takvorian
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Terminalserver für Kleinst Umgebung

Hallo zusammen,

ist es derzeit noch möglich einen Server 2016 als Terminalserver zu konfigurieren OHNE eine Domäne zu besitzen?
Grund ist folgender: Kunde hat eine Warenwirtschaft und muss von Unterwegs aus auf den Server mit 4 Benutzern gleichzeitig zugreifen.
Da auf dem Server ausschliesslich die WaWi laufen soll macht eine Domänenumgebung in der Größenordnung keinen Sinn, vorallem weil ich dann ja virtualisieren müsste.

Somit Server 2016 als Arbeitsgruppe und RDS Server Rollen installiert.. Geht das?

Gruß Michael

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Printed on: July 16, 2024 at 15:07 o'clock

Member: falscher-sperrstatus
falscher-sperrstatus Aug 09, 2017 at 09:36:17 (UTC)
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Hallo Michael,

warum nimmst du den Server, den du für den TS sowieso brauchst nicht einfach auch als vDC, du hast schliesslich zwei Lizenzen. Für eine ordentliches Backup usw musst du sowieso sorgen.
Member: Dani
Dani Aug 09, 2017 at 09:40:52 (UTC)
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Moin,
Somit Server 2016 als Arbeitsgruppe und RDS Server Rollen installiert.. Geht das?
Wahrscheinlich... unter 2012R2 ging es noch. Supportet: nein!

Ich schließe mich meinen Vorredner an. Der geschilderte Weg ist der Saubere/Vernünftige.


Gruß,
Dani
Member: runasservice
runasservice Aug 09, 2017 at 13:23:28 (UTC)
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Zitat von @takvorian:

Somit Server 2016 als Arbeitsgruppe und RDS Server Rollen installiert.. Geht das?


Wir haben das bei einigen Anwendern problemlos am laufen, jedoch benutzen wir TSplus als Terminal-Server (5 User ab ca. 160,- €).

MfG
Member: monstermania
monstermania Aug 11, 2017 at 15:03:00 (UTC)
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Zitat von @runasservice:
Wir haben das bei einigen Anwendern problemlos am laufen, jedoch benutzen wir TSplus als Terminal-Server (5 User ab ca. 160,- €).
Wie sieht es lizenztechnisch beim Einsatz solcher Lösungen aus.
Nur weil es technisch geht bedeutet das ja nicht, dass es lizenztechnisch erlaubt ist.
Member: runasservice
runasservice Aug 11, 2017, updated at Aug 12, 2017 at 07:47:37 (UTC)
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Zitat von @monstermania:

Wie sieht es lizenztechnisch beim Einsatz solcher Lösungen aus.
Nur weil es technisch geht bedeutet das ja nicht, dass es lizenztechnisch erlaubt ist.

Diese Thematik hatten wir bereits hier:

TSplus - eine Alternative zu MS RDS und Citrix

Ich weise meine Anwender (schriftlich) daruf hin, das diese Alternative evtl. in der Zukunft Lizenstechnisch nochmal überdacht werden muss. Was soll ich machen, der Kunde ist König.

MfG
Member: monstermania
monstermania Aug 14, 2017 at 07:39:07 (UTC)
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Eben face-wink
Rechtlich sehr wackelig. Sie auch hier: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Microsoft-geht-gegen-Anbieter-vo ...
Ich weiß ja, dass es viele (Klein)Kunden gibt, die solche Produkte gerne auf Desktop-OS einsetzen (Win7). Dazu dann noch ein OEM Office-Paket und schon hat man einen funktionalen Remotedesktopserver für wenig Geld bzw. sogar umsonst (abgesehen von Windows/Office), wenn man dann Google bedienen kann... (RDP-Wrapper) face-smile

Nur,
mW. nach hat bisher niemand ein MS Audit damit überstanden.
Von daher sollte man solche Empfehlungen nur aussprechen, wenn man auch das ABER erwähnt! Jeder Firmenchef ist für die bestimmungsgemäße Nutzung (Lizenz beachten!) der in seinem Unternehmen genutzten Software haftbar!

Gruß
Dirk

PS: Du hast in Deinem 1. Post dazu auch nur einfach eine Empfehlung zur Software gepostet und nicht auf die lizenztechnischen Bedenken hingewiesen!
Member: runasservice
runasservice Aug 14, 2017 updated at 19:33:00 (UTC)
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Bist Du jetzt auch nebenberuflich Jurist, das Du solche Bewertungen abgeben kannst? Der Heise-Artikel ist 5 Jahre alt ,was aktuelles hast Du nicht gefunden, warum nicht? In Deutschland/Europa gilt immer noch die Unschuldsvermutung.


PS: Du hast in Deinem 1. Post dazu auch nur einfach eine Empfehlung zur Software gepostet und nicht auf die lizenztechnischen Bedenken hingewiesen!

Ich habe aktuell keine lizenztechnischen Bedenken, weder für mich, noch für meine Kunden! Muss mal den Hersteller zitieren:

Nicht zuletzt derzeit ca. 100.000 Kunden weltweit vertrauen TSplus als Anbieter kommerzieller Alternativlösungen zu WTS und Citrix.
Heute ist das Unternehmen weltweit aufgestellt und operiert von 6 Headoffice (Frankreich, Deutschland, Polen, Italien, USA sowie Sri Lanka) sowie Vertretungen in über 30 Ländern für unser Klientel.


Was für die Deutsche Bahn, Thyssen und Siemens gut ist, kann für meine Anwender nicht schlecht sein. Wenn Microsoft das in der Zukunft anders sieht, muss man die Situation mit den Lizenzen eben nochmal überdenken...


MfG
Member: falscher-sperrstatus
falscher-sperrstatus Aug 14, 2017 at 22:03:21 (UTC)
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Nunja ohne Klarnamen kann man viel behaupten, das wurde angesprochen. Ferner wurde auch nichts in Hinsicht auf ein Lizenzaudit genannt. Kann man zur Sicherheit aber bestimmt arrangieren. Dann und erst dann kann man einigermaßen sicher sein.

VG
Member: monstermania
monstermania Aug 15, 2017 updated at 07:04:50 (UTC)
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Zitat von @runasservice:
Bist Du jetzt auch nebenberuflich Jurist, das Du solche Bewertungen abgeben kannst? Der Heise-Artikel ist 5 Jahre alt ,was aktuelles hast Du nicht gefunden, warum nicht? In Deutschland/Europa gilt immer noch die Unschuldsvermutung.

Nö,
bin nur ein einfacher Admin uns hab schon mit MS Lizenzaudits zu tun gehabt.
Wir mussten beim letzten MS Audit Kleinigkeiten nachlizenzieren. Und das obwohl wir jährlich eine interne Lizenzprüfung machen.
Ich habe aktuell keine lizenztechnischen Bedenken, weder für mich, noch für meine Kunden! Muss mal den Hersteller zitieren:

Nicht zuletzt derzeit ca. 100.000 Kunden weltweit vertrauen TSplus als Anbieter kommerzieller Alternativlösungen zu WTS und Citrix.
Heute ist das Unternehmen weltweit aufgestellt und operiert von 6 Headoffice (Frankreich, Deutschland, Polen, Italien, USA sowie Sri Lanka) sowie Vertretungen in über 30 Ländern für unser Klientel.

Ja und!? Ich behaupte ja auch nicht, dass der Einsatz dieser Software grundsätzlich illegal ist.
Sofern Du die entsprechenden Lizenzen gemäß der MS Lizenzbedingungen für die jeweilig genutzten Produkte hast, bestehen gegen die Nutzung solcher Lösungen keine Einwände. Wir haben selbst Jahrelang Citrix genutzt.

Was für die Deutsche Bahn, Thyssen und Siemens gut ist, kann für meine Anwender nicht schlecht sein. Wenn Microsoft das in der Zukunft anders sieht, muss man die Situation mit den Lizenzen eben nochmal überdenken...

MfG
Und Du weißt welches MS Lizenzmodell die von Dir genannten Unternehmen nutzen!?
Respekt! Ich hab schon genug Probleme die korrekte Lizenzierung in unserem Unternehmen immer im Auge zu behalten.

Fakt ist einfach, dass die von Dir genannte und andere gleichartige Lösungen u.A. auch den Einsatz eines RDP-Servers auf einem Desktop-OS ermöglichen (z.B. Windows 7 Home/Windows 7 Pro). Auch wird es damit ermöglicht OEM MS-Office-Versionen auf einem Remotedesktopserver zu nutzen.
Beides widerspricht ganz klar den jeweiligen EULA's der Produkte!
Klar, dass macht natürlich keiner deiner Kunden, oder!?
Ich kenne aber genug Firmen, die sich solche Lösungen aber genau deswegen anschaffen!
Member: runasservice
runasservice Aug 15, 2017 updated at 10:07:45 (UTC)
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Zitat von @monstermania:


Fakt ist einfach, dass die von Dir genannte und andere gleichartige Lösungen u.A. auch den Einsatz eines RDP-Servers auf einem Desktop-OS ermöglichen (z.B. Windows 7 Home/Windows 7 Pro). Auch wird es damit ermöglicht OEM MS-Office-Versionen auf einem Remotedesktopserver zu nutzen.

Fakt ist auch, dass Werkzeuge aus dem Baumarkt täglich für Straftaten in ganz Deutschland benutzt werden. Der Kauf/Verkauf bzw. Besitz eines Hammers oder eines Bolzenschneiders ist trotzdem nicht (rechtlich) bedenklich oder in einer Grauzone und nicht jeder Baumakrt-Kunde ist zwangsläufig auch ein krimineller face-wink

Die Anfrage bezog sich auf einer Windows Server 2016, wir sollten einfach beim Thema bleiben...

MfG
Member: falscher-sperrstatus
falscher-sperrstatus Aug 15, 2017 at 10:14:14 (UTC)
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Die Frage, die du nicht beantwortet hast, war nach der "drumherum" Lizenzierung (a) und ob es bereits Vor-Ort Lizenzaudits mit Betrachtung der Software (b) gab.
Member: monstermania
monstermania Aug 15, 2017 at 10:47:44 (UTC)
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Zitat von @runasservice:

Fakt ist auch, dass Werkzeuge aus dem Baumarkt täglich für Straftaten in ganz Deutschland benutzt werden. Der Kauf/Verkauf bzw. Besitz eines Hammers oder eines Bolzenschneiders ist trotzdem nicht (rechtlich) bedenklich oder in einer Grauzone und nicht jeder Baumakrt-Kunde ist zwangsläufig auch ein krimineller face-wink

Du verstehst schon worum es geht oder!?
Du empfiehlst hier einem User eine Lösungsmöglichkeit, ohne Ihn darauf hinzuweisen, dass er damit möglicherweise bei einer MS Lizenzprüfung ein Problem bekommen könnte (wenn er sich nämlich nicht um die korrekte Lizenzierung kümmert). Nur das ist der Punkt!

Die Anfrage bezog sich auf einer Windows Server 2016, wir sollten einfach beim Thema bleiben...

MfG
Ja, beim Thema bleibe ich die ganze Zeit. face-smile
Der TO setzt Windows 2016 Server ein. Folglich hat er sich an die dem Produkt zugehörigen Lizenzbedingungen zu halten. Und wenn in den Lizenzbedigungen aufgeführt ist, dass für den Remotedesktop-Betriebsmodus entsprechende CAL's von MS zu erwerben sind, dann hat er das auch zu tun! Ansonsten darf er das Produkt nämlich nicht in diesem Betriebsmodus nutzen!
Darüber hinaus steht es Ihm natürlich vollkommen frei zusätzlich auch noch Lizenzen für das von Dir genannte Produkt zu erwerben. Nicht mehr und nicht weniger.

Im Übrigen bist immer Du derjenige, der hier vollkommen Krude vergleiche bringt. Von Wegen Werkzeug und Baumarkt... face-wink
Member: runasservice
runasservice Aug 15, 2017 at 10:48:15 (UTC)
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Zitat von @falscher-sperrstatus:

Die Frage, die du nicht beantwortet hast, war nach der "drumherum" Lizenzierung (a) und ob es bereits Vor-Ort Lizenzaudits mit Betrachtung der Software (b) gab.

Ich habe eine einfache Produkt-Empfehlung für TS-Plus abgegeben, mit der wir bis jetzt weder rechtliche noch technische Probleme bei unseren Kunden hatten.

Wäre jetzt neu, das solche Empfehlungen, nur noch nach "Vor-Ort Lizenzaudits" oder nur unter der Betrachtung der "drumherum-Lizensierung" abgegeben werden dürfen.

MfG
Member: runasservice
runasservice Aug 15, 2017 updated at 11:10:48 (UTC)
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Zitat von @monstermania:

Der TO setzt Windows 2016 Server ein. Folglich hat er sich an die dem Produkt zugehörigen Lizenzbedingungen zu halten. Und wenn in den Lizenzbedigungen aufgeführt ist, dass für den Remotedesktop-Betriebsmodus entsprechende CAL's von MS zu erwerben sind, dann hat er das auch zu tun!

Das sagt jetzt wer, Du als Anwalt von Microsoft? Anfragen zu diesen Thema an die Firma Microsoft wurden bis heute nicht beantwortet! Klar kannst Du dich hier hinstellen, frei nach dem Motto "Herr Lehrer ich weiss auch was!", aber ohne eine genaue Auskunft von Microsoft nur Spekulation.

Im Übrigen bist immer Du derjenige, der hier vollkommen Krude vergleiche bringt. Von Wegen Werkzeug und Baumarkt... face-wink

Der Vergleich war schon passend, so wie dein Verweis auf die Nutzung auf Windows 7 und deinen "Kruden" link auf eine 5 Jahre alte Heise-Meldung für ein völlig anderes Produk face-smile

MfG
Member: monstermania
monstermania Aug 15, 2017 updated at 12:38:48 (UTC)
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Zitat von @runasservice:

Das sagt jetzt wer, Du als Anwalt von Microsoft? Anfragen zu diesen Thema an die Firma Microsoft wurden bis heute nicht beantwortet! Klar kannst Du dich hier hinstellen, frei nach dem Motto "Herr Lehrer ich weiss auch was!", aber ohne eine genaue Auskunft von Microsoft nur Spekulation.

Warum sollte MS sich bezüglich irgendwelcher pauschaler Anfragen äußern?
Steht in den jeweiligen Lizenzbedingungen zum Produkt drinnen was lizenziert ist oder nicht. Und nur die Lizenzbedingungen sind zunächst mal für einen Kunden maßgeblich. Du kannst gern im MS Audit anfangen mit den Auditoren zu diskutieren. face-smile Da wünsche ich Dir dann viel Spaß dabei!
Die Anwälte kommen dann möglicherweise schneller ins Spiel als einem lieb ist! Und das dann, weil ein Kunde möglicherweise einige Euro für RDP-CAL's sparen will...

Hier der entsprechende Auszug aus dem MS Unhterlagen zur Lizenzierung von Windows Server 2016:
"Wird Windows Server genutzt, um Remotedesktopdienste bereitzustellen oder eine grafische
Benutzeroberfläche zu hosten, sind Windows Server RDS CALs erforderlich, und zwar zusätzlich zur
Windows Server CAL oder Enterprise Mobility Suite.
"

Aber das Motto für Dich und deine Kunden scheint wohl zu lauten: "Ich mach' mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt ..."
Member: runasservice
runasservice Aug 15, 2017 updated at 14:51:19 (UTC)
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Zitat von @monstermania:
Warum sollte MS sich bezüglich irgendwelcher pauschaler Anfragen äußern?

Wegen der Transparenz der Softwareüberlassungs- (Lizenz-) Verträge. Anwender/Kunden müssen die Verträge, insbesondere den Nutzungsumfang und Lizenzmetriken der Software, kennen und verstehen. Ohne dieses Vorgehen wäre z.B. kein funktionierendes Software-Lizenzmanagement für Firmen möglich.
Microsoft kann solche Themen/Anfragen nicht "totschweigen", nur weil der Hersteller von TSplus eine „Lücke“ für sich entdeckt hat.

Steht in den jeweiligen Lizenzbedingungen zum Produkt drinnen was erlaubt ist oder nicht und nur die sind zunächst mal für einen Kunden maßgeblich.

Da es in der Regel drei verschiedene Möglichkeiten gibt, Lizenzrechte an einer Software zu erwerben, ist es ist bereits unklar, welche Lizenzbedingungen für welche Softwarelizenz an welchem Computer überhaupt gelten. Es ist dehalb für einen Anwender fraglich, was maßgeblich ist.


Du kannst gern im MS Audit anfangen mit den Auditoren zu diskutieren. face-smile Da wünsche ich Dir dann viel Spaß dabei!
Die Anwälte kommen dann möglicherweise schneller ins Spiel als einem lieb ist! Und das dann, weil ein Kunde möglicherweise einige Euro für RDP-CAL's sparen will...


Es kommt leglich darauf an, ob in dem jeweiligen Lizenzvertrag die so genannten „Audit-Klauseln“ wirksam vereinbart worden sind. Ein Anwender der eine einzelne Lizenz gekauft hat, wird wohl nie ein MS-Audit erleben face-wink


Hier der entsprechende Auszug aus dem MS Unhterlagen zur Lizenzierung von Windows Server 2016:
"Wird Windows Server genutzt, um Remotedesktopdienste bereitzustellen oder eine grafische
Benutzeroberfläche zu hosten, sind Windows Server RDS CALs erforderlich, und zwar zusätzlich zur
Windows Server CAL oder Enterprise Mobility Suite.
"

Auf diese Klausel geht der Hersteller von TSplus auf seinen Website selbst ein. Kann man dort nachlesen. Danach wäre es auch illegal einen Apache Webserver auf Windows Server 2016 zu installieren um eine grafische Benutzeroberfläche zu hosten.

Aber das Motto für Dich und deine Kunden scheint wohl zu lauten: "Ich mach' mir die Welt - widdewidde wie sie mir gefällt ..."

Ja, ohne diese Motto gäbe es keine IT, kein Internet und auch dieses Forum nicht face-wink

MfG