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Keine Zwangstrennungen mehr bei Telekom VoIP-Anschlüssen

Guten Morgen face-smile

Bei den IP Anschlüssen der Telekom darf es ja keine (tägliche) Zwangstrennung mehr geben, da ja in diesem Falle während der Trennung ein Notruf unmöglich wäre und somit gegen das Telekommunikationsgesetz verstößt.

Warum wird dann bei Standart (analog) bzw. bei Universal (ISDN) noch eine tägliche Zwangtrennung vollzogen? Liegt das am AnnexB und AnnexJ? Soweit ich aber noch weis gab es auch über Annex J (mit Splitter) IP-basierte Telefonie, die das (noch existierende und nicht genutzte analoge Festnetz) ersetzte.

Ich wünsche einen schönen Feiertag!

~ Moddry

Content-ID: 305282

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Ausgedruckt am: 05.04.2025 um 09:04 Uhr

LordGurke
Lösung LordGurke 25.05.2016 um 04:01:55 Uhr
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Zuerst: Notruf muss am Festnetz und Mobilfunk nach TKG nur möglich sein, wenn der Träger technisch verfügbar ist.
Will heißen: Notruf am Mobiltelefon muss nur gehen, wenn irgendein Sendemast in Hörweite ist; bei ISDN nur wenn auch die Leitung funktioniert und bei VoIP solange eine Internetverbindung besteht.
Selbst bei der Tarifbündelung darf dennoch die Internetverbindung getrennt werden. Theoretisch darf dir die Telekom sogar wegen unbezahlter Rechnungen den Internetzugang sperren, auch wenn dann keine Telefonie mehr möglich ist.
Habe ich schriftlich so von der BNetzA face-wink
Lediglich dann, wenn durch eine solche unnötige Trennung ein Notruf unterbrochen wird, wird es interessant — aber das checken die Anbieter i.d.R. bevor die Verbindung getrennt wird.

Zum Thema Zwangstrennung:
Das haben die Anbieter eingeführt, weil nur am Ende einer Verbindung Datensätze im RADIUS-Server ("STOP-Records") entstanden sind, die man für die Traffic-Abrechnung benutzen konnte. So konnte man erzwingen, dass mindestens alle 24h ein solcher Datensatz vorlag.
Irgendwann war das auch ein beliebtes Mittel um einen IP-Wechsel herbeizuführen und zu verhindern, dass die Leute Server dahinter betreiben.
Inzwischen stirbt dieses Vorgehen aber aus, weil zum einen VoIP, zum anderen bei vielen Anbietern auch Fernsehen und Mediatheken darüber laufen und ohnehin keine Trafficabrechnung mehr stattfindet.
Da ist es einfacher, die Verbindung einfach offen zu lassen.
Das Stichwort bei der Telekom ist daher nicht VoIP sondern Entertain face-wink
kaiand1
Lösung kaiand1 25.05.2016 um 06:23:50 Uhr
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Nun wir haben seit Jahren Tcom mit Entertain und haben die Zwangstrennung mit dabei.
Hat seine Vor und Nachteile halt.
Wir haben es im Router so eingestellt das diese Täglich Nachts passiert (Zwangstrennung) da zu großer SIcherheit dort alle Schlafen und daher dies nicht stört.
Zudem wenn du die selbe IP hast haben es ja die Bösen Buben einfacher da sich deine Adresse ja erstmal nicht mehr ändert...
killtec
killtec 25.05.2016 um 07:35:17 Uhr
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Hi,
wenn du das im Router explizit einstellst, dann ist das klar. Dann macht der das. Aber von der Telekom aus wird das nicht mehr gemacht.
Hatte das bei mir auch erst so, jetzt aber "Dauer"-Verbindung.

Gruß
JohnLamox
Lösung JohnLamox 25.05.2016 um 10:23:25 Uhr
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@kaiand1
das hat ja nur mit deiner router-einstellung zu tun. wenn ich meinem router sage, das er alle 6 stunden neustarten soll, ist das ja auch keine trennung von der telekom sondern meine router-abhängige einstellung. face-wink

dazu mal das hier: https://telekomhilft.telekom.de/t5/Telefonie-Internet/Gibt-es-eine-Zwang ...

laut aussage von kai m. von der telekom gibt es bei voip-anschlüssen keine zwangstrennung mehr.
123201
123201 25.05.2016 um 13:01:48 Uhr
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Wie danke für diese ausführliche Antwort!

Also stammt die Trennung noch aus der Anfangszeit vom DSL.

Ich wünsche dir einen schönen Feiertag morgen!!face-smile

-Moddry
Dilbert-MD
Dilbert-MD 25.05.2016 um 15:32:12 Uhr
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Moin !

FRAGE hierzu:

Wenn man keine feste IP braucht (für z.B. VPN, NAS, Server, Smart Home, RDP, ... ) sollte man dann besser doch den Router eine Zwangstrennung vornehmen lassen und ggf. dadurch eine neue IP bekommen?

Welche Vor- bzw. Nachteile hätte man bei der Zwangstrennung ?

Gruß
Holger
117471
Lösung 117471 25.05.2016 um 20:56:39 Uhr
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Die stammt sogar noch aus der Anfangszeit von analogen Einwahlen.

Wenn die Leitungen dauerhaft belegt waren, sind irgendwann die Koppelfelder überhitzt.

Das Einzige, was jetzt noch dafür spricht ist die Geldgier der Provider - mit statischer IP und ohne Zwangstrennung macht man den häufig überteuerten Datenfestverbindungen Konkurrenz. Gerade bei VDSL wo kein Frequenzbereich aus dem Uplink-Spektrum für die Sprachtelefonie ausgeblendet wird...