Lokal installierter Terminalserver und Nvidia Grid Karte

manuel117
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Hallo liebe Admins,

wir haben einen lokal auf Hardware installierten Terminalserver. Es wird mit rdp darauf verbunden. Leider ruckelt es viel, besonders bei Grafiken ist die Geschwindigkeit niedrig. Die Idee hier wäre zusätzliche NVIDIA GRID Grafikkarten einzubauen, damit es über rdp schneller geht.

Wer betreibt solche Konstellation erfolgreich und kann von der Leistungssteigerung durch die Grafikkarte im terminalserver berichten ?

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Ausgedruckt am: 04.07.2022 um 02:07 Uhr

Mitglied: falscher-sperrstatus
falscher-sperrstatus 20.12.2018 um 03:19:47 Uhr
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Hallo Manuel,

von was für einem Setting sprechen wir?

Wie immer können wir ohne Infos nicht helfen.

Viele Grüße,

Christian
Certifiedit.net
Mitglied: Manuel117
Manuel117 20.12.2018 um 07:11:25 Uhr
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Ja, gut.
Die Server Hardware ist ein dell r730 mit 128 giga ram und zwei xeon e5 2650. Da soll eine nvidia grid k2 unterstützen. PS: Die Grafik ist noch nicht angeschafft.
Mitglied: em-pie
em-pie 20.12.2018 um 07:39:14 Uhr
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Moin,

Und welche Clients hängen da dran?
Welcher RDP-Client wird verwendet?
Ist das eine LAN oder WAN-Strecke?
Was für Grafiken sind das (CAD)?
Welches Programm zur Darstellung der Grafiken wird verwendet?

Macht der TS auch noch was anderes?
Welches OS läuft auf dem TS?


Fragen über Fragen, aber o.g. Infos reichen leider nicht aus.

Gruß
em-pie
Mitglied: GrueneSosseMitSpeck
Lösung GrueneSosseMitSpeck 20.12.2018 aktualisiert um 11:44:26 Uhr
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also auf physischer Hardware werden alle aktuellen Nvidia Karten per RemoteFX unterstützt. Muß man keine Grid für kaufen.

Es wird aber nur 3D beschleuniggt und das auch nur auf DirectX9 Niveau und DirectDraw

Geht dann auch auf HyperV, wobei man im Gast dann keinen Treiber installiert sondern nur auf dem Host, man sieht dann im Gerätemanager eine virtuelle Grafiikarte von Microsoft. Man kann Doom 2004 drauf spielen oder Unreal tournament... gibt aber auch viele Programme, die das nicht erkennen wollen oder können oder die Zusammenarbeit damit verweigern weil vor dern Grafik eine virtuelle Maschine erkannt wird. Coreldraw12 geht, Magix Videodeluxe geht nicht, muß man durchtesten.

Wenn man ne kompatible Software nutztn dann siehtman sogar mit dem GPU-Z auf dem Host, daß die Grafikkarte etwas für den Gast tut. Unter HyperV kann man die GPU dann schon aufteilen, man braucht halt viel Speicher dafür, ich hab mir für so nen Exeriment eine GTX760 mit 2 GB geholt, gibts für wenig Geld auf Ebay.

Auf ESX muß man VT und IOMMU im Bios des Rechners aktivieren und irgendeine dazu suportete Hardware haben, z.B. nen SErver der entweder auf der Nvidia Whitelist steht und wer nur damit rumspielen will kauft sich ein AMD 970 Board und einen Phenom oder einen FX8350, das Board wird komplett vom ESX 5.1 bis 6.0 unterstützt, die CPU eher Alteisen und alles für wenig Geld zu haben.

Entweder man macht dann PCI Passthrough, dann kann man das 3D Overlay in EINER VM nutzen, aber nicht 2D. Und das müßte mit etlcihen Grafikkarten gehen.

Oder man geht auf die Details der Grid-K1 und K2 ein... und machtShared GPU (gemeinsame Nutzung der Karte über mehrere VMs hinweg)

Auf ESX 5.1 bis 6.0 gibs kostenlose Treiberpakete für die Grid K1 und K2, genauso für Xenserver die man installieren muß damit man "shared GPU" machen kann. Diese unterstützen dann alle Grid K1 und K2 Varianten und man kann sich die EVGA GTX 690 zur Grid K2 modden wenn man ein paar SMD Widerstände umlötet. Und was hat man dann? Für 150 Euro Einkaufspreis eine gefakte Grid K2 mit 4 GB Speicher. Der PCI-Devicecode wird mit SMD Widerständen eingestellt, zur Grid K1 kompatible Modelle lassen sich tlw mit einem gepatchten Bios zur K1 machen. Man muß aber definitiv einen PCIx16 Steckplatz und minimal 2 Slotbleche über haben, und 2x 8 Pin Strom vom Netzteil. Und die Grid K2 hat keinen VGA Ausgang... nach dem Mod einer Karte geht der VGA Ausgang nicht mehr... oder man kooft sich nen GridK2 8 GB für ca. 1000 Euro gebraucht.

Der Lohn der Bemühungen sind dann Shared GPUs, für die man im Gast einen aktuellen Nvidia Treiber installiert.
Das macht man aber eher mal mit windows 10 VMs - und man muß pro Client 1/2 bis 1 GB VMEM rechnen. Meine gemoddete GTX wird also 4 -8 Sessions bedienen können... man muß dann einen RemoteFX fähigen Client haben oder den HorizonView Client. Citrix HDX ist dann auch in der Lage, darauf aufzusetzen und macht dann die Bildkompression auf der GPU.

Die Grid K2 ist allerdings auch Alteisen, die gibts so garnicht mehr neu.

Für ESX 6.5 werden nur noch Tesla Karten unterstützt und der Spaß wird dann richtig teuer (eine Tesla die für die Grid Software geeignet ist kost gerne mal 3000-10.000 Euro), und ohne Lizenzen für die aktuelle Grid Software geht da garnichts.

Im Schnitt so um die 400 Euro pro Client. Die Teslas gibts dann aber auch mit richtig viel Videospeicher, so daß man auch eine größere Clientanzahl versorgen kann.

Kommerziell betrachtet ist es billiger, Windows 10 PCs mit moderater 3D Leistung hinzustellen und den Citrix physical Desktop agent zu nehmen und das dann über XenDesktop remote zur Verfügung zu stellen. Es sind allerdings 10 Mbit konstante Bandbreite pro Client erforderlich, auch für die RemoteFX Variante weiter oben.
Mitglied: Dani
Lösung Dani 21.12.2018 um 20:40:00 Uhr
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Moin,
Die Idee hier wäre zusätzliche NVIDIA GRID Grafikkarten einzubauen, damit es über rdp schneller geht.
ist grundsätzlich denkbar. Auf jeden dein Vorhaben mit der [https://griddownloads.nvidia.com/flex/GRID_4_Product_Support_Matrix.pdf NVIDIA Support Matrix gegeprüfen.

Es stehen dir zwei Modis bezüglich der Grafikkartenvirtualisierung zur Verfügung: shared GPU vs. vGPU.
https://virtuallyvisual.wordpress.com/2017/01/18/nvidia-grid-and-microso ...
https://www.brianmadden.com/opinion/RemoteFX-vGPU-put-out-to-pasture-as- ...


Gruß,
Dani