SQL Server auf Hyper-V Host installieren?

buddy117
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Hallo zusammen,

aktuell läuft bei einem Kunden die Planung für einen neuen Server. Der Softwareanbieter (Sage Software Partner) möchte den SQL Server auf den Hyper-V Host installieren?

Ich persönlich sehe das kritisch da ich immer nach dem Motto arbeite: "Ein Hyper-V Host ist und bleibt ein Hyper-V Host".
Basis wird Windows Server 2019 und SQL Server 2017 oder 2019.

Wie seht ihr das? Sind meine Bedenken richtig oder habt ihr das bereits ohne Probleme im Einsatz?

Freue mich auf die Diskussion.

Grüße
Buddy117

Content-Key: 648550

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Ausgedruckt am: 01.07.2022 um 01:07 Uhr

Mitglied: it-fraggle
Lösung it-fraggle 05.02.2021 um 17:43:19 Uhr
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Auf dem lizensierten Hyper-V Host sind zwei VMs erlaubt. Aber nur so lange der Wirt auch NUR Wirt ist und nicht noch irgendwas anderes. Wird MSSQL installiert, so muss neu lizensiert werden m. E. So eine ähnliche Konstruktion hatten wir letztes Jahr vor die Nase gesetzt bekommen und nach Recherche war das die Antwort.

Du hast Recht. Der Hyper-V Wirt sollte auch nur das bleiben was er ist und nicht noch zusätzlich irgendwelche Sonderaufgaben bekommen. Das packt man m. E. besser in eine eigene VM oder Server.
Mitglied: yumper
Lösung yumper 05.02.2021 um 18:29:45 Uhr
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Hallo

ja das ist historisches Wissen - SQL gehört direkt auf das Blech und Windows XP ist das beste Betriebssystem aller Zeiten.

Im Ernst

VMs lassen sich mit Veeam viel besser sichern, so dass damit auch einzelne SQL Datenbanken zurück gesichert werden können. Von fast Recovery bei dem Backups binnen Minuten wieder online sind ganz zu schweigen.

So long

Yumper
Mitglied: altmetaller
Lösung altmetaller 05.02.2021 aktualisiert um 19:06:14 Uhr
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Hallo,

Hyper-V und SQL haben vollkommen unterschiedliche Ansprüche an das Cacheverhalten und bemühen sich parallel zueinander um Systemressourcen; ohne dass diese Bemühungen irgendwie übergeordnet koordiniert werden.

Im Zweifelsfall gehen beide davon aus, dass sie im Extremfall kurzfristig alle Systemressourcen ziehen können und wundern sich dann, wenn die Felle auf einmal schneller wegschwimmen als man gucken kann.

Ist das wirklich ein „echter“ Dienstleister? Oder doch der Sohn vom Nachbarn, der „zufällig“ Informatik studiert?

Gruß,
Jörg
Mitglied: SeaStorm
Lösung SeaStorm 05.02.2021 um 19:27:19 Uhr
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hi

Wie seht ihr das? Sind meine Bedenken richtig
So wie du.
Ein HV Host ist immer NUR ein HV Host und hat sonst nichts installiert.

Wie die Kollegen schon gesagt haben ist das ne Lizenz-Thematik. Aber auch ein Security Thema.
Mitglied: Buddy117
Buddy117 05.02.2021 um 19:34:18 Uhr
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Danke erstmal für alle Antworten! Eure Meinungen bestätigen zu 110% meine Meinung.

Das Thema "Lizenzproblem" habe ich auch bereits angebracht und auch eure sonstigen Einwände sind definitiv ein klares "Nein" zu dieser Forderung.
Auch beim Thema Hardware stehen z.B. Intel Optane SSDs in den Anforderungen natürlich "nicht im Raid Verbund" da diese Bauteile eine sehr niedrige Ausfallrate hätten....

Danke an alle Kollegen! Wünsche euch ein schönes Wochenende.
Mitglied: WienersC
WienersC 05.02.2021 um 20:27:42 Uhr
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Als Erstes würde ich mir jetzt schon einen anderen Sage Software Partner suchen, sorry. Wenn ein angeblicher "Fachmann" schon direkt am Anfang so einen Unsinn erzählt...
Mitglied: it-fraggle
it-fraggle 05.02.2021 um 21:21:52 Uhr
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Zitat von @WienersC:

Als Erstes würde ich mir jetzt schon einen anderen Sage Software Partner suchen, sorry. Wenn ein angeblicher "Fachmann" schon direkt am Anfang so einen Unsinn erzählt...
Sage haben wir letztes Jahr durch ein Konkurrenzprodukt abgelöst und das nicht, weil sich unsere Bedarfe verändert hätten...
Mitglied: SeaStorm
SeaStorm 05.02.2021 um 22:46:08 Uhr
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Sage und Lexware ... die Pest der deutschen SMB Landschaft. Erstaunlicherweise ist nicht nur die Software und die dazugehörigen Firmen gammelig, sondern auch die Dienstleister in deren Dunstkreis... immer wieder erstaunlich wie viel Unfähigkeit aus diesem Umfeld hervor geht
Mitglied: it-fraggle
it-fraggle 05.02.2021 um 23:03:46 Uhr
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Sage und Lexware ...
Und wenn du jetzt noch eine Zeiterfassung mit vier Großbuchstaben hinzufügst, dann müssen wir unbedingt mal eine Lästerstunde per Telefon abhalten :-D face-big-smile
Mitglied: MysticFoxDE
MysticFoxDE 06.02.2021 aktualisiert um 09:49:21 Uhr
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Moin Buddy117,

Der Softwareanbieter (Sage Software Partner) möchte den SQL Server auf den Hyper-V Host installieren?
😮😬, vielleicht hat sich der Partner nur ungeschickt ausgedrückt ansonsten empfehle ich einen Neuen.
Sage auf VM läuft übrigens absolut problemfrei.

Ich persönlich sehe das kritisch da ich immer nach dem Motto arbeite: "Ein Hyper-V Host ist und bleibt ein Hyper-V Host".
👍👍👍 absolut korrekt und sollte auch nicht anders gelebt werden.

Basis wird Windows Server 2019
👍

und SQL Server 2017 oder 2019.
nimm SQL 2019, ist etwas flinker und du musst nicht so schnell wieder upgraden.

Enddatum für grundlegenden Support:
SQL 2017 --> 11.10.2022
SQL 2019 --> 07.01.2025

Grüsse aus BaWü

Alex
Mitglied: GrueneSosseMitSpeck
GrueneSosseMitSpeck 07.02.2021 aktualisiert um 12:46:34 Uhr
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Zitat von @yumper:

Hallo

ja das ist historisches Wissen - SQL gehört direkt auf das Blech und Windows XP ist das beste Betriebssystem aller Zeiten.

Im Ernst

VMs lassen sich mit Veeam viel besser sichern, so dass damit auch einzelne SQL Datenbanken zurück gesichert werden können. Von fast Recovery bei dem Backups binnen Minuten wieder online sind ganz zu schweigen.

So long

Yumper
aber für MS SQL backups vollkommen untauglich, wenn Imagebackups mit S3 Suspend oder Hibernate eingeleitet werden und kein Spiegelserver zur Verfügung steht in einer Always On Gruppe... meine Güte.

Ich hab einen Kunden der mit einer täglichen Vollsicherung auch die VM mit dem SQL Server suspended, so daß da Applikationstimeouts beim Datenkbankconnect und abgebrochene Abfragen von den Anwendern reklamiert werden... das ist bei meiner CAE Anwendung übel und bei SAGE auch so. Ich hab jahrelang ein Sage KHK Officeline betreut und das hat (als MS Access Runtime client) keinerlei Auszeiten verkraftet. Ein KHK Partner in Pforzheim hatte meinem damaligen Brötchengeber auch aus dem Grunde zu einem Failovercluster geraten und es wurde auch so umgesetzt als der dann anfing von wegen ob man den Sage SQL Server nicht virtualisieren kann. Auch fängt man sich mit der Virtualiseirung eines SQL servers zusätzliche Latenzen ein, was bei bestimmten Usecases (cold cache read) einem die Performance verhagelt. Solche Calls hab ich einmal im Monat :-( face-sad

Das SQL Server Backup ist als OOTB Feature so designt daß eben keine Stillstände verursacht... bin MCP für SQL Server und Microsoft ist da eigentlich sehr eindeutig. Wenn eine Maschine offline gehen muß dann einen Failover cluster oder Always On bauen und den Spiegel im Native Client eintragen.
Mitglied: yumper
yumper 14.02.2021 um 19:33:37 Uhr
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Zitat von @GrueneSosseMitSpeck:

Zitat von @yumper:

Hallo

ja das ist historisches Wissen - SQL gehört direkt auf das Blech und Windows XP ist das beste Betriebssystem aller Zeiten.

Im Ernst

VMs lassen sich mit Veeam viel besser sichern, so dass damit auch einzelne SQL Datenbanken zurück gesichert werden können. Von fast Recovery bei dem Backups binnen Minuten wieder online sind ganz zu schweigen.

So long

Yumper
aber für MS SQL backups vollkommen untauglich, wenn Imagebackups mit S3 Suspend oder Hibernate eingeleitet werden und kein Spiegelserver zur Verfügung steht in einer Always On Gruppe... meine Güte.

Ich hab einen Kunden der mit einer täglichen Vollsicherung auch die VM mit dem SQL Server suspended, so daß da Applikationstimeouts beim Datenkbankconnect und abgebrochene Abfragen von den Anwendern reklamiert werden... das ist bei meiner CAE Anwendung übel und bei SAGE auch so. Ich hab jahrelang ein Sage KHK Officeline betreut und das hat (als MS Access Runtime client) keinerlei Auszeiten verkraftet. Ein KHK Partner in Pforzheim hatte meinem damaligen Brötchengeber auch aus dem Grunde zu einem Failovercluster geraten und es wurde auch so umgesetzt als der dann anfing von wegen ob man den Sage SQL Server nicht virtualisieren kann. Auch fängt man sich mit der Virtualiseirung eines SQL servers zusätzliche Latenzen ein, was bei bestimmten Usecases (cold cache read) einem die Performance verhagelt. Solche Calls hab ich einmal im Monat :-( face-sad

Das SQL Server Backup ist als OOTB Feature so designt daß eben keine Stillstände verursacht... bin MCP für SQL Server und Microsoft ist da eigentlich sehr eindeutig. Wenn eine Maschine offline gehen muß dann einen Failover cluster oder Always On bauen und den Spiegel im Native Client eintragen.


Hallo

Allways on ist bei Microsoft SQL ja schon die große Lüge. :-) face-smile Im Umschaltprozess ist die Datenbank offline.
Veeam Backup and Recovery Mediaedition kostet nichts und macht ein online Application Backup. Da wird nicht nur die VHDX Datei gesichert. Empfehle die die Sache auf einem Testsystem einmal anzuschauen.

KHK mit access kenne ich auch noch - Es hies ja KHK - keiner hats können.

So long

Yumper