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It in ein Rechenzentrum ziehen

Hallo zusammen,
ich mache mir sorgen um meine Zukunft als interner ITler.

Ich arbeite in einem mittelständischen Unternehmen und bin sehr zufrieden.
Ab und an gibt es ja in unseren Beruf Phasen wo einfach gar nichts läuft.

Aktuell habe ich so eine Phase. Ich habe das Gefühl alles was ich anfasse geht kaputt. Und ich bin nicht mal schuld daran da es sich um Hardware Defekte bei neue Ware oder Software Probleme durch Updates handelt.

ich habe aber Angst, dass es bei mein Chef so rüber kommt als hätte ich keine Ahnung von IT. Ihr müsst wissen ich arbeite erst seit 4 Monaten bei meiner jetzigen Firma.

Heute habe ich erfahren, dass der Chef überlegt die IT in ein Rechenzentrum zu schieben.

Dies macht mir jetzt etwas Angst da ich glaube dass der Chef unzufrieden mit mir ist.
Und ich ehrlich gesagt nicht weiß was man als Internet ITler macht wenn die Server im Rechenzentrum sind und vom Betreiber betreut werden?

Wird mich mein Chef danach überhaupt noch brauchen?

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Ausgedruckt am: 25.09.2022 um 09:09 Uhr

Mitglied: transocean
transocean 11.08.2022 um 18:09:48 Uhr
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Moin,

frag den Chef.

Gruß...

Uwe
Mitglied: max
max 11.08.2022 aktualisiert um 18:27:54 Uhr
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Hi,

Und ich ehrlich gesagt nicht weiß was man als Internet ITler macht wenn die Server im Rechenzentrum sind und vom Betreiber betreut werden?

Ist ein Unterschied ob nur die Technik in das Rechenzentrum umzieht oder die IT dort in Zukunft auch vom Betreiber betreut wird.

Oft ist es nur so, dass zwar die Server ins Rechenzentrum verschoben werden, die Betreuung dazu aber in der jeweiligen Firma bleibt.

Aber selbst wenn die "normale" Betreuung im RZ liegt, bleiben noch genug Aufgaben für dich als ITler in der Firma. Das muss ja alles geplant und verwaltet und ggf. permanent erweitert werden.

Das totale Outsourcing hat eigentlich nie gut funktioniert und viele Firmen gehen daher einen hybriden Kurs. Standard-Dinge, wie Platte tauschen, Netzwerkstecker ziehen, Neustarts oder Racks einbauen, macht das RZ - alles andere, was z.B. mit Software oder Schnittstellen zu tun hat, bleibt im Wissens-Pool der jeweiligen Firma.

Das sind meine persönlichen Erfahrungen.

Gruß
max
Mitglied: radiogugu
Lösung radiogugu 11.08.2022 um 18:26:04 Uhr
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Nabend.

Prinzipiell heißt ja nicht, dass der interne ITler wegfällt, nur weil man keine Server mehr innerhäuslich betreibt.

Clients wollen ja noch immer betreut werden und neue beispielsweise auch an das RZ angebunden werden.

Was du gerade durchmachst nennt man "Imposter-Syndrome".

Manchmal läuft es nicht so, wie man es gerne hätte.

Was du aber tun kannst, um ein paar Pluspunkte zu sammeln, eure interne Hardware Struktur finanziell darstellen und was dasselbe bzw. etwas vergleichbares in einem RZ kostet.

Habt ihr einen Dienstleister für Hardware / Software oder der dich manchmal unterstützten soll?

Hat dieser Dienstleister ein eigenes RZ?

Dann dort mal anfragen.

So zeigst du Initiative, um vielleicht der GF eine Entscheidungsgundlage zu liefern.

Aber überflüssig bist du erst, wenn es nirgendswo mehr knallen kann und nix kaputtgehen kann und niemand deine Telefonnummer mehr anruft.

Erst wenn alle Prozesse vollständig automatisiert sind, dann bist du überflüssig.

Gruß
Marc
Mitglied: em-pie
em-pie 11.08.2022 aktualisiert um 18:37:01 Uhr
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Moin,
Zitat von @transocean:
frag den Chef.

Sehe ich auch so. Geh mit deinen Bedenken zum Chef und erkläre deine Sorgen/ Sicht der Dinge.

Hab aber im Hinterkopf: nur weil IT in ein RZ ausgelagert wird, heißt das nicht, dass dir langweilig werden wird.
Die Frage ist auch, was soll ins RZ? Soll nur die Hardware "ausgelagert" werden? Falls ja: die VMs und Fachanwendungen wollen dennoch betreut werden. Auch haben eure User weiterhin Endgeräte vor Ort. Drucker lieben gelegentliche Besuche der IT weiterhin (sofern noch vorhanden). und (W-) LAN/ Telefonie macht sich auch nicht von selbst

Und dann darfst du einen Punkt nicht vergessen. IT ist ein Supportprozess. D. h. die dienen immer als Unterstützer der Kernprozesse. Und ein eigener ITler kann häufig die Prozesse optimal mitgestalten, da er Plan von den techn. Möglichkeiten hat, aber auch die Unternehmensabläufe kennt. Du bist zwar erst seit vier Monaten "im Boot" des Unternehmens, aber das heisst ja nichts und ob du das nun am Ende (alleine) umsetzt oder jemand anderes, das sei mal zweitrangig. Wenn Externe ins Boot kommen, muss die auch jemand orchestrieren face-smile

Edit: Und ggf. weiss dein Chef um deine "Unschuld" an den letzten Fehlschlägen. Und weil er dir mehr Raum für andere Dinge geben möchte vielleicht seine Überlegung, "schnöde" Themen auszulagern. Hier kann er SLAs und Sanktionen besser "durchsetzen", als gegenüber Mitarbeitern.

Gruß
em-pie
Mitglied: yoppi1
yoppi1 11.08.2022 um 18:45:37 Uhr
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Na, Dein Chef wird dich dann noch dringend brauchen.
Zumindest jemand zum Anschreien, wenn er merkt, dass man beim Rechenzentrum die angebliche Datensicherheit und Zuverlässigkeit auch zuverlässig mit hohen "Beiträgen" zu bezahlen hat.

Es gibt (technische) Gründe für on-premises. Allen voran:
- Software, die nur auf ollen Möhren läuft (gibt's im Maschinenbau genug von).
- Informationssicherheit, sprich: Geschäftsgeheimnisse
- Datenschutz (mittlerweile fallen auch "deutsche" Rechenzentren dadurch auf, dass sie von US-Firmen gekauft wurden und damit "Schrems II" aktiv wird).

Es gibt auch Gründe für den Einsatz im Rechenzentrum:
- Zutritts/Zugangskontrollen entsprechen meist Normen, die irgendwo in Industrie, Medizin, etc. gefordert werden und die man selbst schwer hinbekommt.
- Backupmöglichkeiten und Ersatzteilebesorgung, worum sich das Rechenzentrum kümmert
- Per SLAs kann eine Ausfallzeit reduziert werden.

Es kommt ja auch immer darauf an, was man wirklich mit "Rechenzentrum" meint. Das geht ja bei Colocation los (eigene Hardware im Rechenzentrum), geht über Webhostingund VM zu "root-Servern" und endet irgendwann bei SaaS, wo man die Hard- und Software quasi mietet.

Und selbst da werden oft noch eigene Admins benötigt. Irgendwer muss den Krempel ja konfigurieren, einstellen, Backups prüfen, den Datenschutzbeauftragten Rede&Antwort stehen, etc.

Kosten tut das alles gleich. Ob man selber neue Hardware kaufen muss, weil jemand mit dem schwarzen IT-Daumen die Kiste angefasst hat oder ob man das über den Mietpreis für's Rechenzentrum machen muss. Und die Supportzeiten, die nicht billig sind und die man in Anspruch nehmen muss, wenn man (Chef) es selber verbockt hat und z.B. ein wenig zu viel gelöscht hat, sind auch nicht ohne.

Oder bewirb Dich halt woanders. Admins - speziell im Bereich Windows Server/Exchange - werden eigentlich immer wo gesucht.
Mitglied: SeaStorm
SeaStorm 11.08.2022 aktualisiert um 19:24:04 Uhr
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Das ist wie "Die Cloud macht die Admins überflüssig" völliger Quatsch. Die eine oder andere Aufgabe fällt vielleicht weg, aber dafür kommen andere hinzu und bestehende werden mehr. Nur weil der Admin in Zukunft das Netzwerk nicht mehr auf seinem eigenen Router konfiguriert, sondern auf der WebUI der Cloud, heisst das ja nicht das er damit weniger Arbeit hat.

Selbst wenn die Server woanders stehen, dann muss der ganze Kram darauf trotzdem gewartet werden, konfiguriert werden, angepasst werden.

Wenn er anfängt einen Dienstleister ins Haus zu holen und dir sagt du sollst ihm Zeigen wie alles funktioniert, DANN musst du dir sorgen machen.
Mitglied: scout71
scout71 11.08.2022 um 20:27:56 Uhr
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Hallo,

suche das Gespräch mit deinem Chef und sprich deine Bedenken offen an.

Ich persönlich habe mehrere Erfahrungen mit der IT Verlegung in ein Rechenzentrum / Cloud und auch wieder zurück gemacht.

Ein Punkt sind die Kosten der Hardware und Wartung, die Gegenüber der IT im Rechenzentrum nicht immer günstiger sind bzw. sein müssen.

Für die internen ITler fällt nur die Hardware Wartung der Server weg. Die anderen Tätigkeiten bleiben erhalten (Softwarewartung / Updates usw.).

Ein wichtiger Unterschied ist das der Einfluss auf die Server / Netzwerke in Rechenzentrum jetzt mit mehreren geteilt werden muss.

Kopf hoch und erst wenn die letzte Tätigkeit an den Dienstleister übergeben werden soll ist dein Arbeitsplatz in Gefahr.
Mitglied: Itthekid
Itthekid 11.08.2022 um 22:37:24 Uhr
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Vielen Dank für die zahlreiche Rückmeldung.
Das hat mich echt beruhigt und mir die Sorgen genommen.
Ich habe mich mal mit dem “Imposter-Syndrome“ beschäftigt und finde es sehr interessant da sehr viele Symptome bei mir zutreffen.
Werde mich nun weiter damit beschäftigen und daran arbeiten.
Und ich habe erkannt, dass ich ganz offen mit mein Chef darüber sprechen muss.
Mitglied: yoppi1
yoppi1 12.08.2022 aktualisiert um 08:19:32 Uhr
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Ich kenne einen Admin, der wirklich erstklassig ist. Wirf ihm irgendwas hin mit Windows oder Unix und er löst das Problem. Er weiss nicht alles sofort, aber er weiss immer, in welchen Dokus er nachlesen muss oder wen er sonst noch fragen muss.
Auch bei "meinem" Admin passieren Fehler oder die Hardware spinnt. Wobei momentan die schlechte Lieferbarkeit von Ersatzteilen ein Problem scheint. Also wird er gerade noch zum Fachmann für Lieferketten ;)
Richtig stressig sind für ihn die ganzen Sicherheitslücken, die dauernd und immer sehr kurzfristig gepatcht werden müssen. Bei komplexen Mailserverkonfigurationen kann so ein Patch mit Runter/Hochfahren auch mal einen Tag die IT lahmlegen. Es dauert halt so lange wie es dauern muss.

NATÜRLICH motzen dann alle face-wink

Aber wir wissen alle, dass er macht, was er kann und so schnell er kann. Und wirklich KEINER möchte seinen Job übernehmen. Denn die meisten haben
a) überhaupt keine Ahnung oder
b) wissen gerade einmal, wie man unter Linux "ls -la" eingibt und wissen es "besser" oder
c) haben Ahnung und wollen deshalb nichts damit zu tun haben.

Admins sind Mangelware. Wer einen Admin feuert, weil die Hardware spinnt, der hat sie nicht alle und sollte damit bestraft werden, keinen Ersatz zu finden ;)

Ich empfehle übrigens allen Admins eine Weiterbildung in Richtung Amazon AWS/Google Cloud /Azure. Tipp: richte mal unter AWS einen Cluster für Jira ein. Das ist Expertenwissen, was zwar selten angefragt wird, aber sehr teuer bezahlt wird.

Nachtrag, weil soeben eingetrudelt:
Einer der größten Anbieter, Hetzner, will seine Preise anpassen: https://docs.hetzner.com/de/general/others/price-adjustment/
Wenn man seine eigene Hardware unterbringen möchte, kostet der Strom also lustige 53,55 Cents pro kWh.
Ein kleiner Server, der nur 300 Watt zieht, kostet damit bei denen im deutschen Standort im Jahr ca. 1400,- Euro.
Strom kostet in den Rechenzentren also genauso viel wie in den eigenen Räumen. Eventuell ist es für die Büroräume noch preiswerter, dann spart man mit on-premises sogar noch. Das war früher anders...
Mitglied: altmetaller
altmetaller 12.08.2022 um 09:25:40 Uhr
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Hallo,

ich würde mir eher Sorgen machen den Job zu behalten.

In der Cloud passieren Dinge, die Du mangels Quellcode nicht nachvollziehen kannst.

Du bekommst nur einen eingeschränkten Blick und bist mit Allem auf Gedeih und Verderb den Prozessen und Abläufen des Cloudanbieters ausgeliefert. Das fängt schon bei der telefonischen Erreichbarkeit an.

Für mich war das einer der Gründe, mich aus der gewerblichen IT zurückzuziehen.

Gruß,
Jörg
Mitglied: unbelanglos
unbelanglos 12.08.2022 um 11:16:06 Uhr
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Hast du vielleicht Urlaub nötig?
Mit dem Chef sprechen ist nicht dein Ding?

Übrigens im RZ bedient sich die Technik durch Häntzelmänchen von allein. ;)
Mitglied: em-pie
em-pie 12.08.2022 um 12:25:12 Uhr
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@altmetaller
Cloud != Cloud

IaaS ist was anderes als SaaS.
Bei SaaS stimme ich dir zu - da nutze ich nur einen Dienst; z.B. die iCloud/ Dropbox/ ... als Speicheranbieter. Mir doch wurscht, welche Storage- und Webserver-Technologie darunter liegt (also theoretisch wurscht). Habe ich ein Problem auf der Plattform, muss sich der Anbieter gefälligst kümmern. Er hat mir ja eine Leistungs (vertraglich) zugesichert.

Bei IaaS stehen mit aber vom Betreiber zur Verfügung gestellte Hardware zur Verfügung. Alles was darüber hinaus geht, ist "meine" Baustelle. Der Betreiber scherrt sich dann nicht drum, ob ich da ein Debian, SLES oder Windows 2022 betreibe. Zumindest ist es vorerst nicht sein Verantwortungsbereich.
Mitglied: yoppi1
yoppi1 13.08.2022 um 10:34:03 Uhr
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Wer ein Beispiel GEGEN Cloud sucht:

Atlassian Jira und Confluence. Eine preiswerte on-premises-Lizenz gibt es nicht mehr (nur noch ab 500 User als "Data Center"). Die Cloud ist so "zuverlässig", dass alle furznasenlang etwas nicht funktioniert.
Dann noch letztens der Super-GAU, als ein Atlassian-Admin mal ebend ein paar Hundert Kunden-Sites komplett oder teilweise gelöscht hat. Fehler im Skript.
Der Sub-Super-GAU war, dass es keine Backupmöglichkeit gab, die es erlaubt hätte, sowas wie "mach mal Restore von Kunde X von gestern" auszuführen. Atlassian rühmt sich mit regelmäßigen Sicherungen - das betrifft aber nur den Fall, wo bei Amazon (dort wird gehostet) der Riesenbagger durch ein zentrales Rechenzentrum fährt.
Einzelne Kunden mussten Wochen darauf warten, dass ihr Jira oder Confluence wieder hergestellt und betriebsbereit war.
Die Kommunikation von Atlassian war unterirdisch.

Bei on-premises würde man sich irendwo eine VM mieten, das Backup von gestern dort einspielen, Anpassen und den Nutzern von Jira und Confluence die temporäre, neue URL mitteilen.

Ein weiteres Beispiel gegen Cloud betrifft den Support. Bzw. Nicht-Support. Ich kenne so einige Anbieter mit großem Namen, deren Support spätestens nach dem "Hallo!" nach Indien umgeleitet wird, wo man sein Anliegen Mitarbeitern unterbreiten darf, die an ihrem Englisch auf A1-Niveau immer noch arbeiten müssen. Gelöst wird ein Problem nie, sondern weitergeleitet. Dann erhält man per Mail die üblichen Kunde-Du-bist-doof-Dokumente wie z.B. sowas wie "Haben Sie schon versucht, Windows zu beenden und neu zu starten". Bei Linux-Rechnern. So geht es dann ewig weiter. Für Miet-Software auf Miet-Systemen, die 5- bis 7-stellig Eurobeträge im Jahr kosten.

Das einzige "Cloud"-Konzept, was aus meiner Sicht halbwegs zufriedenstellend läuft, ist, wenn ein kleiner, deutscher Anbieter alles administriert und dabei dann Amazon, Google, Microsoft & Co so einbindet, dass man es als Kunde nicht merkt. Diese kleinen Firmen gibt es aber nicht kostenlos ;)
Mitglied: micneu
micneu 13.08.2022 um 13:33:37 Uhr
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bei mir im unternehmen habe wir auch ein rz und wir betreuen unsere hardware selber (klar kleinere aufgaben da helfen uns die mitarbeiter des RZ), ich würde einfach mal deinen vorgesetzen bitten um ein feedback gespräch, wir machen das heute auch noch regelmäßig (2 x im jahr, ich bin jetzt über 7 jahre im unternehmen).
Mitglied: unbelanglos
unbelanglos 13.08.2022 um 15:13:19 Uhr
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Zitat von @yoppi1:

Wer ein Beispiel GEGEN Cloud sucht:

Atlassian Jira und Confluence. Eine preiswerte on-premises-Lizenz gibt es nicht mehr (nur noch ab 500 User als "Data Center"). Die Cloud ist so "zuverlässig", dass alle furznasenlang etwas nicht funktioniert.
Dann noch letztens der Super-GAU, als ein Atlassian-Admin mal ebend ein paar Hundert Kunden-Sites komplett oder teilweise gelöscht hat. Fehler im Skript.
Der Sub-Super-GAU war, dass es keine Backupmöglichkeit gab, die es erlaubt hätte, sowas wie "mach mal Restore von Kunde X von gestern" auszuführen. Atlassian rühmt sich mit regelmäßigen Sicherungen - das betrifft aber nur den Fall, wo bei Amazon (dort wird gehostet) der Riesenbagger durch ein zentrales Rechenzentrum fährt.
Einzelne Kunden mussten Wochen darauf warten, dass ihr Jira oder Confluence wieder hergestellt und betriebsbereit war.
Die Kommunikation von Atlassian war unterirdisch.

Bei on-premises würde man sich irendwo eine VM mieten, das Backup von gestern dort einspielen, Anpassen und den Nutzern von Jira und Confluence die temporäre, neue URL mitteilen.

Ein weiteres Beispiel gegen Cloud betrifft den Support. Bzw. Nicht-Support. Ich kenne so einige Anbieter mit großem Namen, deren Support spätestens nach dem "Hallo!" nach Indien umgeleitet wird, wo man sein Anliegen Mitarbeitern unterbreiten darf, die an ihrem Englisch auf A1-Niveau immer noch arbeiten müssen. Gelöst wird ein Problem nie, sondern weitergeleitet. Dann erhält man per Mail die üblichen Kunde-Du-bist-doof-Dokumente wie z.B. sowas wie "Haben Sie schon versucht, Windows zu beenden und neu zu starten". Bei Linux-Rechnern. So geht es dann ewig weiter. Für Miet-Software auf Miet-Systemen, die 5- bis 7-stellig Eurobeträge im Jahr kosten.

Das einzige "Cloud"-Konzept, was aus meiner Sicht halbwegs zufriedenstellend läuft, ist, wenn ein kleiner, deutscher Anbieter alles administriert und dabei dann Amazon, Google, Microsoft & Co so einbindet, dass man es als Kunde nicht merkt. Diese kleinen Firmen gibt es aber nicht kostenlos ;)

Was spricht nun gegen die Cloud?
Du nennst Unzulänglichkeiten die organisatorische und personelle Mängel darstellen und dann mit meiner Meinung nach abzuschließen.

Eigentlich sagt das mehr über dich aus als über die Cloud.
Mitglied: yoppi1
yoppi1 14.08.2022 um 12:42:56 Uhr
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@unbelanglos: Klasse. 7 Kommentare und schon wird's persönlich.

Was bitte, soll meine Aussage "mehr über mich aussagen als über die Cloud", Herr Doktor Freud? Ich gebe hier meine Erfahrung und meine Meinung wieder, nicht mehr und nicht weniger.

Bitte unterlasse doch einfach irgendwelche belanglosen (*sic*) und vor allem unsubstanzierten und unterschwelligen Unterstellungen hier. Wenn Du anderer Meinung bist und andere Erfahrungen mit Cloudanbietern hast: bitte schön, lass uns teilhaben. Ich lasse mich gerne überzeugen.

Mir geht das sowas von auf den Sack, dass man keine zwei Beiträge schreiben kann, ohne dass irgendein Möchtegernpsychoanalytiker eine persönliche Attacke reitet.

Analysier das, Du ....
Mitglied: unbelanglos
unbelanglos 14.08.2022 um 13:46:25 Uhr
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Ohhh... Volltreffer?

Du schreibst doch dass DU Argumente GEGEN die Cloud hast.

Dann räumst du eine ein, dass es Erfahrung und Meinung ist! Entscheide dich mal.

Es gib Millionen yuppis in der IT mit On-Premise Spielzeugen und die verk*ckten täglich Millionen mal ihren Job und wer kommt da auf die Idee, dass das ein "Argument" GEGEN On-Premise IT ist?

Und ja , es sagt ganz viel über Dich aus. Z, B. dass du deinen Job verfehlt hast. Oder ein Risiko für die Zukunft der IT bist, die du betreuen darfst. Dazu muss man kein Freud sein.

ITler sein und Quarkdenkerschwurblei gegen moderne Trends pflegen. Das ist so, als würdest du Arzt sein und über Impfungen deine persönlichen Erfahrungen und Meinung als medizinischen Ratschlag verkaufen.

Ja bei Cloud-Betreibern arbeiten Menschen und ja die machen Fehler. Das ist aber weder ein Beispiel für etwas oder gar repräsentativ für die Eignung eines Cloud-Produktes.
Mitglied: altmetaller
altmetaller 14.08.2022 um 18:21:54 Uhr
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Hallo,

Zitat von @yoppi1:

Bitte unterlasse doch einfach irgendwelche belanglosen (*sic*) und vor allem unsubstanzierten und unterschwelligen Unterstellungen hier.

Merke: Hier sind auch Mitarbeiter von Cloud-Anbietern unterwegs. Da setzt man sich gerne auch mal am Wochenende für seinen Arbeitgeber ein.

Patrioten provozieren privat permanent pauschal - problematisch? face-smile

Gruß,
Jörg
Mitglied: pilger
pilger 15.08.2022 aktualisiert um 12:01:47 Uhr
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Hallo,

nur weil die Hardware sich in die Cloud verlagert wird eine IT-Stelle deswegen nicht überflüssig. Und wenn der Chef einen nicht mehr braucht? Heutzutage sollte das dem Arbeitnehmer kein Kopfzerbrechen mehr bereiten, da auch ein starker Mangel an IT-Kräften am Markt besteht. 2021 konnten über 90.000 IT-Stellen in Unternehmen nicht besetzt werden, weil die Fachkräfte fehlen.

Eine Sache ist aber noch wichtig: Die Jobprofile verändern sich immer wieder. In der IT gibt es immer wieder Schübe in der Entwicklung, bei denen man sich zusätzliche Kenntnisse aneignen sollte.
Z.B. der "Schrauber" wird immer weniger benötigt, aber mehr der Mitarbeiter mit Kenntnissen über Schnittstellen für die Datenübermittlung zwischen den verschiedenen Ökosystemen. Der introvertierte IT'ler in seinem Kämmerchen wird auch seltener werden, dafür der IT'ler mit Empathie und Sozialkompetenzen, damit das Übersetzen zwischen den Welten funktioniert.

VG
Mitglied: unbelanglos
unbelanglos 15.08.2022 um 15:46:17 Uhr
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Zitat von @altmetaller:

Hallo,

Zitat von @yoppi1:

Bitte unterlasse doch einfach irgendwelche belanglosen (*sic*) und vor allem unsubstanzierten und unterschwelligen Unterstellungen hier.

Merke: Hier sind auch Mitarbeiter von Cloud-Anbietern unterwegs. Da setzt man sich gerne auch mal am Wochenende für seinen Arbeitgeber ein.

Patrioten provozieren privat permanent pauschal - problematisch? face-smile

Gruß,
Jörg

Ich für meinen Teil bin bei keinem Cloud-Anbieter angestellt. Wir haben weltweit über 100k klassische Büroarbeitsplätze mit Kopplung zum AD. Darüber hinaus machen wir von Fall zu Fall auch Cloud-Sachen, so wie ALLE anderen DAX-Unternehmen auch.

Pauschal gegen eine Technik, ein Trend oder was auch immer zu sein ist mit dem Beruf des IT-Wasauchimmer unvereinbar und macht einem zu einen Geschäftsrisiko.

Wenn ich mit einem Cloud-Produkt nicht warm werde, dann habe ich konkret dem Vorstand mich zu erklären und werden dann im Einzelfall zur Beratung verdonnert.
Zu sagen, ich bin gegen Cloud und dann "Argumente" zu suchen oder konstruieren führt hier zur Kündigung und ist auch die Grundlage für den Untergang des Unternehmens. Es wird Innovation erwartet. Innovationsfähigkeit ist eigentlich eine Stütze des Berufes.
Mitglied: unbelanglos
unbelanglos 15.08.2022 um 15:46:51 Uhr
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Zitat von @pilger:

Hallo,

nur weil die Hardware sich in die Cloud verlagert wird eine IT-Stelle deswegen nicht überflüssig. Und wenn der Chef einen nicht mehr braucht? Heutzutage sollte das dem Arbeitnehmer kein Kopfzerbrechen mehr bereiten, da auch ein starker Mangel an IT-Kräften am Markt besteht. 2021 konnten über 90.000 IT-Stellen in Unternehmen nicht besetzt werden, weil die Fachkräfte fehlen.

Eine Sache ist aber noch wichtig: Die Jobprofile verändern sich immer wieder. In der IT gibt es immer wieder Schübe in der Entwicklung, bei denen man sich zusätzliche Kenntnisse aneignen sollte.
Z.B. der "Schrauber" wird immer weniger benötigt, aber mehr der Mitarbeiter mit Kenntnissen über Schnittstellen für die Datenübermittlung zwischen den verschiedenen Ökosystemen. Der introvertierte IT'ler in seinem Kämmerchen wird auch seltener werden, dafür der IT'ler mit Empathie und Sozialkompetenzen, damit das Übersetzen zwischen den Welten funktioniert.

VG

Dito.
Mitglied: altmetaller
altmetaller 15.08.2022 um 17:05:05 Uhr
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Hallo,

ich sehe das etwas anders: Ein Administrator übernimmt Verantwortung und bei ClosedSource- oder Cloudlösungen tut er so, als wenn er Verantwortung für etwas übernimmt was er weder kontrollieren und schon gar nicht einsehen / nachvollziehen kann.

Das ist in meinen Augen nicht seriös.

Gruß,
Jörg
Mitglied: unbelanglos
unbelanglos 15.08.2022 um 19:56:41 Uhr
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Zitat von @altmetaller:

Hallo,

ich sehe das etwas anders: Ein Administrator übernimmt Verantwortung und bei ClosedSource- oder Cloudlösungen tut er so, als wenn er Verantwortung für etwas übernimmt was er weder kontrollieren und schon gar nicht einsehen / nachvollziehen kann.

Das ist in meinen Augen nicht seriös.

Gruß,
Jörg

Überlege Mal, was deine Ideologie für Auswirkungen hätte. Du gehst morgen zu Fuß zu Arbeit und ziehst dort alle Stecker?

Wir haben einen Kulturkreis, der von Treu und Glauben lebt. Dazu gehört auch, dass ich meinem Mercedes Vertraue, ohne die Software auditiert zu haben.