Anforderungen an einen Server

Mitglied: Jashugan

Jashugan (Level 1) - Jetzt verbinden

04.11.2011, aktualisiert 11:16 Uhr, 3156 Aufrufe, 11 Kommentare

Servus Admingemeide,

ich zähle auf eure Erfahrung und Hilfe bei folgender recht einfachen Frage.

Ich habe vor meine Firma mittlerer Größe mit einem neuen Server auszustatten. Aufgrund der Wirtschaftskrise sitzt das Geld leider nicht so locker, weshalb es den Chef zu überzeugen gilt.

Das Szenario ist folgendes: Wir haben auf einem Server aus den 90gern gearbeitet bevor er ausfiel. Seitdem habe ich einen Desktop-PC von Dell zu einem Server umgebaut und als, inzwischen längeres, Provisorium gebraucht. Da jetzt Windows 7 ansteht und das mit Windows Server 2003 ja anstrengend zu administrieren ist und ich ausserdem langsam weg von dem Desktop-PC will suche ich Argumente um an einen neuen Sever (vermutlich ne Blade von Dell) zu kommen.

Bisheriges Desktop-PC-Provisorium:
  • Pentium D 3 GHz
  • 1 GB RAM

Anforderungen:
  • Domänencontroller über ca. 50 rechner
  • Active Directory
  • Dateiserver
  • Druckserver
  • VPN von aussen
  • Datensicherung auf Externe Platten
  • Hardwareraid

Ich hatte mir folgendes Überlegt:
  • Ein Desktop PC ist nicht für den Dauerbetrieb ausgelegt
    • Brandschutzbestimmungen
    • Schlechte Belüftung
  • Lange Wartezeiten beim Anmelden werden durch neuen Server verkürzt
  • Lange Zugriffszeiten auf Daten werden verkürzt
  • Die Unternehmensdaten werden durch ein Hardware Raid geschützt
  • Ein Server braucht redundante Stromversorgung was ein Desktop-PC nicht hat.

Was meint ihr? Wart ich schoneinmal in der Situation?

Vielen Dank für eure Gedanken,
Grüße
Jashugan
Mitglied: keine-ahnung
04.11.2011 um 11:29 Uhr
Hi,

was für eine Wirtschaftskrise? Die kommt doch erst noch ...

Frag doch Deinen Chef einfach, ob es und in welcher Höhe es ihm finanziell weh tut, wenn Dein Spielzeug wegraucht ... Alter Schwede, ich bin nun wirklich a) kein Administrator und b) kein Hardewarefetischist, aber selbst in meiner Bude mit gerade mal 10 Clients habe ich in entsprechende Serverhard- und software "investiert".

Wenn Du da nicht > 1000 Argumente findest, die Deinen Chef überzeugen, würde ich schon aus Boshaftigkeit warten, bis der Desktop wegschmiert ...

LG, Thomas
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Mitglied: Deepsys
04.11.2011 um 11:37 Uhr
Hi,

respekt das die Workstation das überhaupt packt!!!
Fehlt nur noch der Exchange ;-) face-wink

Und da hast das wichtigste Argument aller Vertriebler vergessen: Der neue Server steigert die Produktivität aller Mitarbeiter!

Was ist nicht ganz verstehe, du ein Blade haben?
Ähm, das macht nur Sinn wenn du etliche davon kaufst und die musst du dann in ein Blade-Chassis stecken.

Ich denke ein "normalen" aktueller Server (Tower) mit RAID, redundanten Netzteil, redundanten Lüfter reicht für euch aus.

VG
Deepsys
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Mitglied: Tharen
04.11.2011 um 12:24 Uhr
Hi Jashugan,

interessante Ansichten deines Chefs...Wie hoch wäre denn die Investitionsfreigabe maximal ? Erst wenn du diesen Wert hast, kannst du
die Hardware planen, die dann ja möglichst lange lange halten soll...

Haben hier auch 50 Anwenderplätze, sowie 4 Server (alles HP (DL, ML))

Gruß

Tharen
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Mitglied: Jashugan
04.11.2011 um 12:58 Uhr
Tja wenn ich mal einfach ne freigabe haette. Ich versuche jetzt seit mehreren jahren eine investition in die IT zu erwirken,leider ohne erfolg. Ich habe schon ein konzept erarbeitet wie ich unsere produktivitaet hier steigern kann und vor allem die aussagen "dass die workstation das ueberhaupt schafft" und "die investition steigert die produktivitaet aller mitarbeiter" hat mir neuen anschwung gegeben :) face-smile danke dafuer.

Leider laufen die entscheidungen hier anders herrum. Keine freigabe sondern eher betteln um jeden ramriegel ;) desswegen sind argumente wie brandschutzgefahr und "was passiert wenn der rechner mal abraucht" im moment wohl dir wirksamsten ....
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Mitglied: SlainteMhath
04.11.2011 um 13:09 Uhr
Moin,

Schreib deinem Chef eine Mail/Aktennotiz in der Du jegliche Verantwortung für Brand und/oder Datenverlust aufgrund der (unsachgemäßen) Vermwendung des PC als Servers ablehnst.

Wenn durch solche groben Fahrlässigkeiten Daten verlorengehen die das Finanzamt interessieren, haftet der u.U. Firmenbesitzer bzw. Geschäftsführer persönlich - nur so als hinweis.
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Mitglied: Jashugan
04.11.2011 um 13:36 Uhr
Ja danke für den wichtigen Kommentar. So einen formalen Brief habe ich vor Inbetriebnahme des Provisoriums an meinen Chef gegeben. Vielleicht füge ich sie dem neuen schreiben einfach nochmal bei.
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Mitglied: DerWoWusste
04.11.2011 um 15:39 Uhr
Moin.
Anmerkung:
Da jetzt Windows 7 ansteht und das mit Windows Server 2003 ja anstrengend zu administrieren ist...
Stimmt nicht. Du kannst doch RSAT nutzen, dann stört das 2003 nicht - oder an was für Administrationsaufgaben denkst Du?
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Mitglied: Tharen
04.11.2011 um 17:09 Uhr
Hi nochmal,

wie verantwortungsvoll kann ein Geschäftsführer sein, der das Risiko eingeht, das von heute auf Morgen 50 Mitarbeiter !
mit verschiedenen Aufgaben, Qualifikationen und warscheinlich unterschiedlichen Gehältern nix mehr zu tun haben ?
keinen Zugriff auf
-Firmen-Daten (Dokumente, Emails, Zeichnungen,...)
-Warenwirtschaftssystem / ERP
-Finanzbuchhaltung und Banking
-Personalbuchhaltung
-Zeiterfassung
-etc...

Es kann kein Auftrag angelegt werden, keine Rechnung erstellt werden...
(In welcher Branche seit Ihr zu finden ?)

Gibt es einen Notfallplan, oder werden dann alle für 2-3 Tage nach Hause geschickt ?

Wieviel Tage kann sich ein Unternehmen sowas heutzutage noch leisten...

Wenns knallt, dann habe wenigstens eine nutzbare Datensicherung zu Hand. - und ein dickes Fell, weil ein Großteil der Arbeit nunmal beim Admin hängen bleibt.

Gruß und gutes Gelingen

Tharen
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Mitglied: Jashugan
04.11.2011 um 18:39 Uhr
Keine Angst Tharen, ich bin ja nicht erst seit einem Monat hier Admin. Ich habe mehrere Sicherungen, von denen einige auch täglich ablaufen. Raucht der Server ab, kann ich innerhalb eines halben Tages alles wieder ans laufen bringen. Vielleicht sollte ich mir im Falle eines Falles aber einfach mal mehr Zeit lassen.

Danke für den Tipp mit RSAT, aber ich meinte eher servergespeicherte Profile und Gruppenrichtlinien. Natürlich geh das auch mit Win7 Clients und Win2003 Server aber schön ist auch was anderes.

Ich denke wir schweifen ab. Vielen Dank für euren Support und die Anregungen!!
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Mitglied: DerWoWusste
04.11.2011 um 20:39 Uhr
Natürlich geh das auch mit Win7 Clients und Win2003 Server aber schön ist auch was anderes
Was wird mit 2008 schöner? mit RSAT gehen alle GPOs Win7-Style. Und Servergesp. Profile? Geht ebenso.
War nur ein Hinweis.
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Mitglied: schattenhacker
05.11.2011 um 12:03 Uhr
Wirschaftskrise? Geld sitzt nicht locker?

Ok, 6000 EUR für einen Server. Laufzeit 5 Jahre, macht 100 EUR/ Monat.= 2 EUR/ Monat pro Mitarbeiter.
Das kann man schon sparen, wenn man die Lesaingrate des BMW drückt oder alle Mitarbeiter ihren Kaffee ohne Milch und Zucker trinken.
Ich hatte die Diskussion auch schon, und vor der Tür stehen dann riesige Autos und für sonstige Spesen ist Geld da,
Frage mal, ob er eine Villa kauft ohne Feuerversicherung.

Als Geschäftsführer ist man ja Vollkaufmann, da sollte man das beherrschen können.

Bei 50 Rechnern, wenn ich das so verstanden habe, sollte man schon etwas Solides mit Raid, Bandsicherung usw. aufsetzen.
Aber das sind Gemeinplätze, Bla bla, was eigentlich jeder wissen sollte.


Gruss jo
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