Kompatibilität des analogen Telefonverteilers mit VoIP

tommes.dee
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Hallo zusammen :) face-smile

Wie es jedem mit gefährlichem Halbwissen schon mal passiert ist, war ich zu langsam mit dem Wegrennen bei der Aussage "Du kennst dich doch mit Computern aus". Total überfordert frage ich nun Euch:

In einer kleinen Praxis soll demnächst von analogem ISDN auf VoIP umgestellt werden (Zwang durch die Telekom). Die Frage ist nun, was dafür an neuer Infrastruktur angeschafft werden muss. Aktuell gibt es dort einen NTBBA und einen Kasten mit der Aufschrift ISDN (s. Bild 1). Das wird wohl durch die Magentafarbenen bereitgestellt und ausgetauscht bei der Umstellung.

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(Bild 1)

Außerdem - und jetzt wirds tricky - ist darunter noch ein dubioser Kastern/Verteiler (s. Bild 2) Ich habe allerdings keine Ahnung, was das ist. Ich weiß nur, dass dieser wohl eine Art Verteiler auf die einzelnden Dosen/Anschlüsse (s. Bild 3) für die Telefone ist.

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(Bild 2)

Hier noch die Telefonanschlüsse:

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(Bild 3)

Nun die Fragen:
(I) Kann mir jemand sagen, was das für ein Verteiler ist?
(II) Funktioniert der Verteiler auch mit VoIP oder muss er dann ausgetausch werden?
(III) Müssen die Dosen getauscht werden? (Die Telefone sind VoIP-fähig)
(IV) An einer Dose hängt eine FritzBox (verbunden via "DSL/TEL"-Anschluss). Wo muss die FritzBox nach der Umstellung von ISDN auf digital/VoIP angeklemmt werden?

Tausend Dank schon mal für Eure Hilfe :) face-smile

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Ausgedruckt am: 01.07.2022 um 09:07 Uhr

Mitglied: Pjordorf
Lösung Pjordorf 18.08.2015 aktualisiert um 22:34:44 Uhr
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Hallo,

Zitat von @Tommes.Dee:
Aufschrift ISDN (s. Bild 1).
Dein ISDN beschriftetes teil ist der NTBA. Das linke Teil ist ein Splitter (Hochtonfilter - Hochpass usw.)

Das wird wohl durch die Magentafarbenen bereitgestellt und ausgetauscht bei der Umstellung.
Hängt davon ab was ihr Vertraglich vereinbart habt.

Ich habe allerdings keine Ahnung, was das ist.
Dann mach den (Ruttenbeck) Verteiler mal auf und versuch zu erkennen wie welcher Draht von wo nach wo geschaltet wurde. ISDN = 4 Drähte. Analoge Geräte = 2 Drähte. UK0 bzw. Amtzugang (ISDN) = 2 Drähte. ISDN = eher ein BUS, Analoge Geräte = Stern zur Telefonanlage (Wo und was ist die?)

Hier noch die Telefonanschlüsse:
Wow, mit Schlüsselschalter :-) face-smile

(I) Kann mir jemand sagen, was das für ein Verteiler ist?
Ein Splitter und rechts daneben ein NTBA

(II) Funktioniert der Verteiler auch mit VoIP oder muss er dann ausgetausch werden?
VOIP = Netzwerktechnik = Netzwerkkabel = Patchpanel = Switch...ergo, Nein.

(III) Müssen die Dosen getauscht werden? (Die Telefone sind VoIP-fähig)
VOIP = Netzwerktechnik = Netzwerkdosen = NICHT Analoge oder ISDN Dosen. Da müssen dann aber auch zu jeder Dosen ein 8 Adriges Netzwerkkabel führen zum Zentralen Patchfeld bzw. Switch.

Umstellung von ISDN auf digital/VoIP angeklemmt werden?
Gar nicht wenn es ein ALL-IP Anschluß wird. da reicht der DSL Anschluß.

Vorschlag: Hol dir jemand der sich auskennt..... (wird billiger)

Gruß,
Peter
Mitglied: Tommes.Dee
Tommes.Dee 18.08.2015 um 22:34:39 Uhr
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Das wird wohl teuer und dreckig, wenn neue Kabel verlegt werden müssen.. Vielen Dank für die ausführliche Antwort :) face-smile
Mitglied: Lochkartenstanzer
Lösung Lochkartenstanzer 18.08.2015 aktualisiert um 22:58:56 Uhr
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Moin,

abgesehen davon, daß es kein analoges ISDN gibt:

das wesentliche ist auf den Bildern nciht drauf. Insbesonder der telefonverteiler von Rutenbeck ist zwar nett anzusehen, aber die Innereien davon wären interessanter.

Aber ich habe den Eindruck. daß heir eien fernberatun gnciht wirklich zielführend wäre, so daß ein Dienstleister vor Ort sicher geeigneter udn nervenschonender ist.


Wenn man möglichst wenig an der Infrastruktur machen will, könnte man z.B. einfach die Fritzbox nehmen udn den S0-Anschluß der telefonanlage, der momentan in die NTBA geht einafch an die Fritzbox hängen. damit könnte man die Infrastruktur so weiternutzen, wie sie bisher war.

Aber meien Empfehlung ist, den telekomikern in den arsch zu treten udn die Umstellugn auf VOIP rpückgängig zu machen. Man bekommt nämlich u.U Probleme, daß man ncih tmehr telefonieren kann, wenn "das Internet kaputt ist".

lks
Mitglied: Tommes.Dee
Tommes.Dee 18.08.2015 um 22:58:36 Uhr
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Danke für das Feedback, LKS.

Das klingt interessant, allerdings verstehe ich nicht, wie die S0 => FritzBox-Lösung hilft, die Infrastruktur weiter zu nutzen. Da die Rutenbeck-"Blackbox" die einzige mir bekannte Hardware dort ist, orakle ich einfach mal, dass sie Verteiler und Telefonanlage in einem ist. Das scheint alles sehr betagt und schlichte Fichte zu sein. Kann natürlich auch Blödsinn sein - ich bin leider nur ein Layer-7-Typ.

Aber um nicht ganz blöd dem T-echniker gegenüber zu sein: Wenn man den S0 in die FritzBox klemmt, müssen sich die Telefone via DECT an der FritzBox anmelden, oder? Die verlegten Kabel/Dosen sind auch in diesem Szenario unbrauchbar - verstehe ich das richtig?
Mitglied: LordGurke
LordGurke 18.08.2015 um 23:03:22 Uhr
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Zitat von @Lochkartenstanzer:

Aber meien Empfehlung ist, den telekomikern in den arsch zu treten udn die Umstellugn auf VOIP rpückgängig zu machen.
Man bekommt nämlich u.U Probleme, daß man ncih tmehr telefonieren kann, wenn "das Internet kaputt ist".

Diese Begründung höre und lese ich oft (nicht nur von dir ;-) face-wink ).
Ich habe aber zuletzt an einer ISDN-Vermittlungsstelle gehangen, die offenbar nur noch für mich in Betrieb war und bei der die Telefonie öfter gestört war als DSL.
Am Ende habe ich VoIP genutzt, wenn ISDN wieder nicht funktioniert...
Was ich damit sagen will: Es kann auch andersherum passieren. Der Vorteil von ISDN mag sein, dass das statistisch gesehen stabiler ist als DSL.
Das VDSL der Telekom hat aber seit ich den Anschluss hier habe (2,5 Jahre) durchgängig funktioniert. VoIP war tatsächlich zu Anfang durchaus häufiger gestört, dass hat die Telekom seit einem knappen Jahr aber auch im Griff.
Am Ende wird es vermutlich darauf hinauslaufen, dass DSL eine ähnliche Stabilität erreicht wie ISDN - einfach weil das dann die gesamte Vermittlungsstelle ausfüllt und (sofern Kunden mit Express-Entstörung dranhängen) auch entsprechend schnell wieder zum Laufen gebracht wird.
Mitglied: Pjordorf
Pjordorf 18.08.2015 um 23:14:03 Uhr
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Hallo,

Zitat von @Tommes.Dee:
Das klingt interessant, allerdings verstehe ich nicht, wie die S0 => FritzBox-Lösung hilft, die Infrastruktur weiter zu
Die Fritte macht VOIP und deine uns unbekannte vorhanden Telefonanlage geht in den SO der Fritte anstelle in das jetzige NTBA

Da die Rutenbeck-"Blackbox"
Schon mal da rein geschaut? Bestimmt nicht....

Verteiler und Telefonanlage in einem ist
Rutenbeck baut keine Telefonanlagen.... nur ein bisserl Zubehör. http://www.rutenbeck.de/produkte/c/telefontechnik.html

Wenn man den S0 in die FritzBox klemmt, müssen sich die Telefone via DECT an der FritzBox anmelden, oder?
Können die. Kann aber auch per Analog oder gar ISDN (an die Fritte) gehen.....

Die verlegten Kabel/Dosen sind auch in diesem Szenario unbrauchbar
WAS wollt ihr in Zukunft haben bzw. nutzen?
Analoge Geräte? = 2 Drähte pro Gerät
ISDN Geräte? = 4 Drähte pro Gerät , max. 6 - 8 in einen BUS, Speisung beachten
VOIP? = Netzwerkkabel zum Gerät,
DECT an der Fritz.Box? = max. 6(?) Mobilteile per DECT an der Tritte anmelden oder gar über weitere DECT Zellen weitere Geräte.
WAS wollt ihr? WAS darf es kosten? Welchen Komfort und Merkmale werden zwingend benötigt? Vielleicht braucht ihr gar eine eigenständige größere Telefonanlage ala Auerswald oder Agfeo....

Gruß,
Peter
Mitglied: Tommes.Dee
Tommes.Dee 18.08.2015 um 23:48:20 Uhr
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Die Anforderungen sind sehr gering.
- keine Telefonanlage
- zwei parallele Gespräche
- 6 Telefone + Fax
- VoIP ist meinem Kenntnisstand nach verpflichtend, da die ISDN-Verträge gekündigt werden
- ein paar WLAN-Clients und auch kabelgebundene Geräte, die nur intern verfügbar sein dürfen (Drucker + Röntgenapparat, ggf. NAS)

Ich gehe stark davon aus, dass VoIP kommen wird und dass sich der Praxisinhaber wünscht, dass so wenig wie möglich umgebaut wird. Die letztendliche Frage ist: Gibt es eine Möglichkeit mit Zusatzhardware, die bestehende Verkabelung (nicht 8-adrig) trotz VoIP-Anschluss zu nutzen? Das wäre dann eine Telefonanlage, oder?

Es geht nur um eine grobe Richtung, um nicht hoffnungslos über den Tisch gezogen zu werden. Vielen Dank nochmal :) face-smile
Mitglied: LordGurke
LordGurke 19.08.2015 um 00:33:25 Uhr
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Noja, das wurde ja bereits in der ersten Antwort von Pjordorf angedeutet:
FritzBox dran, darin das Telekom-VoIP konfigurieren und über deren S0-Bus die bestehende Telefonanlage anschließen. Du ersetzt also das NTBA einfach durch eine FritzBox. Auf diesem S0-Bus stellt die FritzBox dann ein ISDN-Signal zur Verfügung und für die vorhandene Telefonanlage fühlt es sich so an, als wenn da weiterhin ISDN von der Telekom kommt.
Mitglied: Pjordorf
Pjordorf 19.08.2015 um 01:31:31 Uhr
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Hallo,

Zitat von @Tommes.Dee:
Die Anforderungen sind sehr gering.
Aber die sind eben da.

- keine Telefonanlage
Geht nicht wenn du das unten aufgeführte haben willst. Wasch mich aber mach mich nicht nass!

- zwei parallele Gespräche
- 6 Telefone + Fax
Setzt etwas wie auch immer voraus was wir der Einfachheit hier einfach Telefonanlage nennen.

- VoIP ist meinem Kenntnisstand nach verpflichtend,
Wer schreibt das denn Vor?

da die ISDN-Verträge gekündigt werden
Vodafone hat noch bis 2022 ISDN. Und das würde ich mir überlegen. Arzt Faxt ein Rezept an Apotheke. T.38 spinnt mal wieder. Rezept kommt nicht in Apotheke an.....

- ein paar WLAN-Clients und auch kabelgebundene Geräte, die nur intern verfügbar sein dürfen (Drucker + Röntgenapparat, ggf. NAS)
Wow! WLAN und Röntgenbilder und son Kleinkram. Datenschutz lässt grüßen. Auf ein noch unsicheres Medium geht es ja kaum noch, Doch, PowerLAN. Und nicht nur wegen des Datenschutzes würd ich mir WLAN und Patientendaten und Durchsatz und und und überlegen ob WLAN tatsächlich notwendig und was dann eine Funktionierende Performante Lösung dann an Aufwand bedeutet. Mit einer Fritte ist es kaum getan....

Ich gehe stark davon aus, dass VoIP kommen wird
Ja ja, irgendwann schon. Und wenn Fax und Zahlungsgeräte und Alarmmelder dann in dieser Welt nur noch VOIP Sprechen dann sehen wir weiter. Bis dahin ist ISDN das einzig Stabile....

dass so wenig wie möglich umgebaut wird.
FritzBox als VOIP zu ISDN und umgekehrt Wandler nutzen und alles läuft wie bisher. Hat er allerdings Zahlungsgeräte und Alarmmelder wird er hier nachinvestieren müssen.

8-adrig) trotz VoIP-Anschluss zu nutzen?
Wurde dir jetzt schon in Mehreren Antworten gesagt. FritzBox ans Internet und die vorhandene ISDN Anlage (was immer das auch bei sein mag was da jetzt läuft) an den SO Port der Fritz.Box. Fertig....

Gruß,
Peter
Mitglied: Midivirus
Midivirus 08.09.2015 um 10:58:05 Uhr
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Suche: Umstieg auf VoIP für Betrieb mit 15 MA (Tips, Hilfe, Empfehlungen)

Ansonsten empfinde ich das Wissen von dem Fragesteller als eher dürftig, so eine Stelle mit sensiblen Daten und Ausfallsicherheit, als eine zu große Herausforderung.

Bitte lies alles genau, die Antworten sind schon hilfreich, man muss nur auch das Basiswissen haben.

Grüße
Midi