Gebrauchte Microsoft-Lizenzen von Vendosoft - Erfahrungen?

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich aktuell mit dem Thema "gebrauchte Microsoft-Lizenzen" und der Frage, welche Gefahren damit ggf. verbunden sind.
Ich habe hierzu schon mit einigen Anbietern gesprochen und vieles gelesen. Nach einigen Urteilen sind "gebrauchte Microsoft-Lizenzen" erlaubt, aber an gewisse Voraussetzungen geknüpft.
Wichtige Punkte sind z.B. dass es sich um Software aus dem europäischen Wirtschaftsraum handelt, eine Deinstallationserklärung und dass die Rechtekette vollständig bekannt sein muss.
Bei diesem Punkt aber stellt sich eine große Frage:
Muss diese Rechtekette dem zukünftigen Benutzer der Lizenz bekannt sein oder ist es ausreichend, dass der Händler der gebrauchten Software über diese Information verfügt und dies z.B. über einen Wirtschaftsprüfer bestätigt?
Einige Händler geben die Rechtekette und die Deinstallationserklärung mit Verweis auf den Datenschutz nicht an den Käufer weiter.
Unter anderem ist dies bei der Firma Vendosoft der Fall.
Die Firma macht davon abgesehen einen kompetenten Eindruck und kennt sich nach meiner Einschätzung auch sehr gut mir der Lizenzthematik bei Microsoft aus.

Ich wollte mich daher einmal bei der Community erkundigen, ob jemand schon Erfahrungen mit einem Microsoft-Audit in Verbindung mit Lizenzen von Vendosoft gemacht hat?
Oder hat jemand schon einmal mit Lizenzen eines anderen Händlers ein Audit "durchlebt"?

Ich habe auch schon versucht Erfahrungsberichte im Web zu finden, aber konnte hierzu leider bisher nichts aussagekräftiges entdecken.

Schon jetzt vielen Dank für Eure Antworten.

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Ausgedruckt am: 17.06.2021 um 04:06 Uhr

Mitglied: Dani
Dani aktualisiert vor 29 Tagen
Moin,
Ich wollte mich daher einmal bei der Community erkundigen, ob jemand schon Erfahrungen mit einem Microsoft-Audit in Verbindung mit Lizenzen von Vendosoft gemacht hat? Oder hat jemand schon einmal mit Lizenzen eines anderen Händlers ein Audit "durchlebt"?
Nein, keine Erfahrung vorhanden. Es besteht bei uns auch kein Bedarf hier (negative) Erfahrungen zu machen und evtl. Ressourcen (Personal und Geld) dafür für zuweisen zu müssen. Zumal bei einer Rechtsverletzung es vermutlich schnell die Frage im Unternehmen aufkommt, wer das genehmigt hat. Schließlich haftet man je nach dem auch gegenüber den Arbeitgert.

Die Firma macht davon abgesehen einen kompetenten Eindruck und kennt sich nach meiner Einschätzung auch sehr gut mir der Lizenzthematik bei Microsoft aus.
Das haben schon andere Unternehmen gemacht und gedacht. Davon sind viele, viele in letzter Zeit der Versenkung verschwunden. Da macht Microsoft entsprechend Druck.

Lesestoff:
https://www.borncity.com/blog/2021/02/17/gebrauchtsoftwareanbieter-lizen ...
https://www.borncity.com/blog/2020/11/07/exit-bei-gebrauchtsoftware-verk ...
https://www.borncity.com/blog/2021/05/06/gebrauchtlizenzen-neue-flle-neu ...


Gruß,
Dani
Mitglied: Tezzla
Tezzla vor 29 Tagen
Haben da schon oft gekauft und nie Probleme gehabt.
Die Lizenzen sind seit Jahren gültig und funktionieren allesamt tadellos. Kann ich empfehlen, ist auch rechtlich legitim diese gebraucht zu erwerben.
Mitglied: radiogugu
radiogugu aktualisiert vor 29 Tagen
Zitat von @Tezzla:
Haben da schon oft gekauft und nie Probleme gehabt.
Die Lizenzen sind seit Jahren gültig und funktionieren allesamt tadellos. Kann ich empfehlen, ist auch rechtlich legitim diese gebraucht zu erwerben.

Hallo.

Ganz schlechter Rat, wenn nicht erwähnt wird, dass keine COA zu den Lizenzen mit übergeben wurden.

Denn ein gültiger Key ist keine gültige Lizenz.

Das Thema haben wir hier schon wirklich oft und breit aufgearbeitet.

Solange du kein Lizenzzertifikat in irgendeiner Form zum Lizenzschlüssel passend vorliegen hast, dann wird dir Microsoft beim Audit den Stinkefinger zeigen.

Frag mal die Leute, die gespart haben und bei Lizengo und Lizenzfuchs ihre "Lizenzen" erworben haben. Deren Vertrieb hat bestimmt immer gesagt, dass im Falle eines Audits sich gerne an sie gewandt werden darf und das alles geregelt wird.

Jetzt kann da niemand mehr etwas regeln.

Kauf Lizenzen mit Zertifikat und fertig ist die Laube.

@KAdm91: Es hat keinen Zweck sich unnötig rechtfertigen zu müssen und dem Unternehmen auf Lange Sicht mehr Geld zu kosten.

Gruß
Marc
Mitglied: Tezzla
Tezzla aktualisiert vor 29 Tagen
Ich kenne den Unterschied zwischen „man bekommt einen Aufkleber, wo ein Key aufgedruckt ist“ und „man bekommt eine Lizenz“.

Bei Vendosoft, MRM und Co bekommt man eine Lizenz mit entsprechenden Dokumenten.
Mitglied: radiogugu
radiogugu vor 28 Tagen
Zitat von @Tezzla:
Ich kenne den Unterschied zwischen „man bekommt einen Aufkleber, wo ein Key aufgedruckt ist“ und „man bekommt eine Lizenz“.

Bei Vendosoft, MRM und Co bekommt man eine Lizenz mit entsprechenden Dokumenten.

Hi.

Ich wollte keinesfalls feindlich rüberkommen.

Mir geht es nur prinzipiell darum, dass die angesprochenen Dokumente auch von Microsoft akzeptiert werden.

Daher auch meine flapsige Forderung ein Audit durchführen zu lassen.

Ich habe keine Ahnung, ob man einzelne Lizenzen bei Microsoft auf Authentizität prüfen lassen kann. Sollte diese dann nicht validiert werden können, wäre man wahrscheinlich eh auf dem Radar und würde auditiert werden.

So meine Vermutung.

Gruß
Marc
Mitglied: maretz
maretz vor 28 Tagen
Zitat von @radiogugu:

Zitat von @Tezzla:
Ich kenne den Unterschied zwischen „man bekommt einen Aufkleber, wo ein Key aufgedruckt ist“ und „man bekommt eine Lizenz“.

Bei Vendosoft, MRM und Co bekommt man eine Lizenz mit entsprechenden Dokumenten.

Hi.

Ich wollte keinesfalls feindlich rüberkommen.

Mir geht es nur prinzipiell darum, dass die angesprochenen Dokumente auch von Microsoft akzeptiert werden.

Daher auch meine flapsige Forderung ein Audit durchführen zu lassen.

Ich habe keine Ahnung, ob man einzelne Lizenzen bei Microsoft auf Authentizität prüfen lassen kann. Sollte diese dann nicht validiert werden können, wäre man wahrscheinlich eh auf dem Radar und würde auditiert werden.

Ich glaube kaum das MS da wirklich viel auswertet -> denn es würde wohl keiner seine korrekte Post-Anschrift bei einer solchen Funktion angeben. Und nur über die IP dann zu prüfen wer hinter dem Anschluss steckt (ggf. inkl. dem nötigen Beschluss) macht wenig Sinn da es sich ja auch einfach um nen Vertipper o.ä. handeln kann... Da würde ich einfach mal vermuten das der Aufwand den Nutzen zu sehr überschreitet so das man da nich direkt nen Audit bekommt...
Mitglied: DerWoWusste
DerWoWusste aktualisiert vor 28 Tagen
Ich fand Vendosofts Vorgehen vorbildlich. Gut dokumentiert. Lass dir doch erläutern, was sie unter Rechtssicherheit verstehen und prüfe das per Anwalt gegen.

Nein, zu einem Audit kam es noch nicht, seit wir dort Kunden sind
Mitglied: maretz
maretz vor 28 Tagen
Ich würde das ganze eher aus anderer Sicht kritisch sehen - was passiert wenn MS da Keys deaktiviert (z.B. weil das irgendwelche Volumenlizenzen sind). Bin ich im Besitz einer gültigen LIZENZ (nicht Serial-Number) dann schreibe ich ggf. den Hersteller an und der wird mich wieder freischalten. Habe ich da irgendeine Reseller-Lizenz steh ich ggf. blöd da. Wenn man jetzt mal kurz die Rechnung aufmacht -> ne komplette Neuinstallation eines Rechners dauert ca. nen halben Tag, dann noch etwas Support weil der Mitarbeiter halt gerne das Icon hier hätte oder da noch die Maus auf Linkshänder gestellt werden soll, is also schnell nen Tag weg. Da kostet dann die Arbeitszeit mehr als die Original-Lizenz...

Warum sollte ich mich da lange mit rumschlagen ob der Anbieter das legal anbieten kann oder nich - all die Zeit, Mühe und Energie stecke ich dann lieber in meine *reguläre* Arbeit und verdiene in der Zeit ggf. mehr als ich durch die günstigere Lizenz einsparen könnte ;)
Mitglied: ichi1232
ichi1232 vor 28 Tagen
Ist natürlich verständlich, dass das Vertrauen in solche Anbieter nach den letzten Ereignissen zu wünschen übrig lässt.
Aber nach ein wenig Recherche würde ich Vendortsoft schon als seriösen Anbieter sehen.

Vendorsoft wirbt ja unter anderem mit ihrem "Microsoft Gold Partner" - Status.
Man könnte jetzt sagen "So ein Bildchen kann sich jeder auf seinen Webserver schieben".

Man kann jedoch auch direkt bei Microsoft "vorbeischauen" und sehen, dass das tatsächlich der Fall ist:

Microsoft Lösungsanbieter

Wie bereits empfohlen, würde ich allerdings auch mal kurz das Gespräch mit denen suchen und die Rahmenbedingungen abklopfen.
Mitglied: radiogugu
radiogugu aktualisiert vor 28 Tagen
Zitat von @maretz:
Ich würde das ganze eher aus anderer Sicht kritisch sehen - was passiert wenn MS da Keys deaktiviert (z.B. weil das irgendwelche Volumenlizenzen sind). Bin ich im Besitz einer gültigen LIZENZ (nicht Serial-Number) dann schreibe ich ggf. den Hersteller an und der wird mich wieder freischalten. Habe ich da irgendeine Reseller-Lizenz steh ich ggf. blöd da. Wenn man jetzt mal kurz die Rechnung aufmacht -> ne komplette Neuinstallation eines Rechners dauert ca. nen halben Tag, dann noch etwas Support weil der Mitarbeiter halt gerne das Icon hier hätte oder da noch die Maus auf Linkshänder gestellt werden soll, is also schnell nen Tag weg. Da kostet dann die Arbeitszeit mehr als die Original-Lizenz...

Kann dem nur zustimmen.

Ich finde auch spannend, dass eine "Bestätigung durch Wirtschaftsprüfer (ab Warenwert > 3.500 € netto kostenfrei)" angeboten wird.

Welche Relevanz hat das gegenüber dem Lizenz-Herausgeber Microsoft? Unser Wirtschaftsprüfer kann sich auch unsere Lizenzen anschauen und diese bestätigen, aber bei einem Audit ist der nicht eingeladen.

Ich habe bisher nur von meinem alten Arbeitgeber ein Lizenzaudit mitbekommen und dort wurde zu jedem Lizenz-Schlüssel auch das Lizenz-Zertifikat gefordert.

Generell fände ich super, wenn man die Möglichkeit hätte zu sparen, aber sollte halt wasserdicht sein. Zu gerne würde ich einen Vendosoft Kunden darum bitten mal bei Microsoft anzuklopfen und um ein Audit zu bitten :) face-smile

Dann wären alle beruhigter und es käme nicht immer wieder zu diesen Diskussionen.

Gruß
Marc
Mitglied: maretz
maretz vor 28 Tagen
Zitat von @ichi1232:

Ist natürlich verständlich, dass das Vertrauen in solche Anbieter nach den letzten Ereignissen zu wünschen übrig lässt.
Aber nach ein wenig Recherche würde ich Vendortsoft schon als seriösen Anbieter sehen.

Vendorsoft wirbt ja unter anderem mit ihrem "Microsoft Gold Partner" - Status.
Man könnte jetzt sagen "So ein Bildchen kann sich jeder auf seinen Webserver schieben".

Man kann jedoch auch direkt bei Microsoft "vorbeischauen" und sehen, dass das tatsächlich der Fall ist:

Microsoft Lösungsanbieter

Wie bereits empfohlen, würde ich allerdings auch mal kurz das Gespräch mit denen suchen und die Rahmenbedingungen abklopfen.

Es muss auch nicht heissen das der ANBIETER nicht seriös ist - das sollte mein Posting auch nicht aussagen. Die Aussage war das am Ende ich ggf. auf den Problemen sitzen bleibe wenn bei MS da mal wieder ne Regel geändert wird und die (versehentlich/absichtlich) die Reseller-Keys deaktivieren. Dann sitze ich da mit kiloweise Zetteln vom Wirtschaftsprüfer die mir sagen das alles Legal war und versuche dann eine Klage in den USA? Selbst wenn ich die gewinnen würde - ich muss ja in der Zwischenzeit auch den Laden am Laufen halten. Und seien wir mal ehrlich -> es interessiert die Konzerne idR. nen Sch... ob die es dürfen oder nicht, dann gibts halt nen paar Mio Strafe. So what? Geht vom Gewinn ab, weniger Steuern, super... Dabei is es egal ob es Facebook, MS, Apple,... ist.

Am Ende muss das natürlich jeder selbst entscheiden - ob es das Risiko wert ist da nen paar Euro zu sparen. Das hat nichts damit zu tun ob der Anbieter seriös ist, das hat eher was damit zu tun das ich dem "Lizenzeigner" nich weiter traue als ich nen Elefant werfen kann...
Mitglied: ukulele-7
ukulele-7 aktualisiert vor 28 Tagen
Ich hatte hier vor kurzem auch eine Konversation zu dem Thema:
https://administrator.de/content/detail.php?id=666583

Zitat von @KAdm91:

Wichtige Punkte sind z.B. dass es sich um Software aus dem europäischen Wirtschaftsraum handelt, eine Deinstallationserklärung und dass die Rechtekette vollständig bekannt sein muss.
Das habe ich mir auch so zusammen gelesen, Erschöpfungsgrundsatz etc., Vendosoft hatte ich mir bisher noch nicht angeschaut aber Andere. Ich fand es nervig das die Händler da meist nicht explizit drauf eingehen und z.B. mit einer Erklärung werben die ihrerseits die Echtheit erklärt. Natürlich ist so eine Erklärung des Händlers (oder seines Wirtschaftsprüfers) nicht zwangsläufig ein Garant für eine Anerkennung durch Microsoft, die kann dir keiner außer Microsoft selbst geben (und selbst die wäre nicht automatisch bindend, MS kann seine Meinung ja ändern). Es ist also leider automatisch eine Vertrauensfrage.

In jedem Fall solltest du dich nicht darauf verlassen das der Händler im Streitfall mit Microsoft noch existiert und dir hilft den Nachweis zu führen. Du musst dann mit dem auskommen was du bei Erwerb erhalten hast.

Wenn Microsoft dann bei einem Audit der Meinung ist das die Erklärung des Händlers nicht ausreichend ist bleibt dir vermutlich nur der Weg vor Gericht. In der Vergangenheit hat MS aber z.B. gegen Händler mit Gebrauchtsoftware viele Gerichtsverfahren angekündigt aber kaum welche (keine?) geführt. Die Verunsicherung ist hier seitens MS Methode. Die haben kein Interesse an einen vertrauenswürdigen Handel mit gebrauchten Lizenzen, sonst würden sie auch nicht so ein dämliches Verfahren wie das vom PID anbieten.

Ich bin auch nach wie vor an einer Quelle für günstige Windows 10 Lizenzen interessiert und werde mir da Vendosoft mal ansehen. Ich sehe das als Entscheidung aus Überzeugung und würde mich auch mit MS vor Gericht streiten wollen, allerdings ist es nicht mein wirtschaftliches Risiko daher verstehe ich die Entscheidung der meisten lieber mehr zu bezahlen.
Mitglied: DerWoWusste
DerWoWusste vor 28 Tagen
Ich liefere Dir mal zwei Fotos zum Thema "Vernichtungserklärung" und "Lieferkette".
img_20210519_101233_resized_20210519_101407054 - Klicke auf das Bild, um es zu vergrößern
img_20210519_101304_resized_20210519_101407469 - Klicke auf das Bild, um es zu vergrößern
Mitglied: radiogugu
radiogugu aktualisiert vor 27 Tagen
Zitat von @DerWoWusste:
Ich liefere Dir mal zwei Fotos zum Thema "Vernichtungserklärung" und "Lieferkette".

Das liest sich wirklich toll nur, wie @maretz und ich schon geschrieben haben, wie steht es mit der Akzeptanz seitens des Herstellers in dieser Richtung?

Da du ja auch noch kein Audit hinter dir mit diesen Lizenzen hattest, bleibt einfach die vollständige Legitimation des Ganzen offen.

Was Lizengo damals gemacht hatte war einfach nur dämlich. Aber gerade Lizenzfuchs, Lizenzguru und wie sie alle heißen, lieferten dir genau solche Schriftzüge.

Wenn nun jemand dort kauft, um ein paar Tausender zu sparen, gibt es die damals zugesicherte Unterstützung durch Lizenzfuchs nicht mehr.

Es bleibt einfach ein großes Fragezeichen über dem Ganzen.

Gruß
Marc
Mitglied: DerWoWusste
DerWoWusste aktualisiert vor 28 Tagen
Es bleibt einfach ein großes Fragezeichen über dem Ganzen.
Wenn Du meinst. Ein von MS als Gold-Partner ausgewiesenes Unternehmen soll also gegen Microsofts Ansinnen handeln. Klingt abwegig.
Wie ich schon schrieb: wer unsicher ist, muss eben seinen Rechtsanwalt fragen.
Mitglied: maretz
maretz vor 28 Tagen
Dann schau dir das oben ggf. nochmal an... Es ist ja nicht so selten das Unternehmen die Meinung ändern und Sachen dann einfach mal deaktivieren (vgl. z.B. GeForce-Karte bei denen irgenwas fürs Crypto-Mining mal abgeschaltet wurde - hatte ich nur als Beispiel weils vor kurzem grad mal irgendwo durch die News ging).

Dazu kommt das in der EU dein Vertragspartner idR. MS Irland ist. Da war aber so ne Randbemerkung in den letzten Wochen/Monaten in den Zeitungen - irgendwas mit "Brexit" und das u.a. Irland jetzt auch kein EU-Land mehr ist. Jetzt kommst du mit deinen Rechtsanwalt der dir sagt das die Lizenz nach EU-Recht korrekt ist und gehst an nen Unternehmen was aktuell EU nicht mehr sonderlich kümmern muss. Und das in einem Bereich bei dem MS ja eh kein Geld von dir bekommen hat (da die Lizenz ja von jemand anders gekauft wurde) du aber trotzdem noch Serviceleistungen (Win-Updates) in Anspruch nimmst...

Es gibt da also eine ganze Reihe von Möglichkeiten wie MS solche Dinge fröhlich verhindern könnte. EINES wäre die Lizenz komplett zu deaktivieren. Eine weitere wäre z.B. die Updates für bekannte Reseller-Keys zu sperren (und hier würde selbst der Rechtsanwalt nicht helfen - da du ja keinen Servicevertrag mit MS abgeschlossen hast)... Und auch da wäre es nich das erste mal das spontan einige Dinge nich mehr gehen...

Aber ganz einfach: Wer meint er will das - feel free, insbesondere in DE ist es ja auch nicht illegal. Man muss halt mit dem Risiko leben. Dasselbe gilt aber bei ALLEN gebrauchten Gütern - wenn ich mir heute nen gebrauchtes Auto kaufe würde ich von nem Rückruf auch nicht zwingend vom Hersteller informiert werden und bei Fragen "auf Kulanz" stehen die Chancen auch eher schlecht... Das heisst ja auch nicht das man es nicht tun sollte, man muss halt nur wissen worauf man sich einlässt. Mit dem Unterschied das beim Auto der Hersteller (NOCH) nicht das Fahrzeug deaktivieren kann...
Mitglied: ukulele-7
ukulele-7 aktualisiert vor 28 Tagen
Okay hier wirds jetzt aber wild und ungenau.
Zitat von @maretz:
Dazu kommt das in der EU dein Vertragspartner idR. MS Irland ist.
Von welchem Vertrag sprichst du genau, wenn die Software nicht bei MS kaufst kommt auch kein Kaufvertrag mit MS zustande.

Zitat von @maretz:
Da war aber so ne Randbemerkung in den letzten Wochen/Monaten in den Zeitungen - irgendwas mit "Brexit" und das u.a. Irland jetzt auch kein EU-Land mehr ist.
Bitte seit wann ist Irland nicht mehr in der EU?
Zitat von @maretz:
Jetzt kommst du mit deinen Rechtsanwalt der dir sagt das die Lizenz nach EU-Recht korrekt ist und gehst an nen Unternehmen was aktuell EU nicht mehr sonderlich kümmern muss. Und das in einem Bereich bei dem MS ja eh kein Geld von dir bekommen hat (da die Lizenz ja von jemand anders gekauft wurde)...
Verstehe ich nicht richtig. Es gilt schon nationales Recht (bzw. EU Recht im weitesten Sinne). Dem kann sich keiner entziehen auch nicht wenn er später aus der EU austritt.

Zitat von @maretz:
... du aber trotzdem noch Serviceleistungen (Win-Updates) in Anspruch nimmst...

Es gibt da also eine ganze Reihe von Möglichkeiten wie MS solche Dinge fröhlich verhindern könnte. EINES wäre die Lizenz komplett zu deaktivieren. Eine weitere wäre z.B. die Updates für bekannte Reseller-Keys zu sperren (und hier würde selbst der Rechtsanwalt nicht helfen - da du ja keinen Servicevertrag mit MS abgeschlossen hast)... Und auch da wäre es nich das erste mal das spontan einige Dinge nich mehr gehen...
Das gehört jetzt eher in den Bereich Allmacht-/Verschwörungstheorien. Du erwirbst keine "Reseller Keys" und Microsoft kennt deine Keys nicht. Microsoft kann dir selbst nicht sagen wer den Key ursprünglich gekauft hat.

Windows Updates sind nicht abhängig vom Key oder von der Aktivierung der Maschine, auch das halte ich für extrem unwahrscheinlich in der Zukunft. Allein die technische Infrastruktur für eine solche Einschränkung gibt es gar nicht.
Mitglied: DerWoWusste
DerWoWusste vor 28 Tagen
Macht man so weiter. Ich hab heute keine Zeit mehr dazu.
Mitglied: Ausserwoeger
Ausserwoeger aktualisiert vor 28 Tagen
Hi

Ich nutze keine Gebrauchtlizenzen und werde das auch nie tun da einer meiner Kunden bereits nicht so tolle Erfahrungen mit diesen gemacht hat.
Wenn man von MS eine Strafe bekommt dann sind das nicht ein paar 100€ sondern eher ein paar 1000€ und man muss komplett alles nachlizenzieren. Jeder der das machen möchte kann das gerne tun ich würde davon abraten.

Zitat von @ukulele-7:
Das gehört jetzt eher in den Bereich Allmacht-/Verschwörungstheorien. Du erwirbst keine "Reseller Keys" und Microsoft kennt deine Keys nicht. Microsoft kann dir selbst nicht sagen wer den Key ursprünglich gekauft hat.

Windows Updates sind nicht abhängig vom Key oder von der Aktivierung der Maschine, auch das halte ich für extrem unwahrscheinlich in der Zukunft. Allein die technische Infrastruktur für eine solche Einschränkung gibt es gar nicht.

Microsoft kennt bei den im Gebrauchtshop üblichen VLC Lizenzen sehrwohl den Lizenznehmer da diese irgendwann mal von jemandem bei MS als Volumenlizenz gekauft wurden.

Windows Updates sind von der Version von Windows abhängig den hat man eine LTSC Version bekommt man keine Funktionsupdates aber 10 Jahre lang Sicherheitsupdates und Bugfixes. Da die zu installierende Version über den Key festgelegt wird hat er in gewissem sinn schon damit zu tun. Allerdings eine Einschrenkung von Updates auf einen einzelnen Key denke ich nicht das es geben könnte.

Wenn Microsoft meint das die Lizenz nicht rechtmässig erworben wurde warum auch immer dann denke ich eher das diese Keys nicht mehr neu aktiviert werden können und somit auch nicht neuinstalliert werden können.
Wer schonmal eine VLC Lizenz gekauft hat weiss das die Anzahl der möglichen Aktivierungen für einen Key von MS vestgelegt werden kann. Man bekommt ja auch keinen neuen Key wenn man seine VLC Lizenz erweitert sondern es werden nur die möglichen Aktivierungen des alten keys erhöht.

Ich habe bei den gebrauchtshops schon so viel gesehen einer meiner Kunden hat sich ein Office 2019 geboxt gekauft natürlich sehr viel günster als normal. Sah auch ganz normal aus. bei der Installation war eine Aktivieren über Internet nicht möglich. Und die Lizenez lies sich nicht auf das Microsoft konto lizenzieren. Also bei MS angerufen und nachgefragt was den da los ist. Mir wurde dann erkärt das ich eine Entwicklerlizenz hätte und diese nicht auf ein Microsoft Konto registiert werden. Blöd nur das der Kunde kein Entwickler ist. Im ernstfall ist er also unlizenziert.
Eine Aktivierung macht Microsoft aber trotzdem mit mir den dem Mitarbeiter war es egal zumindest kam es mir so vor.

Ein anderer Kunde hat einen Volumenlizenzkey bekommen der von einer Universität stammt und somit eine Schullizenz ist. Auch dieser Kunde hat nichts mit einer Schule zu tun und ist somit im Ernstfall unlizenziert.

https://www.heise.de/resale/artikel/Unlizenzierte-Software-und-die-Folge ...

Es gab aber auch einen Fall die Betonung liegt auf EINEN der Lizenzen gebraucht aus einer Insolvenz gekauft hat. Diese wurden dann von Microsoft auf anfrage zu dem bestehenden Volumen Lizenzvertrag des Kunden hinzugefügt. Und der Kunde hat somit ein schnäppchen gemacht und ist richtig lizenziert.

LG
Mitglied: KAdm91
KAdm91 aktualisiert vor 27 Tagen
Guten Abend,

bitte entschuldigt, dass ich mich jetzt erst wieder melde.
Vielen Dank erst einmal allen für die Rückmeldungen.

Es scheint zu diesem Thema ganz unterschiedliche Meinungen zu geben.
Schade, dass noch niemand ein Audit mit Lizenzen von Vendosoft hinter sich hat und berichten kann, was tatsächlich passiert.

Ich verstehe das Argument "lieber etwas mehr ausgeben und auf der sicheren Seite sein" sehr gut. Es gibt leider - wie hier schon erwähnt - viele Anbieter, die definitiv keine gültigen Lizenzen verkaufen. Die fehlenden Erfahrungen mit einem Audit machen es umso schwerer, diese von den "guten" zu unterscheiden. Der Anbieter behauptet natürlich immer, alles korrekt zu machen und stellt verschiedenste Zertifikate und Bestätigungen aus.
Vielen Dank an DerWoWusste für das Teilen der Dokumente.
Vendosoft bleibt hier aber - wie von mir Beschrieben - ebenfalls die Rechtekette (also alle Vorbesitzer bis zum Erst-Lizenznehmer) schuldig.
In einem Schreiben von Microsoft vom 25.01.2018 (z.B. hier https://dell-universum.de/fileadmin/system/dell-universum.de/Resources/P ... ) heißt es unter Punkt 4 explizit "Alle Kopien der Vorerwerber müssen zum Zeitpunkt des Weiterverkaufs unbrauchbar gemacht
worden sein. Um das zu klären, muss man alle Vorerwerber kennen!"
Selbst wenn wir davon ausgehen, dass Vendosoft alle Vorerwerber kennt, bleibt die Frage, ob sie im Falle eines Audits diese Daten bereitstellen.
Sollte sich Vendosoft weigern, ist man in den Augen von Microsoft entweder falsch lizenziert oder man weigert sich am Audit teilzunehmen und wird ggf. vor Gericht gezogen, was wohl die wenigsten Unternehmen möchten.
Gespräche mit Vendosoft hatte ich bereits, jedoch konnte ich hierbei auch keine eindeutige Aussage erhalten. IMHO versteckt sich Vendosoft hinter dem Datenschutz und würde es im Audit-Fall auf die Gerichtsverhandlung ankommen lassen. Nur leider ist es nicht Vendosoft, die nachweisen muss, dass die Lizenzen valide sind, sondern der Kunde. Somit hat nicht Vendosoft den "schwarzen Peter", sondern der Käufer.
Der Vorschlag die Sache von einem Rechtsanwalt prüfen zu lassen wäre bestimmt noch eine interessante Option. Da es sich bei einem Lizenz-Audit aber um keine Verhandlung handelt und Microsoft die Rahmenbedingen festlegt, kann es vermutlich trotzdem zu Problemen beim Audit kommen.
Ich befürchte, dass eine Beurteilung ohne tatsächliche Erfahrungsberichte weiterhin schwierig bleibt.

Danke nochmals für Eure Einschätzungen. Ich würde mich sehr freuen, hier noch weitere Meinungen und Erfahrungen zu lesen.
Vielleicht verirrt sich doch noch jemand hierher, der Erfahrungen bei einem Audit gemacht hat.

Da dies hier im Thread auch Thema war/ist:
Im o.g. Dokument wird unter Punkt 5 auch kurz auf den Unterschied Nutzungsberechtigung (Lizenz) <-> Produktkey eingegangen.

Gruß,
KAdm91
Mitglied: radiogugu
radiogugu vor 26 Tagen
Zitat von @KAdm91:
Danke nochmals für Eure Einschätzungen. Ich würde mich sehr freuen, hier noch weitere Meinungen und Erfahrungen zu lesen.
Vielleicht verirrt sich doch noch jemand hierher, der Erfahrungen bei einem Audit gemacht hat.

Das wird leider so schnell nicht passieren, denn niemand provoziert ein Audit, wenn es nicht wirklich, wirklich sein muss.

Leider steht man bei allen Wiederverkäufern immer mit einem Bein in der Ungewissheit, egal ob es ein Logo des Unternehmens auf der Lizenzgeber Website gibt oder nicht.

Denn wenn du, @KAdm91, bei Vendosoft keine konkreteren Antworten auf Fragen erhältst, dann frage ich mich warum, wenn doch Gold Status vorhanden ist und eigentlich alles tutti sein sollte.

Gruß
Marc
Mitglied: ukulele-7
ukulele-7 vor 26 Tagen
Ich stimmt dir in fast allen Punkten zu und würde gerne nochmal einige Details deutlich herausstellen:

Der Händler muss sich natürlich an den Datenschutz halten, er versteckt sich nicht dahinter, er hat kaum eine Wahl. Er könnte höchstens dem Vorbesitzer der Lizenzen auferlegen das er seine Daten mit weitergeben darf an den Käufer. Das der Vorbesitzer wenig Interesse dran haben dürften könnte ich gut verstehen. Eventuell wäre so eine Vertragsklausel auch unlauter bla bla oder der Verkäufer könnte auch nachträglich die Löschung von Daten verlangen - also eher schwer umzusetzen.

Das weiß auch alles Microsoft, und das nutzen sie zu ihrem Vorteil, sie würden diesen Zweitmarkt am liebsten untersagen. Wenn die jetzt schreiben das man die "Vorerwerber alle kennen muss" dann würde ich erstmal sagen ist das eine Meinung aber nicht zwangsläufig Fakt den MS macht nicht die Regeln und scheut sich nicht davor falsche Behauptungen auf zu stellen um den Markt in der gedanklichen Grauzone aller Anwender zu halten. Die haben ein Interesse daran, es kommt ihnen zu Gute so wie es ist.

Ein Lizenzaudit das abgeschlossen ist und Vendosoft-Lizenzen anerkannt hat ist leider in keiner Weise bindend. MS kann hier einfach den Spieß umdrehen und z.B. sagen: Einzelfallentscheidung. Oder Vendosoft war letztes Jahr okay aber dieses Jahr haben die Pleite gemacht wir können die nicht mehr ansprechen das ist bestimmt nicht seriös gewesen wir können das leider nicht mehr akzeptieren. Selbst ein Gerichtsverfahren in einem ähnlich gelagerten Fall wäre nur für die Beteiligten bindend, du musst dich also auf das Wohlwollen von MS und des Prüfers als Person verlassen oder bereit sein das juristisch anzufechten.

Ich sehe genau zwei Möglichkeiten diese Unsicherheiten aufzulösen:
a) Du nutzt diesen absurd komplizierten Dienst PID von MS direkt nach dem Kauf und lässt dir von dem die Echtheit verifizieren. Ob das klappt weiß ich nicht aber wenn es klappt würde ich das als gesichert betrachten.
https://www.microsoft.com/de-de/rechtliche-hinweise/pidservice
b) Du schließt keinen Vertrag mit Microsoft der MS ein Lizenz-Audit erlaubt. Leider wirst du dann einige MS Produkte nicht erwerben können (oder zumindest nicht neuwertig ;-) face-wink ) aber theoretisch müsste das möglich sein. Ich habe mich vor Jahren damit auseinander gesetzt als ich neue Open Licence-Verträge schließen musste und bin der Meinung das ohne diese Verträge Microsoft hier nicht rein darf.
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