Neuer Server > Umsatteln auf SCSI

Mitglied: Weingeist

Weingeist (Level 1) - Jetzt verbinden

27.06.2006, aktualisiert 28.06.2006, 3858 Aufrufe, 5 Kommentare

Hallo Leute

Momentan betreibe ich einen File-Server mit
- OS: WinXp SP2
- MB: Asus P4PE
- Controller: Promise SX6000 mit 6x160GB
- RAID: 3x RAID 1
- Datenbank
- Ca. 10-15 Clients

Hintergrund:
Ich hatte immer Probleme mit RAID 5 und dem genannten Controller. immer wieder disconnects und dergleichen von Festplatten von versch. Herstellern. Auch aufhänger bei Schreibprozessen waren nicht selten. Dann habe ich umgerüstet auf 3x RAID 1 damit sie wenigstens gespiegelt sind und eine restaurierung vereinfach würden bei einem Crash. Aber auch hier immer wieder Ärger.

Ein neuer Server soll bzw. Controller her. Diesmal mit SCSI, da ich von IDE und RAID definitiv nichts mehr hören will. Der Server läuft auch 24/7.

DC ist auf einer separaten Maschine.

Anforderungen:
- Sehr Ausfallsicher, weil restaurierungen ein vielfaches kosten würden
- Teilweise werden grosse Mengen Daten werden hin und hergeschoben
- Datenbank wird auch drauf laufen

Die Fragen:
- Welcher Controller? Dachte an ICP Vortex
- Welches System? SAS oder SCSI 320.
- Welche Festplatten-Marken sind empfehlenswert, Serie?
-- Je nach dem sind die Preisspannen ja sehr hoch! Dachte an vorläufig 4x147GB jeweils gespiegelt. Ausbaubar!
- Kann ich meinen jetzigen Server aufrüsten oder soll man auf ein "richtiges" MB umsatteln?
- Ist RAID 5 sicher bei SCSI (Kostengrund)? RAID 1 wäre mir persönlcih sympathischer, kann ich selber restaurieren falls einmal nötig.

Vielen Dank schoneinmal für Tips

Grüsse Urs
Mitglied: 25510
25510 (Level 2)
27.06.2006 um 15:44 Uhr
Hallo,

Was spricht denn gegen einen halbwegsvernünftigen Server inkl Wartung? Bsp: xSeries ab 346 aufwärts. Da bekommst du deine Sammlung an Platten rein, hast Redundanzen (Platte, Netzteil, etc), Leistung und bei Ausfall auch Wartung.
Gleiches gibt es auch von Dell (wartung ist dort vermutlich etwas günstiger).
Da die Systeme aus einem Guss sind, sind dort kaum Probleme hinsichtlich der Inkompatibilität zu erwarten.


mfg tz
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Mitglied: VoSp
27.06.2006 um 16:41 Uhr
Hallo Weingeist,

da kann ich Tischzecke nur beipflichten.

Wenn Du ein ausbaubares, wartungsfreundliches System haben willst, bei dem Du Dir sicher sein kannst das es Ersatzfestplatten und Teile auch noch in 2 Jahren gibt, dann kauf einen Server von einen grossen Hersteller + Support.

Ob Du da HP, IBM, FuSie, DELL etc. nimmst ist eigentlich egal. Wir setzen hier für mission critical auf HP der rest sind DELL Server. Mit dem Support und der Wartbarkeit sind wir vollauf zufrieden.

Bastelserver sind in kleinsten Umgebungen, bei denen man auf den Preis achten muss OK. Wie Du aber selber sagst ist ein Recovery meist teurer als in die Ausfallsicherheit der Server zu investieren. Warum also selber bauen und im Fall der Fälle dann auch noch hinter 3 Hardwarehersteller hinterhertelefonieren die sich die Schuld gegenseitig zuschieben.

Nie wieder selbstbauserver in Produktivumgebungen.

Just my 2 Cent.

Bis dann

VoSp
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Mitglied: Weingeist
28.06.2006 um 11:55 Uhr
Hallo Leute

Habe mir die Produkte mal angeschaut. Sehen zwar richtig nett aus, aber sind doch teurer als ich angenommen habe. Glaube kaum, das ich so etwas durchbringen kann im Geschäft.

Sind den die IPC Vortex so unbrauchbar um mit einem stabilen Board zu funktionieren?

Falls ich das nicht durch bringe, wovon ich ausgehe, auf welchen Hersteller sollte man bei SCSI Platten vertrauen? Welche Umdrehungszahl? 10'000 ist wesentich günstiger als die 15'000er Das Netzwerk ist nicht besonders gross, aber halt einiges an Daten. Muss nicht zwingend hyperst schnell sein, da die IDE Variante selten an den Anschlag kam in sachen geschwindigkeit. Gut Ein bisschen schneller würde nicht schaden. ;)

Grüssle und vielen Dank
Urs
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Mitglied: VoSp
28.06.2006 um 12:16 Uhr
hallo nochmal,

nein, nein, die Vortex Controller sind gut. Wahrscheinlich wird dein Server damit auch gut laufen. Nur sind die Komponenten die die namhaften Hersteller einsetzen natürlich aufeinander abgestimmt und funktionieren auf jeden Fall zusammen. Nur wie gesagt die Supportsituation bei Selbsbauservern ist natürlich eine gänzlich andere als bei einem grossen Hersteller.

Wenn Dir in einem Jahr eine Platte in dem RAID Ausfällt musst Du ja selber für Ersatz sorgen. Bekommst Du dann diese Platte noch? Oder musst Du auf ein Nachfolgemodell ausweichen das dann Stress im RAID System macht? Bei Servern der grossen Hersteller ruft man an und bekommt die selbe Platte (je nach Supportmodell innerhalb von 4 Stunden mit Einbau) und ist wieder wieder auf der sicheren Seite.

Ich glaube auch das eine TOC Berechnung zeigen würde das Du mit einem Selbstbauserver auf der Minusseite bist auch wenn die Anschaffungskosten niedriger sind. Ich denke das ein paar Stunden (oder Tage) Ausfall bis Du die Ersatzteile hast auch in einem kleinen Unternehmen Geld kosten.

Aber Schluss damit, ich denke das für deine Ansprüche die 10K Modelle auch ausreichen ich denke das bei Dir eher das Netz der Flaschenhals ist. Wie ist der Server denn angebunden? Eine 100MBit/s oder 1000MBit/s Verbindung an der 15 Clients hängen sollen 10k Platten auf jeden Fall versorgen können. Sowohl als Fileserver wie auch als DB Server. Wenn's nen DB oder Mailserver ist solltest Du Dir über das Layout noch Gedanken machen. Logsfiles auf eigene Platten, DB's auf eigene Platten. Das erhöt die Geschwindigkeit merklich.

Wenn es nur ein Fileserver ist währe natürlich ein NAS auch noch eine Alternative.

Bis dann

VoSp
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Mitglied: Weingeist
28.06.2006 um 12:45 Uhr
Hallo VoSP

Das mit den Plattenverfügbarkeit ist ein gutes Argument. Werde sehen was sich machen lässt. Vielleicht gibts das ja auch als Service bei einem grossen Hersteller.

Netzwerkangaben:
- Kat 6 oder 7 verkabelt im Gebäude. (Müsste ich elektriker fragen)
- Glasfaser zwischen den beiden Produktionsgebäuden
- Kabel von PC zu Dosen Cat. 5e
- 1000T Switches

Also ich merke schon, das auf meiner Workstation schreibzugriffe extrem viel schneller sind als auf dem Server mit dem alten Promise IDE. Die Datenbankanwendung ist auch eher langsam als schnell. Bis jetzt laufen nicht mal viele Clients mit.

Der Server soll nur als Fileserver agieren, ausschliesslich. NAS hat mir bis jetzt nicht gepasst, weil ich die Benutzerrechte nicht gescheit vergeben kann. Auch war mir es unsympathisch, dass ich im Schadensfall keine möglichkeit habe das selber zu reparieren. Also nicht SCSI Karte in ne andere Kiste rein, Controller fix tauschen etc. Daher kam eigentlich die Idee mit einem externen Controller.
Wenn mir aber durchs Band davon abgeraten wird, dann wäre es ein überdenken wert.

Grüsse und Danke
Urs
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