IT-Fernlehrgänge bei ILS, SGD und Co
Moin,
ich arbeite in einem in den letzten Jahren sehr stark gewachsenen Unternehmen. Die IT-Infrastruktur ist natürlich ebenso wie die Firma organisch mitgewachsen, leider wurde nie groß auf Themen wie Sicherheit oder Verwaltbarkeit geachtet. Kürzlich bin ich (gewollt) in die Position des Administrators "gerutscht", durch meine Ausbildung zum Kommunikationselektroniker, privatem Interesse und ein paar Büchern zum Thema habe ich aber ein solides Grundwissen und der Laden läuft soweit.
In den nächsten Monaten werde ich mithilfe eines Experten das Thema IT-Sicherheit angehen. Auch ist die Anschaffung eines Windows Server geplant. Da ich bisher leider keine Kontaktpunkte mit Windows Server hatte, möchte ich mich neben dem Beruf intensiv auf diesem Gebiet weiterbilden. Bei der Suche nach Fortbildungen stößt man immer wieder auf Namen wie ILS oder SGD mit Lehrgängen wie "Geprüfte/r Netzwerkmanager/in (ILS)" oder "Geprüfte/r Netzwerkadministrator/in für MS Windows Server (SGD)".
Meine Fragen zu dem Thema sind: Taugen diese Fernlehrgänge inhaltlich etwas oder wird da nur leicht an der Oberfläche gekratzt? Es geht mir zwar hauptsächlich um das vermittelte Fachwissen, aber trotzdem wäre es interessant, ob Zertifikate von solchen Anbietern in der Branche anerkannt sind oder ob direkt abgewunken wird. Könnt ihr sonst andere Anbieter für Lehrgänge oder auch Bücher empfehlen, um sich ein solides Wissen im Bereich Windows Server anzueignen?
Vielen Dank und viele Grüße
Jan
ich arbeite in einem in den letzten Jahren sehr stark gewachsenen Unternehmen. Die IT-Infrastruktur ist natürlich ebenso wie die Firma organisch mitgewachsen, leider wurde nie groß auf Themen wie Sicherheit oder Verwaltbarkeit geachtet. Kürzlich bin ich (gewollt) in die Position des Administrators "gerutscht", durch meine Ausbildung zum Kommunikationselektroniker, privatem Interesse und ein paar Büchern zum Thema habe ich aber ein solides Grundwissen und der Laden läuft soweit.
In den nächsten Monaten werde ich mithilfe eines Experten das Thema IT-Sicherheit angehen. Auch ist die Anschaffung eines Windows Server geplant. Da ich bisher leider keine Kontaktpunkte mit Windows Server hatte, möchte ich mich neben dem Beruf intensiv auf diesem Gebiet weiterbilden. Bei der Suche nach Fortbildungen stößt man immer wieder auf Namen wie ILS oder SGD mit Lehrgängen wie "Geprüfte/r Netzwerkmanager/in (ILS)" oder "Geprüfte/r Netzwerkadministrator/in für MS Windows Server (SGD)".
Meine Fragen zu dem Thema sind: Taugen diese Fernlehrgänge inhaltlich etwas oder wird da nur leicht an der Oberfläche gekratzt? Es geht mir zwar hauptsächlich um das vermittelte Fachwissen, aber trotzdem wäre es interessant, ob Zertifikate von solchen Anbietern in der Branche anerkannt sind oder ob direkt abgewunken wird. Könnt ihr sonst andere Anbieter für Lehrgänge oder auch Bücher empfehlen, um sich ein solides Wissen im Bereich Windows Server anzueignen?
Vielen Dank und viele Grüße
Jan
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8 Kommentare
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Hallo Jan,
grundsätzlich habe ich aus den Lehrgängen (und deren Absolventen) leider das Gefühl, als wäre hierbei nur theorie (wenn überhaupt) gelehrt worden. Für wirklich fundiertes Anwendungswissen ist eine Ausbildung nach wie vor das Optimum. Ist in deinem Fall nur die Frage, wie du das unterbringen kannst. Das ist allerdings eher ein privates Thema, welches du für dich klären musst.
VG
grundsätzlich habe ich aus den Lehrgängen (und deren Absolventen) leider das Gefühl, als wäre hierbei nur theorie (wenn überhaupt) gelehrt worden. Für wirklich fundiertes Anwendungswissen ist eine Ausbildung nach wie vor das Optimum. Ist in deinem Fall nur die Frage, wie du das unterbringen kannst. Das ist allerdings eher ein privates Thema, welches du für dich klären musst.
VG
Moin,
primär helfen solche Dokumente um Dich z.B. bei Bewerbungen in die Auswahlprozesse kommen.
Wenn es in der Bewertung darauf ankommt zählen diese in der Regel aber nur 33%. Weitere 33% sind tatsächliches Wissen anhand von konstrutierten Aufgaben oder Fehler und die restlichen 33% sind praktische Erfahrungen.
Man bekommt in so einem Bewerbungsgespräch relativ schnell mit ob derjenige wirklich in diese Bereich gearbeitet hat oder nud gefummelt oder angelesen.
So, das wolltest Du nun nicht wissen
Diese Anbieter helfen Dir bis zu den ca. 50% und es dauert 2 Jahre.
Sie helfen bei Grundlagen und bei konstruierten, aber häufigen, Anwendungsfälle.
Sind also durchaus passed bis gut.
Ist die Frage ob Du die Zeit hast dafür.
Besonders Sicherheit ist sehr speziell und basiert in hohem Maß auf Erfahrung.
Wenn Ihr aktuell keinen zentrales Windows-Server habt, kann die IT ja nicht groß sein.
Ich schlage vor Du suchst ein IT-Systemhaus in der Nähe.
Die können gezielt erfahrenes Personal "verleihen" und könnten Dein Backup für komplizierte Geschichten sein.
Man kann halt nicht alles wissen.
Stefan
primär helfen solche Dokumente um Dich z.B. bei Bewerbungen in die Auswahlprozesse kommen.
Wenn es in der Bewertung darauf ankommt zählen diese in der Regel aber nur 33%. Weitere 33% sind tatsächliches Wissen anhand von konstrutierten Aufgaben oder Fehler und die restlichen 33% sind praktische Erfahrungen.
Man bekommt in so einem Bewerbungsgespräch relativ schnell mit ob derjenige wirklich in diese Bereich gearbeitet hat oder nud gefummelt oder angelesen.
So, das wolltest Du nun nicht wissen
Diese Anbieter helfen Dir bis zu den ca. 50% und es dauert 2 Jahre.
Sie helfen bei Grundlagen und bei konstruierten, aber häufigen, Anwendungsfälle.
Sind also durchaus passed bis gut.
Ist die Frage ob Du die Zeit hast dafür.
Besonders Sicherheit ist sehr speziell und basiert in hohem Maß auf Erfahrung.
Wenn Ihr aktuell keinen zentrales Windows-Server habt, kann die IT ja nicht groß sein.
Ich schlage vor Du suchst ein IT-Systemhaus in der Nähe.
Die können gezielt erfahrenes Personal "verleihen" und könnten Dein Backup für komplizierte Geschichten sein.
Man kann halt nicht alles wissen.
Stefan
Moin,
du wirst es nicht hören wollen - aber leider nicht zu ändern. Wenn ihr da ernsthaft was aufbauen wollt hol dir jemanden ins Haus der da Erfahrungen hat und/oder nen gutes Systemhaus an die Seite.
Nehmen wir an du baust jetzt deinen Windows-Server auf. OK, und was ist wenn der dir morgens nur den Blue-Screen vor die Füsse kotzt? Im dümmsten Fall steht dann der gesamte Betrieb still - nix was du willst. Es geht nicht mal so sehr darum das ein Systemhaus das aufbaut, aber zumindest beim Konzept solltest du dir unbedingt Hilfe holen. Unabhängig von Zertifikaten macht vieles in dem Job die Erfahrung aus - und die kann dir kein Fernlehrgang liefern. Denn wenn sich dein Lehrgang z.B. auf Windows stützt ist das gut und schön. Bis du beim Stromausfall mal merkst "ups, fand das Dateisystem jetzt uncool". Oder sich der erste Virus fröhlich über die Daten hermacht und du danach merkst das leider die Datensicherung mit nur 2 Festplatten im RAID1 irgendwie nicht ganz optimal war.
Leider kann dir da auch remote niemand wirklich helfen da viele Sachen da einfach an den Betrieb angepasst werden müssen. Klar - ich kann dir jetzt empfehlen das du 5 Server (wg. Redundanz) hinstellst, jeder mit möglichst viel RAM + HDD, dann nen schönes shared Storage und das ganze im Cluster laufen lassen. Blöd nur wenn bei dir im Laden selbst nen IT-Ausfall von 2-3h überhaupt kein Problem wäre - dann verbrennst du hier einfach nur Geld und machst dir das leben unnötig kompliziert. Wenn aber dein Laden ohne IT heute gar nix mehr machen kann weil z.B. selbst die Maschinen schon ihre Steuerung nur noch über den PC bekommen dann könnte es durchaus Sinn machen sich über Redundanzen mal Gedanken zu machen. Und auch dann ist eben deine Umgebung entscheidend - du kannst dir besagte 5 Server hinstellen und leider hast du nur genau 1 "Mediamarkt-Grabbeltisch"-Switch dahinter der dir dein gesamtes Konzept zerlegt.
Daher bitte nicht falsch auffassen - ein Forum ist sicherlich bei Fragen immer gut. Aber an deiner Stelle würde ich erst mal ein Konzept zusammen mit nem guten Systemhaus erstellen und das dann umsetzen. Die Zertifikate sind dabei erst mal egal.
du wirst es nicht hören wollen - aber leider nicht zu ändern. Wenn ihr da ernsthaft was aufbauen wollt hol dir jemanden ins Haus der da Erfahrungen hat und/oder nen gutes Systemhaus an die Seite.
Nehmen wir an du baust jetzt deinen Windows-Server auf. OK, und was ist wenn der dir morgens nur den Blue-Screen vor die Füsse kotzt? Im dümmsten Fall steht dann der gesamte Betrieb still - nix was du willst. Es geht nicht mal so sehr darum das ein Systemhaus das aufbaut, aber zumindest beim Konzept solltest du dir unbedingt Hilfe holen. Unabhängig von Zertifikaten macht vieles in dem Job die Erfahrung aus - und die kann dir kein Fernlehrgang liefern. Denn wenn sich dein Lehrgang z.B. auf Windows stützt ist das gut und schön. Bis du beim Stromausfall mal merkst "ups, fand das Dateisystem jetzt uncool". Oder sich der erste Virus fröhlich über die Daten hermacht und du danach merkst das leider die Datensicherung mit nur 2 Festplatten im RAID1 irgendwie nicht ganz optimal war.
Leider kann dir da auch remote niemand wirklich helfen da viele Sachen da einfach an den Betrieb angepasst werden müssen. Klar - ich kann dir jetzt empfehlen das du 5 Server (wg. Redundanz) hinstellst, jeder mit möglichst viel RAM + HDD, dann nen schönes shared Storage und das ganze im Cluster laufen lassen. Blöd nur wenn bei dir im Laden selbst nen IT-Ausfall von 2-3h überhaupt kein Problem wäre - dann verbrennst du hier einfach nur Geld und machst dir das leben unnötig kompliziert. Wenn aber dein Laden ohne IT heute gar nix mehr machen kann weil z.B. selbst die Maschinen schon ihre Steuerung nur noch über den PC bekommen dann könnte es durchaus Sinn machen sich über Redundanzen mal Gedanken zu machen. Und auch dann ist eben deine Umgebung entscheidend - du kannst dir besagte 5 Server hinstellen und leider hast du nur genau 1 "Mediamarkt-Grabbeltisch"-Switch dahinter der dir dein gesamtes Konzept zerlegt.
Daher bitte nicht falsch auffassen - ein Forum ist sicherlich bei Fragen immer gut. Aber an deiner Stelle würde ich erst mal ein Konzept zusammen mit nem guten Systemhaus erstellen und das dann umsetzen. Die Zertifikate sind dabei erst mal egal.
Nun - ich würde da "learning by doing" empfehlen und ggf. Selbststudium. Wichtig wäre erstmal zu gucken worauf du genau den Schwerpunkt legen willst. Ich vermute mal bei dir wird das eher der Bereich Windows werden - hier z.B. dann gucken das du dir das nötige Wissen für den MCSE aneignest und die Prüfung dann entsprechend machst wenn du soweit bist.
Hintergrund des ganzen ist auch ganz einfach: Natürlich kann man versuchen das im Fernstudium zu machen. Nur musst du dann entsprechend auch die Zeit dafür haben das ernsthaft durchzuziehen. Kein Problem wenn man so ein "kleines" Netz mit 2-3 Leuten macht (und sei es nur das die das als Hilfe machen). Wenn du das aber allein nur mit externen machst dann wird das schwer. Dann lieber ein Selbststudium mit freier Zeiteinteilung.
Hintergrund des ganzen ist auch ganz einfach: Natürlich kann man versuchen das im Fernstudium zu machen. Nur musst du dann entsprechend auch die Zeit dafür haben das ernsthaft durchzuziehen. Kein Problem wenn man so ein "kleines" Netz mit 2-3 Leuten macht (und sei es nur das die das als Hilfe machen). Wenn du das aber allein nur mit externen machst dann wird das schwer. Dann lieber ein Selbststudium mit freier Zeiteinteilung.
Hallo,
also ich habe bei denen (ILS) mal einen "Datenbankadmin" gemacht.
Fazit: 6 (setzen, Thema verfehlt)
Unterlagen veraltet, Basics werden bis getno ausgewalzt aber interessante Sachen wie Security, Replication etc. nur gestreift.
Die Anleitungshefte sind Step-by-Step-Anleitungen mit ganz viel bunte Bildchen. Die "Hausaufgaben waren ein Witz. Usw./Usf.
Gut war die Betreuung. Aber das ganze ist auf "bestehen" angelegt, weniger auf lernen.
Bezahl lieber etwas mehr und gehe zu einem spezialisierten Anbieter.
(ISL und Konsorten macht ja alles, vom Kochkurs bis IT)
Desweiteren solltest Du Dir mal die Adressen der Anbieter ansehen, komisch das die bei einigen identisch sind ;)
MfG
Frank
also ich habe bei denen (ILS) mal einen "Datenbankadmin" gemacht.
Fazit: 6 (setzen, Thema verfehlt)
Unterlagen veraltet, Basics werden bis getno ausgewalzt aber interessante Sachen wie Security, Replication etc. nur gestreift.
Die Anleitungshefte sind Step-by-Step-Anleitungen mit ganz viel bunte Bildchen. Die "Hausaufgaben waren ein Witz. Usw./Usf.
Gut war die Betreuung. Aber das ganze ist auf "bestehen" angelegt, weniger auf lernen.
Bezahl lieber etwas mehr und gehe zu einem spezialisierten Anbieter.
(ISL und Konsorten macht ja alles, vom Kochkurs bis IT)
Desweiteren solltest Du Dir mal die Adressen der Anbieter ansehen, komisch das die bei einigen identisch sind ;)
MfG
Frank