FAX ist nicht mehr Datenschutzkonform

Hallo,

jetzt sollte es jeder begreifen...

FAX ist nicht mehr Datenschutzkonform

brammer

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Ausgedruckt am: 20.06.2021 um 02:06 Uhr

60 Kommentare
Mitglied: 117471
117471 aktualisiert am 11.05.2021
Hallo,

als ich 1992 bei der Bundeswehr war, hat der Versand von „Class C“ Informationen per Fax grundsätzlich ein Disziplinarverfahren nach sich gezogen.

Gruß,
Jörg
Mitglied: brammer
Hallo,

ich glaube mein letztes Fax ist ca. 10 Jahre her....

brammer
Mitglied: VGem-e
Greetz,

dann bin ich mal gespannt, wann dies DSGVO-konform z.B. durch verschlüsselte Mails ersetzt wird! Tippe, im digitalen Entwicklungsland Deutschland frühestens in 8-10 Jahren.

Gruß
Mitglied: brammer
Hallo,

wann dies DSGVO-konform z.B. durch verschlüsselte Mails ersetzt wird

wieso denn?
Eine DSGVO konforme Lösung gibt es doch!

brammer
Mitglied: VGem-e
Servus,

klar ist die "Schneckenpost" datenschutzkonform, aber halt auch echt langsam gegenüber einer Mail oder einem Fax. Von den ganzen Messengern reden wir hier doch gar nicht.

Gruß
Mitglied: Stefan007
kenne leider genug altmodische Chefs, die darauf bestehen, obwohl es auch anders ginge.
Mitglied: HansDampf06
Naja! Wenn ich als Begründung lese, dass im Gegensatz zum klassischen Faxgerät beim Empfänger das Fax in eine E-Mail umgewandelt und weitergeleitet werde, dann stelle sich mir die Nackenhaare auf. Als ob ein klassisches Faxgerät das Telefax nicht sofort ausdrucken und damit eine entsprechende Kenntnisnahme ermöglichen würde.

Und die Bundeswehr kann nur bedingt herangezogen werden, weil eine militärische Geheimhaltung doch etwas ganz anderes ist als das viele Trumborium um die E-Mail-Verschlüsselung. Zudem wird auch die Bundeswehr mit Sicherheit in unkritischen Bereichen das Telefax benutz(t hab)en.

Ganz abgesehen davon ist ja nicht ausgeschlossen, dass die interne Faxempfangseinrichtung den Inhalt verschlüsselt, der per E-Mail weitergeleitet wird. Zudem kann beispielsweise bei Hylafax eine automatisierte Ablage des empfangenen Telefaxes auf einer Freigabe erfolgen - nichts mit E-Mail. Mithin sehe ich das Ende des Telefaxes noch nicht wirklich. Das auch deshalb nicht, weil es weiterhin einen weiten Anwendungsbereich für Telefaxe gibt, die gerade nicht unter das Normzitat des verlinkten Golem-Beitrages fallen.

Viele Grüße
HansDampf06

PS:
Würde denn die deutsche Verwaltung es endlich schaffen, per EGVP einen durchgehenden elektronischen Rechtsverkehr zu ermöglichen, dann wäre die ganze Diskussion über DSGVO, E-Mail und Telefax in weiten Teilen obsolet. Aber hier regieren eben 16 Großfürsten und viele tausend Kleinfürsten - deutsche Zersplitterung halt.
Mitglied: max
Mit einem Fax dürfen keine personenbezogenen Daten übermittelt werden, stattdessen sollten verschlüsselte E-Mails genutzt werden

Die Empfehlung sind verschlüsselte E-Mails? Naja, bei der aktuellen Unterstützung von Verschlüsselung in der Mailsoftware bin ich mir nicht sicher, ob das wirklich eine Alternative ist.

Fang ich morgen an, verschlüsselte Mails zu verschicken, würden eigentlich alle Empfänger in die Röhre schauen.

Ohne Verschlüsselung würde ich das Wort "Datenschutz" und "E-Mail" niemals in einem Satz verwenden - und das ist der Standard. Ich glaube der Bremer Landesdatenschutzbeauftragte steht da zwischen Realität und Wunschdenken.

Klar, wären verschlüsselte E-Mails die Lösung, aber warum interessiert es die Hersteller von Mailsoftware noch die Menschen, die das Mail-Protokoll pflegen nicht? Bei HTTP auf HTTPS haben die Browserhersteller das geregelt, warum nicht bei Mail? Outlook, Thunderbird etc. machen da seit Jahren nichts.

just my 2 cents

Gruß
max
Mitglied: HansDampf06
Zitat von @max:

Ich glaube der Bremer Landesdatenschutzbeauftragte steht da zwischen Realität und Wunschdenken.

... wobei er dem Wunschdenken ganz nah ist und die Realität mit dem Fernglas in weiter Ferne beobachtet ...

Auch wenn einige hier in ihrem beruflichen Umfeld - gerade als ITler - mit Telefax keine Berührung (mehr) haben. Aber es gibt noch genügend Tätigkeitsbereiche, in denen das Telefax zum ganz normalen Blumenstrauß der Kommunikationsmittel gehört. Denn einen Vorteil gegenüber der E-Mail hat ein Telefax in jedem Fall: Mit dem Sendebericht gibt es einen Zugangsnachweis, der in aller Regel faktisch hinreichend beweissicher ist. Bei einer E-Mail ist das ein frommer Wunsch, woran auch eine Verschlüsselung nichts zu ändern vermag.

Bekanntlich leben ja Totgesagte länger und den verbalen Abgesang des Telefaxes gibt es seit mehr als zehn Jahren. Nur ist es bis zum wirklichen Tod noch etwas hin ... Ich wage zu behaupten, dass das Telefax noch mindestens zehn Jahre schaffen wird, wenn es nicht vorher eine ungeahnte Revolution bei den Kommunikationsmitteln geben sollte.

Viele Grüße
HansDampf06
Mitglied: 117471
Hallo,

Zitat von @HansDampf06:

Naja! Wenn ich als Begründung lese, dass im Gegensatz zum klassischen Faxgerät beim Empfänger das Fax in eine E-Mail umgewandelt und weitergeleitet werde, dann stelle sich mir die Nackenhaare auf.

So sehe ich das auch. Bei Telefax hattest Du früher immer eine Kopie in der Hand. Der gesamte Prozess war letztendlich genau so unsicher: Niemand konnte nachvollziehen, ob weitere Kopien angefertigt wurde und der Absender hatte keine Einsicht, wie sorgsam der Empfänger mit dem Inhalt umgeht.

Ein "abhören" klassischer Faxe dürfte ebenfalls kein großartiges Problem sein bzw. nicht schwieriger sein, als ein normales Telefon anzuzapfen.

Das Argument mit der Umwandlung mag' zwar ziemlicher Blödsinn sein, aber das Ergebnis "an sich" ist ja korrekt: Fax gehört auf den Abfallhaufen der Menschheitsgeschichte.

Zudem wird auch die Bundeswehr mit Sicherheit in unkritischen Bereichen das Telefax benutz(t hab)en.

Bei der Bundeswehr war alles kritisch, Herzchen.

Ich habe da zum Beispiel mal einen 2-wöchigen Lehrgang(!) für einen hydraulischen Palettenhubwagen mitgemacht - inklusive dem dafür erforderlichen Erste-Hilfe-Kurs. Ich könnte Dir so 'n Ding noch heute mit verbundenen Augen auseinander- und wieder zusammenbauen.

Ganz abgesehen davon ist ja nicht ausgeschlossen, dass die interne Faxempfangseinrichtung den Inhalt verschlüsselt, der per E-Mail weitergeleitet wird.

*muahaha*

Hast Du dich mal mit GFI Faxmaker usw. beschäftigt? Da bist Du froh, wenn der Krempel irgendwann läuft und flüchtest, sobald Du keine Fehlermeldung mehr findest :-) face-smile

Das auch deshalb nicht, weil es weiterhin einen weiten Anwendungsbereich für Telefaxe gibt, die gerade nicht unter das Normzitat des verlinkten Golem-Beitrages fallen.

Nö. Selbst die MuFu-Geräte für 99 Euro können Dokumente per E-Mail versenden. Und wer zu dumm ist, eine E-Mail-Adresse statt einer Faxnummer einzugeben, hat eh' nichts mitzuteilen, sry.

Gruß,
Jörg
Mitglied: Visucius
Da jubeln die Juristen und Gerichte ...

Kannste Dir nicht ausmalen dieses "beste Deutschland aller Zeiten" unserer Regierung.

VG
Mitglied: 117471
Hallo,

Zitat von @HansDampf06:

Mit dem Sendebericht gibt es einen Zugangsnachweis, der in aller Regel faktisch hinreichend beweissicher ist.

Das ist eine urbane Legende. Das Thema landet immer wieder mal vor Gerichten. Bis jetzt haben alle(!) Gerichte entschieden, dass ein Sendebericht keinerlei Beweiskraft hat.

Selbst Berichte, bei denen eine verkleinerte Version des Faxes im Sendebericht dargestellt wird, haben keinerlei Relevanz.

Ich hatte z.B. mal einen Fall, wo eine Sekretärin versehentlich Thermopapier statt Normalpapier in das Fax (mit Laserdrucker) gelegt hat. Im Ergebnis hast Du ein komplett schwarzes Blatt als Ausdruck.

War ein relativ kurzer Prozess. Sinngemäß hieß es: "Wenn Du zu faul bist, anzurufen und zu fragen, ob dein Fax auch angekommen ist kann das ja nicht so wichtig gewesen sein".

Gruß,
Jörg
Mitglied: HansDampf06
Zitat von @117471:

Bei der Bundeswehr war alles kritisch, Herzchen.

1. Bin ich nicht Dein Herzchen!

2. Meinst Du etwa mit Bundeswehr das "Ferienlager", das simuliert, eine schlagkräftige Armee zu sein ... Mag ja vielleicht Ausnahmen geben, wahrscheinlich bei Spezialeinsatzkräften. Aber ansonsten?! Nun gut, ist keine Baustelle für dieses Forum ...

Ich habe da zum Beispiel mal einen 2-wöchigen Lehrgang(!) für einen hydraulischen Palettenhubwagen mitgemacht - inklusive dem dafür erforderlichen Erste-Hilfe-Kurs. Ich könnte Dir so 'n Ding noch heute mit verbundenen Augen auseinander- und wieder zusammenbauen.

Ganz toll! Bravo! Ich bin echt beeindruckt!

Hast Du dich mal mit GFI Faxmaker usw. beschäftigt? Da bist Du froh, wenn der Krempel irgendwann läuft und flüchtest, sobald Du keine Fehlermeldung mehr findest :-) face-smile

Wer gibt sich denn auch mit GFI Faxmaker ab? Also bitte! Da gab und gibt es schon immer wesentlich Besseres. Aber wer sich gerne selbst quält, darf sich solchen Schmerzen auch genüsslich hingeben ...

Nö. Selbst die MuFu-Geräte für 99 Euro können Dokumente per E-Mail versenden. Und wer zu dumm ist, eine E-Mail-Adresse statt einer Faxnummer einzugeben, hat eh' nichts mitzuteilen, sry.

Eine brilliante Argumentation! Ich sehe, Du kennst Dich bestens aus! Bravo!

Viele Grüße
HansDampf06
Mitglied: HansDampf06
Zitat von @117471:

Mit dem Sendebericht gibt es einen Zugangsnachweis, der in aller Regel faktisch hinreichend beweissicher ist.

Das ist eine urbane Legende. Das Thema landet immer wieder mal vor Gerichten. Bis jetzt haben alle(!) Gerichte entschieden, dass ein Sendebericht keinerlei Beweiskraft hat.

1. Ich empfehle zunächst genau zu lesen, was ich formuliert habe - nämlich insbesondere das Wort faktisch! Aber ich dachte mir schon, dass es irgendjemanden geben wird, der dieses Wort schlicht ignorieren wird.

2. Dessen ungeachtet: Du willst Dich garantiert nicht mit mir auf eine Diskussion zum Thema Urkundenbeweis und dessen Anforderungen einlassen. Nun gut ist wiederum ebenfalls keine Baustelle für dieses Forum ...

3. Um noch einmal auf das Wort faktisch zurückzukommen: Wie viele Gerichtsverfahren, in denen ein Telefax zum Beweis angeboten wurde, hast Du in Deinem Leben schon aktiv begleitet? Oder anders gefragt: Was weißt Du wirklich von prozessualer Beweisführung? Irgendeine (Einzel)Entscheidung aufzurufen, genügt dafür jedenfalls nicht.

Also lass es einfach gut sein. Hier verrennst Du Dich mächtig.

Viele Grüße
HansDampf06
Mitglied: max
Ich glaube über den Sinn eine Faxgeräts muss man heute nicht mehr streiten: Ja es gehört in das Technikarchiv (Mülleimer), egal wo.

Nur dummerweise gibt es keine wirkliche Alternative. Mail an sich ist es nicht, da es noch unsicher ist. Solang die Mailserver das intern nicht verschlüsseln und die Mails als frei lesbaren Text durch die Server wandern, kann man nicht von "sicher" sprechen: Klartext != Sicherheit.

Verschlüsselung wäre also die einzige Alternative.

Nur Verschlüsselung wird unter Mail nicht gerade gefördert oder flächendeckend unterstütz. S/MIME und OpenPGP kennt ja jeder User und hat es natürlich in der neuesten Version Installiert - lol - ich denke ihr wisst, was ich meine.

Solange also die Mailserver, Outlook, Thunderbird, Apple Mail und die ganzen Webmailer, etc. das nicht vernünftig und vor allem einfach in ihre Software integrieren, wird die Ablöse des Fax noch ewig dauern und ein reiner feuchter Wunschtraum eines Datenschutzbeauftragten sein.

Wir wissen, wo der Fehler liegt, doch wer will ihn beheben und wer die heilige Kuh "E-Mail" anpassen bzw. ins nächste Jahrhundert führen.

Beim Browser hat es Google und Apple vorgemacht, wer kommt bei Mail? Mozilla wohl kaum.

Gruß
max
Mitglied: HansDampf06
Zitat von @Visucius:

Da jubeln die Juristen und Gerichte ...

Die haben es eigentlich gar nicht so schlecht. Denn es gibt seit ca. 2005/6 das EGVP (Elektronisches Gerichts- und Verwaltungspostfach) und seit 2018 das beA (besonderes elektronisches Anwaltspostfach). Ähnliches gibt es für Notare und Patentanwälte. Zudem wird es ab dem 1. Januar 2022 für die so genannten Berufsträger und die Gerichte verpflichtend, ausschließlich den elektronischen Rechtsverkehr zu benutzen. Damit wird das Telefax im Rahmen der Kommunikation mit dem Gericht in jedem Fall seine bisherige Relevanz verlieren.

Über das beA und dergleichen können die Berufsträger auch untereinander kommunizieren, wenn sie denn wollen.

Viele Grüße
HansDampf06
Mitglied: Lochkartenstanzer
Zitat von @brammer:

Hallo,

ich glaube mein letztes Fax ist ca. 10 Jahre her....

Bei mir 10Wochen. :-) face-smile

lks
Mitglied: HansDampf06
Zitat von @Lochkartenstanzer:

Zitat von @brammer:

Hallo,

ich glaube mein letztes Fax ist ca. 10 Jahre her....

Bei mir 10Wochen. :-) face-smile

lks

Bei mir nur wenige Tage. Ich bekomme auch noch Telefaxe.

Viele Grüße
HansDampf06
Mitglied: Lochkartenstanzer
Zitat von @HansDampf06:

Zitat von @Lochkartenstanzer:

Zitat von @brammer:

Hallo,

ich glaube mein letztes Fax ist ca. 10 Jahre her....

Bei mir 10Wochen. :-) face-smile

lks

Bei mir nur wenige Tage. Ich bekomme auch noch Telefaxe.



"Bekommen" tue ich etwa nur 1 Fax pro Monat von irgendwelchen Autoaufkaufspammern, das aber i.d.R. in einer Fritte landet und dort entsorgt wird.

Ansonsten Faxe ich nur ab und zu für einige Verwandte was, wenn die etwas per Fax bekommen oder wegschicken wollen.

lks
Mitglied: Windows10Gegner
Wobei der Brief genau wie Fax unverschlüsselt ist.
Ergo auch kein Gewinn, außer dann die Überwachung aufwändiger ist.
Mitglied: tikayevent
Hab ich schon vor ein paar Wochen irgendwo gelesen, ist jetzt wohl nur die öffentliche Bestätigung.

Bei uns war die Faxerei zwischen den Filialen fast schlimmer als bei ner Behörde. Aber im März wurde dann von unserer Personalabteilung vorgeschlagen, es abzuschaffen (was wir von der IT schon lange wollen), Nach fünf Minuten war es von der Geschäftsführung bestätigt und auf den 1. April gelegt. Und da es kein Scherz war, habe ich am 1. April diesen Jahres alle Faxrufnummern aus den Telefonanlagen genommen, die entsprechenden internen Leitungen abgeschaltet und damit war es fix. Es gibt nur noch für den absoluten Notfall ein Multifunktionsgerät in der Zentrale, welches faxen könnte, aber zwischen Inbetriebnahme des Gerätes am jetzigen Standort und der ersten Verwendung der Faxfunktion sind neun Monate gewesen, das war irgendwann dieses Jahr im Februar.

Die Filialen waren anfangs der Meinung, es wäre eine Empfehlung gewesen, nicht mehr zu faxen ...
Mitglied: HansDampf06
Um das

Zitat von @117471:

Hast Du dich mal mit GFI Faxmaker usw. beschäftigt? Da bist Du froh, wenn der Krempel irgendwann läuft und flüchtest, sobald Du keine Fehlermeldung mehr findest :-) face-smile

noch einmal sachlich aufzugreifen.

Wer noch eine klassische auf CAPI 2.0 aufsetzende Faxanwendung hat, installiert beispielsweise die Remote-CAPI von Bintec und benutzt einen BinTec-Router als Netzwerkfaxkarte. Die BinTec-Router beherrschen dafür SIP, um entweder direkt an den VoIP-Provider oder an eine interne SIP-Telefonanlage angeschlossen zu werden (einschließlich SIP-Application-Gateway). Auf diese Art und Weise kann eine ältere Faxsoftware weiterverwendet (/ virtualisiert) werden. Mit einem LANCOM-Router soll das ebenfalls so funktionieren.

Das funktioniert beispielsweise ganz einfach im Zusammenspiel mit Ferrari OfficeMaster. OfficeMaster ist eine umfassende UMS-Suite, die vollständig in Exchange integriert ist. Mittlerweile gibt es auch ein SIP-Modul, so dass ein BinTec-Router nicht mehr unbedingt notwendig ist. Ferner gibt es Gateway-Appliances. Die Suite bietet mit ihrer Exchange-/Outlook-Integration zugleich AD-Integration/-Erweiterung. Ferner lassen sich damit CTI und ein (automatisches) Voice-Mail-System einrichten. Insgesamt hat das natürlich auch seinen Preis.

Für kleine(re) Umgebungen oder dann, wenn es ganz einfach sein soll, gibt es eine freie Telefax-Alternative: HylaFax (in Verbindung mit einer Asterisk-Installation). Das ist ganz schnell eingerichtet. Für Windows gibt es einen kleinen Client, der auf die Outlook-Kontakte oder sogar per ODBC auf eine SQL-Datenbank für die Kontaktdatenabfrage zugreifen kann; letzteres gibt natürlich enorme Freiheitsgrade hinsichtlich der Kontaktdaten. Wie bereits erwähnt, können der Faxversand/-empfang ganz individuell konfiguriert werden. Durch die freie Konfigurierbarkeit können natürlich geeignete Überlegungen angestellt werden, wie zumindest intern den DSGVO-Anforderungen bestmöglichst entsprochen werden kann. Mithin ist es für denjenigen, der ohnehin eine Asterisk-Telefonanlage betreibt, ohne einen nennenswerten Ressourcenbedarf und mit vertretbarem Aufwand möglich, die Telefax-Funktionalität vorzuhalten, falls es noch einen Bedarf dafür gibt.
HylaFax beherrscht neben dem Versenden per Client ebenso E-Mail-to-Fax.
Ein "Schmankerl" bei HylaFax ist, dass es für jeden Sende-/Empfangsvorgang eine detaillierte Protokolldatei über den Sendevorgang gibt. Das kann im Falle des Falls eine Fehlersuche sehr erleichtern.

Viele Grüße
HansDampf06
Mitglied: 117471
Hallo,

Wie viele Gerichtsverfahren, in denen ein Telefax zum Beweis angeboten wurde, hast Du in Deinem Leben schon aktiv begleitet?

Ungefähr 300. Ich war 12 Jahre lang Leiter des Dokumentenmanagements bei einem der größten Konzerne in Norddeutschland.

Und Du?

Gruß,
Jörg

Übrigens: Ich kann mich nicht erinnern, dass einer meiner Syndikusanwälte so einen Prozess verloren hat.
Mitglied: HansDampf06
Zitat von @117471:

Ungefähr 300. Ich war 12 Jahre lang Leiter des Dokumentenmanagements bei einem der größten Konzerne in Norddeutschland.

Bitte nimm es mir nicht übel: Deine Position ist sicherlich eine insgesamt sehr wichtige gewesen - ohne jeden Zweifel! ABER nicht einen einzigen Prozess hast Du aktiv begleitet, weil Du nicht der prozessführende (Voll)Jurist gewesen bist. Und damit meine ich in erster Linie das verantwortliche Verfassen der entsprechenden Schriftsätze und die Prozessführung als solche. Selbst Deine Syndikusanwälte werden die Prozesse in diesem Sinne nicht aktiv geführt, sondern mit Sicherheit der externen prozessführenden Anwaltskanzlei zugearbeitet haben. Syndikusanwälte dürfen nämlich ihren Arbeitgeber nicht gerichtlich vertreten. Mithin hattest Du eine (nur) unterstützende Aufgabe, die ich keinesfalls herabwürdigen möchte. Ganz im Gegenteil müssen solche dienenden Aufgaben perfekt erledigt werden, damit diejenigen, die darauf angewiesen sind, bestmöglich ihre Arbeit erledigen können.

Übrigens: Ich kann mich nicht erinnern, dass einer meiner Syndikusanwälte so einen Prozess verloren hat.

Sag' ich doch: Wer weiß, worauf es ankommt ... Deshalb eben das Wort faktisch.

Und Du?

Da halte ich mich vornehm zurück. :-) face-smile

Viele Grüße
HansDampf06
Mitglied: Visucius
… meiner ist LÄNGER 😂
Mitglied: 117471
117471 aktualisiert am 11.05.2021
Hallo,

Zitat von @HansDampf06:

ABER nicht einen einzigen Prozess hast Du aktiv begleitet, weil Du nicht der prozessführende (Voll)Jurist gewesen bist.

Du lügst.

Oder, um es anders herum zu formulieren: Würdest Du nicht lügen, würden wir uns persönlich kennen :-) face-smile

Syndikusanwälte dürfen nämlich ihren Arbeitgeber nicht gerichtlich vertreten.

Stimmt. Aber sie dürfen z.B. die Anwaltskanzleien steuern und berichten, stimmen Vorgehensweisen und Entscheidungen ab usw. usf.

Mit anderen Worten: Es ist der Zimmermann und nicht der Hammer, der den Nagel trifft.

Ich bin ehrlich: Ich habe das Gefühl, dass Du gerade um der Aufmerksamkeit Willen irgendwelche halbseidenen Informationen zusammenflunkerst und krampfhaft versuchst, auf Augenhöhe mit eine Fachkraft zu diskutieren.

Vermutlich die Retourkutsche für den WOL-Thread, wo ich Dich ja - unfreiwillig - etwas vorgeführt bzw. verleitet habe, Blödsinn zu schreiben :-) face-smile

Auf diesen Level lasse ich mich nicht ein. Wenn Du jemanden provozieren oder aus der Reserve locken willst, geh' von mir aus in die Politik. Hier geht es ums Fachliche; und das habe ich Dir eindeutig und fehlerfrei mitgeteilt.

Ganz abgesehen davon, dass die Urteile öffentlich einsehbar sind.

Da halte ich mich vornehm zurück.

Sprich: Kein Einziger. Zumindest nicht nach deinen kruden Theorien. Weil: Du bist ja auch kein "Volljurist", gell? :-) face-smile

Gruß,
Jörg
Mitglied: Lochkartenstanzer
Zitat von @117471:

Hallo,

Zitat von @HansDampf06:

ABER nicht einen einzigen Prozess hast Du aktiv begleitet, weil Du nicht der prozessführende (Voll)Jurist gewesen bist.

Du lügst.

Oder, um es anders herum zu formulieren: Würdest Du nicht lügen, würden wir uns persönlich kennen :-) face-smile

Syndikusanwälte dürfen nämlich ihren Arbeitgeber nicht gerichtlich vertreten.

Stimmt. Aber sie dürfen z.B. die Anwaltskanzleien steuern und berichten, stimmen Vorgehensweisen und Entscheidungen ab usw. usf.

Mit anderen Worten: Es ist der Zimmermann und nicht der Hammer, der den Nagel trifft.

Ich bin ehrlich: Ich habe das Gefühl, dass Du gerade um der Aufmerksamkeit Willen irgendwelche halbseidenen Informationen zusammenflunkerst und krampfhaft versuchst, auf Augenhöhe mit eine Fachkraft zu diskutieren.

Vermutlich die Retourkutsche für den WOL-Thread, wo ich Dich ja - unfreiwillig - etwas vorgeführt bzw. verleitet habe, Blödsinn zu schreiben :-) face-smile

Auf diesen Level lasse ich mich nicht ein. Wenn Du jemanden provozieren oder aus der Reserve locken willst, geh' von mir aus in die Politik. Hier geht es ums Fachliche; und das habe ich Dir eindeutig und fehlerfrei mitgeteilt.

Ganz abgesehen davon, dass die Urteile öffentlich einsehbar sind.

Da halte ich mich vornehm zurück.

Sprich: Kein Einziger. Zumindest nicht nach deinen kruden Theorien. Weil: Du bist ja auch kein "Volljurist", gell? :-) face-smile


Kinners, ihr braucht hier keinen Sch_w_a_n_z_vergleich zu machen. Das könnt ihr bei einem Bier in einen - hoffentlich irgendwann stattfindenden - Forentreffen ausduskutieren.

lks
Mitglied: brammer
Hallo,

@lks

Danke!!!

Und die beiden Jungs dürfen gerne sachdienlich beitragen!
Ansonsten... angenehmen Feierabend für heute!

brammer
Mitglied: 117471
Hallo,

naja - der wackelt mir jetzt irgendwie nach…

Irgendein Haustier hat jeder :-) face-smile

Gruß,
Jörg

Übrigens: Was das Forentreffen betrifft: Ich bastel gerade aus zwei FreeTier-Instanzen von Oracle ein Jitsi. Dss könnte man mal testen :-) face-smile
Mitglied: HansDampf06
Zitat von @117471:

...
Vermutlich die Retourkutsche ...
...


Zitat von @117471:

naja - der wackelt mir jetzt irgendwie nach…

Irgendein Haustier hat jeder :-) face-smile

Du tust mir aufrichtig leid! Ich brauche Dich gar nicht vorzuführen, denn das machst Du selbst immer wieder am besten!

Hinzukommt Deine unflätige Art, wenn Du Dich verrennst und im Ärger darüber ganz schnell Deine Beherrschung verlierst. Allem Anschein nach hast Du ein erhebliches Persönlichkeitsdefizit, vor allem betreffend Kritikfähigkeit und empfindsamer Eitelkeit. Scheinbar nimmst Du Dich auch gerne wichtiger, als Du in Wirklichkeit bist.

Du solltest daneben andere nicht mit Dir gleichsetzen: "Was ich selber denk' und tu', trau' ich ander'n zu!" Vielmehr solltest Du Dir Deinen Kommentar von 17:09 Uhr noch einmal durch den Kopf gehen lassen - auch in Relation zum WOL-Thread. Komm' also einfach mal wieder 'runter und bleibe künftig auf dem Boden!

Ungeachtet dessen kannst Du betteln, so viel wie Du willst. Aber ich werde Dir dennoch nicht verraten, ob ich überhaupt "EINEN" habe und ob er - um mit @Visucius zu sprechen - "LÄNGER" ist. :-) face-smile

Viele Grüße
HansDampf06
Mitglied: brammer
Und jetzt beide ab ins Körbchen!!
Ruhe!

Wenn ihr euch streiten wollt tauscht die Telefonnummern aus oder macht das über ein anderes Medium.

brammer
Mitglied: Vision2015
moin...

also mein leztes FAX war gestern.....
meine letzte FAX Server Installation war letzte woche (CapiFax - Fax Server)

ich kenne keine Anwalt, Gericht, Krankenhaus oder Praxis die kein FAX nutzen....
der renner sind da Apotheken... die bekommen noch etwa 100 faxe am tag....

und jetzt kommt der Datenschutz...... ich werf mich wech

Frank
Mitglied: brammer
Hallo,

das Fax noch genutzt wird macht die Situation ja nur noch schlimmer...
selbst bei einer Mail gibt es die Möglichkeit, ohne Verschlüsselung, eine Verbindlichkeit herzustellen... einfach eine Antwort schicken mit "ich habe am xx.xx..xxxx um yy.yy ihre Mail mit dem Inhalt "XYZ" erhalten und bestätige den Eingang"
Das sollte für viele Faxe als Alternative reichen.

Ja, die Rechtsanwälte und Juristen werden aufschreien aber mehr Sicherheit habe ich bei einem Fax auch nicht...


brammer
Mitglied: Vision2015
moin...
Zitat von @brammer:

Hallo,

das Fax noch genutzt wird macht die Situation ja nur noch schlimmer...
selbst bei einer Mail gibt es die Möglichkeit, ohne Verschlüsselung, eine Verbindlichkeit herzustellen... einfach eine Antwort schicken mit "ich habe am xx.xx..xxxx um yy.yy ihre Mail mit dem Inhalt "XYZ" erhalten und bestätige den Eingang"
Das sollte für viele Faxe als Alternative reichen.

Ja, die Rechtsanwälte und Juristen werden aufschreien aber mehr Sicherheit habe ich bei einem Fax auch nicht...
ich denke nicht, das es im mehr sicherheit geht, sondern eher um den gewohnten einfachen workflow :-) face-smile


brammer
Frank
Mitglied: Visucius
Zitat von @Vision2015:

moin...

also mein leztes FAX war gestern.....
meine letzte FAX Server Installation war letzte woche (CapiFax - Fax Server)

ich kenne keine Anwalt, Gericht, Krankenhaus oder Praxis die kein FAX nutzen....
der renner sind da Apotheken... die bekommen noch etwa 100 faxe am tag....

und jetzt kommt der Datenschutz...... ich werf mich wech

Frank
... meine Worte.

Gerade die Anwälte ... haben ja schon so prima Erfahrung mit ihrem supi dupi Anwaltspostfach sammeln dürfen ;-) face-wink
Mitglied: 117471
Hallo,

um den gewohnten einfachen workflow

Du meinst lesen -> eintippen -> drucken -> faxen -> einscannen -> per Wiedervorlage verschicken -> eintippen -> drucken?

Wer so etwas „aus Gewohnheit“ tut, der macht mir Angst :-) face-smile

Gruß,
Jörg
Mitglied: sangria68
Naja... Die Gesundheitsbranche geht ja mit ihren KIM-Adressen nun einen ähnlichen Weg... ;-) face-wink
Mitglied: Visucius
"Deutschland" auf dem steilen Weg der Digitalisierung.

Es ist beeindruckend, mit welcher Eloquenz wir bewährte Strukturen einreißen ohne auch nur im entferntesten Alternativen planen und bauen zu können.

Ich bin nur froh, dass ich in meinem Alter (ohne Kinder) flexibel genug bin, um zur Not auch außerhalb dieses Regierungsumfeldes ein ruhiges Plätzchen zu finden.
Mitglied: HansDampf06
Zitat von @sangria68:

Naja... Die Gesundheitsbranche geht ja mit ihren KIM-Adressen nun einen ähnlichen Weg... ;-) face-wink

Wenn man die problematischen Gesichtspunkte bei E-Mail, Telefax & Co. so nimmt, wie sie sind, dann kommt man eigentlich fast schon zwangsläufig auf KIM, EGVP, beA und so weiter. Deren gedanklicher Ansatz ist halt eine sichere Kommunikation in einer vertrauenswürdigen Umgebung.
Auf einem anderen Blatt steht dabei freilich die konkrete Umsetzung. Das beA ist da schon ein negatives Paradebeispiel, was keine Jubelschreie auszulösen vermag.

Andererseits bleibt mit solchen Insellösungen die eigentliche Problematik der unsicheren Kommunikation im Allgemeinen weitgehend ungelöst. Sie dürften sogar als "Ausweichmanöver" den Änderungsdruck reduzieren. Und wie soll dann das Wunschdenken eines Datenschutzbeauftragten in der Praxis einen Platz greifen können? Verbot des betreffenden Kommunikationsweges?

Viele Grüße
HansDampf06
Mitglied: keine-ahnung
@brammer

einfach eine Antwort schicken mit "ich habe am xx.xx..xxxx um yy.yy ihre Mail mit dem Inhalt "XYZ" erhalten und bestätige den Eingang"

Warum sollte man das tun ;-) face-wink ???

Das teilte die Bremer Landesdatenschutzbeauftragte mit

Was genau interessiert mich das in Saggsn?

LG, Thomas
Mitglied: keine-ahnung
@sangria68

Die Gesundheitsbranche geht ja mit ihren KIM-Adressen nun einen ähnlichen Weg

Leider nein - nur ein Teil der "Gesundheitsbranche". Die Teile, die nicht an die TIS konnektiert sind, bleiben da aussen vor ... und das sind nicht wenige. Kliniken, Pflegeheime und Pflegedienste, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Hebammen etc.pp. - und solange die nicht einmal die "Chance" haben, KIM zu nutzen, wird das Telefax weiterleben ... völlig egal, welchen lebensfernen Schwachsinn da eine Datenschutzbeauftragte aus einem Städtchen mit RRG-Senat vor sich hin brabbelt.

LG, Thomas
Mitglied: HansDampf06
Zitat von @keine-ahnung:

... wird das Telefax weiterleben ... völlig egal, welchen lebensfernen Schwachsinn da eine Datenschutzbeauftragte aus einem Städtchen mit RRG-Senat vor sich hin brabbelt.

Ich glaube, es gibt noch einen ganz pragmatischen Grund für die fortbestehende Nutzung des Telefax: Es ist für den Versender sehr schnell, jedenfalls beim Computerfax. Denn wenn ein Word-Dokument geschrieben wurde, braucht es lediglich aus Word heraus gedruckt zu werden und bedarf nur noch der Angabe einer Faxnummer, die möglicherweise sogar bereits im Dokument hinterlegt ist. So schnell, wie das Dokument auf diese Art und Weise abgeschickt werden kann, ist das mit einer E-Mail nur bedingt möglich. Denn dort muss nicht nur die Empfängeradresse angeben, sondern ebenso ein Betreff und - der guten Form halber - auch noch ein "Zweizeiler" hinzugefügt werden. Und dann ist nicht gesagt, ob die E-Mail auch schneller oder überhaupt ankommt.

So gibt es bei einer E-Mail zumeist keine Rückmeldung, dass die Empfängeradresse nicht richtig sein könnte - beim Telefax hingegen gibt es eine Fehlermeldung mit einer konkret benannten Fehlerursache, falls es nicht geklappt hat. Auf den Sendebeleg für einen Übertragungserfolg hatte ich ja schon hingewiesen.
Beim Empfang unterscheidet sich das Telefax (bei Computerfax) zumeist nicht von der E-Mail.

Viele Grüße
HansDampf06
Mitglied: 117471
Hallo,

Zitat von @HansDampf06:

Denn wenn ein Word-Dokument geschrieben wurde, braucht es lediglich aus Word heraus gedruckt zu werden und bedarf nur noch der Angabe einer Faxnummer, die möglicherweise sogar bereits im Dokument hinterlegt ist.

Das funktioniert übrigens genau so gut per E-Mail. Sogar mit "fremden" MUA, ich hab 's gerade mit Thunderbird ausprobiert. Ein weitere Vorteil ist, dass die E-Mail-Adresse wesentlich einprägsamer ist und mit höherer Warscheinlichkeit im Adressbuch hinterlegt ist, als die Faxnummer. Weitere mögliche Fehlerursachen sind z.B. fehlerhaft gespeicherte Faxnummern (Ländervorwahl usw.).

Denn dort muss nicht nur die Empfängeradresse angeben, sondern ebenso ein Betreff und - der guten Form halber - auch noch ein "Zweizeiler" hinzugefügt werden.

Das stimmt nicht. Das wird hier automatisch ausgefüllt und bringt sogar Vorteile mit sich. Zum Beispiel dann, wenn der MUA das noch um Kontaktdaten (E-Mail-Signatur usw.) anreichert.

Und das Tollste: Ein Blick in den Ordner "Gesendete Objekte" verrät Dir vier Wochen später sekundengenau, wann Du das Dokument verschickt hast und was da drin stand. Hierfür reicht lediglich ein Blick aufs Smartphone (ActiveSync / IMAP mal vorausgesetzt).

So gibt es bei einer E-Mail zumeist keine Rückmeldung, dass die Empfängeradresse nicht richtig sein könnte

Aber sicher gibt es die. Eine ausgebliebene Bounce-E-Mail ist definitiv eine Bestätigung, dass die E-Mail in ein Postfach einsortiert wurde. Ob sie gelesen wird, kann man zwar nicht wissen - aber ein Blatt Papier kann ebenfalls mal vom Fax direkt in den Papierkorb verfrachtet werden oder im DMS versauern.

beim Telefax hingegen gibt es eine Fehlermeldung mit einer konkret benannten Fehlerursache, falls es nicht geklappt hat.

Auch das ist eine unwahre Aussage. Da steht i.d.R. nur Übertragungsfehler. Wenn die Faxgeräte nicht kompatibel sind oder aufgrund anderer Einflüsse abgebrochen wird, bekommst Du maximal eine herstellerspezifische Fehlernummer.

Auf den Sendebeleg für einen Übertragungserfolg hatte ich ja schon hingewiesen.

Stimmt. Abgesehen davon, dass er - wie bereits erwähnt - völlig irrelevant ist, landet er gerade bei Faxservern häufig im Nirwana oder beim Administrator des Servers, der alle xxx Wochen einmal nach dem Rechten schaut.

Beim Empfang unterscheidet sich das Telefax (bei Computerfax) zumeist nicht von der E-Mail.

Aber natürlich - so sind z.B. Regelungen, Filterungen (SPAM usw.) ausgesprochen aufwändig mit OCR realisierbar. Wenn überhaupt.

Gruß,
Jörg
Mitglied: HansDampf06
Es kommt immer darauf an, welche Faxlösung verwendet und wie diese konfiguriert wird.

In dieser Hinsicht gibt es Varianten mit schmalen Features und es gibt eben solche wie zum Beispiel Ferrari OfficeMaster und auch HylaFax, die sich feingranular einstellen lassen - einschließlich der vielfältigsten Fehlerursachen. Ein- und Anbindung in/an E-Mail ist dabei dann genauso selbstverständlich, so dass es beim Zugriff auf versendete und empfangene Telefaxe unterm Strich keinerlei Unterschiede zur E-Mail gibt, weil sie ebenfalls als E-Mail vorliegen.
Insoweit dürfen klassische Faxgeräte und ihnen entsprechende Faxsoftware nicht mit professionellen Faxlösungen verwechselt werden.

Übrigens gibt es keine Garantie, dass der Zielmailserver überhaupt eine Bouncenachricht versendet, so dass aus deren Nichterhalt keineswegs hinreichend sicher auf einen Zugang geschlossen werden kann. Und gegen den Fehlerteufel beim Erfassen von E-Mail-Adressen gibt es genauso wenig ein Mittelchen wie bei Telefaxnummern.

Also es kommt wie immer darauf an ...

Viele Grüße
HansDampf06
Mitglied: 117471
Hallo,

Übrigens gibt es keine Garantie, dass der Zielmailserver überhaupt eine Bouncenachricht versendet,

Aber sicher das: https://de.wikipedia.org/wiki/Bounce_Message zeigt am Ende die entsprechenden RFC auf.

Bei Faxgeräten sieht das tatsächlich etwas anders aus: Hier versucht jeder Hersteller (und teilweise auch jeder Netzbetreiber), seine eigene Suppe zu frickeln. Siehe z.B. das ganze Gekasper um T.38

Und gegen den Fehlerteufel beim Erfassen von E-Mail-Adressen gibt es genauso wenig ein Mittelchen wie bei Telefaxnummern.

In vielen Fällen werden E-Mail-Adressen automatisch vom MUA gesammelt. Ein Tippfehler könnte beim Absender möglich sein, allerdings ist das ausgesprochen unwarscheinlich und technisch nur dann möglich, wenn dort irgendwo ein POP3-Sammelpostfach dazwischengeschaltet ist oder ein SMTP-Relay verwendet wird, dass die Absenderdomäne nicht kennt.

Gruß,
Jörg
Mitglied: HansDampf06
Ich dachte mir schon, dass der Hinweis auf die RFC kommen wird. ABER das eine ist die (gedulige) Norm und das andere ist die Wirklichkeit ...

Also in mehr als fünf Jahren habe ich mit dem Faxversand per SIP (a-law) keinerlei Probleme, so dass die unterschiedlichen Süppchen der Hersteller bedeutungslos sind. Lediglich an einen einzigen Kollegen konnte kein Fax übermittelt werden, was aber nach den Fehlermeldungen an einem Abbruch der Gegenseite lag. Ansonsten Behörden, Gerichte, Versicherungen, große und kleine Unternehmen und sogar Privatpersonen völlig problemfrei. Vielleicht liegt es auch an meiner Faxinstallation, dass alles so gut funktioniert.

Und was ist, wenn die tolle MUA nicht die einzige Datenquelle für die Kontaktdaten ist? Dann gibt es eben doch wieder den Faktor Mensch. Betreffend des Fehlerteufels galt schon immer: "Die Wege des Herrn und die meinigen sind unergründlich!" Aber was soll es, hat ja mit dem Telefax als solchem nur indirekt etwas zu tun.

Viele Grüße
HansDampf06
Mitglied: 117471
Hallo,

Zitat von @HansDampf06:

ABER das eine ist die (gedulige) Norm und das andere ist die Wirklichkeit ...

...die von allen bekannten MDA erfüllt wird. So viele gibt es da übrigens nicht.

Also in mehr als fünf Jahren habe ich mit dem Faxversand per SIP (a-law) keinerlei Probleme,

Glückwunsch!

Und was ist, wenn die tolle MUA nicht die einzige Datenquelle für die Kontaktdaten ist? Dann gibt es eben doch wieder den Faktor Mensch.

...bei Faxnummern genau so wie bei E-Mail-Adressen...

Bleibt wie gesagt die Rechtsunsicherheit: Wenn ich in einem Fax eine unerwünschte Information finde, ignoriere ich es und die Gegenseite kann vor Gericht einen Handstand machen und mit den Schuhen über dem Hintern zusammenklopfen bis ihm der Dreck in den Hintern rieselt: Es interessiert niemanden.

Eine E-Mail kann ich z.B. signieren, um Veränderungen zu verhindern. Und da die mir der SMTP-Relayserver des ISP meine Message-ID bestätigt, habe ich zumindest schon einmal eine unabhängige Quelle, die die Zustellung dokumentiert. Spätestens dann, wenn ich mir die Daten per BCC an ein Dokumentationspostfach schicke.

Bei Faxen ist es für den Empfänger übrigens unmöglich, die vollständige Übermittlung sicherzustellen: Es gibt keine vom Inhalt abhängige Prüfsumme, Signatur o.Ä.

Gruß,
Jörg
Mitglied: HansDampf06
Zitat von @117471:

Bleibt wie gesagt die Rechtsunsicherheit: Wenn ich in einem Fax eine unerwünschte Information finde, ignoriere ich es und die Gegenseite kann vor Gericht einen Handstand machen und mit den Schuhen über dem Hintern zusammenklopfen bis ihm der Dreck in den Hintern rieselt: Es interessiert niemanden.

Herrgottchen! Wir haben doch schon gestern Deine profunden Prozessrechtskenntnisse voller Bewunderung vernehmen können. Zugleich konnten wir von Dir lernen, dass der (ehemalige) Leiter des Dokumentenmanagements sowohl "Volljurist" ist als auch in verantwortlicher Funktion die prozessualen Schriftsätze verfasste und die Prozessführung/-strategie/-taktik bestimmte. Zudem nahmen wir mit dem ergebensten Respekt zur Kenntnis, dass die Syndikusanwälte eines der größten norddeutschen Konzerne augenscheinlich diesem Leiter die Aktentasche tragen durften.

Was willst Du denn eigentlich noch? Jetzt fällt es mir wie Schuppen aus dem Haar: Dich quält nach wie vor die Frage, ob ICH nun Volljurist bin und/oder ob ich schon verantwortlich prozessuale Schriftsätze verfasst haben könnte, und falls ja wieviele. Aber mit meiner Antwort bleibe ich konsequent: Ich halte mich vornehm zurück!

Und jetzt gibt endlich damit Ruhe, wenn Du nicht als "bockiges Kleinkind" wahrgenommen werden willst.

Eine E-Mail kann ich z.B. signieren, um Veränderungen zu verhindern.

Das geht ebenso beim einem Telefax: 2D-Signaturbarcode. Der Barcode kann mit einer fortgeschrittenen oder sogar mit einer qualifiziert elektronischen Signatur erstellt und am Ende des Faxdokuments eingefügt werden. Ist ein ganz alter Hut seit mindestens 2007.
Übrigens kann seither eine Naturalparteiden 2D-Signaturbarcode dazu verwenden, um einen Mahnantrag in Papierform beim Mahngericht einzureichen, vgl. https://www.online-mahnantrag.de.

... Spätestens dann, wenn ich mir die Daten per BCC an ein Dokumentationspostfach schicke.

... habe ich lediglich den Beleg, dass irgendetwas versandt und zumindest (auch / nur) im eigenen Dokumentationspostfach angekommen ist. Nicht mehr und nicht weniger!

Bei Faxen ist es für den Empfänger übrigens unmöglich, die vollständige Übermittlung sicherzustellen: Es gibt keine vom Inhalt abhängige Prüfsumme, Signatur o.Ä.

- Vollständige Übermittlung: Das liegt zunächst in der Hand des Versenders, der das mittels des Sendebelegs prüfen kann (und sollte/muss) und gegebenenfalls die Übermittlung wiederholt. Freilich muss die Empfangseinrichtung beim Empfänger fehlerfei funktionieren, damit insbesondere nicht aufgrund eines technischen Fehlers NACH dem Abschluss des Übertragungsvorgangs die empfangenen Informationen verloren gehen können. Die technische Fehlerfreiheit ist dafür erforderlich und hinreichend zugleich. JEDOCH kann auch ein Mailserver eine E-Mail nach dem Eingang ins Nirvana schicken, ohne dass diese E-Mail jemals das Zielpostfach gesehen hat.

- Vom Inhalt abhängige Prüfsumme / Signatur: s.o. 2D-Signaturbarcode.

Viele Grüße
HansDampf06
Mitglied: Vision2015
moin...

Und jetzt gibt endlich damit Ruhe, wenn Du nicht als "bockiges Kleinkind" wahrgenommen werden willst.
sacht mal, hat man euch das Taschengeld gestrichen... oder was?
Kinder, es geht um die blöde geschichte ob Fax Datenschutzkonform ist... bzw. nicht!
die einen wollen es, die anderen wollen es nicht, und die Datenschutz Heinis haben Angst!
im grunde ein Brüller... :-) face-smile
glaubt den einer wirklich das Apotheken / Praxen mit Arzt oder Anwalt, Krankenhäuser und dergleichen jetzt ihren workflow aufhören...
im Leben nicht...
ich war heute in 3 Apotheken und einem Krankenhaus--- die haben sich vor lachen auf die Schenkel geklopft.....

und ihr geilt euch auf... bis einer weint.....

Frank
Mitglied: 117471
Hallo,

Zitat von @Vision2015:

sacht mal, hat man euch das Taschengeld gestrichen... oder was?

Ich äußere mich (nur) fachlich. Tut mir leid, dass eine bestimmte Person immer wieder persönlich wird und dazwischengrätscht (siehe oben). Wir waren an anderer Stelle unterschiedlicher Meinung und das bekomme ich jetzt zu spüren.

Im Grunde genommen gibt es drei Möglichkeiten:
  • ihr stellt eure Forensoftware so ein, dass mich der Teilnehmer nicht mehr lesen kann
  • ich schreibe gar nichts mehr
  • ihr bittet den Teilnehmer, damit aufzuhören

Das zum "Konflikt". Wenn Du hochscrollst wirst Du sehen, dass ich lediglich argumentiere und niemanden "als Person" angreife.

die einen wollen es, die anderen wollen es nicht, und die Datenschutz Heinis haben Angst!

Naja, wenn es wirklich nur um den Datenschutz geht: Az.: 6 A 211/17 Oberverwaltungsgericht Lüneburg

Und ja, wenn Märchen erzählt werden, dann äußert man sich halt auch mal mit einer anderen Meinung. Letztendlich wird der Inhalt dieses Forums ja auch öffentlich indiziert und ich denke es macht einen eher unprofessionellen Eindruck wenn hier bewußt Falschinformationen verbreitet werden.

glaubt den einer wirklich das Apotheken / Praxen mit Arzt oder Anwalt, Krankenhäuser und dergleichen jetzt ihren workflow aufhören...

Sagen wir mal so - das bleibt ja deinen Kunden überlassen. Du als Dienstleister kannst dich mal ganz entspannt zurücklehnen.

"Unser" Datenschutzbeauftragter hat uns übrigens aufgefordert, die Faxnummer zu deaktivieren: Das Risiko, dass z.B. ein Abmahnanwalt eine fingierte Bewerbung faxt und uns anschließend die "Übermittlung" personenbezogener Daten anmahnt, war dem wohl zu hoch. Und ja - es gibt Al*, die von so etwas leben.

Im Zweifelsfall weist man einmalig drauf hin.

Wobei ich in den Prozessen durchaus Verbesserungspotential sehe. Gerade bei einer automatisierten Verarbeitung wird es mit OCR usw. ausgesprochen schwierig. In der Regel ist die Qualität so grottig, dass Du nicht mal einen Barcode sauber rüberkriegst.

Gruß,
Jörg
Mitglied: 117471
Hallo,

Zitat von @HansDampf06:

- Vom Inhalt abhängige Prüfsumme / Signatur: s.o. 2D-Signaturbarcode.

Der lässt aber keine Überprüfung der inhaltlichen Authentizität zu. Was auch gar nicht möglich ist, da der Inhalt z.B. verzerrt und dennoch authentisch sein kann. Der Empfänger müsste zur Überprüfung das gesamte Fax entzerren usw.

Zudem wird das Fax nach Hinzufügen des Codes u.U. noch angereichert (Empfängerzeile usw.), die keine Software der Welt erkennen und rausrechnen kann (da individuell gestaltet).

Gruß,
Jörg
Mitglied: Vision2015
moin....
Zitat von @117471:

Hallo,

Zitat von @Vision2015:

sacht mal, hat man euch das Taschengeld gestrichen... oder was?

Ich äußere mich (nur) fachlich. Tut mir leid, dass eine bestimmte Person immer wieder persönlich wird und dazwischengrätscht (siehe oben). Wir waren an anderer Stelle unterschiedlicher Meinung und das bekomme ich jetzt zu spüren.
hach je.... da war was, mit freier meinung usw... :-) face-smile

Im Grunde genommen gibt es drei Möglichkeiten:
  • ihr stellt eure Forensoftware so ein, dass mich der Teilnehmer nicht mehr lesen kann
ich sehe da keinen einsteller :-) face-smile
* ich schreibe gar nichts mehr
fände ich doof....
* ihr bittet den Teilnehmer, damit aufzuhören
ignoranz hilft immer... auch dir :-) face-smile

Das zum "Konflikt". Wenn Du hochscrollst wirst Du sehen, dass ich lediglich argumentiere und niemanden "als Person" angreife.
das stimmt!

die einen wollen es, die anderen wollen es nicht, und die Datenschutz Heinis haben Angst!

Naja, wenn es wirklich nur um den Datenschutz geht: Az.: 6 A 211/17 Oberverwaltungsgericht Lüneburg
hm...

Und ja, wenn Märchen erzählt werden, dann äußert man sich halt auch mal mit einer anderen Meinung. Letztendlich wird der Inhalt dieses Forums ja auch öffentlich indiziert und ich denke es macht einen eher unprofessionellen Eindruck wenn hier bewußt Falschinformationen verbreitet werden.
nun ja, der unprofessionellen eindruck ist nebensächlich für den einen oder anderen....
leute die echte profis suchen, finden sie- auch bei administrator.de :-) face-smile das nur so aus erfahrung!

glaubt den einer wirklich das Apotheken / Praxen mit Arzt oder Anwalt, Krankenhäuser und dergleichen jetzt ihren workflow aufhören...

Sagen wir mal so - das bleibt ja deinen Kunden überlassen. Du als Dienstleister kannst dich mal ganz entspannt zurücklehnen.
das mit dem entspannt zurücklehnen mache ich eh...

"Unser" Datenschutzbeauftragter hat uns übrigens aufgefordert, die Faxnummer zu deaktivieren: Das Risiko, dass z.B. ein Abmahnanwalt eine fingierte Bewerbung faxt und uns anschließend die "Übermittlung" personenbezogener Daten anmahnt, war dem wohl zu hoch. Und ja - es gibt Al*, die von so etwas leben.
echt jetzt...

Im Zweifelsfall weist man einmalig drauf hin.
hm... würde das was ändern?

Wobei ich in den Prozessen durchaus Verbesserungspotential sehe. Gerade bei einer automatisierten Verarbeitung wird es mit OCR usw. ausgesprochen schwierig. In der Regel ist die Qualität so grottig, dass Du nicht mal einen Barcode sauber rüberkriegst.

Gruß,
Jörg
Frank
Mitglied: lcer00
Hallo,

kleine Anekdote aus dem Alltag.

Patient kommt in Arztpraxis. Die Chipkarte wird gesteckt. Die Telematikinfrastruktur prüft und antwortet: „Gesundheitsanwendung auf der EGK gesperrt“ Aha. Patient gibt an, die Karte sei neu. Anruf bei der Krankenkasse. „Das kann mal sein, wir schicken eine Neue.“ Arzthelferin: „Wir brauchen aber noch einen Nachweis über die bestehende Versicherung.“ „OK, kommt sofort“.

Das Fax piept nach wenigen Sekunden. Heraus kommt die Versichertenbescheinigung.

Ich finde, bezogen auf dieses Thema wirft das reichlich Fragen auf.

Grüße

lcer
Mitglied: Visucius
Zitat von @117471:

Hallo,

Naja, wenn es wirklich nur um den Datenschutz geht: Az.: 6 A 211/17 Oberverwaltungsgericht Lüneburg
Was nen Kindergarten! Haste das mal gelesen?! Und dann teil uns mal mit, welche Relevanz ne Einzelfallentscheidung zu einer Behörde aus Lüneburg für den Rest hier hat?! ist ja schon fast so gut, wie der LDSB von so nem failed-state wie Bremen der in dem Ursprungsartikel seine Meinung kund tat ;-) face-wink

"Unser" Datenschutzbeauftragter hat uns übrigens aufgefordert, die Faxnummer zu deaktivieren: Das Risiko, dass z.B. ein Abmahnanwalt eine fingierte Bewerbung faxt und uns anschließend die "Übermittlung" personenbezogener Daten anmahnt, war dem wohl zu hoch. Und ja - es gibt Al*, die von so etwas leben.
Soso, und anschließend habt Ihr hoffentlich den Briefkasten und eMails abgeschlossen/-schaltet. Schließlich könnten ja auch da ungefragt irgendwelche Juristen (gefakte) persönliche Infos unaufgefordert zukommen lassen. Um was zu machen? Persönlichkeitsrechte für gefakte Informationen einzuklagen, die sie selber unaufgefordert auf diesen "unsicheren" Weg gebracht haben?! Oder sie "nötigen" Dritte, deren persönliche Informationen?! Um sich dann selbst ... ?!

Wird ja immer konstruierter ;-) face-wink
Mitglied: Vision2015
Zitat von @lcer00:

Hallo,

kleine Anekdote aus dem Alltag.

Patient kommt in Arztpraxis. Die Chipkarte wird gesteckt. Die Telematikinfrastruktur prüft und antwortet: „Gesundheitsanwendung auf der EGK gesperrt“ Aha. Patient gibt an, die Karte sei neu. Anruf bei der Krankenkasse. „Das kann mal sein, wir schicken eine Neue.“ Arzthelferin: „Wir brauchen aber noch einen Nachweis über die bestehende Versicherung.“ „OK, kommt sofort“.

Das Fax piept nach wenigen Sekunden. Heraus kommt die Versichertenbescheinigung.

Ich finde, bezogen auf dieses Thema wirft das reichlich Fragen auf.
nein wiso?

Grüße

lcer

Mitglied: Vision2015
moin...
Zitat von @Visucius:

Zitat von @117471:

Hallo,

Naja, wenn es wirklich nur um den Datenschutz geht: Az.: 6 A 211/17 Oberverwaltungsgericht Lüneburg
Was nen Kindergarten! Haste das mal gelesen?! Und dann teil uns mal mit, welche Relevanz ne Einzelfallentscheidung zu einer Behörde aus Lüneburg für den Rest hier hat?! ist ja schon fast so gut, wie der LDSB von so nem failed-state wie Bremen der in dem Ursprungsartikel seine Meinung kund tat ;-) face-wink

"Unser" Datenschutzbeauftragter hat uns übrigens aufgefordert, die Faxnummer zu deaktivieren: Das Risiko, dass z.B. ein Abmahnanwalt eine fingierte Bewerbung faxt und uns anschließend die "Übermittlung" personenbezogener Daten anmahnt, war dem wohl zu hoch. Und ja - es gibt Al*, die von so etwas leben.
Soso, und anschließend habt Ihr hoffentlich den Briefkasten und eMails abgeschlossen/-schaltet. Schließlich könnten ja auch da ungefragt irgendwelche Juristen (gefakte) persönliche Infos unaufgefordert zukommen lassen. Um was zu machen? Persönlichkeitsrechte für gefakte Informationen einzuklagen, die sie selber unaufgefordert auf diesen "unsicheren" Weg gebracht haben?! Oder sie "nötigen" Dritte, deren persönliche Informationen?! Um sich dann selbst ... ?!

Wird ja immer konstruierter ;-) face-wink

nein, viele denken so- ich finde das auch sehr seltsam, was der datenschutz aus den leuten so macht!
ich habe mindesten für 30 Kunden die webseite abgeschaltet, aus angst vor abmahnungen.....
da machste nix

Frank
Mitglied: HansDampf06
Zitat von @Visucius:

Zitat von @117471:

"Unser" Datenschutzbeauftragter hat uns übrigens aufgefordert, die Faxnummer zu deaktivieren: Das Risiko, dass z.B. ein Abmahnanwalt eine fingierte Bewerbung faxt und uns anschließend die "Übermittlung" personenbezogener Daten anmahnt, war dem wohl zu hoch. Und ja - es gibt Al*, die von so etwas leben.
Soso, und anschließend habt Ihr hoffentlich den Briefkasten und eMails abgeschlossen/-schaltet. Schließlich könnten ja auch da ungefragt irgendwelche Juristen (gefakte) persönliche Infos unaufgefordert zukommen lassen. Um was zu machen? Persönlichkeitsrechte für gefakte Informationen einzuklagen, die sie selber unaufgefordert auf diesen "unsicheren" Weg gebracht haben?! Oder sie "nötigen" Dritte, deren persönliche Informationen?! Um sich dann selbst ... ?!

Ja, so schlimm ist es in der Tendenz. Denn wenn die Argumentation des Bremer Datenschutzbeauftragten wirklich schlagend sein sollte, dann stehen ebenso ausnahmslos alle unverschlüsselten Telefonate zur Disposition, weil im Zeitalter von VoIP auch diese per elektronischer Datenkommunikation erfolgen! Es ist nämlich nicht zu erkennen, was bei VoIP ein sachlich gerechtfertigter Unterschied zwischen einem Telefonat und einem Telefax sein könnte, der eine Ungleichbehandlung rechtfertigen würde. Und weil ein Telefonat ja in der Regel kein einseitiger Informationsaustausch durch den Anrufer ist, kann die Ausrede, zuvorderst sei der Absender für die Einhaltung des Datenschutzes zuständig, so dass sich der Empfänger zunächst zurücklehnen könne, nicht greifen. Wenn schon, denn schon! Abstrus wird es dann in jedem Fall.

Viele Grüße
HansDampf06
Mitglied: lcer00
Hallo,
Zitat von @Vision2015:
Ich finde, bezogen auf dieses Thema wirft das reichlich Fragen auf.
nein wiso?
liegt doch auf der Hand. Eine Krankenkasse ist kein Privatunternehmen sondern eine Körperschaft Öffentlichen Rechts und steht als solche unter direkter Staatlicher Aufsicht. Die Nutzung der super-sicheren-digitalverschlüsselten Lösung (Telematik, elektronische Gesundheitskarte) hat im praktischen Alltag (und vermutlich auch sonst) Grenzen. Eine Alternative kann nach Aussage des Landesdatenschutzbeauftragten nicht das FAX sein:
  • Was denn dann? Wie soll das praktisch geregelt werden?

Die wichtigste Frage ist doch: Warum soll ein SOHO-Unternehmen oder ein kleiner Mittelständler hier Dinge umsetzen, die sich der Staat ausdenkt, wenn dieser Staat das selbe nicht umsetzt? Das ist Ideologie pur. Normalerweise sollten Gesetzliche Regeln dem Rechtsempfinden der Gesellschaft und der Lebenswirklichkeit ihrer Bürger folgen, nicht diese Definieren.

Bitte nicht falsch verstehen, ich hasse Faxgeräte! Die passen technisch nicht mehr neben heutige IT technik. Aber für manche Dinge gibt es eben Stand heute keine praktisch funktionierende Alternative.

Warum gibt es keine Geräte, die ich im Büro an die Stelle des Faxes stellen kann, und bei denen das statt Piepsen über VoIP ohne zutun des Benutzers eine end-zu-end Verschlüsselte Verbindung zur Gegenstelle herstelle? Beim Wechsel von VHS auf DVD und später auf Bluray hat der Medienwechsel doch auch geklappt, ohne das dass jeder Haushalt sich zum 1. Januar komplett neue Heimelektronik kaufen musste, die von spezialisierten Dienstleistern installiert werden mussten?

Warum kann man eigentlich nicht seit 2010 den Elektronischen Personalausweis an meinen PC dranhalten und damit automatisch meine Emails verschlüsseln und signieren (Apple hätte da bestimmt ne einfache Lösung gefunden und Microsoft hätte sowas im Windows-Hello integriert)? Und wenn das ginge:
  • Wollen das die Sicherheitsbehörden?
  • Wollen das die "normalen Menschen"?

Wie gesagt, diese politische / gesellschaftliche Diskussion ist nie wirklich breit geführt worden. Aber trotzdem werden Stück für Stück Pflöcke eingeschlagen und wir haben nicht besseres zu tun, als die DSGVO quasi als die 3. Gesetzestafel vom Berg Sinai anzusehen. Auf dieser Basis sollen wir jetzt einen Kreuzzug gegen das Fax führen?

Nochmal, wenn staatliches Handeln (hier Arbeitsweise der Gesetzlichen Krankenkassen) in offenkundigem Widerspruch zu staatlichen Regeln ( Umsetzung des Datenschutzes) steht, kann ich solche Aussagen nicht so richtig ernst nehmen.

Grüße

lcer
Mitglied: Visucius
Zitat von @Vision2015:

nein, viele denken so- ich finde das auch sehr seltsam, was der datenschutz aus den leuten so macht!
ich habe mindesten für 30 Kunden die webseite abgeschaltet, aus angst vor abmahnungen.....
da machste nix

Frank
Das glaube ich Dir gerne. Gerade in der ersten Hysterie hat man sich überlegt ob sich die Website - im Verhältnis zum "gefühlten" Risiko - überhaupt trägt. Und ehrlich gesagt, ist bei vielen (kleineren) Firmen die Homepage nicht der Umsatzgenerator. Und gerade diesen Firmen fehlt dann auch das "am Ball bleiben", in rechtlichen Internetfragen.

Nur, ist es ja in rund 3 Jahren nicht zu diesen überbordenden Abmahnwellen gekommen. Und diese Pfürze, die diese Landesdatenschutzbeauftragten so loslassen ... wen kümmern die?! Die eine sagt, Videokonfernzen sind "alle" nicht datenschutzkonform, der nächste verzweifelt an VOIP/Fax, MS365, oder, oder. Und was passiert daraufhin?! Nix, vermutlich nicht mal im Behördenumfeld. Willst Du von denen ne "Freigabe" für Dein Setup, bekommste auch keine "offizielle" Genehmigung. Ich habe das mal vor Jahren mit ner Videoüberwachung versucht ... Schweigen im Walde.

Sich bei irgendwas "auskotzen" ohne die Folgen irgendwie ausbaden zu müssen kann jeder.

Neuerdings dürfen lt. Gesetz Postmitarbeiter - und erzähl mir nicht, der Hiwi, der hier austrägt sei verbeambtet! - "verdächtige" Postsendungen öffnen! Die letzten 80 Jahre durften sowas mW. nur die Amis als Besa.. ähh Beschützer.

Wenn ich anderen Leuten grundsätzlich "böses" unterstelle, kann ich jede Übertragung - auch verschlüsselte - als ungültig erklären. Gerade in Zeiten von z.B. Deepfakes. Dann können wir uns hier im Land alle einbuddeln und der Rest der Erde dreht sich trotzdem weiter. Versuche doch mal über die Landesgrenzen hinweg Geschäfte zu machen und denen dann zu erklären: "Nee, das dürfen wir hier nicht ... dabei liegt irgendnem Behören-Mitarbeiter irgendwo in Hintertupfing nen Pups quer wenn ich das mache ..."

Dabei ist DSGVO ne EU-Regelung ... und trotzdem legt das jeder dieser EU-Vollformat-Staaten unterschiedlich aus!
Mitglied: Archeon
Ist das jetzt in Mode gekommen sich nach Diskussionen einfach abzumelden oder warum ist Jörg (Altmetaller) jetzt auch weg?
Habe ich da noch was verpasst?
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