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18.01.2006, aktualisiert am 12.03.2007
Was heißt Physikalische Adresserweiterung?
Seit dem ich auf meinem Notebook zum X-ten Mal Windows XP Prof. SP2 neu installiert habe, erscheint plötzlich unter Arbeitsplatz - Eigenschaften folgende Meldung:
Was heißt Physikalische Adresserweiterung und woher kommt es? Früher stand es nie da.
Gruß,
Ahnenforscher
Was heißt Physikalische Adresserweiterung und woher kommt es? Früher stand es nie da.
Gruß,
Ahnenforscher
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5 Kommentare
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MICROSOFT's Antwort auf deine Frage:
Physikalische Adresserweiterung X86 (Übersicht)
Dem virtuellen Adressbereich einer Anwendung kann dank der physikalischen Adresserweiterung (Physical Address Extension, PAE) X86 mithilfe des AWE-API-Sets (Address Windowing Extensions, AWE) auf einem Computer mit einem Intel Pentium Pro-Prozessor (oder höher) und mit mindestens 4 GB physischen Speicher zusätzlicher physischer Speicher zugeordnet werden.
Auch bei Anwendungen, die das AWE-API-Set nicht verwenden, ist PAE X86 von großem Nutzen, da das Betriebssystem den größeren physikalischen Speicher zur Reduzierung der Datenauslagerung verwendet, wodurch die Systemleistung verbessert wird. Auch für Konsolidierungsserver mit mehreren Anwendungen ist dies vorteilhaft.
Die Leistung der Anwendungen, die große Datenmengen verarbeiten, wird verbessert, da die Daten im Speicher und nicht auf der Festplatte behalten werden. So kann PAE X86 beispielsweise die Leistung folgender Anwendungstypen deutlich verbessern:
?
Datenbanken wie z. B. Microsoft SQL/E 7.0 oder höher.
?
Anwendungen für den wissenschaftlichen oder IT-Gebrauch wie z. B. numerische Strömungsmechanik.
?
Anwendungen zur Statistikanalyse für umfassendes Data Mining.
Physikalische Adresserweiterung X86 (Übersicht)
Dem virtuellen Adressbereich einer Anwendung kann dank der physikalischen Adresserweiterung (Physical Address Extension, PAE) X86 mithilfe des AWE-API-Sets (Address Windowing Extensions, AWE) auf einem Computer mit einem Intel Pentium Pro-Prozessor (oder höher) und mit mindestens 4 GB physischen Speicher zusätzlicher physischer Speicher zugeordnet werden.
Auch bei Anwendungen, die das AWE-API-Set nicht verwenden, ist PAE X86 von großem Nutzen, da das Betriebssystem den größeren physikalischen Speicher zur Reduzierung der Datenauslagerung verwendet, wodurch die Systemleistung verbessert wird. Auch für Konsolidierungsserver mit mehreren Anwendungen ist dies vorteilhaft.
Die Leistung der Anwendungen, die große Datenmengen verarbeiten, wird verbessert, da die Daten im Speicher und nicht auf der Festplatte behalten werden. So kann PAE X86 beispielsweise die Leistung folgender Anwendungstypen deutlich verbessern:
?
Datenbanken wie z. B. Microsoft SQL/E 7.0 oder höher.
?
Anwendungen für den wissenschaftlichen oder IT-Gebrauch wie z. B. numerische Strömungsmechanik.
?
Anwendungen zur Statistikanalyse für umfassendes Data Mining.
mist, jetzt hatte ich schon "senden" geklickt...
also, wo war ich?
axo
und hier noch eine wesentlich verständlichere Erklärung von der c't:
32-Bit-Tricks
Die hohe Leistungsfähigkeit der x86-Prozessoren, der zugehörigen Chipsätze und Speichermodule machen diese preiswerte Technik auch für den Servereinsatz attraktiv. So konnte sich auch das 32-bittige Windows als Serverbetriebssystem etablieren. Dabei haben sich die Grenzen der 32-Bit-Technik allerdings schon länger störend bemerkbar gemacht.
Microsoft hat daher Tricks in die 32-Bit-Windows-Versionen eingebaut, die einige ihrer Limitierungen mildern sollen. Die meisten davon funktionieren prinzipiell auch unter Windows 2000 und XP, sind aber erst bei den Windows-Server-Editionen wirklich nützlich.
Einer dieser Kniffe heißt Physical Address Extension (PAE). Er erlaubt den Zugriff auf den Adressraum jenseits der 32 Bit, sofern Prozessor und Chipsatz mitspielen. PAE lässt sich durch einen Eingriff in die Boot.ini aktivieren (falls Windows es nicht sogar automatisch tut bei NX-CPUs. Hinter den Aufruf des Betriebssystems schreibt man die Option /PAE und startet Windows neu. Anschließend ist in der Systemsteuerung unter System der Hinweis ?Physikalische Adresserweiterung? zu lesen.
Leider hilft das bei den Desktop-Versionen nicht weiter, denn hier begrenzt Microsoft die maximale Größe des physischen Speichers auf 4 GByte, was den wichtigsten Nutzen von PAE wieder aufhebt. Erst Windows Server 2003 profitiert wirklich von PAE, allerdings auch nur bis zu den jeweils von Microsoft sowie der Hardware gesetzten Limits. So kann die 32-Bit-Standard-Edition ebenfalls nur mit 4 GByte RAM umgehen, erst die Enterprise- (32 GByte) und die Datacenter-Edition (64 GByte) schaffen mehr.
Dass unter Windows der Adressbereich pro Prozess auf 2 GByte beschränkt ist, liegt daran, dass ein 32-Bit-Windows die Hälfte des verfügbaren Adressbereiches für den eigenen Kernel reserviert. Startet man Windows mit dem Schalter ?/3GB?, beschränkt es den eigenen Speicherbedarf auf 1 GByte. Nur mit echten 64 Bit unter der Haube verwaltet Windows bis zu 16 Terabyte - die Hälfte davon reserviert sich wiederum das System (siehe Online-Artikel 294418 der Microsoft Knowledge-Base).
So, jetzt aber... Fugu
also, wo war ich?
axo
und hier noch eine wesentlich verständlichere Erklärung von der c't:
32-Bit-Tricks
Die hohe Leistungsfähigkeit der x86-Prozessoren, der zugehörigen Chipsätze und Speichermodule machen diese preiswerte Technik auch für den Servereinsatz attraktiv. So konnte sich auch das 32-bittige Windows als Serverbetriebssystem etablieren. Dabei haben sich die Grenzen der 32-Bit-Technik allerdings schon länger störend bemerkbar gemacht.
Microsoft hat daher Tricks in die 32-Bit-Windows-Versionen eingebaut, die einige ihrer Limitierungen mildern sollen. Die meisten davon funktionieren prinzipiell auch unter Windows 2000 und XP, sind aber erst bei den Windows-Server-Editionen wirklich nützlich.
Einer dieser Kniffe heißt Physical Address Extension (PAE). Er erlaubt den Zugriff auf den Adressraum jenseits der 32 Bit, sofern Prozessor und Chipsatz mitspielen. PAE lässt sich durch einen Eingriff in die Boot.ini aktivieren (falls Windows es nicht sogar automatisch tut bei NX-CPUs. Hinter den Aufruf des Betriebssystems schreibt man die Option /PAE und startet Windows neu. Anschließend ist in der Systemsteuerung unter System der Hinweis ?Physikalische Adresserweiterung? zu lesen.
Leider hilft das bei den Desktop-Versionen nicht weiter, denn hier begrenzt Microsoft die maximale Größe des physischen Speichers auf 4 GByte, was den wichtigsten Nutzen von PAE wieder aufhebt. Erst Windows Server 2003 profitiert wirklich von PAE, allerdings auch nur bis zu den jeweils von Microsoft sowie der Hardware gesetzten Limits. So kann die 32-Bit-Standard-Edition ebenfalls nur mit 4 GByte RAM umgehen, erst die Enterprise- (32 GByte) und die Datacenter-Edition (64 GByte) schaffen mehr.
Dass unter Windows der Adressbereich pro Prozess auf 2 GByte beschränkt ist, liegt daran, dass ein 32-Bit-Windows die Hälfte des verfügbaren Adressbereiches für den eigenen Kernel reserviert. Startet man Windows mit dem Schalter ?/3GB?, beschränkt es den eigenen Speicherbedarf auf 1 GByte. Nur mit echten 64 Bit unter der Haube verwaltet Windows bis zu 16 Terabyte - die Hälfte davon reserviert sich wiederum das System (siehe Online-Artikel 294418 der Microsoft Knowledge-Base).
So, jetzt aber... Fugu
Hallo Joshua!
Bitte entschuldige, dass ich erst heute antworte... aber ich hatte meinen Account "verloren". Werde dazu gleich auch noch ein "Dankeschön" in den Off-Topic-Teil posten, weil die Unterstützung echt super war hier.
Lob
Doch zu deinem Problem:
Die Physikalische Adresserweiterung (Physical Adress Extension = PAE) wird über die boot.ini dem System beim Starten zugewiesen.
Ausschalten lässt sich das wieder, indem man im abgesicherten Modus bootet, wodurch PAE deaktiviert wird - dann entfernt man den /PAE-Parameter aus der boot.ini.
Greetz, Fugu
Bitte entschuldige, dass ich erst heute antworte... aber ich hatte meinen Account "verloren". Werde dazu gleich auch noch ein "Dankeschön" in den Off-Topic-Teil posten, weil die Unterstützung echt super war hier.
Lob
Doch zu deinem Problem:
Die Physikalische Adresserweiterung (Physical Adress Extension = PAE) wird über die boot.ini dem System beim Starten zugewiesen.
Ausschalten lässt sich das wieder, indem man im abgesicherten Modus bootet, wodurch PAE deaktiviert wird - dann entfernt man den /PAE-Parameter aus der boot.ini.
Greetz, Fugu