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WIndows Domain Roaming Profiles - Login beschleunigen?

Moin,

ich teste aktuell roaming profiles für unsere user (bisher alles lokale profile).

Umgebung:
Server:
WIndows Server 2012
(RAID System mit ~ 800MB/s Lese/Schreibperformance, aktuell eher mäßig ausgelastet, 10Gbit Netzwerk)

Clients:
WIndows 10 1607
SSDs, 16+ GB RAM, Xeon 4+ Core CPUs, 1Gbit Netzwerk

Wenn nun die leute ihre bestehende Profile mit ~ 5-6GB anmelden (teilweise mit vielen kleinen files, z.B. PyCharm Projekte) , dauert das ~ 3 Minuten (ohne änderungen, so lange dauert also nur der abgleich der Daten von Server<>Client)
Frisch angelegte Profile mit 30MB werden in wenigen sekunden angemeldet.

Mir ist schon klar das so ein abgleich sich zieht und ein laistungsfähigerer Server evtl. schnelles Netzwerk das beschleunigen würden - aber die aktuelle Config ist nicht gerade Steinzeit

Frage:
Kann man das irgendwie beschleunigen? Und wie sind euere erfahrungen mit Roming Profiles und deren Performance?

Content-Key: 329343

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Printed on: April 24, 2024 at 16:04 o'clock

Member: departure69
departure69 Feb 14, 2017 updated at 10:53:01 (UTC)
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Hallo.

Hhmmm, wie definierst Du Profile? Nach Microsoft zählen natürlich auch die Speicherbereiche "Eigene ..." (also Eigene Dokumente, -Downloads, -Videos usw.) zum Nutzerprofil, ich würde die Bereiche, in denen Deine Leute ihr Zeug speichern, trotzdem am Fileserver per Ordnerumleitung in eigene Homebereiche pro User legen und den Usern als Netzlaufwerke, z. B. mit LW-Buchstaben H:\ ("H" wie "Home") per net use verbinden. Profil ist dann nur noch AppData und wenig anderes, userbezogenes Systemzeugs, das nicht viel Speicherplatz braucht und bei Gbit locker in wenigen Sekunden gezogen/synchronisiert ist.


Viele Grüße

von

departure69
Member: sabines
sabines Feb 14, 2017 at 11:06:29 (UTC)
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Moin,

genauso wird das gemacht, in Versionen vor W2008 war die Profilgröße begrenzt und nur mit Tricks über 25 MB zu bekommen.
Die Ordnerumleitung kannst Du Dir sparen, wenn die User "schlau" genug sind ihre eigenen Dateien nicht lokal zu speichern.
Die Profilgröße solltest Du denoch begrenzen, 30-50 MB reichen je nach installierter SW aus.

Gruss
Member: NetzwerkDude
NetzwerkDude Feb 14, 2017 at 11:10:47 (UTC)
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Also wie es Microsoft vorsieht
https://technet.microsoft.com/en-us/library/jj649079(v=ws.11).aspx
(Step 5: Roaming User Profiles on user accounts - "In the Profile section, select the Profile path: checkbox and then enter the path to the file share where you want to store the user’s roaming user profile")

d.h. wie du sagst, auch "Eigene...Stuff" und der AppData Roaming Ordner werden synchronisiert

Naja die "Home" lösung mit eigenen Netzwerkshares ist parallel bereits implementiert - aber da wäre ja die performance schlechter da es nur auf dem Server liegt - das war ja dachte ich der gag an den Roming Profiles, das ich lokale schnelle SSD performance habe - und aber die portabilität zwischen geräten da auch Serversynchronisiert.

das 6GB Profil ist eigentlich die ausnahme, und 3 minuten auch okay, da kann man noch die morgenbrezel sich reindrücken. Hab mich nur gewundert das es da keine "magic" gibt die das schneller abgleicht
Member: sabines
sabines Feb 14, 2017 at 11:44:14 (UTC)
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Nee, da gibt's keine "Magic" und wenn bei jeder An- und Abmeldung 6GB übertragen werden, reicht eine Brezel pro Tag nicht immer aus face-wink

Bitte als gelöst markieren.
Member: departure69
departure69 Feb 14, 2017 at 15:59:21 (UTC)
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und aber die portabilität zwischen geräten da auch Serversynchronisiert

Den unkompliziert möglichen Gerätewechsel hast Du doch auch dann, wenn Du den Leuten das Home (also H:\Eigene Dateien usw.) per Logonskript verbindest. Dann ist es egal, an welchem PC sich die User anmelden, das pers. Laufwerk H:\ wäre dann an jedem PC vorhanden. Das ist kein Argument gegen Userhomes ohne Profil. Ein Argument ist natürlich durchaus, daß ein stets synchronisiertes, vollständiges Profil - ohne Einsatz eines H:\-Homelaufwerkes - inklusive des ganzen Eigene...-Gedöns - danach von schneller SSD deutlich performanter läuft. Da kann ein per Gbit verbundenes Netzlaufwerk in der Performance nicht mithalten, das ist natürlich richtig. Sind denn aber die "Eigenen" Dateien Deiner User (Projektdateien und alles andere mögliche gespeicherte Zeugs) wirklich so riesig groß, daß es in üble Warterei ausarten würde, wenn die nur per Gbit gezogen werden könnten? Unsere Leute hier haben auch mal große Dateien, z. B. PDFs oder PPT mit mehr als 30 MB pro Datei gespeichert, die dann beim Öffnen über Gbit schonmal eine Sekunde (!) brauchen, aber das halte ich für völlig vernachlässigbar. Wir haben mittlerweile auch SSDs in vielen Rechnern, doch die dienen eigentlich nur dazu, daß die Systeme allgemein flinker laufen.


Viele Grüße

von

departure69
Member: NetzwerkDude
NetzwerkDude Feb 20, 2017 at 12:16:20 (UTC)
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Hi,
sind halt ein paar Entwickler die "schnell zum testen" eigene git repositorys oder PyCharm Projekte auf den SSDs haben - und das sind halt meisten sehr viele kleine Dateien - wie gesagt, sind aber auch ausnahmen, die normalen user haben auch nur "normalviele und normalgroße" sachen, und da ist der Roaming Login vertretbar schnell + die Performance von Netzlaufwerken akzeptabel.

Aber Danke für das Teilen der Erfahrungswerte