Dieser Beitrag ist schon älter. Bitte vergewissern Sie sich, dass die Rahmenbedingungen oder der enthaltene Lösungsvorschlag noch dem aktuellen Stand der Technik entspricht.

automatische Verbindung der Netzlaufwerke

Mitglied: DanielB
Ich kümmere mich im Moment um das Netzwerk einer kleinen Firma. Da der Chef (wi so viele) kein Geld für die IT ausgeben will, muss ich an vielen Stellen improvisieren. Um den Usern ein möglichst störungsfreies Arbeiten zu ermöglichen, habe ich mir die ein oder andere Sache ausgedacht. Eine dieser Ideen ist folgende:

Da ca. 1/2 Tag, nachdem ich begonnen hatte mich in das Netz einzuarbeiten, der (einzige) Server den Geist aufgegeben hat und die User einen Tag nicht arbeiten konnten (es gab keinerlei Datensicherung und ich musste erst sämtliche Daten sichern) will ich in dieser Beziehung zukünftig vorsorgen. Ich plane die Anschaffung eines zweiten Servers, welchen ich als zweiten DC verwenden will. Jeweils über Nacht sollen mit "Allway Sync" die freigegebenen Daten vom ersten DC auf den zweiten kopiert werden. Wenn der erste DC nun ausfallen sollte, übernimmt ja automatisch der zweite DC die Anmeldung der User in der Domäne. Wie kann ich es nun realisieren, dass die Freigaben automatisch auf den zweiten Server gesetzt werden? Also statt "\\srv01\freigabe" soll "\\srv02\freigabe\" verbunden werden. Der User soll davon nix mitbekommen.

Reicht ein größeres Login-Script? Gibt es dazu bereits fertige?

Danke schon mal...
Daniel

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Ausgedruckt am: 27.11.2021 um 06:11 Uhr

Mitglied: gemini
gemini 18.05.2006 um 12:35:40 Uhr
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Hallo Daniel,

die User melden sich nicht am Server an, sondern an der Domäne resp. am Verzeichnisdienst.
Wenn du zwei DCs hast nimmt der schnellere die Anmeldung entgegen.
Es gibt zum Anmeldezeitpunkt eine Umgebungsvariable %logonserver% die du im Script auswerten könntest. Allerdings kann es sein, dass für User01 der DC02 Anmeldeserver ist, während User02 sich an DC01 anmeldet. Deine nächtliche Synchronisation würde dann zu Inkonstistenzen führen.

Bewerkstelligen könntest du sowas mit einem Cluster. Die beiden Server erscheinen nach außen hin als einer; die Lastverteilung und die Synchronisation übernimmt die Clustersoftware.
Ob der Konfigurations- und Verwaltungsaufwand lohnt musst du selbst wissen.

IMHO wäre eine vernünftige Datensicherung (bspw. mit Veritas oder einer vergleichbaren Software) und regelmäßige ASR-Backups praktikabler.
Von vernünftiger Hardware ganz abgesehen, also richtige Server mit RAID usw. und keine zweckentfremdeten PCs.

HTH
gemini
Mitglied: gogoflash
gogoflash 18.05.2006, aktualisiert am 18.10.2012 um 17:56:54 Uhr
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Hi,

schaust Du hier für die Freigaben:

https://www.administrator.de/forum/probleme-in-zweigstellen-ohne-domain- ...

Muss ins Anmeldescript. Es prüft per ping, ob ein Server erreichbar ist und ändert, dann die Laufwerksbuchstaben. Sollte der Server aus anderen Gründen nicht funktionieren, aber ein ping funktioniert ist, dass natürlich blöd.

Für die Synchronisierung kannst Du zb Viceversa benutzen. Dass kannst Du dann mehrmals am Tag (mit Erstellung von Archiven) durchführen.Das Programm sollte die Dateirechte mitkopieren.

2) Ein Raid. Zumindest Softwareraid sollte schon auf den Buchsen laufen.Ja,wenn der Chef kein Geld ausgeben will. Aber ein Ausfall kostet Ihm auch etwas. Er soll mal die Kosten den letzten Ausfalles ausrechnen.

3) Eine Datensicherung sollte immer ausserhaus liegen. Das Büro kann ja mal abbrennen oder ausgenommen werden, dann ist es auch essig mit arbeiten. Die Rechner kann man ersetzen. Die Daten per Gedankenkraft? Wenn alle Stricke reißen, auf eine externe USB Platte. Auch nicht schön. Bandsicherungen wären besser, da solider.

@gemini:
Du hast schon recht, aber wenn der Kunde beim besten Willen nicht will, dass soviel Geld investiert wird. Man selbst sollte man sich absichern und dem Kunden fragen, was er überhaupt will.Ist er nicht in der Lage die Kosten zu übernehmen, muss Ihm klar sein, dass es nicht so sein wird, dass beim Ausfall niemand etwas merkt. Für die Administration ist es schon angenehmer, wenn beim Ausfall des ersten Servers ein Backupserver die Aufgaben übernimmt, dann hat man zumindest eine arbeitsfähige Lösung angeboten, bis der erste wieder läuft.
In dieser Zeit muß man dann als Kunde ein paar Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen.

Will er das nicht, kann Ärger auf den Admin zukommen, weil von nix kommt nichts.


Gruß Miguel
Mitglied: whitefox
whitefox 18.05.2006, aktualisiert am 18.10.2012 um 17:56:54 Uhr
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Hallo, habe letztlich auch die gleiche Frage gestellt, die Antwort für dich könnte evtl. auch DFS heissen.

https://www.administrator.de/forum/2.-dc-als-backup-l%c3%b6sung-32426.ht ...

Greetz

whitefox


ps: hab inzwischen das DFS eingerichtet und es klappt, wenn ein Server stirbt, sind die Daten immer noch auf dem 2. DC vorhanden, der Pfad wechselt nicht...
Mitglied: ChristianF
ChristianF 21.05.2006 um 18:14:00 Uhr
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Hallo !

Warum machst Du es nicht einfach mit einem IF EXIST im Loginscript? Damit kannst Du abprüfen ob der Server verfügbar ist, und falls nicht, definierst Du im ELSE dass er sich bitte auf die Freigabe des zweiten Servers verbinden soll. So mach ich das auch an zwei Stellen, funktioniert super.

Greetz
Chris
Mitglied: DanielB
DanielB 22.05.2006 um 13:48:36 Uhr
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Danke schon mal für die Anregungen. Ich werde mal verschiedene Wege testen und den für mich bzw. die Firma besten auswählen.
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