Verkabelung einer Richtfunkstrecke

Mitglied: Kompatibel

Kompatibel (Level 1) - Jetzt verbinden

23.01.2020 um 16:08 Uhr, 1017 Aufrufe, 13 Kommentare

Guten Tag!

Ich bräuchte einen Ratschlag zur korrekten Verkabelung der Module einer WLAN-Richtfunkstrecke.

Die aktuelle Situation ist wie folgt:

Vom Patchpanel im Serverraum geht ein Verlegekabel hoch zum Dach. Das Verlegekabel endet mit einem Netzwerkstecker, der etwa diesem entspricht.
Als Richtfunk-Modul nutzen wir das Ubiquiti AirFiber 5XHD - AF-5XHD.

Das Problem hierbei ist die Kappe zum Abdecken der Netzwerkanschlüsse am Richtfunk-Modul.
Diese lässt sich mit dem oben angegebenen RJ45 Stecker nicht schließen, da der Stecker zu klobig ist.
Momentan ist es eher unschön und provisorisch mit Isolierband verschlossen und "abgedichtet".

Ich habe mir zwei Lösungsansätze überlegt, bei denen ich aber jeweils bedenken habe:

Lösungsansatz 1:
Kleinerer RJ45 Stecker an das Verlegekabel crimpen (wie bei einem normalen LAN Netzwerkkabel).
Soweit ich informiert bin, sind Standard RJ45-Stecker nicht geeignet, da diese für Netzwerkkabel mit Litze ausgelegt ist.
Gibt es hier alternative, geeignete Stecker?

Lösungsansatz 2:
Ein Keystone-Modul an das Verlegekabel anbringen und mit einem Outdoor geeigneten Netzwerkkabel das Richtfunk-Modul anschließen.
Das Keystone-Modul mit Netzwerkkabel würde dann durch eine geeignete Schutzkapsel vor Witterung geschützt sein.
Ich habe hierbei aber im Kopf, dass jeder zusätzliche Stecker die Datenübertragung negativ beeinflusst.
Ist dies hierbei ein Thema oder bin ich zu kleinlich und dies kann ignoriert werden?

Gibt es einen weiteren Lösungsansatz?

Danke im Voraus!
Mitglied: beidermachtvongreyscull
LÖSUNG 23.01.2020 um 16:32 Uhr
Zitat von Kompatibel:
Guten Tag!

Guten Tag!

Zitat von Kompatibel:
Gibt es einen weiteren Lösungsansatz?

Deinen zweiten Ansatz fand ich besser, als den ersten. Wie wäre es denn, wenn Du um die Antenne ein größeres Gehäuse baust?
PVC-Platte mit Biegegerät heiß gebogen und passgenaue Aussparung, dass die Antenne rausguckt. Antennenöffnung dann mit Silikon abdichten.

Zitat von Kompatibel:
Danke im Voraus!

Gern geschehen.
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Mitglied: erikro
LÖSUNG 23.01.2020 um 16:44 Uhr
Moin,

Variante 2. An ein Verlegekabel gehört eine Dose und kein Stecker. Sonst ist Ärger vorprogrammiert.

hth

Erik
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Mitglied: Spirit-of-Eli
LÖSUNG 23.01.2020 um 16:53 Uhr
Moin,

wenn du beim Richtfunk Modul festgelegt bist, ist Variante zwei die bessere. Gute Gerätschaften bieten wesentlich mehr Platz beim verstauen der kabel.

Gruß
Spirit
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Mitglied: aqui
LÖSUNG 23.01.2020, aktualisiert um 17:40 Uhr
Der Lösungsansatz 3 fehlte:
Keine Frickelei mit Crimpen usw. und...du hast dann auch die oben angemerkte Dose am Verlegekabel ! ;-) face-wink
Idealerweise nimmst du sehr flexibles Cat5e Patchkabel mit einem möglichst kleinen geschirmten Stecker wie das hier:
https://www.reichelt.de/daetwyler-cat-5e-300mhz-s-utp-2-0m-grau-patch-dw ...
Mit einem Mikrotik SXT wäre das nicht passiert:
https://www.varia-store.com/de/produkt/7764-mikrotik-routerboard-sxtg-5h ...
So oder so besser als die UBQT Gurke.... Aber Hauptsache ist eh das du die RiFu Strecke geroutet mit 2 unterschiedlichen IPs konfigurierst und hoffentlich nicht als Bridge um die Performance hochzuhalten auf dem Link.
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Mitglied: chiefteddy
LÖSUNG 23.01.2020, aktualisiert um 18:25 Uhr
Hallo,

aus dem Bereich der Netzwerktechnik im industriellen Umfeld gibt es sogenannt "Feldkonfigurierbare RJ45-Stecker", die auch den Einsatz an Verlegekabel erlauben. (zB. https://www.metz-connect.com/de/products/1401405012-i )

Insofern ist die Aussage

An ein Verlegekabel gehört eine Dose und kein Stecker.

nur bedingt richtig. Normale Hirose- oder Stewart- Stecker sind dafür prizipiell ungeeignet.

Mit Hilfe dieser Kupplung ( https://www.conrad.de/de/p/logilink-netzwerk-adapter-1x-rj45-buchse-1x-r ... ) könntest du gegebenenfalls einen Übergang auf ein normales 50cm-Patch-Kabel realisieren (ausprobieren, ob der Stecker rein passt).

Auch das ist eine Lösung: https://www.telegaertner.com/de/info/highlights/verbindungsmodule/verbin ...
Auf der einen Seite Verlege-Kabel rein und auf der anderen Seite Patch-Kabel raus. Und dort ein normalen RJ45-Stecker dran.

Ich habe hierbei aber im Kopf, dass jeder zusätzliche Stecker die Datenübertragung negativ beeinflusst.

Der Ethernet-Standard spezifiziert den Link immer mit max. 90m Verlegekabel und 2x Patchkabel (Summe max. 10m, also 4 Stecker)
--> max. 100m. Und auf dieser Strecke darf max. eine Kupplung eingesetzt werden. (zB zum Verlängern oder zum "Flicken")

Insofern dürftest du keine Probleme bezüglich der Bandbreite bekommen. Vorausgesetzt, du arbeitest bei der Verlegung / Installation korrekt.

Jürgen
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Mitglied: Dilbert-MD
LÖSUNG 23.01.2020 um 20:05 Uhr
Hallo,

ich würde im "Trockenen" das Verlegekabel aufrollen und das Ende in einer Dose sauber auflegen incl. Schirmung.
Von der Dose dann mit einem Patchkabel nach außen zur Antenne.

Wie lange das Verlegekabel beständig gegen direkte Sonneneinstrahlung ist und ob es UV-beständig ist steht im Datenblatt.
Das Patchkabel kann ggf. schnell und leicht gewechselt werden oder falls erforderlich getauscht und über einen anderen Weg zur Antenne geführt werden. Mit der Dose gibt es auch eine "Reserve" falls oben unter dem Dach doch noch ein zweiter LAN-Anschluss gebraucht wird.

Gute Dose+Richtiges Patchkabel dürften kaum mehr Verluste oder Fehlerquelen aufweisen, als gekrimpfte Stecker & Co,.

Gruß
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Mitglied: kaiand1
LÖSUNG 24.01.2020 um 02:54 Uhr
Hi
Ein Außengehäuse für den Lanport währe Besser und die Leitung in ein Rohr Stecken als zusätzlichen Schutz.
Je nach Standort des Richtfunk währe aber auch ein LWL Umsetzung als Blitzschutz des Switch Angebracht.
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Mitglied: erikro
LÖSUNG 24.01.2020 um 08:15 Uhr
Moin,

Zitat von chiefteddy:
aus dem Bereich der Netzwerktechnik im industriellen Umfeld gibt es sogenannt "Feldkonfigurierbare RJ45-Stecker", die auch den Einsatz an Verlegekabel erlauben. (zB. https://www.metz-connect.com/de/products/1401405012-i )

Insofern ist die Aussage

An ein Verlegekabel gehört eine Dose und kein Stecker.

nur bedingt richtig. Normale Hirose- oder Stewart- Stecker sind dafür prizipiell ungeeignet.

Sicher gibt es sowas. Aber trotzdem sollte man immer eine Dose setzen und mit einem Patchkabel das Gerät anschließen. Wenn dann am Kabel, das hier auch noch der Witterung ausgesetzt ist, mal was ist (z. B. Kabelbruch), kann man ein Patchkabel innerhalb einer Minute tauschen. Ein Verlegekabel muss dann komplett neu gezogen werden.

Liebe Grüße

Erik
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Mitglied: chiefteddy
LÖSUNG 24.01.2020, aktualisiert um 10:49 Uhr
Hallo,

sicher ist eine Dose die bessere Lösung. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es auch RJ45-Stecker für Voll-Draht-Kabel gibt.

Und das Verlegekabel bei der Verlegung anders zu behandeln ist als Patchkabel, dürfte sicher allen klar sein.

Nebenbei möchte ich nur darauf hinweisen, dass die PoE-Spezifikation auf die Link-Definition des Ethernet-Standards aufsetzt: max 10m Patchkabel. Dh., Patchkabel haben einen geringeren Aderquerschnitt als Verlegekabel, Daraus folgt ein höherer Wiederstand und damit Spannungsabfall über die Leitungslänge. PoE über 90m Verlegekabel +10m Patchkabel funktioniert; PoE über 100m Patchkabel funktioniert nicht / ist nicht spezifiziert.

Auch das sollte man beachten.

Und zum Dritten: Wenn man außerhalb der Büro-Verkabelung - also in Werkhallen, auf Dachböden usw. - Netzwerkdosen installiert, sollte man auch auf den erforderlichen IP-Schutzgrad achten!
Im Büro ist das sicher angebracht: https://www.conrad.de/de/p/metz-connect-netzwerkdose-aufputz-cat-6-2-por ...
Auf dem Dachboden wohl eher das: https://shop.efb-elektronik.de/shop/de/kupferverkabelung/consolidation-p ...
Da ist man dann aber locker mit über 50€ (ohne Keystone-Module) dabei.

Die anderen, von mir vorgeschlagenen Lösungen, sind da doch deutlich preiswerter.

Jürgen
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Mitglied: Kompatibel
24.01.2020 um 12:26 Uhr
Der zweite Ansatz wird es auch werden.
Etwas zurechtbiegen und anpassen wäre aufwendig und verklebt nicht flexibel erreichbar.
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Mitglied: Kompatibel
24.01.2020 um 12:31 Uhr
Zitat von aqui:

Der Lösungsansatz 3 fehlte:
Keine Frickelei mit Crimpen usw. und...du hast dann auch die oben angemerkte Dose am Verlegekabel ! ;-) face-wink
Idealerweise nimmst du sehr flexibles Cat5e Patchkabel mit einem möglichst kleinen geschirmten Stecker wie das hier:
https://www.reichelt.de/daetwyler-cat-5e-300mhz-s-utp-2-0m-grau-patch-dw ...
Mit einem Mikrotik SXT wäre das nicht passiert:
https://www.varia-store.com/de/produkt/7764-mikrotik-routerboard-sxtg-5h ...
So oder so besser als die UBQT Gurke.... Aber Hauptsache ist eh das du die RiFu Strecke geroutet mit 2 unterschiedlichen IPs konfigurierst und hoffentlich nicht als Bridge um die Performance hochzuhalten auf dem Link.

Wie bereits empfohlen wird es Lösungsansatz 2.

Das Gerät ist schon richtig konfiguriert.
Aber warum Gurke? Ist das System verglichen mit dem Mikrotik SXT schlechter?
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Mitglied: Kompatibel
24.01.2020 um 12:34 Uhr
Zitat von kaiand1:

Hi
Ein Außengehäuse für den Lanport währe Besser und die Leitung in ein Rohr Stecken als zusätzlichen Schutz.
Je nach Standort des Richtfunk währe aber auch ein LWL Umsetzung als Blitzschutz des Switch Angebracht.

Ein Rohr als zusätzlicher Schutz ist bereits gegeben und führt fast direkt an das Modul (paar Zentimeter Spiel).
LWL ist in der aktuellen Konstellation nicht ohne hohe Aufwände umzusetzen.
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Mitglied: aqui
24.01.2020, aktualisiert um 16:37 Uhr
Ist das System verglichen mit dem Mikrotik SXT schlechter?
Ja. Allein die erheblich schlechtere Antenne gibt sehr wenig HF Link Reserve auf den Link. Wie du sehen kannst hat der SXT eine integrierte Richtantenne die erheblich mehr Linkreserve auf der HF Stecke realisiert und damit auch bei schlechten Wetterbedingungen ausreichend Reserve und damit stabile Bandbreite sichert.
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