Hardwarenachfrage neuer Server für einen Standort

Mitglied: Vancouverona

Vancouverona (Level 1) - Jetzt verbinden

10.02.2016 um 18:18 Uhr, 1216 Aufrufe, 9 Kommentare

Salut,

ich brauche einfach mal ein paar Anregungen, ob ich alles soweit bedacht habe.

Ich brauche für einen meiner Standorte, der bislang nur per VPN-Aplliance und nachgeschalteten Switchen an die Zentrale angebunden ist, einen eigenständigen Server, weil das tägliche Datenaufkommen schneller wächst, als die Verträge der Internetanbindung erneuert werden können. :-) face-smile

Der Standort hat derzeit ca. 20 Computer und 8 Drucker, Tendenz zukünftig stark wachsend.

Meine Idee ist, dort einen Server aufzustellen, der die Funktionen

  • Domaincontroller
  • Fileserver
  • Printserver
  • WSUS
  • RemoteDesktop Server und
  • lokale Datensicherung

abdeckt. Die zentralen Datenbankanwendungen sowie E-Mail würden weiterhin über das VPN bereitgestellt. Im Moment ist noch in der Schwebe, ob der Standort eine eigene Buchhaltungssoftware mit eigener Datenbank (MS SQL Server) braucht (ausländischer Standort, außerhalb EU)

Ziel ist es, den Standort grundsätzlich arbeitsfähig zu halten, wenn die VPN-Verbindung ausfällt. Daher auch der lokale RDS, weil wir an dem Standort inzwischen 8 ThinClients einsetzen. Dieser würde Office, etc. für die lokalen ThinClients bereitstellen, sowie eine RDP-Sitzung zur Zentrale.

Ich würde das gerne mit einem Server, auf dem mehrere virtuelle Server laufen (DC+PS, WSUS, FS, RDS) , erschlagen. Als Server BS ist Windows 2012 R2 Vorgabe.

Ich schätze, ich brauche für die Grundausstattung incl. Reserve ca.

  • 12-16 CPU-Kerne
  • 32-64 GB RAM
  • 2 TB HD-Space

  1. Ist die Schätzung zu konservativ?
  2. Ich würde gerne zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit haben, Festplattenplatz ohne großen Aufwand nachzurüsten. Ist das besser über ein NAS möglich, oder gibt es auch Server, bei denen ohne großen Aufwand Platten nachgerüstet werden können.

Ich hab mal bei Dell nachgeschaut, kriege das aber noch nicht in Produkte übersetzt.

Danke für Denkanstöße, Hilfestellungen, etc.
Mitglied: chiefteddy
10.02.2016 um 18:41 Uhr
Hallo,

Der Standort hat derzeit ca. 20 Computer und 8 Drucker, Tendenz zukünftig stark wachsend.
Meine Idee ist, dort einen Server aufzustellen, der die Funktionen
Domaincontroller
Fileserver
Printserver
WSUS
RemoteDesktop Server und
lokale Datensicherung

Das willst Du alles mit EINEM Server abdecken???

Nimm obigen Server, erweitere auf 128GB RAM und deutlich mehr HDD-Kapazität; beschaffe Dir 2 Serverlizenzen und installiere auf der Hardware Hyper-V. Dann kannst Du 4 virtuelle Server aufsetzen:

1. DC; DNS; DHCP, Print

2. DC, DNS; WSUS; Datensicherung

3. Fileserver

4. Terminal-Server

Denk an ein externes Storage zur Datensicherung.


Schau Dir mal den Dell PowerEdge R730 an: 2 Sockel; bis zu 18 Core pro Sockel und genügend Festplatten-Slots, um SSDs für Systempartitionen und HDDs für Daten unterzubringen.

Jürgen
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Mitglied: sawimbulu
10.02.2016 um 21:40 Uhr
Hallo.
Muss der Server denn unbedingt von Dell sein? Fujitsu ist auch eine gute Alternative.

Ansonsten stimme ich chiefteddy soweit zu.

Auf einer physikalischen Server, 4 Hyper-V erstellen.
1) DC, DNS, DHCP
4 CPU, 12 GB RAM

2) Fileserver und WSUS
4 CPU, 24 GB RAM

3) Terminalserver
reichlich CPU und RAM

4) ggfls. auch Terminalserver wg. Perfomance

Ansonsten Datensicherung mittels einer externen Platte (NAS etc.) und die VMs selbst mittels Skript sichern. Das ist recht easy und man hat immer eine aktuelle VM, falls man täglich (nachts) sichert...

Von den Lizenzen, wie chiefteddy schon sagte. Denkt aber an die CALs.
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Mitglied: chiefteddy
10.02.2016, aktualisiert um 22:19 Uhr
Hallo,

bei der Datensicherung in virtuellen Umgebungen kann ich veeam ( https://www.veeam.com/de/ ) empfehlen. Mit Skripten ist das immer so eine Sache. Da fehlt meist eine vernünftige Log-Funktion (Was wurde gesichtert; Fehler?) .

Ich würde aus Gründen der Ausfallsicherheit immer 2 DCs und DNS vorhalten (früher hieß das mal Primärer und Sekundärer DC).

Muss der Server denn unbedingt von Dell sein? Fujitsu ist auch eine gute Alternative.

Auch andere Mütter haben schöne Töchter. :-) face-smile

Ich kann dann noch HP und IBM in die Runde werfen. Persönlich nutze ich in der Firma aber auch Dell und bin seit vielen Jahren sehr zufrieden.

Jürgen
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Mitglied: sawimbulu
10.02.2016 um 22:27 Uhr
Veeam ist perfekt, ein gutes Tool welches wir auch im Einsatz haben. Ich denke halt oft auch an den Preis, wenn man was sparen muss. Aber was Datensicherung angeht, sollte man nicht sparen :) face-smile.

Mit den 2 DCs stimme ich Dir zu. Hab ich wohl in meiner Aufstellung vergessen :/.
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Mitglied: clSchak
11.02.2016 um 00:03 Uhr
Hi

ich würde eher den Weg zur zentrallisierung der IT gehen und nicht alles dezentral auslagern. Investiere lieber mehr Geld in die Internetanbindung vor Ort und verwende RDS oder Citrix. Wenn du 2 Standorte hast musst du auch dort auf Dienstleister zurückgreifen, schneller Support ist dann meistens nicht möglich. Das einzige was ich vor Ort machen würde ist ein DC, Fileserver (hier via DFS mit Replikation in die Hauptniederlassung), DNS, DHCP und Printserver, ggf. einen WSUS aber das war es auch schon.

Zu dem wird dir das Controlling auf die Nerven gehen weil die an die Buchhaltungsdaten der Tochtergesellschaft ranwollen und das dann am besten in Echtzeit (BI Lösungen werden immer mehr).

Wir gehen momentan weg von dem dezentralen, wir zentralisieren immer mehr, haben eine redundante Netzanbindung von 2 Anbietern mit unterschiedlichen Hauseinführungen und wenn du eine Telekom Leitung hast, ist die Ausfallquote eher gering aber auch zur Sicherheit hier einen 2. Anschluss.

Was Buchhaltung in anderen Ländern angeht, ich weis jetzt nur von Italien die mindestens ein Tagesaktuelles Backup der ERP Datenbank vor Ort haben müssen, das System aber stehen kann wo es will.

Damit sparst dir jede Menge Ärger und kannst viel besser agieren was den Support angeht, die paar Datenbanken und Nutzer mehr machen "den Braten nicht Fett" und du Sparst an Wartungsverträgen und nutzt vorhandene Hardware vor Ort besser aus - und du hast es direkt Hochverfügbar (ich gehe jetzt mal von entsprechender Ausstattung am Hauptstandort aus).

Wäre jetzt meine persönliche Entscheidung das so zu machen ;-) face-wink

Ansonsten:
2 x Dell R730 mit 2 x Xeon 6C 3.0Ghz (es muss kein 8-12 C sein bei der Anforderung), 64GB RAM, 2 x 300GB 10k Platten, dazu eine kleine Equallogic PS4100X mit 24 x 10k Platten ein Switch der iSCSI unterstützt (wir verwenden nur Brocade) zusätzlich 2 x MS Server 2012R2 Datacenter 2CPU und das ganze dann via HYPER-V virtuallisieren.

Konnektivität würde ich hier auf 1Gb setzen, 10Gb ist mit Kanonen auf spatzen schießen, nimm dafür 2 x QuadPort 1Gb Karten, das reicht vom Durchsatz vollkommen aus. Ich weis nicht wie groß die Datenbanken sind, alternativ kannst auch eine EQL PS4100E nehmen, die hat allerdings 12 x 7,2k Platten drin oder die MD3200i Serien. Setze dich am besten mal mit Dell in Verbindung, die kommen gerne auf einen Kaffee vorbei und bieten dir eine passende Lösung an, die machen im Regelfall auch vorher Lasttests und wollen Logs haben.

Gruß
@clSchak
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Mitglied: Vancouverona
12.02.2016 um 12:07 Uhr
Hallo und vielen Dank erst Mal an alle,

die dezentrale Lösung haben wir an vier von 6 Standorten. Aber in zwei Standorten funktioniert das nicht durchgängig zuverlässig. Diese liegen ca. 18 Flugstunden entfernt, bzw. 240ms Ping-Zeit. :-) face-smile Mittelamerika und China. An einem dritten europäischen Standort ist die best mögliche Anbindung derzeit eine Richtfunkstrecke über knapp 20 km (mit zugesicherten 10/10 MBit). Der einzige lokale Anbieter kommt über ADSL mit max 4 / 0.4 MBit nicht hinaus.

Wir haben mit den derzeitigen Internetverbindungen wieder sporadisch Ausfälle, die dazu führen, dass die Kollegen über Stunden nicht auf das zentrale Netz zugreifen können. Das heißt: Keine zentralen Printserver, keine zentrale Datenablage, an den Thin Clients ist es noch extremer.

Die Leitungsqualität läßt sich leider nicht beliebig anheben, da den Chefs vor Ort die Kosten für qualitativ hochwertige Internetverbindungen zu hoch sind. Hierdurch würde auch ein Teil der bestehenden Kostenvorteile des Standortes aufgefressen. Wir sind Mittelständler, der eben vor Ort produziert, weil zum einen von den Kunden gewünscht ist, zum anderen günstiger und "schneller vor Ort ist, als in Deutschland zu produzieren und alles zu exportieren. Mal abgesehen vom ganzen "Zoll Trara".

Die Server vor Ort sollen letztlich den Ausfall der Leitung kompensieren, d.h. Daten werden vor Ort zentral abgespeichert, Drucker können über den Druckerserver vor Ort angesprochen werden. Der WSUS vor Ort ist deshalb vorgesehen, weil hierdurch die bestehende Leitung entlastet wird. Natürlich soll der über die Zentrale "gesteuert" werden.
Derzeit läuft das alles über die Zentrale in Deutschland. Daher speichern die Kollegen natürlich alle Daten auf ihrem jeweiligen PC, was natürlich der schlechteste aller möglichen Wege ist.

Das klappte solange gut, wie an den einzelnen Standorten nur ein "Aufbau- und Vertriebsteam" gearbeitet hat, aber mit dem Übergang auf eine Standortproduktion zeigt sich zunehmend die Begrenztheit des bestehenden Systems.

Ich denke, dass ein DC vor Ort reicht, da über die Leitung ja noch viele weitere DCs bereit stehen. Einen "PDC" und einen "BDC" (wie es früher mal geheissen hat) würde ich für den derzeitigen Ausbau nicht unbedingt für notwendig erachten.

Bei der Kalkulation der Mindestgröße bin ich von den Größen der bisherigen virtuellen System in der Zentrale ausgegangen. Diese laufen allerdings unter Windows 2008 R2.

  • DC : 2 Kerne, 4 GB RAM.
  • Printserver: 2 Kerne, 4 GB RAM.
  • Fileserver: 2 Kerne, 4 GB RAM.
  • WSUS: 2 Kerne, 4 GB RAM
  • Datenbankanwendung vor Ort (kommt nur an einem Standort vor): 2 Kerne, 16 GB RAM (ist eine kleine MS SQL Server basierte Lösung)
  • Remote Desktop Server für bis zu 10 ThinClients: 4 Kerne, 16 GB RAM

Geplant war das ganze unter Windows 2012 R2 zu virtualisieren. D.h. Ein Hardwareserver mit 2012 R2 und Hyper-V. Darauf dann insgesamt 4 virtuelle Maschinen mit

  1. DC (beinhaltet alles, was das AD braucht, als DNS, DHCP, etc.)
  2. WSUS + PS
  3. FS
  4. RDS

Alternativ:

  1. DC
  2. WSUS + PS + FS
  3. Datenbank
  4. RDS

Zur HD-Größe: Ich habe die Anforderungen noch einmal mit dem derzeitigen realen Bedarf abgeglichen und würde nunmehr 4 TB HD-Space ansetzen. 2 TB würde zwar im Moment ausreichen, wird aber in einem oder zwei Jahren vermutlich knapp. Um diesbezügliche Auswüchse auffangen zu können, wäre es wichtig, den Server nachrüsten zu können.
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Mitglied: Vancouverona
12.02.2016 um 12:15 Uhr
Hallo,

das war im oberen Teil der Anfrage etwas unglücklich formuliert: Ich möchte nur eine Hardwarekiste dort stehen haben, einen physikalisch vorhandenen Server. Weiter unten beschrieb ich aber, dass ich virtualisieren möchte.
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Mitglied: Vancouverona
12.02.2016 um 12:22 Uhr
Hallo,

ich habe nichts gegen andere Hersteller wie z.B. Fujitsu, nehme aber lieber etwas, das ich am geplanten Einsatzort im Zweifelsfall extern supportet bekomme. Da ist Dell einfach besser als Fujitsu, die es in Mexico und China z.b. so gut wie gar nicht gibt.

Alternativ wären allenfalls Lenovo / IBM oder HP gewesen. Da ich vier Standorte identisch ausstatten möchte, ist Dell meine erste Wahl.
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Mitglied: chiefteddy
12.02.2016 um 14:01 Uhr
Hallo,

dass mit nur einem DC vor Ort würde ich mir nochmal überlegen. Erstens sind die AD-Dienste keine "Leistungsfresser" und können somit "irgendwo" noch mit untergebracht werden. Zweitens mußt/ solltest Du Dein AD sauber strukturieren (zB. Standorte) damit die AD-Replikation nicht überhand nimmt (--> schlechte Internetanbindung). Und das AD enthält personenbezogene Daten --> Datenschutzgesetze: China?? Also nicht alles überallhin replizieren!
Und dann brauchst Du vor Ort doch 2 DCs.

Jürgen
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