Thin- oder Zero-Client für RDP und Dual-Monitor im LAN gesucht

Hallo,

Kurzfassung meiner Frage: Ich suche Thin/Zero-Clients (4 Stück) mit Dual-Monitor-Unterstützung für den RDP-Zugriff auf PCs in einem LAN - idealerweise lautlos und relativ günstig - für ein Kleinunternehmen.

Langfassung und Hintergrund:

Wir sind ein kleines Unternehmen mit 9 Leuten, teilweise in einem IT-Randbereich tätig. Die Erlöse in unserer Branche sind leider stark gefallen, wir können uns also kein teures Systemhaus oder dergleichen leisten. Ich manage aber seit 30 Jahren unsere IT ohne Probleme selbst, da ich einen IT-Background habe.

Wir arbeiten an normalen physischen Büro-PCs hauptsächlich mit Spezialanwendungen für unsere Branche, jeder PC hat 2 Monitore. OS ist teils Windows 10, teils Windows 8.1 (wegen einer Spezialanwendung). Server mit 2012 R2 laufen auf Hyper-V Server 2012.

Schon seit vielen Jahren haben wir unseren Leuten angeboten, 1-2 Tage pro Woche im Homeoffice zu arbeiten, daher hatten wir wegen Corona keine Probleme, komplett auf Homeoffice umzustellen. Unsere Mitarbeiter greifen von ihren Heim-PCs/Laptops über VPN und RDP auf ihren Büro-PC zu, was auch problemlos funktioniert. Auch zu Hause nutzen sie zwei Bildschirme (ist für unsere Arbeit erforderlich).

Da alles so gut läuft, werden wir auch nach Corona sicher nicht mehr vollständig zum herkömmlichen Bürobetrieb zurückkehren. Es ist vorgesehen, die Räumlichkeiten zu verkleinern und in einem großen Raum einige universelle Arbeitsplätze einzurichten, wo vielleicht 4 Leute gleichzeitig zusammenarbeiten können, wenn es das Projekt erfordert oder wenn man sich einfach mal treffen möchte.

Ich will jetzt also die 9 physischen PCs (die vielleicht irgendwann mal virtualisiert werden) in unseren Serverraum verfrachten. Im verbleibenden Büroraum sollen 4 Arbeitsplätze mit je 2 Monitoren stehen. Man setzt sich einfach an einen freien Platz, startet den Client und meldet sich per RDP an seinem persönlichen PC an, der aber jetzt im Serverraum steht - also quasi wie im Homeoffice, aber nur innerhalb des LANs.

Gibt es dazu brauchbare, nicht zu teure und vielleicht sogar lautlose Clients? Oder vielleicht einfache lüfterlose Mini-PCs mit Windows 10 Home - es wird ja nur der RDP-Client benötigt?

Schon mal Danke für eure Tipps.

Frank

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Ausgedruckt am: 17.06.2021 um 18:06 Uhr

Mitglied: Lochkartenstanzer
Lösung Lochkartenstanzer aktualisiert am 07.05.2021
Zitat von @Festplattenaufzieher:

Gibt es dazu brauchbare, nicht zu teure und vielleicht sogar lautlose Clients? Oder vielleicht einfache lüfterlose Mini-PCs mit Windows 10 Home - es wird ja nur der RDP-Client benötigt?


ich würde eher einen mit Windows 10 Pro nehmen. :-) face-smile

lks
Mitglied: Festplattenaufzieher
Festplattenaufzieher am 10.05.2021
Sieht schon mal nicht schlecht aus - von einigen Kommentaren abgesehen, dass der Lüfter sehr laut wäre. Aber es gibt ja wohl nicht andere Ausführungen.
Mitglied: em-pie
em-pie am 07.05.2021
Moin,

Schaue mal hier:
https://www.thinclient24.de/hp-t530-win10-iot-incl-4gb-ram-and-128gb-ssd ...

Kleiner ZeroClient für zwei Displays und Windows 10IoT.
Die Geräte kosten nen Appel und nen Ei, da Refurbished


Gruß
em-pie
Mitglied: Visucius
Visucius aktualisiert am 07.05.2021
Echt? 440 EUR/netto für nen gebrauchten Thinclient mit ohne Windows, 4 GB Ram und Sparprozessor sind günstig? Mein Gott, da bekomme für nen Hunni weniger ja schon nen i5 Lenovo mit doppelt soviel Ram … und da ist der erste Monitor schon inkludiert 😏
Mitglied: em-pie
em-pie am 07.05.2021
Ist der falsche Link gewesen -.-

https://www.thinclient24.de/hp-t530-win10-iot-incl-8gb-ram-and-32gb-flas ...


Der Client muss ja nicht viel können…


Eigentlich hätte ich „Igel“ gesagt… dann hat man zumindest ein zentrales Management dabei.
Mitglied: mbehrens
mbehrens am 07.05.2021
Zitat von @em-pie:

Eigentlich hätte ich „Igel“ gesagt… dann hat man zumindest ein zentrales Management dabei.

Wenn die momentane Preis- und Produktpolitik nicht wäre. Alternativ fällt mir da noch Stratodesk ein.
Mitglied: GrueneSosseMitSpeck
GrueneSosseMitSpeck aktualisiert am 08.05.2021
Wenn dennn 400 oder 500 Euro für einen Thinclient zuviel sind und auch bei 300 geknurrt wird... für mein Bauchgefühl auch etwas teuer, aber das ist nun mal das Preisniveau. Wir hatten die Diskussion mit Kunden neulich auch aber da war die Anforderung auch 3D Fähigkeiten via HTML5 im Browser und da war die Wahl zwischen zwei Dell Thinclients, einer für ca. 300 Euro und Intel HD4000 Graphik oder einen für 500 Euro, der hatten dann eine dedizierte Graphikkarte drin und 4 DP Anschlüssen.

Für mein Lab nutze ich privat einen Zotac Zbox Nano VD01, Via Chrome Dualcore CPU mit 1,2 GHz, 20 Watt... 2012 gekauft, läuft bis heute - als RDP bzw Citrix Client.

Dessen Nachfolger ist lüfterlos, 64 GB Flash für ein Clientbetriebsystem, 2 GB RAM, HDMI und DP Ausgänge. hier beim Kaufland für 129 Euro, im Großhandel pendeln sich die Preise bei ca. 100 Euro incl Steuer ein.

https://www.kaufland.de/product/301466939/?kwd=&source=pla&sid=3 ...

Noch ein Windows IoT dazu kaufen oder ein Knoppix drauf, RDP Client dazupacken, fertig ist der perfekte Thinclient. Aber dann unmanaged, mit Windows IoT ist das Ding in einer Domäne managebar....



Meines Erachtens sind kommerzielle Thinclients komplett überteuert, auch mein Gedanke. Der Zotac ist dann auch wirklich nur als RDP oder Citrix Client brauchbar, zum Surfen mit aktuellen Browsern ist der schon zu langsan, da steckt schließlich ein Netbook Prozessor drin
Mitglied: em-pie
Lösung em-pie am 08.05.2021
Zitat von @mbehrens:

Zitat von @em-pie:

Eigentlich hätte ich „Igel“ gesagt… dann hat man zumindest ein zentrales Management dabei.

Wenn die momentane Preis- und Produktpolitik nicht wäre. Alternativ fällt mir da noch Stratodesk ein.
Das stimmt, deswegen ist es auch nicht mein erster Vorschlag gewesen.
Wobei mich die Refurbished-Variante gerade auf die Idee brachte, einfach nach gebrauchten Igel V10-ThinClinets zu schauen:
https://www.thinclient24.at/igel-ud3-lx50-refurbished-8258.html
Die haben genügend Leistung, um zwei Monitore via RDP zu "bespaßen"

Alternativ ginge auch ein gebrauchter Lenovo Tiny (Dell & Co. haben ähnliche Geräte):
https://www.lapstore.de/a.php/shop/lapstore/lang/de/a/39889/kw/Lenovo-Th ...

Der hat aber eine höhere Leistungsaufnahme denn ein Igel.

Gruß
em-pie
Mitglied: Festplattenaufzieher
Festplattenaufzieher am 10.05.2021
Igel schaue ich mir mal an, hatte ich bisher nicht auf dem Schirm.

Die Gebrauchtanbieter sind aber auch eine interessante Alternative. Der originale Windows-RDP-Client hat halt den Vorteil, dass ich genau weiß, wie er funktioniert und dass er perfekt funktioniert.
Mitglied: mbehrens
mbehrens am 07.05.2021

Gibt es dazu brauchbare, nicht zu teure und vielleicht sogar lautlose Clients? Oder vielleicht einfache lüfterlose Mini-PCs mit Windows 10 Home - es wird ja nur der RDP-Client benötigt?

Nein, man will in der Regel kein Windows. Ein Raspberry PI könnte mit passender Software schon ausreichen.

Wie immer, die Lizenzproblematik nicht außer Acht lassen.
Mitglied: HansDampf06
HansDampf06 am 08.05.2021
Zitat von @mbehrens:

Nein, man will in der Regel kein Windows. Ein Raspberry PI könnte mit passender Software schon ausreichen.

Das war auch mein erster Gedanke, als ich soeben diese Fragestellung gelesen habe. Immerhin gibt es den Raspberry Pi 4B sogar in einer Variante mit 8GB. Von Hause aus sind neben den der 4-Core-CPU jeweils zwei HDMI-, USB-3.0- und USB-2.0-Anschlüsse vorhanden. Ins LAN kommt er mit 1GBit. Also eigentlich alles, was ein Thin-Client braucht. Die Miniaturgröße ist fast unschlagbar.

Weil hier nur im reinen Serverbetrieb benutzt, kann ich leider nichts zur Grafikleistung des RPi 4B sagen. Aber im Vergleich zu einem (schon etwas älteren) Rock64 (nicht Pro!) dürfte es mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser sein. Und ein Rock64 kann ohne mit der Wimper zu zucken, ein 4k-Video per HDMI abspielen, während parallel noch zwei oder drei andere Geräte ebenfalls Videos streamen.

Zudem liegt der reguläre Energieverbrauch (ohne zusätzliche SSD) zwischen 2,8 W (idle) und unterhalb 5 W. Es gibt bei Amazon ein Alu-Gehäuse von Geekworm, mit dem ein lüfterloser Betrieb sehr gut möglich ist. CPU-Temperatur liegt hier im Durchschnitt zwischen 38 und 44 °C, kann auch mal bis 53 °C (höchster Peak bisher 63 °C) gehen. Erst ab etwa 70 °C sollen Schutzmechanismen greifen und die CPU herunterregeln. Im Notfall könnte ein geräuscharmer Lüfter ergänzt werden, z.B. Noctua oder Noiseblocker.
Übrigens bei einem Rock64 lassen sich ähnliche Energie- und Temperaturdaten messen.

Darauf ein Server-Linux mit einer sparsamen GUI (z.B. Mate) packen. Wenn es unbedingt darauf ankommen sollte, können per Wine zudem Windows-Programme nativ laufen; vorher aber die Kompatibilität prüfen. Ein Linux ist über Samba problemlos in eine Domäne integrierbar. Soll es dennoch unbedingt Windows 10 sein, dann ist das wohl per IoT-Version ebenso möglich (habe ich bisher nicht ausprobiert).

Insgesamt ist man bei einem RPi 4B mit 4GB mit ungefähr 100 bis 120 EUR (Board, Gehäuse, Netzteil) dabei. Bei der 8GB-Variante sind es ca. 20 EUR mehr. Ich denke, dass es für den beschriebenen Anwendungsfall eine ernsthaft in Erwägung zu ziehende Variante ist.

Viele Grüße
HansDampf06
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