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Frust rauslassen. Meine Erfahrung, die ich im öffentlichen Dienst gemacht habe

Mitglied: Dingsda

Dingsda (Level 1) - Jetzt verbinden

28.02.2019, aktualisiert 14:40 Uhr, 2173 Aufrufe, 44 Kommentare, 14 Danke

Hallo zusammen,

bis jetzt war ich stiller Mitleser gewesen und fand hier auch viele gute Beiträge (--> Lösungen diverser Probleme). Danke dafür

Jetzt kann ich euch mal meine Erfahrung aus dem öD berichten.
Zu meiner Person: 29Jahre alt, habe beruflich bereits mehrere Ausbildungen samt Industriemeister-Titel und bin seit Juni 2018 ausgebildeter Fachinformatiker-Systemintegration.

Die Ausbildung absolvierte ich in der freien Wirtschaft und war ab dem ersten Tag sofort Domain-Admin gewesen. Mein Schwerpunkt lag jedoch im Bereich Netzwerk (Routing/Switching, VPN, WLAN usw.). Ich hatte eine zentrale Position und war international tätig. Nach der Ausbildung blieb ich dort noch vier Monate und kündigte selbst, weil es keine Zukunftsperspektiven in dem Unternehmen gab. Meine Stelle war auch nur für zwei Jahre befristet gewesen. In dem Konzern hatte ich den IGM-Tarifvertrag, d.h. 35h/Woche bei ca 2950,00€ Brutto pro Monat, 30 Urlaubstage.
Ich wagte den Schritt in den öffentlichen Dienst und bekam gleich zwei Zusagen. Das eine war eine Stelle mit E10 TV-L ohne Verbeamtung, die andere Stelle Bund mit Verbeamtung A7-9z (was Netto viel mehr ist).
Die Verbeamtung sagte mir mehr zu, dementsprechend lehnte ich die andere Stelle ab. Das war der größte Fehler!
Viele Wochen vor Dienstantritt fragte ich mehrfach nach, ob alles noch stimmen würde und ich am 1. November 2018 zum Beamten ernannt werde. Es wurde mir mehrfach bestätigt. Dann kam der 1. November... Man legte mir einen Arbeitsvertrag vom TVÖ-D (Bund) vor mit der Entgeltgruppe 6 (Stufe 1). Ich hatte keinen anderen Job mehr und war irgendwie gewzungen, zu unterschreiben. Man sagte mir, dass ich verbeamtet werde, sobald die erweiterte Sicherheitsüberprüfung durch ist. Dafür hatte ich Verständnis, weil es ein absehbarer Zeitraum war.
Nach drei Wochen war diese Überprüfung positiv abgeschlossen. Ich bin erneut zur Personalabteilung und fragte nach dem Stand der Dinge. Nun reichte plötzlich meine Berufserfahrung nicht aus. Man könnte mich frühestens im Dezember 2019 verbeamten... und dann nur mit A6 (Stufe 1)! Dass ich dann dort min. 12 Monate gearbeitet habe, wird nicht anerkannt. Die Besoldung fängt bei Stufe 0 an.
Dann würde ich auch mindestens drei Jahre nur A6 bekommen. Beförderungen können ziemlich lange dauern.
Nebenbei studiere ich auch Wirtschaftsinformatik. Anfangs hieß es, dass ich mit dem bachelor-Abschluss sofort in den gehobenen Dienst komme, dann min. A9 erhalte... An diese Aussage erinnert sich niemand mehr.
Ich bin Ende Dezember 2018 zur Personalabteilung und bat diese, mich zu entlassen. Ich wollte und will hier nicht mehr sein. man weigerte sich. Dann bot man mir an (unter Zeugen), dass man mich auf eine E8-Stelle setzt und IT-Fachkräftezuage gewährt... weil ich massive Einbußen habe mit dem niedrigen Gehalt: Länger arbeiten und viel längere Fahrtwege.
Ich rechnete mir dann mein mögliches Netto aus und war damit mittelmäßig einverstanden.
Im Februar 2019 sah ich noch immer nichts auf meinem Konto. Die Überraschung: Das, was man mir anbot, könnte man nicht umsetzen! Jetzt habe ich E6 mit Gehaltsausgleich der Stufe 3....
Intern gibt es in unserem Bereich massive Konflikte. Mit einem Kollegen komme ich gut klar, die andere bereitet uns nur Ärger, aber sie wird vom Chef geschützt... und kann machen, was sie will. Dabei hat sie hier Sachen gemacht (dies sogar zugegeben), wofür sie ein Disziplinarverfahren an der Backe hätte... aber nichts! In der freien Wirtschaft wäre man fristlos entlassen worden.
Sie hat hier viel Einfluss, weil ihre Frau ebenfalls einen hohen Posten in der Personalabteilung hat.
Jeden Tag komme ich nur noch mit Bauchschmerzen zur Arbeit, meldete mich bereits oft krank in der Hoffnung auf eine Kündigung, aber es passiert nichts.
Das Gehalt ist beschissen. Die Personalabteilung hat mich massiv mehrfach verarscht. Habe keinen Vorgesetzten, der klare Linien fährt und sich für seine Mitarbeiter stark macht. man beschäftigt sich auf der Arbeit mehr mit den persönlichen Konflikten als mit der eigentlichen Arbeit. Jeden Tag rechnet man mit neuen Angriffen, wie Kabel aus dem Rechner ziehen, Büromaterial klauen usw. Auf dieses Niveau will ich mich nicht herablassen.
Als ich dann auch der Personalabteilung vorgetragen habe, dass ich wegen ihren Falschaussagen eine E10-Stelle verloren habe, hat man mir unterstellt, zu lügen...
Als Administrator kann ich hier übrigens auch nicht richtig arbeiten. Dafür muss ich interne Behördenlehrgänge besuchen, um zu lernen, was ein AD, DNS usw. ist, weil man meine Ausbildung als FISI wertlos erachtet... Diese tollen Lehrgänge finden ein Mal im Jahr statt, wenn man überhaupt einen Platz bekommt. Somit vegetiere ich seit vier Monaten rum und kann nichts sinnvolles machen. Willkommen im öffentlichen Dienst!

Ich will zurück in die freie Wirtschaft, doch kann ich auch nicht jede Stelle annehmen, weil ich Mutter bin.

Dies ist meine Erfahrung mit einer Bundesbehörde.

Euch allen einen schönen Tag
44 Kommentare
Mitglied: emeriks
28.02.2019 um 12:32 Uhr
Hi,
tja ... Willkommen im Leben!
Wer sich bei solchen wichtigen Entscheidungen auf mündliche Zusagen verlässt, der ist selbst schuld. Mit 28 Jahren sollte man das auch schon wissen.
Und was soll heißen, Kündigung nicht akzeptiert? Hast Du Dich zu irgendwas verpflichtet? Wenn nein, dann kündigen und fertig aus. Wo soll da das Problem sein?

Und für den ÖD gibt es doch genügend Gewerkschaften.

E.
Bitte warten ..
Mitglied: Kraemer
28.02.2019 um 12:34 Uhr
Moin,
Zitat von emeriks:
Wer sich bei solchen wichtigen Entscheidungen auf mündliche Zusagen verlässt, der ist selbst schuld. Mit 28 Jahren sollte man das auch schon wissen.
exakt
Bitte warten ..
Mitglied: killtec
28.02.2019 um 12:34 Uhr
Hi,
ich denke der Unterschied ist: Kündigen: Kein Anscpruch auf ALG, Gekündigt werden: Anspruch auf ALG.
Wenn man Familie und Kinder hat, kann das den Unterschied machen.

Gruß
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Mitglied: Dingsda
28.02.2019 um 12:36 Uhr
Ja, ich hätte von Anfang an alles schriftlich machen lassen sollen. Leider hatte ich eine zu hohe Meinung von dieser Bundesbehörde und wurde abgrundtief enttäuscht.

Ich hätte schon längst gekündigt, wenn ich nicht die Sperre für Alg 1 bekommen würde. Diese will ich ja umgehen.

Unsere Gewerkschaft kannst du in die Tonne treten...
Bitte warten ..
Mitglied: joehuaba
28.02.2019, aktualisiert um 12:42 Uhr
Servus

1. Kündigen ohne den richtigen Arbeitsvertrag unterschrieben zu haben...sag ich mal nichts dazu.
2. Hast du dich anscheinend nicht informiert was für eine Verbeamtung notwendig ist.
3. Hast du im öD ein relativ schönes Leben

Ehrlich gesagt denke ich nicht, dass hier irgendwer Mitleid mit dir hat. So wie du es schilderst, bist du selbst an deiner Lage schuld.
Außerdem: warum wartest du auf eine Kündigung? Kündige doch selbst wenn es dir nicht passt.

Noch dazu kann man im öffentlichen Dienst nicht alle schlecht reden. Der öD ist in den Meisten Punkten besser als die freie Wirtschaft. Das Gehalt wäre eins der wenigen negativen Punkte.

Ich denke DAS ist aber JEDEM bewusst.


Gruß und (kein)Beileid

joehuaba
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Mitglied: Penny.Cilin
28.02.2019, aktualisiert um 12:42 Uhr
Hast Du eine Rechtschutzversicherung? Wenn ja, dann ab zum Anwalt.

Alternative lasse Dich kündigen. Oder besser suche Dir eine neue Stelle und kündige dann.

Gruss Penny
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Mitglied: wusa88
28.02.2019 um 12:48 Uhr
Zitat von Penny.Cilin:

Hast Du eine Rechtschutzversicherung? Wenn ja, dann ab zum Anwalt.

Das denke ich bringt relativ wenig. Hier steht Aussage gegen Aussage.
Alles was mündlich besprochen wurde, wird der Gegenüber ablehnen.
Es zählt hier einzig und allein das Unterschriebene. Ich denke hier kann der Anwalt ohne handfeste Beweise nichts machen.
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Mitglied: Lochkartenstanzer
28.02.2019 um 12:49 Uhr
Moin,

/offtopic

Vielleicht als Erfahrungsbericht statt als Frage kathegorisieren.

/ontopic

Such Dir einfach eine neue Stelle und kündige dann.

lks
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Mitglied: Dingsda
28.02.2019 um 12:56 Uhr
1. Ich will kein Beileid, Mitleid oder sonstiges. Wie oben beschrieben: einfach nur Frust rauslassen
2. Aus dem Fehler habe ich gelernt und auch, dass hier nicht einmal schriftliche Sachen eingehalten werden
3. Natürlich gibt es im öD auch gute Stellen, aber diese Direktion hat den absolut schlechtesten Ruf, was nur intern bekannt ist.
4. Die Sache mit der Verbeamtung habe ich recherchiert und deswegen mehrfach vor Dienstantritt nachgefragt. Man sagte mir, dass es geht (wurde mir intern schon mehrfach bestätigt), aber wenn man keinen starken Vorgesetzten hat, der dies vorantreibt, steht man blöd dar.

Wenn ich kündige, bekomme ich eine Sperre für Alg 1. Dies will ich ja vermeiden
Bitte warten ..
Mitglied: Franz-Josef-II
28.02.2019 um 13:02 Uhr
Zitat von Dingsda:
2. Aus dem Fehler habe ich gelernt und auch, dass hier nicht einmal schriftliche Sachen eingehalten werden

Was hast Du konkret schriftlich?
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Mitglied: Mikrofonpartner
28.02.2019 um 13:02 Uhr
Zitat von Dingsda:
Wenn ich kündige, bekomme ich eine Sperre für Alg 1. Dies will ich ja vermeiden


Hallo

Wenn du eine neue Stelle antrittst, kommt es zu keiner Sperre und kein ALG1. Weniger Frust rauslassen. Stellen suchen. Der Markt ist da. Bewerben, überzeugen, gut verhandeln, unterschreiben und dann Kündigung einreichen.

Gruß Mikro
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Mitglied: Penny.Cilin
28.02.2019 um 13:03 Uhr
Zitat von Dingsda:


Wenn ich kündige, bekomme ich eine Sperre für Alg 1. Dies will ich ja vermeiden
Nochmal zum mitlesen:
Suche Dir eine neue Stelle und kündige dann!

Gruss Penny
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Mitglied: KowaKowalski
28.02.2019 um 13:08 Uhr
Zitat von killtec:
Hi,
ich denke der Unterschied ist: Kündigen: Kein Anscpruch auf ALG, Gekündigt werden: Anspruch auf ALG.
Wenn man Familie und Kinder hat, kann das den Unterschied machen.

Gruß

Wenn Deine (von Dir eingereichte) Kündigung berechtigte Gründe hat bekommst Du keine Sperre vom Amt.
Wenn Du Zeugen für eine Zusage hast kann das Deine Kündigung durchaus rechtfertigen.

mfg
kowa
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Mitglied: SeaStorm
28.02.2019 um 13:13 Uhr
Wenn ich kündige, bekomme ich eine Sperre für Alg 1. Dies will ich ja vermeiden

Im IT Sektor wirst du überall mit Handkuss genommen, wenn du nicht völlig Ahnungslos bist. Such dir ne neue Stelle und hau da schleunigst ab.
Es interessiert weder das Amt das du eine neue Stelle hast, noch interessiert dich dann das Alg1. Du hast nen neuen Job und alle sind glücklicher. Worauf zum Henker wartest du ?
Bitte warten ..
Mitglied: departure69
28.02.2019, aktualisiert um 13:23 Uhr
@Dingsda:

Hallo.

Tut mir leid, daß Du so schlechte Erfahrungen an Deiner Arbeitsstelle machen mußt.

Ich bin ebenfalls IT-Systembetreuer im öff. Dienst, kann aber glücklicherweise bislang weitgehend nur gutes darüber berichten.

Den Worten von @emeriks muß ich mich zu Deiner Angelegenheit jedoch anschließen, sämtliche Vereinbarungen, vor allen diejenigen zum Gehalt/Entgeltgruppe/Vergütungsgruppe, die vorher abgeklopft werden, standen bei mir, bevor es zur endgültigen Unterschrift unter dem Arbeitsvertrag kam, schon vorher in irgendwelchem Papier-Schriftverkehr drin, den ich der Perso dann jederzeit unter die Nase hätte halten können, mir hätten die nicht sagen können, daß ich lüge!

Ansonsten, Pech kannst Du überall haben, Du weißt nie, was Du kriegst, auch nicht in einem Wirtschaftsbetrieb. Die können Dir vorher noch so schön tun, "kriegen wir schon", "das kriegen wir hin", "wir freuen uns auf Sie" - und dann ist es der letzte Ausbeuterbetrieb, was vorher nicht sicher zu erkennen war.

Ich bin hier in Süddeutschland, und ich weiß sicher, daß hier, auch im öff. Dienst, teilweise händeringend, IT-Systembetreuer gesucht werden. Gerade bei kleineren Betrieben/Behörden hat das oftmals damit zu tun, daß aufgrund der steigenden Komplexität der IT die Häuser einen eigenen IT-Mann/-Frau im eigenen Haus haben wollen und deswegen die Verträge mit den bisherigen Dienstleistern kündigen bzw. nicht mehr weiterführen.

Was mich wundert:

Als Administrator kann ich hier übrigens auch nicht richtig arbeiten. Dafür muss ich interne Behördenlehrgänge besuchen, um zu lernen, was ein AD, DNS usw. ist, weil man meine Ausbildung als FISI wertlos erachtet...

War das nicht Bestandteil Deiner Ausbildung? Falls nicht, taugt diese Ausbildung aber evtl. wirklich nicht viel. Denn AD, DNS, DHCP u. v. w. m. sollten für einen IT-Systembetreuer, der mit Domänen-Adminrechten durch den Laden läuft, absolute Basics sein, diese Dinge sind essentiell. Wer das nicht drauf hat, hätte auch bei uns schlechte Karten in einem Vorstellungsgespräch.

studiere ich auch Wirtschaftsinformatik

Ich weiß, daß auch Entwicklung und Programmierung Bestandteile dieses Studiums sind. Vielleicht liegt Dir das besser? Fortbildung ist auf jeden Fall eine gute Sache, denn gegenüber materiellen Werten kann man Dir Bildung, die Du Dir angeeignet hast, nicht wieder wegnehmen .

Ansonsten klingt das, was Du von Deiner jetzigen Stelle in der Bundesbehörde erzählst, stark an der Grenze zum Mobbing, wenn es nicht schon Mobbing ist (schwierig, dazu passende Grenzen zu ziehen). Und beim Mobbing hört der Spaß auf, ich vermute, daß es keinen jemals gemobbten gibt, der die Situation für sich so aufklären konnte, daß das Mobbing aufhört und er/sie seine/ihre Stelle behalten hat. Selbst ein vermeintlicher Erfolg des gemobbten bei einem Arbeitsgericht endet regelmäßig in Trennung. Angestellte können dann aber oftmals auf eine Abfindung hoffen. Für Beamte gibt's aber weder Arbeitsgerichte noch Abfindungen, da hättest Du auch als Beamter leider schlechte Karten gehabt.

Ich wünsch' Dir viel Glück und bessere Bedingungen beim nächsten Job.

Viele Grüße

von

departure69
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Mitglied: Dingsda
28.02.2019 um 13:21 Uhr
Leute, ich bewerbe mich bereits auf andere Stellen und es gab definitiv schon einige Vorstellungsgespräche. Die nächstbeste Stelle nehmen, die man kriegen kann, kommt auch für mich nicht in Frage. Ich weiß, was ich kann und welche anderweitige Berufserfahrung ich bereits mitbringe.

Dieser Dienstherr im öD war der größte Reinfall, woraus ich gelernt habe. Diesen Fehler werde ich definitiv nicht erneut machen. ich war nunmal naiv und dachte, dass die Exekutive des Bundes vertrauenswürdig sei.

Euch allen einen schönen Tag

Es sollte nur manchen hier zeigen, dass er nicht den gleichen Fehler begehen soll.
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Mitglied: St-Andreas
28.02.2019 um 13:29 Uhr
Hallo,

nun, diese Erfahrungen kannst Du auch im nicht öffentlichen Dienst machen, glaub mir ;).

Eine wichtige Sache: "Wer schreibt, der bleibt". Wenn Du das Gefühl hast Du wirst gemobbt/benachteiligt, dann fang an sofort eine Art Tagebuch zu führen.
Datum, Uhrzeit, was vorgefallen ist, wer beteiligt war.
Nur Fakten kein "hat vermutlich X meine Maus geklaut", sondern nur "Maus war bei Dienstantritt nicht vorhanden".

Anweisungen die mündlich erteilt werden sofort per Email noch einmal bestätigen:
Wie eben mündlich besprochen soll ich bis XX Benutzer XY das Kennwort auf "123456" ändern" oder auch
"Wie eben besprochen werde ich ab 01.03. in Gehaltsstufe X gesetzt"

Diese Emails ebenfalls im "Tagebuch" vermerken, nicht ausdrucken. "Tagebuch" zu Hause lagern. Darauf achten das dort keine Betriebsinterna drinstehen.

Das ziehst Du dann durch bis Du entweder einen neuen Job hast oder dich versetzen lässt.
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Mitglied: Dingsda
28.02.2019, aktualisiert um 13:52 Uhr
ich war Domainadmin... Sachen wie AD, DNS, DHCP usw. waren Bestandteil in der Theorie und auch in der Praxis tagtäglich. Bei dieser behörde ist das alles aber egal. Diese Lehrgänge sind eigentlich für Verwaltungsbeamte und PVB, wenn sie eine Stelle im IT-Bereich antreten wollen. Bedauerlicherweise hat aber dieser Behörde verpennt, sich zu erkundigen, was Fachinformatiker an sich sind.
Meine Kollegen sind auch fassungslos, wie man hier kastriert wird.

Das Beste an meiner Situation ist (sarkastisch gemeint): Ich bin nicht der erste Fall! Mit meinem Vorgänger trieb man das gleiche Spiel. Der ist dann nach 8 Monaten abgehauen.
Hier laufen viele krumme Dinge ab. Einige Beamte warten bereits seit über zehn Jahren auf eine Beförderung. Andere (zb. gerade mal 30 geworden) haben ihr Endamt (A13) innerhalb von sechs Jahren erreicht... Niemand kann das erklären.
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Mitglied: chgorges
28.02.2019, aktualisiert um 13:54 Uhr
Zitat von Dingsda:
Hi,
das hört sich alles richtig übel an. Ich hoffe nur, dass du bald dort weg kannst.
Beim eigentlichen Kern der Thematik kann ich leider nicht mitgehen, ich bin auch (29 und) IT-Infrastrukturadmin im ÖD und muss (leider für dich) sagen, dass mir nichts besseres passieren konnte. Klar, man hat die üblichen Scherereien, die man aber auch in der freien Wirtschaft hat, aber so gravierend würde ich es auch nicht mitmachen.

Meine Kollegen sind auch fassungslos, wie man hier kastriert wird.
Aber das ist leider das Spiel: Entweder man bleibt dabei und lässt es mit sich machen, oder eben nicht. Aber auch das Game gibt es in der Wirtschaft.

Das Beste an meiner Situation ist (sarkastisch gemeint): Ich bin nicht der erste Fall! Mit meinem Vorgänger trieb man das gleiche Spiel. Der > ist dann nach 8 Monaten abgehauen.
Der Junge hat alles richtig gemacht.

Alles in Allem: Zieh deine Lehren draus. Wie viele hier schon gesagt haben: Dafür, dass du nichts schriftliches hast, musst du dir definitiv an die eigene Nase fassen und es das nächste Mal besser machen.
Ohne etwas schriftliches mit Unterschrift machen alle in 2019 nur noch auf Konrad Adenauer (zumindest bezogen auf den ersten Teil seines Satzes) und danach den Larry mit dir.
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Mitglied: Dingsda
28.02.2019, aktualisiert um 14:11 Uhr
Das, was unsere Kollegin tut, fällt tatsächlich unter Mobbing. Uns (der andere Kollege und ich) persönlich ist dies mittlerweile egal, weil wir auf ihre Spielchen nicht eingehen. Mies wird es aber ab dem Zeitpunkt, wenn sie zum Chef läuft, eine Beschwerde über angebliche Vorfälle einreicht, sich dann aber über den Vorgesetzten ärgert und zum Präsidenten läuft und sich über diesen beschwert.
Das ist der reinste Kindergarten.
Ich frage mich immer, ob diese Personen auch unzufrieden sind, dies aber anders rauslassen.
Hier kann jeder machen, was er will, ohne Konsquenzen befürchten zu müssen. So etwas wie ein team, existiert nicht. Die meisten sind Einzelkämpfer und wollen im Rampenlicht stehen.
So läuft es sicherlich nicht überall im öffentlichen Dienst. Meine erste Ausbildung habe ich auch im öD gemacht. Bis auf einen schlechten Ausbilder, lief alles super und ich war zufrieden.


Für mich heißt es nur: Eine neue Stelle finden, die mich glücklich macht
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Mitglied: H41mSh1C0R
28.02.2019 um 14:21 Uhr
Sobald Falschaussagen an höherer Stelle eingereicht werden die einen selber betreffen und Konsequenzen haben, wird Anzeige erstattet!!!
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Mitglied: Dingsda
28.02.2019, aktualisiert um 14:44 Uhr
So als "kleines" Beispiel:
Besagte Kollegin hat ihre Adminrechte missbraucht, d.h.:
- sich auf den Rechner ihrer Frau aus der Personalabteilung geschaltet (sie hat ihre Zugangsdaten: Username und Passwort)
- sie hat sämtliche Personalangelegenheiten durchforstet
- der Verdacht steht noch immer im Raum, dass sie die Arbeitszeiten ihrer Frau manipuliert hat (diese hat nämlich am Rechner ihre Zeiterfassung)... und, dass sie Beförderungstabellen manipuliert haben könnten. Beide sind noch relativ jung und haben das Endamt mit Zulage erhalten
- sie sich einen Vorteil verschafft hat: Es sollen neue Stellen kommen, wroauf sie sich schon beworben hat --> "Initiativbewerbung", was gegenüber anderen Bewerbern natürlich ziemlich mies ist.

Der nächsthöhere Vorgesetzte sagte sogar, dass sie es zugegeben hat

Es wurde eine Sicherheitsmeldung an die oberste Instanz geschickt.

ABER (!) es passierte nichts! Die oberste Instanz hat es auf unsere Behörde an die IT-Sicherheitsbeauftragten gemeldet, die so ziemlich dicke sind mit dieser Kollegin. Es wurde absolut nichts getan. Keine Abmahnung, nichts...
Komischerweise wurden sämtliche Logfiles gelöscht und sie hat ihren Rechner usw neu aufgesetzt *hust*
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Mitglied: ashnod
28.02.2019 um 15:02 Uhr
Moin .....

Ich verstehe das du deinen Frust rauslassen möchtet.

Wenn du aber ohnehin nichts mehr zu verlieren hast würde mich doch interessieren von welcher Bundesbehörde wir sprechen.

In der Regel ist deine Einstufung in die EG-Gruppe eher untypisch ... der IT-Bereich wird in der Regel besser vergütet.

Der ö.D. mag seine Macken haben auch der Umgang untereinander ist mitunter für den A....., aber deine Schilderungen sind schon sehr extrem.

VG
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Mitglied: jenni
28.02.2019 um 15:03 Uhr
Moin,

zwei Möglichkeiten

1. Weiter rumheulen, was Verlierer machen
2. selber in Quark kommen und was machen...

Mich interessiert das Ganze der hat das und das gemacht überhaupt nicht. Richtig wäre zu fragen was hast DU falsch gemacht!

Hast du irgendwas schriftlich, hast du Zeugen, eine Stellenausschreibung?
Vielleicht berät dich dein Anwalt, wobei ich vermute, dass du keine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hast.

Gruß
der jenni
Bitte warten ..
Mitglied: Cometcola
28.02.2019 um 15:14 Uhr
Bei solchen Sachen (Person A hat das getan...) ist es wichtig handfeste Beweise zu haben. Selbst wenn das alles stimmen sollte, ohne Nachweis stehst du ganz schnell in der Ecke und kannst ggf. juristisch belangt werden. Vieles ist halt auch einfach nur Flurfunk und Neid spielt da auch immer eine Rolle.

Hab damals auch meine Ausbildung beim ÖD gemacht. Fachlich ok, da man viel Freiraum hatte, aber habe dann die befristete Stelle auch dankend abgelehnt. ÖD ist halt wie er ist. Da zählt das Blatt Papier mehr als was man real kann. Bei meiner alten Stelle haben sich eigentlich alle fähigen Leute nach der Ausbildung verabschiedet oder hatten dann so spezial Deals: Ich bleibe für E10, mache aber nebenher meinen Techniker und ihr zahlt mir noch nen paar schicke Zertifikate. Sind dann exakt so lange geblieben wie es halt gedauert hat und haben dann sofort ihren Hut genommen.

Musst du halt auch von der anderen Seite sehen: Du hast jetzt entspannt Zeit einen neuen Job zu suchen und was du so schreibst, kannst du eigentlich auch ein vernünftiges Arbeitszeugnis knicken.

Hast du bei deinem alten Arbeitgeber mal angefragt? Gerade du als Mutter hast ja im Konzernumfeld Pluspunkte.
Bitte warten ..
Mitglied: Dingsda
28.02.2019 um 15:20 Uhr
Die Frage, was ich falsch gemacht haben könnte, habe ich mir oft genug gestellt:
1. Blind vertraut
2. Das mit der Kollegin ist ein Fall für sich. Zu meinem Vorgänger war sie nicht anders. Sie ist nicht vom Fach und fühlt sich nun ausgeschlossen, wenn der andere Kollege und ich uns tiefer in der IT-Materie bewegen. Dies ist aber nicht unser Bier. Außerdem gibt es noch mehr Punkte, weshalb sie so ein Verhalten ans Tageslicht bringt.
Der zweite Punkt ist und bleibt nebensächlich.


Ich bin rechtsschutzversichert. Es gibt eine Stellenausschreibung schwarz auf weiß. Es gibt genug Zeugen. Beim Vorstellungsgespräch waren mein Kollege, mein Vorgesetzter, einer vom Personalrat und einer aus der Personalabteilung dabei. Kollege und Chef haben schon die Personalabteilung zur Rede gestellt, warum die alle Bewerber gehaltstechnisch verarscht haben, weil es nicht das erste Mal passiert ist.
Der Personalrat schweigt und hält sich raus.
Ich habe auch noch meine andere Zusage von der anderen Behörde mit der Stelle EG10 als Mail schriftlich. Den Arbeitsvertrag habe ich bereits vernichtet.
Somit habe ich von der jetzigen Behörde nur: Dass sie mich in den mittleren technischen Verwaltungsdienst zum 1. November 2018 einstellen. Mehr steht in dem tollen Schreiben nicht.
Wie viel Erfolg würde dann ein Anwalt bringen? Ich male mir die Chancen eher schlecht aus.
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Mitglied: Dingsda
28.02.2019 um 15:33 Uhr
@ Cometcola,

habe meinen alten Arbeitgeber angefragt. Mein ehemaliger Chef und ich treffen uns auch kommende Woche auf ein Gespräch. Evtl kommt dabei etwas rum für mich.
Bitte warten ..
Mitglied: Cometcola
28.02.2019, aktualisiert um 15:49 Uhr
Steht denn in der Stellenausschreibung drin: wird verbeamtet?

Ich kenne eigentlich nur Stellenausschreibungen die in etwa den Ton haben: Einstellung erfolgt nach der persönlichen Eignung des Bewerbers [...] und kann bis Entgeltstufe XY eingegliedert werden.

Wenn du eine RSV hast, dann geh zum Anwalt und lass dich da beraten. Wir können nur Ideen und unsere Meinungen beisteuern.

Wenn dein Kollege / Chef beim Vorstellungsgespräch dabei waren, warum haben die da nichts gesagt? Der Vorgesetzte weiß doch ganz genau, welche Stellen er mit welcher Besoldung hat?

Die andere Zusage hat ja in dem Kontext keine Relevanz. Gehalt ist ja nicht das einzige Kriterium, weshalb man einen Arbeitsvertrag unterschreibt.
Bitte warten ..
Mitglied: certifiedit.net
28.02.2019 um 17:38 Uhr
Zitat von Dingsda:

Leute, ich bewerbe mich bereits auf andere Stellen und es gab definitiv schon einige Vorstellungsgespräche. Die nächstbeste Stelle nehmen, die man kriegen kann, kommt auch für mich nicht in Frage. Ich weiß, was ich kann und welche anderweitige Berufserfahrung ich bereits mitbringe.

Dieser Dienstherr im öD war der größte Reinfall, woraus ich gelernt habe. Diesen Fehler werde ich definitiv nicht erneut machen. ich war nunmal naiv und dachte, dass die Exekutive des Bundes vertrauenswürdig sei.

Davor noch nie was mit dem öD zu tun gehabt?

Nunja, ich lernte das schon mit der ersten Autoanmeldung. Wenn du Tatendrang besitzt ist der öD in 9/10 Fällen nichts für dich.
Bitte warten ..
Mitglied: UweGri
28.02.2019 um 22:10 Uhr
Das was Du erlebst, ist schlichtweg Kapitalismus! Könnte Dir in der Wirtschaft locker auch passieren. Da läuft so etwas: Frau seit 15 Jahre Fachkraft am Wohnort. Wird der Führung langsam zu teuer. Wird 20 km versetzt. Reale Lohneinbuse durch Fahrkosten und höhere Lebenszeiteinbuse. Vorher 7 Min Fahrweg mit Auto. Das was hier läuft, nannte man bei uns im Unterricht https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Imperialismus_als_h%C3%B6chstes_Stadiu ... Aber selbst unsere härtesten Staatsbürgerkunde Lehrer hätte nicht erwartet, was heute und hier ab geht. Aber zu den Wohnwagensiedlungen der USA geht es uns noch gut ...
Bitte warten ..
Mitglied: certifiedit.net
28.02.2019 um 22:51 Uhr
Lieber Uwe,

heute wieder die tägliche Dosis Kapitalismus-Kritik mitbekommen? Bitte geh in dich und schau, ob das bezeichnende Gegenteil davon wirklich dein Wunsch wäre.

Viele Grüße
Bitte warten ..
Mitglied: St-Andreas
01.03.2019 um 06:58 Uhr
Zwischen Schwarz und Weiß gibt es viele Farben und Grautöne.
Bitte warten ..
Mitglied: Lochkartenstanzer
01.03.2019 um 07:28 Uhr
Moin Uwe

Nachdem die Stasi die BRD übernommen hat, kannst Du Dich freuen, daß die DDR-Zustände sich irgendwann wieder einstellen werden.

lks
Bitte warten ..
Mitglied: ashnod
01.03.2019, aktualisiert um 08:56 Uhr
Moin ..

Zitat von Lochkartenstanzer:
Nachdem die Stasi die BRD übernommen hat, kannst Du Dich freuen, daß die DDR-Zustände sich irgendwann wieder einstellen werden.

lks


Die BRD gab es doch gar niemals .... ist doch nur ne GmbH ,,,,,,
Bitte warten ..
Mitglied: chgorges
01.03.2019 um 09:21 Uhr
Und die GmbH stellt jetzt dann auf Windows 10 um, dann freut sich Uwe so richtig :D
Bitte warten ..
Mitglied: FA-jka
01.03.2019 um 12:51 Uhr
Hallo,

wenn sie dich kündigen, müssen sie das begründen. Und vermutlich werden sie es verhaltensbedingt begründen, was ebenfalls auf eine Sperre beim Jobcenter hinausläuft.

- sich auf den Rechner ihrer Frau aus der Personalabteilung geschaltet (sie hat ihre Zugangsdaten: Username und Passwort)
[...]

Wenn diese Vorwürfe wirklich stimmen und Du das beweisen kannst, könnte man über eine Strafanzeige nachdenken und gleichzeitig Strafantrag stellen.

Das hätte dann u.U. auch den "Vorteil", dass Du deinen Job ziemlich sicher los bist

Gruß,
Jörg
Bitte warten ..
Mitglied: ashnod
01.03.2019 um 13:12 Uhr
Ahoi ...

Zitat von FA-jka:
Wenn diese Vorwürfe wirklich stimmen und Du das beweisen kannst, könnte man über eine Strafanzeige nachdenken und gleichzeitig Strafantrag stellen.

Ein weiser alter Mann hat mal gesagt: "Zum schei... wie auch zum anschei... braucht man Druck und Papier."

Da wo keiner aufsteht wird die Schreckensherschaft obsiegen.

VG
Bitte warten ..
Mitglied: goscho
01.03.2019 um 13:44 Uhr
Zitat von Lochkartenstanzer:
Nachdem die Stasi die BRD übernommen hat, kannst Du Dich freuen, daß die DDR-Zustände sich irgendwann wieder einstellen werden.
Das willst du nicht, glaube mir. Und das wird auch so nicht kommen.

Alle Kapitalismus-Kritiker können gern nach Nordkorea ziehen.
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Mitglied: Lochkartenstanzer
01.03.2019 um 14:03 Uhr
Zitat von goscho:

Zitat von Lochkartenstanzer:
Nachdem die Stasi die BRD übernommen hat, kannst Du Dich freuen, daß die DDR-Zustände sich irgendwann wieder einstellen werden.
Das willst du nicht, glaube mir. Und das wird auch so nicht kommen.

Manches was heutzutage abläuft, erinnert einen doch an die Zustände, von denen die ganzen Kollegen und Freunde von drüben erzählt haben, die die Zeit vor der Wende noch kennen.


Alle Kapitalismus-Kritiker können gern nach Nordkorea ziehen.

Oder in die USA.

lks
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Mitglied: Globetrotter
01.03.2019 um 17:20 Uhr
Meine Meinung dazu...
Im Ö.D. bekommst Du Schulungen etc... ich hatte mich nach mehrjährigen Tätigkeiten als Selbständiger mal bei einem LRA beworben - war dort Dienstleister... Der Lohn ist unterirdisch - man kann aber die Schulungen mitnehmen und Zertifikate einheimsen (so war es vor 10 Jahren).. danach kann man ja wieder gehen und in die Wirtschaft wechseln.... wenn die einen dann noch will ;)

Aber..
Gut.. ich bin Admin und das mit Leib und Seele.. habe daher auch so gut wie keinen Urlaub (macht mir nichts - ist mein Leben) und mindestens einen 16h Tag inkl. Buchhaltung (SA/SO). Man kann in diesem Job eine Menge erreichen - es ist aber nicht mit 8h erledigt.. dann bleibst Du bei Deinen 3K Brutto - und die sind dann ordentlich bezahlt!..
Wenn Du also wieder einmal solch ein Angebot bekommen solltest wie das, von dem Du gegangen bist.. annehmen.. aber mit Anlauf!

Gruss Globe!
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Mitglied: Franz-Josef-II
02.03.2019, aktualisiert um 11:47 Uhr
Guten Morgääähhhhn

Nachdem sich hier einige als öffentlich Bedienstete outen tue ich das auch allerdings im von Euch aus gesehehen, südöstlichen Nachbarland

Bei uns gibts am Anfang weniger Geld, dafür kostet das Leben halt mehr

Naja, ich habe etwas ganz anderes angefangen und bin mit Mitte 40 in den EDV-Bereich eingestiegen (Schei.... Org Änderungen, mein damaliger Arbeitsplatz .... einfach gestrichen )Tja, man lernt eben nie aus und bleibt geistig beweglich
Nachdem ich am Ende meiner Laufbahn bin und in spätestens 8 Jahren in den Unruhestand muß ..... Ja Gehalt geht so Zuwenig ist es immer, aber es geht.

Diese oben genannten Zustände kenne ich eigentlich (GottSeiDank) nicht in dieser extremen Form. Da wäre ein Führen von Aktenvermerken (Wer hat wann was wo und wie gemacht) inklusive Zeugen. Möglichst unterschiedliche Personen, wenn dann einer "umfällt" sagen auch die anderen eher die Wahrheit. Wenn man erfährt, daß diese Zustände eh bekannt sind, wer (von außerhalb) hat dies gesagt (wann und wo).

Ich bin auch nicht der John Rambo der Beamten und arbeite lieber in Ruhe. "Probleme" kleinere aber auch größere wirds überall geben. Manches kann man ändern, anderes nur sehr, sehr schwer.

Gott gebe mir die Kraft Dinge zu verbessern, die ich verbessern kann
Gott gebe mir die Gelassenheit Dinge zu ertragen, die ich nicht ändern kann
Gott gebe mir vor allem die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden

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Mitglied: Muesliriegel
02.03.2019 um 20:30 Uhr
Also als Fachinformatiker in E6 angestellt zu werden, das dürfte heute eigentlich nicht mehr geschehen. Zumindest bei den mir bekannten Behörden gibt es große Probleme IT-Fachkräfte zu finden. Da werden Fachinformatiker immer mindetsens in Stufe E8 oder E9 eingestellt, je nach Verantwortung (Sachgebietsleitung) und Lebenserfahrung kann auch E10 möglich sein.

Dass Fachinformatiker verbeamtet werden, wäre mir neu. Das kenne ich nur für studierte (Wirtschafts-)Informatiker.

Der ÖD ist wie die Privatwirtschaft: Es gibt gute Organisationen und schlechte Organisationen. Deinen Schilderungen zufolge bist du bei einer besonders schlechten Organisation gelandet.

Meine Theorie: Je größer die Behörde, desto größer die Wahrscheinlichkeit für schlechte Zusammenarbeit und unfähige Mitarbeiter... Bei Bundesbehörden ist das Risko aufgrund des vermeintlichen Elitegefühls möglicherweise noch gravierender....

Schau dich mal auf der Kommunalebene um: Städte und Gemeinden arbeiten meistens sehr eigenständig, da hat man mehr Spielraum als bei großen Landes- oder Bundesbehörden. Und die sind meistens auch nicht so überreguliert, sondern pragmatischer aufgestellt.
Auf der anderen Seite: Je kleiner die Behörde, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass man mehr Verantwortung hat und dementsprechend auch mehr Stress.
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Mitglied: maretz
04.03.2019 um 06:59 Uhr
Moin,

bei allem Verständnis - aber man kennt jetzt nur eine Seite... Wenns wirklich so schlecht ist - dann Kündige und such dir was neues. Bevor mich die Arbeit krank macht gehe ich halt. Selbst wenn es ne Sperre nach sich zieht.

Nur: Das was du beschreibst kann dir in jeder Firma passieren und ist bei grossen Firmen nicht mal was ungewöhnliches. Absprachen die nicht eingehalten werden - hast du oft im 10er-Pack günstiger. Unsinniges Vorgehen? Kommt öfters mal vor. Das man seine Arbeit nicht machen kann wenn man sich an die üblichen Regeln und Gesetze hält -> nicht sooo selten.

Ich wollte z.B. mal in meiner alten Firma Projektleiter machen für ein Projekt mit nem Kunden den ich über einige Jahre bereits durchgehend gemacht habe und mit dem ich auch gut klar gekommen bin. O-Ton: Um PL zu machen brauche ich erst eine PL-Schulung. Ok, und wie bekomme ich die? Die gibt es nur für Leute die bereits Projekte leiten... Kurz: Um Projekte zu leiten brauchst du eine Schulung die nur nur bekommst wenn du bereits Projekte leitest... Fährst du zum Kunden und benötigst vor Ort nen Teil für 20 Euro -> nicht direkt kaufen und Reisekosten weils ja nicht sicher ist obs dann im Firmen-Inventar ist. Nein, Fahre/Fliege zurück, bestelle es über die Firma, warte 2-3 Wochen bis es kommt und fahre dann wieder zum Kunden. Ob der Begeistert ist wenn da ne Rechnung über mehrere 1000 Euro kommt, über 2-3 Wochen das System nich geht nur weil man das Teil dann offiziell bestellt hat kann man dann ja mal vor Ort ausdiskutieren....

Und ich denke das wenn jemand heute im IT-Bereich nen bisserl was kann das ein neuer Job schnell gefunden ist. Natürlich ist es mit Kind schwerer da die Betreuung organisiert werden muss - aber auch dies Problem haben ja neben dir noch div. andere. Und auch da gilt das jeder Job eben seine Nachteile mit sich bringt - es ist nur ne Frage was man akzeptieren möchte... Ich hatte die letzten Jahre z.B. mehr Tage in Hotels o.ä. als zuhause und nicht selten das ich selbst am WE noch Unterwegs war oder von zuhause noch was gemacht habe. Es liegt an jedem selbst zu entscheiden ob man das mitmachen möchte oder nicht. Mir persönlich hat es Spass gemacht eben auch was von der Welt zu sehen und an Orte zu kommen für die andere viel Geld bezahlen müssen um das zu sehen... Andere haben deshalb den Job aufgegeben und gesagt das die mehr zuhause sein wollen.
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Mitglied: GrueneSosseMitSpeck
16.03.2019, aktualisiert um 14:23 Uhr
also mal so unter uns ... E8 ist mindestens mal 3 Stufen zu wenig für jemand mit Ausbildung.

Ich hab Mitte der 80er eine Ausbildung absolviert, darf mich "Organisationsprogrammierer" nennen und hatte als ich zum ersten Mal im öffentlichen Dienst angefangen hatte (nach einem Burnout in der Privatwirtschaft) zwei Angebote, und weiß daß es für Absolventen einer Ausbidlung mit Berufspraxis eigentlich E11 geben sollte mit Aufstig auf 12 nach 6 Jahren.

Die Stelle enthielt komplexe Administrationsaufgaben unter Novell, Pflege eins DNS Servers auf Solaris und eines SMB Shares auf Linux. Dazu kamen Programmieraufgaben - Ansteuerung von Meßgeräten und Implementierung von Auswertungsalgorithmen wie FFT oder Phase prediction mit Cos x Phasenversschiebung, extrem mathematiklastig, aber ich habs mir angelesen, ich hatte immer ne 1 in Mathe und Physik. Beides war je eine halbe Stelle , die Programierarbeit war sogar mit E13 dotiert aber ich hatte kein Diplom in Mathematik oder Maschinenbau, die Uni hat dann aus den beiden 50% Stellen eine mit 100% gemacht und ich hab einen Bewährungsaufstieg nach E12 gekriegt (dem alten BAT 3).

Für Anwenderbetreuung hatte ich auch noch ein Angebot, BAT7 bzw. E7 mit Aufstieg nach E8 und nach 3 Jahren nach E9 gekriegt. Das hab ich aber abgelehnt, weil meine Mutter schon für simple Aufgaben als Schreibkraft E7 und dann E8 erhalten hat und E9 für die Leitung des Schreibdienstees, der wurde dann aufgelöst, sie hatte dann eine E10 Stelle als stellvertretende Kommissionsleiterun ... man muß sich nicht für dumm verkaufen lassen, E8 ist einfach lächerlich.

Mittlerweile hab ich aber wieder die Seiten gewechselt, und hab viel mit öffentlichen Auftraggebern zu tun und deren Projektmanagement. Da läuft alles Andere als rund, und speziell das Personalwesen von so manch öffentlicher Institution ist mir vollkommen schleierhaft. Fast alle der gut dotierten Stellen werden zwar ausgeschrieben, aber am Ende ist es Familienwirtschaft. Ich entsinne mich z.B. an das Rechenzentrum der Uni Stuttgart, da waren Vater, Mutter und Sohn auf E12 und E13 Stellen, oder die Stelle in der Bibliotheks-IT der Uni Marburg - da saß jemand und hat BAT2a für die Anwesenheit gekriegt, und war eigentlich nur in Rufbereitschaft und hat im Monat keine 10 Stunden aktiv IT gemacht, den Rest verbrachte man mit Micky Maus lesen... ein Verwandter hat die Stelle besorgt. Dann war da die beiden Stellen beim Innenministerium? BND? , BAT2A bzw. E13 oder als Beamter A2 bis rauf nach B1 (nach entsrprechender Laufzeit) aber warum nur hat der öffentliche Dienst damit das anvisierte Projekt nicht geschafft?

Es ging um die Entwicklung von nichts Geringerem wie dem Bundestrojaner. Die wollten das ganz billig haben, ham dann ihre 2 Leute eingestellt und es ist nix dabei herumgekommen. Vollkommen blauäugig, sowas beschäftigt normalerweise ganze Teams, das ist ein richtig aufwendiges Softwareprojekt. Dafür braucht man hochkrätige Besetzung, aber solche Leute leiten in der Regel Teams aus Consultants, und deren Gehalt hat eine Null am Ende mehr wie die eines Beamten der einen Bundestrojaner programmiert. Klingt irgendwie lustig oder irre? Jedenfalls denken viele öffentliche Auftraggeber so.

Und dann denkt man mal an denjenigen der den Job gekriegt hat. Es hieß ja Schwerbehinderte oder Frauen werden bevorzugt, jedenfalls stellt man sich mal einen vor, der oder die kriegt die Stelle, es läuft erstmal rund, man baut ein Haus, weil als Beamte sind Kredite nun mal billig und einfach, und dann heißt es "sie schaffen ihre Vorgaben nicht, ihre Stelle wird wegfallen, sie werden versetzt / entlassen wenn nichts bei runkommt". JE nachdem wie man veranlagt ist, geht einem das entweder am A. vorbei oder artet in Psychoterror aus - mein Vater war Beamter und ist dann in so eine Psychofalle gefallen und war am Ende Pensionär. Mit 37. Muß nicht sein, aber damals gabs diese Geschichten mit Arbeitsplatzpsychologie nicht.... wohingegen heute jurisitsch betrachtet erstmal der Arbeitgeber dazu verpflichtet ist, einen vernünftigen Arbeitsplatz zu schaffen und dafür zu sorgen, daß der Arbeitnehmer nicht durch die Arbeit krank wird. So ne Geschichte wie bei meinem Vater hätte in heutiger Zeit eine Staatshaftungsklage nach sich gezogen, zzgl weitere Konsequenzen in der Leitungsebene. Aber damals waren die noch so krass drauf... da gabs mal in den 70er Jahren so ne Bundeswehrübung wo 2 Soldaten mit Marschgepäck in den Fluß gefallen und ertrunken sind. Damals hieß es "zwei scheinbar für den Wehrdienst untaugliche Soldaten, tut uns leid, aber kann vorkommen". Heute - 2018 gab es wieder so einen Vorfall - werden Vorgesetzte diszipliniert, oder wegversetzt... weil die es versäumt hatten, die Fitness VOR dem Einsatz zu prüfen. Am Ende ist immer noch der Arbeitgeber für die Gesundheit der Arbeitnehmer verantwortlich... tote Soldaten bei einer Übung bedeuten heutzutage ein Gerichtsprozeß wegen fahrlässiger Tötung, und im Dienst untauglich gewordene Beamte sind Körperverletzungsdelikte der Vorgesetzten...
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