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IT-Planungsrat - Umsetzung NIS-2-Richtlinie - Absolutes Armutszeugnis

Moin Zusammen,

gestern Abend bin ich über den folgenden Beschluss gestolpert …

https://www.it-planungsrat.de/beschluss/beschluss-2023-39

… bei dem sich mir, insbesondere beim Lesen der folgenden Zeilen …
nis-2
… sofort sämtliche Nackenhaare senkrecht nach oben gestellt haben. ๐Ÿ˜ฑ

Ja, der IT-Planungsrat hat hier tatsächlich den Ländern im Beschluss 2023/39 vom 03.11.2023 empfohlen, bei öffentlichen Verwaltungen auf lokaler Ebene und Bildungseinrichtungen, die NIS-2 Richtlinie NICHT anzuwenden.

Sprich, die Behörden bei denen zum Teil sehr sensible Daten von allen Bundesbürgern gespeichert und verarbeitet werden und vor allem die Bildungseinrichtungen, in welchen die Daten unserer Kids gespeichert und verarbeitet werden, sollen nicht verpflichtet werden, sich an die für ansonsten alle anderen Organisationen/Unternehmen geltenden IT-Security-Vorgaben zu halten. ๐Ÿ™ˆ

Und nein, das ist leider kein Aprilscherz!

Der „Der Bundesverband IT-Sicherheit e. V. (TeleTrusT)“ hat bereits den folgenden Offenen Brief an den IT-Planungsrat geschrieben.

https://www.teletrust.de/startseite/news/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=1604&am ...

https://www.pressebox.de/pressemitteilung/teletrust-bundesverband-it-sic ...

https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7132703904898654208 ...

Da es hier am Ende des Tages um die Sicherheit der zum Teil sehr sensiblen Daten von jedem von uns und vor allem auch um die von unseren Kids geht, möchte ich alle hiermit inständig darum bitten, euch diesem Brief mit anzuschliessen, danke. ๐Ÿ™

Als Unternehmen/Organisation reicht hierfür eine Mail an …

info@teletrust.de

mit dem Betreff „Ich zeichne den Offenen Brief an den IT-Planungsrat.“.
Zudem sollte man in der Mail noch kenntlich machen, ob es sich um eine Zeichnung als natürliche Person handelt oder die Erklärung für eine Organisation abgegeben wird.

Gruss Alex

Content-Key: 3573369998

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Printed on: February 29, 2024 at 23:02 o'clock

Member: Visucius
Visucius Nov 22, 2023 at 07:26:48 (UTC)
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Naja, ist halt wie bei der DSGVO. Die, die die wirklich persönlchen Daten verwalten, klammern - sich selber - aus!๐Ÿคฌ
Member: departure69
departure69 Nov 22, 2023 at 07:30:55 (UTC)
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@MysticFoxDE:

Hallo.

Die haben hier aber den Grund dafür nicht angegeben. Den gibt es aber, wäre auch ziemlich verwunderlich (und dämlich), wenn die offen zugeben würden, wenn für Behörden laschere IT-Sicherheitsbestimmungen gelten dürfen.

Ich bin Admin einer kleinen Kommunalbehörde. Die Kommunen erhalten ihre Sicherheitsanweisungen, zumindest in unserem Bundesland, vom LSI. Und die könnten durchaus sogar strenger gefaßt sein. Und es gibt weitere Kontrollinstanzen, insbesondere die Prüfungsverbände haben in dieser Hinsicht in den letzten Jahren massiv mit Know-How speziell zur IT-Sicherheit aufgerüstet.

Du interpretierst da automatisch zu viel schlechtes hinein, fürchte ich.

Viele Grüße

von

departure69
Member: MysticFoxDE
MysticFoxDE Nov 22, 2023 at 07:54:18 (UTC)
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Moin @departure69,

Die haben hier aber den Grund dafür nicht angegeben. Den gibt es aber, wäre auch ziemlich verwunderlich (und dämlich), wenn die offen zugeben würden, wenn für Behörden laschere IT-Sicherheitsbestimmungen gelten dürfen.

jeder, der etwas Erfahrung mit den Kommunen hat, weis ganz genau was der Grund dafür ist.
Sprich, ja, es würde dem Staat an der einen oder anderen Stelle die Hosen runter ziehen und zwar so richtig.
Aber es muss sein! Denn so wie es jetzt ist, darf es auf keinen Fall weiter gehen!

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/landkreis-muenche ...
https://konbriefing.com/de-topics/cyber-angriffe.html

Solchen Beispielen gibt es mittlerweile leider duzende und es werden fast täglich immer mehr. ๐Ÿ˜”

Du interpretierst da automatisch zu viel schlechtes hinein, fürchte ich.

Meine eigene Intension in der Sache basiert ganz sicher nicht auf irgendwelchen automatischen Interpretationen, sondern eher auf sehr viel eigener Erfahrung.

In welchem Bundesland bist du den Admin?

Gruss Alex
Member: watIsLos
watIsLos Nov 22, 2023 at 08:16:02 (UTC)
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Moin Alex,

danke für die Info! =)

Das ist leider nichts Neues... nicht nur hier ist Deutschland Schlusslicht!
Hier haben wir nicht nur die Problematik mit dem Föderalismus, jeder macht sein eigenes Ding. Auch sind die Kommunen wie immer, alle notorisch pleite. Man darf nicht vergessen, das sind Behörden, die nur das machen, was gemacht werden muss, für alles Neue, ne Danke, es geht weiter mit Stempel und Fax!

Deutschland und die Digitalisierung und da können wir auch gerne den Sicherheitsbereich dazu nehmen ist im Großen und Ganzen 10 Jahre hinterher.

Hier braucht niemand was schwarz zu malen, das ist Fakt!
Kurzum, mich wundert in diesem Land überhaupt nichts mehr.
Member: maretz
maretz Nov 22, 2023 at 08:46:51 (UTC)
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ehrlich gesagt - wenn du meinst es ist zu unrecht -> dafür gibt es den Weg der ganz normalen Klage. Ob da nun nen paar Mails in irgendeine Mailbox wandern oder nicht -> das macht nu auch nicht viel aus, oder? Ich kann mir auch ne gelbe Weste anziehen und mich hier unten auf den Parkplatz kleben oder mich in den Garten hocken und gegen die Kriege dieser Welt protestieren. Der Effekt ist eben auch da nahezu 0... Mit dem Unterschied das der gerichtliche Weg in DE bei Behörden ggf. dann eine Änderung bewirkt (wie man ja grad sieht... falls jemand iirc. 60 Mio übrig hat, Herr Scholz würde sich grad freuen... diesmal kann er ja leider nicht vergessen was zu wissen - und die Taschenspielertricks haben nich so wirklich geklappt...).

Aber mir wäre jetzt nicht bekannt das diese Unterschriftenlisten, Mail-Fluten oder sonstwas wirklich mal was bewirkt hätten....
Member: Visucius
Visucius Nov 22, 2023 updated at 08:51:45 (UTC)
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60 Mrd. … mit Mio. passiert in dem Land gar nix mehr, außer evtl. ein paar Politiker-Kickbacks
Member: VGem-e
VGem-e Nov 22, 2023 at 08:49:46 (UTC)
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Moin,

@MysticFoxDE:
Google führt hier zum Bundesland Bayern, das angeblich bei den E-Government-Leistungen derzeit als deutscher Spitzenreiter geführt wird.

Gruß
Member: watIsLos
watIsLos Nov 22, 2023 at 09:16:01 (UTC)
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@VGem-e

Bayern und Spitzenreiter, das ist doch ein Witz?!
Es ist nicht mal die Hälfte der Leistungen die hier realisiert worden, Deutschland ist Schlusslicht. Bitte nichts schönreden!

//https://www.insm.de/insm/themen/digitalisierung/deutschland-scheitert-be ...
digimeter-bundesweit_online_verfu__gbare_verwaltungsleistungen
Member: MysticFoxDE
MysticFoxDE Nov 22, 2023 at 09:26:15 (UTC)
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@VGem-e

Bayern und Spitzenreiter, das ist doch ein Witz?!
Es ist nicht mal die Hälfte der Leistungen die hier realisiert worden, Deutschland ist Schlusslicht. Bitte nichts schönreden!

//https://www.insm.de/insm/themen/digitalisierung/deutschland-scheitert-be ...

๐Ÿ˜ฎ ... was BaWü hinter Sachsen ... ๐Ÿ˜ฑ๐Ÿ˜ญ
Member: watIsLos
watIsLos Nov 22, 2023 updated at 09:37:07 (UTC)
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Alle Bundesländer haben versagt.

Ich finde der Smiley sagt schon alles!
221031_marginalspalte_347x347
Member: VGem-e
VGem-e Nov 22, 2023 at 10:06:14 (UTC)
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Servus,

@all:
Deshalb ja auch in meinem 1. Post hier mit ANGEBLICH!!!
Sozusagen der Einäugige unter den Blinden.

Dass unser Land international gesehen wohl nicht einmal mehr zum Mittelfeld in Sachen Digitalisierung zählen kann, ist mir ebenso bewusst.

Gruß
Member: commodity
commodity Nov 22, 2023 at 10:36:12 (UTC)
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Kurzum, mich wundert in diesem Land überhaupt nichts mehr.
Das ist genau das Problem. In diesem Land sitzt man bequem im Trockenen und jammert, statt sich sinnvoll einzubringen. In der administrativen Welt drückt sich solche Überforderung dann durch die Gründung einer Arbeitsgruppe aus, die aber gar nicht wirklich arbeitet, sondern viel redet und schreibt. Alle wollen, aber keiner will machen. Aufgeschlossenheit, Mut, Identifikation sind hier die Stichworte, die ich beim klassischen jammernden Mitbürger (ich schließe mich da nicht aus face-wink ) vermisse.

Man lese ein bisschen über Estland und sehe den Unterschied:

In Deutschland besteht in weiten Teilen der Gesellschaft immer noch Skepsis gegenüber digitalen Lösungen, häufig mit Verweis auf Datenschutzbedenken. In der estnischen Bevölkerung gibt es hingegen eine starke nationale Identifikation mit der Digitalisierung. Die Est:innen sind stolz auf die positive Entwicklung und Innovationskraft der eigenen Nation und stehen digitalen Lösungen sehr aufgeschlossen gegenüber. Digitalisierung ist Wirtschaftsfaktor und Marketinginstrument zugleich. Sie hat Estland einen weltweiten Ruf als Vorreiter im Bereich e-Government eingebracht.

Zwar gilt es im Hinterkopf zu behalten, dass die Strukturen in der deutschen Justiz und Verwaltung – auch historisch bedingt – sehr viel behäbiger, größer und unübersichtlicher sind als in den estnischen Pendants. Dennoch können Lösungen, die sich in Estland bewährt haben, auch in Deutschland erfolgversprechend sein. Dafür braucht es vor allem einen entsprechenden politischen Willen und politischen Mut. Mut zur Innovation. Mut zu Fehlern. Mut zur Digitalisierung.

Innovation kommt fast immer von unten (man erinnere sich nur mal an die Entstehung von Google) und eben nicht nach Maßgabe von oben und deshalb besteht hier ein Widerspruch zu zentralen administrativen Vorgaben. Aufgabe der Administration ist es zunächst, ein Klima zu schaffen, der Entwicklung Raum zu geben und diese gezielt zu fördern. Nochmal Estland:

Die digitale Gesellschaft e-Estonia wurde in weiten Teilen dadurch möglich, dass die Infrastruktur des Landes sehr dezentral entwickelt wurde – eine verbundene Reihe von Netzwerken und nicht ein einziges komplexes Programm. Dank der Flexibilität dieses Open-set-up konnten im Laufe der Jahre neue Komponenten entwickelt und hinzugefügt werden, und es war nicht erforderlich, die bestehenden Anwendungen kostenaufwändig zu aktualisieren.

Ich bin, was die Sicherheitsaspekte angeht, total bei Dir, Alex. NIS-2, DSGVO, was auch immer sinnvoll sein mag. Dazu braucht es aber erstmal eine Basis. Derzeit ist es doch so, dass nicht einmal die IT-Fachkräfte da sind, die den Betrieb der gewünschten Infrastrukturen gewährleisten könnten. Die Kommune soll jetzt weitere Fachkräfte auf administrativer und technischer Ebene für NIS-2-Konzepte und Regelungen binden. Das ist, sorry, realitätsfern. Am Ende führt genau das zur bereits im Gange befindlichen Zentralisierung der IT, was wiederum jede gesellschaftsorientierte Innovation erstickt. Am Ende hängen alle technisch am Tropf von GAMAM. Die wollen aber keine Innovationen für die öffentliche Daseinsvorsorge entwickeln, sondern mit ihren Diensten Kohle machen.

Insofern ist es durchaus ein positiver Ansatz, den Kommunen Raum zu geben und weniger Leute in Meetings und Planungsbüros zu setzen, sondern die IT aktiv anzugehen und zu betreuen. Wenn das denn statt findet... Auch das wäre gelebte Sicherheit face-smile

Viele Grüße, commodity
Member: departure69
departure69 Nov 22, 2023 updated at 10:42:52 (UTC)
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Naja, wenn ich bedenke, daß die meisten Softwarefachverfahren in Behörden hochproprietär sind (und zu 99,9% nur unter Microsoft Windows laufen), und obendrein nicht nur zwischen Bundesländern Unterschiede bestehen, sondern auch innerhalb desselben Bundeslandes sogar Unterschiede zwischen bspw. Kommunalbehörden gleicher Hierarchieebene, UND daß an vielen Dienstleistungen mitunter auch mehrere Behörden beteiligt und dadurch auch mehrere Rechtsgrundlagen einschlägig sind, finde ich es erstaunlich, daß in puncto Onlinezugangsgesetz in 2022 und 2023 überhaupt etwas vorangegangen ist. Ich hab' in manche der Leistungen Einblick, sagen wir's mal so, einfach ist das nicht immer zu bewerkstelligen.

@MysticFoxDE:




Hhmmm, ebensogut und einfach hätten sich zur gleichen Zeit auch gleichartige Beispiele von Firmen finden lassen, das betrifft ganz sicher nicht nur Behörden, und die Behörden meines Erachtens auch nicht öfter oder heftiger. Kann es sein, daß Du Deinen - ansonsten verständlichen - Missmut hierzu ein bißchen einseitig verteilst?


Viele Grüße

von

departure69
Member: maretz
maretz Nov 22, 2023 at 11:01:19 (UTC)
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Zitat von @commodity:

Kurzum, mich wundert in diesem Land überhaupt nichts mehr.
Das ist genau das Problem. In diesem Land sitzt man bequem im Trockenen und jammert, statt sich sinnvoll einzubringen. In der administrativen Welt drückt sich solche Überforderung dann durch die Gründung einer Arbeitsgruppe aus, die aber gar nicht wirklich arbeitet, sondern viel redet und schreibt. Alle wollen, aber keiner will machen. Aufgeschlossenheit, Mut, Identifikation sind hier die Stichworte, die ich beim klassischen jammernden Mitbürger (ich schließe mich da nicht aus face-wink ) vermisse.

ha ha - der war gut... In was "einbringen"? Du meinst da wo es kein Problem ist wenn ein aktueller Kanzler in seiner Zeit in Hamburg an div. grenzwertigen Meetings teilgenommen hat und sich heute halt an nix mehr errinnern kann? Aber natürlich trotzdem weitermacht? Oder ein "grüner" Wirtschaftsminister die gloreiche Idee hat in der Nordsee Generator-Schiffe zu parken um evtl. Strom-Probleme zu beheben (welche ja fast umweltfreundlich sind... bisserl Schweröl verbrennen is unter Freunden ja ok). Oder wo ein ehemaliger Verkehrsminister für div. Mio. ne PKW-Maut verabschiedet die direkt wieder vom Gericht gekippt wird - auch in beiden Fällen: Kein Problem. Von den div. Bauvorhaben reden wir mal gar nicht - und auch nicht davon das aktuell wieder gesagt wird "Liebe Bürger, bitte akzeptieren das wir sparen müssen" während man grad mal eben seine Dienstreise im Regierungsflieger plant (und in div. Fällen auch zufällig auch am Urlaubsort das Meeting ist...). Oder gleichzeitig darüber geredet wird das man die Haushaltsabgabe fürs ÖR-Fernsehen erhöht - ich mein, klar, für das politisch neutrale TV (mit u.a. Söder im Vorstand, aber sicherlich trotzdem absolut neutral) muss man halt auch mal in die Tasche greifen... Sparen ist halt gut solang es nur andere müssen...

Ich kann da jeden verstehen der sagt "naja, mir egal von WEM ich verar**t werde, fürs Volk is da niemand" (und nein - irgendwelches rechtes zeug will ich da auch ganz sicher nich - DANN jederzeit lieber nen vergesslichen Kanzler). Aber "Einbringen"? Dafür müsste man zumindest _ansatzweise_ das Gefühl haben das es irgendwen in der Regierung interessieren würde ... und nich einfach das Volk als Sparschein gesehen wird...
Member: Visucius
Visucius Nov 22, 2023 updated at 11:11:02 (UTC)
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Du hast den Finanzminister vergessen der 60 Mrd. in so weit "veruntreute", dass ihm jetzt das Verfassungsgericht (2 Jahre später!) einen veritablen Verfassungsbruch bestätigte und damit einen hochoffiziellen, nicht verfassungskonformen Haushalt ... übrigens den ersten seit (mind. 1949)!

Ach ne ... stimmt, das ist ja der "kanzlernde", der sich auch bei Dir an nix erinnert!
Member: MysticFoxDE
MysticFoxDE Nov 22, 2023 at 11:26:17 (UTC)
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Moin @commodity,

Ich bin, was die Sicherheitsaspekte angeht, total bei Dir, Alex. NIS-2, DSGVO, was auch immer sinnvoll sein mag. Dazu braucht es aber erstmal eine Basis. Derzeit ist es doch so, dass nicht einmal die IT-Fachkräfte da sind, die den Betrieb der gewünschten Infrastrukturen gewährleisten könnten.

bis hierhin ๐Ÿ‘๐Ÿ‘๐Ÿ‘

Die Kommune soll jetzt weitere Fachkräfte auf administrativer und technischer Ebene für NIS-2-Konzepte und Regelungen binden. Das ist, sorry, realitätsfern.

Na ja, alleine schon die Einsicht an der richtigen Stelle, dass man dafür die entsprechende Kompetenzen und auch Kapazitäten benötigt, würde mir schon vollkommen ausreichen.

Am Ende führt genau das zur bereits im Gange befindlichen Zentralisierung der IT, was wiederum jede gesellschaftsorientierte Innovation erstickt. Am Ende hängen alle technisch am Tropf von GAMAM. Die wollen aber keine Innovationen für die öffentliche Daseinsvorsorge entwickeln, sondern mit ihren Diensten Kohle machen.

Und ohne eine zentrale Lösung, ist das Problem meiner Ansicht nach stand heute nicht mehr zu lösen, weil es für einen dezentralen Lösungsansatz, schlichtweg nicht mal ansatzweise ausreichend Fachkräfte gibt. ๐Ÿ˜”

Gruss Alex
Member: commodity
commodity Nov 22, 2023 updated at 11:34:41 (UTC)
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@maretz, @Visucius,

Ihr habt beide völlig recht und bestätigt die These trotzdem. Bitte nochmal die kursiven Stichworte lesen face-smile Wer will denn seine persönliche Komfortzone verlassen? Das war für Estland natürlich leichter. Da gab es die nicht.

Viele Grüße, commodity
Member: Visucius
Visucius Nov 22, 2023 updated at 11:43:18 (UTC)
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In meinen Augen gehört die öffentliche Verwaltung mit einer OpenSource-Lösung auf Linux-Basis ausgestattet. Die Abläufe auf den verschiedenen Ebenen sind ja weitgehend identisch. Mir wird nie klar sein, warum eine KFZ-Zulassung in Bremen eine andere SW benötigt, als eine in BW oder Bayern.

Aber da kommt dann ja sofort einer und schwafelt was von "föderal" usw. Am Ende heißt das nur, dass wir föderal und individuell verkacken aber das mit einem maximalen Kapitaleinsatz.
Member: commodity
commodity Nov 22, 2023 updated at 11:47:00 (UTC)
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Und ohne eine zentrale Lösung, ist das Problem meiner Ansicht nach stand heute nicht mehr zu lösen,
Und hier haben wir den maßgeblichen Hemmschuh schon gefunden... face-smile Man kann zentral alles schneller und manchmal auch besser lösen. Warum wir politisch nicht zentral wollen (zumindest mehrheitlich), wissen ja die meisten noch. Warum wir das technisch nicht wollen... Nun, vielleicht werden wir auch das noch erleben.

Mal was gutes: So schlimm ist es im Vergleich gar nicht. Nur 7 % Abweichung zum Spitzenreiter (bezogen auf "digitale Verwaltung". Und wie man sieht, bezieht Spitzenreiter Finnland (overall) seinen Vorsprung durch das Humankapital. Und daran fehlt es hier eben. Die Gründe sind bekannt.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1243006/umfrage/digitalis ...

@Visucius: Goldene Worte. Das Humankapital ist aber leider so ausgebildet worden, dass es am MS-Tropf hängt. Wie wir auch hier im Forum recht oft sehen.
Föderalismus heißt nicht, jeder kocht sein Süppchen. Da ist in der Entwicklung im Land leider etwas missverstanden worden.

Viele Grüße, commodity
Member: MysticFoxDE
MysticFoxDE Nov 22, 2023 at 12:12:28 (UTC)
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Moin Zusammen,

ich habe mir soeben die Mitglieder des besagten "IT-Planungsrats" mal genauer angesehen und bin absolut schockiert!

https://www.it-planungsrat.de/der-it-planungsrat/zusammensetzung

it-planungsrat

Wie kann es den um Himmels Willen sein, dass für derart wichtige IT Entscheidungen, die am Ende des Tages jeden einzelnen Bürger betreffen, überwiegend Staatssekretäre verantwortlich sind, denen man bereits aus einer Entfernung von 2 Kilometer genaustens ansieht, dass die von IT und vor allem deren Sicherheit, nicht wirklich viel Ahnung haben. ๐Ÿ˜ญ๐Ÿ™ˆ

Gruss Alex
Member: commodity
commodity Nov 22, 2023 updated at 12:32:08 (UTC)
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Wie kann es den um Himmels Willen sein, ...
weil Du nicht in der Politik bist! face-big-smile

Na, Spaß beiseite. Ja, Herr Dr. Richter ist Jurist und im Laufe der Verwaltungslaufbahn irgendwie zur IT gekommen. In der Politik scheint es ja selten um Fachkompetenzen zu gehen. Und Herr Lauterbach gibt ja auch nicht die beste Figur. Fachkompetenz allein ist es eben auch nicht. Im Prinzip sind das Manager, von denen erwartet wird, dass sie sich die Fachkompetenzen hereinholen.

Ich wiederhole mich: Innovation wird nicht von oben gemacht und ebenso nicht zentral.
Die Politik kann nur den Raum, den Rahmen und die Stimmung schaffen. Und selbst dann gibt es Fehlentwicklungen. Man denke nur an beA und Telematik Infrastruktur.
Beides IMO deshalb so miese und innovationsarme Systeme, weil sie weitgehend zentral uund proprietär angelegt wurden.

Viele Grüße, commodity
Member: maretz
maretz Nov 22, 2023 at 13:24:21 (UTC)
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Zitat von @MysticFoxDE:


Wie kann es den um Himmels Willen sein, dass für derart wichtige IT Entscheidungen, die am Ende des Tages jeden einzelnen Bürger betreffen, überwiegend Staatssekretäre verantwortlich sind, denen man bereits aus einer Entfernung von 2 Kilometer genaustens ansieht, dass die von IT und vor allem deren Sicherheit, nicht wirklich viel Ahnung haben. ๐Ÿ˜ญ๐Ÿ™ˆ

Gruss Alex

Nun - wie kann es sein das ein Politiker/-in heute für Arbeit, morgen für Millitär, übermorgen für Familie,... zuständig ist? Weil die selbst (im besten Fall) Berater vom Fach haben (ok, realistisch gesehen auch eher nicht).

Man könnte aber auch diese Frage mal umdrehen -> wer wäre denn Qualifiziert? Irgendwelche IT-Muckel wie man die hier alle 2 Min im Forum liest - die gleich mit den Abmahnkeulen kommen würden wenn jemand sein privates Telefon im Büro auch nur ansieht? Das mag dann zwar sein das die Daten geschützt sind - aber dann wird dein Kind in der Schule demnächst nur noch "17" oder "5" oder "23" genannt. Denn theoretisch wäre ja der Datenschutz auch da schon zu überlegen - hat das Kind bzw. dessen Eltern je zugestimmt das dessen Namen in der Klasse veröffentlicht wird? Oder das Geschlecht - ggf. fühlt sich der Sohn ja doch eher Weiblich (oder umgekehrt)... oder als gar nix... Also DANN müsstest du bitte einfach durchnummerieren - wenn der Datenschutz eben wirklich komplett durchgezogen werden soll...
Member: commodity
commodity Nov 22, 2023 at 14:43:38 (UTC)
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Den zweiten Absatz solltest Du vielleicht nochmal überarbeiten face-smile
Kommt etwas abwertend rüber und trägt nichts zum Thema bei. Sonst bist Du doch meist sehr sachlich.

Viele Grüße, commodity
Member: maretz
maretz Nov 22, 2023 at 15:09:43 (UTC)
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Es ist nicht abwertend gemeint - sondern soll nur zeigen das es vermutlich eben nicht "DIE" Person gibt die sowas wirklich entscheiden kann. Der eine sagt halt "is zu wenig Datenschutz", der andere geht gleich ins Extrem (vgl. DSGVO - wo in Wien die Namensschilder eines Hochhauses abgenommen werden mussten).

Wenn man es also wirklich komplett durchzieht wäre es eben nur konsequent im Namen des Datenschutzes, des Persönlichkeitsrechts,... Menschen nur noch mit einer Nummer u. Sachlich anzureden. Denn es weiss nunmal keiner (mehr) ob sich eine Person jetzt als "er", "sie", "nicht-binär",... sieht. Und es fühlt sich wohl auch keiner wohl wenn der Lehrer(bzw. die Lehrerin, das Lehrer oder wie auch immer) vorne steht und sagt "also der michael müller hat ne glatte 5 geschrieben"... bzw. der Klassenstreber/-in fühlt sich ggf. auch nicht wohl wenns heisst "Melanie Meyer hat heute wieder ne glatte 1 geschafft" ... Somit müsste man also jeden tag einfach nur ne Nummer an Schüler ausgeben (die täglich wechseln kann) - weil wenn vorne die Lehrkraft sagt "nummer 17 hat ne 1 geschafft" weiss keiner wer oder was das war...

Es ist also einfach nur eine Frage - wie weit möchte man das ganze treiben?
Member: commodity
commodity Nov 22, 2023 at 17:25:31 (UTC)
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Das ist vielleicht ein Problem face-smile - hat aber nichts mehr mit dem Ausgangspost zu tun.

Viele Grüße, commodity
Member: MysticFoxDE
MysticFoxDE Nov 23, 2023 at 06:05:22 (UTC)
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Moin @commodity,

Im Prinzip sind das Manager, von denen erwartet wird, dass sie sich die Fachkompetenzen hereinholen.

ja OK, beim Thema "Manager" gehe ich ja noch mit.
Aber, wo haben den diese in Summe 17 stimmberechtigten "Manager", den bitte jeweils die Fachkompetenz hergeholt, welche diesen empfohlen hat diesen, meiner Ansicht nach absolut bescheuerten Beschluss zu fällen?

Die Politik kann nur den Raum, den Rahmen und die Stimmung schaffen. Und selbst dann gibt es Fehlentwicklungen. Man denke nur an beA und Telematik Infrastruktur.
Beides IMO deshalb so miese und innovationsarme Systeme, weil sie weitgehend zentral uund proprietär angelegt wurden.

Die Politik hat bisher sowohl den Nutzen als auch die Gefahr die durch die Nutzung von IT entsteht, noch nie so richtig verstanden. ๐Ÿ˜”
Und ob dieses Problem am fehlenden Interesse und oder einer Fehlberatung liegt, ist mir ehrlich gesagt relativ egal,
weil beides am Ende des Tages ein gravierendes Versagen bei der Anwendung einer der Schlüsseltechnologien unserer Zeit darstellt!
Und mit dem oberen Beschluss geben die sich meiner Ansicht nach selbst den Freifahrschein, mit dieser bisher katastrophalen Fehlentwicklung, genau so weitermachen zu können. ๐Ÿ˜ก
Das kann, nein, das darf so nicht weitergehen!

Gruss Alex
Member: MysticFoxDE
MysticFoxDE Nov 23, 2023 at 06:13:04 (UTC)
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Moin @maretz,

Es ist also einfach nur eine Frage - wie weit möchte man das ganze treiben?

so weit wie es nötig ist, bis es so gut es geht effizient und auch sicher ist!
Es geht hier schließlich ja auch nicht um irgendwelche Peanuts, sondern ein Stückweit um unsere Zukunft, aber vor allem die unserer Kinder! ๐Ÿ˜”

Gruss Alex
Member: MysticFoxDE
MysticFoxDE Nov 23, 2023 at 07:03:10 (UTC)
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Moin @departure69:

Naja, wenn ich bedenke, daß die meisten Softwarefachverfahren in Behörden hochproprietär sind (und zu 99,9% nur unter Microsoft Windows laufen), und obendrein nicht nur zwischen Bundesländern Unterschiede bestehen, sondern auch innerhalb desselben Bundeslandes sogar Unterschiede zwischen bspw. Kommunalbehörden gleicher Hierarchieebene, UND daß an vielen Dienstleistungen mitunter auch mehrere Behörden beteiligt und dadurch auch mehrere Rechtsgrundlagen einschlägig sind

ich habe mich in dem letzten Jahr sehr intensiv mit ASV(-BW) befasst und ich denke, ich weis genau was du mir mit dem oberen sagen möchtest.

Aber ... ich habe als ITler und insbesondere als Bürger, überhaupt kein Verständnis für diesen föderalen Blödsinn, der uns am ende des Tages nur Unmengen an Steuergelder kostet, weil jedes Bundesland und oder noch granularer, meint, eine eigen Lösung für ein und dasselbe Problem gebären zu müssen. ๐Ÿ˜ก

Und eines der besten Beispiele dafür, ist mit unter das ASV-BW oder das Gegenstück aus Bayer, was eigentlich mal gemeinsam entwickelt wurde. Denn genau diese, meiner Ansicht nach absolute Missgeburt an Software, hat schon hunderte Millionen an Steuergelder gefressen und wird die nächsten Jahre durch Betrieb und Instandhaltung, leider noch weitere hunderte Millionen an Steuergelder fressen, weil sie, meiner Ansicht nach komplett falsch und auch nicht wirklich sicher, entwickelt wurde. ๐Ÿ˜”

Siehe auch ...
https://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Dru ...

Gruss Alex
Member: departure69
departure69 Nov 23, 2023 at 07:06:12 (UTC)
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@Visucius:

Hallo.

In meinen Augen gehört die öffentliche Verwaltung mit einer OpenSource-Lösung auf Linux-Basis ausgestattet.

Die Stadtverwaltung München hat's probiert. Von 2003 bis 2013. In den zehn Jahren ist es trotz Einstellung einer Horde von eigenen Programmieren nicht gelungen, die ganze Fachsoftware auf Linux lauffähig nachzubauen. Der Linux-Client (als Betriebssystem) war nicht das Problem. Auch nicht das Office-Paket, die Funktion der hunderten von MS-Office-Makros, die über 16.000 PC-Anwender verteilt im Einsatz waren, konnten noch relativ leicht nachgebaut werden. An der Fachsoftware haperte es. Hochproprietär und nur für Microsoft Windows zur Verfügung. Noch nicht einmal 1 Prozent dieser Software gab es gebrauchsfertig für Linux.

So eine (große) Stadtverwaltung ist softwaretechnisch gesehen eine einzige, riesige Schnittstelle in alle Richtungen, weil soviel verschiedene Fach- und Rechtsgebiete im selben Haus gleichzeitig beackert werden müssen. Eine Komplexität, die meines Erachtens in keiner Firma vorzufinden ist. Firmen benötigen sehr spezielle Software für ihr Metier, das Rundherum (Betriebssysteme, Datenbanken, Mail usw.) wird überall ähnlich sein.

Selbst in unserer kleinen Kommune, gerade mal so groß, daß es zu einem hauptamtlichen Bürgermeister reicht, gibt es in Summe 25 verschiedene Fachanwendungen für alles Mögliche. Vom Kleinstkram (Baumdatenbank für die Gärtner im Bauhof, 2 User) bis hin zur Buchhaltungs- und Kassensoftware in der Finanzverwaltung. Für hoheitliche Aufgaben (Melde- und Passwesen, Standesamt, Friedhofswesen) gibt es übergeordnete Vorschriften, die von den Verfahren eingehalten werden müssen. Übertrag/Einschleifen in höherwertige Landes- und Bundesnetze für Datenlieferung und -austausch mit Landes- und Bundesoberbehörden und -ministerien, etliche Zertifikate, zig verschiedene Authentifizierungsverfahren. Und alles historisch gewachsen. Wer soll das alles auflösen und - dann für alle - neu bauen? Wie gesagt, München hat's probiert, wollte sogar andere Behörden, die ebenfalls auf Linux umsteigen wollten, mit in's Boot holen (damit die nicht alles selber programmieren müssen). Sie haben es in den 10 Jahren nicht geschafft. Zwischendurch mußten auf den Linux-Rechnern virtuelle Maschinen mit Windows installiert werden, um die noch nicht für Linux neu-/umgebaute Fachsoftware weiterbetreiben zu können.

Wieviele Jahre München noch gebraucht hätte, wenn sie nicht aufgegeben hätten? Keiner weiß es. Und eine Millionenstadt wie München hatte durchaus das finanzielle Stehvermögen für solch ein Projekt. Andererseits wird das ja niemals richtig fertig, die Softwarewelt dreht sich ja weiter. Und dies mittlerweile schwindelerregend schnell.

Mir wird nie klar sein, warum eine KFZ-Zulassung in Bremen eine andere SW benötigt, als eine in BW oder Bayern.

KFZ-Zulassungswesen ist hinsichtlich der Rechtsgrundlage Bundesrecht. So gesehen hast Du damit absolut Recht. Als das vor 30 Jahren anfing, gab es halt Firmen, die sich darauf gestürzt haben. Oder Zusammenschlüsse von Kommunen, z. B. auf Ebene eines Regierungsbezirks, gründeten eigene Kommunale Softwareentwicklungen mit angeschlossenen Rechenzentren. Und die sind heute noch da und lassen sich ihr Geschäft kaum wegnehmen.

Nochmal: Wer soll das alles - bundesweit - "geradeziehen"? Es wird nicht passieren.

Viele Grüße

von

departure69
Member: departure69
departure69 Nov 23, 2023 at 07:43:11 (UTC)
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@MysticFoxDE:

Hallo Alex,

gutes und erschreckendes Beispiel. Ist aber nur eines von ganz vielen. Unterschätze deswegen nicht die Komplexität der Anforderungen. Ich hab' die bayerische ASV-Lösung schon für unsere Schulen technisch betreut. Die Lösung funktioniert, wird aber bei uns mittlerweile bei kommerziellen Firmen gehostet. Den Schulträgern ist es aber auch möglich und erlaubt, ASV völlig auf eigene Faust zu betreiben. Das einzig "zentrale" daran ist dann nur die Ergebnisdatenübermittlung (auf Anforderung) an die staatlichen Schulämter und/oder das Kultusministerium. Wenn Sachaufwandsträger/Schulträger ASV völlig auf eigene Faust betrieben (also NICHT bei einem großen, kommerziellen Software- und Speicherhoster), ist das auch in unterschiedlichsten Umgebungen (virtuell, mit FAT-Clients oder Terminalservern usw. usf.) möglich. Und schon fangen die Unterschiede und der Wildwuchs wieder an.

Hinzu kommt: Die Software deckt wieder nicht alles ab. Es vergeht kein Monat, in dem nicht die Schulverwaltung (Sekretariat, Schulleitung, stellv. Schulleitung, mitunter aber auch die Lehrer im pädagogischen Teil) irgendwas anderes/neues/vorgeblich nützliches ("ich hab' da was gefunden") an Software möchten. Ich bin als IT-Systembetreuer nicht in der Stellung, denen was fachlich-inhaltliches auszureden oder gar abzulehnen, bin kein Lehrer oder Schulleiter. Ich kann ggfls. ein technisches Veto einlegen, aber wenn der Wunsch/Vorschlag technisch lauffähig ist, wird die Software gekauft und installiert. Und das passiert in jeder Schule, allein hier in Bayern tausende. Jede macht irgendwas anders. Diesen Knoten kriegst Du nicht gelöst. Niemals. So sinnvoll und richtig es auch wäre. Das gleiche bei den ganzen Kommunalbehörden. Und was bei den vielen Landes- und Bundesbehörden in dieser Hinsicht los ist, weiß ich nicht. Ich vermute aber: Überall dasselbe Chaos. Welches aber, und davon leben die Firmen mit ihren Lösungen, weitgehend funktioniert.

Viele Grüße

von

departure69
Member: maretz
maretz Nov 23, 2023 at 07:58:55 (UTC)
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Zitat von @MysticFoxDE:

Moin @maretz,

Es ist also einfach nur eine Frage - wie weit möchte man das ganze treiben?

so weit wie es nötig ist, bis es so gut es geht effizient und auch sicher ist!
Es geht hier schließlich ja auch nicht um irgendwelche Peanuts, sondern ein Stückweit um unsere Zukunft, aber vor allem die unserer Kinder! ๐Ÿ˜”

Gruss Alex

nun - aber genau DA liegt doch das Problem. "bis es so gut ist"... ist etwas subjektiv. Da wird eben genau der von dir bemängelte Fachrat sagen "Für uns ist das so gut, effizient und sicher". Der Extrem-Datenschützer wird sagen "wir geben den Kindern nur Nummern". Und das sollte man eben immer im Hinterkopf haben -> mit subjektiven Anforderungen wirst du immer ein unklares Ergebnis bekommen.
Member: commodity
commodity Nov 23, 2023 updated at 08:03:40 (UTC)
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Moin Alex, ich teile Deine Besorgnis zum Thema Kompetenzen und Verständnis, obgleich ich das natürlich selbst überhaupt nicht einschätzen kann, was die in den Gremien machen. Einzig, es kommt nicht viel rüber, das Hoffnung macht.
Die Größe der Aufgabe lässt sich ja dem (feinen) Einblick, den uns der Kollege @departure69 gibt, erahnen. Andererseits liegt genau an der beschriebenen Denkweise das Hauptproblem. Wir wollen alles auf einmal - und dann möglichst richtig.
Nochmal der Artikel über Estland:
Die digitale Gesellschaft e-Estonia wurde in weiten Teilen dadurch möglich, dass die Infrastruktur des Landes sehr dezentral entwickelt wurde –
Statt den großen Wurf zu planen, müsste IMO klein angefangen und schrittweise ausgebaut werden. Dann würde wenigstens angefangen werden und man könnte aus den (dann kleinen) Fehlern für die nächsten Schritte lernen und verbaut sich nicht das ganze Riesenkonzept mit einem (sicheren) anfänglichen Designfehler.

Was München angeht, ist das IMO ähnlich: Man wollte gleich alles oder nichts und das ist selbst für eine so große Kommune kaum zu stemmen, die ja letztlich nur ein einzelner Kunde bleibt. Ein behutsamer Umstieg hätte nicht am Desktop angefangen, sondern im Serverbereich - und auch dort nur schrittweise, denn die Kollegen dort waren vermutlich auch erstmal keine Linux-Spezialisten). Nach und nach hätte man versuchen können, Einfluss auf die Softwareproduzenten zu nehmen, multiplattformfähige Programme zu schaffen. Das schafft eine einzelne Kommune natürlich nicht, für einen Kunden stellt kaum jemand seine Produktion um. Aber Bund und Länder könnten z.B. Multiplattformfähigkeit ja zur Richtschnur machen, dann würde sich schon was bewegen. Erst wenn das sicher gestellt ist, könnte man sich von Windows am Desktop vielleicht (und schrittweise) verabschieden. Auch hier hätte man vom wachsenden KnowHow der Mitarbeiter und Erfahrungen profitiert und das für andere Kommunen bzw. Bund/Länder nutzbar machen können.

Wie so oft: Man will zu schnell zu viel und am Ende kommt nicht wirklich was raus, weil es für alle Beteiligten zu komplex war.

Viele Grüße, commodity
Member: Visucius
Visucius Nov 23, 2023 at 08:08:17 (UTC)
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@departure69
Als Ex-Münchner musst Du mir das nicht erklären. Ich kenne aber auch den Zusammenhang zwischen einer OB-Wahl, einem 180 Grad Richtungswechsel und dem (gewerbesteuerlichen) Umzug von Microsoft.

Ich habe beschrieben was ich als Steuerzahler grundsätzlich von einem Staat erwarten würde. Ich habe nicht meine Erwartung an diesen speziellen desolaten Staatsapparat beschrieben. Da sind alle meine Erwartungen - im Prinzip seit Jahrzehnten - enttäuscht worden. Und desto mehr Deckel Du hochhebst, desto gruseliger wird es.
Member: commodity
commodity Nov 23, 2023 at 08:30:50 (UTC)
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Da sind alle meine Erwartungen ...
Ja, wenn das Leben vielleicht schon keinen Sinn hat, der Tod hat einen face-wink

Viele Grüße, commodity
Member: Visucius
Visucius Nov 23, 2023 at 08:40:53 (UTC)
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@commodity
Das sehe ich sehr sportlich. Früher gabs alle 50 Jahre Krieg und das „Staatswesen“ begann von neuem. Jetzt wucherts halt schon 80 Jahre vor sich hin und bläht sich weiter so lange auf, bis es es keiner mehr finanzieren kann und/oder das Gemeinwesen daran erstickt.

Ich komme nur langsam zur Überzeugung, dass ich das Ende doch noch erlebe ๐Ÿ˜‚
Member: MysticFoxDE
MysticFoxDE Nov 23, 2023 at 08:55:35 (UTC)
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Moin @commodity,

Statt den großen Wurf zu planen, müsste IMO klein angefangen und schrittweise ausgebaut werden. Dann würde wenigstens angefangen werden und man könnte aus den (dann kleinen) Fehlern für die nächsten Schritte lernen und verbaut sich nicht das ganze Riesenkonzept mit einem (sicheren) anfänglichen Designfehler.

ähm, wir hatten in BaWü, zumindest im Hinblick auf viele IT-Lösungen für Schulen, wie z.B. E-Mail Dienste, Webhosting und Internetzugänge eigentlich schon eine gute, zentral gesteuerte und auch zentral laufende Lösung namens "BelWü".
Über diese hätte man meiner Ansicht nach, auch das ganze ASV-BW Thema, zentral und somit viel kostensparender, einführen können.
Beschäftige dich mal bitte mit diesem Thema und insbesondere auch den Gründen, warum es diese Lösung,
mit der übrigens die meisten Schulen mit denen ich gesprochen habe sehr zufrieden waren, so mittlerweile nicht mehr gibt und weshalb tausende von Schulen in BaWü, von heute auf morgen gezwungen wurden, für sich selbst jeweils eine eigene Insellösung suchen zu müssen, obwohl die dafür in den meisten fällen überhaupt keine eigene Kompetenz haben. ๐Ÿ˜”

https://www.heise.de/news/Erzwungener-Abschied-von-Bildungsplattform-Bel ...
https://support.belwue.de/FAQ/schulenEOS/
๐Ÿ˜ญ

Gruss Alex
Member: commodity
commodity Nov 23, 2023 at 08:59:35 (UTC)
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dass ich das Ende doch noch erlebe
Da weiß man jetzt gar nicht, ob man Dir das wünschen soll - oder besser nicht. face-big-smile

Verstehe aber, was Du meinst. Ich gelte allgemein nicht wirklich als Optimist. Hier bin ich es aber dennoch. Und auch hier gilt: Das Umdenken fängt im Kleinen an. Fast jeder will zu schnell zu viel. Alles hat ja auch ein großes Tempo. Nur die Evolution des Menschen selbst, die findet halt viel langsamer statt.

Viele Grüße, commodity
Member: ni.sch
ni.sch Nov 23, 2023 at 09:11:48 (UTC)
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Hallo zusammen,

ich befinde mich auf dem gleichen Stuhl wie @departure69 .
Und ich kann nur sagen: mit meinem (bisher noch relativ kurzen Einblick in die ö.V - vorher in der Wirtschaft :D ) muss ich ihm beifplichten. Auf Grund des (noch) Mangels an langjährigem Einblick ist meine Meinung daher aber auch als subjektiv einzustufen!

Ich verstehe @MysticFoxDE 's Ansatz aber auch.

Auch hier bei uns im Haus gibt es Gedankengänge mit anderen (Nachbar)Kommunen Dinge zusammen zu planen oder zu lösen. Hier gibt es dann aber schon verschiedenste Ansätze, was wer wie haben oder machen möchte. Die Anzahl an Fachverfahren und vorallem deren Schnittstellen ist nicht zu unterschätzen.

Meiner Meinung nach ist z.B. einer der Auslöser des Scheiterns des OZG die schnelle Entscheidung:
"Das muss für den Bürger jetzt alles Online gehen (klar mit den üblichen "bis dann"-Fristen)" - Zack: Gesetz!
Die Frage über das "Wie?" hat sich bei der Entscheidung gefühlt aber niemand gestellt. Auch nicht, in wie weit man innerhalb der Kommune dann die digitale Weiterverarbeitung lösen möchte. Es sollte ja nicht das Ziel sein, dass der Bürger Anträge/Anfragen online digital an die Verwaltung stellt, vor Ort dann aber alles wieder gedruckt, oder anderweitig manuell nachbearbeitet werden muss.
Es gibt/gab keine geregelten Schnittstellen für die historisch gewachsenen Fachanwendungen. Und wenn man die (seine) Anbieter zum dem Thema befragt kommt: "Ja, wir könnten da was machen, aber tun wir nicht, weil für uns nichts klar geregelt ist"

Aus wirtschaftlicher Sicht ist das auch komplett nachzuvollziehen - warum sollte ein Softwareentwickler Geld und Ressourcen in etwas stecken, was u.U. mit einer späteren Gesetzesänderung oder Festlegung wieder hinfällig wird.

So warten also auch die Softwareanbieter (zumindest die, mit denen ich bisher Kontakt hatte) eher ab.
Natürlich gibt es welche, die Lösungen für die "Anbindung" an den Bürger haben, also z.B: ein Webinterface und eine Anbindung an ihre Software. Aber dann habe ich wieder x Lösungen, die betruet werden müssen und vllt. für den Bürger auch immer unterschiedlich aussehen (auch wenn CI-Brandings überall möglich sind).
Lange Zeit war nicht mal die eindeutige Identifikation einheitlich geregelt.
Jeder hätte sich selbst ein System basteln können/müssen.
Hier scheint jetzt der Weg hin zu BundID zu führen - meiner Meinung nach ein richtiger Schritt.
Ein "Account" für den Bürger, mit welchem er sich bei allen Verwaltungen anmelden kann.

Grüße
Member: Visucius
Visucius Nov 23, 2023 at 09:16:02 (UTC)
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Da weiß man jetzt gar nicht, ob man Dir das wünschen soll - oder besser nicht. face-big-smile
Nicht doch so pessimistisch! Was Neues hat ja auch immer seinen ganz eigenen Reiz! Ich bin nur noch am überlegen ob ich mitten drin sitzen möchte oder eher von „außen“ drauf schaue ๐Ÿ˜‰
Member: MysticFoxDE
MysticFoxDE Nov 23, 2023 at 23:42:32 (UTC)
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Moin @departure69,

gutes und erschreckendes Beispiel. Ist aber nur eines von ganz vielen.

und genau deshalb, darf es solche Beschlüsse nicht wirklich geben.
Denn solche Beschlüsse geben den Behörden/Ämtern auch weiterhin einen quasi Freifahrtschein, für den zum Teil sehr haarsträubendem Murks, den diese bisher auch schon mit unseren Daten veranstaltet haben. ๐Ÿ˜”


Ich hab' die bayerische ASV-Lösung schon für unsere Schulen technisch betreut. Die Lösung funktioniert, wird aber bei uns mittlerweile bei kommerziellen Firmen gehostet.

https://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/cyberangriff-schulen-landkreis ...
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/landkreis-muenche ...

So viel zum Thema, Sicherheit von ASV in Bayern und das auch noch in einem Landesrechenzentrum. ๐Ÿ˜ญ
Bei diesem Vorfall ist beim genauen Hinsehen, übrigens alles schiefgelaufen was hätte schieflaufen können. ๐Ÿคข๐Ÿคฎ

Und so wie ich das sehe, gab es für dieses katastrophale Versagen, noch nicht mal grössere Konsequenzen. ๐Ÿ˜”

Daher ist es meiner Ansicht nach schlichtweg absolut absurd, dass angesichts solcher Vorfälle, jemand auch nur im entferntesten auf die Idee kommen kann, derart wichtige Regelungen wie NIS-2, welches die Sicherheit unser Daten schützen sollen, auf kommunaler Ebene und vor allem bei den Bildungseinrichtungen, auszugrenzen!

Siehe auch …

https://konbriefing.com/de-topics/hackerangriff-deutschland.html

cyberangriffe de


๐Ÿ˜ญ๐Ÿ˜ญ๐Ÿ˜ญ

Gruss Alex
Member: watIsLos
watIsLos Nov 24, 2023 at 00:33:05 (UTC)
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Es ist einfach unglaublich, wie viele Kommunen und Amtsstuben täglich erfolgreich angegriffen werden. Hier lernt keiner was dazu, sind ja auch nur unsere Steuergelder die verbraten werden...
Member: maretz
maretz Nov 24, 2023 at 05:24:39 (UTC)
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Zitat von @watIsLos:

Es ist einfach unglaublich, wie viele Kommunen und Amtsstuben täglich erfolgreich angegriffen werden. Hier lernt keiner was dazu, sind ja auch nur unsere Steuergelder die verbraten werden...

Nun sorry, aber das ist eher so "Mario-Barth"-Level mit seiner Steuerverschwendungsshow. Die ist zwar lustig, die ist auch sicher nicht ganz von der Hand zu weisen -> aber dennoch zu kurz gedacht.

Es ist auch lustig wie viele sich hier über sowas wirklich aufregen - während die Kiddys dann gleichzeitig auf Facebook, TikTok (oder was auch immer grad aktuell ist) jeden Furz teilen und heute "Influencer" schon ein Berufswunsch ist. Und natürlich darf die Klassenfahrt heute dann eben mitm Flieger nach Malle gehen, es müssen die neuesten Klamotten genommen werden (die nur 5x um den Globus gehen um hergestellt zu werden) und das Smartphone/Tablet/Rechner sollte auch nich zu alt sein (ist auch nahezu umweltfreundlich in der Herstellung der Kram... bisserl Säure, bisserl Edelmetall-Abbau,... aber sonst...).

Das soll nicht heissen das man alles hinnehmen soll... Aber ich würde sagen das mittlerweile einiges in "Schieflage" ist. Und wenn ich mir das nur mal aktuell ansehe -> in der Politik wird grade diskutiert wie man 60 Mrd. einsparen kann... Bisserl im Sozialsystem sparen hier, Arbeitslosengeld etwas kürzen da, Familien kann man auch ruhig wieder nen bisserl runterdrehen (find ich gut da ich keine habe.. ;) ). Ich mag es ja nur mal übersehen haben - wo ist eigentlich EIN Politiker der mal sagt "Hey, wir haben den Sch.... ggf. mit verursacht - wir kürzen mal das eigene Gehalt"? Oder wo ist da mal der Vorschlag den ganzen Abgeordnetenkram (ich glaube aktuell über 700 - komisch das trotzdem immer soviele Plätze leer sind...) mal zu reduzieren? Das wird natürlich KEINE 60 Mrd. einsparen - aber zumindest mir wurde mal was von "mit gutem Beispiel vorangehen" beigebracht (allerdings war zu der Zeit Smartphone und Datenschutz in der Schule kein Thema - Daten kopieren war zu der Zeit noch über den komischen Kopierer mit den bläulichen Ausdrucken der Standard).

Es wäre aber jetzt natürlich von ganz weit hergeholt wenn man überlegt das ggf. wenig Interesse besteht die "kleinen" Probleme zu beheben damit auf die "grösseren" gar nich geschaut wird. Es bleibt am Ende also wie immer: Gib dem Deutschen sein Auto, Fussball und sein Bier, dann is die Welt ok... es wird nen bisserl gemotzt aber das wars auch... Und alle 4 Jahre wählt man wieder wer einen verarscht....
Member: commodity
commodity Nov 24, 2023 at 07:15:16 (UTC)
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Hier lernt keiner was dazu, sind ja auch nur unsere Steuergelder die verbraten werden...
Pauschalisierend mit dem Finger auf andere zeigen und immer kräftig jammern ...
Na, ja, ist ja auch nur ein Internetforum. Und ist ja Freitag.

Viele Grüße, commodity
Member: departure69
departure69 Nov 24, 2023 at 07:20:21 (UTC)
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@maretz:

Und alle 4 Jahre wählt man wieder wer einen verarscht...

Du kennst sicher den Spruch, daß jedes Volk die Politiker hat, die es verdient.

Und der korreliert direkt hiermit:

Gib dem Deutschen sein Auto, Fussball und sein Bier, dann is die Welt ok


Viele Grüße

von

departure69
Member: maretz
maretz Nov 24, 2023 at 07:54:52 (UTC)
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Natürlich - und leider könnte ich momentan auch keine wirkliche Alternative nennen... Irgendwelche rechten Vollpfosten? SOO schlecht kanns gar nicht gehen um auch nur drüber nachzudenken.

Und der rest? Macht mehr oder weniger dasselbe -> leichte schattierungen in der Ausrichtung ggf. aber im groben dasselbe. Was auch nicht überrascht da die natürlich vom Geld abhängig sind und (deshalb überrascht es wenig das keiner sagt "wir kürzen mal unsere Politiker-Kosten") sich natürlich jeder zuerst die Taschen vollstopft. Ab und an fällt mal einer auf (weil wieder der Schwager/Schwägerin/sonstiges im Vorstand einer Firma sitzt die überraschend viele Aufträge bekommt) - hat aber mehr was mit "ab und zu nen Tier opfern damit der Rest der Herde seine Ruhe hat". Und falls doch mal was rauskommt kann man sich halt mal zufällig nich mehr dran errinnern - und sitzt das einfach aus....

Von daher verwundert mich eigentlich nicht wenn Regelungen zwar für "Bürger" gelten, aber eben nicht für Behörden usw...
Member: Visucius
Visucius Nov 24, 2023 at 16:24:09 (UTC)
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Natürlich - und leider könnte ich momentan auch keine wirkliche Alternative nennen...
Eigentlich ganz einfach: Wer sich vom politischen Gegner erklären lässt, wen er auf keine Fall wählen darf, hat die Kontrolle über sein demokratisches Leben verloren. face-wink
Member: commodity
commodity Nov 24, 2023 at 16:44:35 (UTC)
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Man hat die Demokratie ja auch nicht als perfekte Lösung entwickelt, sondern als die langfristig geeignetste unter den möglichen Staatsformen. Wir wünschen uns natürlichperfekte Leute, die das alles für uns möglichst optimal erledigen (und uns in Ruhe den Wohlstand genießen lassen - den wir eigentlich anderen geklaut haben, aber Psssts), vergessen aber, dass da genau solche Spacken dabei sind, wie wir sie selbst sind face-wink bzw. uns täglich begegnen.

Warum wohl ist die Boulevardpresse immer noch am auflagenstärksten, warum sind Hirnlos-Medien schon seit jeher gefragter als echte Informationen oder Kultur? Das ist Gesellschaft- und dafür sind die Politikschaffenden im Verhältnis sogar noch ziemlich gut. Selbst mit guten Leuten unter weniger guten Umständen läuft es eben u.U. schlechter, als mit Andi Scheuer, wenn gerade mal alles tippitoppi ist. Unter dem Monarchen lief es ja teils auch ganz toll oder sogar besser. Dafür auch umso schlechter, wenn der "Monarch" dann andere Ziele hatte, als das Wohl der Bevölkerung bzw. der regionalen Nachbarn. Müssen gar nicht 90 Jahre zurück schauen - ein Blick nach Russland genügt ja schon. Ein falsches Wort - 7 Jahre Zuchthaus. Da finde ich
Hier lernt keiner was dazu, sind ja auch nur unsere Steuergelder die verbraten werden...
fast schon wieder erstrebenswert und komfortabel face-wink

Viele Grüße, commodity
Member: MysticFoxDE
MysticFoxDE Feb 05, 2024 at 17:29:48 (UTC)
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Moin Zusammen,

kleines Update. ๐Ÿ˜”

https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/vorpommern-ruegen/stralsund/vorpom ...
"IT-Systeme müssen vollständig neu aufgebaut werden" ๐Ÿ˜ญ
"Aber immerhin gibt es nun einen Plan, wie die Schäden behoben werden sollen. Das wird Monate dauern." ๐Ÿ˜ญ๐Ÿ˜ญ

Gruss Alex
Member: Visucius
Visucius Feb 05, 2024 updated at 18:11:01 (UTC)
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„Ob Daten „abgeflossen“, also gestohlen oder unberechtigt kopiert wurden, lässt sich nicht sagen… Dem Kreis liegen über Datenklau „weiterhin keine Informationen vor“

Also im Prinzip, als wenn ich das machen würde. Ich sollte mich wohl mal um kommunale Kunden kümmern. Bisher hatte ich ja die Hoffnung, da wären wenigstens Profis am Werk, wenn das Kind schon im Brunnen ersoffen ist. ๐Ÿ˜‚
Member: watIsLos
watIsLos Feb 09, 2024 at 08:59:31 (UTC)
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Der nächste Vorfall, dieselben Verantwortlichen...

https://www.heise.de/news/Loerrach-und-Konstanz-Zwei-Datenpannen-durch-f ...
Member: MysticFoxDE
MysticFoxDE Feb 09, 2024 at 09:50:47 (UTC)
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Moin @Visucius,

„Ob Daten „abgeflossen“, also gestohlen oder unberechtigt kopiert wurden, lässt sich nicht sagen… Dem Kreis liegen über Datenklau „weiterhin keine Informationen vor“

das sieht im Fall der SIT übrigens auch nicht viel besser aus.

sit mร–gliches datenleck
๐Ÿ˜”

Gruss Alex