Richtfunk - Zuverlässig genug?

Mitglied: Qugart

Qugart (Level 1) - Jetzt verbinden

16.12.2015, aktualisiert 18.12.2015, 3121 Aufrufe, 16 Kommentare

Mahlzeit zusammen!

Unser kleines Rechenzentrum hängt momentan an einer 2.000er SDSL-Leitung. Aktuell reicht's noch, weil auf das ERP per Telnet zugegriffen wird. Wir haben zwar auch eine browsergestützte Oberfläche, die deutlich mehr Bits hin- und herschickt, aber das wird zur Zeit per RDP über den VPN-Tunnel gelöst. Der Client wählt sich per RDP auf einen Server ein und startet dann die Browseroberfläche.

Zukünftig wollen wir die Außenstellen per VDI anhängen. Rechnerisch brauchts dann bei uns einen 5 Mbit-Upload.
Nun hab ich das Problem, dass die Telekom mir eine DeutschlandLAN Connect L zugesagt hat und jetzt aus baulichen Gründen den Termin von Ende Januar 2016 auf Ende 2016 geschoben hat.

Eine Lösung des Problems hätte ich jetzt mit Richtfunk realisiert. Der Anbieter garantiert mir 8 Mbit synchron, die dann bis 16 Mbit nach oben gehen können. Also schön ausreichend.
Ich hab da aber noch ein wenig Bauchgrummeln, ob das auch zuverlässig ist. Die Geschwindigkeit glaub ich, aber wie sieht's bei sowas mit Ausfällen aus? Das aktuelle Business-SDSL läuft schon Jahre ohne Aussetzer.

Als Fallback-Lösung hab ich da an LTE gedacht. Hier gibt's zwar keine Uploadgarantie, aber mit "langsameren" Verbindungen kann ich mal eine kurze Zeit für Notfälle überbrücken. Bei Kupfer hätte ich da auch keine großartigen Bedenken. Richtfunk kann ich da aber so gar nicht einschätzen, weil mir da absolut die Erfahrung fehlt.

Was haben denn die werten Kollegen dazu zu sagen?
Erfahrungen, Tipps, Stolpersteine. Immer nur her damit.
Mitglied: flow.ryan
LÖSUNG 16.12.2015, aktualisiert 18.12.2015
Hallo,

wir haben hier in der Region (Bremen) einen lokalen Anbieter der das ebenfalls sehr professionell betreibt und sogar bis zu 100MBit/s synchron anbietet. Ebenfalls alles per Richtfunk.

Einige unserer Kunden nutzen dies und betreiben sogar VoIP darüber - ohne Probleme und das seit Jahren.
Wirkliche Ausfälle waren seitens des Betreibers auch nicht zu verzeichnen.

Es steht und fällt alles mit dem Anbieter und der verwendeten Technik.

VG,
Florian
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Mitglied: michi1983
16.12.2015, aktualisiert um 11:43 Uhr
Zitat von @flow.ryan:

Hallo,

wir haben hier in der Region (Bremen) einen lokalen Anbieter der das ebenfalls sehr professionell betreibt und sogar bis zu 100MBit/s synchron anbietet.
symmetrisch ;-) face-wink
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Mitglied: flow.ryan
16.12.2015 um 11:45 Uhr
Zitat von @michi1983:
symmetrisch ;-) face-wink

Korrekt :) face-smile Mein Fehler
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Mitglied: Qugart
16.12.2015 um 11:46 Uhr
Da kann er nix für. Den Fehler hab ich oben schon gemacht.

Aber schon mal Danke, für die erste Einschätzung. Den Anbieter halte ich jetzt für "nicht ganz falsch".
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Mitglied: 117643
117643 (Level 2)
16.12.2015 um 13:01 Uhr
Wohne auf dem Land, haben hier inzwischen sehr viele und scheinen auch zufrieden zu sein :) face-smile
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Mitglied: Deepsys
16.12.2015 um 13:09 Uhr
Hi,

das klappt schon ganz gut.
Einzig bei schwerem Gewitter kann dir schon mal die Leitung wegbrechen.

Vg,
Deepsys
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Mitglied: hatusatu
16.12.2015 um 13:36 Uhr
Hallo,

aus Erfahrung mit einer realen Nutzung einer Richtfunkstrecke sind mir folgende Faktoren, die zu Problemen führen, bekannt:
Nebel, Schneetreiben, Starkregen o. ä.
Dann noch diverse Datentransferprobleme bei schwacher "Leitung".
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Mitglied: Qugart
16.12.2015, aktualisiert um 13:57 Uhr
@Deepsys
Jo, das hab ich mir schon gedacht, dass das problematisch werden kann.
Da eben LTE per OSPF. Sollte funktionieren.
Mir ist's eben so komisch, weil ich da gar kein Kupfer mehr hab und alles (auch die Fallback-Verbindung) durch die Luft schwirrt.

Naja, mal schauen, was bei meiner Termineskalation bei der Telekom rauskommt.
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Mitglied: Qugart
16.12.2015, aktualisiert um 13:57 Uhr
@hatusatu
Da du ja Nutzer bist, würd mich jetzt zum einen die Häufigkeit der witterungstechnischen Beeinträchtigungen interessieren und zum anderen auch was denn diese diversen Datentransferprobleme nun genau sind.
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Mitglied: keine-ahnung
LÖSUNG 16.12.2015, aktualisiert 18.12.2015
Moin,
habe bei mir auf Arbeit ein asymmetrisches public-WLAN mit 16/8Mbit. Down schafft der das nie, aber der zugebuchte upstream steht wie eine Eins. Wenn es hart auf hart kommt, habe ich von zuhause mit s2s-VPN über LTE drei RDS laufen, geht völlig problemlos. Dazu habe ich zu Hause noch ein VOIP-Systemtelefon an meine TK in der Praxis angebunden, geht auch völlig problemlos. Die Verbindung ist auch relativ wetterfest, dafür hat mein Provider ganz sicher häufiger technische Probleme als das bei einem kabelgebundenen ISP zu erwarten wäre - vermute ich. Ich hatte dieses Jahr 2 oder drei Komplettausfälle über mehrere Stunden. Kann ich gut verkraften, ob das andere können ..?

LG, Thomas
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Mitglied: Qugart
16.12.2015 um 15:26 Uhr
Das hört sich ehrlich gesagt schon mal gut an.
Der Provider soll selber ziemlich stabil sein. Und wie gesagt, für so ein oder zwei Tage Ausfall würd ich auf LTE zurückgreifen.
Das würd ich auch machen, wenn ich eine Kupferleitung da hätte. Hauptsache zwei verschiedene Medien.
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Mitglied: Deepsys
LÖSUNG 16.12.2015, aktualisiert 18.12.2015
Also einen Ausfall von Tagen hatten wir noch nie, das waren max. Stunden dann war es wieder gut.
Und Nebelprobleme, die hatten wir nie ...
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Mitglied: keine-ahnung
16.12.2015 um 17:02 Uhr
Und wie gesagt, für so ein oder zwei Tage Ausfall würd ich auf LTE zurückgreifen.
Wenn Ihr keinen Mailserver&Co. habt kann man das dann mal machen.

LG, Thomas
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Mitglied: keine-ahnung
16.12.2015 um 17:03 Uhr
Und Nebelprobleme, die hatten wir nie ...
Nebelprobleme habe ich ganz häufig an den Wochenendnächten ... aber was hat das mit dem Internetzugang zu tun :-) face-smile?

Duck und wech, Thomas
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Mitglied: Pjordorf
LÖSUNG 16.12.2015, aktualisiert 18.12.2015
Hallo,

Zitat von @Qugart:
jetzt mit Richtfunk realisiert
Da du kein Anbieter oder deren verwendete Technik aufführst, mal einer der "Optischen" Richtfunk anbietet. Bis zu 1,25 GBit/S Vollduplex..... http://www.rubytech.de/optischer-richtfunk/optischer-richtfunk-ueber-la ... Dann noch z.B. http://www.lightpointe.de/ Ja, bei diesen anderen Richtfunksystemen - nein, keine Fritzbox oder so - gelten andere Anforderungen als an einen einfachen WLAN Kasten und sind auch nicht zu verwechseln. Nebel, Schnee, Regen usw. sind Sachen die dort mittlerweile nicht mehr das Desaster folgen lassen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Optischer_Richtfunk

http://www.itm-group.com/web/index.php?id=produkte&Name=BreezeNET+B ...
https://com-sys.de/richtfunk-in-festnetzqualitaet.html

Der Anbieter garantiert mir
Lass dir erklären warum er das garantieren kann, wieso seine Technik dort es hergibt.....

Gruß,
Peter
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Mitglied: Rroto83
17.02.2016 um 18:54 Uhr
Hallo Qugart,

weiß nicht ob das Thema für dich noch besteht, aber anbei meine Erfahrungen aus meinem Arbeitsalltag:

Wir haben sowohl schon über regionale, wie die beiden nationalen Richtfunkanbieter Kunden angebunden. Teilweise wird über Punkt-zu-Mehrpunkt-Technik (bis ca. 100 Mbit/s syncron, schnell verfügbar, relativ günstig), teilweise wird über Punkt-zu-Punkt-Technik (bis 622 Mbit/s, relativ lange Vorlaufzeit, da Beantragung über BNetzA nötig, teurer)gearbeitet. Die Anbindungen werden sowohl als Primär-als auch als Backupanbindungen genutzt. Insgesamt sind unsere Erfahrungen positiv mit Richtfunk, die meisten Anbieter performen nicht schlechter als terrestrische Leitungen und bei Upgrades geht es meistens schneller.

Hoffe das konnte dir helfen ;)
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