Neuer Server UEFI oder Legacy, Kompatiblität bei Umzug behalten. Sonderfall

Hallo

Ich baue mir gerade meinen Server neu auf.

Neues Board, Neuer Ram, Neue CPU
2 neue 512er SSDs für Raid 1.

Bisher läuft es beim alten Server an einem LSI 9260 mit einem Raid 1 für das OS und ein Raid 6 für das Storage. Das System, Server 2008R2 läuft Bios technisch auf Legacy


Der Plan ist, beim neuen Server das OS erstmal aufzusetzen und grob einzustellen.
Es existiert ein zweiter 9260 um direkt das Raid 1 zu erstellen.

Wenn dann alles soweit läuft, baue ich alles um und nutze den anderen Controller. Es sollte ja das Raid 1 dann erkannt werden.

Die Frage ist jetzt zum Bios vom Board.
Ich gehe davon aus, man sollte heutztage auf UEFI stellen, oder?
macht das etwas im Ablauf wenn ich das Raid 6 übernehme wenn es vorher Legacy war?

Ich frage lieber vorher um unnötige Umwege und ein Raid zerballern etc zu vermeiden.

Ist es wichtig den selben Firmwarestand am Raidcontroller zu haben???

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Ausgedruckt am: 24.09.2021 um 02:09 Uhr

Mitglied: em-pie
em-pie 19.04.2020 aktualisiert um 13:12:12 Uhr
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Moin,

mache es doch anders, dann hast du auch in Zukunft Ruhe:
  • BACKUP ANFERTIGEN + TESTEN
  • Per P2V virtualisierst du deinen Server (z.B. nach VMwares ESXi)
  • Die Virtuelle Maschine startest du dann mal von einem einigermaßen leistungsfähigen PC / Laptop aus (nur um zu schauen, ob das virtualisieren funktioniert hat)
  • Wenn alles läuft: den "neuen Server" mit der freien ESXi-Version installieren und zuvor vielleicht alles an Hardware auf den aktuellen FW-Stand bringen.
  • Dann den alten virtualisierten Server dort importieren und schauen, ob weiterhin alles läuft.

Beruhigt weiterschlafen und die nächsten Tage beobachten.

Ggf. mal sehen, ob du den 2008er R2 nicht gegen einen 2016er oder 2019er ersetzen kannst. Dann kannst du auch anstatt ESXi zu nutzen das Ganze via Hyper-V virtualisieren.

Nachtrag: und bei der Neuinstallation (ESXi oder auch Windows Server 2016/2019) dann alles auf UEFI umstellen, sofern supportet.

Gruß
em-pie

Edit2: Typo
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 19.04.2020 um 12:56:48 Uhr
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Zitat von @em-pie:.

Ggf. mal sehen, ob du den 2008er R2 nicht gegen einen 2016er oder 2019er ersetzen kannst. Dann kannst du auch anstatt ESXi zu nutzen das kannste via Hyper-V virtualisieren.


2008R2 läuft genausogut auch als Hyper-V-VM.

lks
Mitglied: em-pie
em-pie 19.04.2020 aktualisiert um 12:59:27 Uhr
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Zitat von @Lochkartenstanzer:

Zitat von @em-pie:.

Ggf. mal sehen, ob du den 2008er R2 nicht gegen einen 2016er oder 2019er ersetzen kannst. Dann kannst du auch anstatt ESXi zu nutzen das kannste via Hyper-V virtualisieren.


2008R2 läuft genausogut auch als Hyper-V-VM.

lks
Du hast natürlich recht, aber ich wollte auf etwas anderes hinaus.
a) 2008R2 ist ja EOS
b) 2016/2019 als Hyper-V-Host installieren und darin dann den 2008R2 bereitstellen

Hatte schon wieder drei Gedanken gleichzeitig oben :-D face-big-smile
Mitglied: fnbalu
fnbalu 19.04.2020 um 13:41:46 Uhr
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Oh, da scheint noch eine und zu fehlen, die zu Verwirrung sorgt, sorry. Mein Fehler.

Der neue Server bekommt Server 2019
Es ist faktisch alles neu, nur das Storage wandert vom alten dann rüber.

Ich gebe dem ganzen mal Nummern.
Aktuell läuft es auf Raicd Controller 1 (RC1) mit Server 2008R2

Es existiert die zweite Hardware und extra, Reserve schadet ja auch nicht, ein zweiter identischer Controller (RC2)


Ich möchte auf RC2 das Raid erstellen, Windows installieren u.s.w.
Wenn ich meine es soweit zu haben, baue ich um.
Dann soll RC1 dauerhaft verwendet werden.

Ich stelle mir vor, dass RC1 das erstellte Raid1 von RC2 dann startet.
Das Storage war ja schon immer auf RC2 und wird dann halt als zusätzliche GPT Disk eingebunden (die ist schon GPT)


Mich irritiert das BIOS, ich nenne es mal übergreifend so.
Der alte steht auf Legacy und im neuen, auch wieder Supermicro, kann ich wählen zwischen Dual, Uefi und Legacy und weiß nicht was die beste Wahl ist.


Der Hardwaretausch findet statt, da Server 2008 EOL ist.
Sonst hätte ich wohl noch nichts angefasst, aber es passte sich so. Ich bin auch überzeugt von Supermicro. Das lief superstabil und es geht nichts über IPMI beim Server.
Mitglied: em-pie
em-pie 19.04.2020 um 16:18:13 Uhr
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Also fassen wir mal zusammen:

Du hast einen Server, bei dem du:
  • Board, CPU, RAM (netzteil auch) tauscht
  • zusätzlich einen weiteren Controler hast, der zwei neue SSDs erhält

Bisher hast du euf dem vorhandenen RAID-Controller die Platten so "verteilt", dass auf einem RAID1 das OS und auf einem RAID6 die Nutzdaten liegen.

ICH würde das wie folgt machen:
  • von allem ein Backup zuehen und "beiseite legen" (und auf Funktionalität prüfen)
  • den bisherigen Server per P2V virtualisieren und anschließend mit einer Kopie testen (Laptop/ PC reicht vermutlich fürs erste)
  • die Platten an dem aktuellen Controller markieren/ beschriften (wo ist welche Disk angeschlossen)
  • Hardware wechseln und den alten Controller dessen Platten zunächst beiseite legen
  • Alles wie geplant zusammenbauen (außer dem alten Controller) und auf UEFI stellen/ belassen
  • RAID1 mit den SSDs einrichten
  • Windows 2019 installieren + Updaten
  • System herunterfahren, den alten Controller nebst Disks einbauen und Windows wieder starten
  • das alte RAID-Setting komplett auflösen und neu einrichten (RAID5 + Hotspare oder RAID10, je nach Disk-Anzahl bzw. I/O-Bedarf)
  • Hyper-V Rolle installieren und den Standard-Datastore auf das RAID 5/ RAID10 legen
  • die per P2V-Migrierte "Kiste" importieren.

Gruß
em-pie
Mitglied: fnbalu
fnbalu 19.04.2020 um 17:10:57 Uhr
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Ich verstehe das mit dem virtualisieren dabei nicht.
Es soll doch alles neu und nur das eine Raid 6 übernommen werden.
Backup mache ich vom Raid 6 sowieso vorab.

Nur wieso Raid auflösen und Raid 5 mit Spare erstellen?

Das Raid 6 wird vielleicht später mal erneuert, aktuell ist es nicht geplant.

Die Platten kann ich über Rahmen leicht deaktivieren.



Zu LSI. Werden die Raid Informationen nicht auf der HDD gesichert?
Sprich Controller ist kaputt und muss sich ja tauschen lassen. So einen Fall simuliere ich ja.

Es gibt ja auch 2 neue SSDs für das Raid 1 des OS. Es können somit 2 Rechner inkl System parallel laufen. Ich möchte ewige Downtime verhindern.

Interessant ist halt die Bios Variante
Mitglied: em-pie
em-pie 19.04.2020 aktualisiert um 17:22:28 Uhr
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Du kannst das virtualisieren auch lassen.
Ich sehe hier aber in 95% der Fälle immer mehr Vorteile denn Nachteile:

  • Wenn du die Hardware mal wechseln musst, wechselst du nur die Hardware, das eigentliche Server-System mit den Nutzdaten bleibt und du kannst es auf den neuen Server umziehen
  • Backups sind "besser", da man hier Backups der ganzen VM (per Snapshot) wegsichert und nicht auf Fileebene sichern muss
  • Fällt die Hardware mal aus, hängst du die virtuellen Disk "einfach" an einen anderen Server (temporär an eine Workstation) und bist erst einmal arbeitsfähig
  • ein HA-Konzept (kann man später im Bedarfsfall nachrüsten) ist hier besser zu realisieren, da man sich keine Gedanken machen muss, wie die eigentliche Applikation hochverfügbare betrieben werden muss, sondern die virtualisierungs-Suite das selbst regelt (je nach eingesetztem Produkt)
  • Du nutzt die Ressource "Hardware" effizienter, da man auch mal einen zweiten und dritten Server auf den physischen Host betreiben kann (Lizenzen berücksichtigen!). Die CPU pennt in 95% aller Server ohnehin tagsüber immer. Du brauchst also nur mehr RAM und mehr HDDs...

Es gibt nur wenige Fälle, in denen die Nutzserver physisch auf Blech besser aufgehoben sind.


Aber wenn du ohnehin alles neu machst:
WIndows Server 2019 installieren, und alles auf UEFI belassen. Fertig.

Deinen Nutzdaten auf dem RAID 6 ist es egal, ob das BIOS UEFI oder Legacy ist. Das OS muss damit klarkommen. Und wenn das ohnehin neu installiert wird, dann direkt mit aktiven UEFI...


€dit:
Typo
Mitglied: fnbalu
fnbalu 19.04.2020 um 17:49:20 Uhr
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Da schließ sich der Kreis. hat UEFI Vorteile gegenüber dem Bios? Gebootet wird eh nur von 512GB


Das andere wäre Server 2019 welches alles andere virtualisiert???
Bisher habe ich den Server immer einzeln gehabt, welcher dann auch den Mailserver bereitestellt hat
Auf dem Server lief Virtualbox, welches mir mal eine test VM bereitgestellt hat oder wenn ich mal ein Linux OS benötigt habe.

Der Server ist auch angemeldet, da gehe ich via VNC drauf, notfalls IPMI.

Der alte Server hatte 16GB Ram auf einem 1230v2 Xeon
Der neue Server hat 64GB Ram auf einem E-2224 Xeon
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lochkartenstanzer 19.04.2020 aktualisiert um 19:39:27 Uhr
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Zitat von @fnbalu:

Da schließ sich der Kreis. hat UEFI Vorteile gegenüber dem Bios? Gebootet wird eh nur von 512GB

Mit UEFi kannst Du das GPT-Schema benutzen bist dann freier in der Partitionierung. Selbst wenn Du aktuell nur drei Partitionen brauchst (boot, recovery, Sytem) kann es in besonderen Situationen manchmal hilfreich sein, da mehr Freiheiten zu haben.

lks
Mitglied: em-pie
em-pie 19.04.2020 um 19:43:18 Uhr
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Zitat von @fnbalu:

Da schließ sich der Kreis. hat UEFI Vorteile gegenüber dem Bios? Gebootet wird eh nur von 512GB
Der Typ des Speichers hat mit dem Typ des BIOS nichts gemein.

Das andere wäre Server 2019 welches alles andere virtualisiert???
Korrekt.
Bisher habe ich den Server immer einzeln gehabt, welcher dann auch den Mailserver bereitestellt hat
Welcher Mailserver kommt zum Einsatz?
Exchange? Dann sollten/ müssen DC und Mail-Server separat laufen
Auf dem Server lief Virtualbox, welches mir mal eine test VM bereitgestellt hat oder wenn ich mal ein Linux OS benötigt habe.
Heutzutage nicht mehr erforderlich.
Wenn du einen Windows-Server hast, kannst du via Hyper-V virtualisieren. Wichtig: der Host darf nur die Hyper-V-Rolle inne haben und noch einen Backup-Software installiert haben. alles andere muss dann in die VMs. Mit einer Windows-Standardlizenz darfst du dann
1x einen Host betreiben
2x eine VM darauf bereitstellen

Der Server ist auch angemeldet, da gehe ich via VNC drauf, notfalls IPMI.
Das ist ja grauselig. Zum Server verbindet man sich nur per RDP (Windows), Per Managementtools (wenn Windows-Server als Core läuft) oder per Console bei irgendwelchen Unix/ Linus-Büchsen. Per IPMI nur bei der initialen Installation

Ich hoffe, du greifst auf diese Art und weise nicht aus dem WWW auf den Server zu!?

Der alte Server hatte 16GB Ram auf einem 1230v2 Xeon
Der neue Server hat 64GB Ram auf einem E-2224 Xeon
Wenn du einen Exchange hast, ist das etwas dünn...
Mitglied: fnbalu
fnbalu 19.04.2020 um 20:14:12 Uhr
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Exchange nutze ich nicht, ich nutze Kerio.
Bisher lief da auch mal ne Software drauf, die ein Windows bedarf und nicht als Dienst lief.
Geht so etwas mit RDP?
Meldet man sich damit nicht kurzfristig an und dann quasi wieder ab?

Bisher fuhr der Server hoch, meldete sich an und sperrte sich dann.
VNC mit Windows User Passwort und bei disconnect die Sperre.

Ich nutze es auch aus dem www vom Handy im Notfall, muss aber dazu sagen, dass dies via VPN realisiert wird, kein Portforward in dem Sinne.

Der Server wird nur privat genutzt und ich bin beruflich kein Admin, aber schaue gerne nach Alternativen
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