c.r.s.
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Storage Spaces: Datenträger mit identischer ID nicht in der GUI verwaltbar

Wenn Storage-Controller dieselbe ID (UniqueID) für mehrere Festplatten melden, können keine zwei Datenträger mit derselben ID über die GUI einem Storage-Pool zugewiesen werden.

Das Problem ist im Wesentlichen bereits hier beschrieben: https://social.technet.microsoft.com/Forums/windowsserver/en-US/578a4c17 ...

Es besteht allerdings noch in Windows Server 2016.

Auch wenn sich der Controller-Hersteller Mühe gibt und per Firmware unterschiedliche IDs pro Port liefert, kann es bei der Verwendung von mehreren Controllern auftreten. In diesem Fall, den ich gerade erlebt habe, sollte man überhaupt keinen Storage-Pool mit den so adressierten Datenträgern einrichten, auch nicht per PS.
Der Grund ist, dass zwar die ID pro Port eindeutig und persistent ist, es hingegen wohl vom Zufall abhängt, welcher Controller diese ID zuerst meldet. Solange Datenträger mit identischen IDs vorhanden und zuweisungsbereit sind, jedoch nicht im Pool sind, kann das zu unerwarteten Wechseln der beteiligten Disks im Pool führen (also Disk 1 von Controller 1 wird gegen Disk 1 von Controller 2 getauscht). Ob es nachteilige Folgen hat, wenn die Disks zugewiesen sind und innerhalb des Pools auf diese Weise rotieren, wollte ich nun nicht ausprobieren.

Fazit: In der Situation den generischen Controller-Treiber verwenden, dann ist alles adressierbar und leistungsmäßig kein Unterschied zu spüren.

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Member: DerWoWusste
DerWoWusste May 16, 2017 at 19:36:58 (UTC)
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Hi.

Interessant.
Aber du solltest noch Beispiele für die generischen Treiber hinzufügen, die Du verwendet hast.
Member: C.R.S.
C.R.S. May 18, 2017 at 13:04:24 (UTC)
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Mit generischem Treiber meinte ich den Standard-SATA/AHCI-Treiber von Microsoft. Wenn der Controller ohne Herstellertreiber gar nicht erkannt wird, ist man natürlich gekniffen. Das werden dann aber auch höherwertigere Controller sein, die man ggf. passend konfigurieren kann. In meinem Fall von Marvell 91xx und 92xx war es auch mit der komplett installierten Bloatware (lokaler Webserver, auf dem man seine Windows-Admin-Crendentials eingibt - das nur am Rande) nicht möglich, dem einen Controller zu sagen, dass es noch einen anderen gibt. Beide machen daher einen Bus0 auf und nummerieren die Laufwerke darauf.

Für die Heimnutzer mit solcher Hardware mag es auch vertretbar sein, den Pool per PowerShell einmal über alle verfügbaren Laufwerke zu stülpen. Dass man zwischen Reboots die Disks zwischen Schächten tauscht, sollte der Pool ja vermutlich auch verkraften. Im GUI hat man dann aber immer noch das seltsame Bild, dass der Speicherplatz korrekt angezeigt wird, aber die Disk mit der doppelten ID nicht auftaucht (jedenfalls in der Übersicht - in den Details hatte ich sie einmal, ich weiß nicht, ob dauerhaft).

Grüße
Richard
Member: DerWoWusste
DerWoWusste May 18, 2017 updated at 14:59:33 (UTC)
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Ok.
Ich kenne mich bei Controllern eigentlich nur mit 3ware/LSI aus, die wir seit Jahrzehnten nutzen - und die gehen mit Sicherheit nicht mit den in Windows eingebauten Treibern (außer die von Server 2016/ Win10), deshalb kam ich darauf.