Verständnisfrage: NIC Bonding über 2 HP Procurve Switches

Hallo Leute,

habe eine Frage bzgl. NIC Bonding unter Linux.

Ich möchte eine ausfallsichere Lösung für unseren Proxmox Server, bin aber noch ziemlich grün hinter den Ohren was Bonding und so angeht.

Deswegen würde ich gerne wissen, ob die Konfiguration der NIC mittels ifenslave und dem balance-rr Modi allein ausreicht, oder ob ich auch auf den beiden, miteinander verbundenen, Switches (HP Procurve 1820) noch gewisse Dinge anpassen muss (STP etc), damit sich da niemand in die Quere kommt.

Danke schon mal für eure Hilfe.

Gruß

g0drealm

Content-Key: 304993

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Ausgedruckt am: 27.01.2022 um 21:01 Uhr

Mitglied: aqui
aqui 20.05.2016 aktualisiert um 12:04:28 Uhr
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Hier ist alles was du zu dem Thema wissen musst erklärt, inkl. HP Konfig dieses Tutorial:
https://www.administrator.de/wissen/netzwerk-management-server-raspberry ...

Wichtig ist allein das der Server eine Link Aggregation auf 802.3ad Standard mit LACP nutzt und die Switchseite natürlich auch.
RSTP sollte man zur Sicherheit immer aktiv lassen.
Bedenke das du KEIN Split Trunking machen kannst, sprich also den LAG des Servers auf beide Switches splitten kannst.
Sowas können andere Hersteller aber die beiden HP Billiggurken supporten sowas nicht !
Du musst mit dem Server LAG auf einem Swiotch bleiben.
Sinnvoll ist es dann den Uplink zum anderen Switch auch als LAG auszulegen damit man hier nicht in Bandbreiten Problematiken kommt...logisch !
Ein paar allgemeine Grundlagen zum Thema Link Aggregation findest du in den folgenden Threads:
https://www.administrator.de/contentid/271465
https://www.administrator.de/content/detail.php?id=247466&token=446
https://www.administrator.de/index.php?content=173909
https://www.administrator.de/index.php?content=110462
https://www.administrator.de/index.php?content=112965
https://www.administrator.de/index.php?content=113735
Mitglied: g0drealm
g0drealm 23.05.2016 um 09:56:07 Uhr
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Danke für die ausführliche Antwort.

Serverseitig ist alles richtig eingerichtet. RSTP ist auf den Switches aktiviert.

Also bleibt mir nur die Möglichkeit active-backup zu nutzen, um die benötigte Ausfallsicherheit zu gewährleisten? Sehe ich das so richtig?

Gruß

g0drealm
Mitglied: aqui
aqui 23.05.2016 um 10:58:53 Uhr
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Nein, das siehst du falsch !
802.3ad LAGs mit LACP haben in sich auch ein Backup. Es kann ein oder mehrere Links ausfallen und der / die restlichen machen dann normal weiter. Mit begrenzter Bandbreite natürlich. Aber das Backup ist immer mit drin.
Active-Backup wäre ein gravierender Technischer Rückschritt, denn so nutzt du niemals aktiv beide Links.
Einer ist immer tot und wartet bis der andere ausfällt.
Eigentlich barer Unsinn das so zu machen und Resourcen zu verschwenden !
Mitglied: g0drealm
g0drealm 23.05.2016 um 11:22:12 Uhr
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Ja soweit habe ich das verstanden.

Ich möchte ja aber die Switches redundant auslegen, sodass, wenn einer ausfällt, die Verbindung trotzdem weiter besteht.

Laut der Antwort von oben kann ich dies mit LACP und meinen Procurve Swiches nicht machen und muss die LAG auf einem Switch haben, oder versteh ich da was falsch? :) face-smile
Mitglied: aqui
aqui 23.05.2016 aktualisiert um 11:25:58 Uhr
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Da hast du dann die falschen Switches gekauft. Es wäre sehr viel sinnvoller gewesen dann welche zu beschaffen die sog. Split Trunking supporten wie VPC (Cisco) oder MCT (Brocade) usw.
Mit dem HP Schrott wird man da natürlich nix....
Wer billig kauft, kauft 2mal....
Dann bleibt dir nichts anderes übrig als diese Active Passive Steinzeit Konfig...schade. Aber wenn man Billigheimer kauft passiert das. Na ja...passt eben zu HP... :-D face-big-smile
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