c-webber
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Ausfallsicherheit eines NAS gewährleisten

Nicht nur Festplatten fallen aus, selten geht auch mal ein komplettes NAS-System hops. Wie kompensiert oder verhindert man den Ausfall

Hallo zusammen,

Ich mache mir zur Zeit viele Gedanken darüber, wie man einen Hardwareausfall am Server abfangen kann ohne den Betrieb zu unterbrechen. Hier stellt sich mir jedoch die Frage, wie man einen Ausfall des notwendigen NAS im Server- oder VMware-Verbund abfangen kann.

Ein weiteres NAS wäre die Lösung, aber wie kann ich dafür sorgen, dass das zweite NAS den Dienst des ersten nahtlos übernimmt, sobald dieses ausfällt ?

Jedes NAS als eigenen Netzlaufwerk zu mappen und beide per Software zu spiegeln bringt mich leider nicht viel weiter, denn ich will ja ohne Unterbrechung weiterarbeiten können wenn eins der beiden ausfällt.

Gibt es eine Möglichkeit 2 NAS untereinander so zu verlinken, dass beide unter einer IP erreichbar sind und untereinander synchronisiert werden ?
UND das ganze ohne ein weiteres HW-"Adapterstück" benutzen zu müssen ?

Könnte ich zwei NAS in Server2k? als "Software Raid1" einrichten ?

NAch komplett redundant aufgebauten NAS-System (2 Netzteile und 2 Mainboards) hab ich jetzt den kompletten Abend lang gesucht, finde recht viel, aber nirgends wird der genaue Aufbau des Gerätes erläutert.

Wer hat Erfahrungen mit der Materie oder ne hilfreiche Idee ?
Bin für jeden Tipp dankbar.

#wbR

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Member: Hitman4021
Hitman4021 Jan 08, 2013 at 22:50:56 (UTC)
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Hallo,

DFS bzw. DFS-R ist dein Stichwort.

Gruß
Member: SlainteMhath
SlainteMhath Jan 09, 2013 at 09:09:49 (UTC)
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Moin,

alle namhaften SAN/NAS Hersteller bieten Mirroring-Lösungen an. D.h. du hast 2 gleichartige Speichersysteme auf denen sich die gleichen Daten befinden. Je nach Hersteller/Produkt übernimmt das verbleibende System mehr oder weniger transparent im Falle eines Ausfalls.

Dann gibt es da noch Hersteller die das unabhängig von der "dahinterliegenden" NAS/SAN Hardware anbieten, z.b. Datacore.

Ist aber beides nichts für den schmalen Geldbeutel.

Serverbasiert gibt's dann da noch DBRD (linux) oder eben DFS/DFS-R Wenns Windows sein soll.
Die Softwarelösungen sind günstiger/kostenlos aber bei weitem nicht so sicher/stabil wie ein echtes HW-Mirroring.

HTH face-smile
Slainte
Member: c-webber
c-webber Jan 09, 2013 at 17:44:46 (UTC)
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Danke für die Tipps,

Ins Thema dfs werde ich mich mal einlesen,
Wobei mir echte hw Redundanz deutlich lieber wäre.

da der Geldbeutel hier recht prall ist darf es gerne was gescheites sein,
Bei redundanter Server- und netzwerkinfrastruktur möchte ich beim Thema storage nicht pfuschen sondern auf eine hardwarelosung setzen.

@slainte

Wie funktioniert die von dir beschriebene mirroring Lösung?
Sind das zwei Geräte in einem Gehäuse die via redundanter nic unter der selben ip erreichbar sind oder sind das zwei unabhängige Maschinen die sich untereinander syncen ?

Kannst Du mir beispielhaft ein oder zwei solcher storage Lösungen nennen?

Danke für eure mithilfe

#wbR @Android
Member: SlainteMhath
SlainteMhath Jan 10, 2013 updated at 08:18:48 (UTC)
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Moin,

Mirroring:
das sind 2 echte, baugleiche SANs (in meinem Fall HP EVAs) die synchron gespiegelt (HP-Lingo: Continous Access) sind. Synchron bedeutet, das das schreibende OS erst das "OK" vom SAN bekommt, wenn die Daten auf *BEIDEN* SANs auf Platte geschrieben wurden. Fällt die primäre SAN aus, übernimmt die andere transparent - es gehen nur "ein paar" I/Os verloren, was aber vom OS (VMware) abgefangen wird.

Die SANs sind dabei untereinander und mit den ESXi Hosts per redundanter 8GB FC Fabric verbunden.

Mirroring können alle "großen" Hersteller: HP, NetApp, EMC. Diese bekommst Du i.d.R. aber nicht von der Stange, sondern brauchst einen entsprechend Zertifizierten Implementer/Consulter der dir die Systeme aufsetzt.

Kostenbeispiel:
2x HP EVA 6600 ~30TB
4x 8GB FC Switch
6x Dualport 8GB FC NIC
1x Mamagement Server
plus Dienstleistung
Projektpreis ca. 400TEUR

lg,
Slainte