Bundeswehr lässt Retro Funkgeräte für 600 Millionen Euro produzieren

Mitglied: hacktor
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Dachte zuerst das ist ein verspäteter Aprilscherz 🙈

https://www.golem.de/news/600-millionen-euro-bundeswehr-laesst-funkgerae ...

Die saufen da offensichtlich zu viel Club-Cola ... au banan.

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Ausgedruckt am: 26.10.2021 um 19:10 Uhr

Mitglied: tikayevent
tikayevent 26.09.2021 um 08:40:25 Uhr
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Ich finde es durchaus legitim. Es muss nicht immer das neuste sein, wenn die vorhandene Technik noch den Bedarf deckt. Die analoge Technik ist zwar nicht mehr auf der Höhe der Zeit, aber der Austausch kommt am Ende sicher noch viel teurer:
Du musst ALLE Funkgeräte austauschen, das beinhaltet nicht nur die Geräte, sondern auch sämtliches Zubehör, wie Antennenanlagen, Verkabelung, Kryptoeinheiten, Basisstationen, Relais und was die sonst noch haben. Dieses muss dann überall erfolgen, also in Fahrzeugen, Flugzeugen, Schiffen, Gebäuden sowie die Handfunkgeräte.
Die neue Technik ist ja nicht nur ein deutsches Problem, sondern wir sind sowohl EU-Mitglied als auch Mitglied der NATO und in einigen Auslandsmissionen, also muss hier eine Abstimmung mit den anderen Mitgliedern erfolgen, damit zum einen eine klare Trennung der einzelnen Militärs gegeben ist, aber auch eine Zusammenarbeit möglich wird.
Dann müssen entsprechende Frequenzbereiche verfügbar sein, weil der Wechsel eines Funksystems ist nicht wie ein Routertausch zu Hause.

Da finde ich die Entscheidung, 600 Millionen für die Weiterführung eines bestehenden Systems günstiger, als die übereilte Einführung eines neuen Funksystems, welches ein Milliardenprojekt sein wird. Der digitale BOS-Funk sollte 2006, zur WM, eingeführt sein. Zum Teil sieht man heute noch die analogen Totschläger, weil die Umstellung nicht abgeschlossen ist.
Mitglied: Vision2015
Vision2015 26.09.2021 um 10:08:52 Uhr
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Moin...

klar, den Auftrag hätte auch Huawai ausführen können.... da wäre das Geschrei auch groß gewesen!

ich sehe das auch so, besser mit alter technik sicher arbeiten, als mit Digital Funk, wo die User lieber das Handy nutzen.. weil der mit einfach nicht richtig funktioniert!

Frank
Mitglied: orcape
orcape 26.09.2021 um 14:19:34 Uhr
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Hi,
meines Erachtens nach hält sich der Unsinn hier in Grenzen. Ich glaube die wissen genau was Sie tun.
Was nützt z.B. eine HighTech-Waffe mit neuester Elektronik, wenn Sie der Gegner mit entsprechenden Gegenmitteln in kürzester Zeit zum Elektronik-Schrott umfunktionieren kann.
Bestes Beispiel ist der im Jahre 2014 zur "Blindheit" verdammte, US-Zerstörer "Donald Cook", im Schwarzen Meer.

https://www.heise.de/tp/features/Eine-recht-originelle-Demonstration-336 ...

Egal, ob das nun den Tatsachen entsprach oder nicht, denn seitens der US-Regierung oder der NATO, wird man solch ein Desaster wohl kaum zugeben.
Jeder Administrator sollte sich aber der Gefahren bewusst sein, wenn er alles auf "Eine Karte" setzt und es keine "Alternative" gibt.

Gruß orcape.
.
Mitglied: StefanKittel
StefanKittel 26.09.2021 um 14:34:27 Uhr
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Was bringen einem tolle Funkgeräte wenn man mit den Nato-Verbänden nicht sprechen kann?
Und wenn die pösen mithören können?
Mitglied: GrueneSosseMitSpeck
GrueneSosseMitSpeck 26.09.2021 um 16:29:35 Uhr
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Bei der Bundeswehr gilt halt "never change a running system", obwohl man letztenendlich mit EMPs jegliche Elektronik außer Gefecht setzen kann. Und man sollte die Technik der 80er nicht grundlegendst als veraltet betrachten... genauso wie "One Fuel Only", und genau dafür hatte man mal für die Bundeswehr Dieselmotorräder entwickelt.

Verschlüsselte digitale Übertragungen gabs in den 80er Jahren übrigens schon längst, man denke mal an das "Computerdings" im Film Blues Brothers - der Film ist von 1980 und da hatten sie schon eine Funk-Computerkonsole in den Streifenwagen... und das war noch eine vergleichsweise primitive zivile Ausführung. Sowas wird die Militärtechnik sicherlich auch schon drauf gehabt haben.
Mitglied: wiesi200
wiesi200 26.09.2021 um 16:29:48 Uhr
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Ach reine Steuerverschwendung,
Jeder hat doch ein Handy. Bundeswehr 4.0 muss kommen. Kommunikation per WhatsApp GruppenChat
Mitglied: Scirca
Scirca 27.09.2021 um 10:45:08 Uhr
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Das ist doch deren Ding, die wissen was sie brauchen und haben auch ganz andere Informationen.
Wenn Sie sagen das sie das brauchen und vielleicht ein moderners System noch viel viel mehr Geld kosten würde und Probleme bei der Umsetzung bringen würde und der kaum bis gar keinen Mehrwert bringt.

Dann ist das deren Entscheidung und die wird wahrscheinlich bestimmt nicht unbegründet getroffen worden sein.
Mitglied: StefanKittel
StefanKittel 27.09.2021 um 11:34:38 Uhr
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Zitat von @Scirca:
.....die wissen was sie brauchen und haben auch ganz andere Informationen.
Dann ist das deren Entscheidung und die wird wahrscheinlich bestimmt nicht unbegründet getroffen worden sein.

Da wäre ich mir nicht so sicher, aber schauen wir mal was passiert...
Mitglied: Visucius
Visucius 27.09.2021 um 12:00:23 Uhr
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Zitat von @Scirca:

Das ist doch deren Ding, die wissen was sie brauchen und haben auch ganz andere Informationen.
Wenn Sie sagen das sie das brauchen und vielleicht ein moderners System noch viel viel mehr Geld kosten würde und Probleme bei der Umsetzung bringen würde und der kaum bis gar keinen Mehrwert bringt.

Dann ist das deren Entscheidung und die wird wahrscheinlich bestimmt nicht unbegründet getroffen worden sein.

Beeindruckend dieses Vertrauen in unseren Staat! Nach Flugzeugen, die nicht fliegen, Hubschraubern, die keine Zulassung bekommen, Piloten, die (deshalb) auf Privatmaschinen ausweichen müssen, nicht einsatzbereiten Schiffen. Hunderte Millionen für nen Bark und ebensoviel für privatwirtschaftliche Berater ...

Von der Beschaffung von Drohnen und dem Drama um das G36(?) will ich gar nicht reden 😂

... aber was ist schon ne halbe Milliarde. Mir kommt das so vor, wie bei der EUR-Einführung. Man ersetzte einfach irgendwann die Mio gegen die Mrd. und die Zahlen blieben die gleichen.
Mitglied: ArnoNymous
ArnoNymous 27.09.2021 um 12:49:40 Uhr
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Nun ja, es ist aber so, dass die Bundeswehr ja eigentlich neue, digitale Funkgeräte haben möchte, sich die Einführung nur immer wieder verschiebt. Es ist also nicht so, dass man hier auf "Never Touch a Running System" setzt, weil dieses so grandios funktioniert, sondern weil man das aktuelle System einfach nur noch weiter am Laufen halten muss, bis irgendwann mal das Neue kommt.
Mitglied: Visucius
Visucius 27.09.2021 aktualisiert um 13:04:12 Uhr
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Jo, das kann ich durchaus verstehen. Ich könnte auch verstehen, dass man "nochmal" alte HW nachauft.

... ich kann aber nicht verstehen, warum man 80er Jahre HW "neu entwickeln" lassen möchte. Ich gehe nicht davon aus, dass 20.000 EUR der Stückpreis sind. Da sind "Gemeinkosten" drauf, damit ein Unternehmen die Pläne von damals aus seinen Archiven kramt und das halt nachbaut, bzw. für ein paar Transistoren Ersatz findet, die es womöglich nicht mehr gibt. Und weil das nur "ein" Unternehmen kann - ist der Preis halt entsprechend.

Da würde ich aber schon eher erwarten "in die neue Richtung" zu entwickeln und in Zukunft zu investieren.

Aber auch da werden keine Köpfe rollen, weil das Problem bestimmt ganz überraschend vom Himmel gefallen ist. Das konnte ja keiner ahnen und man war gerade dabei monatelang die Herkunftsnachweise für jeden Stamm Teakholz der GorchFock einzeln abzufliegen.
Mitglied: TomEngel
TomEngel 27.09.2021 um 16:24:53 Uhr
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Das hat seinen Grund...War mal jemand beim Bund UND hat sich "Kluggemacht" in welchen (Gefechts) Situationen eine Funkverbindung stabil funktionieren muss ?
Wer hat darüber Kenntnisse WIE der Gegner versuchen wird die Kommunikation auszuspionieren bzw zu verhindern?

Ein Szenarion kennt ja wohl jeder: Wie kann man erfolgreich Flugzeuge unbrauchbar machen (im Flug)....bei bestimmten Russischen Flugzeugen soll das kaum oder schwer möglich sein wenn die KEINE "MickeyMouse Smartphone Elektronik" on Board haben sondern Röhren.....

So gesehen ist es kein "Skandal" was die BW beschafft..... Aber leider schreien diejenigen am lautesten die am wenigsten Ahnung haben

Denke das noch an den Besuch einer "grünen" PolitikerDelegation bei einem Autohersteller. Als der Prüfstand , auf dem eine Wasserstoff betriebener 12 Zylinder lief und anstatt 300 nur 200 Ps produzierte, bekamen die HI's sich kaum mehr ein. DAS ist ja Mega..das ist super....Wasserstoff als Benzin Ersatz.

Was diese HI nicht wussten: Auch bei "Wasserstoff durch Benzin ersetzen" werden die Luftbestandteile mitoxidiert...Das Abgas ist keineswegs "Sauber"

Aber irgendwo hat irgendwer irgendwr gelesen (vrtl EinMega Influenzer) das beim Wassestoff nur heisse Lust und ein wenige wasserdamp aus dem Auspuff kommt.....

Und solche HI's sollen beurteilen können was die BW an Hardware anschafft ? Vergiss es.....

Zu Golem:
Ein sehr treffendes Zitat auf Trustpilot: "Leider hat GOLEM:DE sein eigentliche Darseinsberechtigung längst über Bord gewofen. Am Anfang strotzte es vor Wissen und Info. Heut zu Tage strotzt es nur noch so vor FAN-Boy spinnereinträge sowie Werbung ohne Ende.- Ferner, möchte ich von einer sogenannten IT- Profi seite nicht mit Politik zugedröhnt werden . also behaltet euren SHIT.Schade Golem, please go back to your roots. and fire some so called " Writers" of yours....
Mitglied: tikayevent
tikayevent 27.09.2021 aktualisiert um 19:53:40 Uhr
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... ich kann aber nicht verstehen, warum man 80er Jahre HW "neu entwickeln" lassen möchte. Ich gehe nicht davon aus, dass 20.000 EUR der Stückpreis sind. Da sind "Gemeinkosten" drauf, damit ein Unternehmen die Pläne von damals aus seinen Archiven kramt und das halt nachbaut, bzw. für ein paar Transistoren Ersatz findet, die es womöglich nicht mehr gibt. Und weil das nur "ein" Unternehmen kann - ist der Preis halt entsprechend.

Mehr als ein paar Transistoren tauschen wird das schon. Ist ja nicht eben die Liste der Alternativtypen wälzen und rein sondern man muss ja auch schauen, ob die Ersatztypen für den Einsatzzweck passen. Die Gehäusetechnik hat sich verändert, also muss man das bestehende Gehäuse wieder herstellen. Die Platinentechnik hat sich geändert, heute sind die Strukturen viel feiner, also Maschinen anpassen oder Handarbeit. Die meisten Auftragsfertiger nutzen heute SMD-Bestückungsautomaten. Ich bezweifel, dass diese Technik damals zum Einsatz kam, also entweder müsste man es auf SMD-Technik neuentwickeln oder anderweitig in bedrahteter Technik bauen. Die Wiederaufnahme eines Geräteproduktion kann man zwei bis drei Jahre nach Auslauf ohne Probleme wieder aufnehmen, aber nach 40 Jahren ist es wie ein Neuanfang. Allein die Tatsache, dass man heute nicht mehr bleihaltig fertigen darf ...

Da würde ich aber schon eher erwarten "in die neue Richtung" zu entwickeln und in Zukunft zu investieren.
Das hat den ganz einfachen Grund: Die bestehenden Geräte haben eine Zulassung durch die entsprechenden Behörden und können diese Genehmigungen weiterverwenden. Bei jeglicher Änderung, die mehr als der 1:1-Austausch nicht mehr verfügbarer Teile sind, musst du die kompletten Genehmigungen als Neugerät oder Revision eines bestehenden Gerätes durchlaufen, was Zeit und Geld kostet. Ebenso kann man mit den bestehenden Genehmigungen sich auf die rechtliche Grundlage von 1982 beziehen und muss nicht die heutigen Gesetze anwenden.
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