Dieser Beitrag ist schon älter. Bitte vergewissern Sie sich, dass die Rahmenbedingungen oder der enthaltene Lösungsvorschlag noch dem aktuellen Stand der Technik entspricht.

Backuploesung mit Wechselfestplatte

Mitglied: ceveto
Hallo Community!

Ich bin zum ersten mal hier und bringe auch gleich eine Frage mit, habe leider keine passende Antwort per Suchfunktion gefunden.
Vor kurzem ist in meiner Firma der Streamer kaputt gegangen (er kann die Bänder nicht mehr einziehen). Als er noch lief, wurden täglich an Werktagen ca. 18GB mit veritas backup Exec auf Band gesichert.

Ein neuer Streamer kommt in Frage, allerdings habe ich eine weitere Möglichkeit ins Auge gefasst:
Das Backup wird von Mitarbeitern bedient, deren IT-Fähigkeiten nicht weit über Band rein/Band raus hinausreichen. Ich bin nicht täglich in der Firma und möchte das gerne auch weiterhin von Mitarbeitern machen lassen.
Was ich mir dann überlegt habe: Eine Sicherung über Wechselfestplatten (5 Platten á 160GB), d.h. dann für jeden Wochentag gibts ein Backup, dass 7 Wochen zurückreicht. Die Wechselplatten würde ich über USB anschliessen, ein weiterer Vorteil ist, dass das System schneller ist, als die Bänder, die Festplatten müssen seltener ausgetauscht werden als die Bänder, der Wartungsaufwand ist gleich 0 (keine Reinigungsbänder, etc.).
Die Platten können ebenso wie die Bänder dezentral gelagert werden und von einem Mitarbeiter dann ans Backup angeschlossen werden.

Dazu habe ich nun 2 Fragen:
1.: Wie groß ist die Gefahr, dass ein Virus richtig Schaden anrichten kann, im Vgl. zum Bandlaufwerk
2.: Wie kann ich übers Netzwerk auf eine externe Festplatte an einem Rechner zugreifen (Windows 2000 Server)? Würde die Festplatten dann gerne an einen übers Netz verbundenen backup-Rechner anschliessen, damit der Mitarbeiter nichts mehr direkt mit dem Server zu tun hat.
Oder geht das gar nicht, habe es versucht und sehe nur die internen Festplatten.

Vielen Dank für Hilfe,
ceveto

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Ausgedruckt am: 01.12.2021 um 22:12 Uhr

Mitglied: meinereiner
meinereiner 01.07.2006 um 22:07:18 Uhr
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zu 1:
Die Gefahr würde ich als identisch ansehen. Es sollte wurst sein wo Veritas inschreibt.

zu2:
Ich kenne Veritas nicht. Aber an deiner Stelle würde ich die Software eh auf dem "neuen Backupserver" installieren. Damit umgehst du das Problem und die Leute die die Platten wechseln können problemlos in die Logs des Backups sehen und merken so wenn was schief geht.
Mitglied: ghofmann
ghofmann 01.07.2006 um 22:20:31 Uhr
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Willst bei der Gelegenheit nicht vielleicht gleich Dein Bandsicherungsprogramm gegen eine Image-Backup-Lösung wie True Image tauschen? Da ist es dann für die Leute auch sehr einfach, mal eine einzelne Datei aus einem Image zu restoren, ist letztendlich wie entpacken einer Datei aus einem ZIP-Archiv.
Mitglied: filippg
filippg 01.07.2006 um 22:26:30 Uhr
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Hallo,

1. ein Virus kann theoretisch schnell die ganze angeschlossene Platte zerstören, wozu er auf Band auf jeden Fall zumindest länger braucht. Aber die Zeit der Viren, die Festplatten zerstören ist wohl tendentiell auch eher vorbei
2. Wenn du die Festplatten anschliesst und nicht explizit freigibst kann niemand unbefugt auf sie zugreifen (ohne Zugriff auf den Server). Wenn du sie freigibst musst du halt entsprechende Rechte setzen.

Das Problem liegt wohl eher woanders: Den Gefahren beim Umgang mit den Platten. Die Fallen schon mal runter, was ihnen ja gar nicht bekommt. Auch ansonsten sind Bänder langlebiger. Und wenn sie mal jemand "findet" ist der Zugriff allein wegen der nicht all zu weiten Verbreitung von Bandlaufwerken schwieriger. Und das "Platten länger benutzen": Wenn es im Serverraum brennt, dann ist das Backup, das noch neben dem Server steht auch eher nutzlos.

Also Festplatten sind schon eine Alternative, Bänder sind aber einfach die richtigen Backupmedien, und wenn man auf Backups wirklich angewiesen ist empfehlen sich einfach Bänder.

Filipp
Mitglied: ceveto
ceveto 01.07.2006 um 23:10:51 Uhr
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Vielen Dank schonmal für die schnellen Antworten.
In der Firma wurden die Bänder alle 3-4 Monate getauscht, eine Festplatte hält im Normalfall deutlich länger.
Zu der Sache mit dem Virus: Ich hatte im Hinterkopf, dass ein Virus auf der Platte relativ einfach, solange sie angeschlossen ist, Daten löschen könnte, während ein Virus auf Band das nicht kann, da er das Band dann theorethisch hin- und herspulen müsste. Und solche Viren sind sehr selten.
Zu der Sache mit der Freigabe: Als Admin habe ich bei Win2000 Server die Möglichkeit, bei jedem Rechner der läuft durch den Befehl "\\Rechnername_bzw._ip\c$" die Möglichkeit auf die Festplatte zugreifen. Wenn ich dann aber anstatt der Festplatte "c" eine andere wähle (zum Beispiel die Externe), kennt er diese Platte nicht.

Zum Problem mit dem Brand im Backupraum: Der Vorteil an den externen Platten ist ja, dass ich diese auch in anderen Räumen dezentral Lagern könnte, von daher ist es egal, wo es brennt.

Das mit dem Runterschmeissen der Platten ist noch n guter Punkt den ich so nicht bedacht
habe.

Grüße,
ceveto
Mitglied: LordMDG
LordMDG 02.07.2006 um 11:22:46 Uhr
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Moin!

Windows macht die Unsichtbare Freigabe wie c$ automatisch bei allen fest installierten Datenträgern, aber nicht bei Wechseldatenträgern wie USB oder CD-Rom.
Villeicht versuchst du auf der Fetplatte eine art autorun.ini anzulegen, die den Datenträger automatisch als m$ oder ähnliches frei gibt!
Mitglied: ghofmann
ghofmann 02.07.2006 um 11:29:22 Uhr
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Ja, genau, ich mach das mit meinen USB-Sticks und Platten auch so, dass die nach Anschluss per Autorun-Funktion gleich freigegeben werden.

Im Wurzelverzeichnis der USB-Disk eine Datei autorun.inf anlegen:

autoshare.bat:

Mitglied: Ickmus
Ickmus 02.07.2006 um 12:04:18 Uhr
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Hallo,

Vielen Dank schonmal für die schnellen
Antworten.
In der Firma wurden die Bänder alle 3-4
Monate getauscht, eine Festplatte hält
im Normalfall deutlich länger.
wenn Bänder nur 3-4 Monate halten ist generell etwas falsch.
Vernünftige Backupmedien (DLT, LTO, SLR) sollten mindestens 2 Jahre halten, wenn ein Band einmal pro Woche genutzt wird.

Zu der Sache mit dem Virus: Ich hatte im
Hinterkopf, dass ein Virus auf der Platte
relativ einfach, solange sie angeschlossen
ist, Daten löschen könnte,
während ein Virus auf Band das nicht
kann, da er das Band dann theorethisch hin-
und herspulen müsste. Und solche Viren
sind sehr selten.
Wenn Dateien auf dem Server infiziert, oder gelöscht sind, dann ist es eh zu spät. Dann nützt auch ein (mit Viren) infiziertes Backup nichts.

Zu der Sache mit der Freigabe: Als Admin
habe ich bei Win2000 Server die
Möglichkeit, bei jedem Rechner der
läuft durch den Befehl
"\\Rechnername_bzw._ip\c$" die
Möglichkeit auf die Festplatte
zugreifen. Wenn ich dann aber anstatt der
Festplatte "c" eine andere
wähle (zum Beispiel die Externe), kennt
er diese Platte nicht.
Wenn du eine Festplatte nutzen willst kannst du dir mal folgendes ansehen:
http://www.tandberg.com/index.php?option=content&task=view&id=2 ...
http://www.speicherguide.de/magazin/aktuelles.asp?todo=de&theID=532 ...


Zum Problem mit dem Brand im Backupraum: Der
Vorteil an den externen Platten ist ja, dass
ich diese auch in anderen Räumen
dezentral Lagern könnte, von daher ist
es egal, wo es brennt.
Der Nachteil bei "normalen" externen Platten ist deren Anfälligkeit beim Sturz.
Bei Bändern wird dann einfach ein neues Band genommen. Bei einer Festplatte musst du halt immer ein neues Laufwerk nehmen..


Das mit dem Runterschmeissen der Platten ist
noch n guter Punkt den ich so nicht bedacht
habe.
siehe oben bei den Links... das entschärft das evt. etwas.

Karsten
Mitglied: ceveto
ceveto 07.07.2006 um 20:14:06 Uhr
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Danke für die schnelle Hilfe, habe einen Test mit Wechselplatten gemacht, die Lösung mit der autoexec.bat funktioniert problemlos.
Habe Festplatten bestellt und werde in Zukunft auf denen Sichern.
Grüße,
ceveto
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