WiFi-Verbindung zwischen 2 Gebäuden - 75 m

Mitglied: lionking

lionking (Level 1) - Jetzt verbinden

08.01.2021 um 14:48 Uhr, 708 Aufrufe, 12 Kommentare, 1 Danke

Hallo,

ich betreibe eine WiFi-Verbindung vom Wohnhaus zur Garage auf der gegenüberliegenden Straßenseite.
Die Entfernung ist ziemlich genau 75 Meter. Es besteht eine Sichtverbindung ohne jegliche störende Bäume oder ähnliches.

Aktuell verwende ich einfache Logilink-Router auf beiden Seiten. Einer als AP, der andere im Clientmodus. Gefunkt wird mit 2.4 GHz (B+G+N) bei automatischer Kanalwahl.
Zusätzlich habe ich 2 TP-Link Richtfunkantennen angeschlossen, wobei nur eine der beiden Antennen Outdoor montiert ist. Die andere Antenne sitzt unter dem Garagendach. Die genaue Bezeichnung der Antennen habe ich gerade nicht hier, sie sehen aber so ähnlich aus.

Bisher war die Verbindung zwar nicht wirklich schnell, aber beständig, was für mein Backup, das darüber läuft, auch völlig ausreichend wäre.
Jetzt habe ich die letzten Tage immer wieder Abbrüche beim Backup. Ein Ping zeigt mir, dass die Pingzeit regelmäßig bei 1000 ms und mehr liegt. Auch Zeitüberschreitungen gibt es.
Ich führe das auf das aktuelle Wetter mit Schneefall zurück.

Welche Möglichkeiten habe ich, um eine stabilere Verbindung herstellen zu können?
Da dies ein Privatprojekt ist, möchte ich auch keine Unsummen in teuere Hardware investieren.
Die Entfernung ist jetzt gefühlt auch nicht so wirklich groß, als dass ich hier richtig professionelle Hardware verwenden müsste.

Danke für euere Unterstützung.
Mitglied: tikayevent
08.01.2021 um 14:50 Uhr
5GHz, dazu passende Technik, Antennen ordentlich ausrichten und dafür sorgen, dass die Fresnel-Zone frei ist.
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Mitglied: Deepsys
08.01.2021 um 15:01 Uhr
Korrekt, das liegt am Schnee :-) face-smile

Wir haben eine WLAN-Verbindung (Unify mit Richtantennen) über einen See und immer wenn das Wetter schlechter wird, starker Regen oder eben Schnee, siehst du das in der ping Zeit :-) face-smile
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Mitglied: aqui
08.01.2021, aktualisiert um 15:06 Uhr
Machst du Bridging oder Routing über den Link ?
Bei Bridging hast du immer die gesamte Broad- und Multicast Last beider lokalen LAN Netze mit auf dem Funklink der in seiner Bandbreite ja erheblich schmaler ist. Das belastet den Funklink dann sehr stark und zieht ihn in der Performance nach unten.
Leider sagst du auch nicht ob der Link im völlig überlasteten 2,4 Ghz WLAN Bereich oder im störungsärmeren 5Ghz WLAN Band läuft. Bei 2,4 Ghz kommt dann vermutlich noch eine erhebliche Störung durch Nachbar WLANs dazu die den Link dann zusätzlich stören und einschränken.
Dann wäre das Ergebnis von oben also nicht weiter verwunderlich. 5 Ghz Link mit Routing wäre also der Tip. Wie man das macht erklärt dieses Tutorial:
https://administrator.de/tutorial/wlan-zwei-lan-ip-netzwerke-verbinden-1 ...
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Mitglied: Pjordorf
08.01.2021 um 15:07 Uhr
Hallo,

Zitat von lionking:
Ich führe das auf das aktuelle Wetter mit Schneefall zurück.
Welche Möglichkeiten habe ich, um eine stabilere Verbindung herstellen zu können?
Eine eigene Wetterkontrolle und Wettereinstellung nutzen. Manche Physikalsiche gegebenheiten erfordern halt viel Technik, siehe NASA und Co.

Gruß,
Peter
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Mitglied: keine-ahnung
08.01.2021 um 15:39 Uhr
Moin,

simpel zu lösen - man muss nur drauf kommen. Die hier waren pfiffig genug!

LG, Thomas
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Mitglied: lionking
08.01.2021 um 15:49 Uhr
Danke für den Link.
Die MikroTik SXT Lite5 werden wohl nicht mehr vertrieben, gibt es bei ebay aber schon relativ günstig, habe ich gesehen.
Müsste ich davon auf beiden Seiten jeweils ein Gerät montieren, oder reicht es, auf einer Seite die Hardware zu nutzen und auf der anderen Seite dann einen "normalen" 5 GHz Router zu haben?
Danke.
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Mitglied: em-pie
08.01.2021 um 15:55 Uhr
Zitat von Deepsys:

Korrekt, das liegt am Schnee :-) face-smile

Wir haben eine WLAN-Verbindung (Unify mit Richtantennen) über einen See und immer wenn das Wetter schlechter wird, starker Regen oder eben Schnee, siehst du das in der ping Zeit :-) face-smile
<klugscheiss>
Das bezweifle ich. Denn warum sollte eure TK-Anlage WLAN machen!?
</klugscheiss>

B2T:
5GHz ist zwar weniger ausgelastet, aber die kürzere Wellenlänge ist nicht immer von Vorteil für die Stabilität.
Für die hier avisierten, freien 75m sollte das aber problemfrei möglich sein.
https://www.wlansignalverstaerken.de/5ghz-wlan#:~:text=Der%20Nachteil%20 ....

Eine gute Antenne sollte ebenfalls förderlich sein.

Für den Spieltrieb: https://www.heise.de/ct/artikel/WLAN-Richtfunk-mit-Hausmitteln-221433.ht ...

Ansonsten wäre Richtfunk ganz sinnvoll: Z. B. https://www.wlan-shop24.de/lp/wlan-richtfunk-set/

Und als weitere Variante: das WLAN in ein Transfernetz schieben, sodass die angrenzenden örtlichen Netze keinen EInfluss auf das WLAN-Netz haben. das erfordert aber den EInsatz geeignter, VLAN-fähigerHardware sowie eines VLAN-fähigen Routers.

Gruß
em-pie
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Mitglied: tikayevent
08.01.2021 um 16:08 Uhr
Im Gegenzug kann man 5GHz mit höheren Abstrahlleistungen fahren. 2,4GHz maximal 100mW, 5GHz in den Unterbändern 2 und 3 mit bis zu 1000mW. In Verbindung mit Richtantennen und ordentlicher Ausrichtung ist das schon ein himmelweiter Unterschied. Insbeondere im ländlichen Raum hast du sehr viele dieser Verbindungen, die die Internetversorgung über mehrere Kilometer hinweg problemlos sicherstellen.
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Mitglied: PappaBaer2002
08.01.2021 um 19:49 Uhr
Moin,

ich würde mir gebraucht aus der Bucht zwei Lancom LN-321agn oder LN-322agn holen, gehen das Stück idR für ca. 20€ weg.
Mit denen kannst Du dann zum einen eine richtige P2P-Verbindung konfigurieren und die Ausrichtung der Antennen für die P2P-Strecke dann auch mit dem LanMonitor optimieren.
Dazu am besten Antennen mit einem geringeren Abstrahlwinkel (30° z.B.).

Grüße,
Torsten
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Mitglied: aqui
09.01.2021 um 08:30 Uhr
Nein, keine gute Idee.
Das Geld ist sinnvoller in 2 Mikrotik SXTs angelegt die entsprechende Richtantennen gleich onboard haben und über PoE mit Strom versorgt werden können. Nur so etwas macht Sinn bei einer Gebäude Kopplung, alles andere ist wieder Frickelei und Geld verbrennen mit ungeeigneten HW Komponenten.
https://www.varia-store.com/de/produkt/102214-mikrotik-rbsxt-5hpndr2-hig ...
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Mitglied: em-pie
09.01.2021, aktualisiert um 10:17 Uhr
Zitat von aqui:

Nein, keine gute Idee.
Das Geld ist sinnvoller in 2 Mikrotik SXTs angelegt die entsprechende Richtantennen gleich onboard haben und über PoE mit Strom versorgt werden können. Nur so etwas macht Sinn bei einer Gebäude Kopplung, alles andere ist wieder Frickelei und Geld verbrennen mit ungeeigneten HW Komponenten.
https://www.varia-store.com/de/produkt/102214-mikrotik-rbsxt-5hpndr2-hig ...

Da würd ich aber noch mal 35€ mehr in die Hand nehmen und in ein 60 GHz-Set investieren: https://www.wlan-shop24.de/mikrotik-rbwapg-60ad-60ghz-wlan-link-set-1gbi ...
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Mitglied: PappaBaer2002
09.01.2021 um 14:20 Uhr
Zitat von aqui:

Nein, keine gute Idee.
Das Geld ist sinnvoller in 2 Mikrotik SXTs angelegt die entsprechende Richtantennen gleich onboard haben und über PoE mit Strom versorgt werden können. Nur so etwas macht Sinn bei einer Gebäude Kopplung, alles andere ist wieder Frickelei und Geld verbrennen mit ungeeigneten HW Komponenten.
https://www.varia-store.com/de/produkt/102214-mikrotik-rbsxt-5hpndr2-hig ...
Na ja, 160€ gegenüber 40€ sind schon ein Unterschied. Abgesehen davon beherrschen die Lancom gerade für die Vernetzung über Richtfunk die Möglichkeit P2P-Verbindungen zu konfigurieren. Das als "Frickelei" zu bezeichnen? Ungeeignete Hardware? Ja ne, is klar...
Du kennst auch nur die Mikrotik-Geräte und ein bisschen Cisco. Alles andere wird aus Unkenntnis dann immer gleich niedergemacht.
Wat der bur net kennt dat fret er net.
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