network3r
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Plan für Vernetzung von einem Mehrfamilienhaus

Hallo,

ich plane ein Mehrfamilienhaus zu vernetzen.

Es handelt sich um 11 Wohneinheiten die jeweils Lankabel in 3 Zimmern sowie Wlan benötigen.

Wohnung1: Arbeitszimmer, Wohnzimmer, Schlafzimmer.

In jeder Wohnung gibt es einen Schaltschrank der als Verteilerkasten dient.
Von dort geht jeweils ein Kabel in eines der drei Zimmer.
Zu dem Verteilerkasten kommen vom Büro 3 Cat7 Kabel an.

Im Büro kommt vom Hauptanschluss ein Koaxialkabel an woaran dann das Kabelmodem angeschlossen wird.

Ich hatte mir folgendes ausgedacht.


Kabelmodem-> Switch -> patchfeld-> von dort in die einzelnen wohnungen.

Vom Schaltschrank in der Wohnung-> Switch mit Wlan.


Passt das vom Grundsatz her ?
Oder soll ich jedes Zimmer einer jeden Wohnung im Büro patchen ?
Was meint Ihr ?
Welche Geräte welcher Firma bevorzugt ihr ? TP-Link, Cisco usw...

Grüße

Network3r

Content-ID: 540268

Url: https://administrator.de/forum/plan-fuer-vernetzung-von-einem-mehrfamilienhaus-540268.html

Ausgedruckt am: 04.04.2025 um 15:04 Uhr

SlainteMhath
Lösung SlainteMhath 28.01.2020 um 12:50:36 Uhr
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Moin,

du must auf jedenfall sicherstellen, dass Mieter 1 nicht auf die Geräte von Mieter 2 zugreifen kann.
Ich würde als Mieter das nur zu akzeptieren:

Eine Internetleitung (vom "Büro"?) zur Wohnung. Die terminiert in meiner Firewall (MicroTik o.Ä.). Dahinter ggfs noch ein Switch für die APs und Endgeräte.

Natürlich könnte man das auch mit einem zentralen Switch im Büro und VLANs erledigen, da gehört aber einiges an Fachwissen dazu. Und wie gesagt: dem würde ich als Mieter nicht trauen.

lg,
Slainte
Network3r
Network3r 28.01.2020 um 13:41:52 Uhr
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Hallo Slainte,

danke für deine schnelle Antwort. Das mit dem Heimnetz war eine Idee. Ich hatte allerdings nicht an die Datensicherheit gedacht. ich glaube ich werde den Mietern einfach anbieten das sie vorübergehend "mein" Netz nutzen können aber sich selber dann Internet einrichten lassen.

Ist dann quasi das Freie Netz welches sie als Notlösung nutzen können.


Trotz dessen würde ich dann die Schaltzentrale im Büro (ist ein kleiner Raum neben dem Büro) lassen wo ich dann einfach die Kabel verbinde...

AAAber: gut dass du das angesprochen hast, wie schütze ich mich denn so dass niemand von den anderen Nutzern auf meinen PC zugreifen kann am einfachsten ?


Grüße

Network3r
Dilbert-MD
Dilbert-MD 28.01.2020 um 14:21:42 Uhr
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Zitat von @Network3r:
Hallo,
[...]
Wohnung1: Arbeitszimmer, Wohnzimmer, Schlafzimmer.
[...]
Oder soll ich jedes Zimmer einer jeden Wohnung im Büro patchen ?

Büro = Arbeitszimmer oder DEIN Büro im Haus (Hausmeisterbüro)
Dann bitte keine Verbindung von den Wohnungen zum Hausmeisterbüro.

Bei einem Neubau würde ich vom Keller je Wohnung ein großes Leerrohr für mind. 2 Medien vom HAR in die Wohnungen führen.
Wenn es jetzt einen Coax-Anschluss gibt, heißt es ja nicht dass in 5, 10 oder 15 Jahren nicht doch Glasfaer kommt. Dann brauchst Du LAN oder LWL zu den Wohnungen.

Leerrohre sind bei Neubau sowieso obligatorisch nach DIN 18015-1.

Wo wäre in den Wohnungen ein guter Platz für den Router (mit W-LAN) ?
Meist im Flur - wegen der Abdeckung der Wohnung mit W-LAN.
Dann von Dort in jedes Zimmer 2x LAN und 2x Coax.
Im Flur einen kleinen Anschlusskasten mit Patchpanel (bauseitig) und Platz für einen 24er-Desktop-Switch und 3 Steckdosen (Switch, Router, Firewall)
Die Geräte müssen ja nicht im Arbeitszimmer hängen. Dort reichen LAN-Dosen. Notfalls schraubt sich der Mieter einen 8er Switch neben die LAN-Dose.

Dann kann sich jeder Mieter selber Internet bestellen, ist selber verantwortlich und kann seine volle Bandbreite nutzen.

Ist dann quasi das Freie Netz welches sie als Notlösung nutzen können.

Dann nimm aber einen Freifunkrouter.

Gruß
RolliK
RolliK 19.02.2020 um 09:16:21 Uhr
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Bist Du Dir sicher, dass die DIN 18015-1 obligatorisch ist?

Und wie schaut es eigentlich aus, wenn wir in unserem Gebäude (Baujahr 1962) die Netze komplett erneuern lassen? Sind denn in dem Fall auch Leerrohre vorgeschrieben?

Ich habe mich mal versucht hier https://www.baunormenlexikon.de/norm/din-18015-1/fc7a1835-4b1f-4165-a6da ... zu informieren, komme jedoch nicht wirklich weiter. In welchem Abschnitt steht denn diese Vorschrift?

Gruß
Dilbert-MD
Dilbert-MD 20.02.2020 um 15:01:27 Uhr
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in meiner vorliegenden Version von 2007 ist es Kapitel 6, Absatz 6.1.1
"Kabel und Leitungen sind auswechselbar, z. B. in Rohren oder Kanälen, zu führen, sofern sie nicht in
besonderen Fällen auf der Wandoberfläche installiert werden
"

Eine DIN ist kein Gesetz, wird aber i.d.R. als allgemein anerkannte Regel der Technik (jur.: mittlere Art und Güte) angesehen.
Da die DIN 18015 auch Erdung, Blitzschutz und Potentialausgleich behandelt, ist sie bei vielen Stromversorgern eine anzuwendende Vorschrift, wenn es um den Stromanschluss geht.

In Bestandgebäuden kann man ggf. auf ein Rohrnetz verzichten, weil oft auch die Wandstärken keine tiefen Schlitze zulassen. Sprich 'mal mit Deinem Elektriker, ob dieser die DIN vorliegen hat oder geh in eine Uni-Bibliothek - falls Du den Text brauchst.