der-phil
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Synchronisiertes Backup - Linux DB, Windows Fileserver

Hi!

Ich habe hier ein etwas kniffeliges Problem, bei dem ich noch keinen richtig guten Lösungsansatz habe.

Eine ERP-Software soll künftig die Daten in zwei "Speichern" vorhalten:
  • Linux Datenbankserver mit Postgresql
  • Windows Fileserver für Dateiablage

Zielsetzung ist, ein Konzept zu finden, bei dem ich Backups von beiden Servern praktisch zeitgleich machen kann (gleicher Zeitpunkt des Snapshots).


Meine Ideen bzw. Probleme:
- Variante 1: Datenbankbackup, gleichzeitig VSS-Snapshot auf anderem System auslösen
--> Der VSS-Snapshot kann je nach Größe, Last, etc. zwischen 2 und 60 Sekunden dauern
> Delta der Backups entsprechend irgendwo zwischen 2 und 60s

- Variante 2: Windows Fileserver als "nested" VM auf dem Linux Host auf ZFS
--> Die Snapshots könnten quasi zeitgleich gemacht werden mit einem Verzug unter einer Sekunde
---> Ungünstige Lizensierung, Unnötige Komplexität

- Variante 3: Files auch unter Linux hosten mit Samba und AD-Integration oder alternative mit TrueNAS, oder vergleichbar.
--> Backup wäre gelöst, aber SMB-Fileserver unter Linux mit AD-Berechtigungen gehören nicht gerade zu meinen Lieblingsthemen...

- Variante 4: Irgendeine Backupsoftware mit echter Point-In-Time-Restore-Funktion als Continuous Backup


Ich freue mich auf eure Meinung!
Phil

Content-Key: 6400021672

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Printed on: June 13, 2024 at 14:06 o'clock

Member: commodity
Solution commodity Mar 17, 2023 updated at 07:29:54 (UTC)
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Ich hatte schon beim ersten Absatz ein Fragezeichen, dass Du mit Variante 3 beseitigst. face-smile
Also:

3) Das ist absolut easy goin'. Wenn Du Datenbanken unter Linux hosten kannst, ist Fileserving ein Kinderspiel. Deshalb wundere ich mich auch immer, wie viele Synologys auch altgestandene Kollegen verbauen, aber das nur am Rande.

Zu dem Thema empfehle ich immer Stefan Kanias Samba 4. Die paar Euro für das Buch sind mehr als gut investiert. Dort ist auch der Aufbau des Fileservers erklärt, inkl. Konfig-Dateien und Vorgehensweise unter Windows. Faktisch legst Du nur die Konfig für die Freigaben unter Linux an. Alles andere, also Erstellen von Ordnern und Berechtigungen machst Du komplett unter Windows, so wie Du es kennst.

2) Nicht "nested", sondern direkt auf dem Linux-Host
Das ist meine Standard-Einrichtung für die, die kein teures Blech kaufen wollen. Windows braucht ja "Server-Hardware" (Treiberthema) die in 95% der Fälle absolut überflüssig ist. Host unter Debian, darauf dann die VMs. Gleich, ob Windows oder Linux. Keine Treiberthematik für das schöne Windows, weil der Hypervisor ja alles bereit stellt.
Ungeheuer stabil (auch bei täglichem Neustart - was einige hier ja bei ihren Windows-Büchsen scheuen, wie der Teufel das Weihwasser - verständlich auf einem Windows-Blech)
Ich mache allerdings alles mit ext4 und LVM, weil so schön Standard und die HW-Anforderungen geringer sind. Wenn Du Dich mit ZFS auskennst, ist das ein Weg aber nur wegen der Snapshots würde ich das nicht machen.

1) Geht auch. Da muss aber das Timing passen. Geht sicher, aber zuverlässig ist sicher anders.

4) Da wissen die Händler hier vielleicht mehr. Ich nicht. Hat sicher ihren Preis.

5) Du könntest auch beides unter Windows abbilden. Nicht mein Favorit, aber ebenso wenig komplex wie 3. Das schöne am Linux ist aber, dass man direkt Borg-Backup nutzen kann. Und schon ist Veeam vergessen face-wink

Viele Grüße, commodity
Member: Der-Phil
Der-Phil Mar 17, 2023 at 07:44:46 (UTC)
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@commodity
Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Dann muss ich mich wohl doch einmal mit der AD-Integration beschäftigen.
Mit ZFS kenne ich mich ganz gut aus und gerade die VSS-Integration setze ich gerne ein. Das würde ich dann hier auch versuchen.

Vielen Dank!!
Member: commodity
commodity Mar 17, 2023 at 07:48:18 (UTC)
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Gerne. Steht alles im Kania face-smile Da man das epub zum gedruckten Buch dazu bekommt, muss man noch nicht einmal abtippen face-smile

Viele Grüße, commodity