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gelöst Welche Software für Bandlaufwerk

Mitglied: djonas

djonas (Level 1) - Jetzt verbinden

26.07.2017, aktualisiert 08:27 Uhr, 1327 Aufrufe, 14 Kommentare

Guten Morgen zusammen,

ich bin Hobbyfilmer und erzeuge monatlich gut 1TB an Filmmaterial. Ich besitze eine NAS mit rund 10TB die nun voll sind und "geleehrt" werden muss.
Ich möchte diese Daten nun extern sichern (auf Band) und anschließend die Quelle löschen. Durch einen Bekannten bin ich an ein LTO4 Laufwerk (inkl. neuer Bänder gekommen). Nun habe ich schon ein bisschen "rumgespielt" z.B. mit der Software von (www_z-dbackup_de). Leider bin ich ehrlich gesagt etwas überfordert, welche Einstellungen ich nehmen muss (etc.) und oder ob die Software überhaupt das richtige sei. Laut Support von z-dbackup ist ihre Software das falsche Produkt für mich? Der Support meinte "MultiSpanning" wäre in Kombination mit einem Bandlaufwerk nicht möglich (Was ist MultiSpanning)? Außerdem sollen die gesicherten Daten verschlüsselt werden.

So nun noch ein paar Allgemeine Fragen:
- Also ich testweise Daten gesichert und rückgesichert habe, ist nach dem Rücksichern das Band immer zurück an den Anfang gespult worden (ist das normal?)
- Wenn ein Band voll ist, wird ja automatisch das nächste verlangt damit nahtlos weiter gesichert werden kann. Wenn ich nun 4 Bänder am Stück beschrieben habe und möchte Daten rücksichern, werden dann erst alle 4 Bänder nacheinander eingelesen, damit mir im Nachhinein angezeigt wird welche Daten rückgesichert werden können?
- Mir ist aufgefallen das die Daten die ich gesichert habe nochmal in einer Art "Konfig Datei" gespeichert werden, damit die Software weis wo sich die Daten auf dem Bandlaufwerk befinden. Ohne diese Konfigdatei kann ich keine Daten mehr rücksichern? Wie sichere ich am besten diese Datei?

Danke!

Gruß
Dominic
Mitglied: StefanKittel
26.07.2017 um 08:45 Uhr
Moin,

würde ich nicht machen.

Nicht falsch verstehen.
LTO-Laufwerke sind toll und zuverlässig.
Aber auch teuer um diese Zuverlässigkeit auf dauer nutzbar zu machen.

In 10 Jahren wirst Du vermutlich das 2. oder 3. Laufwerk haben zusammen mit Windows 12.
Das LTO-9 Laufwerk kann LTO-4 Bänder leider nicht mehr lesen und das alte ist defekt.
Der Hersteller der Software ist inzwischen pleite und die alte Version lässt sich unter Windows 12 nicht mehr installieren.
Genau jetzt brauchst Du eine Datei von einem alten Band. Also brauchst Du ein Datenrettungsunternehmen wie OnTrack was recht teuer ist.

Du sprichst von 1TB im Jahr.
Ich komme so auf 600-800 GB im Jahr für Fotos.

Ich würde (bzw. habe hier):
1. QNAP NAS mit 6 Slots mit großen WD Red oder Seagate Ironwolf HDDs mit 20 TB.
2. Backup und Archiv auf USB HDDs die man einmal im Jahr umkopiert und bei Fehlern ersetzt
3. Archiv auf Langzeit-BlueRays

Viele Grüße

Stefan
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Mitglied: emeriks
26.07.2017 um 08:59 Uhr
Hi,
ja, eigentlich wie Stefan schon schreibt. Nimm HDD's!

Aber bei 1TB/monat ... Ist das netto oder brutto?
Wenn netto, dann brauchst Du 12TB/Jahr? Als Hobby? Das wird auf Dauer teuer ...

E.
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Mitglied: ashnod
26.07.2017, aktualisiert um 09:25 Uhr
Zitat von StefanKittel:
3. Archiv auf Langzeit-BlueRays


Moin

Letztgenanntes wäre für diese Zwecke auch eher mein Favorit - Die sogenannte M-Disk zur Zeit bis ca. 100 GB.
Sofern dein Filmmaterial in den Grenzen bleibt, brauchst du zum Ansehen oder Verarbeiten auch nicht erst umständlich zurückspielen.

Ist bei deinen Datenmengen allerdings auch nicht besonders preiswert, ca. 15 Euro je 100GB Disk (Also ca. 150 Euro im Monat für 1TB).

VG
Ashnod
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Mitglied: keine-ahnung
26.07.2017 um 09:25 Uhr
Moin,
ich bin Hobbyfilmer und erzeuge monatlich gut 1TB an Filmmaterial
wann gehst Du arbeiten? Und nimmst Du Dein Zeugs in 8k auf ?
Ich möchte diese Daten nun extern sichern (auf Band) und anschließend die Quelle löschen.
Das nenn ich dann mal eine richtig clevere Sicherungsstrategie ... muss man nur drauf kommen!

LG, Thomas
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Mitglied: emeriks
26.07.2017 um 09:36 Uhr
Ich möchte diese Daten nun extern sichern (auf Band) und anschließend die Quelle löschen.
Das nenn ich dann mal eine richtig clevere Sicherungsstrategie ... muss man nur drauf kommen!
Das habe ich komplet überlesen!

@djonas
Also dann nicht "sichern" im Sinne von "Backup" sondern "auslagern" im Sinne von "Archiv"?
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Mitglied: djonas
26.07.2017 um 09:37 Uhr
Morgen Stefan,

es handelt sich um rund 1TB pro Monat. Aber ich habe dabei etwas gut gerundet. Für die 10TB habe ich etwas mehr als 1 Jahr gebraucht. Somit sind wir bei ~700GB / Monat.

Durch meinen Bekannten bekomme ich ein Tape für rund 12€. Was bedeutet 12€ Kosten pro Monat pro Tape. Da die ganze Technik Kamera noch recht neu für mich ist, kann es sein das ich in 1-2 Jahren nicht mehr so viel Lust darauf habe und die monatlich produzierte Datenmenge deutlich zurück gehen wird..

Die Tatsache das mein Bekannter (der bei einer Firma für professionelle Datenbackups arbeitet) günstig an Tapes/Laufwerke kommt ist nur ein weiterer Vorteil den ich hier sehe.
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Mitglied: djonas
26.07.2017 um 09:41 Uhr
Zitat von emeriks:

Ich möchte diese Daten nun extern sichern (auf Band) und anschließend die Quelle löschen.
Das nenn ich dann mal eine richtig clevere Sicherungsstrategie ... muss man nur drauf kommen!
Das habe ich komplet überlesen!

@djonas
Also dann nicht "sichern" im Sinne von "Backup" sondern "auslagern" im Sinne von "Archiv"?

Ja richtig! Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Damit ich nicht ständig neue Festplatten kaufen muss, möchte ich die alten Daten auslagern sprich archivieren und nur bei Bedarf rücksichern bzw. zurück kopieren.
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Mitglied: Der-Phil
26.07.2017 um 09:51 Uhr
Hallo!

Ich sehe auch die Bänder für Dich kritisch und würde lieber große Festplatten nutzen, aber wenn Du auf LTO willst, reicht auch eine günstige Software.

Z-DBackup ist das einzige Programm, das ich kenne in dieser Preisklasse für Tapes.

Am Einfachsten wäre es, wenn Du es schaffst, die Daten vorher in passende "Portionen" aufzuteilen, dass es auf ein Band passt.

MultiSpanning bezeichnet hier ein Backup, das über mehrere Bänder geht.

Phil
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Mitglied: StefanKittel
26.07.2017 um 09:51 Uhr
Moin,

mein Fehler.
Ich habe Jahr und nicht Monat gelesen.

Große Datenmenge im privaten Umfeld sind immer ein Problem, da die Datensicherung sao aufwendig wird.
Du kannst heute ohne Probleme PCs/Notebooks mit TB ans Speicherkapazität kaufen. Dazu Onlinebackups noch und nöcher.

Wenn Du dann aber mal Deine Daten mit Fotos, Videos, Musik, Filme, etc sichern möchtest, stellt man schnell fest, dass es dafür nichts wirkliches gibt.

Online-Backup ist zu teuer und die Leitungen zu langsam.
NAS und USB HDDs stapeln sich irgendwann.

Bei einer mir bekannten Produktionsfirma für Werbevideos stapeln sich die NAS im Keller.
Aktuell sind es ca. 80 Stück. Die haben alle so 20TB an Daten drauf und keiner weiß was er damit machen soll.

M-Disc gibt es bis 100GB.
Also 10 pro Monat -> Tonne

USB HDDs gibt es bis 10TB.
Also 1-2 pro Jahr.
Das dies keine Langzeitmedien sind sollte man immer auf 2 speichern und alle 1-2 auf neue HDDs umkopieren.
Die Festplatten werden mit der Zeit ja größer und günstiger. (Wenn nicht 8k oder 16k Videos des Weges kommen)

Tapes
Ultrium 10 kann bis 48GB pro Tape unkomprimiert.
Allerdings kosten die Laufwerke auch so um die 2TEUR und sind immer nur 2 Generationen kompatibel.
Und dann sich ja noch die Softwarefrage.
Früher gabe es zu den HP Laufwerken auf eine Basic-Software. Vieleicht gibt es die noch?

https://de.wikipedia.org/wiki/Linear_Tape_Open

So'n richtig tollen Tipp kann ich Dir nicht geben.
Ich hoffe die Informationen helfen Dir trotzdem.
Zum Glück mache ich nur Fotos. Die sind nicht so groß. Da komme ich mit NAS, USB HDDs und M-Disc aus.

Viele Grüße

Stefan
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Mitglied: ashnod
26.07.2017, aktualisiert um 10:14 Uhr
Zitat von StefanKittel:
M-Disc gibt es bis 100GB.
Also 10 pro Monat -> Tonne

Moin ...

sowas ... meinen Favoriten für die Zwecke in die Tonne zu schmeissen (s.o)

Warum? Preislich oder wegen der Menge der Medien?

Vorteil: Archivierung; Lässt sich direkt auf Abspielgeräten nutzen und ansehen, also die Daten direkt verwenden; Gerätschaften eher preiswert.
Nachteil: Menge der Medien, Gottvertrauen oder doppelte Sicherung (unterschiedliche Orte)

Wie du aber sagst .... es gibt kein optimales Backupmedium für diese Zwecke .... vor allem nicht im Hobbybereich.
Ich bin zum Glück auch eher Fotograf


Edit: Preiswert wird keine der Lösungen.
VG
Ashnod
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Mitglied: beidermachtvongreyscull
26.07.2017, aktualisiert um 10:45 Uhr
Mein Vorschlag:

  • USB3.1 DriveBay mit SuperSpeed oder externe eSATA-DriveBay. Wähle diese groß genug so dass HDDs mit großer Kapazität unterstützt werden.
  • passende HDDs
  • passende Software, die die HDDs als rotierende Datenträger verwalten kann.
  • Passender Lagerort um die HDDs vor Staub und magnetischen Feldern zu schützen

Eine Langzeitarchivierung ist normalerweise nur mit optischen Datenträgern wie BluRay oder Millenniata-Discs gewährleistet, aber jeder magnetische Datenträger (schließt Bänder ein) benötigt Pflegeaufwand.

Die preisgünstigste Alternative sehe ich derzeit in HDDs.

Hier der Haken:
Jede HDD sollte nicht nur sicher gelagert sein, sondern sollte spätestens alle 6 Monate angeschlossen und mittels Defragmentierung eine Auffrischung der Magnetisierung bekommen.


Ich hatte vorher in der Firma für die externe Datensicherung ein RDX-System im Einsatz.

Jetzt setze ich auf oben beschriebene Mittel, fahre günstiger und es ist dennoch sicher.

Noch ein Hinweis:
Ich benutze als Schutzhülle für meine HDDs folgendes:
https://www.amazon.de/ORICO-Festplattentasche-Schutztasche-Schutzbox-St% ...
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Mitglied: djonas
26.07.2017 um 12:55 Uhr
Danke erstmal an alle für eure Antworten! Unabhängig davon wie ich mich entscheiden werde, könnt ihr noch auf meine "Allgemeine Fragen" eingehen?
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Mitglied: beidermachtvongreyscull
LÖSUNG 26.07.2017, aktualisiert um 13:36 Uhr
Zitat von djonas:
So nun noch ein paar Allgemeine Fragen:
- Also ich testweise Daten gesichert und rückgesichert habe, ist nach dem Rücksichern das Band immer zurück an den Anfang gespult worden (ist das normal?)

Ja. Dient dem Schutz. Bei einem Stromausfall würde das Laufwerk und/oder das Band Schaden nehmen.

- Wenn ein Band voll ist, wird ja automatisch das nächste verlangt damit nahtlos weiter gesichert werden kann. Wenn ich nun 4 Bänder am Stück beschrieben habe und möchte Daten rücksichern, werden dann erst alle 4 Bänder nacheinander eingelesen, damit mir im Nachhinein angezeigt wird welche Daten rückgesichert werden können?

Nein. Die Software erfährt durch ihren eigenen Katalog welches Band gebraucht wird. Nur bei einer vollen Rücksicherung brauchst Du alle in Frage kommenden Bänder.

- Mir ist aufgefallen das die Daten die ich gesichert habe nochmal in einer Art "Konfig Datei" gespeichert werden, damit die Software weis wo sich die Daten auf dem Bandlaufwerk befinden. Ohne diese Konfigdatei kann ich keine Daten mehr rücksichern? Wie sichere ich am besten diese Datei?

Das ist wahrscheinlich der Bandkatalog. Normalerweise macht es nichts, wenn der verloren geht. Du hast dann nur die Wahnsinnsarbeit, alle Bänder in die Software zu reinventarisieren und zu katalogisieren, sofern das Programm das überhaupt anbietet. Die Software liest dann alle gewünschten Bänder einmal ein und verzeichnet den Inhalt neu.

Wenn die Software das nicht kann, dann Finger weg!
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Mitglied: Dr.EVIL
27.07.2017 um 15:32 Uhr
Ab LTO5 braucht es keine externe Software mehr...
Man kann diese LAufwerke direkt an das OS "mounten" und wie eine Platte beschreiben, löschen, kopieren, usw...
Aber bitte nicht täuschen:
"Ultrium" oder "LTO" ist nicht für den "Heimgebrauch" gedacht sondern für professionelle Rechenzentren!
Der Einsatz scheitert zumeist bereits an der Tatsache das ein "Streamer" eine konstante Datenrate benötigt um die vorgesehene Datenmenge ind der versprochenen Zeit sichern zu können. Es gibt zwar einen "Kompatibilitätsmodus" der die Bandgeschwindigkeit reduziert, oder den Sicherungsmodus z.B. von LTO7 auf LTO5 zurücksetzt, aber um bspw. ein LTO7 mit der zugesagten Geschwindigkeit und Kompression betreiben zu können werden etwa 300MB/s erwartet!
Wenn man nicht gerade eine (besser mehrere) SSDs hat, dürfte es schwer werden (wg. Video unkomprimierte) 6TB in weniger als 6 Stunden auf das Band zu bringen...

Allerdings bin ich der Meinung das das Problem nicht die Sicherung ist!
Du erzeugst einfach zu viele Rohdaten.
Als Hobbyfotograf habe ich ein ähnliches Problem: Man knipst fröhlich drauf los und füllt so seine CF oder SD Karten mit nur leicht komprimierten RAW Dateien. Auch ich trenne mich nur ungern davon, auch wenn ich nur einen Bruchteil davon weiterverarbeite.
So habe ich in den letzen 15 Jahren locker 5TB Daten angesammelt deren "Essenz" als JPG im FullHD Format allerdings auf einen simplen 64GB USB Stick passen...
Seit ich dank GoPro und Videofunktion meiner DSLR wieder mit dem Filmen angefangen habe schmeiße ich konsequent das nicht verwendete Material weg!
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