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Port "aufteilen"?

Guten Abend,
vorweg: ich bin bin Neuling auf dem Gebiet der Administration, konnte jedoch schon einige Erfahrungen sammeln.

Was ich habe:
-Windows Server 2019 als DC und Host für folgende VMs, darauf:
-Linux Maschine (Ubuntu), hier läuft Nextcloud
-Windows Server '19 als SSTP
-Windows Server '19 als DHCP, DNS
-Windows Server '19 für Exchange

& eine (1) ext. statische IP inkl. Domain.


Was ich gerne hätte:
da nur eine IP vorhanden ist, würde ich gerne gerne den Port 443 "aufteilen", sodass "cloud.domain.de" an die Linux-Maschine weitergeleitet wird, "vpn.domain.de" jedoch an meinen SSTP-Server.
Der Mailserver soll vorerst nur Mails senden / empfangen können, weswegen der erstmal nicht zu beachten ist.

Was ich nicht will / brauche:
step-by-step Anleitung.

Da ich nicht weiß, wonach ich suchen muss, finde ich natürlich auch nichts.

Ich hätte gerne eine Einschätzung, ob das machbar ist für jemanden, der das nicht als Lehrberuf / Studium hatte, ob meine Aufbau und die Überlegung Sinn ergibt und dann bitte eben grob kurz Stichworte wonach ich googlen muss.


Besten Dank im Voraus!

Content-ID: 618715

Url: https://administrator.de/forum/port-aufteilen-618715.html

Ausgedruckt am: 04.04.2025 um 07:04 Uhr

Tezzla
Lösung Tezzla 04.11.2020 aktualisiert um 22:15:21 Uhr
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Moin,

das Stichwort, was du suchst, ist Reverse Proxy.
Damit lässt sich per DNS eine Anfrage auf verschiedene Systeme hinter dem Reverse Proxy umleiten bzw. schaltet er sich dazwischen.

VG
142583
142583 04.11.2020 um 22:20:47 Uhr
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Dass man mit abweichenden Ports arbeitet, ist keine Möglichkeit?

Eine weitere IP besorgen ist ebenfalls keine Möglichkeit?

Muss es unbedingt SSTP sein?

Der Exchange bekommt OWA?

Der bereits erwähnte Reverse Proxy ist die einfachste und schnellste Lösung.
SeaStorm
SeaStorm 04.11.2020 um 22:28:33 Uhr
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Hi

was für eine Firewall setzt ihr denn ein?
Viele Modelle haben einen Reverse-Proxy bereits an Bord.
StefanKittel
StefanKittel 04.11.2020 um 23:09:05 Uhr
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Hallo,

Zitat von @BadRequest:
vorweg: ich bin bin Neuling auf dem Gebiet der Administration, konnte jedoch schon einige Erfahrungen sammeln.
das ist ja nun nicht schlecht oder falsch, aber keine gute Vorraussetzung einen Server ins Internet zu stellen.
Die Gefahr besteht, selbst bei einer noch so guten Anleitung, ein großes Loch zu reißen und danach viele neue Freunde zu haben die alle schwarze Hüte tragen.

Was ich habe:
-Windows Server 2019 als DC und Host für folgende VMs, darauf:
Auf einem Hyper-V-Host sollte gar nichts laufen. Auch kein DC.
Der DC am besten auf einer seperaten Maschine.

& eine (1) ext. statische IP inkl. Domain.
So wie Du das schreibst... direkte Frage: Ist das ein gemieteter Server im Rechenzentrum? 1und1, Hetzner, etc?
Oder steht der bei Dir in der Firma/ZH?

Wieviele Personen werden mit diesem Server arbeiten?

Stefan
mbehrens
mbehrens 05.11.2020 um 01:04:48 Uhr
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Zitat von @BadRequest:

Was ich gerne hätte:
da nur eine IP vorhanden ist, würde ich gerne gerne den Port 443 "aufteilen", sodass "cloud.domain.de" an die Linux-Maschine weitergeleitet wird, "vpn.domain.de" jedoch an meinen SSTP-Server.

443 1/4 auf cloud und 443 3/4 auf vpn face-smile

Implementiere einen für die Protokolle geeigneten Reverse Proxy (z. B. nginx, Apache, HAProxy, Kemp, pfSense, Sophos, NetScaler). In vielen Firewall Produkten ist ein solches System schon implementiert.
Razer1
Razer1 05.11.2020 um 10:01:49 Uhr
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Zitat von @BadRequest:
Was ich habe:
-Windows Server 2019 als DC und Host für folgende VMs, darauf:
-Linux Maschine (Ubuntu), hier läuft Nextcloud
-Windows Server '19 als SSTP
-Windows Server '19 als DHCP, DNS
-Windows Server '19 für Exchange

& eine (1) ext. statische IP inkl. Domain.

Moin,

vorweg, ein DC ist ein DC ist ein DC. Warum nicht DC, DNS sowie DHCP zusammen ? Ist recht üblich so.

Reverse Proxy ist das Stichwort inkl. Subdomains. ngnix, haproxy, apache, gibt da mehrere auf dem Markt die gut und zuverlässig funktionieren.

Gruß
Pjordorf
Pjordorf 05.11.2020 um 14:16:04 Uhr
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Hallo,

Zitat von @BadRequest:
-Windows Server 2019 als DC und Host für folgende VMs, darauf:
Wird von MS nicht supported oder gar empfohlen. Nur Hyper-V auf das Blech, und dann mit VMs einen DC/DHCP/DNS machen.

Gruß,
Peter
BadRequest
BadRequest 05.11.2020 um 16:11:43 Uhr
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Zitat von @142583:

Dass man mit abweichenden Ports arbeitet, ist keine Möglichkeit?
wäre eine Option, jedoch habe ich bisher nicht herausgefunden, wie das funktionieren würde.
Eine weitere IP besorgen ist ebenfalls keine Möglichkeit?
Nein, da es nur ein Bundle aus fünf weiteren IPs gibt, welche +20€ monatlich kosten. Das sind zwei drittel meines aktuellen Vertrages.
Muss es unbedingt SSTP sein?
SStp deshalb, weil in vielen Hotels etc VPN geblockt wird. SSTP dank Http über Port 443, der ist immer offen.
Der Exchange bekommt OWA?
evtl später, nicht jetzt direkt, da genügend Outlook-Lizenzen vorhanden sind.
Der bereits erwähnte Reverse Proxy ist die einfachste und schnellste Lösung.
Dann wird es wohl das werden.
BadRequest
BadRequest 05.11.2020 um 16:13:44 Uhr
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Zitat von @Pjordorf:
Wird von MS nicht supported oder gar empfohlen. Nur Hyper-V auf das Blech, und dann mit VMs einen DC/DHCP/DNS machen.

Ok danke, sollte ja relativ schnell umgebaut sein oder übersehe ich etwas?
BadRequest
BadRequest 05.11.2020 um 16:15:33 Uhr
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Zitat von @Tezzla:
das Stichwort, was du suchst, ist Reverse Proxy.
Super, danke! Ist das mit Windows-eigenen Mitteln möglich?
BadRequest
BadRequest 05.11.2020 um 16:18:01 Uhr
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Zitat von @SeaStorm:
was für eine Firewall setzt ihr denn ein?
Da das für einen Privaten Haushalt ist, gibt es keine dedizierte FW. ich habe hier einen Ubiquiti USG Pro 4 als Router/FW.

Steinigt mich nicht, alles ist ausbaufähig. Wie gesagt, ich stehe ziemlich am Anfang.
aqui
Lösung aqui 05.11.2020 um 16:22:28 Uhr
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Da das für einen Privaten Haushalt ist, gibt es keine dedizierte FW.
Die kann man ja kostenfrei auch als VM laufen lassen...
Preiswerte, VPN fähige Firewall im Eigenbau oder als Fertiggerät
https://docs.netgate.com/pfsense/en/latest/recipes/virtualize-hyper-v.ht ...
Die hat das obige alles gleich an Bord... face-wink
Razer1
Lösung Razer1 05.11.2020 um 16:24:02 Uhr
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Zitat von @BadRequest:

Zitat von @Tezzla:
das Stichwort, was du suchst, ist Reverse Proxy.
Super, danke! Ist das mit Windows-eigenen Mitteln möglich?

IIS funktioniert auch. Eine kleine Linux kiste geht aber auch, hast ja sowieso alles schon virtuell
BadRequest
BadRequest 05.11.2020 um 16:24:16 Uhr
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Zitat von @StefanKittel:
das ist ja nun nicht schlecht oder falsch, aber keine gute Vorraussetzung einen Server ins Internet zu stellen.
Die Gefahr besteht, selbst bei einer noch so guten Anleitung, ein großes Loch zu reißen und danach viele neue Freunde zu haben die alle schwarze Hüte tragen.
Gebe ich dir recht, jedoch sollte, sofern nur die notwendigsten Ports offen sind, ja nicht allzuviel passieren können, oder?
Auf einem Hyper-V-Host sollte gar nichts laufen. Auch kein DC.
Der DC am besten auf einer seperaten Maschine.
Wenn ich den DC virtualisiere ists schonmal etwas besser, oder?
So wie Du das schreibst... direkte Frage: Ist das ein gemieteter Server im Rechenzentrum? 1und1, Hetzner, etc?
Oder steht der bei Dir in der Firma/ZH?
steht im Keller @home. Feste IP kommt vom Provider dank Business-Vertrag.
Wieviele Personen werden mit diesem Server arbeiten?
vorerst ausschließlich ich. Wenn dann mal alles tut wie es soll, bekommt der ein oder andere vertrauenswürdige Freund auch einen VPN-Zugang.
Razer1
Razer1 05.11.2020 um 16:28:55 Uhr
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Zitat von @BadRequest:

Zitat von @StefanKittel:
das ist ja nun nicht schlecht oder falsch, aber keine gute Vorraussetzung einen Server ins Internet zu stellen.
Die Gefahr besteht, selbst bei einer noch so guten Anleitung, ein großes Loch zu reißen und danach viele neue Freunde zu haben die alle schwarze Hüte tragen.
Gebe ich dir recht, jedoch sollte, sofern nur die notwendigsten Ports offen sind, ja nicht allzuviel passieren können, oder?
selbst mit nur ein paar Ports offen kann man das nicht pauschalisieren. da gibt es viele Faktoren z.B. eingesetzte Software und deren Lücken
Auf einem Hyper-V-Host sollte gar nichts laufen. Auch kein DC.
Der DC am besten auf einer seperaten Maschine.
Wenn ich den DC virtualisiere ists schonmal etwas besser, oder?
Hau ihn mit auf die DNS/DHCP Kiste - DC Rolle installieren, FSMO übertragen, alten abschalten / deinstallieren
BadRequest
BadRequest 05.11.2020 um 16:31:28 Uhr
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Zitat von @aqui:
Die kann man ja kostenfrei auch als VM laufen lassen...
Preiswerte, VPN fähige Firewall im Eigenbau oder als Fertiggerät
https://docs.netgate.com/pfsense/en/latest/recipes/virtualize-hyper-v.ht ...
Die hat das obige alles gleich an Bord... face-wink
Die Ressourcen sind zwar vorhanden, jedoch stelle ich mir immer die Frage, ob es nötig ist.
Sprich, genügt nicht die FW vom Router?
Welche Vorteile ergeben sich?
Solche Dinge kläre ich gerne im Voraus, bevor ich tiefer in Linux einsteige, als ich es eigentlich wollte.
BadRequest
BadRequest 05.11.2020 um 16:32:33 Uhr
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Zitat von @Razer1:
IIS funktioniert auch.
Was meinst du damit?
BadRequest
BadRequest 05.11.2020 um 16:35:49 Uhr
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Zitat von @Razer1:
selbst mit nur ein paar Ports offen kann man das nicht pauschalisieren. da gibt es viele Faktoren z.B. eingesetzte Software und deren Lücken
klar, das mal außen vor, da habe ich als Verbraucher wenig Möglichkeiten was dran zu machen. Restrisiko bleibt immer.
Hau ihn mit auf die DNS/DHCP Kiste - DC Rolle installieren, FSMO übertragen, alten abschalten / deinstallieren
Gut mach ich so.
Stehe gerade auf der Leitung... FSMO???
GNULinux
Lösung GNULinux 05.11.2020 um 17:58:12 Uhr
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Zitat von @BadRequest:

Zitat von @Razer1:
IIS funktioniert auch.
Was meinst du damit?

Der IIS ist der einzige Webserver, der nativ unter Windows läuft. Webserver sind normal Linux-Gebiet. Prinzipiell kann man das mit einem IIS machen. Eine komplette Win VM mit IIS, die lediglich als Reverse Proxy dient, ist aber kompletter overkill. Auch hinsichtlich Sicherheit/Angriffsfläche. Der IIS ist ja ein kompletter Applikationsserver, macht am meisten Sinn für .NET Anwendungen.

Apache würde prinzipiell auch gehen, aber ebenfalls overkill und außerdem Thread- statt Eventbasiert.

Ich würde was schlankes bewährtes nehmen wie nginx oder HAProxy. Die sind sehr ressourcensparend und schnell. So einen packst du auf einen kleinen Linux Server mit ein bisschen RAM, viel braucht die Kombi nicht face-smile