stefankittel
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Haftung für das Impressum und die Datenschutzhinweise auf einer Homepage

Hallo,

auf einer gewerblichen Homepage soll das Impressum und die Datenschutzhinweise aktualisiert werden.
Sollte ja z.B. mit eRecht24 oder so einfach sein.

Aber, keiner will dafür haften.
Verständlich, aber was tun?

Die Webseiten-Programmierer/Pfleger/Designer/Texter und die Agentur sagen alle, dass sie für ein paar Euros die Texte einpflegen können.
Aber falls doch irgendwo ein Fehler ist, wollen die alle nicht dafür haften. Nach besten Wissen und Gewissen.

Ok, also erstellen lassen und Anwalt prüfen lassen.
Der Anwalt sagt auch, dass er das gerne prüfen kann, aber im Falle einer Abmahnung wird er dafür auch nicht haften. Nach besten Wissen und Gewissen.

Auch ich könnte das machen, will dafür aber auch nicht haften.

Die Verantwortung liegt bei der Firma welche die Homepage betreibt.
Aber wie kann man sich wirklich absichern falls der Generator einen Fehler gemacht hat oder schlicht falsch bedient wurde?

Viele Grüße

Stefan

Content-Key: 368030

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Printed on: March 1, 2024 at 18:03 o'clock

Member: falscher-sperrstatus
Solution falscher-sperrstatus Mar 14, 2018 at 18:53:29 (UTC)
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Gar nicht, nach bestem Wissen und Gewissen. ggf. über entsprechende Versicherung bzw Handelsbund (und Konsorten). Wie es da mit der Haftung aussieht ist allerdings auch immer eine Frage: Bedienungsfehler - Firma haftet. Grob falsche Beratung durch den Anwalt - dieser haftet (i.d.R). Wenn man antürlich nur 50€ für den Anwalt ausgeben will, nun, dafür würde ich mir die Haftung auch nicht auf die Kappe binden wollen. Also, ordentlicher Anwalt, dann gibt es auch keinen Haftungsgrund mehr - aber Achtung, das Impressum ist nur die halbe Miete, im Prinzip geht es um alle Texte/Bilder, die Speicherung der Daten und DANN um das Impressum.

VG
Member: wiesi200
Solution wiesi200 Mar 14, 2018 updated at 19:04:31 (UTC)
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Hallo,

bei der Steuererklärung ist's doch das selbe Spiel. Wenn hier ein Fehler drinnen ist, dann ist's auch dein Problem auch wenn duch machen hast lassen.
Das ist meiner Meinung nach ganz normal.
Member: StefanKittel
StefanKittel Mar 15, 2018 at 08:35:44 (UTC)
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Hallo,

also was tun?

Der Kunde kommt zu mir und bittet um Hilfe.
Ich leite ihn zur Homepage und durch die Abfragen.
Er klickt alles an. Fragen zur Rechtsform kann eh nur er beantworten.
Dann füge ich die Texte in seiner Homepage ein.

Selbst in diesem einfachen Beispiel kann er mich verklagen wenn der Generator einen Fehler gemacht hat oder er was falsches eingetragen hat.
Ich hätte es ja besser wissen müssen und ihm korrigieren können.

Also mache ich das nicht, der Kunde kann es nicht, also macht er es nicht, also wird er abgemahnt.

Dieser Kunde hier hat sogar ein Angebot von einem "richtigem" Anwalt über ca. 900 Euro für die Kontrolle der Homepage und neuerstellung von Impressen- und Datenschutz-Texten. Aber auch in diesem Angebot ist ein Hinweis dass keine Haftung übernommen wird. Wenn auch ganz klein.

Zurück zur Frage was tun.
Dienstleistung anbieten für Unterstützung.
Davor eine Belehrung unterschreiben lassen, dass dies keine Rechtsberatung ist, ich jede Haftung ausschliessen und er die Homepage danach am besten von einem Anwalt kontrollieren lassen soll.

Aber warum sollte er das dann nicht gleich mit dem Anwalt machen.
Weil der Anwalt auch keine Haftung übernimmt.

Also ist der Kunde in jedem Fall am Arsch...
Member: falscher-sperrstatus
Solution falscher-sperrstatus Mar 15, 2018 at 08:41:20 (UTC)
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Du vergisst eines: Wenn der Anwalt grob fahrlässig arbeitet hat er hier zumindest ein Rückgriffsrecht. Wenn du Ihm ein Impressum zusammenschusterst (oder ihm nur den Generator empfiehlst) leistest du eine Unerlaubte Rechtsberatung. Ein Anwalt im o.g Fall wird die Seite hoffentlich auch anders prüfen als du - gleiches wie beim DSB - 100% Sicher ist nur der Tod.

VG
Member: StefanKittel
StefanKittel Mar 15, 2018 at 08:50:06 (UTC)
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Zitat von @falscher-sperrstatus:
100% Sicher ist nur der Tod.

<ironie>
Das ist dochmal ein Ansatz.
Ich müßte hier doch einen Toaster haben und die Badewann ist auch nicht weit weg.
</ironie>
Member: falscher-sperrstatus
Solution falscher-sperrstatus Mar 15, 2018 at 08:54:49 (UTC)
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Zitat von @StefanKittel:

Zitat von @falscher-sperrstatus:
100% Sicher ist nur der Tod.

<ironie>
Das ist dochmal ein Ansatz.
Ich müßte hier doch einen Toaster haben und die Badewann ist auch nicht weit weg.
</ironie>

Ist leider so, ich denke die Haftungsausschlüsse gibt es nicht ohne Grund.

Aber trotzdem fährst du besser in einem Mercedes (plakatives Beispiel) mit 100 gegen einen Baum, als dass du es mit einem Trabbi (plakatives Beispiel II) tust.
Member: StefanKittel
StefanKittel Mar 15, 2018 at 08:59:21 (UTC)
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Zitat von @falscher-sperrstatus:
Ist leider so, ich denke die Haftungsausschlüsse gibt es nicht ohne Grund.
Aber trotzdem fährst du besser in einem Mercedes (plakatives Beispiel) mit 100 gegen einen Baum, als dass du es mit einem Trabbi (plakatives Beispiel II) tust.

Das Beispiel müßte ja eher so sein: Ich fahre entweder mit einem hochwertigen und stabilen PKW gegen einen Baum oder ich bleibe zu hause und fahre gar nicht. Komme natürlich aber auch nirgendwo hin.
Member: falscher-sperrstatus
Solution falscher-sperrstatus Mar 15, 2018 at 09:00:53 (UTC)
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Ich bezog mich nun auf die Methode a) Anwalt prüfen lassen - korrigieren oder Methode b) selbst "verkaufen" bzw den Kunden mittelbar in Rechtssachen zu beraten.