IPv6 im LAN sinnvoll?
Hallo zusammen,
im Internet werden die IPs knapp, deshalb muss dort in absehbarer Zeit von IPv4 auf IPv6 umgestellt werden.
Aber gibt es denn einen Grund (oder gar mehrere Grüne) auch im LAN auf IPv6 umzustellen?
Falls ja, welche(n)?
im Internet werden die IPs knapp, deshalb muss dort in absehbarer Zeit von IPv4 auf IPv6 umgestellt werden.
Aber gibt es denn einen Grund (oder gar mehrere Grüne) auch im LAN auf IPv6 umzustellen?
Falls ja, welche(n)?
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8 Kommentare
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Zitat von @coltseavers:
Aber gibt es denn einen Grund (oder gar mehrere Grüne) auch im LAN auf IPv6 umzustellen?
Aber gibt es denn einen Grund (oder gar mehrere Grüne) auch im LAN auf IPv6 umzustellen?
Ja.
Falls ja, welche(n)?
Üben, Erfahrung sammeln und Infrastruktur vorbereiten auf den Tag X, an dem v4 nicht mehr unterstützt wird.
lks

Hallo,
Webservern, FTP, Servern und/oder Mailservern und davon hat man so oder so meist einen am laufen, oder?
(Gut jetzt nicht unbedingt im Heimnetz zu Hause)
- Wenn man kann
- Wenn es nicht anders geht
- Wenn es vorgeschrieben wird
Gruß
Dobby
Tut mir leid, aber leider bin ich nun genauso schlau wie vorher.
???Wie sind denn dann die Gründe / Vorteile, sollte ich einen IPv6 Internetanschluss haben?
IPv6 und genügend IP Adressen.Mein Kenntnisstand ist, dass Internet IP-Version mit LAN IP-Version wegen NAT eigentlich erstmal unabhängig
voneinander ist (solang man keine Server betreibt).
Also man darf auch sicherlich Server im LAN betreiben, gar keine Frage, ich denke Du sprichst hier vonvoneinander ist (solang man keine Server betreibt).
Webservern, FTP, Servern und/oder Mailservern und davon hat man so oder so meist einen am laufen, oder?
(Gut jetzt nicht unbedingt im Heimnetz zu Hause)
Also selbst mit nem IPv6-Internetanschluss kann ich das LAN doch auch weiterhin als IPv4 betreiben, oder nicht?
Ja aber nicht am WAN Interface.Also welche Gründe gibt es das LAN auf IPv6 umzustellen?
- Wenn man muss- Wenn man kann
- Wenn es nicht anders geht
- Wenn es vorgeschrieben wird
Gruß
Dobby
Du kannst ja weiterhin IPv4 in deinem LAN behalten, dafür gibt es den Dual Stack-Betrieb, also IPv6 zusätzlich.
Die meisten Probleme im Internetalltag wurden durch NAT erzeugt und werden durch Krücken wie STUN und VPN-Tunnel wieder umgangen. Besonders bei IP-Telefonie macht sich das bemerkbar, weil nur die Aushandlung des Gesprächs mittels SIP über den Providerserver läuft. Die eigentlichen Audio-Daten laufen via RTP Peer to Peer. Durch NAT sind aber IP-Telefone im Netzwerk nicht direkt erreichbar, weshalb STUN nötig ist. Bei IPv6 ist es nicht mehr nötig, NAT für die ganzen Heimnetzwerke zu nutzen, weil hier jedes Gerät wieder, so wie es für IPv4 auch mal vorgesehen wurde, direkt angesprochen werden kann (End-to-End-Kommunikation).
Wenn du jetzt mit der Aussage kommst, dass man im LAN kein IPv6 braucht, selbst mit einem IPv6-Internetzugang, dann stimmt das soweit, aber du machst dich wieder von NAT abhängig und es gibt keine End-to-End-Kommunikation. Sprich die Probleme, die IPv6 lösen soll, baust du dir selbst wieder zusammen. Ebenso baust du dir selbst Hürden in den Weg, weil jede Umwandlung zwischen IPv4 und IPv6 kostet Zeit. Du gehst, aus purer Faulheit, mit IPv4 zu deinem NAT-Router, dieser muss es in IPv6 umwandeln, damit es ins Internet kommt, gibt es an das CGN-System des Providers weiter und das wandelt es wieder in IPv4 um.
Du kannst ja mal einen Neukunden der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland oder Unitymedia fragen, wie deren Latenzen bei IPv4-Zugriffen sind. Teilweise liegen die bei dreistelligen Werten, obwohl der Internetanschluss selbst einstellige Werte schafft.
Und ohne IPv6 im LAN wirst du einen IPv6-Anschluss nicht nutzen können, da Internetseiten irgendwann keine IPv4-Adresse mehr haben und somit für dich nicht erreichbar sind.
Es hängt alles mit dem Internetzugang zusammen, ja, wenn du ein LAN ohne Internetzugang betreibst, besteht für dich erstmal kein Bedarf. Irgendwann kommt aber der Punkt, an dem Software auch auf IPv6 besteht.
Die meisten Probleme im Internetalltag wurden durch NAT erzeugt und werden durch Krücken wie STUN und VPN-Tunnel wieder umgangen. Besonders bei IP-Telefonie macht sich das bemerkbar, weil nur die Aushandlung des Gesprächs mittels SIP über den Providerserver läuft. Die eigentlichen Audio-Daten laufen via RTP Peer to Peer. Durch NAT sind aber IP-Telefone im Netzwerk nicht direkt erreichbar, weshalb STUN nötig ist. Bei IPv6 ist es nicht mehr nötig, NAT für die ganzen Heimnetzwerke zu nutzen, weil hier jedes Gerät wieder, so wie es für IPv4 auch mal vorgesehen wurde, direkt angesprochen werden kann (End-to-End-Kommunikation).
Wenn du jetzt mit der Aussage kommst, dass man im LAN kein IPv6 braucht, selbst mit einem IPv6-Internetzugang, dann stimmt das soweit, aber du machst dich wieder von NAT abhängig und es gibt keine End-to-End-Kommunikation. Sprich die Probleme, die IPv6 lösen soll, baust du dir selbst wieder zusammen. Ebenso baust du dir selbst Hürden in den Weg, weil jede Umwandlung zwischen IPv4 und IPv6 kostet Zeit. Du gehst, aus purer Faulheit, mit IPv4 zu deinem NAT-Router, dieser muss es in IPv6 umwandeln, damit es ins Internet kommt, gibt es an das CGN-System des Providers weiter und das wandelt es wieder in IPv4 um.
Du kannst ja mal einen Neukunden der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland oder Unitymedia fragen, wie deren Latenzen bei IPv4-Zugriffen sind. Teilweise liegen die bei dreistelligen Werten, obwohl der Internetanschluss selbst einstellige Werte schafft.
Und ohne IPv6 im LAN wirst du einen IPv6-Anschluss nicht nutzen können, da Internetseiten irgendwann keine IPv4-Adresse mehr haben und somit für dich nicht erreichbar sind.
Es hängt alles mit dem Internetzugang zusammen, ja, wenn du ein LAN ohne Internetzugang betreibst, besteht für dich erstmal kein Bedarf. Irgendwann kommt aber der Punkt, an dem Software auch auf IPv6 besteht.