Neue Hard- und Software für kleine Kanzlei mit RA-Micro

Mitglied: Schrumpfi

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04.12.2020 um 17:06 Uhr, 887 Aufrufe, 15 Kommentare, 9 Danke

Hallo zusammen,

ich lese schon länger im Forum mit und konnte so einige Probleme durch eure Hilfe lösen, dafür schonmal vielen Dank!!

Nun zu meinem Anliegen:
Ein Bekannter von mir hat eine kleine Anwaltskanzlei mit insgesamt 3 PC-Nutzern. Nun beklagen alle ein sehr langsames Arbeiten und es wurden Angebote von verschiedenen Anbietern eingeholt, dies zu beschleunigen. Diese Angebote habe ich versucht zu bewerten, komme aber durch mangelnde Erfahrung in dem Gebiet nicht wirklich zu einem Ergebnis, was die beste Lösung, besonders im Bezug auf das Preis-/Leistungsverhältnis darstellen könnte.

Zunächst der Ist-Zustand:

Software Server: Windows SBS 2011 --> Exchange Server, DC, Redirected Folders, Access Datenbank (RA-Micro)
Hardware Server: Intel Xeon E3-1220 v3, 16GB RAM (Vollbestückt) und ein Software-RAID-1 mit 2 x 1TB HDD

Software Clients: Windows 10, MS-Office 2019, RA-Micro
Hardware Clients: I5-4590, 8GB RAM, 256GB SSD


So, nun soll alles langsam laufen.
Stimmt nach eigenem Test natürlich nicht, es läuft alles sehr gut und schnell, nur RA-Micro macht Probleme und läuft tatsächlich wenig performant.


Die Angebote beinhalten nun beide neue Server und Clienthardware zum Preis (Inkl. Installation) von jeweils 6 - 10.000€. ((Ein Angebot umfasst PC's mit Ryzen 5 2400g als CPU, die nach meiner Recherche kaum schneller als die aktuellen Prozessoren sind!?!?! zum Preis von 700€ Netto)
Da mir das zu viel vorkommt und ich meinen Bekannten vor einer nicht Notwendigen Investition bewahren will, frage ich doch mal lieber hier nach!

1. Der Exchange Server ist veraltet und wird wohl nichtmehr von Microsoft supported. Lösung: Exchange Online (für 3 Postfächer geringe Kosten)
--> Das finde ich, ist eine gute Idee! (Kauf einer neuen Exchange Server-Software ist wohl sehr teuer, außerdem weniger Administrationsaufwand)

2. Neue Hardware: Ist das notwendig????
Angeboten wird auch die Umstellung der Access-Datenbank auf eine SQL-Datenbank.

Hier sehe ich das größte Potenzial.

Dazu aber eine Frage:

Ist bei solch einer kleinen Umgebung überhaupt ein nativer Server sinnvoll? Wäre es nicht vielmehr auch möglich diesen abzuschaffen und einen Arbeitsplatz-Rechner so zu dimensionieren, dass auf diesem der SQL-Server läuft und gleichzeitig gearbeitet werden kann? Dadurch wäre Administrationsaufwand und Server-Wartung eingespart und die Investition zumindest eines Arbeitsplatz-PC's gespart.

ODER:

Reicht nicht auch die vorhandene Server Hardware für einen SQL-Server diesen Umfangs?
Eventuell wäre die Datenbank dann auf einer zusätzlichen SSD auszulagern um die Zugriffszeiten zu verkürzen?


Hoffe, es haben überhaupt Menschen die Muße, sich das alles durchzulesen..
Jedenfalls wäre ich über ein paar Meinungen sehr dankbar!

Viele Grüße
Schrumpfi
Mitglied: support-it
04.12.2020 um 17:30 Uhr
Moin,
ich habe bisher nur schlechte Erfahrungen mit RA-Micro gemacht, ein langsames Stück Software mit schlechtem Support. Wenn man schon die Systemvorraussetzungen durchliest, bekommt man schon Brechreize:
https://www.ra-micro.de/produkte/kanzleiorganisation/systemvoraussetzung ...

Serverhardware wird nicht erwähnt? Was ist eigentlich "Office 360"?

Tu dir einen Gefallen und sorge dafür, dass die RA-Micro-Installation auf einem Server läuft mit einem SSD-RAID-Unterbau. Und ersetze den vorhanden Server, was willst du mit 4 Threads und 16 GB erreichen? Den kannst du als Arbeitsplatz nutzen, wenn das Gebläse nicht zu laut ist :D

Die Hardware-Clients kannst du weiternutzen, wenn die keine Probleme machen. I5, 8 GB RAM und SSD reicht meiner Meinung nach völlig. Bleibe bei Intel. Ich bin selbst Fan vom AMD, aber im Produktivbetrieb wären mir AMD-Kisten noch zu instabil. 6-10 Tsd Euro ist vermutlich überteuert. Von welchen "beide neue Server" redest du? Ohne die Hardware zu kennen, kann man keine Auskunft zu dem Preis machen.

Office 365 ist für 3 Arbeitsplätze sicher sinnvoll.

Meine Empfehlung für einen Server: Intel Server CPU mit 6 C / 12 T oder gleich 8 C / 16 T, mind. 32 GB EEC RAM (bitte mindestens 2 Riegel im DualChannel und ggfs. Erweiterungsmöglichkeiten für mehr RAM, mehr RAM ist immer sinnvoll im Zeitalter der Virtualisierung) mit einem vernünftigen Hardware-RAID-Controller mit je nachdem, wie viel Storage ihr braucht, entweder 2x ein RAID1 oder direkt 1x RAID10 mit 4 Server-SSDs. 4x 500 GB reichen in der Regel, damit hättest du etwa 1 TB nutzbarem Storage.

MfG
Bitte warten ..
Mitglied: certifiedit.net
04.12.2020, aktualisiert um 22:39 Uhr
Hallo Schrumpfi,

entschuldigung, wenn ich das mal so direkt frage, aber wie kommst du da ins Spiel - wie steht der Bekannte zu dir "wer bist du"? Offensichtlich hast du zwar etwas mehr Ahnung im Zusammengooglen, aber anscheinend gehst du bei den Kenntnissen auf dem gleichen glatten Eis.

Zu dem sieht das Hauptargument "kosten" aus. Wenn aber das System wieder nur langsam läuft - bringt dir das kaum etwas. Office 365 nunja, Datenschutz? Fliegt der Anwalt darüber gibt's Probleme.

Ich rate dir, bzw besser deinem Bekannten dazu: er soll klar die Problempunkte bestimmen und sich dann mal 2-3 Firmen anschauen, wenn er damit klar kommt kann man starten, ansonsten wird das nichts und du bist nur ein weiteres "Layer" zwischen den Parteien, dass das Projekt i.d.R nicht besser funktionieren lässt. (Ich sag nur "stille Post" und Partei a und b wissen von etwas und Partei c nur zur Hälfte oder es kommt bei einer der dreien nicht so an...).

Das sind aber alles organisatorische Fragen, weit fern von der Hardware - das kommt erst danach und 10k müssen für ein performantes Netz nicht viel sein. Aber, es kommt eben drauf an.

Grüße,

Christian
Bitte warten ..
Mitglied: Vision2015
04.12.2020 um 19:41 Uhr
moin...
Zitat von Schrumpfi:

Hallo zusammen,

ich lese schon länger im Forum mit und konnte so einige Probleme durch eure Hilfe lösen, dafür schonmal vielen Dank!!
gerne...

Nun zu meinem Anliegen:
Ein Bekannter von mir hat eine kleine Anwaltskanzlei mit insgesamt 3 PC-Nutzern. Nun beklagen alle ein sehr langsames Arbeiten und es wurden Angebote von verschiedenen Anbietern eingeholt, dies zu beschleunigen. Diese Angebote habe ich versucht zu bewerten, komme aber durch mangelnde Erfahrung in dem Gebiet nicht wirklich zu einem Ergebnis, was die beste Lösung, besonders im Bezug auf das Preis-/Leistungsverhältnis darstellen könnte.
warum sagst du das nicht deinem Freund?

Zunächst der Ist-Zustand:

Software Server: Windows SBS 2011 --> Exchange Server, DC, Redirected Folders, Access Datenbank (RA-Micro)
Hardware Server: Intel Xeon E3-1220 v3, 16GB RAM (Vollbestückt) und ein Software-RAID-1 mit 2 x 1TB HDD
oh je... 16 GB sind ja schon für den SBS2011 zu mager... RA-Micro wäre besser auf einen Member Server INstalliert worden....

Software Clients: Windows 10, MS-Office 2019, RA-Micro
ok...
Hardware Clients: I5-4590, 8GB RAM, 256GB SSD
hm... ist eigentlich noch ok...


So, nun soll alles langsam laufen.
das glaube ich Blind...
Stimmt nach eigenem Test natürlich nicht, es läuft alles sehr gut und schnell, nur RA-Micro macht Probleme und läuft tatsächlich wenig performant.
du widersprichst dir selber, das wichtigste läuft nämlich nicht performant, aber was bei dem Server ja auch kein wunder ist...
RA - Micro gehört da einfach nicht auf einen SBS, und mit der Hardware erst recht nicht!


Die Angebote beinhalten nun beide neue Server und Clienthardware zum Preis (Inkl. Installation) von jeweils 6 - 10.000€.
na ja... 6-10K ist nicht viel, und nicht wenig... die frage ist für was genau?
((Ein Angebot umfasst PC's mit Ryzen 5 2400g als CPU, die nach meiner Recherche kaum schneller als die aktuellen Prozessoren sind!?!?! zum Preis von 700€ Netto)
also 700 euro netto für einen PC mit SW im business bereich, ist schon fast günstig!

Da mir das zu viel vorkommt und ich meinen Bekannten vor einer nicht Notwendigen Investition bewahren will, frage ich doch mal lieber hier nach!
nun, die intel bleche scheinen ( ohne etwas gesehen zu haben) ok zu sein, ein sauberes setup und etwas ram sollten reichen... 2020 sind 16 GB schon fast standard....

1. Der Exchange Server ist veraltet und wird wohl nichtmehr von Microsoft supported.
richtig... nicht nur der Exchange, sondern der ganze SBS...
Lösung: Exchange Online (für 3 Postfächer geringe Kosten)
aha... hast du dir mal gedanken gemmacht, wie groß die konten sind, ob archive da sind, wie schnell die Internet verbindung der kanzlei ist, und ob
nach Datenschutz sowas überhaubt möglich ist?
schon mal für eine Kanzlei gearbeitet?
--> Das finde ich, ist eine gute Idee! (Kauf einer neuen Exchange Server-Software ist wohl sehr teuer, außerdem weniger Administrationsaufwand)
du hättest eher mal überlegen sollen wie die sicherheitsleitlinien implementiert werden, ob nicht mit 3 Usern ein Exchange (auch Online) überflüssig ist, wie genau die E-Akte ausgeführt wird (ich hoffe bei dir klingelt jetzt was), Datensicherung etc...
du schreibst "weniger Administrationsaufwand" diese worte kannst du gleich vergessen...
und wenn ich ehrlich bin, ohne das netz und ausstattung der kanzlei zu kennen, angebote zwischen 6 und 10k würde ich verwerfen, wenn alles neu und ordentlich gemacht werden soll, fehlen da etwa 5K....


2. Neue Hardware: Ist das notwendig????
für den Server auf jedenfall! ohne wenn und aber...
Angeboten wird auch die Umstellung der Access-Datenbank auf eine SQL-Datenbank.
ist nicht falsch...

Hier sehe ich das größte Potenzial.
bist du dir da sicher? :-) face-smile

Dazu aber eine Frage:

Ist bei solch einer kleinen Umgebung überhaupt ein nativer Server sinnvoll?
klar...
Wäre es nicht vielmehr auch möglich diesen abzuschaffen und einen Arbeitsplatz-Rechner so zu dimensionieren, dass auf diesem der SQL-Server läuft und gleichzeitig gearbeitet werden kann?
ich merke schon, du willst an der falschen stelle sparen....
bist du dir zu 100% sicher, das du das wissen hast, was in einer kanzlei gebraucht wird, und was der Anwalt braucht?
> Dadurch wäre Administrationsaufwand und Server-Wartung eingespart und die Investition zumindest eines Arbeitsplatz-PC's gespart.
nee..nee, da wird nicht gespart....

ODER:

Reicht nicht auch die vorhandene Server Hardware für einen SQL-Server diesen Umfangs?
auf keinen fall...
Eventuell wäre die Datenbank dann auf einer zusätzlichen SSD auszulagern um die Zugriffszeiten zu verkürzen?
eine SSD / NVMe lösung wäre normal!


Hoffe, es haben überhaupt Menschen die Muße, sich das alles durchzulesen..
jo..
Jedenfalls wäre ich über ein paar Meinungen sehr dankbar!
Bitte sehr.. :-) face-smile

Viele Grüße
Schrumpfi
Frank
Bitte warten ..
Mitglied: Vision2015
04.12.2020, aktualisiert um 20:04 Uhr
Moin...
Zitat von support-it:

Moin,
ich habe bisher nur schlechte Erfahrungen mit RA-Micro gemacht, ein langsames Stück Software mit schlechtem Support.
also schlechter support kann ich nicht bestätigen... werde doch offizieller RA-Micro Supporter, dann hast du zugriff auf alle quellen, und nötiges
fachwissen.....
Wenn man schon die Systemvorraussetzungen durchliest, bekommt man schon Brechreize:
https://www.ra-micro.de/produkte/kanzleiorganisation/systemvoraussetzung ...
was ist daran so ungewöhnlich? da gibbet schlimmeres...

Serverhardware wird nicht erwähnt? Was ist eigentlich "Office 360"?

wozu soll da über Hardware geschrieben werden, RA-Micro Partner wissen was gebraucht wird... office 360... :-) face-smile na ja ein schreibfehler....


Tu dir einen Gefallen und sorge dafür, dass die RA-Micro-Installation auf einem Server läuft mit einem SSD-RAID-Unterbau. Und ersetze den vorhanden Server, was willst du mit 4 Threads und 16 GB erreichen? Den kannst du als Arbeitsplatz nutzen, wenn das Gebläse nicht zu laut ist :D
genau...

Die Hardware-Clients kannst du weiternutzen, wenn die keine Probleme machen. I5, 8 GB RAM und SSD reicht meiner Meinung nach völlig. Bleibe bei Intel. Ich bin selbst Fan vom AMD, aber im Produktivbetrieb wären mir AMD-Kisten noch zu instabil. 6-10 Tsd Euro ist vermutlich überteuert. Von welchen "beide neue Server" redest du? Ohne die Hardware zu kennen, kann man keine Auskunft zu dem Preis machen.
du findest 6-10k überteuert? sorry, das ist kistenschieber mentalität, wir reden über eine neues Setup mit Datensicherung und Sicherheitsrichtlinie.. etc, also alles was noch nötig ist, um einen sicheren kanzlei betrieb zu gewährleisten.. ich würde da eher mal 15k sehen.. (ohne die kanzlei zu kennen) und ich rede nicht mal von next day vor ort support!
ach ja... jemand muss das setup auch ausführen, und will bezahlt werden :-) face-smile

Office 365 ist für 3 Arbeitsplätze sicher sinnvoll.
sehe ich nicht so...

Meine Empfehlung für einen Server: Intel Server CPU mit 6 C / 12 T oder gleich 8 C / 16 T, mind. 32 GB EEC RAM (bitte mindestens 2 Riegel im DualChannel und ggfs. Erweiterungsmöglichkeiten für mehr RAM, mehr RAM ist immer sinnvoll im Zeitalter der Virtualisierung) mit einem vernünftigen Hardware-RAID-Controller mit je nachdem, wie viel Storage ihr braucht, entweder 2x ein RAID1 oder direkt 1x RAID10 mit 4 Server-SSDs. 4x 500 GB reichen in der Regel, damit hättest du etwa 1 TB nutzbarem Storage.
wenn das server hardware ist, wäre das ein anfang...

MfG
Frank
Bitte warten ..
Mitglied: Schrumpfi
04.12.2020, aktualisiert um 23:28 Uhr
Vielen Dank schon mal für die Antworten!

Ich bin nur der Sohn und will zum einen nicht, dass irgendwas teures ge- bzw. verkauft wird, was garnicht benötigt wird, bzw. keinen großen Nutzen bringt und zum Anderen sehe mich eher als Bindeglied zwischen den beiden Lagern, da ich halbwegs weiterleiten und in Ruhe erklären kann, was da überhaupt gekauft wird und worum es geht. "Exchange" etc. sind ja eher Fremdwörter...

Ich möchte nicht selbst irgendwas dahin basteln - um Gottes Willen - sondern vielmehr abklären, ob es nicht bessere Alternativen oder eben Einsparoptionen gibt.

Da ich die Zitierfunktion noch nicht kenne arbeite ich mal alles nacheinander ab:

-Warum muss denn eigentlich der Server so leistungsfähig sein? Nicht böse gemeint, nur zu meinem Verständnis.. Der hat doch garnicht so schrecklich viele Aufgaben und wenn ich mir die CPU Auslastung während der Arbeit anschaue, sehe ich da keine sehr hohen Werte. SSD's im Server machen aber wohl jedenfalls Sinn wegen der Zugriffszeiten?!

-Sorry, Microsoft 365. Aber warum überhaupt das und nicht den Exchange Online Plan 1? Was ist der Vorteil zu der bereits vorhandenen Office 2019 Lizenz? Außer den Schreibprogrammen und einem Mailserver wird nichts an Microsoft's Angeboten benötigt. ALso gibt es einen Vorteil, die monatlichen Mehrkosten in Kauf zu nehmen?
Bezüglich Datenschutz: RA-Micro hat das als "Marktführer" angeboten, deshalb ging ich mal davon aus, das wird schon passen..
Ansonsten sind da keine wichtigen Mails vorhanden, die werden direkt zur E-Akte geordnet.. Deswegen sehe ich das garnicht so kritisch. Der "Umzug" zu Exchange Online soll 2000€ kosten, finde ich auch viel, wenn die Daten nicht migriert werden müssen. Wäre es sogar eine Überlegung direkt von den Arbeitsplätzen per IMAP auf die Postfächer zuzugreifen, die beim Webserver dabei sind? Bis jetzt hat das der Server in der Kanzlei per POPCon gemacht. Die sind allerdings nur 2GB groß und ich weiß nicht, ob das reicht. Zukunftssicherer ist da wohl aber schon der Online Mailserver, falls doch mal jemand von außerhalb arbeiten will.

Habe mich bezüglich der Geschwindigkeit schlecht ausgedrückt. Alles was lokal auf den Arbeitsplätzen läuft, ist super schnell und alles was Mit RA-Micro zusammenhängt eben nicht, sonst gäbe es ja auch kein Verlangen nach Beschleunigung.

Wenn die Computer so teuer verkauft werden, was spricht dann dagegen, das selbe Modell für ca. die Hälfte woanders zu kaufen? Bei Defekten wird sowohl als auch zusätzlich ein Wartungsvertrag benötigt, um schnelle Reparatur oder Austausch zu sichern?!

Backup habe ich nicht aufgeführt, weil ich damit eigentlich nichts zu tun haben will, das soll jemand mit Ahnung machen.
Aktuell werden die wichtigen Verzeichnisse täglich wechselnd auf solche Kassetten kopiert. Ist wohl auch nicht optimal schätze ich!
Eine USV gibt es aktuell auch nicht.

Nochmal, ich will wirklich nichts schlecht machen, nur verstehen, ob es "fair" und sinnvoll ist.
Da war ich mir nicht so sicher, weil ja z.B. die Ryzen CPU Angeboten wird, die wohl nicht wesentlich schneller sein wird. Als "Bessere Office PC's" wurden dann Modelle mit Ryzen 7 2700 angeboten, allerdings mit 8GB RAM. Das konnte ich nicht wirklich nachvollziehen und hat mich erstmal nachdenklich gestimmt.

Danke für eure Geduld mit einem Laien mit (gefährlichem) Halbwissen!

Werde morgen mal die Angebote konkret vergleichend darstellen, sonst hängt das hier natürlich ein bisschen in der Luft.
Bitte warten ..
Mitglied: certifiedit.net
04.12.2020 um 23:32 Uhr
Hallo,

natürlich kannst du alles einzeln zusammenkaufen, aber im zweifel wird das dann nicht supportet. Ob du es glaubst oder nicht, selbst wenn du den PC halb so teuer woanders bekommst kann das im Zweifel doppelt so teuer kommen, wenn der Ansprechpartner am Ende dann sagt, kümmer dich selbst drum. Sicher ist dies bei deinem Vater nicht anders, wenn einer die große Tätigkeit von nem Studenten machen lässt und nur für das notwendige dann auf Ihn zurückgreift.

(Um es mal so zu beschreiben)

Denke, du bzw Ihr solltet euch jemanden suchen, der dir und deinem Vater erklärt was/wie/warum und dann geht das seinen guten Gang.

Ansonsten wird das Harakiri.

Grüße
Bitte warten ..
Mitglied: beidermachtvongreyscull
05.12.2020 um 05:48 Uhr
Zitat von Schrumpfi:
Hallo zusammen,
Mahlzeit!

Zitat von Schrumpfi:
ich lese schon länger im Forum mit und konnte so einige Probleme durch eure Hilfe lösen, dafür schonmal vielen Dank!!
Cool.

Zitat von Schrumpfi:
Ein Bekannter von mir hat eine kleine Anwaltskanzlei mit insgesamt 3 PC-Nutzern. Nun beklagen alle ein sehr langsames Arbeiten und es wurden Angebote von verschiedenen Anbietern eingeholt, dies zu beschleunigen. Diese Angebote habe ich versucht zu bewerten, komme aber durch mangelnde Erfahrung in dem Gebiet nicht wirklich zu einem Ergebnis, was die beste Lösung, besonders im Bezug auf das Preis-/Leistungsverhältnis darstellen könnte.
Schwierig.

Zitat von Schrumpfi:
Zunächst der Ist-Zustand:

Software Server: Windows SBS 2011 --> Exchange Server, DC, Redirected Folders, Access Datenbank (RA-Micro)
Hardware Server: Intel Xeon E3-1220 v3, 16GB RAM (Vollbestückt) und ein Software-RAID-1 mit 2 x 1TB HDD

Wow. Nicht gut.

Zitat von Schrumpfi:
Software Clients: Windows 10, MS-Office 2019, RA-Micro
Hardware Clients: I5-4590, 8GB RAM, 256GB SSD

Ist OK.

Zitat von Schrumpfi:
So, nun soll alles langsam laufen.
Stimmt nach eigenem Test natürlich nicht, es läuft alles sehr gut und schnell, nur RA-Micro macht Probleme und läuft tatsächlich wenig performant.

Da für eine Anwaltskanzlei die Aktenführung das Hauptaugenmerk ist, ist RA-Micro als Kanzleisoftware hier ausschlaggebend. Und RAM ist nicht als ideal programmiert bekannt.

Zitat von Schrumpfi:
Die Angebote beinhalten nun beide neue Server und Clienthardware zum Preis (Inkl. Installation) von jeweils 6 - 10.000€. ((Ein Angebot umfasst PC's mit Ryzen 5 2400g als CPU, die nach meiner Recherche kaum schneller als die aktuellen Prozessoren sind!?!?! zum Preis von 700€ Netto)
Da mir das zu viel vorkommt und ich meinen Bekannten vor einer nicht Notwendigen Investition bewahren will, frage ich doch mal lieber hier nach!
Finde ich gut, dass Du das machst. Ich betreibe RA-Micro-Installationen auf i3 - i7 Gebrauchthardware mit 8GB RAM und Office 2016 prof. Ich hab die Dinger mit SSDs aufgemotzt und was soll ich sagen? Läuft supi.

Zitat von Schrumpfi:
1. Der Exchange Server ist veraltet und wird wohl nichtmehr von Microsoft supported. Lösung: Exchange Online (für 3 Postfächer geringe Kosten)
--> Das finde ich, ist eine gute Idee! (Kauf einer neuen Exchange Server-Software ist wohl sehr teuer, außerdem weniger Administrationsaufwand)
Und DSGVO sowie Mandatsgeheimnis wird mit Füßen getreten. Geil!

Zitat von Schrumpfi:
2. Neue Hardware: Ist das notwendig????
Für den Server? JA!
Zitat von Schrumpfi:
Angeboten wird auch die Umstellung der Access-Datenbank auf eine SQL-Datenbank.
Zumindest SQLExpress. Würde ich dringend machen. RAM hat böse Probleme mit überlaufenden Access-DBs und das nie hinbekommen. Den Wartungstask dafür muss man manuell machen.

Zitat von Schrumpfi:
Hier sehe ich das größte Potenzial.
Mag sein.

Zitat von Schrumpfi:
Dazu aber eine Frage:
Ist bei solch einer kleinen Umgebung überhaupt ein nativer Server sinnvoll? Wäre es nicht vielmehr auch möglich diesen abzuschaffen und einen Arbeitsplatz-Rechner so zu dimensionieren, dass auf diesem der SQL-Server läuft und gleichzeitig gearbeitet werden kann? Dadurch wäre Administrationsaufwand und Server-Wartung eingespart und die Investition zumindest eines Arbeitsplatz-PC's gespart.

Natürlich geht das. Es muss nicht zwingend ein richtiger Server sein. Eine fette Workstation kann das auch. Aber! Was tun, wenn die Büchse mal fernadministrativ gesteuert oder diagnostiziert werden muss?! Du brauchst auf jeden Fall Redundanz im zentralen Datenspeicher. Wenn der hochgeht, wird es schwierig.

Zitat von Schrumpfi:
ODER:
Reicht nicht auch die vorhandene Server Hardware für einen SQL-Server diesen Umfangs?
Eventuell wäre die Datenbank dann auf einer zusätzlichen SSD auszulagern um die Zugriffszeiten zu verkürzen?
Keinesfalls! Die DB auf einer zusätzlichen SSD? Viel zu riskant alleine wegen dem kruden Datenmodell von RAM. Wenn da etwas passiert, wird es teuer. Immer mindestens doppelt absichern. Es reicht auch deshalb nicht, weil RAM sehr dateilastig ist. Die nutzen bis heute nicht für alles eine Datenbank. Fristen, Zeiten und noch anderes ballern die noch in unzähligen Textdateien zusammen. Das Installationsmaterial schleppt immernoch MSDOS-Dateien mit. :-) face-smile

Zitat von Schrumpfi:
Hoffe, es haben überhaupt Menschen die Muße, sich das alles durchzulesen..
Kein Ding!
Zitat von Schrumpfi:
Jedenfalls wäre ich über ein paar Meinungen sehr dankbar!
Gern geschehen!
Zitat von Schrumpfi:
Viele Grüße
Schrumpfi
Viele Grüße
bdmvg
Bitte warten ..
Mitglied: Vision2015
05.12.2020 um 07:13 Uhr
moin...
Zitat von Schrumpfi:

Vielen Dank schon mal für die Antworten!
gerne...

Ich bin nur der Sohn und will zum einen nicht, dass irgendwas teures ge- bzw. verkauft wird, was garnicht benötigt wird, bzw. keinen großen Nutzen bringt und zum Anderen sehe mich eher als Bindeglied zwischen den beiden Lagern, da ich halbwegs weiterleiten und in Ruhe erklären kann, was da überhaupt gekauft wird und worum es geht. "Exchange" etc. sind ja eher Fremdwörter...
jo... der Sohn :-) face-smile


Ich möchte nicht selbst irgendwas dahin basteln - um Gottes Willen - sondern vielmehr abklären, ob es nicht bessere Alternativen oder eben Einsparoptionen gibt.
gut.

Da ich die Zitierfunktion noch nicht kenne arbeite ich mal alles nacheinander ab:
links oben...

-Warum muss denn eigentlich der Server so leistungsfähig sein? Nicht böse gemeint, nur zu meinem Verständnis.. Der hat doch garnicht so schrecklich viele Aufgaben und wenn ich mir die CPU Auslastung während der Arbeit anschaue, sehe ich da keine sehr hohen Werte. SSD's im Server machen aber wohl jedenfalls Sinn wegen der Zugriffszeiten?!
weil mit dem Server die arbeitsgeschwindigkeit steigt, die sicherheit(wenn es richtig gemacht wird) und die stabilität....

-Sorry, Microsoft 365. Aber warum überhaupt das und nicht den Exchange Online Plan 1? Was ist der Vorteil zu der bereits vorhandenen Office 2019 Lizenz? Außer den Schreibprogrammen und einem Mailserver wird nichts an Microsoft's Angeboten benötigt. ALso gibt es einen Vorteil, die monatlichen Mehrkosten in Kauf zu nehmen?
nein...
Bezüglich Datenschutz: RA-Micro hat das als "Marktführer" angeboten, deshalb ging ich mal davon aus, das wird schon passen..
oha... die haben gesagt...
Ansonsten sind da keine wichtigen Mails vorhanden, die werden direkt zur E-Akte geordnet..
dachte ich es mir doch..... hatte ich ja schon angedeutet...
Deswegen sehe ich das garnicht so kritisch. Der "Umzug" zu Exchange Online soll 2000€ kosten, finde ich auch viel, wenn die Daten nicht migriert werden müssen. Wäre es sogar eine Überlegung direkt von den Arbeitsplätzen per IMAP auf die Postfächer zuzugreifen, die beim Webserver dabei sind?
jo... das wäre bei 2-3 usern in der tat, das beste...
Bis jetzt hat das der Server in der Kanzlei per POPCon gemacht. Die sind allerdings nur 2GB groß und ich weiß nicht, ob das reicht.
dann lass das doch größer machen...oder geh zu einem anderen hoster!
Zukunftssicherer ist da wohl aber schon der Online Mailserver, falls doch mal jemand von außerhalb arbeiten will.
also wenn jemand "außerhalb arbeiten will" wird bitte ein VPN genutzt, und auch "außerhalb" können Mails mit IMAP empfangen werden!

Habe mich bezüglich der Geschwindigkeit schlecht ausgedrückt. Alles was lokal auf den Arbeitsplätzen läuft, ist super schnell und alles was Mit RA-Micro zusammenhängt eben nicht, sonst gäbe es ja auch kein Verlangen nach Beschleunigung.
war mir klar...

Wenn die Computer so teuer verkauft werden, was spricht dann dagegen, das selbe Modell für ca. die Hälfte woanders zu kaufen? Bei Defekten wird sowohl als auch zusätzlich ein Wartungsvertrag benötigt, um schnelle Reparatur oder Austausch zu sichern?!
weil du besser alles aus einer hand hast... und ja, deine i5 PCs können bleiben

Backup habe ich nicht aufgeführt, weil ich damit eigentlich nichts zu tun haben will, das soll jemand mit Ahnung machen.
nö.... so enfach geht das ja nicht- wenn du schon deine nase irgendowo reinsteckst, dann kümmere und plane bitte auch alles!
für deinen vater ist ein gesamtkonzept wichtig was funktioniert.... und nicht, schau mal papi, ich habe 500 euro eingespart!
sowas kostet später einige 1000 euro mehr, und die produktivität...
die zeiten von, erstelle eine arbeitsgruppe "Kanzlei" und eine RA freigabe auf R: mit den rechten jeder sind vorbei... aber so hat alles angefangen :-) face-smile
Aktuell werden die wichtigen Verzeichnisse täglich wechselnd auf solche Kassetten kopiert. Ist wohl auch nicht optimal schätze ich!
besser als nix, wenigstens was externes.. ich hoffe auch geprüft!
Eine USV gibt es aktuell auch nicht.
das wäre zu ändern...

Nochmal, ich will wirklich nichts schlecht machen, nur verstehen, ob es "fair" und sinnvoll ist.
Da war ich mir nicht so sicher, weil ja z.B. die Ryzen CPU Angeboten wird, die wohl nicht wesentlich schneller sein wird. Als "Bessere Office PC's" wurden dann Modelle mit Ryzen 7 2700 angeboten, allerdings mit 8GB RAM. Das konnte ich nicht wirklich nachvollziehen und hat mich erstmal nachdenklich gestimmt.
die PCs von deinem Dad sind voll OK (sofern IO) und brauchen nicht getauscht werden...
was gebraucht wird ist ein ordentlicher server, und vor allem jemand der sich das vor ort anschaut mit RA-Micro erfahrung!

Danke für eure Geduld mit einem Laien mit (gefährlichem) Halbwissen!
kein Ding...

Werde morgen mal die Angebote konkret vergleichend darstellen, sonst hängt das hier natürlich ein bisschen in der Luft.
brauchst du eigentlich nicht..... ist überflüssig.
in deinem angebot steht nicht drin, was wirklich gebraucht wird...

Frank
Bitte warten ..
Mitglied: maretz
05.12.2020 um 09:06 Uhr
Moin,

ehrlich gesagt würde ich dir empfehlen da einfach die Hände zu heben, ehrlich zuzugeben das du keine Ahnung davon hast (das ist NICHT negativ gemeint - ich kenne dich nicht, ich weiss nicht welchen Job du hast und wie gut du darin bist - das ist rein Sachlich auf IT bezogen).

Fangen wir da an wo ich den grössten Fehler bei dir sehe - das ist bei der Frage ob man das nich einfach auf nem Arbeitsplatz machen kann. Klar - KANN man tun, is dann halt Sch... Denn: Wie siehts da mit Backups aus - wenn der Abends nach der Arbeit runtergefahren wird? Wie sieht es da mit Platten (und Redundanz) aus? Bei nem kleinen Server reden wir ja auch nich über 5-stellige Beträge. Aber auf einem Arbeitsplatz hat sowas ganz einfach nichts verloren.

Das nächste ist deine Vorstellung von Computer-Preisen. Klar - du kannst auch einfach zum Supermarkt oder Mediamarkt fahren, nimmst da irgendeinen Rechner von der Stange und arbeitest damit. Das wird auch funktionieren - dem Rechner ist es ja erst mal völlig egal woher der kommt. Der startet das Windows und gut is. Was passiert aber wenn die Gurke morgen streikt? Selbst ohne Wartungsvertrag bekommst du eben dann auf "Time & Material" einen Techniker der die Kiste wieder Flott macht - meinst du beim Supermarkt oder Mediamarkt sieht das auch so aus? Und ich kann dir jetzt schon sagen - und zwar ohne euren Laden zu kennen oder zu wissen wie ihr arbeitet, ich muss noch nich mal wissen WELCHER Rechner das ist - wenn das passiert ist es immer der Rechner auf dem grad die wichtigen Unterlagen für XYZ lokal gespeichert waren weil der Anwender meinte das geht dann schneller. Frag mal beim Supermarkt u.ä. ob die bitte die Daten auf der Platte vorher sichern können - das Gesicht is sehenswert und lustig, aber wenig hoffnungsvoll..

Du kannst dir aber auch mal ne einfache Frage stellen - warum lässt du das ganze nicht einfach vom Schüler von der Gesamtschule nebenan einrichten? Das ist nen simples Heimnetzwerk mit 3 Rechnern, das schafft selbst ne Fritzbox ohne Anstrengung - und billiger wird es dann auch. Trotzdem überlegst du ja scheinbar (korrekterweise!) ein Systemhaus zu nehmen was dich da unterstützt - auch wenn die Mitarbeiter da deutlich teurer sind und die hälfte der Zeit nix anderes tun werden als der Realschüler von nebenan auch (nämlich warten). Vermutlich wird die Überlegung da sein "Wenn was is hat der die Erfahrung das wieder hinzubiegen" - und GENAU DIESE Erfahrung zahlst du bei der Hardware eben auch mit. Dazu zahlst du eben auch dass das Systemhaus diese Teile auf Lager hat ODER das die eben nen Support-Vertrag mitm Hersteller haben und das Teil in 24h (oder schneller) vor Ort ist.

Was deine CPU angeht: Auch da kann es sein das du keine schnellere CPU brauchst. Du kannst dir da die schnellste aktuell verfügbare CPU hinpacken - wenn der RAM ausgeht und die Kiste auslagert wartet die CPU dann nur schneller... RAM ist das was den Rechner erst mal schnell macht (bis eben ausreichend da ist). Zum Vergleich: Beim RAM hast zu Zugriffszeiten in ns gemessen - bei Festplatten in ms (insbesondere bei rotierenden Disks). D.h. da steht nen Faktor 1000 zwischen. Du kannst ja mal beim Auto beigehen und messen wie weit du das Gaspedal durchdrücken kannst. Sagen wir 10 cm. Dann reduzierst du mal den hub da um den Faktor 1000 und schaust mal wie schnell dein Auto jetzt noch beschleunigt - obwohl ja alles andere gleich ist ;).

Wenn ihr keine USV habt solltet ihr das mal eher überdenken. Grad Datenbanken finden es für gewöhnlich recht uncool einfach abgeschossen zu werden. Es ist zwar in DE aktuell noch so dass das Stromnetz recht stabil ist - das schützt aber nich dagegen wenn der Bürohund mal kurz in die Steckdose pinkelt...

Ich würde also sagen - wenn du die Angebote vergleichen willst dann suche dir Leute die sich damit wirklich auskennen - aber mit Halbwissen wirst du eben auch nur eine halbe Lösung bekommen...und vermutlich die schlechteste. Dann stellst du noch ein altes Prinzip fest - wer billig kauft, kauft zweimal...
Bitte warten ..
Mitglied: FFSephiroth
05.12.2020 um 11:28 Uhr
Bitte bedenke, dass der SQLExpress ein Größenlimit von 10 GB für Datenbanken hat. Und RA Micro meckert bei 100000 Datenbankeinträgen schon rum. Wir stellen jetzt bei den von uns betreuten Kanzleien auf SQL um. Die bekommen einen zusätzlichen Server mit viel Speicherplatz (SSD´s), da durch die E-Akte zu befürchten ist, dass die Datenbank von RA Micro extrem rasant anwächst. Insbesondere, wenn Altakten noch digitalisiert werden müssen sowie alle Schreiben von Gerichten, Rechtsanwälten, Fotos, Gutachten etc....
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Mitglied: Schrumpfi
09.12.2020 um 10:52 Uhr
Achherje, mit so vielen und umfangreichen Antworten habe ich nicht gerechnet, vielen Dank!

Nochmals, mir geht es nicht rein darum, Kosten zu sparen.
Es ist mir viel wichtiger, dass eine durchdachte Umgebung hergestellt wird.
Das soll durch einen IT-Dienstleister geschehen, ich trage bei der Umsetzung nichts dazu bei.
Frage hier "nur", um im gemeinsamen Gespräch mit einem jeweiligen Angebotsersteller ein Verständnis dafür zu haben, ob er "unser" Bestes will (Geld), oder auf ein rundes Gesamtpaket bedacht ist.

Darauf komme ich überhaupt erst weil:

--> Aktuell keine USV
--> Aktuell sehr langsamer Server, niemanden kümmert es.
--> Vor ein paar Wochen hat der Update Service auf dem Server alles lahmgelegt, da die Datenbank die gesamte Partition C gefüllt hat. Aufgefallen ist das nach weiteren WOCHEN, als die Mitarbeiter gemerkt haben, dass Mails nicht ankommen, weil Mandanten telefonisch den Status erfragt haben und angeblich Mails geschickt haben. Haben sie auch wie sich herausstellte, POPCon hat diese nur nichtmehr annehmen können, weil die Partition randvoll war. Das habe ich dann gelöst, weil sonst niemand ZUSTÄNDIG war.
--> Das soll natürlich grundsätzlich geändert werden, es bedarf einer regelmäßigen Wartung und einheitlichen Verantwortlichkeit.
--> Zweifel an einem durchdachten Angebot kamen mir, weil der unabhängige Dienstleister sich die Infrastruktur vor Ort anschauen kam und daraufhin eben diese PC's mit Ryzen 2300G angeboten hat, obwohl diese mMn eben keine Große Verbesserung darstellen würden.
--> Des weiteren hat RA-Micro (Der RA-Micro Partner genauer gesagt) genau das angeboten, was hier von euch zerissen wird, nämlich den Server durch einen "Arbeitsplatz-Server" mit SSD-Raid zu ersetzen. Also kein eigener Server, sondern Server steht an einem Arbeitsplatz und besteht aus Consumer-Hardware, jedoch mit Raid. --> Macht mich natürlich stutzig.
--> Wird von beiden Angebotserstellern Microsoft 365 Angeboten (einmal mit 5 Lizenzen, einmal mit 3) Da frage ich mich natürlich, was davon jetzt sinnvoll ist, bzw wird hier wohl einstimmig vertreten, dass Microsoft generell ungeeignet ist.
Bezüglich der Mail-Frage besteht jetzt also für mich absolute Unklarheit.

--> Backup: RA-Micro Partner bietet an: Backup der Datenbanken und RA-Micro Daten: 119€ monatlich in Cloud.
Unabhängiger Anbieter: Backup 350€ jährlich auf NAS.
Das ist ja schon ein erheblicher Unterschied, zum Einen im Bezug auf die laufenden Kosten und zum anderen aber natürlich auch wieder eine Datenschutzfrage.

--> RA-Micro Partner bietet an: Hardware-Firewall für 1399€ + Einrichtung
Anderer Anbieter: Keine Firewall

Ist-Zustand: Eine Zyxel Zywall, die auch von RA-Micro vor Jahren bereitgestellt wurde, die aber (Nach meiner Einschätzung) so konfiguriert ist, dass sie einfach nichts tut, außer alles durchzulassen.

Was ist zu tun?!?!

-->Wie einfach ist die Umstellung von SQLExpress auf eine Kaufversion zu bewerkstelligen? Eigentliche Frage: Macht es sinn, direkt die Kauversion zu nehmen?

Diese ganzen "Unstimmigkeiten" und grundlegenden Unterschiede sind viel eher das, was mich dazu bewegt nachzufragen!! Ein paar Euro zu sparen wäre höchstens ein Nebeneffekt und ja auch erst eine gedankliche Ebene später (bei konkreter Soft- und Hardware) anzusetzen, das kam wahrscheinlich falsch rüber im Eingangspost.

Verstanden habe ich bereits, dass unbedingt ein neuer Server samt USV, SQL-Umstellung und ordentlicher Konfiguration und Wartungsvertrag her muss.

Nochmals vielen Dank!
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Mitglied: support-it
09.12.2020 um 12:00 Uhr
Zitat von Schrumpfi:

--> Des weiteren hat RA-Micro (Der RA-Micro Partner genauer gesagt) genau das angeboten, was hier von euch zerissen wird, nämlich den Server durch einen "Arbeitsplatz-Server" mit SSD-Raid zu ersetzen. Also kein eigener Server, sondern Server steht an einem Arbeitsplatz und besteht aus Consumer-Hardware, jedoch mit Raid. --> Macht mich natürlich stutzig.

Aber ihr habt ja nicht nur einen RA-Micro-Server. Ihr werdet auch noch einen Domaincontroller haben und einen Ort, wo andere Daten gespeichert werden (Fileserver, geht auch auf dem AD); Word, Excel, PDF usw. Wollt ihr das alles auf einem Client-System haben? Ich hoffe nicht. Außerdem muss der Client dann immer laufen, dann könnt ihr euch auch gleich einen Server hinstellen, der dann auch noch ordentliche Backups fährt und für 24/7 geeignet ist. Später braucht ihr vielleicht wegen der aktuellen Situation auch noch einen Terminalserver oder einen VPN-Server für den Fernzugriff.

Zitat von Schrumpfi:
--> Backup: RA-Micro Partner bietet an: Backup der Datenbanken und RA-Micro Daten: 119€ monatlich in Cloud.
Unabhängiger Anbieter: Backup 350€ jährlich auf NAS.
Das ist ja schon ein erheblicher Unterschied, zum Einen im Bezug auf die laufenden Kosten und zum anderen aber natürlich auch wieder eine Datenschutzfrage.
Es gibt verschiedene Möglihckeiten, auch in der Cloud datenschutzrechtlich im Grünen zu sein.
1. Backup verschlüsseln
2. Deutche Rechenzentren bevorzugen
3. Rechenzentren bevorzugen, die damit werben, dass deren eigener Storage verschlüsselt ist, selbst wenn eine USA die Daten anfordert, sind sie trotzdem verschlüsselt
Warum bei einem Backup auf ein NAS jähliche Gebühren anfallen: Ich vermute, dass es sich dabei um einen Wartungsvertrag mit dem Backupanbieter handelt, dmit man immer die aktuelle Software nutzen kann oder dass im schlimmsten Falle den Backupanbieter supported.

Zitat von Schrumpfi:
Verstanden habe ich bereits, dass unbedingt ein neuer Server samt USV, SQL-Umstellung und ordentlicher Konfiguration und Wartungsvertrag her muss.
USV ist in jedem Fall sinnvoll. Wartungsvertrag ist sicher auch sinnvoll. Zu der SQL-Umstellung kann ich nicht viel sagen. Ein SQL Standard kostet halt.

MfG
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Mitglied: certifiedit.net
LÖSUNG 09.12.2020 um 12:01 Uhr
Was ist zu tun?!?!

Partner suchen, mit dem Ihr a) klar kommt und b) der da/greifbar ist und c) dem Ihr vertraut.

Sonst wird das nix. Frag mal deinen Vater, wie er mit Klienten umgeht, die Ihm nicht vertrauen?

Soweit, so gut. Die sollen das dann planen und umsetzen und begleiten.
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Mitglied: Schrumpfi
09.12.2020 um 12:21 Uhr
Zitat von certifiedit.net:


Partner suchen, mit dem Ihr a) klar kommt und b) der da/greifbar ist und c) dem Ihr vertraut.

Sonst wird das nix. Frag mal deinen Vater, wie er mit Klienten umgeht, die Ihm nicht vertrauen?

Soweit, so gut. Die sollen das dann planen und umsetzen und begleiten.


Wahrscheinlich ist das die sinnvollste Antwort..

Habe ich aus der Perspektive nämlich noch gar nicht betrachtet.. Würde mir wohl als "IT-Mensch", als Fachmann auf meinem Gebiet, auch ver* vorkommen, wenn da jemand zusätzlich jemand versucht meinen Kunden zu beraten und meine Fähigkeiten in Frage stellt.

Werde wohl sinnvollerweise meine Fragen einfach mal in einem Gespräch zu 3. stellen und schauen, wie es passt.
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Mitglied: certifiedit.net
09.12.2020 um 12:55 Uhr
Denke dieser Gedanke ist nicht ganz abwegig und solltest du deinem Vater auch so mit geben. Mitdenken des Kunden ist gerne gesehen (zumindest bei uns) - aber wenn er besser weiss, was gut für Ihn ist, dürfte es sich bei uns verhalten, wie bei deinem Vater in der Rechtsberatung.
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