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gelöst SFP(+) Kompatibilität

Mitglied: Waishon

Waishon (Level 1) - Jetzt verbinden

15.05.2017 um 15:09 Uhr, 5509 Aufrufe, 59 Kommentare, 6 Danke

Hallo,

wir sind aktuell dabei unser Netzwerk etwas aufzurüsten.

Folgender Plan:
Wir haben 2 Server, die als VDI Nodes arbeiten. Diese beiden Server sollen nun mit 10Gbit/s möglichst kostengünstig angebunden werden.

Nach etwas Recherche findet man SFP+ Netzwerkkarten. Insbesondere die von Mellanox ConnectX-2, die man günstig auf eBay kaufen kann.

Als Switch wollten wir folgenden einsetzten:
https://www.hpe.com/de/de/product-catalog/networking/networking-switches ...
Dieser hat zwei SFP+ Ports für die beiden Server und nochmal zwei 10GBase-T Anschlüsse, die wir gerne nutzen wollten um einen zweiten Raum über vorhandene Infrastruktur mit 10Gbit anzubinden.

Auf dem Gebiet von SFP bin ich allerdings noch relativ Unerfahren. Wenn ich jetzt ein beliebiges SFP+ DAC Kabel kaufe und es zwischen die Mellanox ConnectX-2 Karte und dem Switch häng, funktioniert es dann? Oder gibt es bei SFP+ besondere Kompatibilitäten zu beachten?

Bei Glasfaser hat man ja das Problem das die Transreceiver zueinander passen müssen, aber müssen auch die Geräte, in denen man den SFP Stecker einsteckt kompatibel sein, oder ist das ganze Standardisiert?

Danke schonmal für Antworten
59 Antworten
Mitglied: aqui
LÖSUNG 15.05.2017 um 15:22 Uhr
Nein ! Das funktioniert nicht immer mit jedem beliebigen DAC Kabel.
Übrigens sind DAC und SFP+ zwei vollkommen unterschiedliches paar Schuhe, denn SFP+ beschreibt in erster Linie die Schnittstelle für steckbare Optiken. DAC nutzt diese auch.

Es kann deshalb Probleme geben weil es 2 Arten von DAC Kabeln gibt. Aktive und passive.
Aktive haben einen Leitungsverstärker zur Signalregeneration im SFP Stecker, die passiven wie der Name schon sagt nicht.
Beides ist nicht kompatibel. Infolgedessen musst du bei der Verwendung von DAC Kabeln immer sicherstellen das BEIDE Enden also Switch und NIC entweder passive oder aktive DAC Kabel supporten.
Hast du dort einen Widerspruch dann kannst du nur noch auf optische SFPs und LWL Patchkabel ausweichen. Dort spielt das keine Rolle.
Bei Glasfaser hat man ja das Problem das die Transreceiver zueinander passen müssen
Das ist natürlich technsicher Quatsch ist aber deiner Unwissenheit zugute zu halten.
Wenn du auf beiden Seiten SR Optiken verwendest dann klappt das natürlich auch.

HP hat aber zusätzlich noch die Problematik das die ein sog. Vendor Checking machen an den SFP Ports. Sie prüfen also ob dort auch HP gebrandete Optiken oder Kabel Verwendung finden.
Du bist also gezwungen HP gebrandete Produkte zu nehmen oder wenns vom freien Markt ist welche die ein HP Branding haben. Ein weiterer Grund von HP immer die Finger zu lassen im Switching !
Hier gilt es also genau aufzupassen.
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Mitglied: kaiand1
15.05.2017 um 15:36 Uhr
Nun es gibt zwar Standards jedoch kann es dennoch zu Problemen/Störungen kommen.
Daher hat der Hersteller seiner Geräte auch eine Liste mit kompatiblen Geräten/Modulen welche mit dem Gerät auch gehen.
Von anderen Herstellern gibt es zwar auch Module die auch was Kostengünstiger sind dennoch auch unterschiede haben können.
Du kannst den Hersteller Fragen vom Switch jedoch wird dieser eher sein eigene Module nennen die Problemlos laufen.
Die anderen Module kannst du den Hersteller ja nachfragen ob dieser dein Switch Problemlos Unterstützt.
Jedoch wenn es später mal Probleme geben sollte kannst du nicht unbedingt auf Support vom Switchhersteller hoffen da du Fremdprodukte nutzt die ggfs keine Freigabe haben.

Es gab vor einiger Zeit dazu mal ein Beitrag dazu wo dies extra Angesprochen wurde (Find den grad nicht)
wo zwar 3t Hersteller für die Module gibt jedoch die Firmenware noch Probleme bei den Modulen gibt und so nicht wirklich ganz Nutzbar sind.

Jedoch habt ihr ja kein Vorteil wenn später es Instabil läuft und ihr dann andere Module holen müsst.
Gespart wird gerne an der Falschen Ecke....
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Mitglied: aqui
15.05.2017, aktualisiert um 15:42 Uhr
@kaiand1
Meintest du diesen Thread ?
https://www.administrator.de/content/detail.php?id=282149
Gilt ja mehr oder minder auch für 10G wenn man mal von den Längen absieht...
Bei den Optiken gibt es weltweit nur noch 3 Hersteller und keiner der Switch Hersteller produziert SFP Optiken und Module selber. Die sind alle dazugekauft.
Ein Branding ist Marketing und um Kunden fest zu binden...
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Mitglied: Waishon
15.05.2017 um 15:49 Uhr
Hallo,

danke für die Antwort. Die hat mir schonmal geholfen

Laut HP Mellanox Doc sollte dies Aktive DACs unterstützen. Das HP Switch auch.

Was ich noch nicht ganz verstanden habe mit dem Branden:
Nimmt der HP Switch nur Kabel nicht an, die nicht von HP sind oder auch Geräte am anderen Ende die nicht von HP sind (letzteres fände ich ja irgendwie merkwürdig ).

Ich habe mir jetzt zum Testen einmal zwei Mellanox Karten gekauft (Bundle), wo auch ein DAC mit drin ist:
http://m.ebay.de/itm/371847305798
Erstmal zum Erfahrung sammeln.

Wenn ich so jetzt nach HP Active DAC Kabeln suche ist man auch schon locker bei 80€+. Sind diese Preise normal oder liegt das an HP Enterprise?

Was würdet ihr uns empfehlen? Lieber ein Netgear Switch? Haben die Branding?
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Mitglied: kaiand1
15.05.2017 um 16:16 Uhr

Nein der war es nicht.
War damals Unterwegs und hatte den nicht gespeichert :/
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Mitglied: aqui
15.05.2017, aktualisiert um 16:20 Uhr
Das HP Switch auch.
Ist der Switch nicht eigentlich ein Mann ?? He, the switch...
Was ich noch nicht ganz verstanden habe mit dem Branden:
In den SFP Steckern oder Optiken ist meist ein kleines Eeprom mit einem einprogrammierten Vendor Code des Herstellers.
Dieser wird beim Booten des Switches geprüft und auch beim Einstecken von SFP Steckern. Stimmt der vendor Code nicht überein oder fehlt er setzt der Switch den Port in den Shutdown Mode, deaktiviert ihn also.
Wenn deine HP Gurke also nicht mit den Mellanoxen will liegts daran.
HP Active DAC Kabeln suche ist man auch schon locker bei 80€+
Klar da rächt Billigheimer HP sich dann gnadenlos an dir das du ihm auf den leimgegangen bist. Erst schlecht performante Hardware von einem Sammelsurium an Herstellern vertickert und dann noch bei den Optiken abgezockt...willkommen in der Welt von HP.
Aber mal ehrlich. Versuch es erstmal mit NoName Kabeln wenns geht ist alles gut. Wenn nicht tauschen...
Lieber ein Netgear Switch? Haben die Branding?
Igitt, vom Regen in die Traufe....
Wenn dann ein Cisco SG500 oder Brocade/Ruckus ICX 7150 usw. bei 10G. Die SOHO Serie von Cisco und Brocade macht kein Vendor Checking !! NetGear aber auch nicht...
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Mitglied: Waishon
15.05.2017 um 16:35 Uhr
Ok not Cisco ist man dann natürlich in einer ganz anderen Preisklasse. Die HP und Netgear Switche liegen bei ca 1000-1200€.

Wir haben hier aktuell ein HP 1920 stehen, der 4 SFP 1GBit Ports hat. Ich kann es ja erstmal mit dem versuchen. Wenn es damit klappt, kann man dann auch davon ausgehen, dass es mit dem HP 1950 geht?
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Mitglied: aqui
15.05.2017 um 16:40 Uhr
Ok not Cisco ist man dann natürlich in einer ganz anderen Preisklasse
Wie immer Blödsinn wenn man die SG Serie wie angegeben vergleicht und NICHT die Catalysten.
Also Inhalte in den Threads hier bitte auch lesen und verstehen !
Vergleichbar zu deinen üblen HP Gurken ist der SG-200.
http://www.cisco.com/c/en/us/products/switches/small-business-200-serie ...
Wenn es damit klappt, kann man dann auch davon ausgehen, dass es mit dem HP 1950 geht?
Ja, das kannst du.
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Mitglied: Waishon
15.05.2017 um 18:17 Uhr
Danke, ich werde mir die Serie bei Gelegenheit einmal genauer anschauen.
Ich finde aber in der SG Serie auf der schnelle kein Switch, dass 2x SFP+ mit 10Gbit/s und 2x 10GBase-T bietet, nur in der teureren Catalyst Reihe.

Weißt du zufällig ob der/die HP-Switch(e) nur aktive DACs akzeptieren, oder auch passive?
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Mitglied: Waishon
19.05.2017 um 14:16 Uhr
Was haltet ihr eigentlich von Zyxel XGS2210-52?

Wir brauchen in der Schule keine Premium Switche mit Tonnenweise konfigurationsmöglichkeiten Die müssen nur funktionieren und VLANs/Link Aggregation können
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Mitglied: aqui
19.05.2017 um 14:32 Uhr
Dann kannst du auch Longshine, NetGear, D-Link oder Cisco SG-200er nehmen. Ist eh alles das gleiche weil identische HW in denen steckt.
Mit Zyxel oder Cisco in der Wahl fährst du aber generell nicht schlecht und machst nichts falsch. Die gehören schon zu den Besseren der Billigheimer.
Letztlich aber wie gesagt im Biiligsektor ist es salopp gesagt.. .vollkommen "Latte" was du machst.
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Mitglied: Waishon
19.05.2017 um 17:39 Uhr
Ok vielen Dank

Laut dem Zyxel Support sperren die auch nicht explizit andere Transreceiver von anderen Herstellern.
Hattest du zufällig schon Kontakt mit Zyxel Switches in Kombination mit Transreceivers von anderen Herstellern? Bsp. mit Transreceivers von Cisco? Meinste die könnten genauso gut funktionieren wie die von Zyxel oder heißt es wie so vieles: "Try and error"?
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Mitglied: aqui
19.05.2017, aktualisiert um 22:36 Uhr
Das macht so gut wie keiner der Billighersteller....außer HP.
in Kombination mit Transreceivers von anderen Herstellern?
Ja, funktionieren alle problemlos.
Diese:
https://www.reichelt.de/Medienkonverter-GBICs/2/index.html?ACTION=2& ...
und auch diese:
http://www.ebay.de/itm/HP-Finisar-FTLF8524P2BNV-4Gb-850-nm-SFP-Transcei ...
laufen absolut fehlerlos.
Für 2 Euro bekommt man dann einen kompletten 1G LWL Link Besseren Schnapper kann man nicht machen...
Die Finisar Optiken sind komplett für 1Gig Ethernet spezifiziert:
https://www.finisar.com/sites/default/files/downloads/finisar_ftlf8524p2 ...
Dadurch das die laufen kannst du davon ausgehen das in den Teilen ALLES rennt was es auf dem freien Markt für SX Optiken gibt.
Also de facto KEIN Trial and Error !
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Mitglied: Waishon
19.05.2017 um 23:17 Uhr
Danke für deine Tipps.

Ich bin jetzt ziemlich überzeugt von Zyxel.
Ich denke wir werden uns mal den XGS2210-52 besorgen und dann etwas mit rumspielen und in der Praxis ausprobieren.

Du meintest ja auch am Anfang, dass das mit dem "Die Medienkonverter müssen zueinander passen" Quatsch sei, wenn ich jetzt richtig Informiert bin, kann ich also ein Transreceiver der auch auf 850nm arbeitet einfach mit einem Medienkonverter verbinden, der sich auf der anderen Seite befindet, richtig? Oder gibt es da auch wieder irgendwelche schwarzen Schafe, die ihren eignen Standard definieren?
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Mitglied: aqui
21.05.2017, aktualisiert um 12:06 Uhr
Na ja wärst du von der Cisco SG Serie sicher noch mehr. Letztlich aber wie gesagt egal, denn drinn ist immer dieselbe Hardware mit Cusctom Chipsätzen von Marvell oder Broadcom.
Es zählt was außen rum drumrum ist und da ist Zyxel sicher nicht das Schlechteste, das stimmt.
Es gibt aber immer noch was Besseres...
kann ich also ein Transreceiver der auch auf 850nm arbeitet einfach mit einem Medienkonverter verbinden, der sich auf der anderen Seite befindet, richtig?
Ja, absolut !
Wichtig ist natürlich nur das der medienkonverter auch mit 850nm Wellenlänge arbeitet !!
Schwarze Schafe gibt es dort nicht. Es gibt ja weltweit nur noch 3 oder 4 Firmen die Optiken herstellen....
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Mitglied: sk
22.05.2017, aktualisiert um 18:34 Uhr
Zitat von Waishon:
Was haltet ihr eigentlich von Zyxel XGS2210-52?
Wir brauchen in der Schule keine Premium Switche mit Tonnenweise konfigurationsmöglichkeiten
Die müssen nur funktionieren und VLANs/Link Aggregation können

Ein guter Switch, wenn die Anforderungen dazu passen und man bereit und intelligent genug ist, die vergleichsweise rudimentäre Webgui zu verstehen und deren durchaus vorhandene Vorteile zu erkennen. Das Gerät kann mehr, als ihr vermutlich je brauchen werdet. Ich sehe sogar eher die Gefahr, dass Ihr aufgrund der Vielfalt der Konfigurationsoptionen und der geringeren "Admin-Entmündigung" vom Zyxel eher überfordert seid, als vom HP.
Wir verwenden seit ca. 2004 an rund 20 Schulstandorten im Access-Layer und im Distribution-Layer fast ausschließlich nur fullmanaged Switche von Zyxel. In Summe dürften derzeit weit über hundert im Feld sein. Laufen absolut problemlos. Bei den sehr alten ES-20xxPWR gaben die Lüfter schnell auf und nach 7-8 Jahren waren teilweise einige Elkos hochgekocht. Aber bei den neueren und den aktuellen Switchen scheint Zyxel diesbezüglich dazugelernt zu haben.
Wichtig ist, dass man nicht zu den webmanaged Switches greift, denn die werden aufgrund des Kostendrucks in der Regel zugekauft. Was jetzt nicht unbedingt bedeutet, dass deren Hardware dann schlechter ist - im Gegenteil. Es gab z.B. eine Serie, die war zu 100% baugleich mit dem Equivalent aus der Cisco SG-Serie - fiel laut Vertriebler vom gleichen Band... Das Problem an den zugekauften Switches ist, dass die Firmware modellspezifisch ist und sich teilweise vom Rest des Switchportfolios unterscheidet. Dies bedeutet, dass diese Firmware nicht mehr weiterentwickelt wird, sobald die Serie abgelöst und woanders zugekauft wird. Bei den originär Zyxel-eigenen Switches ist der Produktlebenszyklus wesentlich länger, die Firmware über alle Serien kosistent und wird daher länger supportet.


Zitat von Waishon:
Laut dem Zyxel Support sperren die auch nicht explizit andere Transreceiver von anderen Herstellern.
Hattest du zufällig schon Kontakt mit Zyxel Switches in Kombination mit Transreceivers von anderen Herstellern? Bsp. mit Transreceivers von
Cisco? Meinste die könnten genauso gut funktionieren wie die von Zyxel oder heißt es wie so vieles: "Try and error"?

Zyxel frisst definitiv alles. Kein Problem.
Allerdings ist das m.E. kein Argument gegen den Einsatz von HP, denn für letztere bekommt man nicht nur problemlos passend gebrandete Billigmodule zu kaufen, sondern man kann das Vendor-Checking auch einfach auf dem CLI abschalten!


Gruß
sk
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Mitglied: Waishon
22.05.2017, aktualisiert um 19:15 Uhr
Danke für deine Ausführliche Beschreibung.

Seit wann kann man auf HP Switches das Vendor Checking deaktivieren? Oder war das auf Zyxel bezogen? Wenn ja, wäre das sehr interessant zu wissen wie das geht Dass es bei Cisco z.B. per CLI weiß ich wohl.

Aktuell haben wir ein HP 1920 im Einsatz. Der soll dann durch einen Zyxel getauscht werden, der 10Gbit/s SFP+ Unterstützt, damit wir unsere Mellanox Karten des Servers anschließen können .

Mitunter spricht für Zyxel dass dieser 4x SFP+ Ports besitzt, wohingegen bei HP diese erst bei den teureren Möglich ist. Die HP1950 Serie hat leider nur 2x SFP+ und 2x 10GBase-T Anschlüsse. Außerdem sind die auch noch knapp 500€ günstiger für ein 48 Port Switch mit gleicher Funktionalität. In Schulen spielt Geld immer eine Rolle

Meinst du nicht, dass man mit etwas Einarbeitung, wir sind zu zweit, die Einrichtung von VLANs möglich ist? Mehr brauchen wir eigentlich gar nicht
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Mitglied: sk
22.05.2017, aktualisiert um 23:30 Uhr
Zitat von Waishon:
Seit wann kann man auf HP Switches das Vendor Checking deaktivieren? Oder war das auf Zyxel bezogen? Wenn ja, wäre das sehr interessant zu wissen wie das geht

Meine Aussage bezog sich auf die fullmanaged Switche der ehemaligen Procurve-Serie, welche auf dem Betriebssystem ProVision basieren.
Dass Du von der als "smartmanaged" beworbenen 1900er Serie sprichst, habe ich jetzt erst gesehen. Diese haben möglichweise ein anderes OS und kein CLI. Bei der 1800er Serie war es jedenfalls so. Letztere war wirklich ziemlicher Mist.
Der Befehl für die Provision-CLI lautet "allow-unsupported-transceiver". Seit wann er implementiert ist, ist mir nicht bekannt. Er ist jedenfalls undokumentiert.
Ein Teil der 1900er Serie soll übrigens auf den ehemaligen H3C-Geräten basieren und daher ComWare als OS haben. Dort dürfte das Vendor-Checking bei aktuellem Firmwarestand lediglich eine Warnung generieren. Ist jedenfalls auf unseren 7500er Chassis so.


Zitat von Waishon:
Meinst du nicht, dass man mit etwas Einarbeitung, wir sind zu zweit, die Einrichtung von VLANs möglich ist? Mehr brauchen wir eigentlich gar nicht
Doch selbstverständlich! So lange Ihr bereit seid zu akzeptieren, dass Ihr halt einen im typischen VLAN-Szenario bei anderen Switchen nicht erforderlichen Konfigurationsschritt zusätzlich machen müsst und Euch das Mitdenken und Verstehen nicht abgenommen wird. Zyxel implementiert halt wie viele andere auch dumpf den Minimalstandard und bemüht sich nicht, da zusätzlichen Komfort reinzuprogrammieren (was allerdings u.a. an anderer Stelle wieder zusätzlichen Komfort schafft - beispielsweise die Möglichkeit, VLANs zu clonen).
Schau mal hier vorbei:
https://www.administrator.de/forum/gibt-pvid-vlans-325880.html
https://www.administrator.de/forum/verst%C3%A4ndnisfrage-vlan-337388.htm ...
Wenn Euch das nicht abschreckt, Ihr nicht zwingend eine vermeintlich bessere Marke für Euer Ego braucht und nicht irgendwelche bislang nicht genannten speziellen Anforderungen habt, dürfte der Zyxel-Switch eine gute Wahl sein.
Die Web-GUI ist halt extrem schlicht (andere würden wohl unzeitgemäß dazu sagen), aber auch das hat seine Vorteile (Geschwindigkeit und Browserkompatibilität nämlich). Wenn man sie erstmal gewohnt ist und die Vorteile erkannt hat, fängt man sogar irgendwann an, sie regelrecht zu genießen... Wie gesagt: Wir haben diese Geräte seit Jahren mit hoher Zufriedenheit in vielen Schulen im Einsatz. Das rennt - da gibt es wesentlich schlechteres! Und "Einfuchsen" muss man sich in jedes System...

Gruß
sk
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Mitglied: Waishon
22.05.2017 um 23:30 Uhr
Hört sich doch positiv an

Lernbereitschaft und Zeit ist aufjedenfall vorhanden . Ich denke wir werden und dann demnächst ein Zyxel bestellen und erstmal in einem separaten Netzwerk etwas rumspielen, um sich da reinzufinden, bevor wir es produktiv einsetzten.

Und wenn wir nicht weiter kommen/Manual nicht hilft wissen wir ja wo wir fragen :P
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Mitglied: sk
22.05.2017, aktualisiert um 23:45 Uhr
Solltet Ihr für den "Erstkontakt" und das Austesten zunächst ein günstigeres Modell als den genannten XGS2210-52 bestellen wollen, dann achtet darauf, dass Ihr ein Gerät mit dem Betriebssystem ZyNOS erwischt (idR. ab der 2000er Serie gegeben, solange es sich nicht um spezielle Modelle wie die Metro-Switch-Serie oder die Industriegeräte handelt). Auf keinen Fall die als Webmanaged beworbenen Geräte wählen. Im Zweifel fragt mich erst per PN.

Eine gute Anlaufstelle für deutschsprachige Konfigurationsanleitungen ist die Knowledgebase des Schweizer Importeurs Studerus:
https://www.zyxel.ch/de/support/knowledgebase/
https://www.studerus.ch/de/support/knowledgebase/

Viel Erfolg!

Gruß
sk
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Mitglied: Waishon
22.05.2017 um 23:46 Uhr
Wir wollen ja das Zyxel Switch nehmen, also müssen wir das irgendwie hinkriegen :P Deswegen holen wir uns wohl direkt den zum Testen. Und wenns nicht klappt, man hat ja 14 Tägiges Widerrufsrecht :P
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Mitglied: sk
23.05.2017, aktualisiert um 00:09 Uhr
Gute Entscheidung!
Noch ein letzter Hinweis: der genannte Switch hat (temperaturgesteuerte) Lüfter und macht schon etwas Krach. In Schulen ist das gelegentlich ein Problem, da bei "nachgefrickelten" Datenverkabelungen zuweilen die Netzwerkschränke in Unterrichtsräumen montiert sind.
Der einzige lüfterlose Switch dieser Serie ist der XGS2210-28. Der hat natürlich deutlich weniger Ports.
Bis zu zwei dieser Geräte kann man jedoch mit bis zu 2x 10G stacken, so dass sie sich rein funktional wieder wie ein großer Switch verhalten.
(Nur) Switchübergreifend ist der Datendurchsatz dann natürlich deutlich geringer, als innerhalb der Backplane eines 50 Port-Switches.

Gruß
sk
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Mitglied: Waishon
23.05.2017 um 00:17 Uhr
Ja das mit der Lautstärke habe ich auch schon gehört.
Der 48 Port Switch kommt in unseren Serverraum. Da rennen auch 3 HP Server und weitere Maschinen, die Krach machen.
Wie laut sind die Switche denn ungefähr?
Die mit POE sollen an noch schlimmer sein .

Für einen anderen Computerraum wollten wir sowieso 28 Port Switche nutzen ohne Lüfter
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Mitglied: sk
23.05.2017, aktualisiert um 00:39 Uhr
Zitat von Waishon:
Ja das mit der Lautstärke habe ich auch schon gehört.
Der 48 Port Switch kommt in unseren Serverraum. Da rennen auch 3 HP Server und weitere Maschinen, die Krach machen.

Dann sollte das kein Problem sein.


Zitat von Waishon:
Wie laut sind die Switche denn ungefähr?
Die mit POE sollen an noch schlimmer sein .

Laut Datenblatt knapp 52 dB(A ) - die PoE-Varianten ca. 57 dB(A), was aber der Maximalwert bei Volllast sein dürfte.
Zur Einordnung: http://www.ergo-online.de/site.aspx?url=html/arbeitsplatz/arbeitsumgebu ...

Gruß
sk
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Mitglied: Waishon
23.05.2017 um 00:55 Uhr
Zitat von sk:
Doch selbstverständlich! So lange Ihr bereit seid zu akzeptieren, dass Ihr halt einen im typischen VLAN-Szenario bei anderen Switchen nicht erforderlichen Konfigurationsschritt zusätzlich machen müsst und Euch das Mitdenken und Verstehen nicht abgenommen wird.

Von welchem zusätzlichen Konfigurationsdateien redest du eigentlich genau? Hab das noch nicht ganz herauslesen können Das mit der PVID?
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Mitglied: sk
23.05.2017 um 01:02 Uhr
Zitat von Waishon:
Das mit der PVID?

ja
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Mitglied: Waishon
23.05.2017 um 01:10 Uhr
Das ist doch, wenn ich es richtig verstanden habe, einfach nur die VLAN ID, die ein Paket, erhält, dass "in den Switch" am Untagged Port empfangen wird. (Mal in Anfängerisch ausgedrückt), Sprich Standardmäßig ist das ja VLAN 1, richtig?
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Mitglied: sk
23.05.2017 um 01:27 Uhr
Richtig. Zumindest, wenn man es nicht ganz so genau nimmt.
Exakter wäre:
Wenn Traffic, der nicht bereits mit einer VLAN-ID gekennzeichnet ist, auf einem Port eingeht, dann wird er in das VLAN "geschoben", das als PVID für diesen Port hinterlegt ist - aber nur, sofern keine anderen Mechanismen greifen (z.B. MAC-Adress- oder Protokollbasierte VLAN-Zuordnung).
Per Default ist die PVID in der Tat auf 1.

Gruß
sk
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Mitglied: Waishon
23.05.2017 um 01:55 Uhr
Danke, das habe ich jetzt soweit verstanden.

Eine weitere Frage bezieht sich auf "Virtuelle IPs" (VIP). Unser aktuelles HP Switch hat leider jemand anderes konfiguriert, den ich leider nicht so schnell erreiche. Aufjedenfall haben unsere Maschinen die IPs 192.168.5.203 und 192.168.5.204. Hier gibt es die VIP 192.168.5.252, die standardmäßig auf 203 zeigt, aber im Falle dass 203 Down ist auf 204 wechselt.

Jetzt habe ich im Webinterface des HP 1920 Switches dazu keine Einstellung gefunden. Hast du vielleicht eine Idee unter welchem Stichwort man das im HP manual findet? Bei "VIP" findet man nichts.
Bitte warten ..
Mitglied: sk
23.05.2017, aktualisiert um 10:33 Uhr
Ich vermute, dass dies Teil der Failoverkonfiguration Eurer VDI-Lösung ist, von der Du mir per PN berichtet hast. Dass dies auf den vorhandenen Switchen abgebildet ist, erscheint mir sehr unwahrscheinlich. Da wurde sicherlich bestenfalls die Aging Time des MAC Address Learnings heruntergesetzt, um die Umschaltzeit beim Failover zu verbessern. Letzteres geht beim Zyxel auch - meiner Erinnerung nach aber nur global, also für sämtliche Switchports.

Gruß
sk
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Mitglied: aqui
23.05.2017 um 11:06 Uhr
Ist ne simple VRRP Failover Konfig. Im Handbuch steht wie man das macht.
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Mitglied: sk
23.05.2017, aktualisiert um 11:56 Uhr
Zitat von aqui:
Ist ne simple VRRP Failover Konfig.

War auch mein erster Gedanke. Da der vorhandene HP1920 aber laut Datenblatt kein VRRP unterstützt, kann es das ja wohl nicht sein.


@Waishon: Der HP1920 hat ein Basic Layer3-Featureset. Wenn Du am Switch routen willst, ist der gewählte Zyxel nicht passend gewählt. Dann müsstest Du auch bei Zyxel einen Layer3-Switch nehmen (ab der 3000er Serie aufwährts; VRRP ab 4000er).


Gruß
sk
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Mitglied: Waishon
23.05.2017 um 12:19 Uhr
Im Manual Der VDI Lösung steht das ein Layer-2 Switch benötigt wird. Von daher brauche ich auch kein Routing. VLANs brauche ich eig nur für die VDI Lösung.

Jap eben der HP kann kein VRRP.
Wenn laut Doc ein Layer-2 Switch benötigt wird, dann fällt VRRP ja vermutlich sowieso weg oder? Ist ja höher als Layer 2, wenn ich das richtig sehe.
Bitte warten ..
Mitglied: sk
23.05.2017 um 12:24 Uhr
was meinst Du denn mit " Aufjedenfall haben unsere Maschinen die IPs 192.168.5.203 und 192.168.5.204. Hier gibt es die VIP 192.168.5.252, die standardmäßig auf 203 zeigt, aber im Falle dass 203 Down ist auf 204 wechselt."?
Meinst Du mit "Maschinen" die VDI-Hosts?
Bei VRRP geht es um Gateway-Redundanz... also andere Baustelle...

Gruß
sk
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Mitglied: aqui
23.05.2017 um 12:25 Uhr
Ja aber der kann so einen gruseligen HP proprietären Modus der mehr oder minder das gleiche ist.
Und ja, wenns ein reiner L2 Switch ist dann kann der gar kein Routing und damit natürlich auch kein VRRP.
Eine Routing Redundnaz müsste dann woanders herkommen mit 2 Routern oder 2 Firewalls im VRRP Mode oder was auch immer.
Bitte warten ..
Mitglied: Waishon
23.05.2017 um 12:32 Uhr
Jap genau, es geht hier um die VDI Hosts.

Wie @sk vorhin ja schrieb, ist es ein L2+ Switch, allerdings sollte laut Doc auch ein L2 laufen. Also kann es mit Routing nichts zu tun haben
Bitte warten ..
Mitglied: sk
23.05.2017, aktualisiert um 12:46 Uhr
Zitat von aqui:
Ja aber der kann so einen gruseligen HP proprietären Modus der mehr oder minder das gleiche ist.

Ich vermute, Du hast die ProVision-basierte Switch-Serie vor dem geistigen Auge. Nach Lesen des Datenblattes bin ich mir aber fast sicher, dass es sich bei den 1920ern um abgespeckte ComWare-Geräte aus dem H3C-Zukauf handelt. Also mehr oder minder Nachfahren von 3Com... Da wird mir warm ums Herz, bei der Erinnerung an alte Zeiten, wo wir bis zur Client-NIC alles einheitlich 3Com hatten.



Zitat von Waishon:
Jap genau, es geht hier um die VDI Hosts.
Wie @sk vorhin ja schrieb, ist es ein L2+ Switch, allerdings sollte laut Doc auch ein L2 laufen. Also kann es mit Routing nichts zu tun haben

Bevor Ihr irgendwas ändert, solltet Ihr Euch schon genau im Klaren sein, was bei Euch im Netz gespielt wird. Es wäre also ggf. ratsam, doch jemanden hinzuzuziehen, der entsprechendes Know-How hat.


Gruß
sk
Bitte warten ..
Mitglied: Waishon
23.05.2017, aktualisiert um 13:26 Uhr
Ja wie gesagt. Eine Testumgebung aufbauen :D So lernt man auf die Harte Tour

Und notfalls kann man den alten Switch auch wieder zurück bauen. Ich selbst bin auch im Dev-Team der VDI Lösung, also wenn da etwas nicht klappt hat man die richtigen Kontakte :P
Bitte warten ..
Mitglied: sk
23.05.2017 um 13:39 Uhr
Na dann viel Erfolg und ein hoffentlich erkenntnisreiches und unterhaltsames Testen!

Gruß
sk
Bitte warten ..
Mitglied: Waishon
23.05.2017 um 16:41 Uhr
So habe gerade nochmal geschaut:

Die VDI Lösung nutzt auf den Nodes UCARP um ein Failover zu realisieren,
also reicht ein Layer 2 Switch vollkommen aus .

Die UCARP Konfiguration wurde beim Setup automatisch vorgenommen.
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Mitglied: Waishon
29.05.2017 um 10:37 Uhr
So, ich habe mir jetzt auf eBay sehr günstig SFP Module von HP besorgt (HP X120 1G SFP LC SX Transceiver - JD118B).

Leider kommt das dazugehörige LC-SC LWL Kabel erst morgen an. Gibt es bei dem OfficeConnect 1920G eine Möglichkeit zu schauen, ob er den Transceiver richtig erkannt hat? Über die CLI geht es leider nicht, wie in anderen HP Modellen.

Wenn man in den Transceiver reinschaut, sieht man den 850nm roten Laser, heißt das, dass der aktiv ist?
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Mitglied: aqui
29.05.2017, aktualisiert um 11:37 Uhr
Nicht zu 100% aber setzt die Wahrscheinlichkeit schon sehr hoch das es klappt.
Würde die Optik nicht erkannt und aktiviert würde auch der Laser nicht leuchten.
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Mitglied: Waishon
30.05.2017 um 09:33 Uhr
Danke :

Ich habe gerade nochmal in den Log geschaut und da ist folgendes zu sehen, wenn man das Modul einsteckt:
Ist das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? Mich irritiert, dass die Meldung als "Warning" angezeigt wird.
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Mitglied: aqui
30.05.2017 um 10:21 Uhr
Das ist vermutlich nur eine Info/Warning Syslog Message das im SFP Slot jetzt eine Optik drin st.
Dürfte mehr oder minder normal sein und nichts Negatives besagen.
Richtig erkannt wird die Optik ja als SX Optik auch, was ebenfalls ein gutes Zeichen ist.
Das sieht alles sehr normal aus.

Warum steckst du nicht einfach am anderen Ende mal was rauf und checkst ob der Link zustandekommt ??? Das sagt doch dann alles statt immer nur blind rumzuspekulieren ob dies oder das richtig und falsch ist ?!
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Mitglied: Waishon
30.05.2017 um 11:27 Uhr
Ich habe aktuell kein passendes LC Kabel . Das ist aber gerade unterwegs vom Versandhaus :P Die SFP-Module waren schneller, deswegen hab ich die schonmal reingesteckt.
Wenn es da ist, sag ich bescheid ob es geklappt hat.
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Mitglied: aqui
30.05.2017, aktualisiert um 14:01 Uhr
Gibts doch eigentlich bei jedem PC Shop um die Ecke
Dann warten wir mal bis die Kabel eintrudeln bei dir....
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Mitglied: Waishon
02.06.2017 um 07:33 Uhr
So das LWL Kabel ist endlich da. :D
Ich hab das jetzt zwischen einem Digitus Medienkonverter und einen HP X120 SFP (JD118B) mit einem SC auf LC Adapter verbunden und es funktioniert 1a Danke nochmal für eure Hilfe.
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Mitglied: Waishon
13.06.2017 um 23:42 Uhr
So der Zyxel Switch ist heute angekommen, werden uns den in den nächsten Tagen mal genauer anschauen.
Die HP Module rennen auch in dem ohne Probleme

Beim Durcklicken durchs Webinterface ist mir die Option "Bandwidth Control" aufgefallen.
Aus reinem Interesse: Die begrenzte Bandbreite, beispielsweise 10MBit/s gilt für den gesamten Traffic unabhängig vom Ziel oder? Sprich man kann nicht sagen, dass nur der Traffic der zum Internet führt begrenzt wird, sodass man intern immer noch die volle Bandbreite hat?

Für diese Zwecke bräuchte man vermutlich wieder andere Hardware, richtig?
Und nein wir brauchen es nicht zwingend und es war auch kein Kaufargument, falls kommen sollte "Ihr hättet euch vorher informieren sollen, ob der Switch das kann" :P Lediglich durch Zufall drauf gekommen :D
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Mitglied: sk
14.06.2017, aktualisiert um 08:57 Uhr
Zitat von Waishon:
So der Zyxel Switch ist heute angekommen... Die HP Module rennen auch in dem ohne Probleme

Wie ich sagte...


Zitat von Waishon:
Beim Durcklicken durchs Webinterface ist mir die Option "Bandwidth Control" aufgefallen.
Aus reinem Interesse: Die begrenzte Bandbreite, beispielsweise 10MBit/s gilt für den gesamten Traffic unabhängig vom Ziel oder?

Die Werte, die Du unter "Bandwith Control" pro Switchport je nach ingress- und egress getrennt konfigurieren kannst, beziehen sich jeweils auf dem gesamten Traffic des betreffenden Switchports.


Zitat von Waishon:
Sprich man kann nicht sagen, dass nur der Traffic der zum Internet führt begrenzt wird, sodass man intern immer noch die volle
Bandbreite hat?

Doch das könnte durchaus machbar sein. Nur an anderer Stelle. Wie die meisten Zyxel-Switche unterstützt auch der XGS2210 policybased Metering. Hierzu musst Du den Traffic zunächst mit einem sog. "Classifier" identifizieren und hierauf basierend eine entsprechende Policy-Rule definieren.
Hier mal ein Beispiel mit der VLAN-Zugehörigkeit als Kriterium: https://kb.zyxel.com/KB/searchArticle!gwsViewDetail.action?articleOid=01 ...
Du kannst aber auch Layer3- und Layer4-Informationen in den Classifiern verarbeiten.


Zitat von Waishon:
Für diese Zwecke bräuchte man vermutlich wieder andere Hardware, richtig?

Nein, nicht zwingend, aber es wäre wesentlich sinnvoller und dringend zu empfehlen, dies mit Hilfe der Firewall durchzusetzen. Zum einen geht das dort wesentlich einfacher und granularer und zum anderen drückt es ganz erheblich die Performence des Switches, wenn er sämtlichen Traffic bis auf Layer3/4 inspizieren muss. Dafür ist die Hardware eigentlich nicht gedacht. Deshalb sollte man diese Funktionen nur sehr wohlüberlegt und eng definiert einsetzen!


Gruß
sk
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Mitglied: Waishon
16.06.2017 um 14:09 Uhr
Nochmal eine Frage zu SFP+

Wenn man sich eine originale HP SFP+ PCIe Karte kauft, wie z.B. HP570SFP+ oder HP560SFP+ oder HP530SFP+, führt HP dort auch wieder Vendor Checking durch und erlaubt nur HP eigene Transreceiver bzw. DACs?
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Mitglied: Waishon
18.06.2017, aktualisiert um 02:13 Uhr
So,

wir haben jetzt den Zyxel Switch XGS2210-52 eingebaut. Zwei HP ProLiant DL360 Server, haben wir mit jeweils einer Mellanox ConnectX-2 ausgestattet. Und diese mit einem Cisco Kabel von eBay verbunden. Läuft alles einwandfrei! Zwischen zwei Linux Maschinen haben wir einen Dursatz von 9,3GBit/s.

Wie @sk schon sagte, man muss sich in den Zyxel etwas reinarbeiten (brauchten ca. 2 Stunden), aber dann liefen VLAN und Link Aggregation. Man lernt die Oberfläche echt schätzen, auch wenn sie minimalistisch ist, besonders wenn man die mit einer von HP vergleicht

Wir haben auch noch einen anderen Zyxel GS1900 verbaut, dort haben wir aktuell noch das Problem, dass der SFP+ Transreceiver mit einem Medienkonverter nicht zusammenarbeiten will. Gibts das?

Folgendes getestet:
Medienkonverter1 -> Medienkonverter2 geht.
SFP+ -> Medienkonverter2 geht NICHT
SFP+ -> Medienkonverter 1 geht.

Wir haben auch drei verschiedene LWL Kabel getestet und den SFP Transreceiver einmal in Zyxel und einmal im HP getestet. Kann es Inkompatibilitäten geben?

Könnte es ggf. sein, dass die Strecke zu lang ist? Das sind knapp 120m. Als Transreceiver nutze ich ein HP X120. Ist der vielleicht nicht empfindlich genug? Leitung sollte OM3 sein.
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Mitglied: sk
18.06.2017, aktualisiert um 18:36 Uhr
Ja es gibt zwischen den Transceivern durchaus Abweichungen hinsichtlich Sendeleistung und Empfangsempfindlichkeit. Im Grenzbereich der Längenspezifikation kann dies durchaus dazu führen, dass mit einem Transceiver (zunächst) noch ein stabiler Link zustande kommt, während die Verbindung mit einem anderen nicht mehr aufgebaut werden kann oder sich als instabil erweist (Fehler auf den Countern).
Sollte es sich aber wirklich um eine OM3-Faser handeln, dann scheint da etwas faul zu sein, denn deren genormte Mindestübertragungslänge beläuft sich für 1G-SX auf ca. 550m und für 10G-SR auf ca. 300m - also meilenweit von Deiner (vermuteten) Kabellänge entfernt. Möglicherweise ist die Strecke nicht in Ordnung oder es gibt Fehlpaarungen bei den verwendeten Patchkabeln (neben den Fasertypen ist auch die Steckeroberflächengestalt zu beachten). Viele wissen auch nicht, dass vor jeder Steckung die beteiligten Steckeroberflächen grundsätzlich mittels Videomikroskop zu inspizieren und ggf. zu reinigen sind.

Was mich verwundert ist zudem, dass Du zunächst von SFPplus sprichst (was normalerweise auf den Einsatz von 10G-Transceivern hindeutet) und Du später Transceiver vom Typ X120 erwähnst. Die HP X120 sind lediglich 1G-Module! Wenn dieses Datenblatt https://shop.bechtle.de/medias/6C5MJHbQzDUDodh9CBYV58-30.pdf stimmt, dann wird mit "X120" sogar eine ganze Serie unterschiedlicher Tranceivertypen gekennzeichnet. Ohne den Produktcode kann man hier gar nicht sagen, für welche Norm Dein Modul spezifiziert ist. Meiner Erinnerung nach meint "X120" lediglich, dass es sich um ein Modell aus der 1G-Tansceiver-Serie für die ehemaligen H3C/3Com-Produkte handelt. Die 1G-Transceiver für die ehemaligen Procurve-Geräte tragen - wenn ich mich recht erinnere - die Serienbezeichnung X121.
Solltest Du versuchen, in einem SFPplus-Slot ein 1G-Modul zu verwenden, dann könnte es sein, dass Du dem Switch noch mitteilen musst, dass es sich nicht um einen 10G- sondern um einen 1G-Transceiver handelt. Zumindest bei den ZyNOS-basierenden Zyxel-Switchen ist dies so. Wie sich die (zugekauften und umgelabelten) Zyxel GS1900 verhalten, weiss ich leider nicht. Auch nicht, wie sich die Comware-basierten Switche aus dem H3C-Zukauf verhalten. Die ehemalige Procurve-Serie schaltet meiner Erinnerung nach automatisch um, wenn ihm das Branding des Transceivers bekannt ist.

Gruß
sk

Nachtrag:
Ich sehe gerade, dass Du oben von "JD118B" geschrieben hast. Dies ist definitiv ein 1000Base-SX-Modul für die ehemalige H3C/3Com-Serie! Die Procurve-Entsprechung wäre J4858x. Technisch unterscheiden sie sich vermutlich nur durch das Branding.
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Mitglied: Waishon
18.06.2017, aktualisiert um 19:51 Uhr
Oh, da ist mir wohl noch ein Plus ans Ende gerutscht. Ich meinte selbstverständlich SFP 1G, sorry.
Das Modul ist ein JD118B, wie du schon richtig herausgefunden hattest :D

Also das SFP Modul ist 100% Kompatibel mit dem Switch. Wir haben den Baugleichen nochmal im selben Switch verbaut und der tut auch 1A. Selbst wenn wir die Kabel in den SFP Modulen tauschen, dann geht immer nur die eine 120m lange Leitung nicht. Wenn wir das SFP Modul, dann aber mit nem kurzen 1m LWL direkt mit einem Medienkonverter verbinden, funktioniert dies auch 1a. (Wie bereits oben geschrieben).

Wir haben die Module einmal auf einer Strecke von 60m im Einsatz und einmal 40m. Da funktionieren die auch wie die sollen, allerdings ist das LWL Kabel auch gerade erst 2 Jahre alt und vermutlich OM3.

Sollten 120m nicht eigentlich, auch wenn es OM1 oder OM2 Leitungen wäre, problemlos funktionieren? Zumindest laut Datenblatt sollte das funktionieren. https://www.arp.nl/webmedias/datasheet/541b3da0154fe22ca944481c.pdf

Nachtrag: Was mir gerade spontan einfällt: Ursprünglich hing am Patchfeld ein OM2 SC zu SC Kabel für den Medienkonverter. Vermutlich ist die Faser dann doch OM2. Komischerweise kommt mit diesem SC zu SC Kabel auch keine Verbindung mehr zu stande, egal mit welchen Geräten wir es ausprobiert haben. Ggf. ist das auch verschmutzt und hat den Port am Patchpanel auch mit verschmutzt? Wäre ein Anhaltspunkt

Das mit dem Verschmutzt sein, könnte durchaus sein. Die Frage ist eher, hat der Medienkonverter DN-82120-1 http://www.digitus.info/produkte/?tx_userassmannportal_gid=21404&tx ... eine höhere "Tolleranz" und kann auch noch "dreckige" Werte verarbeiten?

Ich habe einmal ein Datenblatt mit dem von dir ermittelten Module herausgesucht:
http://www.netshieldsa.com/web/wp-content/uploads/2014/01/HP-1GB-SX-SFP ...
Interpretiere ich die Werte richtig, dass dieser eine höhere Sendeleistung (-9.5 dBm bis -5dBm) im Vergleich zum Digitus hat, allerdings eine geringere Empfindlichkeit (-17dBm). Im Umkehrschluss, könnte es auch sein, dass der Digitus eine zu geringe Sendeleistung von (-17dBm bis -12dBm), sodass die Empfindlichkeit des SFP Moduls nicht mehr ausreicht?

Wir bekommen in den nächsten Wochen, sowieso noch neue LWLs ins Gebäude gezogen. Ich kann die dann ja einmal drauf ansprechen, ob die Faser einmal durchmessen bzw. säubern können. Selber Reinigen sollte man eher nicht, sofern man damit unerfahren ist, oder? Vermutlich ist es dann am Ende noch dreckiger als vorher und die nötigen Komponenten kosten ja auch einiges
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Mitglied: sk
18.06.2017, aktualisiert um 23:01 Uhr
Zitat von Waishon:
Sollten 120m nicht eigentlich, auch wenn es OM1 oder OM2 Leitungen wäre, problemlos funktionieren?

1000BaseSX sollte selbst über eine OM1-Faser noch bis 300m funktionieren.
Irgendwas ist da definitiv nicht in Ordnung. Vorausgesetzt Du hast nicht an anderer Stelle einen Fehler eingebaut, dann dürfte die Dämpfung auf dem Permanent Link deutlich zu hoch sein.


Zitat von Waishon:
Ursprünglich hing am Patchfeld ein OM2 SC zu SC Kabel für den Medienkonverter. Vermutlich ist die Faser dann doch OM2. Komischerweise
kommt mit diesem SC zu SC Kabel auch keine Verbindung mehr zu stande, egal mit welchen Geräten wir es ausprobiert haben.

Gibt es nur die 2 Fasern am Patchfeld? Faservertauschungen mit anderen Fasern auf der Installationsstrecke sind ausgeschlossen?
Hast Du bei Deinen Patchkabeln mal die Fasern gedreht?


Zitat von Waishon:
Komischerweise kommt mit diesem SC zu SC Kabel auch keine Verbindung mehr zu stande, egal mit welchen Geräten wir es ausprobiert
haben. Ggf. ist das auch verschmutzt und hat den Port am Patchpanel auch mit verschmutzt? Wäre ein Anhaltspunkt

Verschmutzungen auf den Steckeroberflächen gibt es ganz sicher. Das in der Praxis leider allerorten der Normalzustand, da die wenigsten den Sachverstand und das Equipment für einen fachgerechten Umgang mit LWL haben. Und selbst dann wird das Reinigen oft unterlassen, weil es oft schnell gehen muss und man das Equipment mal wieder nicht dabei hat. Da nehme ich mich selbst und meine Kollegen nicht aus.
Ob das allerdings bei Euch das entscheidende Problem war/ist, wage ich doch zu bezweifeln. In meiner bisherigen Praxis ist es mir noch nicht untergekommen, dass bei einer 1G-Verbindung über eine Faser, wo mehrere Moden ausbreitungsfähig sind, auf so kurze Entfernung die Steckerverunreinigungen allein das Problem darstellten. Wir sind ja hier nicht im Weitverkehrsbereich! Verschmutzungen tragen hier sicherlich einen Anteil an der Gesamtdämpfung, aber da liegt vermutlich doch wesentlich mehr im Argen. Sollten es wirklich nur die Steckeroberflächen gewesen sein, dann schick mir bitte Fotos davon, denn das müsste schon arg böse aussehen. Da reden wir dann auch nicht mehr nur von Verschmutzungen, sondern von großflächigen Beschädigungen aufgrund des Einwirkens von Fremdkörpern.


Zitat von Waishon:
Selber Reinigen sollte man eher nicht, sofern man damit unerfahren ist, oder? Vermutlich ist es dann am Ende noch dreckiger als vorher...

Da hast Du völlig Recht. Nicht nur, dass Du geeignetes Reinigungsmaterial benötigst - man muss den Zustand vor und nach der Reinigung auch mittels eines Mikroskopes prüfen, sonst bringt das nichts. Im Gegenteil: man kann dabei auch Schaden anrichten. Insbesondere bei der Verwendung mechanischer One-Click-Cleaner sieht es oftmals nach dem ersten Reinigungsdurchgang schlimmer aus, als zuvor, weil sich dabei gelegentlich gröbere Verunreinigungen von den Rändern lösen und vor dem Faserkern zu liegen kommen können. Steckt man dann unwissend die Fasern zusammen , kann dies zu mechanischen Beschädigungen der Oberflächen im kritischen Bereich des Faserkerns kommen.


Zitat von Waishon:
Wir bekommen in den nächsten Wochen, sowieso noch neue LWLs ins Gebäude gezogen. Ich kann die dann ja einmal drauf
ansprechen, ob die Faser einmal durchmessen bzw. säubern können.

Perfekt. Die einzig richtige Entscheidung!
Wundere Dich aber nicht, wenn die Firma gar kein (Video)Mikroskop dabei hat. Insbesondere die "kleinen Krauter" sparen sich die Kosten für diese Ausrüstung gerne, da die wenigsten Kunden eine Dokumentation der Faseroberflächen verlangen. Aus Unwissenheit werden meistens nur OTDR-Messungen verlangt. Dieses Equipment wird daher oftmals nur projektbezogen gemietet, wenn der Auftraggeber Ahnung hat. Dass die Reingiung und Begutachtung der Steckeroberflächen aber eigentlich ohnehin für die Messungen erforderlich sind, da dies ja Steckungen erfordert, ist selbst vielen Spleissern nicht bewusst. Kein Wunder: nicht wenige haben nur einen mehrtägigen Workshop hinter sich und sind ansonsten bestenfalls gelernte Elektriker. Ich habe Leute erlebt, die wussten weder, welche Bedeutung die Parameter haben, die sie am OTDR konfigurieren, noch wie man eine Messung auswertet. Insofern kann es sinnvoll sein, Dein Anliegen vor dem Anrücken der Firma anzukündigen, damit sie sich entsprechend präparieren können...
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Mitglied: Waishon
18.06.2017, aktualisiert um 23:02 Uhr
Danke für deine Ausführlichen Antworten

Die Installationsleitung sollte eigentlich 8 Fasern haben, sprich andere Fasern wären dann kein Problem. Aber wenn die Faser eine Make hätte oder die Fasern verdreht wären, würden 2 richtige Medienkonverter dann nicht eig auch nicht gehen?

Was hältst du von der Theorie mit den Toleranzwerten? Ist das plausibel, oder sollte das eigentlich trotzdem gehen? Wir kriegen zu dem besagten Termin nämlich nochmal 2 OM3 Leitungen mit 200m gelegt, wäre schade, wenn das da auch nicht geht. Ggf. müsste man dann sowas nutzen, dann hat man auf beiden Seiten
m die gleichen Module, dann sollte es ja eigentlich ohne Probleme klappen Aber nicht die erhoffte Lösung :D httpsn.de/gp/aw/d/B001GQDRWK/ref=mp_s_a_1_2?__mk_de_DE=ÅMÅZÕÑ&qid=1497819564&sr=8-2&pi=AC_SX236_SY340_FMwebp_QL65&keywords=tp+link+sfp

Hast du zufällig schonmal SFP mit Medienkonvertern verbunden auf längerer Distanz? Also praktische Erfahrungen?
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Mitglied: sk
18.06.2017, aktualisiert um 23:55 Uhr
Zitat von Waishon:
Die Installationsleitung sollte eigentlich 8 Fasern haben, sprich andere Fasern wären dann kein Problem. Aber wenn die Faser eine Make hätte
oder die Fasern verdreht wären, würden 2 richtige Medienkonverter dann nicht eig auch nicht gehen?
Was hältst du von der Theorie mit den Toleranzwerten? Ist das plausibel, oder sollte das eigentlich trotzdem gehen?

Ja wie bereits implizit geschrieben halte es für vorstellbar, dass die Gesamtdämpfung auf der Strecke so hoch ist, dass es für bestimmte Transceiver-Kombinationen kritisch werden könnte, während andere noch problemlos funktionieren. Dass dies allerdings bei einer Streckenlänge von gerade mal 120m zu Tage tritt, kommt mir doch sehr "spanisch" vor, weshalb die Strecke mal durchgemessen und mit den aus Standardwerten berechneten zu erwartenden Ergebnissen verglichen werden sollte. Liegt die gemessene Gesamtdämpfung deutlich über dem erwarteten Wert, stimmt mit der Strecke etwas nicht. Wenn nicht nur eine klassische Dämpfungs-, sondern (auch) eine OTDR-Messung gemacht wird, könnte ein Fachkundiger auch anhand der Messkurve ein eventuell auffälliges Ereignis auf der Strecke identifizieren und relativ genau verorten. Es muss ja nicht zwingend Pfusch des Spleissers gewesen sein, sondern es kann z.B. auch bei späteren Arbeiten im Gebäude zu mechanischen Einwirkungen auf das Kabel gekommen sein.

Dein Dämpfungsbudget für die jeweiligen Gerätekombinationen kannst Du anhand der Datenblätter ganz einfach errechnen: Es ist die Differenz der eingekoppelten Sendeleistung und der Grenzempfindlichkeit des Empfängers. Wenn nun nicht nur der Permament Link, sondern der gesamte Channel gemessen und mit einer sinnvollen Reserve (für die Messungenauigkeit usw.) kombiniert wird, dann hast Du es auch "schwarz auf weiss", ob Dein jeweiliges Dämpfungsbudget eingehalten wird oder nicht.


Zitat von Waishon:
Hast du zufällig schonmal SFP mit Medienkonvertern verbunden auf längerer Distanz? Also praktische Erfahrungen?

Ja logisch. Geht wunderbar. Macht doch auch gar keinen Unterschied, ob der Transceiver nun fest in einen Medienkonverter oder sogar wie früher nicht unüblich direkt in den Switch verbaut ist oder ob er in einem modularen Einschub daher kommt. Flexibler ist freilich letzteres, weshalb es sich zumindest auf Switchseite durchgesetzt hat. Aber auch unsere Medienkonverter kaufen wir nur noch mit SFP(+)-Port.


Gruß
sk
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Mitglied: Waishon
19.06.2017 um 00:00 Uhr
Dein Dämpfungsbudget für die jeweiligen Gerätekombinationen kannst Du anhand der Datenblätter ganz einfach errechnen: Es ist die Differenz der eingekoppelten Sendeleistung und der Grenzempfindlichkeit des Empfängers. Wenn nun nicht nur der Permament Link, sondern der gesamte Channel gemessen und mit einer sinnvollen Reserve (für die Messungenauigkeit usw.) kombiniert wird, dann hast Du es auch "schwarz auf weiss", ob Dein jeweiliges Dämpfungsbudget eingehalten wird oder nicht.

Lasset die Mathematik walten:
SFP -> Medienkonverter
(-9.5) - (-20) = 11
Medienkonverter -> SFP
(-17) - (-17) = 0

Medienkonverter -> Medienkonverter
(-17) - (-20) = 3
Medienkonverter -> Medienkonverter
(-17) - (-20) = 3

Das Dämpfungsbudget für den Rückweg ist also 0? Oder darf man bei der Sendeleistung nicht von der minimalen Sendeleistung ausgehen? Irgendwie kommt mir das falsch vor :D

Ja logisch. Geht wunderbar. Macht doch auch gar keinen Unterschied, ob der Transceiver nun fest in einen Medienkonverter oder sogar wie früher nicht unüblich direkt in den Switch verbaut ist oder ob er in einem modularen Einschub daher kommt. Flexibler ist freilich letzteres, weshalb es sich zumindest auf Switchseite durchgesetzt hat. Aber auch unsere Medienkonverter kaufen wir nur noch mit SFP(+)-Port.

Naja, die Sendeleistung von den SFP Modulen scheint deutlich höher zu sein, dafür die Empfindlichkeit aber geringer.

Kann auch gut sein, dass ich das Thema mit der Sende/Empfangsleistung falsch verstanden habe. Dann muss ich das nochmal genauer durchdringen :D

Aber wenn du sagst, ihr habt schon öfter Verbindungen zwischen Medienkonverter und SFP hergestellt habt, dann glaube ich auch, dass es klappt. Hat bei mir ja auch schon in 2 Fällen funktioniert :D
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Mitglied: Waishon
20.06.2017 um 09:37 Uhr
@sk
Problem gelöst. Wie von dir Anfangs vermutet war es tatsächlich eine Verdrehung des Empfangs/Sendekanals, sodass Senden auf Senden und Empfang auf Empfang lag. Typischer Anfängerfehler, aber jetzt weiß man wonach man zukünftig als erstes schaut :D
Trotzdem vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen

Was ich aber noch nicht ganz verstanden habe ist das mit dem Dämpfungsbudget. Nach der Rechnung oben, dürfte es ja eigentlich nicht funktionieren, oder?
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Mitglied: sk
20.06.2017, aktualisiert um 23:07 Uhr
Zitat von Waishon:
Problem gelöst. Wie von dir Anfangs vermutet war es tatsächlich eine Verdrehung des Empfangs/Sendekanals, sodass
Senden auf Senden und Empfang auf Empfang lag. Typischer Anfängerfehler...

ein Klassiker...


Zitat von Waishon:
Was ich aber noch nicht ganz verstanden habe ist das mit dem Dämpfungsbudget. Nach der Rechnung oben, dürfte es
ja eigentlich nicht funktionieren, oder?

Wenn der Digitus mit der minimal spezifizierten Sendeleistung senden würde und das JD118b-Modul auf der Gegenseite ist , dann dürfte dazwischen bestenfalls noch ein sehr kurzes Patchkabel funktionieren - aber wohl kaum eine Übertragung über ca. 500 m (wie bei 1000BaseSX über OM2 garantiert). Rechnet man hingegen mit der maximal angebenen Sendeleistung, dann können bis zu 5 dB Dämfpung überwunden werden. Eine OM2-Faser sollte bei 850 nm auf 1000 m maximal 3 dB dämpfen. Hinzu kommen Spleisse und Stecker (je maximal 0,3 dB - zumindest letzteres normalerweise aber deutlich besser). Ein funktionaler Link sollte unter diesen Bedingungen also durchaus zustande kommen.

Dennoch erscheinen mir die Angaben für die Sendeleistung des Digitus sehr zweifelhaft!
Ich habe die Werte mal mit den Angaben für den AT-MMC2000 von Allied Telesis - lange Jahre der Anbieter schlechthin für solche Medienkonverter - verglichen:
TX = -9,5 bis -4 dBm
RX = bis -17 dBm

Weitere Gegenprobe gegen ein SFP von Cisco Small Business (MGBSX1):
TX = ebenfalls -9,5 bis -4 dBm
RX = bis -20 dBm

Die hier ebenso wie beim SFP JD118b angegebene Mindestsendeleistung von -9,5 dBm entspricht 0,1122 mW.
Die beim Digitus-Konverter sogar als _Maximum_ angegebenen -12 dBm entsprechen 0,0631 mW - also gerade mal ca. die Hälfte der Minimalleistung der Vergleichstransceiver! -17 dBm wären sogar nur 0,02 mW - also nicht mal mehr ein Fünftel der Angaben der anderen Hersteller. Das kann nicht stimmen!
Ich glaube daher, dass sich der Hersteller auf der Homepage vertan hat. -12 dBm minimale Sendeleistung könnten noch glaubhaft sein. -17 dBm wohl kaum.


Gruß
sk
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