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gelöst SSDs durch Lagerung ohne Strom nach 6 Monaten defekt?!?

Mitglied: Globetrotter

Globetrotter (Level 1) - Jetzt verbinden

17.08.2019 um 20:43 Uhr, 1237 Aufrufe, 20 Kommentare

Moin Gemeinde...
Ich hatte gerade nen Trauerspiel...
Habe hier etliche NAS-Geräte herumfahren welche ich mal auf die Seite gelegt hatte. Bootmedium war immer eine SSD - der Rest im RAID-Verbund.
Nunja, durch die Bastelei kamen nun 5 NAS's zusammen die seit ca. nem 1/2 Jahr "im Eck" lagen...
Wollte nun mal wieder eines in Betrieb nehmen - der BIOS fand das Bootmedium nicht.. also das nächste genommen.. genau das gleiche.. bei den anderen auch...?!?!?

Was ist da los... Selbstzerstörungsmechanismus durch Einfluss von Nicolas Tesla??

Die SSD's sind von Intel, Seagatee, Chronos, Kingston....

Hat jemand von Euch auch schon solch einen 'Schissledreck' erlebt ?

PS. Ich war nicht "geladen" und wohl geerdet... ;)

Gruss Globe!
Mitglied: certifiedit.net
17.08.2019 um 21:02 Uhr
Hallo Globe,

kommt immer drauf an, in welchem Eck, unter welchen Bedingungen etc.

Grundsätzlich: Meine gelagerten SSDs hat es bisher nicht zerrissen (o.ä). Wäre aber auch interessant, was für SSDs (Produktionszeit, Serie etc) es sind und wo und was dein "eck" so mit sich brachte.

Viele Grüße!
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Mitglied: Pjordorf
17.08.2019 um 21:05 Uhr
Hallo,

Zitat von Globetrotter:
Habe hier etliche NAS-Geräte herumfahren
Womit und wohin fahren die denn?

welche ich mal auf die Seite gelegt hatte. Bootmedium war immer eine SSD
War? Ist denn an den NASen was geändert worden wie SSD raus usw.?

- der Rest im RAID-Verbund.
Bedeutet jetzt was genau?

Nunja, durch die Bastelei kamen nun 5 NAS's zusammen die seit ca. nem 1/2 Jahr "im Eck" lagen...
Mit Strom? Mit Änderungen? Als Sparepartslaher verwendet?

Wollte nun mal wieder eines in Betrieb nehmen - der BIOS fand das Bootmedium nicht..
War denn ein Bootmedium enthalten oder wurde das irgandwann entfernt?

Was ist da los... Selbstzerstörungsmechanismus durch Einfluss von Nicolas Tesla??
Ich denke deine NASen haben was von GlobeTrotter gehört und wollten mal selber mitspielen?

Hat jemand von Euch auch schon solch einen 'Schissledreck' erlebt ?
Es macht immer wieder sinn einen Maurer lamentieren zu hören der nichts zu sagen hat.

Gruß,
Peter
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Mitglied: Globetrotter
17.08.2019, aktualisiert um 21:17 Uhr
Hi Ihr beiden..
Rumgefahren sind sie neben und um meinem Bürosessel... nein, Sie haben keinen Bums bekommen - das ist bei SSD's eigentlich auch egal - wenn Sie keine Dellen bekommen ;)
Was drauf lief - eigentlich auch egal... Weil die ganzen RAID-Verbünde waren entweder Storage-Nodes oder ZFS (Storage-Server, FreeNAS etc).. heißt, ich kann die RAID-Verbünde auch nachträglich wieder irgendwo einbinden - wichtige Daten waren nicht drauf (Testgeräte)...
Die HDD's gehen alle noch.. bei den SSD's werden in versch, PC's entweder gar nichts oder im BIOS "0 Bytes" angezeigt...
Getestet auf Supermicro, ASUS und ASTek Mainboards...
Die Dinger sind also definitiv am A.... die HDD's haben allsamt überlebt...

Gruss Globe!
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Mitglied: Globetrotter
17.08.2019, aktualisiert um 21:32 Uhr
@Pjordorf
Nadann.. nee Du, seit über 20 Jahren in dem Gebiet tätig und Liebhaber von drehenden Platten...
.. manchmal auch Sternchen über dem Haupt ;)
und gewiss, da war ein "Todesstrahl" unterwegs... oder es waren zumindest was dergleichen..

Gruss Globe!
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Mitglied: Lochkartenstanzer
17.08.2019 um 22:31 Uhr
Moin,

Bei SSDs mußt Du aufpassen. Da gibt es verschiene Varianten. Die Daten auf SSDs sind "flüchtig", wenn die länger ohne Strom sind. Manche halten die Daten Jahre, andere nur wenige Wochen. Genaueres steht normalerweise in den Datenblättern.

Jedenfalls sind SSDs zum "Datenaufheben" ohne Strom nur bedingt geeignet. Wenn man die länger weglegt, kann also auch der Bootsector weg sein.

Werden die SSDs wenigstens gefunden oder tauchen die gar nicht mehr am SATA-Port auf?

lks
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Mitglied: Globetrotter
17.08.2019, aktualisiert um 22:47 Uhr
Hi @Lochkartenstanzer

eben nur bedingt.. Die BOIS'se der versch Rechner zeigen entweder gar keinen connect oder den mit 0 Byte an..
BTW. Habe die SSD's natürlich an versch. Rechnern getestet! - selbes Ergebnis..

Also eine ganz komische Sache, die sehr übel aufstossen kann...
Sie wedern also Hardwaretechnisch NICHT oder GARNICHT erkannt...
Gut, das waren nun Consumer-SSD's bei den anderen kann es aber auch nicht viel anders aussehen...

Zu dieser Sache gibt es im IN leider keine genaueren Berichte und wenn, dann leider nur von Laienforen..

Gruss Globe!
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Mitglied: UweGri
17.08.2019 um 23:38 Uhr
Die Ladungsmengen in den Speicherzellen sind extrem winzige Mengen. Durch die Zelldichte ist der Isolationsgrad auch nicht hoch. Das alles führt zu solch Verlusten. Über Zeiträume kann ich nichts sagen.
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Mitglied: Lochkartenstanzer
18.08.2019, aktualisiert um 07:30 Uhr
Dann ist es wohl din anderes Problem.

Wie alt waren denn die SSDs? Daß es verschiedene Hersteller sind, bei denen das passiert läßt eher ein Problem bei Dir oder Deiner Hardware vermuten. Welcher Controller ist den bei den SSDs laut Hersteller verbaut?

Wenn die SSDs nur durch rumliegen kaputtgehen würden, würde das bedeuten, daß die Händler die gar nicht auf Lager kegen können, wenn die Ladenhüter nach einem halben Jahr kaputt wären. Dann hätte man schon was davon gehört.

lks

PS: Ich habe mal erlebt, daß von 12 OCZ Vertex (256MB) innerhalb von 3 Tagen 4 gestorben sind. Aber die waren nicht in eine "Ecke", sondern wider meiner Empfehlung in zwei Servern verbaut.
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Mitglied: Dilbert-MD
18.08.2019 um 11:18 Uhr
Zitat von Lochkartenstanzer:
Jedenfalls sind SSDs zum "Datenaufheben" ohne Strom nur bedingt geeignet. Wenn man die länger weglegt, kann also auch der Bootsector weg sein.

Kann es einen Unterschied machen, ob eine SSD "lose" gelagert wird oder eingebaut in ein Gerät?

Wenn eine SSD lange Zeit im Laden oder im Lager liegt - vor dem Verkauf - müssten ja auch einige Ausfälle zu verzeichnen sein...
Ggf. kommt es zu Tiefentladungen über das angeschlossenen Gerät oder statische Aufladungen beeinflussen möglicherweise die SSDs.


Gruß
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Mitglied: Lochkartenstanzer
18.08.2019 um 11:40 Uhr
Zitat von Dilbert-MD:

Zitat von Lochkartenstanzer:
Jedenfalls sind SSDs zum "Datenaufheben" ohne Strom nur bedingt geeignet. Wenn man die länger weglegt, kann also auch der Bootsector weg sein.

Kann es einen Unterschied machen, ob eine SSD "lose" gelagert wird oder eingebaut in ein Gerät?

Vermutlich schon. Aber dazu müßte man die Hersteller fragen.


Wenn eine SSD lange Zeit im Laden oder im Lager liegt - vor dem Verkauf - müssten ja auch einige Ausfälle zu verzeichnen sein...

Meine Rede. Aber solange nur die (nicht vorhandenen) Daten weg sind, merkt das ja keiner. Nur wenn der Controller kaputt ist, fällt das auf.

Ggf. kommt es zu Tiefentladungen über das angeschlossenen Gerät oder statische Aufladungen beeinflussen möglicherweise die SSDs.

Statische Ladungen, zumindest die, die nicht in den Zellen zum Datenspeichern vorgesehen sind, sind sicher nicht gut für die SSD.

lks
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Mitglied: Globetrotter
18.08.2019 um 15:04 Uhr
Die Dinger sind definitiv platt... Kann natürlich ein, daß die SSD's mal mit statischer Ladung angefasst wurden...
Mir ist solch ein Fall wie ich Ihn gestern Abend erlebt habe halt nioch nicht untergekommen..

Danke für Eire Meinungen.

Gruss Globe!
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Mitglied: Lochkartenstanzer
18.08.2019 um 15:06 Uhr
Zitat von Globetrotter:

Die Dinger sind definitiv platt... Kann natürlich ein, daß die SSD's mal mit statischer Ladung angefasst wurden...
Mir ist solch ein Fall wie ich Ihn gestern Abend erlebt habe halt nioch nicht untergekommen..

Kannst Du vielleicht mal die Modelle zusammenstellen und posten? Villeicht findet sich ja eine Gemeinsamkeit.

lks
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Mitglied: Pjordorf
18.08.2019, aktualisiert um 19:45 Uhr
Hallo,

Zitat von Globetrotter:
Die Dinger sind definitiv platt... Kann natürlich ein, daß die SSD's mal mit statischer Ladung angefasst wurden...
Wie und Wo sind die gelagert? In Schaumstoff eingepackt? Gewitter gehabt? Und wenn SSDs so einfach zu töten wären, hättest du es schon gelesen oder von gehört. Und natürlich ist es was anderes ob eine SSD irgendwo angeklemmt ist oder ob die ohne weitere Elektronic einfach nur im Regal liegt. Man müsste sich die PINS von den Platten anschauen wie die intern Verbunden sind (Haben keine Dioden dran die einen evtl Stromfluß verhindern sollen) und wenn eine SSD eben keinerlei Ladung mehr hat, was passiert dann. Sonst müßten alle SSDs Warnhinweise tragen mit z.B. "Achtung, regelmäßig an Spannungsquelle anschließen. Wenn Nicht, ist alles Vernichtet. Dann bleiben nur noch nutzlose Computer Chips."

Gruß,
Peter
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Mitglied: gammelobst
18.08.2019 um 19:28 Uhr
Moin,

identische NAS-Dinger?
dann evtl. Serienproblem...

cya
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Mitglied: Pjordorf
18.08.2019, aktualisiert um 19:50 Uhr
Hallo,

Zitat von gammelobst:
identische NAS-Dinger?
Sage du es uns. Du hast doch die NAS-Dinger

dann evtl. Serienproblem.
Bis jetzt hast du 4 SSD Hersteller aufgeführt und noch nicht mal mit wie vielen identischen Hersteller SSDs dur probleme hast. Und da sprichst du von Serienproblem?

Liefer mal Fakten.

Gruß,
Peter
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Mitglied: gammelobst
18.08.2019, aktualisiert um 22:57 Uhr
Zitat von Pjordorf:

Hallo,

Zitat von gammelobst:
identische NAS-Dinger?
Sage du es uns. Du hast doch die NAS-Dinger

Ähm, ich bin ned der Threadstarter. Ich hab die NAS-Dinger ned ich wills ja auch wissen...

dann evtl. Serienproblem.
Bis jetzt hast du 4 SSD Hersteller aufgeführt und noch nicht mal mit wie vielen identischen Hersteller SSDs dur probleme hast. Und da sprichst du von Serienproblem?

Und ich mein Serienproblem der NAS-Teile, wenns identische wären...

cya
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Mitglied: Pjordorf
19.08.2019 um 13:45 Uhr
Hallo,

Zitat von gammelobst:
Ähm, ich bin ned der Threadstarter. Ich hab die NAS-Dinger ned ich wills ja auch wissen...
Sorry, Sorry, Sorry.

Gruß,
Peter
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Mitglied: 1st1
19.08.2019 um 15:44 Uhr
Verschiedene Kollegen haben es schon erkannt, die Dinger behalten ihre Daten nicht ewig. Flash besteht letztendlich auch nur aus einem Kondensator pro gespeichertem BIT (plus einer Schaltung drumherum), der Kondensator ist entweder geladen ist, oder nicht. Und verschärft kommt hinzu, diese Kondensatoren entladen sich über die Zeit, und zwar sowohl über den internen Aufbau (Dielektrikum) und die externe Beschaltung (Merksatz E-Technik zu Parallelschaltung von Widerständen: "Der Gesamtwiderstand einer Parallelschaltung ist kleiner als der kleinste Einzelwiderstand.").

Wie lange dieser Entladungsprozess dauert, hängt in der Bauart des Flash-Speichers ab, egal ob das jetzt ein Flashrom-BIOS auf einem Mainboard ist, oder ein USB-Stick, eine CF/SD-Karte, Disk on Module, oder eine SSD beliebiger Bauart. Nebenbei bemerkt kann das auch programmierbare Logikbausteine (FPGA etc.) betreffen! Das Entladen kann viele Jahre dauern, oder speziell bei hochkapazitiven und extrem schnellen Enterprise-SSDs können das nur wenige Wochen bis Monate sein. Grundsätzlich gillt, je kleiner der die Information speichernde Kondensator ist, um so schneller ist seine Ladung futsch, wenn die Kiste nicht eingeschaltet ist. Und je kleiner der Kondensator ist, um so schneller funktioniert er, denn um so schneller ist er geladen und entladen. Also je schneller bzw. mehr Kapazität die SSD ist, um so schneller verliert sie ohne Strom auch ihre Daten!

Das kann für die gesamte IT nochmal ein riesen Problem werden, weil man z.B. keine funktionierenden Geräte als kalte Reserve abstellen kann. Oder man denke an den PC einer Mitarbeiterin, die in Mutterschaftsurlaub ist. Ich habe auch schon von Fällen gehört, wo Leute ihre Fotos auf USB-Sticks oder CF-Karten in den Tesor gelegt haben, und die Dinger waren nach ein paar Jahren leer. Auch bei Leuten, die historische Computer funktionsfähig erhalten wollen, wird das noch zu einem Problem werden. Kein PC der letzten 20 Jahre kommt ohne Flash-Bausteine aus, und wenn es nur das BIOS ist.

https://de.wikipedia.org/wiki/Retention_(NVRAM)

https://www.anandtech.com/show/9248/the-truth-about-ssd-data-retention

https://www.extremetech.com/computing/205382-ssds-can-lose-data-in-as-li ...

Computer oder sonstige Systeme mit SSD sollte man regelmäßig mal starten, damit die mal ihre Speicherzellen refreshen können!
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Mitglied: Globetrotter
22.08.2019 um 15:00 Uhr
Hi LKS...
Modelle die ich gerade da habe sind:
· Chronos MKNSSDCR60GB -7 (SSD, SATA-3, 60GB)
· Intel SSD 520er Serie (SSD, SATA-3, 120GB)

Rest ist im Müll und diese fliegen hinterher... Denke es war einfach nen Lagerschaden o.ä.

In der Firma habe ich auch welche seit langem rumliegen und die gehen noch...

Gruss Globe!
Bitte warten ..
Mitglied: Pjordorf
22.08.2019, aktualisiert um 15:10 Uhr
Hallo,

Zitat von Globetrotter:
Denke es war einfach nen Lagerschaden o.ä.
Ist wie beim Auto, wenn Getriebeöl fehlt... Fragt sich nur an welchem Lager ein Schaden ist

Gruß,
Peter
Bitte warten ..
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