Lizenzverwaltung Wie würdet Ihr in einem neuen Unternehmen ohne Übergabe die Lizenzen Gerade ziehen ?

Mitglied: Leo-le

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25.02.2016 um 14:56 Uhr, 2041 Aufrufe, 7 Kommentare

Es besteht eine Windows Domäne mit ca 120 Usern
10 SAP Servern Größtenteils ist MS Software am laufen!

Vielen Dank im voraus!
Mitglied: maretz
LÖSUNG 25.02.2016, aktualisiert 26.02.2016
Im Zweifel indem man eine Bestandsaufnahme macht? Oder du guckst mal nach Inventory-Tools, allerdings bietet die manuelle Version dir auch gleich die Möglichkeit mal die Rechner anzusehen (wenn du da neu bist bzw. es ein neues Unternehmen ist wäre das ja ggf. eine gute Gelegenheit)
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Mitglied: Ravers
LÖSUNG 25.02.2016, aktualisiert 26.02.2016
Hi,

Lizenzen ist immer so`n Bäh-Thema. Aber es gibt Inventarisierungstools, z.B. Matrix42. Aber nicht ganz günstig und man muß sich auch dort einarbeiten bzw. Schulungen besuchen.

Evtl. hilft dir auch schon Spiceworks (kostenlos), finde es recht selbsterklärend. Würde es mir an deiner Stelle mal anschauen und gucken ob es dir ausreicht.Ansonsten weiter suchen ... ;-) face-wink

greetz
ravers
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Mitglied: jsysde
LÖSUNG 25.02.2016, aktualisiert 26.02.2016
N'Abend.

Zur Gewissensberuhigung: Selbst inventarisieren und rausfiltern, welche Lizenzen benötigt werden, im Einsatz sind etc.
Wenn's "um die Wurst geht":
Externen Dienstleister beauftragen, der _genau!_ weiß, was er tut, wovon er spricht und welche Schrauben gedreht werden müssen/können.

Cheers,
jsysde

P.S.:
Allein der Lizenzdschungel von MS bindet bei uns mehrere MT/Jahr....
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Mitglied: beidermachtvongreyscull
LÖSUNG 26.02.2016, aktualisiert um 21:24 Uhr
Ein klein bißchen gemein sein... :-) face-smile

Inventarisiere die Hardware,
stelle den Bedarf fest als müsstest Du neu kaufen,
schau auf den Produktlebenszyklus und korreliere Bedarf und Produktkompatibilität.
Dann wartest Du auf den günstigsten Zeitpunkt, schreibst den Bedarf aus, verhandelst und kaufst.

Das ist mit Sicherheit teurer, aber ich denke, dass Du dann alles sauber hast und auch lange halten kannst.

Ich gebe meinem Vorredner Recht. Der Lizenzdschungel ist so undurchsichtig, dass man da ohne Hilfe nicht durchblickt.
Deswegen macht obige Vorgehensweise aus meiner Sicht Sinn. Du hast Zeit alles auf den richtigen Weg zu bringen und gibst Deinen Vorgesetzten ebenfalls Zeit, die richtigen Mittel langfristig zur Verfügung zu stellen.

Ich habe meinen Chefs bereits gesagt, dass ich 2020 viiiieeel Geld brauche. Dann wechseln wir die Software aus, ziehen etwaige Lizenzprobleme glatt.
Wenn ich die Hinterlassenschaften meiner Vorgänger nämlich sukzessive versuche gerade zu ziehen, werde ich nicht mehr fertig.
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Mitglied: Dani
LÖSUNG 26.02.2016, aktualisiert um 21:24 Uhr
Moin,
je nach Größe und Anwendungsvielfalt würde ich mir gleich eine Software suchen, wo ich Verträge/Lizenzen/Zuordnung zu Computer abbilden kann und rechtzeitig vor dem Auslauf von Verträgen/Subscription erinnert werde.

Zur Gewissensberuhigung: Selbst inventarisieren und rausfiltern, welche Lizenzen benötigt werden, im Einsatz sind etc.
Jedoch solltest du auch da wissen, was du tust. Stellt sicher hinter wieder eine Unter/Überlizenzierung heraus, geht's um deinen Kopf. Dazu kommt, dass man meist externen Unternehmen mehr glaubt, als den eigenen Leuten. :-) face-smile


Gruß,
Dani
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Mitglied: agowa338
LÖSUNG 26.02.2016, aktualisiert um 21:25 Uhr
1. Alle laufenden Verträge gemeinsam mit der Finanzbuchhaltung durchgehen, Rechnungen von Dienstleistern, Wartungsverträge, Microsoft Open Lizenzen und alles andere Interessante suchen
2. Bei einem Kleinen Unternehmen ist es wirtschaftlicher einmal selbst von Client zu Client zu laufen und die Verwendeten Programme mit dem Benutzer zu klären. Eventuell fällt so auch das ein oder andere nicht lizenzierte Programm auf.
Bei Größeren Infrastrukturen eine Software wie Lansweeper oder Docusnap (Beide haben eine gewisse Lizenzverwaltungsmöglichkeit )kaufen und die Daten auswerten.
3. Alle verwendeten Programme mit den Vorhandenen abgleichen.
4. Alle nicht verwendeten Programme deinstallieren (Verkleinert die Liste der zu Überprüfenden Programme).
5. Alle Programme nach Lizenzierung überprüfen und unterteilen nach: kostenlos nur Privat, kostenlos auch für Unternehmen, Kostenpflichtig aber nicht gekauft, Kostenpflichtig mit Keks, noch keine Lizenz gefunden (Regulär installiert oder Spezialsoftware aber ohne Rechnung, sollte keine auftauchen mit dem Vertrieb oder Systemhaus des Vertrauens Kontakt aufnehmen und ggf. neu kaufen) auchja und software wie IrfanViewer (kostenpflichtig für unternehmen) nicht übersehen, diese sind möglicherweise sogar überflüssig. Könnte aber trotzdem teuer werden.
6. Nun geht es um die MS Lizenzen, hier hilft das "microsoft assessment and planning toolkit" oder etwas umständlicher auch Docusnap bzw. Lansweeper (Beachte, die installierten Lizenzschlüssel sind egal, solange du die passende Lizenz hast. Hierfür eventuell einen Dienstleister mit einem Audit beauftragen, das Thema füllt ganze Schulungen. Außerdem gibt es sehr viele Fallstricke, z. B. Kopierer benötigen eine CAL falls sie auf Netzlaufwerke scannen)
7. Nachdem jetzt die MS Lizenzen Klar sind, kann begonnen werden etwas zu ändern, also die Liste aus 5. Hervorkramen und einen Investitionsantrag erstellen und sich auf das Mehrstündige gespräch mit dem Chef für die Hohen ausgaben vorbereiten. Fragen sind z. B. "Welches Risiko haben wir, wenn wir nichts ändern (je Program)? Welche Kosten entstehen uns (je Program und Gesamt)? Ist das wirklich nötig? Gibt es kostenlose alternativen zu den genannten Programmen? Sind die Gut und Funktionieren die auch Zuverlässig? Wieso nicht auf die Abmahnung warten?"
8. Alle Informationen auch weiterhin bei Softwareänderungen pflegen.
9. Nun kannst du beginnen die Einstellungen der Programme zu dokumentieren (Testserver aufsetzen und versuchen das Programm identisch zu konfigurieren ohne Konfig Export und Import versteht sich. Wobei das speichern der Einstellungen auch nicht falsch ist)
10. Die Wichtigkeit und den Grund für jede Software ergänzen (z. B. Produktions kritisch für ...)


Folgende Punkte sind danach noch offen:
- Skripten, was? warum? wieso? weshalb? Wie wird das Installiert? Sonstige Erfordernisse?
- Berechtigungen, IGDLA-Prinzip eingehalten?
- Server Zugriffe, muss irgend ein Benutzer z. B. über VNC auf einen Server zugreifen (ausgenommen Terminalserver)
- Terminalserver Einschränkungen, kann jeder Benutzer am Terminalserver die Konfiguration auslesen, sind die Lokalen Laufwerke gesperrt (sollte das nicht möglich sein, weil z. B. Vorlagen einer Software manuell ausgewählt werden müssen, mindestens ausblenden und den Ordner Verknüpfen)?
- Welche Geräte greifen auf das Netzwerk zu?
- Gibt es eine Nutzungsbedingung, welche den Benutzern alles Private am PC verbietet, damit du überhaupt z. B. Virenscanner einsetzen darfst (Datenschutz)?
- Wie sind externe Zugriffe VPN geregelt?
- Sind die Server alle auf dem Aktuellen Stand (2012R2) und falls nicht, warum? (Fehlende Lizenz oder Legacy Dependency)
- Gibt es ein Ticketsystem in dem du deine Ergebnisse und neuen Probleme Zentral ablegen kannst und sie auch in 6-12 Monaten noch findest, falls einem Mitarbeiter auffällt, "Letztes Jahr ging das noch" (Kein Witz, hab ich so erlebt, obwohl der Benutzer nach der Migration bestätigte, dass alles Funktioniert)
- Wie sieht es mit Backups aus? Können die auch auf anderer Hardware zurückgesichert werden, falls nicht, was ist erforderlich? (Diese liste am Besten ausdrucken und mindestens in einen Feuerfesten Safe zu den Lizenzen
- Wie alt ist die Infrastruktur, muss hier eventuell etwas demnächst getauscht werden?
- Steht irgend ein Switch (oder ähnliches) auf Fehler?
- Musst du irgendwelche wiederkehrenden Tätigkeiten machen? (z. B. Dienst xy alle z tage neu starten oder SQL-Job abc täglich ausführen) Kann das mit überschaubarem Aufwand automatisiert werden?
- Hast du einen vollständigen Netzplan (Übersicht)?
- Wie sieht es mit externen Standorten aus, gibt es welche? Falls ja, wie ist das gelöst (Sub domain der Zentrale | Eigenständige Gesamtstruktur | keine Domäne)? Gibt es Austauschlaufwerke? Falls zuvor nicht ersteres, wie Greifen die auf das Laufwerk zu (gibt es die Benutzer eventuell doppelt und sind die Anmeldeinformationen der anderen Domäne am Client gespeichert?
- Wissen die Benutzer, was ein Benutzername ist und dass sie sich damit an jedem PC im Unternehmen anmelden können?
- Pflegen Abteilungsleiter eine PC und Kennwort-liste (weil sie meinen, dass das Passwort Computer und nicht Benutzer spezifisch ist)?
- Wie viele dumme fragen hast du bis jetzt erhalten (z. B. Wie ändere ich die Schriftart in Word)? Wenn es sehr viele sind, welche? und von welcher Abteilung bzw. Benutzer? => Falls zuviel, eine in Haus Schulung Planen für diejenigen planen
- Ist die Firewall an den Servern deaktiviert, weil jemand nicht wusste, wie man Regeln erstellt?
- Sind die Server durch eine Funktionierende Hardware Firewall zusätzlich von den Clients getrennt?
- Sind die alle Netzwerk-/Patchdosen dokumentiert?
- Sind VLANs im einsatz? Falls ja wofür und welcher Client hängt warum wo?
- ...

Falls das überhaupt jemand bis zum ende gelesen hat, das hat bei "einem Bekannten" im Unternehmen über 3 Jahre gedauert und "er" ist immer noch nicht durch...
Bitte warten ..
Mitglied: Leo-le
28.02.2016 um 14:47 Uhr
Vielen Dank für die ganzen Antworten! Nun habe ich einen Top überblick und werde die Sache angehen.

Viele Grüße
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