System neu aufsetzen von Server 2008 R2 auf 2012 DC mit 2012 RDS Diensten

Mitglied: hyperthread

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27.02.2016, aktualisiert 11:45 Uhr, 1231 Aufrufe, 8 Kommentare, 2 Danke

Hallo......

folgendes IST :

Server 2008 R2 ohne AD und lokale Domäne in Workgroup, mit ca 20 Clients, 1 physischer Server XEON X5, 16GB Ram, Raid mit 1TB.

Lizenzen kein Problem, da Verein, werden über Stifter helfen sehr billig gekauft.

Office 365, CareOline (CRM Software im Altenpflegebereich, serverbasiert), Lexware (Buchhaltung)


Problematik : Dieses System wurde von meiner Vorgängerfirma dem Verein extrem pfuscherhaft verkauft und eingerichtet. Um nicht zu sagen, über den Tisch gezogen. Es lief am Anfang noch mit WLan Sticks, also mit ständigen Abbrüchen. Die Hardware, Netzwerk etc. habe ich mittlerweile schon auf Stand gebracht, und nun alles per LAN verkabelt etc.

Vor kurzem habe ich nun noch Office 365 E3 Plan eingeführt, der wirklich super ist, aber mit dem 2008 R2 nicht voll kompatibel. Außerdem hätte ich gerne einen Domain Controller, um Gruppenrichtlinien zu vergeben, und servergespeicherte Profile ein zu führen, damit sich jeder an jedem Rechner anmelden kann.

Schwierig ist das, da der 2008 R2 quasi ständig laufen sein muss, es sozusagen keinen Ruhetag gibt, und ich nur den einen physischen Server habe. Gut, ich könnte mal ein Wochenende haben, an dem der Server nicht benutzt wird, an diesem müsste dann aber alles fertig sein, damit Montag wieder gearbeitet werden kann.......

Vor allem würde ich gerne den 2008 R2 als Backup in irgendeiner Form (virtuell) behalten, um im Notfall darauf zurück gehen zu können, falls das neue System nicht rund läuft.

Es werden aber auch jeden Tag Backups des gesamten Laufwerks auf Band gemacht. Von dem her ginge das zur Not auch.

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Ziel ist, später wieder alle zu 80% auf dem RDS arbeiten zu lassen, aber die Dateien auch über ONEDRIVE und Sharepoint in die Cloud zu syncen, so dass auch von außerhalb der Firma daran gearbeitet werden kann und diese stets aktuell gehalten werden, auch lokal auf dem Server.

Wäre es besser , den DC zuerst physisch auf zu setzen, ihn fertig zu konfigurieren , und den RDS dann separat auf Hyper V zu konfigurieren ?
Oder könnte ich den 2008 R2 sogar irgendwie behalten, einen DC zuerst physisch auf zu setzen, und den virtualisierten 2008R2 dann in eine Hyper V auf diesen zu migrieren....? Oder ist das eher nicht ratsam......Der lief ja eigentlich ganz gut, aber meine Hauptbedenken sind einfach die mangelnde Kompatiblität mit Office 365 beim 2008 R2, oder gibt es dafür Hilfsmittelchen ?

Die Clients sind bereits alle auf Windows 10 pro mit Office 365 E3 hoch gezogen und eingerichtet, jedoch in WORKGROUPS. Deswegen ist die Verwaltung selbiger echt ein Graus.

Wie würdet ihr da vorgehen?

Ach ja : Was ich auch noch als Option überlegt hatte : Ich will ja im Grunde genommen nur irgendwie einen DomainController einflechten. Da der ja mit AD nicht sehr viele Ressourcen braucht, könnte ich ja auch einfach einen etwas besser konfigurierten PC mit guter Netzwerk Karte danebenstellen und darauf den Server 2012 Dc installieren, dann könnte ich den 2008R2 weiter laufen lassen und dann einfach in die Domäne holen. Würde das Sinn machen ?



Vielen Dank für eure Tipps
Mitglied: GuentherH
27.02.2016 um 22:33 Uhr
2012 DC mit 2012 RDS Diensten

Das geht sowieso nicht. Aus Sicherheitsgründen können auf einem DC keine RDS Dienste laufen.

LG Günther
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Mitglied: hyperthread
28.02.2016 um 09:30 Uhr
Hallo Günther,

ja,das ist klar, gemeint war, einen 2012 DC und eben virtuell einen 2012 RDS Server drauf. Aber das mit dem DC ging ja auch bei 2008 schon nicht. Das Problem ist gar nicht so sehr das was, als das wie. Da der Server ja laufend in Betrieb ist....

Oder eben den 2008R2 bestehen lassen und irgendwi einen DC einflechten, aber wie ? Als Hyper V auf den 2008R2 ? Das ist denke ich keine gute Idee....wenn der 2008 mal abschmiert, kann man auch den DC nicht mehr starten.....mpf
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Mitglied: GuentherH
28.02.2016 um 10:09 Uhr
Du schreibst aber von einem physischen Server. Wenn du also die RDS Dienste nutzen willst, dann benötigts du sowieso 2 Server.

LG Günther
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Mitglied: hyperthread
28.02.2016 um 15:24 Uhr
Ja, eben, ich habe einen physischen Server zur Verfügung.

Natürlich könnte ich alles neu aufsetzen. Den 2012 DC auf die physische Maschine und dann den RDS als Hyper V obenauf.
Aber das kriege ich nie in besagter Zeit hin, die mir zur Verfügung steht.

Gäbes es eine (brauchbare) Möglichkeit, den jetzigen 2008 R2 in eine Hyper V um zu wandeln, und ihn derweil auf einer Backup Platte zu lagern. Dann den Server neu auf zu setzen, den DC 2012 zu konfigurieren und dann den virtiualisierten 2008 R2 in eine Hyper V des 2012 DC zu migrieren?

Oder gäbe das so ein Fiasko, dass es von vornherein sinnvoller wäre, das Ganze neu auf zu setzen ?

Da ich höchstens ein Wochenende zur Verfügung habe, und Montag früh alles funktionsfähig laufen muss......

Am Ende hätte ich gerne :

- Servergespeicherte Profile der Clients, damit sich jeder User an jedem PC anmelden kann. (Diese arbeiten zwar überwiegend am RDS, jedoch soll es auch möglich sein, mit Office 365 auch auf der lokalen Maschine zu arbeiten, um den RDS etwas zu entlasten.)
- Ein AD um Gruppenrichtlinien zu setzen
- eine Möglichkeit, vom Server die Dateien auch auf einer OneDrive pder Sharepoint in die Cloud zu synchronisieren und vor allem auch aktuell zu halten
- eine lokale Domäne

LG und danke für deine schnellen Antworten
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Mitglied: ukulele-7
29.02.2016 um 08:50 Uhr
Du solltest auch keinen DC nehmen und darauf VMs laufen lassen, ich weiß nichtmal, ob das noch geht. Du musst einen Hyper-V aufsetzen und kannst darauf VMs betreiben, nichts weiter. Dann brauchst du eine VM für den DC, eine oder besser zwei für die RDS Dienste. Wenn du den alten Server virtualisieren willst eine weitere dafür, das müsste aber auch die bestehende Lizenz hergeben.

Du hast viele Probleme:
1) Du brauchst Lizenzen. Absolutes Minimum 1x Server Standard für 2 VMs und natürlich RDS CALs.
2) Deine Hardware ist meiner Meinung nach zu schwach für AD, DNS, Storage + 20 RDS User, du solltest zumindest mehr RAM haben, zu deiner CPU (single CPU?) schreibst du nicht viel.
3) Wenig Zeit und Ungewissheit ob die Migration gelingt sind natürlich nach wie vor dein Hauptproblem.

Vieleicht wäre ein erster Schritt den alten Server in eine VM zu konvertieren und auf Hyper-V bereit zu stellen. Bei VMware geht das mittels Converter, bei Hyper-V kann ich dazu nichts sagen. In jedem Fall wäre eine zweite Hardware Gold Wert.
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Mitglied: hyperthread
29.02.2016 um 11:58 Uhr
Hallo Ukulele,

vielen Dank, für deine konstruktive Antwort....

Erst mal zu deinen Problempunkten :
1. Lizenzen sind nicht das Problem. Ich habe bereits 2 Server 2012 Enterprise Lizenzen. Da es ein Verein ist und bei Stifter helfen zugelassen ist, kriegen wir die quasi sehr sehr günstig. Also die UserCals für den 2012 würde ich noch brauchen, falls ich auf den switche....
2. Der Server ist ein Fujitsu Fertigserver, der denen von der Vorgänger Abzockfirma angedreht wurde. Noch nicht mal ein Mainboard mit 2.Sockel, sprich, ich muss mit der Single CPU Xeon X5 mit 4x3Ghz leben, den RAM kann ich in jedem Fall aufrüsten, das ist kein Thema, aber selbst dann wirds eng. Wobei aber ein 2012 DC mit AD nicht viel Ressourcen braucht, der RDS schon eher.
3. ist mein Hauptproblem. Ich hatte jetzt einen wagen Testversuch gestartet, und habe mal eine Hyper V aufgesetzt. Aber das Problem ist, wenn ich am Wochenende merke, ich komme zeitlich nicht hin, muss ich irgendwann wieder einen "Rollback" machen, damit eben Montag früh wieder gearbeitet werden kann........


Bei meinem Test hatte ich massive Probleme mit den Servergespeicherten Profilen unter Windows 10 pro. Hatte die über eine Gruppenrichtlinie angelegt, den Ordner frei gegeben, lustigerweise hatte das auch zuerst bei der ersten Anmeldung funktioniert und es wurden die Ordner (User.V5) erstellt, dann aber beim 3.oder 4, Rechner nicht mehr und ich bekam ständig die Meldung, dass ein temporäres Profil angelegt wurde.......
Wie würdest du dabei die Outlook OST handeln ? Diese dann lieber separat auf einen Ordner im Server speichern? Wobei die ja bei Exchange 365 sowieso online gehalten wird, aber Outlook erstellt ja immer eine lokale.

Ich glaube mittlerweile, die beste Lösung wäre, einen zweiten , "kleinen" Server zusammen zu schrauben, mit einem i7, ausreichend RAM und einer guten Netzwerkkarte, als DC wäre die bessere Lösung. So könnte ich den 2008 R2 einfach behalten und ihn so in die Domäne einbinden. Das wäre die einfachste und effizienteste Lösung, um einen DC zu bekommen und ein AD, ohne den 2008 R2 switchen zu müssen. Der rennt ja suoer, was die Leistung angeht. Dazu muss man auch sagen, dass im Höchstfall maximal mal 10 User gleichzeitig online sind. Was aber auch schnell mehr werden kann, das die Firma, der Verein sehr schnell am wachsen ist........

Ein weiterer Hackpunkt ist auch noch die Datensynchronisation mit Sharepoint/ Onedrive. Da habe ich das Gefühl, dass dies über den 2008 R2 nicht wirklich befriedigend gehen wird. Da wäre es besser einen 2012 laufen zu haben und dies darüber zu machen, hast du damit Erfahrung?

Wir haben eben einen großen Ordner mit allen möglichen Office Dokumenten. Den möchte ich irgendwie in 365 E3 synchronisieren, so daß von überall drauf zugegriffen werden kann. Diese sollen aber auch lokal noch erreichbar sein und vor allem aktuell sein......was ist denn dafür der beste Ansatz?
Irgendwie ist die Philosophie hinter Sharepoint / OneDrive für mich nicht ganz ersichtlich.
Also auch, ob ich die Daten über einen zentralen Account(Admin) dann an die User freigeben soll/muss.........

Vielen Dank dir aber schonmal
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Mitglied: ukulele-7
29.02.2016 um 13:02 Uhr
Also zu vielen Dingen kann ich dir nicht wirklich gute Tipps geben. Am Anfang sollte aber ganz klar ein Ziel stehen wie das Ergebnis aussehen soll. Solltest du wirklich zu einer RDS Umgebung tendieren würde ich Geld in mindestens einen richtigen Server mit Xeon dual Core und Serverboard etc investieren.

RDS ist sicherlich ein guter Ansatz und wenn es läuft super aber das einfach auf alter Hardware oder einer zusammen gebastelten Kiste aufzusetzen wäre mir zuviel Aufwand mit zu hohem Risiko. Deiner Beschreibung nach sind Ausfälle ja nicht so leicht zu verkraften, da musst du dir sowieso die Frage nach Ausfallsicherheit durch Redundanz stellen.

Abgesehen von der Sicherheit vor Serverausfällen, was kostet dich der ganze Installationsaufwand und Tests auf irgendwelchen unzuverlässigen oder alten Systemen? Manchmal, nicht immer, ist neue Hardware die bessere Wahl.

Wenn es eine Möglichkeit gibt einen ein bestehendes Windows auf Metall zu einer VM unter Hyper-V zu konvertieren wäre das mein Schritt 1. Keine Änderung an der Installation selbst sondern nur das Windows von Hardware in eine VM bringen und schauen, ob es läuft. Wenn das steht, kannst du eine weitere VM aufsetzen und z.B. die AD erneuern ohne das du funktionierende Mechanismen zerstörst.
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Mitglied: LHanDuo
17.05.2016 um 12:27 Uhr
Also wir haben bei uns auch den Stifter-Helfen Vorteil, daher kann man sich auch mit relativ wenig Geld schon eine gute ausfallsichere Umgebung bauen. Ich würde Ukulele-7 zustimmen und einmal in ein vernünftiges Blech investieren. Das verwendest Du als Host und wenn die Maschine genug Leistung hat, kannst du dir darauf entsprechend viele VM´s bauen, dann hast Du auch alles schön getrennt voneinander, kannst die VM´s samt Host (oder auch getrennt voneinander) sichern und bist so im Worst Case in kürzester Zeit wieder am laufen. Das bekommt man auch easy an einem Wochenende eingerichtet.

Was die Konvertiererei angeht, würde ich immer eher neu aufsetzen und so wie ich das rauslese hat der 2008er ja auch keine riesig diffizilen Anwendungen laufen. Habe bei uns die gesamte Umgebung auf 2012 R2 umgestellt und schlussendlich war es an vielen Ecken einfacher neu aufzusetzen, als die Konvertierung nachzubearbeiten.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es bei solchen Vereinen immer weh tut, einiges an Geld für vernünftige Hardware in die Hand zu nehmen, aber mir wurde es im Nachhinein doppelt und dreifach gedankt, dass ich mich damals durchgesetzt habe. Bringt ja auch nichts, wenn die dir in nem halben Jahr die gleiche Dienstleistung noch mal abrechnen müssen, da ist ein Wochenende ja auch nicht ohne.
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