Wie ISO (Live-Linux) per PXE booten?

joemouth
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Hallo,

ich möchte gerne diverse Linux ISOs per PXE übers Netzwerk starten.

Und am Liebsten, ohne diese auszupacken etc.

PXELINUX 4.06 habe ich installiert, TFTP etc. laufen.

Es funktioniert sogar so weit, dass Mint startet, dann aber bekomme ich die Fehlermeldung:

(initramfs) unable to find a medium containing a live file system

so sieht meine Konfiguration aus:

Es scheint, als ob das Mint-ISO korrekt geladen wird, dann aber Mint nicht mitbekommt, dass es von der Ramdisk starten sollte (memdisk).

Es wäre sensationell, wenn es hierfür eine Lösung gäbe.

P.S. oder ist diese Frage besser unter Linux aufgehoben?

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Mitglied: kaiand1
kaiand1 06.01.2013 um 20:05:27 Uhr
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Moin
Nun zum einen gehen nicht alle Live CD Versionen als PXE Boot.
Zum anderen gibts du bei
APPEND
eine ISO Datei an...
Die must du aber entpacken und dort das initrd Datei angeben.
Mitglied: 16568
16568 06.01.2013 um 21:55:07 Uhr
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Zitat von @kaiand1:
Moin
Nun zum einen gehen nicht alle Live CD Versionen als PXE Boot.

Aha...
So ein Käse.
Nenn mir eine!
Ansonsten verbreite hier nicht so einen Quark.


Lonesome Walker
(Der mehrere PXE-Projekte hat...)
Mitglied: kaiand1
kaiand1 06.01.2013 um 22:29:23 Uhr
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Hatte da welche die wollten nicht per PXE....
Da die aber nicht mehr in der Liste sind kann ich die Versionen grad nicht nennen...
Mitglied: joemouth
joemouth 06.01.2013 um 22:39:21 Uhr
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Zitat von @kaiand1:
...
Zum anderen gibts du bei
APPEND
eine ISO Datei an...
Die must du aber entpacken und dort das initrd Datei angeben.

Na ja, entpacken will ich ja gerade nicht.
Es läuft ja auch so weit, Mint bootet, Startgrafik ist zu sehen, stoppt dann aber, wie oben beschrieben.
Mitglied: joemouth
joemouth 06.01.2013 um 22:40:39 Uhr
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Zitat von @16568:
(Der mehrere PXE-Projekte hat...)

Na dann kannst Du mir ja bestimmt ein paar gute Tipps geben.....
Mitglied: 16568
16568 07.01.2013 um 08:12:28 Uhr
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Hast Du diese Seite hier durchgearbeitet?


Lonesome Walker
Mitglied: 68162
68162 07.01.2013 um 15:02:54 Uhr
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Zitat von @kaiand1:
...
Zum anderen gibts du bei
APPEND
eine ISO Datei an...
Was bei der Verwendung von MEMDISK eigentlich völlig richtig ist! :) face-smile

Zitat von @joemouth:
Es läuft ja auch so weit, Mint bootet, Startgrafik ist zu sehen, stoppt dann aber, wie oben beschrieben.
Damit hast ja quasi schon alles auf deinem Zielrechner. Damit sind m.E. die Parameter "netboot" und "nfsroot" überflüssig wenn nicht gar kontraproduktiv. Nur weiß ich leider nicht, ob Mint in der Lage das, das "durch den PXE-Loader erzeugte virtuelle Laufwerk" überhaupt zu erkennen? Wenn es das nicht tut/kann dürfte Dir nur das Auspacken bleiben.

MfG, FM_81
Mitglied: joemouth
joemouth 08.01.2013 um 07:17:38 Uhr
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Zitat von @68162:
Damit sind m.E. die Parameter "netboot" und "nfsroot" überflüssig wenn nicht gar kontraproduktiv.

Diese Parameter sollen dazu dienen, schneller zu über NFS zu laden. (http://www.heise.de/security/artikel/Desinfec-t-vom-Linux-Server-booten ..)
Zur Vereinfachung meiner Tests habe ich diese mittlerweile weggelassen.

Zitat von @68162:
Nur weiß ich leider nicht, ob Mint in der Lage das, das "durch den PXE-Loader erzeugte virtuelle Laufwerk" überhaupt zu erkennen?
Wenn es das nicht tut/kann dürfte Dir nur das Auspacken bleiben.

Ja, so sieht es aus.

Mit YUMI habe ich das ganze mal ohne PXE getestet. Manche ISOs können über eine RAM-Disk geladen werden. Andere u.a. Mint leider nicht.

Überlege gerade, ob YUMI nicht eine gute Basis ist, um die erzeugten Strukturen, Menüs, ausgepackte ISOs etc. auf mein TFTP Laufwerk zu übernehmen. Das sollte m.E.n. einiges erleichtern.

Vielen Dank für die Rückmeldungen.
Mitglied: 68162
68162 08.01.2013 um 08:29:42 Uhr
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Zitat von @joemouth:
Diese Parameter sollen dazu dienen, schneller zu über NFS zu laden.
(http://www.heise.de/security/artikel/Desinfec-t-vom-Linux-Server-booten ..)

Ja, nutzen aber, nach allem was ich weiß, nur was, wenn Du per PXE Deinen "richtigen" Linux-Kernel und die RAMDISK holst. So beschreibt es die Heise-Desinfect-Seite auch?

In Deinem Beispiel war Dein Kernel aber MEMDISK und im RAM lag bereits Dein komplettes Abbild ...
Aber da das sowieso nicht zu klappen scheint, ist das auch egal (und Haarspalterei).

GRUB4DOS geht übrigens auch als PXE-Loader und beherrscht auch dieses ISO-Mapping (nach meiner Erfahrung besser als MEMDISK).

MfG, FM_81
Mitglied: joemouth
joemouth 12.01.2013 um 12:34:46 Uhr
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Zitat von @68162:
In Deinem Beispiel war Dein Kernel aber MEMDISK und im RAM lag bereits Dein komplettes Abbild ...
Aber da das sowieso nicht zu klappen scheint, ist das auch egal (und Haarspalterei).

Wenn ich den Heise Artikel richtig verstanden habe, dann ging es dort darum, das Laden des ISO in die memdisk per NFS zu beschleunigen.

Zitat von @68162:
GRUB4DOS geht übrigens auch als PXE-Loader und beherrscht auch dieses ISO-Mapping (nach meiner Erfahrung besser als
MEMDISK).

Ich habe mittlerweile GRUB4DOS mit grldr konfiguriert, leider komme ich bzgl. MINT ISO hier auch nicht weiter.
Es scheint am MINT ISO zu liegen, dass dieses mit der Ramdisk nicht klar kommt.
Hast Du es zum Laufen bekommen? Wenn ja, mit welchen Menü-Einträgen und Konfiguration/Versionen?

Ich wollte mir eigentlich die Mühe sparen, neue Versionen zu entpacken und stattdessen lediglich auf die ISO verweisen.

Vielleicht gibt es auch noch andere Möglichkeiten wie das ISO vorher mounten bzw. ein anderes BS starten, um dann die ISOs nachzuladen.

VG, Joe
Mitglied: 68162
68162 15.01.2013 aktualisiert um 01:22:51 Uhr
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Zitat von @joemouth:
Ich habe mittlerweile GRUB4DOS mit grldr konfiguriert, leider komme ich bzgl. MINT ISO hier auch nicht weiter.
Es scheint am MINT ISO zu liegen, dass dieses mit der Ramdisk nicht klar kommt.
Hier http://reboot.pro/topic/5041-grub4dos-iso-images-and-hd32-or-0xff-mappi ... gibt es einen Eintrag zur 8er Version? Aber das muss nicht heißen, dass es für neuere Version auch geht!

Zitat von @joemouth:
Hast Du es zum Laufen bekommen? Wenn ja, mit welchen Menü-Einträgen und Konfiguration/Versionen?
Ehrlich gesagt, habe ich gar kein Mint am Laufen ...

Zitat von @joemouth:
Ich wollte mir eigentlich die Mühe sparen, neue Versionen zu entpacken und stattdessen lediglich auf die ISO verweisen.
Für mich ist es mehr Mühe, jedes mal die richtige Konfig. zu finden, wenn es eingepackt in der ISO bleibt. Deshalb bevorzuge ich die "ausgepackte Variante". Denn selbst wenn Du eine Methode für "erfolgreiches ISO-Mapping" gefunden hast, bedeutet das nicht, dass die nächste Version (Deiner ISO) das auch noch unterstützt.


Zitat von @joemouth:
Vielleicht gibt es auch noch andere Möglichkeiten wie das ISO vorher mounten bzw. ein anderes BS starten, um dann die ISOs nachzuladen.
Hierzu ist mir nichts bekannt?

MfG, FM_81
Mitglied: 110291
110291 01.02.2013, aktualisiert am 04.02.2013 um 12:29:39 Uhr
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Es gibt sehr viele verschiedene Varianten, wie diverse distros von pxe booten. In OmniBoot versuche ich, soviele als möglich davon abzudecken.
OmniBoot enthält sowohl einen eigenen live PXE-server auf Basis von einer ~40MB distro namens Slitaz, als auch für jedes OS die entsprechenden kernel-boot-parameter.
Dabei werden auch distros unterstützt, die nach kernel und init-ramdisk weitere Daten nachladen, gegenwärtig über nfs, nbd und http.
Bei einigen distros sind allerdings auch die ramdisks modifiziert, weil die original distro keine oder zu schwache Unterstützung für pxe bietet (Damn Small Linux, Fedora, Geexbox, Knoppix, Puppy, Slax nachzlesen unter http://omniboot.at/htm/modules/mod.html)

Homepage: http://omniboot.at