Perfomantes 10GBE NAS gesucht

itisnapanto
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Hallo Gemeinde,

ich beschäftige mich aktuell mit der Beschaffung einen neuen Backup NAS.
Aktuell benutzen wir ein 18 TB NAS von Synology. Angeschlossen per 2x Gbit an 2 Netgear 10GB Switche.
Die 18 TB sind auch ziemlich ausgeschöpft aktuell. Backupserver ist ein älterer DL380 G5 welcher mit 2x 10Gbit am Netz hängt.
Backupsoftware ist Veeam. Als Bottleneck gibt er das Network/Target an. Meist aber das Target.

Die Performance des aktuellen Synology ist leider ein wenig ungenügend auf die Zeit gesehen. Datenrate aktuell ca 80-100 MB/s.


Nun suche ich daher ein neues schnelleres NAS für die tägliche Sicherung . Dauerhafte Datensicherung geschieht auf LTO Bänder.

Ich hatte mir das DS2015xs von Synology mal angesehen . Hat wer Erfahrung damit ? Tests sahen alle nicht so verkehrt aus.
Platten sollen erstmal 6x WD Red 8TB rein zusammen mit der Ram Erweiterung auf 8 GB.
https://www.synology.com/de-de/products/DS2015xs

Oder hat wer sonst ne alternativ Idee. Preislich irgendwo zwischen 2500-3000€


Gruss

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Mitglied: psannz
psannz 17.10.2016 aktualisiert um 12:48:58 Uhr
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Sers,

Auf StorageReview finden sich hier immer recht nette Testberichte, mit Werten wie man sie im Alltag wiederfindet.
NAS bis 8 Slots
NAS ab 12 Slots

Von der Synology DS2015xs kann ich dir nur abraten. Der verbauten Alpina ARM Prozessor ist selbst bei 128K 100% Write Workloads bei 8 SSD als Raid 10 kaum in der Lage einen einzelnen 10G Link voll auszulasten. Dito für die Variante QNAP TS-831X.

Nimm bitte ein NAS mit Intel oder AMD CPU.

An deiner Stell würde ich eher in Richtung QNAP TVS-871 (i3 oder besser) oder Synology DS3615xs gehen. Alternativ gibts natürlich auch die Rack Varianten.


Ansonsten: Wie bindest du das NAS an Veeam an? CIFS oder iSCSI?

Grüße,
Philip
Mitglied: Yannosch
Yannosch 17.10.2016 um 15:18:15 Uhr
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Vielleicht Netgear?
Habe eigentlich gute Erfahrungen mit der ReadyNAS von denen gemacht.
Gibt es auch in Unterschiedlichen Ausführungen.

Ich betreibe auch so eine über iSCSI und hatte noch nie Probleme.

Also nur als Option face-smile

Grüße
Yannosch
Mitglied: GuentherH
GuentherH 17.10.2016 um 15:28:36 Uhr
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6x WD Red 8TB rein

Irgendwie passen höchste Performance und SATA Festplatten mit 5400 rpm nicht zusammen. face-wink

LG Günther
Mitglied: itisnapanto
itisnapanto 18.10.2016 aktualisiert um 07:42:04 Uhr
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MOin Philip :

Danke dir für den Tipp. Werde ich mir mal genauer ansehen .

Angebunden wird es per CIFS.

.

Danke auch Günther und Yannosch. Netgear hatte ich mir auch schon angesehen .
Die WD Red sind schon nicht schlecht und setzten wir aktuell auch ein . Eine einzelne schiebt schon ordentlich was durch . Im Raid 10 sollte es dann auch wohl hin hauen. SSD wäre mir natürlich auch lieber aber in der benötigten Größenordnung einfach noch zu teuer.
Mitglied: Dr.EVIL
Dr.EVIL 27.10.2016 um 17:37:16 Uhr
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Irgendwie passt das gesamte "NAS und Performance" nicht zusammen...
Es kommt allerdings darauf an, was man damit vorhat.

Ich würde einen neuen Backup Server mit genügend eingebauten Platten beschaffen!
Ansonsten schickst Du die Backup Daten zwei mal über das LAN, anstelle die Daten direkt im Server zu speichern.
Hier böte sich, wenn ihr bei HPE bleiben möchtet, beispielsweise der HPE DL380 Gen9 12LFF an.
2x 480GB SATA SSD für OS und Veeam im RAID1
10x SATA MDL Platten, je nach Größe des Portmonaies (HPE bietet von 1-10TB alle LFF Typen an)
Bei einer 1-Prozessor Bestückung kann man durch einen zusätzlichen Käfig an der Rückseite des Servers bis zu 15 LFF Platten in den Server einbauen.
Zur Sicherheit als bitte als RAID6, wenn ihr den Server so lange einsetzen wollt wie den Gen5!
An der Größe der Platten, von Prozessor (es reicht m.M. ein einzelner E5-2920v4 oder zwei E5-2909v4) und RAM. (16GB sollten es imho schon sein) kann man sparen, an der Anzahl der Festplatten aber nicht: Sie bestimmt im Wesentlichen die Geschwindigkeit des Storage!
Ich habe ein solches System mit Veeam und VM Explorer (Trilead) im Einsatz und komme auf einen Durchsatz, abhängig vom zu sichernden Hypervisor (hier ist Hyper-V deutlich schneller als ESXi) von ca 100 bis 200MB/s !
Wichtig ist dies insbesondere dann, wenn von diesem Server auch noch eine Archivkopie auf LTO-6 oder LTO-7 gezogen werden soll.
Mit einem System mit weniger Durchsatz erreicht man kaum die für eine 1:2,5 Kompression nötigen Datenmengen pro Sekunde!
Mitglied: Yannosch
Yannosch 28.10.2016 um 08:48:26 Uhr
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Zitat von @Dr.EVIL:

Irgendwie passt das gesamte "NAS und Performance" nicht zusammen...
Es kommt allerdings darauf an, was man damit vorhat.

Aha.

Ich würde einen neuen Backup Server mit genügend eingebauten Platten beschaffen!
Ansonsten schickst Du die Backup Daten zwei mal über das LAN, anstelle die Daten direkt im Server zu speichern.

iSCSI? Schon mal davon gehört?
Außerdem kannst du dir ein eigenes "Backup-Netz" erstellen - ohne irgendwelche anderen Benutzer zu beeinträchtigen - Stichwort Gigabit Ethernet.

Hier böte sich, wenn ihr bei HPE bleiben möchtet, beispielsweise der HPE DL380 Gen9 12LFF an.
2x 480GB SATA SSD für OS und Veeam im RAID1
10x SATA MDL Platten, je nach Größe des Portmonaies (HPE bietet von 1-10TB alle LFF Typen an)
Bei einer 1-Prozessor Bestückung kann man durch einen zusätzlichen Käfig an der Rückseite des Servers bis zu 15 LFF Platten in den Server einbauen.
Zur Sicherheit als bitte als RAID6, wenn ihr den Server so lange einsetzen wollt wie den Gen5!
An der Größe der Platten, von Prozessor (es reicht m.M. ein einzelner E5-2920v4 oder zwei E5-2909v4) und RAM. (16GB sollten es imho schon sein) kann man sparen, an der Anzahl der Festplatten aber nicht: Sie bestimmt im Wesentlichen die Geschwindigkeit des Storage!
Ich habe ein solches System mit Veeam und VM Explorer (Trilead) im Einsatz und komme auf einen Durchsatz, abhängig vom zu sichernden Hypervisor (hier ist Hyper-V deutlich schneller als ESXi) von ca 100 bis 200MB/s !

"Wow"

Wichtig ist dies insbesondere dann, wenn von diesem Server auch noch eine Archivkopie auf LTO-6 oder LTO-7 gezogen werden soll.

Wäre es dann vielleicht nicht besser einen Server mit eingebauten LTO-Schacht zu kaufen? Weil dann befinden sich die LTO-Bänder ja auch im Server und müssen dadurch ja auch automatisch mehr Durchsatz erzielen ... Oh jee....

Mit einem System mit weniger Durchsatz erreicht man kaum die für eine 1:2,5 Kompression nötigen Datenmengen pro Sekunde!

Naja, mach du mal weiter face-big-smile
Gruß
Yannosch
Mitglied: itisnapanto
itisnapanto 28.10.2016 um 09:30:21 Uhr
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Danke für die ganzen Anregungen .

Geworden ist es ein Synology RS3617+ ( https://www.synology.com/de-de/products/RS3617xs+ )
Platten kommen 6x WD Red 8 TB rein .

Die Platten sind noch nicht da . Allerdings hatte ich noch ein paar alte 500GB 3Gbit Sata Platten da zum testen .
Flaschenhals aktuell sind die Platten (was klar ist ). Laufen aktuell 4 Stück in einem Raid 10 Verbund.
Aber läuft schon nicht schlecht.

Wenn die großen Platten drinne sind, reiche ich mal ein paar Sreenshots nach zur Performance.


Gruss Michael
Mitglied: Yannosch
Yannosch 28.10.2016 um 09:35:58 Uhr
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Zitat von @itisnapanto:

Danke für die ganzen Anregungen .

Geworden ist es ein Synology RS3617+ ( https://www.synology.com/de-de/products/RS3617xs+ )
Platten kommen 6x WD Red 8 TB rein .

Die Platten sind noch nicht da . Allerdings hatte ich noch ein paar alte 500GB 3Gbit Sata Platten da zum testen .
Flaschenhals aktuell sind die Platten (was klar ist ). Laufen aktuell 4 Stück in einem Raid 10 Verbund.
Aber läuft schon nicht schlecht.

Wenn die großen Platten drinne sind, reiche ich mal ein paar Sreenshots nach zur Performance.

Das wäre cool , bin nämlich auch schon für nächstes Jahr am überlegen...
Gibts für die Synology-Produkte eigentlich einen Preiskatalog über vertreiben die nur über Distris?




Gruss Michael

Mitglied: itisnapanto
itisnapanto 28.10.2016 um 10:20:20 Uhr
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Musst mal schauen . Direktvertrieb haben die nicht .

Hab es es dann über ein EDV-Systemhaus bezogen. Zum Preise vergleichen und Orientierung , hab ich Cyberport benutzt.
Mitglied: itisnapanto
itisnapanto 28.10.2016 aktualisiert um 11:17:47 Uhr
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Hier mal ein kurzer Test von gerade.

Einfach mal Quick & Dirty das Teil ins Netz geschmissen.
Noch mit den alten langsamen Platten
synology1
Mitglied: psannz
psannz 28.10.2016 um 11:40:25 Uhr
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Klingt nach nem happy Admin face-smile
Mitglied: itisnapanto
itisnapanto 28.10.2016 um 11:44:37 Uhr
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Bin mal gespannt wenn das alles fertig ist . Werde am Netz selber noch ein wenig umstricken.
Ich werde berichten
Mitglied: itisnapanto
itisnapanto 17.11.2016 um 14:00:41 Uhr
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Moin moin ,

hier mal ein kleiner Zwischenstand . Festplatten sind endlich mal angekommen und ich konnte schon ein wenig testen .

Es sind nun 6 x 8TB Seagate Surveillance Platten drin .

Würde wahrscheinlich noch mehr gehen . Allerdings gibt die Source gerade nicht mehr her . Werde nun mal die ganzen Veeamtasks umtüddeln und noch ein wenig Optimierung betreiben .

Gruss
sy-nas
Mitglied: psannz
psannz 17.11.2016 um 14:41:15 Uhr
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Zitat von @itisnapanto:
Es sind nun 6 x 8TB Seagate Surveillance Platten drin .

Du schreibst also mit knapp 380 MB/s aufs NAS? Also ein RAID 10 gebaut?
Mitglied: itisnapanto
itisnapanto 17.11.2016 aktualisiert um 14:43:44 Uhr
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Zitat von @psannz:

Zitat von @itisnapanto:
Es sind nun 6 x 8TB Seagate Surveillance Platten drin .

Du schreibst also mit knapp 380 MB/s aufs NAS? Also ein RAID 10 gebaut?

Mist hätte ich dabei schreiben müssen . Ja ist ein Raid 10 .
Ja ist eine 6GB Datei gewesen vom Backupserver zum NAS.
Mitglied: psannz
psannz 17.11.2016 aktualisiert um 15:01:14 Uhr
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Zitat von @itisnapanto:

Mist hätte ich dabei schreiben müssen . Ja ist ein Raid 10 .
Ja ist eine 6GB Datei gewesen vom Backupserver zum NAS.

Dann bist du mit 380MB/s so ziemlich am Limit von den verbauten Platten.

RAID 10 hat Faktor 2 Write Penalty. Sprich bei 380MB/s schreiben deine 6 HDDs jeweils schon mit >125MB/s (380/6*2), was doch ganz gut ist.
Das schöne daran ist natürlich, dass es linear skaliert. Sprich, bau 2 extra Platten dazu, und du bist bei 500MB/s face-smile