Wie zieht man richtig und problemlos mit seiner Website und E-Mails zum neuen Provider um?

Mitglied: Rene1976

Rene1976 (Level 2) - Jetzt verbinden

04.02.2016 um 12:47 Uhr, 1160 Aufrufe, 5 Kommentare

Hallo,

wir wollen von unserem alten schlechten Provider Loomes weg (für interessierte, siehe Shitstorm vom 01.Dez.2015 https://www.facebook.com/loomesag ) und zu Host Europe (HE) wechseln.

Bei Lommes bin ich noch auf einen Shared Hosting Paket auf Linux (LAMP) und die E-Mails laufen leider über die zentralen E-Mail Server des Providers die leider zu oft (oder immer noch) auf Blacklisten stehen.
Es kommen zum Teil gar keine E-Mails mehr bei unsere Kunden an.

Das ist für eine Firma untragbar und behindert massiv unsere Geschäft.

Jetzt haben wir eine dedizierten Windows Root-Server mit Plesk 12.5 bei HE gemietet.

In Plesk habe ich schon die Domain angelegt und per FTP die Website übertragen.
Beim Aufruf der Website über die IP-Adresse scheint die Seite auch zu funktionieren.

Aber zum Umzug der E-Mails und DNS habe ich noch einige Fragen:

1. Wie schaffe ich einen Umzug ohne Ausfall der Website?
Die Umstellung der DNS Einträge dauert doch 24-48 Std.
Wo landet dann der Kunden in der Zeit?
2. Wie reagiert Google / SEO auf die Umstellung?
Die Website und die Struktur der Website bleibt die gleiche.
Es ändert sich eigentlich nur die IP-Adresse, oder?
Muss ich zuvor ein redirect etc... anmelden oder beim alten Provider in den DNS Server eintragen?

WICHTIG:

3. Wie funktioniert der reibungslose Umzug der E-Mail Konten (ca. 130 Stück) ohne E-Mail Verlust?
Im Plesk 12.5 bei HE kann ich die E-Mail Konten schon einmal im voraus anlegen. (Loomes hat kein Plesk sondern etwas eigenes)
Wie kann ich die Erreichbarkeit, Einstellungen und die Passwörter testen, bevor der Account LIVE geht?
Kann ich irgendwie schon vorher eine Test E-Mail senden und empfangen und wenn ja wie?
Ich muss diese 130 E-Mail Accounts auch noch beim E-Mail Clients überall zeitnah einstellen.
Dann möchte ich mich nicht mehr z.B. über Tippfehler in Passwörtern ärgern ;-) face-wink

4. Was passiert mit den E-Mail Adressen / Empfang während der Umzugsphase (48 Std.)?
Wie kann ich garantieren, dass keine E-Mail verloren geht, weil z.B. einige DNS Server noch an den alten Provider die E-Mails liefern?
Kann ich z.B. mittels MX Record beim alten Provider die E-Mails schon einmal auf den neuen Provider umleiten obwohl die Domain noch nicht umgezogen ist?

5. Was gibt es sonst noch für Fallstricke an die ich gerade noch nicht gedacht habe?

Danke im voraus.

Rene
Mitglied: killtec
04.02.2016 um 12:59 Uhr
Hi,
du solltest mal über einen Inhouse Mailserver nachdenken....
1. Sollte kein Problem darstellen, gleiche wie 2.
3. Mailadressen Anlegen (oder eigener mailserver inhaus) und MX vorher setzen.
4. Siehe 3. :) face-smile

Eigene Mailserver sind z.B. David.fx von Tobit Software oder MS Exchange.

Das macht dir bei der Größe das Leben einfacher, glaub mir :) face-smile

gruß
Bitte warten ..
Mitglied: VGem-e
04.02.2016 um 15:12 Uhr
Servus,

bei Deiner Größe würde ich einen Mailserver Inhouse vorschlagen. Klar benötigt dessen Pflege und Administration jemanden, der sich damit auskennt oder Du vergibst diese Wartungsarbeiten an ein Systemhaus Deines Vertrauens.

Auch wir mit deutlich weniger Mailkonten setzen einen Mailserver vor Ort ein.

Gruß
VGem-e
Bitte warten ..
Mitglied: beidermachtvongreyscull
04.02.2016 um 15:51 Uhr
Zitat von @Rene1976:

Hallo,

wir wollen von unserem alten schlechten Provider Loomes weg (für interessierte, siehe Shitstorm vom 01.Dez.2015 https://www.facebook.com/loomesag ) und zu Host Europe (HE) wechseln.

Bei Lommes bin ich noch auf einen Shared Hosting Paket auf Linux (LAMP) und die E-Mails laufen leider über die zentralen E-Mail Server des Providers die leider zu oft (oder immer noch) auf Blacklisten stehen.
Es kommen zum Teil gar keine E-Mails mehr bei unsere Kunden an.

Das ist für eine Firma untragbar und behindert massiv unsere Geschäft.

Jetzt haben wir eine dedizierten Windows Root-Server mit Plesk 12.5 bei HE gemietet.

In Plesk habe ich schon die Domain angelegt und per FTP die Website übertragen.
Beim Aufruf der Website über die IP-Adresse scheint die Seite auch zu funktionieren.

Aber zum Umzug der E-Mails und DNS habe ich noch einige Fragen:

1. Wie schaffe ich einen Umzug ohne Ausfall der Website?
Die Umstellung der DNS Einträge dauert doch 24-48 Std.
Wo landet dann der Kunden in der Zeit?
Du könntest folgendes machen: Alle dynamischen Inhalte fixieren (Boardfunktionen aus etc., keine Änderungen --> freeze config). Dann spiegelst Du die Webseite auf die neue Location und machst sie betriebsbereit. Dann änderst Du die DNS-Zone ab. Bis die DNS weltweit aktualisiert wurde, ist Deine Webseite auf zwei Systemen verfügbar --> de facto kein Ausfall. Wenn sie auf der neuen vollends online ist, dann raus aus dem freeze config und Betrieb wieder normal.

2. Wie reagiert Google / SEO auf die Umstellung?
Die Website und die Struktur der Website bleibt die gleiche.
Es ändert sich eigentlich nur die IP-Adresse, oder?
Muss ich zuvor ein redirect etc... anmelden oder beim alten Provider in den DNS Server eintragen?

WICHTIG:

3. Wie funktioniert der reibungslose Umzug der E-Mail Konten (ca. 130 Stück) ohne E-Mail Verlust?
Im Plesk 12.5 bei HE kann ich die E-Mail Konten schon einmal im voraus anlegen. (Loomes hat kein Plesk sondern etwas eigenes)
Wie kann ich die Erreichbarkeit, Einstellungen und die Passwörter testen, bevor der Account LIVE geht?
Kann ich irgendwie schon vorher eine Test E-Mail senden und empfangen und wenn ja wie?
Ich muss diese 130 E-Mail Accounts auch noch beim E-Mail Clients überall zeitnah einstellen.
Dann möchte ich mich nicht mehr z.B. über Tippfehler in Passwörtern ärgern ;-) face-wink

Ich empfehle einen harten Cut und die Einführung eines inhouse-Emailservers. Die Kollegen haben ja schon Beispiele genannt.
Idealerweise vielleicht folgendes:
Richte z.B. Exchange ein, besorge Dir PopCon, um den alten Server weiterhin abzufragen. Richte neuen mx-Record auf der Domäne ein und schmeiß den alten raus. Emails an Deine Adressen können weiterhin zugestellt werden, solange der alte Server empfangsbereit ist und der neue sendet (achte auf Reverse-mapping auf den neuen!). Theoretisch kein Ausfall. Es holpert vielleicht und so manche AntiSpam-Lösung wird false-positives erkennen.


4. Was passiert mit den E-Mail Adressen / Empfang während der Umzugsphase (48 Std.)?
Wie kann ich garantieren, dass keine E-Mail verloren geht, weil z.B. einige DNS Server noch an den alten Provider die E-Mails liefern?
gar nicht. Theoretisch sollte der alte empfangen, der neue die Emails beim alten abholen und der neue Emails direkt senden.
Kann ich z.B. mittels MX Record beim alten Provider die E-Mails schon einmal auf den neuen Provider umleiten obwohl die Domain noch nicht umgezogen ist?
Sollte gehen.

5. Was gibt es sonst noch für Fallstricke an die ich gerade noch nicht gedacht habe?

Danke im voraus.

Rene



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Mitglied: StefanKittel
04.02.2016 um 19:31 Uhr
Hallo,

nur zur Info.
die DNS-Änderungen werden in der Regel sofort aktiv.
Nur die Provider, Router und PCs speichern diese zwischen.

Wenn man dies abends macht, sehen 99% aller Besucher und Mailserver am nächsten Tag um 08:00 den neuen Server.

Alle Postfächer auf dem neuem Server einrichten und Inhalte kopieren.
Später dann die geänderten Inhalten nachkopieren. Ich mache das mit IMAPSync.

Alle Webseiten auf den neuen Server übertragen und auf dem alten drauflassen.
Hier es ist egal ob der Besucher die alte oder neue Seite sieht.
Änderungen natürlich nur auf der neuen Seite.
Wenn der Inhalt wichtig ist, dynamisch ist, oder z.B. ein Shop dann auf dem alten Server eine Wartungsseite einblenden.

VIele Grüße

Stefan
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Mitglied: Rene1976
04.02.2016 um 21:12 Uhr
Hallo,

danke für den Hinweis mit dem Mailserver.
Wir haben leider keine statische IP-Adresse in der Arbeit, dafür aber ein Dual-WAN.
Wir legen die Adressen einmal über Plesk an und dann holen wir die eingehenden E-Mails in unser Back-Office E-Mail Response Management System zur Weiterverarbeitung ab.
Das System kann ein bisschen mehr als nur E-Mails an Postfächer verteilen ;-) face-wink
Ein Exchange-Server bringt uns da nichts.

Besten Dank erst einmal für die Hinweise.
Freue mich über jeden weiteren Hinweis/Idee.

Gruß,

Rene
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