jodelknut
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IPv6 und IPv4 intern

Moin,

vorweg, ich habe wenig bis gar keine Ahnung von Netzwerken und Routing etc.
Bisher habe ich daheim einen IP4 Anschluss und eine Fritz.box, auf die kann ich mich per VPN (my Fritz) verbinden und dahinter diverse Geräte per IP4 aufrufen und z.B. das Licht einschalten.

Jetzt könnte ich einen Glasfaser Anschluss bestellten (ziemlich günstig, weil gerade Ausbau Aktion), der bietet aber nur dynamische IP6 an.

Egal was ich dazu lese, irgendwie kapiere ich das nicht. Kann ich nicht einfach über IP6 auf meine Fritz.box und von da weiter per IP4 auf meine Geräte.
Und generell, wenn mein "Netzwerk" intern auch IP6 hätte, wären dann alle Geräte aus dem Internet direkt erreichbar?

Wie gesagt, ich habe kaum bis noch weniger Ahnung, daher sorry für diese Fragen.

Vielen Dank

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Ausgedruckt am: 04.10.2022 um 03:10 Uhr

Mitglied: tikayevent
Lösung tikayevent 07.08.2022 um 11:31:15 Uhr
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Egal was ich dazu lese, irgendwie kapiere ich das nicht. Kann ich nicht einfach über IP6 auf meine Fritz.box und von da weiter per IP4 auf meine Geräte.
Mit VPN wäre das egal, aber meines Wissens nach, kann die Fritzbox bis heute kein VPN über IPv6. Wenn du Portweiterleitungen meinst: nein, geht nicht, ist nicht der Sinn hinter IPv6 und die notwendigen Übersetzungstechnologien sind auch nicht integriert.
Wie gesagt, die Fritzbox kann kein VPN über IPv6 und du wirst von deinem ISP keine IPv4-Adresse erhalten, also wirst du Probleme beim VPN bekommen.

Und generell, wenn mein "Netzwerk" intern auch IP6 hätte, wären dann alle Geräte aus dem Internet direkt erreichbar?
Einstellbar ja, grundsätzlich aber nein. Wenn du deine Fritzbox nicht total verbogen hast, dann wird IPv6 nur ausgehend erlaubt.

Irgendwann musst du dich so oder so damit beschäftigen und in der heutigen Zeit wird man immer mehr dazu genötigt.
Mitglied: unbelanglos
Lösung unbelanglos 07.08.2022 um 11:46:56 Uhr
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Wer baut den Glasfaser und wo sind deine Mobilfunkanschlüsse?

Eigentlich kann man heute mit Fritzbox IPv6 ganz gut leben, wenn der Provider ordentlich arbeitet und man beim Mobilfunk nicht ebenfalls in der Steinzeit lebt.

Mobil gibt es funktionierende Lösungen: DNS64+NAT64: https://telekomhilft.telekom.de/t5/Blog/Neuer-IPv6-Zugang-zum-mobilen-In ...
Mitglied: kpunkt
Lösung kpunkt 08.08.2022 um 14:20:18 Uhr
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Tach!

Das Problem ist tatsächlich, dass AVM bis heute, soweit ich weiß, noch immer nicht vernünftig mit IPv6 kann. Zumindest für die eingehenden Verbindungen.
Heißt: du musst zwangsweise mit DDNS arbeiten. AVM hat da ja MyFritz. Da kommst du dann zumindest von außen auf die Fritte selber.
Soweit so schlecht. Da du ja als Privatkunde auch nur eine dynamische IPv6-Range erhältst müsstest du sowieso mit DDNS arbeiten. Nur bleibt das Problem der Fritte: von außen kommst du nicht wirklich auf die Geräte hinter der Fritte.
So eine Fritzbox kann zwar technisch mit dem IPv6-Subnetz umgehen und kann so eingehende Pakete an die angehängten Geräte schicken, nur sperrt sich die Firewall von AVM für die Subnetze.

Heißt also, du brauchst da eine andere Lösung als AVM alleine. Anbieten würde sich dann wohl ein Raspberry Pi.
Hier findet sich dann auch eine ziemlich brauchbare Anleitung:
https://blog.helmutkarger.de/raspberry-pi-vpn-teil-5-vorarbeiten-fuer-ei ...

Im Consumer-Bereich wüsste ich jetzt nicht wirklich einen Router, der das macht. Was aber nicht heißen soll, dass es da keinen gibt. Ich kenn da nur keinen.