E-Mail-Server (nur Sammeln bzw. Verwalten mehrerer Konten) - Ordnen u. Markieren

MrEnigma
Hallo Zusammen.

Wir wollen einen Mail-Server (Abruf) einrichten, der nur unsere verschiedenen Privaten & Firmen-Email-Adressen (Hoster: 1und1 & all-inkl.com) abholt und sammelt.
Diese sollen dann mittels Filtern automatisch oder manuell in Unterordner von 3 Nutzern (per Outlook,IMAP) sortiert und markiert werden. Wie in Outlook sollen die Mails auf dem Server farblich markiert (abgehakt) werden können.
Insgesamt bearbeiten max. 5 Nutzer im gleichen Netzwerk (LAN) die Mails. Ideal wäre, wenn der Zugriff für 1 Nutzer teilweise eingeschränkt auf eine Auswahl an Unterordner werden könnte.

Ein NAS scheint mir nach vielem Lesen im Netz die passendste (günstigste) Lösung für diesen Anwendungsfall zu sein. Ein Windows- oder Linux-Server scheinen zu kostenintensiv oder zu verwaltungsintensiv.
Als NAS würde ein 1 oder 2 Bay-System ausreichen. Hier scheint nur die notwendige Speicher-/Rechenleistung relevant zu sein.
Zusätzlich soll ein weiteres einfaches NAS (per WLAN im Nachbarhaus) das Backup der E-Mails erstellen.
Funktioniert das, wie ich mir das vorstelle?

Ich würde mich über Ihren Rat zu diesem Vorhaben freuen.

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Meine Ideen zum Thema:
Als persönliche subjektive Reihenfolge würde ich Synology vor QNAP für den NAS des MailServers vorziehen. Aber gern lasse ich mich bzgl. der gewünschten Funktionen beraten. Für das externe Backup-System per WLAN bin ich sehr offen. Perspektivisch wäre da vermutlich ein 2-Bay-System besser, bzgl. Speichergröße, Ausfallsicherheit und Preis-Leistungs-Verhältnis.
Bei der Gelegenheit werden natürlich gleich noch Backups der PCs auf die 2 NAS verteilt:
Für das PrimärBackup-NAS mit dem Mail-Server genügt vermutlich 1 Festplatte. Im externen 2. NAS liegen dann die Spiegel-Kopien.
Für beide Systeme zusammen sollten vermutlich aktuell maximal 3 aktive Festplatten vollkommen ausreichen.

Daher als konkrete Konfiguration:
Synology DS118 oder DS218play oder DS218 für den MailServer
WD My Cloud 2-Bay als externes Backup-System
(plus natürlich entsprechend geeignete Festplatten)
evtl. USV für den Mailserver-NAS und den angeschlossenen WLAN-Router
Lassen sich in einem NAS mit einem LAN-Anschluss eigentlich 2 IP-Adressen einstellen? (Entkoppeln der IP-Bereiche zur Erhöhung der Sicherheit - am PC ja ein Leichtes)
[PCs] ----LAN1---- [NAS1] ---- LAN2 ---- [NAS2/Ext.HDD]

Vielleicht ist ein kleiner PC als Server ja auch die bessere Lösung. Welche Software würdet ihr empfehlen.

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Vielen Dank euch allen! Ich habe schon viele gute Tipps und Hilfe hier gefunden. :) face-smile

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Ausgedruckt am: 24.01.2022 um 05:01 Uhr

Mitglied: aqui
aqui 19.12.2021 aktualisiert um 15:10:22 Uhr
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Wenn ein Raspberry Pi für dich zu kostenintensiv ist... ??
https://www.heise.de/ct/ausgabe/2013-17-Raspberry-Pi-als-privater-LAMP-u ...
Dann tut es vielleicht ein preiswerter Intel NUC ?! Deiner Argumentation kann nun wirklich niemand folgen, sorry.
Entkoppeln der IP-Bereiche zur Erhöhung der Sicherheit - am PC ja ein Leichtes
Ja, das geht aber ob man Firewall Funktionen und IPv4 Forwarding nun gerade auf einem NAS abbilden sollte ist wahrlich sehr gewagt aber wenig professionell.
Dafür gibts ja nun preiswerte 50 Euro Firewall Router wie einen Mikrotik hEX oder eine pfSense/OPNsense die das allemal besser machen.
Vielleicht ist ein kleiner PC als Server ja auch die bessere Lösung. Welche Software würdet ihr empfehlen.
Das ist er in der Tat ! Siehe oben. Auch mit einem NUC und Ubuntu rennt das problemlos und wenn du einen mit 2 Ethernet Ports (oder Gig USB Adapter) nimmt macht der dir ganz nebenbei auch noch die Segmentierung. ;-) face-wink
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 19.12.2021 um 16:31:10 Uhr
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Moin,

Ich würde einfach auch einen Pi nehmen. Mit Postfix, dovecot, fetchmail zum sammeln per IMAP anbieten und ggf horde, squirrel oder roudncube fÜr Webmail drafu und schon bist Du glücklich. Falls der Pi einem zuwenig "Rumms" haben sollte, kann man dann einen Minicomputer der NUC-Klasse für 200€ holen, die dafür dicke reichen.

lks
Mitglied: commodity
commodity 20.12.2021 um 12:00:14 Uhr
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Zitat von @aqui:
Wenn ein Raspberry Pi für dich zu kostenintensiv ist... ??
:-) face-smile genau das war mein erster Gedanke...
Wie von lks bereits beschrieben: Kleiner Rechner mit Linux, Postfix, Dovecot und fertig. Verwaltung: Keine (natürlich ab und zu mal gucken, ob die automatischen Updates laufen).

Sogar IONOS leitet das an: https://www.ionos.de/digitalguide/e-mail/e-mail-technik/postfix-mail-ser ...
Beste deutsche Anleitung im Netz (aber für Deinen Usecase to much - kannst ja den ganzen Versand-Teil weglassen): https://thomas-leister.de/mailserver-debian-buster/
Sinnvolle Erläuterungen hier: https://wiki.ubuntuusers.de/Postfix/
(Stichworte oben von lks eingeben).

Die Lernkurve ist allerdings nicht ganz ohne. Wenn Du mit Linux gar nichts anfangen kannst (Fehler!) und keine Zeit zum Lernen hast, Synology hat ja einen Dienst "Mail Server". Vielleicht gibt es hier noch jemanden, der das nutzt. Ich halte nicht viel von solchen Diensten.

Alternative wäre vielleicht so ein Fertigpaket:
https://www.admin-magazin.de/Das-Heft/2017/04/Das-Mailserver-Paket-Mailc ...
https://www.bennetrichter.de/anleitungen/mailcow-dockerized/

oder das hier (nutzt in meiner Familie jemand, glaub ich): https://www.linux-magazin.de/ausgaben/2017/05/mail-in-a-box/

Habe kürzlich einen Kollegen gefragt, wie er sowas unter Windows realisieren würde. Hat mir Exchange oder Janaserver empfohlen. Weiß nicht, ob der Fehler beim Kollegen lag oder bei Windows...

Viele Grüße, commodity
Mitglied: MrEnigma
MrEnigma 29.12.2021 um 16:58:05 Uhr
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Vielen Dank Euch @aqui @Lochkartenstanzer @commodity
Das sind gute und ausführliche Tipps.

Deiner Argumentation kann nun wirklich niemand folgen, sorry.
Tut mir Leid - in meinem Kopf rattern die Ideen zusammen mit meinem Wissen - das war mir nicht bewusst.

Vermutlich sollte ich zum Verständnis noch einmal die ursprüngliche Intension verdeutlichen:
Am Anfang war die Idee mit einem NAS als Backup.
Nun bringt ein NAS bekanntlich nicht bei jedem Szenario Sicherheit. (worst case: Blitzschlag, Wasserschaden, Feuer)
Daher die Idee eines zusätzlichen externen Backups. Da dies dauerhaft Keiner verlässlich mit einer externen Platte machen würde, war die Idee mit dem 2. Haus und einem weiteren "NAS" geboren.
Bei der Auswahl der NAS bin ich über die Funktion der Mail-Server gestolpert. (kannte ich noch nicht) Dies könnte gleich einen weiteren, weniger akuten Wunsch lösen. (wie eingangs beschrieben)

Ein weiterer Sicherheitsaspekt der gerade bewusster wird, ist die längere Abwesenheit oder sogar der "Ausfall" des Admins. Daher die grundlegende Überlegung eines einfach zu verwaltenden Systems, damit im Notfall auch ein "Laie" mal etwas anpassen kann.

Daher habe ich die Frage auch hier bei NAS gepostet. Prinzipiell ging es mir um eine Auswahlhilfe für ein NAS.

Nun zurück zu Euren bisherigen Tipps.
Würdet Ihr somit auch von einem "fertigen" NAS abraten? Könnten die vorgeschlagenen PI Konfigurationen auch einen guten NAS-Ersatz abliefern?

Oder ist vielleicht sogar eine Kombination der beiden Ideen sinnvoll.
Mit manchen NAS läuft wohl Docker?

Entkoppeln der IP-Bereiche zur Erhöhung der Sicherheit - am PC ja ein Leichtes
Ja, das geht aber ob man Firewall Funktionen und IPv4 Forwarding nun gerade auf einem NAS abbilden sollte ist wahrlich sehr gewagt aber wenig professionell.
Dafür gibts ja nun preiswerte 50 Euro Firewall Router wie einen Mikrotik hEX oder eine pfSense/OPNsense die das allemal besser machen.
Die Bemerkung mit der Sicherheit war natürlich blöd von mir. Meine Frage war eher nach der Machbarkeit, um logisch getrennte Netzwerke zu schaffen. In dem Netzwerk hängen schon viele Router. Daher nochmal danke für deinen Input @aqui.

Tatsächlich ist mein Linux-Wissen seit über 10 Jahren verkümmert. Daher versuche ich das logischer Weise bei den Überlegungen hinten anzustellen.

Welche Hardwarevoraussetzungen würdet ihr empfehlen? Ein Pi scheint wohl die untere Grenze - ich habe noch irgendwo ein Pi-Pendant rumliegen (da wurde vor Jahren schon mal ein NAS-Ersatz rumprobiert, unausgereift [2HDD als Spiegel und per SMB-Netzwerkfreigabe]). Muss ich mal raussuchen.

Viele Grüße, MrEnigma
Mitglied: aqui
aqui 29.12.2021 aktualisiert um 18:59:09 Uhr
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Würdet Ihr somit auch von einem "fertigen" NAS abraten?
Nein, bei deinen Anforderungen an die Bedien- und Verwaltbarkeit eher das strikte Gegenteil ! QNAP oder Synology sind hier deine besten Freunde.
ist mein Linux-Wissen seit über 10 Jahren verkümmert.
In der heutigen Zeit traurig und bedauerlich aber es ist ja immer Zeit das mal wieder mit deinem Pi aufzufrischen ! ;-) face-wink
Die NAS Lösungen sind alle für KlickiBunti Knechte wie dich gemacht, da musst du also keine Angst vor dem Linux CLI haben.
Mitglied: commodity
commodity 31.12.2021 um 12:50:33 Uhr
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Tatsächlich ist mein Linux-Wissen seit über 10 Jahren verkümmert.
Da würde ich doch mit einem Kompromiss ansetzen. Kaufe kein teures schwaches Fertig-NAS, sondern verwende (auf bestehender oder gebauter HW) OMV. Da hast Du ein etabliertes KlickiBunti-NAS mit vielen Funktionen und kannst gleichzeitig bei Interesse auch wieder in Linux etwas reinkommen. Und Du kannst flexibler erweitern.

https://www.openmediavault.org/?page_id=1188

Viele Grüße, commodity
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