Zu Thema: Elektrostatische Probleme mit eGK

mirkokr
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Wir hatten im Januar das Thema Elektrostatische Probleme mit eGK ...

Heite eine aktuelle News dazu bei heise.de:

Probleme in Arztpraxen: NFC-Gesundheitskarten legen Kartenleser lahm

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Ausgedruckt am: 02.07.2022 um 15:07 Uhr

Mitglied: KowaKowalski
KowaKowalski 03.06.2022 aktualisiert um 13:24:26 Uhr
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Hi Mirko,

wir haben einfach ein altes USB-Drucker-Kabel an einem Ende abgeschnitten und dann die Masse und den Schirm mit dem Schutzkontakt eines zerlegbaren Schuko-Steckers verknotet.
Schön isoliert und fertig ist der ESD Schutz für 1,5€

Seit Nutzung gibt es keine Probleme mehr.



mfg
kowa
Mitglied: HansDampf06
HansDampf06 10.06.2022 um 09:58:25 Uhr
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wir haben einfach ein altes USB-Drucker-Kabel an einem Ende abgeschnitten und dann die Masse und den Schirm mit dem Schutzkontakt eines zerlegbaren Schuko-Steckers verknotet.
Schön isoliert und fertig ist der ESD Schutz für 1,5€
Da möchte ich jetzt nicht wirklich wissen wollen, mit welcher fachlichen Professionalität die Isolierung ausgeführt wurde, wenn dann solch ein eher laienhaftes Bastelprojekt - und wahrscheinlich vollkommen frei von jedem Risikobewusstsein - in eine 230-V-Steckdose "gestöpselt" wird.
Na ja, die Idee der Erdung ist im Ausgangspunkt für die Problemlösung gewiss richtig. Aber die Realisierung ... Man kann nur alle Daumen und sonstiges drücken, dass das für die Benutzer nicht schiefgeht. Dann gibt es nämlich mit Sicherheit eine rote Akte ...

Das Risiko bei einem solchen Vorgehen liegt nicht nur bei etwaigen Personenschäden, sondern ebenso bei nicht kleinen Sach- und Folgeschäden. Und ob das - in zivilrechtlicher Hinsicht - die Betriebshaftpflicht regulieren wird, muss jeder mit seinem tragbaren Unternehmensrisiko abgleichen.

Ich kann vor so einem Aktionismus sowohl in elektrotechnischer als auch in juristischer Hinsicht nur dringend warnen. Wird das im eigenen Bastelkeller mit allein auf sich reduziertem Risiko gemacht, mag derjenige sich bei sich selbst beschweren. Aber gegenüber fremden Dritten?

Viele Grüße
HansDampf06
Mitglied: KowaKowalski
KowaKowalski 10.06.2022 um 14:23:03 Uhr
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Hi Hans,

in Anbetracht der Tatsache das es solche Kabel auch vorkonfektioniert zu kaufen gibt und du meine Isolierung nur aus meiner Beschreibung kennst, finde ich Deine Behauptung von einem laienhaften Bastelprojekt schon relativ sportlich.


Außerdem schrieb ich ja: Wir haben dieses Kabel gefertigt. und nicht wir haben der Schwester in der Praxis eine Anleitung zum selberbauen geschickt.


Und ja: Wir wissen was wir tun.


schönes Wochenende
kowa
Mitglied: HansDampf06
HansDampf06 10.06.2022 um 15:31:23 Uhr
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Ach wenn es danach geht, was mir schon alles im elektrotechnischen Bereich als Supereigenleistung präsentiert wurde ... Und wenn dann von "verknoten" geschrieben wird, kann ich mir jetzt schon bildhaft vorstellen, was mich bei Inaugenscheinnahme überraschen wird.

Ist ja nicht persönlich gemeint, aber viele elektrotechnische Laien glauben halt, sie wären aus welchem Grund auch immer befähigt, an Niederspannungsanlangen (> Schutzkleinspannung) und / oder dazugehörigen Betriebsmitteln herumzufummeln. Ja und ich bin da aus gutem Grund mehr als nur deutlich und sehr direkt.
Überdies bin ich gespannt, was der Elektromeister, der demnächst die reguläre elektrische Betriebsmittelprüfung bei dem Kunden durchführen wird, zu dieser selbstgebastelten "Stöpsellösung" sagen wird.

Ganz abgesehen davon: Wenn bekannt ist, dass es solche "Käbelchen" fertig konfektioniert gibt, für die ein fachkundiger Hersteller die Produktverantwortung trägt, warum dann ein solcher Selbstbau bei fremden Dritten vorgenommen wird, ist mir unbegreiflich. Das ist weder mutig noch kundenfreundlich noch sonst irgendetwas, sondern schlicht unbekümmert und - vor allem im eigenen Interesse - verantwortungslos. Daran ändert sich auch nichts, wenn die Fähigkeiten zur Erstellung einer elektrischen Isolierung außergewöhnlich sein sollten, weil es eben nicht allein um die Isolierung geht. Eher spricht alles dafür, dass es an grundlegenden elektrotechnische Kenntnissen für den Bereich von Niederspannungsanlagen fehlen dürfte. Andernfalls wären Darstellung, Wortwahl und der Rechtfertigungsversuch ganz anders ausgefallen.

Wie gesagt: Bis 42 V mag das alles belanglos sein. Aber nicht mehr bei 230 V!

schönes Wochenende
dito
HansDampf06
Mitglied: KowaKowalski
KowaKowalski 10.06.2022 um 21:07:08 Uhr
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Ok, und wenn Du was vom Blech liest dann bist Du nicht sicher ob der Admin backt?

Ich glaube Du interpretierst ein wenig zu eifrig, mit Verlaub.

kowa
Mitglied: ultiman
ultiman 11.06.2022 um 09:11:46 Uhr
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Moin Leute,
da ergießt sich ein "Dampf" und kommt von USB zu Niederspannungsanlagen, die Bedenken sind auch zum Teil nachvollziehbar aber irgendwie hat er vergessen eine Problemlösung zu bieten und auch das wir in DE RCD (bestimmt schon Klasse B) einsetzen die als Personenschutz gute Arbeit leisten.

Ich würde vorschlagen einen "ESD Stecker mit Kabelanschluss" zu verwenden. Der enthält auch einen Megaohm Widerstand als Personenschutz und sieht mehr Pro aus. Das Kabel an USB "fummeln" fertig. Kostet aber auch 20€
viel Spass heute