2 x ESXi mit je 2 x Netzwerk - Replikation?

Mitglied: natraj

natraj (Level 1) - Jetzt verbinden

08.05.2020, aktualisiert 10:44 Uhr, 524 Aufrufe, 8 Kommentare

Hallo!

Ich habe 2 exakt gleiche ESXi, der eine ist produktiv und beinhaltet alle nötigen VMs, auf den anderen wird mit Veeam repliziert und alle VMs sind ausgeschaltet. Im Fehlerfall sollte der dann den Betrieb übernehmen.

Nun dauert die Replikation leider zu lange. Im Moment sind beide Maschinen über je ein Netzwerkkabel an einen 1G-Switch ans Hausnetz angeschlossen. Beide Maschinen hätten aber noch jeweils einen freien 10G Port.

Könnte man die via Crossover-Kabel verbinden und wie sähe die nötige virtuelle Netzwerkkonfiguration aus?

Vielen Dank im Voraus!
Mitglied: Vision2015
08.05.2020 um 07:47 Uhr
moin...

was für eine VMware Lizenz hast du den?


Frank
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Mitglied: maretz
08.05.2020 um 07:47 Uhr
Die erste Frage - welche Lizenz hast du? Der normale Fall wäre ja das du z.B. ein zentrales Storage nimmst (NFS ist z.B. auch supported). Damit kannst dir dann schon einiges bauen -> die VMs auf das Storage schieben und schon können beide ESXe den erreichen (Achtung: OHNE passende Lizenz nicht beide starten - das erfordert ne HA-Lizenz oder ne FT-Lizenz!). Solang du aber eben nur einen ESX laufen hast sollte alles ok sein. Beim Hardware-Fehler den zweiten hochfahren und nutzen.

Natürlich ersetzt das Storage KEIN Backup! Aber damit kannst du relativ einfach die Maschinen verschieben.

Wenn du es korrekt machen willst besorgst du dir die passende Lizenz - dann kannst du auch beide ESXe betreiben und die Maschinen auch fürs Load-Balancing usw. verteilen. Das wäre auch der deutlich bessere Weg.
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Mitglied: natraj
08.05.2020 um 09:37 Uhr
Die günstigste, vSphere Essentials, 700 Euro, 3xESXi und 1xvSphere Server. Die Standard hätte wohl die Möglichkeit zur Replikation gehabt, kostet aber 4000 mehr, was deutlich teurer war als die Community-Edition von Veeam...
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Mitglied: natraj
08.05.2020 um 09:43 Uhr
"Der normale Fall wäre ja das du z.B. ein zentrales Storage nimmst" - also die Festplatten gar nicht in den jeweiligen Maschinen sondern z.B. auf einem zusätzlichen NAS? Wird das nicht furchtbar langsam (da läuft ne Datenbank-Software drauf) oder versteh ich gerade was falsch?

Sorry, ich denke man merkt ich hab das erste Mal mit etwas zu tun, das über Desktop-Virtualisierung hinausgeht...
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Mitglied: maretz
08.05.2020 um 09:59 Uhr
Wie das läuft hängt von deiner Umgebung ab. Bei 10 GBit hast du bis zu 1 GByte/sek transfergeschwindigkeit (bzw. theo. auch etwas höher). Ich denke nicht das du ne Platte findest die das mal eben schafft geschweige denn das dein ESX diese Datenrate schaffen würde. Daher: Nein, erst mal wird das nicht zwingend langsamer und ist sogar für HA-Systeme vorgesehen (sei es über 10 GBit, FC,...).

Die Frage ist aber eben auch was du genau darauf machen willst und wie dein Aufbau ist. Denn bei ner DB können ja noch ganz andere Faktoren ne Rolle spielen. Es hilft dir z.B. nicht wenn du ne Lager-Verwaltung darauf laufen hast und dein Backup dann mehrere Std. alt ist. Je nach Anwendung würdest du dann ne komplette Lager-Inventur benötigen weil du gar nicht mehr weisst was in den letzten x h so bewegt wurde sollten die Daten verloren sein. Wenns natürlich "nur" deine persönliche Zeiterfassung ist wäre das dagegen vermutlich zu verschmerzen.

Soll heissen: Ob die 4K sich lohnen, ob sich das NAS da lohnt - das hängt viel auch von deiner Anwendung ab. Generell wäre aber eben der Weg über das NAS da der sinnvollere. Nur: Dann solltest du auch wissen was du tust - sonst hast du eben richtig Spass. Z.B. wenn du eben ohne HA-Lizenz versuchst beide Server gleichzeitig aufs Storage gehen zu lassen können die durchaus auch Schäden erzeugen die dir das VMFS wegnageln...
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Mitglied: natraj
08.05.2020 um 10:20 Uhr
Umgebung sieht so aus: auf dem ESXi ist ein 2019er Domain Controller, Exchange, MailCleaner, OpenVPN-Server. Der DC ist gleichzeitig auch Fileserver (auf großen HDDS) und Datenbankserver (auf schnellen SSDs).

Datenverlust ist nie schön, aber ein paar Stunden sind zu verkraften. Es kommt halt darauf an mit wie viel Geld man die erkauft. So wie ich es verstehe bekomme ich so etwas wie eine Echtzeitreplikation damit eh nicht hin, das war auch nicht das Ziel.

Da ich ohnehin noch eine Backup-Lösung brauche könnte ich die ja etwas häufiger nur über die DB laufen lassen, das sind nur 20GB.

Ursprung des ganzen war eigentlich nur einen ESXi zu betreiben, und die Hardware nochmnal vorzuhalten um im Fehlerfall halt jedes Ersatzteil sofort verfügbar zu haben. Da kam man auf die Idee, wenn die Hardware schon da ist gleich zwei ESXi zu betreiben...
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Mitglied: maretz
LÖSUNG 08.05.2020 um 10:34 Uhr
Und da fangen die Probleme dann an. Denn "zwei ESXi" zu betreiben ist eben nicht so das man 2 Rechner hinstellt und gut. Klar kann man das lösen wie du es machst - Backup und fertig. Das geht mit der Essentials (da du für den Zugriff auf den Datastore nich mit der free license arbeiten kannst) aber natürlich ist das langsam. Das geht alles über die ESX-API. Da kannst du hinpacken was du willst... Veeam usw. sind da schon etwas schneller aber es ist eben immer noch ne Menge Zeit.

Beim Shared Storage umgehst du da eben einiges - weil du keine VMs erst übertragen willst. Du hast dein backup wirklich als Backup und nicht als "hoffentlich-klappts"-Cluster. Da wäre es auch wieder eine Abwägung: Wieviel Risiko will ich tragen und welchen Preis zahle ich. Wenn das ganze über den normalen Switch läuft is natürlich beim Switchausfall auch das Stroage weg. Beim Cross-Kabel zwischen den Servern und Storage als zweiten Pfad musst du eben auch die Konfig machen (sofern das mit essentials geht) oder du sagst halt du nimmst nur das Cross-Kabel. Geht auch, erfordert nen NAS mit 2x 10GBit Interfaces und nen bisserl trickserei. Aber an sich nichts wildes.

Dir muss halt bewusst sein das du versuchst da was nachzubauen was eigentlich ne höhere Lizenz erfordert - und du erkaufst dir das mit etwas rumgebastel. Ob das am Ende wirklich Stabil läuft musst du selbst rausfinden, generell aber kein Problem. Nur wenn du ein Problem bekommst kannst du natürlich auch nicht bei VMWare nen Ticket aufmachen - die gucken sich das an und lachen kurz... Wenn du nur EINEN Aktiven Server hast ist nen NFS-Storage völlig legitim aber eben nich wenn du versuchst nen zweiten auch dran zu haben.

Bei der korrekten HA/FT-Lizenz hast du eben eine richtige Lösung - diese hat eben die "Echtzeit"-Version drin. Bei HA ist es zwar auch eher ein Active/Passive aber beide Server laufen eben und können das Storage gleichzeitig nutzen. Damit kannst du dann ne VM auch auf den zweiten Server schieben ohne den runterzufahren bzw. beim Reboot des Servers passiert das automatisch. Beide Maschine dürfen (und müssen sogar) das NAS gleichzeitig nutzen - so das du eben auch nicht das Risiko trägst das deine Replikation zu nem Zeitpunkt erfolgt ist an dem die DB grad beim Schreiben war o. was da auch immer noch so schief gehen kann... Dafür is es halt entsprechend teurer.
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Mitglied: natraj
08.05.2020 um 10:43 Uhr
Vielen Dank für die Infos! Du hast mir Einiges zum Nachdenken gegeben...
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