell dir vor, ab und an, mache ich auch mal was kostenlos... in der regel bekomme ich und meine mitarbeiter geld für eine dienstleistung!

Aha...

Ich vermute auch nicht, dass Du Kunden hast, bei denen Du "100x" Software aus "dem grossen Torrent" installierst. Oder doch?
hm... und wie und woran soll ich das genau erkennen? ich habe keine verpflichtung, das zu überprüfen... und will das auch nicht!
und es gilt in DE immer noch eine unschuldsvermutung...

Das war doch eine Unschuldsvermutung! Mangels Leseverständnis möchte ich darauf Hinweisen, dass das Torrent-Beispiel nur von mir zitiert wurde. Und wer Office-Installationsmedien "aus dem Torrent" in Netzwerken mit über 100 Usern verwendet, der sollte lieber mal darüber nachdenken, ob das wirklich "professionell" ist.
.... das ist lächerlich
Wieso lächerlich? Fahre fort!

Wie jeder Unternehmer, hat auch ein IT-Dienstleister eine Sorgfaltspflicht. Sie umfasst natürlich auch Prüfpflichten.
und die wären deiner meinung?
warte bitte mit der antwort, ich besorge noch schnell chips und cola....
Frag mal Deinen Chef nach den Sorgfaltspflichten Eures Unternehmens. Am besten bei Chips und Cola.
dann stelle ich mal vor den spiegel...

Wie professionell arbeitet der IT-Dienstleister, wenn ungeprüfte Installationsmedien eingesetzt werden?
und wie genau prüfst du diese? hattest du den auftrag diese zun überprüfen? was sagt dir eine iso über herkunft und rechtmäßigkeit?
das ist doch blödsinn, was du schreibst....

Also bei Kunden Installationsmedien aus "vertrauenswürdigen Quellen" einzusetzen ist blödsinn? Bei MS Office solte die schon von M$ kommen.
und wie willst du das festellen, das es nicht so ist?
noch mal zum mitlesen, du hast den auftrag bekommen, die software XY zu installieren... mehr nicht!

Wie professionell arbeitet der IT-Dienstleister, wenn er den Kunden dabei "unterstützt" in eine Situation zu geraten, in der er nicht mehr compliance-konform ist?
sorry, was war genau der auftrag des Kunden? was du schreibst, ist echt weltfremd!
Siehe mal oben: "Full-Service".
du willst full service anbieten? bist du mit dem prüfen fertig bist, sind wir mit dem auftrag schon fertig!

Wie professionell arbeitet der IT-Dienstleister, wenn seinen Kunden bewusst in eine Risiko-Situation kommen läßt?
sorry, was war genau der auftrag des kunden? richtig, die software XY zu installierern... nicht mehr, und nicht weniger!

Der Aufttrag des Kunden war, den Preis für Office auf Ramschniveau zu drücken. 100x Office Professional Plus aus einer dubiosen Quelle zu installieren. "Nichts Open License o.ä."
wie kommst du darauf?
du hast weder den auftrag was zu verkaufen, oder preise zu drücken, sondern die software XY zu installieren... nicht mehr, und nicht weniger!
ich denke, du verstehst das nicht!

jetzt schreibst du über mangelnde professionalität, eben war es noch angeblich strafbar.... sorry, so kannst du keinen blumentopf gewinnen.

Weil ich davon vorher schon geschrieben habe? Soll ich mich nochmals wiederholen?
nein... weil es blödsinn ist, es hat mit der eigentlichen sache nix zu tun!
Wieso glaubst Du das § 27 StGB, § 28 StGB, § 106 UrhG und § 108 UrhG hier nicht greifen?
Chips und Cola liegen bereit.
weil du den auftrag nicht verstanden hast.... du sollst software XY installieren, nicht mehr, und nicht weniger!
dein auftrag ist es nicht zu überprüfen wo der kunde die SW eingekauft hat etc...
und nein, es ist nicht strafbar, software im auftrag des kunden zu installieren- und selbst wenn die orginal software geklaut wurde, oder irgendwo im Internet als download angeboten wurde, wenn du davon keine kenntnis hast, bist du aus der nummer raus...
alleine den nachweis zu erbringen, das du das hättest wissen müssen / können wird schon schwer bis unmöglich sein...

its
Frank
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Mitglied: StefanKittel
22.11.2020 um 13:25 Uhr
Kurzer Nachtrag: Man kann nicht Alle retten. Wer nicht will, will nicht.
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Mitglied: certifiedit.net
22.11.2020 um 13:27 Uhr
na ist der Auftrag denn nun schon durch oder wie da der Stand?

Wir kennen weder den Kunden noch die Preise, nur signifikant günstiger. Und ja theoretisch kann der Key von Ingram kommen, dann aber wiederverkauft werden - Ich verweise auf das Dilemma des "Used" Keys - kein "Gebrauchsverlust".

Du hast von illegalen Keys geredet, das weisst du derzeit nicht. Auf der anderen Seite ist der Markt auch 'am arsch', das was vor 20 Jahren mal an Marge drin war ist jetzt umgekehrt und wenn ich manchmal seh, was manche superduperplatinumpremiumpro Partner für EK erhalten, braucht man in manche Produktkategorien gar nicht einsteigen, da man - dort kaufend - plus marge besser ist als beim direkten Channel.

Jup, von MS brauchst du wirklich nicht viel erwarten, andererseits bewegst auch du dich da in einer Grauzone - sollten die Lizenzen nicht illegal sein, andererseits, wenn du nach aktiver Umsetzung den Anbieter anschwärzen ist der Kunde auch mit dran - wird danach vermutlich nicht mehr deiner sein. Denke das aufklärende Gespräch hast du dem Kunden schon abgerungen und es war nicht wie erwünscht produktiv?
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Mitglied: certifiedit.net
22.11.2020, aktualisiert um 13:31 Uhr
du hast weder den auftrag was zu verkaufen, oder preise zu drücken, sondern die software XY zu installieren... nicht mehr, und nicht weniger!

Nein, er hat bisher - nach dem, wie ich es herauslese - gar nichts bekommen, außer ein Rüfel, weil er zu teuer sein soll. Das soll vorkommen.

weil du den auftrag nicht verstanden hast.... du sollst software XY installieren, nicht mehr, und nicht weniger!

Wenn es das Setup ist, dass ich meine (Dauerhafte IT-Administration/Betreuung) kann der Auftrag aber auch heissen "Prüfe ob dieses oder jenes für uns I.O ist" - vielleicht nicht festgeschrieben aber ableitbar und in dem Fall sieht es schon wieder anders aus. Manchmal hab ich das Gefühl, du stellst dich in dem Kontext etwas doof - habt Ihr keine IT-Verträge mit den Kunden?
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Mitglied: Vision2015
22.11.2020 um 14:02 Uhr
moin..

Zitat von certifiedit.net:

Ich denke, das Thema hier generell ist viel zu nuanciert. Z.T hat Frank Recht, als Dienstleister hat man keine Investigativpflicht, auf der anderen Seite hat man - da muss man IT-Spezi Recht geben - eine Sorgfaltspflicht.
natürlich hat man als Dienstleister eine Sorgfaltspflicht, und das ist auch gut so, und wichtig!
bevor mir allerdings jemand an den karren pinkelt, weiß ich von nix.... das gegenteil will bewiesen werden!

Da würde ich mal auf das immer nett genannte Bauchgefühl zu sprechen kommen, kommt es mir spanisch vor, frag ich den Kunden, bei unguter Antwort sollte man Ihm ins Gewissen Reden bzw sich auch selbst absichern. Mit der stoischen Haltung, die Frank einnimmt - (will) nix hören, sehen, wissen, daraus folgend sagen...fährt man wohl vielleicht vordergründig entspannt, aber ob das gut geht. Kann natürlich auch ner gewissen Art Abgedroschenheit folgen, weils Ihn schonmal gesundheitlich so zerschossen hat, dass Ihm die Verfolgung mittlerweile egal wurde.
das hat nix mit meiner gesundheit zu tun, ich weiß, dein lieblingsthema, mit abgedroschenheit ja klar, da stehe ich auch zu! es geht hier nicht mal um laufende geschäftspraktiken, sondern was passiert im falle von.... und im falle von, habe ich eben von nix eine ahnung! beweise mal das gegenteil!
es kommt ja auch darauf an, wie ihr eure auftrage, auftragsbestätigungen, arbeitsberichte und rechnungen inhaltlich schreibt. das alleine hat schon rechtliche relevanz...
über meine gesundheitliche verfassung zu sinnieren, steht dir nicht zu, sei versichert, meine fachliche und geschäftliche kompetenz (und die meiner mitarbeiter natürlich) hat nicht gelitten, diese ist gut genug, um zu expandieren (auch in covid 19 zeiten)... ohne in foren um kunden zu werben zu müssen...

Frank
Bitte warten ..
Mitglied: Vision2015
22.11.2020 um 14:28 Uhr
moin...
Zitat von certifiedit.net:

du hast weder den auftrag was zu verkaufen, oder preise zu drücken, sondern die software XY zu installieren... nicht mehr, und nicht weniger!

Nein, er hat bisher - nach dem, wie ich es herauslese - gar nichts bekommen, außer ein Rüfel, weil er zu teuer sein soll. Das soll vorkommen.
mit dem To hat das nix zu tun, es geht alleine um die rechtliche relevanz, also einen fiktiven Auftrag, die software XY zu installieren...

weil du den auftrag nicht verstanden hast.... du sollst software XY installieren, nicht mehr, und nicht weniger!

Wenn es das Setup ist, dass ich meine (Dauerhafte IT-Administration/Betreuung) kann der Auftrag aber auch heissen "Prüfe ob dieses oder jenes für uns I.O ist" - vielleicht nicht festgeschrieben aber ableitbar und in dem Fall sieht es schon wieder anders aus. Manchmal hab ich das Gefühl, du stellst dich in dem Kontext etwas doof - habt Ihr keine IT-Verträge mit den Kunden?
du hast natürlich recht, wenn der auftrag so ausgelegt ist, hast du meine 100% zustimmung.
bei unseren vertrags kunden würde diese frage so auch nicht aufkommen...

es geht doch um die eigentliche aussage, das eine software installation einen straftatbestand erfüllt, bzw. erfüllen kann!
und das ein dienstleister eine prüfungspflicht hat, und da sage ich ganz klar nein!
mal abgesehen von ethik und geschäftsgebaren, wenn du daraus einen auftrag machst, in dem steht, installation von software XY im kundenauftrag, wer will dir was? vor gericht sagst du brav aus, das du das setup erstellt hast, und natürlich davon ausgegangen bist, das die software ordentlich lizensiert ist... jegliches wissen darüber, ob oder nicht, muss dir nachgewiesen werden! und das wird unmöglich....
es kommt darauf an, was du daraus machst.....
wie gesagt, mal abgesehen von ethik und geschäftsgebaren...

Frank
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Mitglied: zer0g2224
22.11.2020 um 14:30 Uhr
Zitat von certifiedit.net:

na ist der Auftrag denn nun schon durch oder wie da der Stand?

Nein, es steht noch die Entscheidung aus.

1. Ich kaufe nur über die offizielle Distribution ein - Meine Marge ist klein - ich verdiene an der Dienstleistung
2. Von "illegalen" Lizenzen spricht man schnell und gerne - hier hab' ich mich auch dazu hinreißen lassen - im Geschäftsleben spreche ich von Graubereich / Grauzone - MS hat es hier versäumt Ordnung reinzubringen - wir müssen es ausbaden.
3. @maretz - natürlich war ich erst sauer, wenn mal als "Abzocker" dargestellt wird. Das hat sich aber schon gelegt - aus Trotz mache ich das nicht - einer mag es Prinzipien nennen, der andere.. halt anders. Ich wollte hier nur eure Meinung dazu haben - keine Urteile.
4. Ebenso sehe ich das schon als "mein" System an - ich habe es geplant, ich habe dafür Zeit investiert - klar, der Kunde hat gezahlt. Dafür stürzt "mein" System ab, wenn MS wieder Updates "vergeigt" - und die MA können nicht arbeiten, da "mein" System wieder längere Updates fährt (vgl. Windows Server 2016 Bug) - Ja, dafür bekomme ich Geld - deswegen will ich aber nicht streiten, wer der billigste ist.
5. Natürlich gebe ich "mein" System ab, wenn der Auftraggeber es will - dann kann der Neue über "mein" System schimpfen
6. Ich möchte meinem Kunden helfen, die richtige Entscheidung zu treffen - kommt ein Konkurrent und ist um 5% günstiger als ich - dann bekommt der den Zuschlag und es ist für mich kein Problem. Einmal gewinnt man, einmal verliert man - so ist das Leben.

Als Fazit: ich will erst mit meinem Kunden reden und evtl. sachlich diskutieren - wollte mir hier eure Meinungen anhören. Letztendlich muss die GF entscheiden - ich muss mich dem Willen beugen und ziehe dann daraus meine Schlussfolgerungen. Das ergibt sich alles - das soll euch aber nicht mehr belasten
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Mitglied: certifiedit.net
22.11.2020 um 14:45 Uhr
natürlich hat man als Dienstleister eine Sorgfaltspflicht, und das ist auch gut so, und wichtig!

eben und darum geht's doch im Kern.

das hat nix mit meiner gesundheit zu tun, ich weiß, dein lieblingsthema, mit abgedroschenheit ja klar, da stehe ich auch zu! es geht hier nicht mal um laufende geschäftspraktiken, sondern was passiert im falle von.... und im falle von, habe ich eben von nix eine ahnung! beweise mal das gegenteil!

Nunja, ich vermute, dass dein Krankheitsverlauf nicht spurlos an dir vorbei ging. Das kann auch zu der Art des Umgangs damit führen, vielleicht auch aus Selbstschutz. Ich betone es immer wieder und auch hier gerne:
1. Wer als IT-Dienstleister in Covid nicht expandiert..nunja..
2. Ich hab es ebenfalls nicht nötig in Foren um Kunden zu werben, für mich ist das Anbieten eher eine Hilfestellung zur Win-Win, denn egal wie weit im Forum geholfen wird, es bleibt immer ein grauer Bereich, der nicht ausgeleuchtet ist. Sieht man schon an dieser banalen Diskussion. Daher: Müssen, nein. Können, ja. Unterstützen und Aufbauen wollen: ja! unbedingt! Wir treten generell für eine bessere IT-Infrastruktur im gesamten Deutschen/mitteleuropäischen Mittelstand ein.

Nunja, je nach dem, wie die Aussage/Haltung steht darf ich natürlich über etwas sinnieren, was ggf. zu einer Haltung führt. So, wie du eben sinnierst, dass ich Kunden werben 'muss' obwohl mein Engagement ein "wollen" ist - unterstützen wollen - Win-Win. Sorry
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Mitglied: certifiedit.net
22.11.2020 um 14:46 Uhr
es geht doch um die eigentliche aussage, das eine software installation einen straftatbestand erfüllt, bzw. erfüllen kann!

Nein, es geht darum, Software von der anzunehmen ist, dass Sie illegal ist, weil man gegen Sie eine Ausschreibung verloren hat und darüber hinaus als Abzocker hingestellt wurde. Das sieht dann schon anders aus, findest du nicht?
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Mitglied: certifiedit.net
22.11.2020 um 14:47 Uhr
Als Fazit: ich will erst mit meinem Kunden reden und evtl. sachlich diskutieren - wollte mir hier eure Meinungen anhören. Letztendlich muss die GF entscheiden - ich muss mich dem Willen beugen und ziehe dann daraus meine Schlussfolgerungen. Das ergibt sich alles - das soll euch aber nicht mehr belasten

Das ist ein gutes Resumé. Denn der sitzt sowieso am Drücker.
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Mitglied: Vision2015
22.11.2020 um 15:01 Uhr
moin...
Zitat von certifiedit.net:

es geht doch um die eigentliche aussage, das eine software installation einen straftatbestand erfüllt, bzw. erfüllen kann!

Nein, es geht darum, Software von der anzunehmen ist, dass Sie illegal ist, weil man gegen Sie eine Ausschreibung verloren hat und darüber hinaus als Abzocker hingestellt wurde. Das sieht dann schon anders aus, findest du nicht?
ja... da hast du ja auch recht, aber das ist nicht das worüber ich mit dem spezi diskutiere... für den TO tut es mir leid, doof gelaufen.

es geht doch um die eigentliche aussage, das eine software installation einen straftatbestand erfüllt, bzw. erfüllen kann!
zwischen dem IT.Spezi und mir geht es nur darum... weil das nicht richtig ist!

Frank
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Mitglied: certifiedit.net
22.11.2020 um 15:10 Uhr
ich glaub eher, ich spielt nur gerne das Tänzchen auf im Sinne du "ich weiss nicht und will nix wissen" und er "aber da musst du doch drauf achten". Die Diskussion könnte man auch über Masken in der Form führen.
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Mitglied: IT-Spezi
22.11.2020 um 15:10 Uhr
Zitat von Vision2015:
bevor mir allerdings jemand an den karren pinkelt, weiß ich von nix.... das gegenteil will bewiesen werden!
Interessante Unternehmensphilosophie.

über meine gesundheitliche verfassung zu sinnieren, steht dir nicht zu, sei versichert, meine fachliche und geschäftliche kompetenz (und die meiner mitarbeiter natürlich) hat nicht gelitten, diese ist gut genug, um zu expandieren (auch in covid 19 zeiten)... ohne in foren um kunden zu werben zu müssen...

Kommt mal jetzt runter und werdet nicht persönlich! (Und das ausgerechnet von mir .)

weil du den auftrag nicht verstanden hast.... du sollst software XY installieren, nicht mehr, und nicht weniger!
Aber mal im Ernst, wo willst Du die Grenze ziehen?
Keys ohne Lizenzen?
Installation von Repros für PayTV?
Installation von Cracks "gemäß Anleitung"
Installation Keylogger?
Hacking-as-a-Service?
Einrichtung von verschlüsselten Netzwerken für Verbrecher?
Installation und Pflege von Darknet-Shops?

Glaubst Du, dass ein Kundenauftrag mit einem Freibrief gleichzusetzen ist?
Wann wird das Installieren von Software für dich problematisch?

its

P.S.:
Das Virus hat ja wohl den wenigsten Systemhäusern (noch nicht) geschadet. Home-Office, MwSt-Umstellung, etc. etc. Da gab und gibt es viel Arbeit. Das hat dann auch kaum noch etwas mit "geschäftlicher Kompetenz" zu tun. Die Lieferengpässe waren lästig. O.K. Aber Dienstleistung wurde doch genug verkauft.
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Mitglied: altmetaller
22.11.2020 um 15:19 Uhr
Hallo,

Zitat von zer0g2224:

2. Von "illegalen" Lizenzen spricht man schnell und gerne - hier hab' ich mich auch dazu hinreißen lassen - im Geschäftsleben spreche ich von Graubereich / Grauzone - MS hat es hier versäumt Ordnung reinzubringen - wir müssen es ausbaden.

Das ist eine unglaublich weise Erkenntnis - Hut ab!

Ich kann den Frust verstehen. Aber letztendlich ist es ja eine eigene Entscheidung, ob man gebrauchte Lizenzen verkauft oder nicht. Es gibt durchaus auch seriöse Quellen für so etwas (z.B. aus Insolvenzen, Firmenzusammenführungen usw.).

natürlich war ich erst sauer, wenn mal als "Abzocker" dargestellt wird.

Eigentlich könntest Du die Schultern hochziehen und sagen: "Das sind unter Umständen Lizenzen aus einer umstrittenen Quelle. Ich übernehme hierfür die Verantwortung, insofern bleibt mir gar nichts anderes übrig, als auf offizielle Vertriebskanäle zurückzugreifen".

Gruß,
Jörg
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Mitglied: maretz
22.11.2020 um 15:33 Uhr
Zitat von IT-Spezi:

Zitat von Vision2015:
bevor mir allerdings jemand an den karren pinkelt, weiß ich von nix.... das gegenteil will bewiesen werden!
Interessante Unternehmensphilosophie.

über meine gesundheitliche verfassung zu sinnieren, steht dir nicht zu, sei versichert, meine fachliche und geschäftliche kompetenz (und die meiner mitarbeiter natürlich) hat nicht gelitten, diese ist gut genug, um zu expandieren (auch in covid 19 zeiten)... ohne in foren um kunden zu werben zu müssen...

Kommt mal jetzt runter und werdet nicht persönlich! (Und das ausgerechnet von mir .)

weil du den auftrag nicht verstanden hast.... du sollst software XY installieren, nicht mehr, und nicht weniger!
Aber mal im Ernst, wo willst Du die Grenze ziehen?
Keys ohne Lizenzen?
Installation von Repros für PayTV?
Installation von Cracks "gemäß Anleitung"
Installation Keylogger?
Hacking-as-a-Service?
Einrichtung von verschlüsselten Netzwerken für Verbrecher?
Installation und Pflege von Darknet-Shops?

Glaubst Du, dass ein Kundenauftrag mit einem Freibrief gleichzusetzen ist?
Wann wird das Installieren von Software für dich problematisch?

Du wirst es kaum glauben - aber ja, auch das kann durchaus sein.... So kopiere ich bei uns in der Firma z.B. regelmässig mehr oder weniger aktuelle Filme und Musik durch die Gegend, das sind sogar ganz sicher Dateien mit nem Copyright usw. drauf (und da sind es aktuell so um 400 GB). Das kann bei dir im Laden völlig illegal sein - bei mir ist es sogar teil meines Jobs. Dabei sehe ich eben auch nicht ob wirklich für jeden Film die Lizenz gekauft wurde, ich muss mich halt drauf verlassen das dies passiert ist.

Es geht sogar noch weiter - u.a. verteile ich sogar noch TV-Kanäle bei uns. Auch das kann bei dir im Laden ggf. völlig illegal sein da du eben keine entsprechenden Lizenzen hast, bei uns ist auch das teil meines Jobs dafür zu sorgen das TV-Sender (zum Teil sogar direkt aus den USA) ausgestrahlt werden. Auch da habe ich nie die Verträge selbst gesehen, ich muss mich halt drauf verlassen das die gemacht wurden (Ausnahme: Sky - da bin ich sogar sicher da ich div. male mit dem Support zu tun hatte...).

Also gilt auch da das es völlig legal sein kann. Ich stelle die Frage mal umgekehrt - warum glaubst du dir erlauben zu dürfen zu entscheiden was der Kunde will? Was ist wenn der z.B. NMAP/Wireshark/... installiert haben will? Die Tools KANN ich nutzen um das legal zu machen - ich kann damit aber eben auch illegale Dinge machen. Wenn der Kunde jetzt also ankommt und sagt er möchte z.B. nen TV-Kanal im Office ausstrahlen - woher willst du wissen ob der die Lizenz hat? Grad bei Pay-TV viel Spass. Denn: Ok, der legt dir ne Sky-Karte hin die auch freigeschaltet ist, na und? Wie prüfst du denn jetzt SICHER ob der das auch im Netzwerk ausstrahlen darf? Und welche Lizenz hat der denn? Die Gastro-Lizenz z.B. für Kneipen? Die Hotel-Lizenz? Wieviele Endgeräte sind drin? Oder hat der etwa nur den privaten Vertrag der eben eine gewerbliche Ausstrahlung so nicht vorsieht? Was machst du wenn der sagt "konfiguriere mal den Receiver so das der die Karte nutzt" - und das Gerät dann aber z.B. nach Holland verschickt (wo die Sky-Deutschland-Karte nämlich eben wieder nicht mehr offiziell genutzt werden darf). Also - wie möchtest du als Dienstleister all diese Details prüfen und sicherstellen das es legal bleibt? Du wirst zugeben müssen das du das eher nicht kannst oder du musst vor jeder Installation erst mal nen Rechtsanwalt beauftragen (was dann aber deine Kosten so hoch bringt das du eh raus bist wg zu teuer).

Und da du es eben nicht beeinflussen kannst - wie sollst du dafür verantwortlich sein? Und nochmal - es geht nich um offentsichliche Dinge wie eben einen Crack zu nutzen bei dem nen IT-Fachmann durchaus in der Lage sein sollte das zu merken, sondern eben wenn es nicht offentsichtlich ist und du ohne genaue Vertragskenntnis gar nich beurteilen kannst ob es legal ist...
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Mitglied: Vision2015
22.11.2020 um 16:15 Uhr
Zitat von IT-Spezi:

Zitat von Vision2015:
bevor mir allerdings jemand an den karren pinkelt, weiß ich von nix.... das gegenteil will bewiesen werden!
Interessante Unternehmensphilosophie.
jo... ich habe da kein problem mit...

über meine gesundheitliche verfassung zu sinnieren, steht dir nicht zu, sei versichert, meine fachliche und geschäftliche kompetenz (und die meiner mitarbeiter natürlich) hat nicht gelitten, diese ist gut genug, um zu expandieren (auch in covid 19 zeiten)... ohne in foren um kunden zu werben zu müssen...

Kommt mal jetzt runter und werdet nicht persönlich! (Und das ausgerechnet von mir .)
ach, das nehme ich nicht persönlich... er spielt gerne auf meine 3 hirnblutungen und schlaganfall nach rupturierten aneurysma an... oder corona!
aber gut, jeder wie er kann... oder


weil du den auftrag nicht verstanden hast.... du sollst software XY installieren, nicht mehr, und nicht weniger!
Aber mal im Ernst, wo willst Du die Grenze ziehen?
Keys ohne Lizenzen?
natürlich nicht...
Installation von Repros für PayTV?
auch nicht...
Installation von Cracks "gemäß Anleitung"
auch nicht...
Installation Keylogger?
auch nicht...
Hacking-as-a-Service?
hmmmm.... das schreit nach einer diskusion
Einrichtung von verschlüsselten Netzwerken für Verbrecher?
natürlich nicht...
Installation und Pflege von Darknet-Shops?
auch nicht...

Glaubst Du, dass ein Kundenauftrag mit einem Freibrief gleichzusetzen ist?
ja... wenn ich im treu und glauben handel, und überzeugt bin, das es orginal software ist!
Wann wird das Installieren von Software für dich problematisch?
wenn ich das wissen habe, das es sich um keine orginal software handelt...


its

P.S.:
Das Virus hat ja wohl den wenigsten Systemhäusern (noch nicht) geschadet. Home-Office, MwSt-Umstellung, etc. etc. Da gab und gibt es viel Arbeit. Das hat dann auch kaum noch etwas mit "geschäftlicher Kompetenz" zu tun. Die Lieferengpässe waren lästig. O.K. Aber Dienstleistung wurde doch genug verkauft.
na ja... die MwSt-Umstellung war nicht wirklich eine freude... aber lassen wir das

Frank
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Mitglied: StefanKittel
22.11.2020 um 16:21 Uhr
Moin,

Zitat von Vision2015:
Zitat von IT-Spezi:
Aber mal im Ernst, wo willst Du die Grenze ziehen?
Keys ohne Lizenzen?
natürlich nicht...

Solange das eindeutig ist, ist es ja kein Problem.

Aber nun gibt er dir ein ausgedrucktes Zertifikat der Firma Software XYZ GmbH.
Mit Downloadlink von Microsoft, einem Key und ganz großem Aufdruck Lizenzzertifikat.
Dazu eine Darlegung wer der Lizenz ursprünglich bei MS gekauft hat und an Eides Stelle versichert sie nicht mehr zu nutzen und verkauft zu haben.
Ist das eine Lizenz?

Wo ziehst Du hier die Grenze?
lizenzgo, UCS, UsedSoft, IT-Nerd24?

Wie schon beschrieben hat MS keine Möglichkeit vorgesehen eine Lizenz auf Gültigkeit zu prüfen.
Also kann man nur schauen ob es legitim aussieht und danach handeln.

Stefan

PS: Moin Moin ist schon gesabbel
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Mitglied: IT-Spezi
22.11.2020 um 16:26 Uhr
Zitat von maretz:
Du wirst es kaum glauben - aber ja, auch das kann durchaus sein.... So kopiere ich bei uns in der Firma z.B. regelmässig mehr oder weniger aktuelle Filme und Musik durch die Gegend, das sind sogar ganz sicher Dateien mit nem Copyright usw. drauf (und da sind es aktuell so um 400 GB). Das kann bei dir im Laden völlig illegal sein - bei mir ist es sogar teil meines Jobs. Dabei sehe ich eben auch nicht ob wirklich für jeden Film die Lizenz gekauft wurde, ich muss mich halt drauf verlassen das dies passiert ist.
Was hat das mit der Installation von Software/ Office mit Keys aus dem Netz zu tun?
Daten kopieren <> Software installieren
Was ist wenn der z.B. NMAP/Wireshark/... installiert haben will?
Wireshark ist ein Sniffer. Ein Keylogger protokoliert "Tastenanschläge". (Und jetzt nicht wieder den nächsten Aufschrei, ich versuche das hier so einfach wie möglich zu beschreiben.)
Was machst du wenn der sagt "konfiguriere mal den Receiver so das der die Karte nutzt" - und das Gerät dann aber z.B. nach Holland verschickt (wo die Sky-Deutschland-Karte nämlich eben wieder nicht mehr offiziell genutzt werden darf).
Dann lehne ich den Auftrag ab und verweise auf Deine kompetenten Hände. Sollte der Fall eintreten, dann werde ich Dich hier im Forum gerne anschreiben und Dir die Kundenanfrage weiterleiten. Du hast ja gute Kontakte zu Sky und weißt ja ganz genau, wann das für Holland genutzt und weitergeleitet werden darf.
Und nochmal - es geht nich um offentsichliche Dinge wie eben einen Crack zu nutzen bei dem nen IT-Fachmann durchaus in der Lage sein sollte das zu merken, sondern eben wenn es nicht offentsichtlich ist und du ohne genaue Vertragskenntnis gar nich beurteilen kannst ob es legal ist...
Dinge, wie das Organisieren, Verwalten von M$ Lizenzen gehört aber für viele Systemhäuser zum Tagesgeschäft. Deshalb die Frage.
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Mitglied: IT-Spezi
22.11.2020 um 16:35 Uhr
Zitat von Vision2015:

Zitat von IT-Spezi:

Zitat von Vision2015:
bevor mir allerdings jemand an den karren pinkelt, weiß ich von nix.... das gegenteil will bewiesen werden!
Interessante Unternehmensphilosophie.
jo... ich habe da kein problem mit...

über meine gesundheitliche verfassung zu sinnieren, steht dir nicht zu, sei versichert, meine fachliche und geschäftliche kompetenz (und die meiner mitarbeiter natürlich) hat nicht gelitten, diese ist gut genug, um zu expandieren (auch in covid 19 zeiten)... ohne in foren um kunden zu werben zu müssen...

Kommt mal jetzt runter und werdet nicht persönlich! (Und das ausgerechnet von mir .)
ach, das nehme ich nicht persönlich... er spielt gerne auf meine 3 hirnblutungen und schlaganfall nach rupturierten aneurysma an... oder corona!
aber gut, jeder wie er kann... oder


weil du den auftrag nicht verstanden hast.... du sollst software XY installieren, nicht mehr, und nicht weniger!
Aber mal im Ernst, wo willst Du die Grenze ziehen?
Keys ohne Lizenzen?
natürlich nicht...
Installation von Repros für PayTV?
auch nicht...
Installation von Cracks "gemäß Anleitung"
auch nicht...
Installation Keylogger?
auch nicht...
Hacking-as-a-Service?
hmmmm.... das schreit nach einer diskusion
Neiiiiin!!!
Einrichtung von verschlüsselten Netzwerken für Verbrecher?
natürlich nicht...
Installation und Pflege von Darknet-Shops?
auch nicht...

Glaubst Du, dass ein Kundenauftrag mit einem Freibrief gleichzusetzen ist?
ja... wenn ich im treu und glauben handel, und überzeugt bin, das es orginal software ist!
Wann wird das Installieren von Software für dich problematisch?
wenn ich das wissen habe, das es sich um keine orginal software handelt...
Und das haben IT-Systemhäuser doch sehr, sehr schnell.


its

P.S.:
Das Virus hat ja wohl den wenigsten Systemhäusern (noch nicht) geschadet. Home-Office, MwSt-Umstellung, etc. etc. Da gab und gibt es viel Arbeit. Das hat dann auch kaum noch etwas mit "geschäftlicher Kompetenz" zu tun. Die Lieferengpässe waren lästig. O.K. Aber Dienstleistung wurde doch genug verkauft.
na ja... die MwSt-Umstellung war nicht wirklich eine freude... aber lassen wir das
Ne, eine Freude war das nicht. Aber sie kommt ja bald wieder.

Frank

its
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Mitglied: IT-Spezi
22.11.2020 um 17:07 Uhr
Zitat von StefanKittel:

Moin,

Zitat von Vision2015:
Zitat von IT-Spezi:
Aber mal im Ernst, wo willst Du die Grenze ziehen?
Keys ohne Lizenzen?
natürlich nicht...

Solange das eindeutig ist, ist es ja kein Problem.

Aber nun gibt er dir ein ausgedrucktes Zertifikat der Firma Software XYZ GmbH.
Mit Downloadlink von Microsoft, einem Key und ganz großem Aufdruck Lizenzzertifikat.
Dazu eine Darlegung wer der Lizenz ursprünglich bei MS gekauft hat und an Eides Stelle versichert sie nicht mehr zu nutzen und verkauft zu haben.
Ist das eine Lizenz?

Wo ziehst Du hier die Grenze?
lizenzgo, UCS, UsedSoft, IT-Nerd24?

Es gibt einige redliche Anbieter von gebrauchten Lizenzen, leider aber auch jeder Menge schwarze Schafe, die nur Keys ohne Lizenzen verscherbeln. Die Überprüfung, wie oft ein Key schon aktiviert wurde und "valid" ist, dauert nur wenige Sekunden. Leider verhält sich Microsoft manchmal eher wie Nebelsoft, wenn es um die Nachvollziehbarkeit geht. Adobe hat da ein besseres System.

Was zu einer "guten" gebrauchten Lizenz an Dokumentation gehört, wurde ja mittlerweile auch so ziemlich ausgeurteilt. Daran kann man sich orientieren, damit man nach "Treu und Glauben" handelt. Wenn da nur ein kleiner gedruckter Zettel beiliegt, dann werden die Anforderungen nicht erfüllt.

Mit neuen Lizenzen (vom Distri) hat man die Probleme nicht.

its
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Mitglied: maretz
22.11.2020 um 18:06 Uhr
Zitat von IT-Spezi:

Zitat von maretz:
Du wirst es kaum glauben - aber ja, auch das kann durchaus sein.... So kopiere ich bei uns in der Firma z.B. regelmässig mehr oder weniger aktuelle Filme und Musik durch die Gegend, das sind sogar ganz sicher Dateien mit nem Copyright usw. drauf (und da sind es aktuell so um 400 GB). Das kann bei dir im Laden völlig illegal sein - bei mir ist es sogar teil meines Jobs. Dabei sehe ich eben auch nicht ob wirklich für jeden Film die Lizenz gekauft wurde, ich muss mich halt drauf verlassen das dies passiert ist.
Was hat das mit der Installation von Software/ Office mit Keys aus dem Netz zu tun?
Daten kopieren <> Software installieren

nun - das sagt lediglich aus das du nicht generell weisst ob etwas legal ist oder nicht...

Was ist wenn der z.B. NMAP/Wireshark/... installiert haben will?
Wireshark ist ein Sniffer. Ein Keylogger protokoliert "Tastenanschläge". (Und jetzt nicht wieder den nächsten Aufschrei, ich versuche das hier so einfach wie möglich zu beschreiben.)
Was machst du wenn der sagt "konfiguriere mal den Receiver so das der die Karte nutzt" - und das Gerät dann aber z.B. nach Holland verschickt (wo die Sky-Deutschland-Karte nämlich eben wieder nicht mehr offiziell genutzt werden darf).
Dann lehne ich den Auftrag ab und verweise auf Deine kompetenten Hände. Sollte der Fall eintreten, dann werde ich Dich hier im Forum gerne anschreiben und Dir die Kundenanfrage weiterleiten. Du hast ja gute Kontakte zu Sky und weißt ja ganz genau, wann das für Holland genutzt und weitergeleitet werden darf.

Es wird dich überraschen - aber ja... Das ist einer der nebeneffekte wenn man solche Systeme auf Schiffen betreibt. Die sind nämlich so dreist und fahren über Ländergrenzen einfach weg. Leider gelten aber trotz EU nicht alle Rechte überall...

Und nochmal - es geht nich um offentsichliche Dinge wie eben einen Crack zu nutzen bei dem nen IT-Fachmann durchaus in der Lage sein sollte das zu merken, sondern eben wenn es nicht offentsichtlich ist und du ohne genaue Vertragskenntnis gar nich beurteilen kannst ob es legal ist...
Dinge, wie das Organisieren, Verwalten von M$ Lizenzen gehört aber für viele Systemhäuser zum Tagesgeschäft. Deshalb die Frage.

Aber eben nur wenn du die Lizenz auch verkauft hast...
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Mitglied: IT-Spezi
22.11.2020 um 18:25 Uhr
Zitat von certifiedit.net:
PS: Der Kontext was wann (il)legal ist, sollte natürlich im Kontext des Staates BRD gesehen werden. (IANAL). Das kann keine 200km westlich von hier schon wieder ganz anders aussehen.

Zitat von maretz:
Es wird dich überraschen - aber ja... Das ist einer der nebeneffekte wenn man solche Systeme auf Schiffen betreibt. Die sind nämlich so dreist und fahren über Ländergrenzen einfach weg. Leider gelten aber trotz EU nicht alle Rechte überall...

Da wird man ja Seekrank!
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Mitglied: IT-Spezi
24.11.2020 um 23:40 Uhr
Zitat von StefanKittel:
Dazu noch ein 1-2 Links zu Artikeln zum Theme Lizengo.
Die immer noch Serverwartung machen.

lizenzgo, UCS, UsedSoft, IT-Nerd24?

Nur als Info:
https://www.heise.de/news/Softwarehaendler-Lizengo-stellt-Insolvenzantra ...

its
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